Ab nach Frankreich

Nach einen ausgiebigen Frühstück ging es früher wie geplant per IC nach Basel wo einerseits einer der bereits im Einsatz stehenden Gioruno / Smile Fernverkehrstriebzüge von Stadler der SBB bestaunt werden konnte (irre das gut lesbare Dusplay in fast jeder Tür inkl. Anzeige zum Besetzungsgrad des jeweiligen Wagens als auch die pragmatische „Besenmethode“ wenn das Lichtraumprofil auf Fensterhöhe der Wagen ein wenig eingeschränkt ist.

Danach wird eruiert wo ich die krude Fahrkarte zum Schweinepreis von 4,70 CHF für die Fahrt mit der Tramlinie 3 nach St-Louis Frankreich herbekomne.

Der Bahnhof ist in anbedacht der morgigen Bundesfeier bereits beflaggt.

Bald darauf treffen Holger und Stephan pünktlicht (!) mit dem ICE 101 ein und die Fahrt nach Frankreich jann, mit Umstieg von der Linie 1 zur 3 beginnen.

Von St. Louis geht es mit dem TER zurück nach Basel SNCF/SBB und mit dem ICN nach Delemont. Ab dort mit dem RE aus Biel nach Meroux, dem Bahnhof für Belfort an der Schnellfahrstrecke „LGV Sud-Ouest“, durch den Schweizer Jura. Nachdem die Züge nun auch wieder das franz. Ort Delle aus und nach Frankreich erreichen und nicht nur aus der Schweiz wie seit Ende der 90er Jahre nennt er sich laut der Plakette am Empfangsgebäude „Gare international“ 😂

Es wäre vermutlich zu einfach wenn die stündlich verkehrenden SBB Züge bis Belfort durchgebunden wären aber so ist in Meroux umsteigen angesagt, sodenn nach dem kruden SBB Fahrplan auch eun direkter Anschluss besteht. Bei unserem Zug sind es „nur“ 7 Minuten und dann geht es im AGC der SNCF als TER Zug die wenigen Kilometer weiter nach Belfort.

In Meroux trifft sozusagen ein funktionierendes im integralen Taktverkehr laufendes Bahnsystem auf ein Bahnsystem das im Fernverkehr mit kruden Fahrplänen marktgerecht agiert aber im Nahverkehr in der Fläche zumeist weit am Bedürfnis der Kunden, oft sogar im wahrsten Sinne des Wortes, vorbeifährt.

Einst war Belfort ein bedeutender Bahnknoten auf der Linie Paris und Lyon nach Mulhouse. Aber ins inbesondere mit dem Bau der LGV Sud-Ouest ist er fast in die Bedeutungslosugkeit abgerutscht.

Dazu beitragen tuen auch Anschlusszüge nach erst 1:15 wie bei unserem Zug Richtung Besançon. Und das ist auch teils bei Übergängen von und nach Mulhouse der Fall.

Das gute Wetter läd ein die Wartezeit mit einem Stadtrundgang zu verkürzen bevor es mit dem Diesel AGC unter der Fahrleitung, stets dem Fluss Doubs folgend, nach Besançon. Der dem Fluss und Kanal begleitende Radweg ist gut genutzt und ist ein Abschnitt des Eurovelo 6 Atlantik- Schwarzes Meer.

In Besançon wird nich kurz die Strassenbahn abgelichtet bevor es mit dem neuen Nahverkehrstriebwagen von Aslstom der SNCF mit ihrer etwas zusammengestücket wirkenden Innenausstattung elektrisch nach Dôle geht.

Ab Dôle, wo wie auch in Belfort derzeit die Bahnsteige erneuert werden, geht es mit einer Doppeltraktion „Blauwale“ nach Pontarlier.

Die oft ohne Halt durchfahrenen kleinen Zwischenstation der ehm. zwei- und nunmehr zumeist eingleisigen Strecke sind bisweilen sehr schlicht ausgestattet und nicht selten fragt man sich woher die Fahrgäste überhaupt kommen sollten.

