Von Aigen-Schlägl nach Gmünd NÖ

Die direkte Verbindung zwischen zwri Punkten ist der Halbkreis sollte man meinen. Aber es gibt nunmal keine direkten oder halbwegs direkten Bahnverbindungen von Aigen-Schlägl nach Gmünd. Diverse Planungen von Verlängerungen der Mühlkreisbahn u. a. via dem heutigen Tschechien wurden nie realisiert.

Das Wetter war beim Blick aus dem Fenster war etwas verbesserungswürdig aber ich muss sagen dass mir andererseits die Wanddeko über dem Bett sehr gut gefällt. 
Beim Frühstück las ich über den aktuell stattfindenden Rückbau der Donaubrücke der Linzer Verbindungsbahn. Also wurde der 9:40 ab Schlägl (vom Hotel schneller erreichbar) angepeilt um ab dem Bahnhof Linz-Urfahr die ehm. Verbindungsbahn und die Brücke zu erkunden. Den Bericht dazu gibt es hier: „Adieu Donaubrücke„.

Das Wetter bessert sich etwas und gemächlich geht hinab nach Linz. Da die vorherige Leistung nach Aigen-Schlägl im Fahtplan als „Donau-Moldau-Radelebnis“ gekennzeichnet ist führte der 9:40 ab Schlägl noch einen Güterwagen der für den Radtransport genutzt wird. Gut wenn das Triebfahrzeug eine Schraubkupplung hat.

Am Hauptplatz von Linz wurde noch ein paar Straßenbahnen „erlegt“ und der Weg per Tram zum Hauptbahnhof angetreten.

Das der geplante Railjet zunächst mit plus 5 und später 10 Minuten angekündigt ist und der Übergang in St. Pölten nach Krems und Horn gerade einmal 5 min beträgt wird schnell umdisponiert und die bereits um 13:01 verkehrende Westbahn für 13,90€ in der Touristenklasse genommen.

Die Fahrt von St. Pölten über Krems nach Horb gibt sehr schöne Einblicke ins Dobautal und die Ausläufer des Waldviertels. Horn ist noch mit mechanischen Einfahrsignalen ausgestattet. Das Fotografieren dieser misslingt leider, der 3min Übergang zum Anschluss nach nach Sigmundsherberg jedoch gelingt. Somit wird die Taktlücke für die Weiterfahrt nach Gmünd eben hier abgewartet und nicht in Horn.

Der Grund für die Lücke zwischen Sigmundsherberg ind Gmünd dürfte evtl. in der Güterzugübergabe die von Gmünd aus eintrifft begründet sein.

In Sigmundsherberg, wie auch in anderen Bahnhöfen, sind „Hackfleischkreuzungen“ üblich. Der Bahnsteig 2 ist niveaugleich über Gleis 1 und 2 erreichbar und es finden regelmässig Fahrten in diesen statt. Sperre?  Zugangsschranke? Wärter?  Fehlanzeige. Es geht auch so.

Sigmundsherberg besitzt im Empfanggebäude ein Fahrdienstleiterstellwerk mit Felderblock und reinem Befehlswerk. Die Weichen und Signale werden dann von den Wärtern in den Bahnhofsköpfen gestellt.

Auf dem Weg nach Gmünd zweigen / zweigten in Göpfritz und in Schwarzenau Strecken ab. 
Die Strecke von Göpfritz nach Raabs an der Thaya ist seit 2001 eingestellt und grossteils zurpückgebaut. Das Einfahrsignal ist aber noch erkennbar und an den Gleisen der ehm Strecke wird in Göpfritz Holz verladen. 

Während die in Schwarzenau abzweigende Thayatalbahn nach Waidhofen a. d. Taya und ehm. weiter bis Tschechien seit Fahrplanwechsel 2010 im Personenverkehr eingestellt wurde und ungenutzt aussieht sind die ebenfalls dort abzweigende und 2010 im Personenverkehr eingestellte Strecke nach Zwettl im Güterverkehr noch sehr gut genutzt aus. Die grossflächige Einstellung des Güterverkehrs im Waldviertel, wie im Wikipedia Artikel zur Bahn nach Zwettl vermutet,wurde zum Glück nicht realisiert. 

In Gmünd wartet ein Triebwagen der CD  (eine überarbeitete und zum zweiteiligen Triebwagen umgebaute „Brotbüchse“) auf Anschlussreisende nach Tschechien. 

Ich mache mich auf den Weg zum Motel an der Tankstelle und lasse den Tag im dortigen Gasthaus bei guten Essen und gutem Zwettler Bier ausklingen.

Morgen geht es mit dem Rad zur Erkundung der Schmalspurbahnen.

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