So viele Motive…

… so wenig Züge. 

Das ist mein heutiges Resümee. Aber der Reihe nach.

Nach dem Frühstück war zunächst ein Fußweg zum „Verleihnix“ [tm] zum Abholen meines Begleiters für die nächsten Tage angesagt. Im Prinzip ging es recht flott von statten, wobei ich anscheinend einer der ersten war der in diesem Geschäft per Onlineformular via Sport2000 ein Rad reserviert hat. 😀

Bei einem Countrybike hätte ich ja zumindest Schutzbleche und Licht erwartet. Egal, das Ding schaltet sich Knackig ind läuft gut. Auch die Scheibenbremsen sind nicht übel.

Somit kann die Tour entlang der Bahnstrecke von Gmünd nach Groß Gerungs beginnen. 

Das Wetter ist brauchbar. Teilweise Sonne, zeitweise stark bewölkt aber irgendwo über 20°C.

So viele Motive und planmäßig nur ein Zugpaar am Tag und einen Zug mit Diesellok gibt es nur Samstags, sonst sind es kleine Triebwägelchen. Das wäre das Fazit der Radtour nach Groß Gerungs.

Die detaillierte Darstellung der Fahrtroute gibt es bei der hier im Text verlinkten Tour bei Komoot wo in der Karte wie gewohnt zahlreiche Bilde hinterlegt sind. 

Wenn eine Gruppe Briten nicht einen Sonderzug gechartert hätte der mir am „kleinen Semmering“ zufällig über den Weg lief wäre es noch dünner mit den Bildern geworden. So konnte ich neben dem einzigen Planzug nach Gross Gerungs in der normalerweise nicht angedienten Haltestelle Mariafred, dies ist eigentlich die ehm. Haltestelle mit Wasserkran von Bruderndorf das 1986 eine näher zum Ort liegende Haltestelle erhielt und seit Dreharbeiten in 20000 zu Tucholskys „Schloß Gripsholm“ diesen Namen trägt, auch noch deren Zug nach Gmünd erwischen (Leider klang es durch das Tal so als ob dieser von Gmünd käme. Sonst hätte ich ein schönes Foto bei der Tunnelausfahrt machen können) und die anschliessende Wartezeit mit dem Beobachten der heimischen Flora und Fauna verbringen.

Wer zudem die Beschilderung von Wander- oder Radwegen auf Schweizer oder Deutschen Niveau gewohnt ist wird hier verzweifeln. Fehlende Ausschilderung von Themenwegen oder gar widersprüchliche Ausschilderung am Weg oder Knotenpunkten ist hier normal. Mal abgesehen wenn überhaupt ein beschilderter Weg vorgesehen ist.

Der Wanderweg oder eher die Beschilderung des „Kleiner Semmering“ führt einen entweder weit von der Bahn weg oder auf geradezu wilden Pfaden irgendwie ab und an die Bahn kreuzend von A nach B. Und der offizielle Radweg tangiert die Bahn kaum.

Das ist einfach nur arm. Da sollte man sich hinsichtlich Ausschilderung, Wegequalität ind Infos an der Strecke etwas beim „Bahnhistorischem Lehrpfad Preda – Bergün“ oder bei den Wanderwegen entlang der BLS Lötschbergrampen anschauen. 

Zudem. Was bringt so ein Bahnpfad wenn in der Regel genau 2x am Tag etwas vorbei kommt? Da kann man nicht mal die Fahrt mit der Wanderung vernünftig verknüpfen denn der nächste Zug den man beobachten könnte ist der den man für die Rückfahrt erwischen muss. 🙁

(Bild 1 und 4 von der Radtour. Bikd 2 und 3 von der Rückfahrt mit dem Zug)

Vor Gross Gerungs offenbaren sich wunderschöne Fotomotive. Insbesondere der lange Bogen zwischen Harruck und Heinreichs schreit geradezu nach einem Foto mit Zug. Aber woher soll der kommen?!? 
Gross Gerungs ist hübsch aber irgendwie tot (ist ja auch Samstag Nachmittag) wobei das Cafe hinter der Kirche gut brsucht ist. Im Bahnhof gibt es aber eine Kneipe „Dampfbahn“ mit Bier, Cola und Gulasch oder Wurst. Gut genug zur Stärkung und zum Warten auf die Rückfahrt. 

Nach knapp 50km Radfahren ging es faul mit dem Zug zurück. Top Wetter, der Sound der Diesellok und ein bewirtschafteter „Jausenwagen“ sowie Getränkehalter an den Fenstern in den Wagen machen die Rückreise zum Genuss. 

Morgen geht es nach Litschau. Da verkehren am Sonntag sogar zwei Zügepaare mit Lokbespannung und Heidenreichstein (drei Zugpaare).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.