In Andelot ist dann volles Haus.

Ein doppelter Blauwal aus St. Claude / Morez nach Dôle, unser Zug nach Pontarlier und ein als Leergarnitur nach Morez fahrender Blauwal stehen gleichzeitig im Bahnhof. Stress pur für den Fdl.

Interessant ist dass parallel zum Leerzug ein SNCF Bus nach Morez und St. Claude fährt…. Typisch Frankreich.

In Frasne wartet ein NPZ der SBB auf den nächsten TGV aus Paris nachdem er zuvor Fahrgäste aus Neuchâtel zum TGV aus Lausanne via Vallorbe nach Paris gebracht hat.

Weite nahe fernen und wenig Menschen. Das französische Jura…

Aber dann wird Pontarlier erreicht, eine der grösseren Städte der Region.

Dem Bahnhof sieht man noch die einstige Bedeutung als Grenzbahnhof an. Heute reichen zwei Bahnsteigkanten der Gleise 2 und 3 zwischen welchen ein markantes einst u. a. zur Zollabfertigung dienendes Gebäude steht. Am Hausbahnsteig hält kein Zug mehr.

Eine nette Altstadt hat es hier auch.

Das Hotel liegt etwas ausserhalb und dabei wird eine ehemalige Strecke die zur Strecke Besançon – La-Chaux-de-Fonds führte und später als Industrieanschluss dienente gequert.

Achja, noch eine Impression vom Bahnhof und das Abendessen.

Morgen geht’s zur Museumsbahn die einen Teil der ehm. Strecke Pontarlie – Vallorbe befährt.

Olten, Aarburg und Hauenstein

Morgen geht die Runde durch Frankreich mit Holger und Stephan los. Ich fahre heute schon vor Richtung Basel.

Die Grundidee war ein paar Bilder vom Februar am Hauenstein bei besserem Licht zu wiederholen.

Ich fahre mit dem ECE451 von Frankfurt nach Basel. Er fährt, störungsfrei und es gibt guten Kaffee und Bündner Törteli.

In der ersten Klasse ist das Platzangebot auch ganz brauchbar und der Fensterteiler ist nicht ganz so schwachsinnig wie im ICE.

Aber er zuckelt ab Zeppelinheim dem verspäteten ICE101 (den hätte ich morgen ab Mannheim nehmen müssen wenn ich nicht vorgefahren wäre) hinterher und hat damit in Basel gut 8min Verspätung.

In Basel spiegelt sich der Triebkopf in der Bahnsteigbude genau passend zum Wagen.

Weiter geht es mit dem Doppelstock IC in Richtung Luzern nach Sissach.

Im Gleisvorfeld von Basel SBB parkt eine Re 4/4 im Schweiz-Express Lack.

In Liestal laufen derweil die Bauarbeiten zum viergleisigen Ausbau auf Hochtouren.

In Sissach kann man sehr schön den Taktknoten mit Bus und Bahn beobachten und die weitere Wartezeit wird für einem Einkauf bei Coop genutzt und schon geht es weiter auf der Hauenstein Bergstrecke.

Zim Einsatz kommen hier GTW der ehm. Thurbo mit ihrer 2+3 Bestuhlung und bunten Kopfstützen.

In Trimbach steige ich aus. Für deutsche Gewohnheiten nimmt es sich komisch aus dass dass der Bahnsteig mitten im Bahnübergang endet ohne dass es hier weitere Schranken gäbe.

Von der Station Trimbach laufe ich runter zur Aare um zunächst am linken Ufer, unterdessen wird das nach Sissach fahrende „Läufelfingerli“ erwischt und dann paar Bilder von Zügen auf der Aarebrücke der Hauenstein Basislinie, auf der gefühlt im Minutentakt Züge verkehren, aufzunehmen.

Auch die daneben liegende Brücke der alten Bergstrecke wird mit einem GTW abgelichtet. Siehe Titelbild des Beitrags.

Ich wechsle dann in der Nähe des Stauwehr die Flussseite und kurz darauf geben sich wieder die Züge im Blockabstand ein Stelldichein.

Darunter sind TGV Lyria, ICE und ICT.

Den ICT RABDe500 der mit einem 612er von DB Systemtechnik gekuppelt verkehrt und schon in Basel gesichtet wurde wird dabei leider verpasst zu fotografieren.

Und natürlich komnt auch wieder der GTW der Bergstrecke auf seiner Brücke zu Fotoehren.

Im angrenzenden Industriegebiet fertigt die zur Doppelmayer Gruppe gehörende Fa. CWA Seilbahngoneln. Nebenan wird eine Firma für Sonderabfälle per Bahn bedient.

Mit dem Bus geht es zum Bahnhof und zum Hotel zum Check in.

Auf dem Weg dahin gibt es nette Ausblicke auf die Aare und die Altstadt von Olten.

Mit dem Bus geht’s nun nach Aarburg mit seiner Burg ubd Kirche auf dem Felsen.

Durch die grosse Aufweitung des Flussbett vor der Strassenbrücke gibt es hier den interessanten Effekt dass das Wasser am rechten Ufer für mehrere hundert Meter wieder flussufwärts fließt.

Die beiden Tauben auf dem Geländer erinnerten etwas an Stadler und Waldorf aus der Muppetshow 😎

Mit dem Postbus geht es nun wieder nach Olten zum Bahnhof und dann mit dem Stadtbus zur Enthaltestelle Trimbach Eisenbahn.

Leider hat sich die Sonne schon hinter dem Bergkamm des Hauenstein verkrochen so dass kein Sonnenbild am Hauenstein Scheiteltunnel möglich ist.

Noch ein paar Käfern (oder was auch immer) beim „Chillen“ zugesehen ein „nicht vorhandenes Gebäude“ der ehm. Sperrstelle Trimbach gesichtet und schon kommt wieder der Zug nach Sissach.

Ich kehre beim „Isebähnli“ mit Blick auf die Bahnstrecke ein. Feldschlösschen Lager. Nicht mal übel, ebenso wie die Hörnli mit Gehacktem.

Dann mal gute Nacht.

Morgen geht’s u. a. über die wiedereröffnete Strecke über Delle nach Belfort.

Achso, hier noch die Wanderungen.

2019-07-30 Trimbach – Aarebrücken und mit Bus nach Olten

2019-07-30 Aarburg

Bei der letzten hatte ich in Trimbach vergessen die Aufzeichnung abzuschalten weshalb die Busfahrt zurück nach Olten dabei ist.

2019-07-30 Hauenstein Scheiteltunnel bei Trimbach

Nach Hause über den Col de Haut Baie-Ruisseau und Statistik

Alles hat ein Ende und so verlasse ich um kurz nach 10 Uhr das schöne Lindau. Eigentlich müsste ich erst um 11:05 mit dem RE nach Stuttgart nach Ulm fahren aber ich fahre früher um den Umstieg in Ulm entspannter zu machen. War natürlich klar das dann sowohl der 10:05 als auch 11:05 pünktlich ankanen aber der IC218 15min Verspätung hatte. 😂

Der Hauptbahnhof in Lindau auf der Insel wird sich in den nächsten Jahren wandeln. Derzeit finden umfangreiche Bauarbeiten im bisher nur als Betriebsbahnhof genutzten Lindau-Reutin statt. Dieser erhält vier Bahnsteiggleise und wird der zukünftige Knotenbahnhof u. a. auch für die künftig schneller und öfter verkehrenden EC Zürich – München. Der Inselbahnhof bleibt mit 6 der 8 Bahnsteiggleise bestehen, jedoch die Abstell- und Tankanlagen nach Reutin verlagert und für Grünanlagen und Wohnbebauung genutzt.

In Ulm steht am Gleis 5a ein NE81 Doppelpack der Schwäbische-Alp-Bahn deren Lackierung ein wenig an die der früheren TEE erinnert.

Rund um und im Bahnhof wird gebaut. Im Bahnhof die Einfädelung der Neubaustrecke aus Stuttgart und am Vorplatz dessen Umgestaltung und Neubebauung.

Ich schlage mich durch die Baustelle zur Haltestelle Theater durch und mache ein paar Tramfotos. Einen Abstecher in die Altstadt zum Ulmer Münster verkneife ich mir ob der chaotischen Verkehrsführung und insbesondere der Hitze.

Warten auf den IC218. Derweil noch ein wenig die andren Züge beobachten. Achja, mit den 245 welche für die RE Lindau – Stuttgart eingesetzt werden scheint es ein Problem zu geben wie vor Wochen zu lesen war und daher sind bei dem 11:05 ab Lindau und seinet Gegenleistung hier in Ulm um 13:15 Uhr wieder 218er zu sehen.

Mit Verspätung (Grund polizeiliche Ermittlungen in Österreich) erreicht der IC aus Graz dann Ulm und die unkoordinierte Radlergruppe die hier Ausstieg trug nicht gerade zum Abbau der Verspätung bei.

Mit zwei weiteren Radlern wurde dann um so schneller eingestiegen. Erst Einsteigen, dann sortieren. Hauptsache der Zug fährt.

Auch wenn om Steuerwagen mit den Radstellplätzen wieder mal die Klimaanlage nicht funktioniert. Erst ab Stuttgart kühlt es etwas durch mehr Durchzug durch die Klappfenster bei 200km/h.

Der IC218 kommt mit +18min in Stuttgart Hbf an. Die Ausfahrt steht bereits als der Tf noch nicht mal den Führerstand erreicht hat.

Von Stuttgart geht es wegen Bauarbeiten ohne Heidelberg Hbf über die Güterzugstrecke nach Weinheim.

Ich entscheide mich die nicht Fahrkarte nicht voll abzufahren (Darmstadt – Reinheim) und steige in Bensheim aus um via Auerbach, Kuralpe und Neutsch nach Hause zu fahren.

Aber zuerst kehre ich in Auerbach in der alten Dorfmühle zu Äppler und Handkäsesalat ein. Ein schöner Biergarten, gutes Essen. Alles perfekt

Frisch gestärkt geht es hinauf zur Kuralpe uns siehe da, Kehrschleifen sind kein Privileg von Bergstrassen sondern auch von Strassen bei der Bergstrasse. 😉

Und bei Ober Beerbach wurde bei der Kuppe zwischen Ober Beerbach und Wurzelbach ein interessantes Schild entdeckt. Siehe das Titelbild. 😂

Und alsbald sind die heimatlichen Gefilde erreicht.

Hier die kleine Abschlusstour:
2019-07-23 Bensheim – Reinheim

Die Statistik der Tour:

Gesamtstrecke per Rad: 591,86 km

Gesamthöhenmeter aufwärts: 10.140m

Gesamthöhenmeter abwärts: 10.090

Gesamt reine Fahrtzeit: 38h 27min

Die 14,5km und 50min Fahrtzeit per Schiff von Flüelen nach Brunnen wurden abgezogen.

Die „Wanderrunden“ Basel, Gelmersee und Aareschlucht wurden nicht eingerechnet. Insbesondere da in Basel auch einmal Tramfahrten enthalten sind.

Hier nochmal in bildlicher Übersicht:

Letzte Etappe – vom Appenzeller Land nach Lindau

Eine wunderbar Tour geht zu Ende und auch heute ist Petrus auf meiner Seite und ich werfe dabei meine ganze Zeitplanung über den Haufen. Zu viele schöne Fotomotive laden zum verweilen ein.

Auch heute hat der Bilderupload (im dritten Anlauf) geklappt. Daher auch heute nur eine kleine Auswahl an Bildern.

Die weiteren gibt es hier:

2019-07-22 Mo Etappe 9 Urnäsch-Lindau

Gegenüber der Planung wurden es 6km mehr und doppelt so viel Höhenmeter aufwärts.

Bei Uznach erst mal ein Stadler „Walzer“ ABe4/12 der Appenzeller Bahnen auf dem Weg nach Herisau.

Fast wie gewohnt bei bestem Wetter.

Mehr Landschaft bei Jakobsbad. Ich überlegte erst kurz mit der Seilbahn auf den Kronberg zu fahren, aber da ich bereits zeitlich im Verzug bin lasse ich es lieber.

Daher nur ein Seilbahnbild 😉

Und dann wieder ein Zug hinter Jakobsbad Richtung Gonten.

Und noch einer…

Und schon ist Appenzell mit seiner schönen Altstadt erreicht.

Swissnes pur…

Keine Bange, nur das Besucherzentrum hat noch geschlossen. Nicht die Brauerei.

Und auf die vielen Walzer folgt der „Tango“ ABe 8/12 welche für die Durchmesserlinie beschafft wurden. Seit dem Bau des neuen Ruckhaldetunnel und damit dem Entfall des Zahnstangenabschnitt in St. Gallen verkehren diese von Trogen über Gais bis in die Kantonshauptstadt Appenzell.
Wobei Stadler nach dem „letzten Tango“ für die Appenzeller Bahnen die Produktion dieser Fahrzeuge eingestellt hat und stattdessen die spanische Produktlinie ex. Vossloh fortsetzt.

Ein Tango erklimmt die Rampe von Appenzell zur Station Sammelplatz.

Auf dem Ast von Gais nach Altstätten Stadt geht es nicht ohne Zahnstange. Soeben erreicht der Zug bei der Station Stoss das Ende des Zahnstangenabschnitts.

9% Steigung enden hier. Die Maximalneigung der Strecke ist dabei 16%.

Gut gesichert ist die Station Kreuzstrasse mit direkt und indirekt erkennbaren Anlagen.

Fast noch steiler geht der parallele Weg abwärts mit teils 20%.

Ich glaube hinauf werde ich da nie fahren, warum auch wenn dder Zug extra einen Radtransportwagen besitzt.

Aber auch bergab ist das Rad sehr gefordert, besonders hinsichtlich der Bremse.

Auch hier zeigt das Bild nicht wie steil es hier bergab geht. Im Hintergrund liegt bereits Altstätten im Rheintal.

Nochmal Altstätten. Der Zug hat vor kurzem Altstätten Stadt verlassen und kämpft sich nun die Rampe hinauf.

Nachdem der Talboden erreicht wurde und die Bremse nicht mehr roch ging es recht flott weiter Richtung Bodensee. In Au (SG) wurden noch die Vorräte ergänzt da. Hier unten ist es richtig warm im Vergleich zu den noch recht angenehmen Temperaturen oben im Appenzell.

Da hilft vermutlich nur das Bahnersatzboot 😎

Und weiter geht es nach Norden.

Kurzer Abstecher zur Seebühne in Bregenz mit dem aktuellen Bühnenbild für „Rigoletto“.

Und dann ist Lindau nach 72km erreicht und wie aufs Stichwort erreicht ein Schiff den Hafen.

Zummerbezug im Hotel alte Schule und dann zum Abendessen. Sehr lecker und zudem in Euro bezahlbar 😉

Dabei noch ein Test dreier Sorten der Lindauer Brauerei.

Nach dem Essen ein Rundgang zum Hafen mit Abenddämmerung…

Und zur blauen Stunde.

Morgen geht es dann mit dem Zug über Ulm nach Hause.

Eine sehr schöne Tour geht zu Ende.

Auf Regen folgt Sonne oder vom Klöntal ins Appenzell

In der Planung hielt ich die Etappen über den Grimsel und insbesondere über den Furka für die Anspruchsvollsten.

Aber nach dem Erldbnis gestern am Pragelpass und heute mit wiedermal 1320 Höhenmetern und etwas über 78km muss ich mich korrigieren, insbesondere da die kleinen Pässe oftmals stärkere Steigungen aufweisen wie ihre prominenten grossen Kollegen.

An Warnhinweisen mangelte es heute jedenfalls nicht.

Die Nacht über hatte es immer wieder mal geregnet aber zum Frühstück beruhigte sich das Wetter und auf der Talfahrt nach Glarus regnet es nur einmal kurz, also wieder zu ignorieren.

Achja, heute gibt’s mal weniger Bilder, zumeist nur die via Instagram bearbeiteten. Die meistens sind, mit zwei Anläufen Marke Igel, bei der Touraufzeichnung bei Komoot hinterlegt.

2019-07-21 So Etappe 8 Rhodannenberg – Urnäsch

Durch den Regen in der Nacht waren die Blumen und gefühlt alles in der Flora satter und besser in den Farben.

Die Blumen auf der Hotelterrasse haben sich offensichtlich über den Regen gefreut und auch über dem See lösen sich die Wolken ganz langsam auf.

Apropos Wolken, auch diese können (auch wenn es bis kurz vor dem Foto regnete, nette Bilder erzeugen.

Und das Blaue im Himmel kämoft3sich langsam nach vorne.

Immer an der Linth entlang geht es Richtungen Ziegelbrücke. Wie auch dieser S-Bahn Doppelstockzug der S-Bahn Zürich.

Bei Mollis entscheide ich mich auf dem Damm einen kleinen Unweg weiter bis zur Mündung der Linth in den Walensee zu fahren.

Dass der Fluss dort mündet ist von Menschenhand gemacht. So wurde dieser ab Näfels in den Escherkanal umgeleitet so dass das mitgeführte Geschiebe sich nun im Walensee und nicht irgebdwo auf dem Weg zum Zürichsee ablagert.

Unterwegs wieder mal ein paar auffälig unauffällige Gebäude, die sogenannte Sperrstelle Näfels wird passiert.

Blick auf Weesen wo sich auch der Abfluss des Walensee via Linthkanal zum Zürichsee befindet.

Hinter Ziegelbrücke geht es zunächst durchs Flachland in Richtung Kaltbrunn. Ein Flirt der SOB eilt derweil nach Ziegelbrücke.

Keine Zeit zum Ausruhen und Rumhängen. Der erste tichtige Anstieg wartet.

Der nächste Flirt in Kaltbrunn auf dem Wdg nach Uznach.

Und nun geht es erst mal deftig hinauf nach Ricken, dann stramm hinunter nach Wattwil, wieder hoch nach Hemberg (hier war Akkuwechsel angesagt), hinunter ins Tal der (des?) Und via dem Weiler Bächli zum „Pass“ kurz vor Urnäsch.

Hier hat es zwar Wolken aber die Sonne überwiegt und setzt dabei das wolkenverhangenen Alpstein Gebirgszug mit dem Säntis gut in Szene.

Und dann ist Urnäsch fast erreicht. Finde den Zug 😉

Naja, kurz vor der Einfahrt nach Urnäsch ist er in der Kehre besser erkennbar.

Mal eine weitere „farbliche“ Spielerei mit dem Marktplatz von Urnäsch.

Zimmer mit Bahnhofssicht im Hotel Krone und ein vorzügliches Abendessen runden den Tag ab.

Verdauungsspaziergang zur Bahn mit Sightseeing im Ort.

So, morgen geht’s nach Bregenz und Lindau.

Über den Pragelpass nach Norwegen

Wiebitte was? Zuviel Bier zum Abendessen oder was? Naja, so ist es nicht. Aber immer schön der Reihe nach.
In der Beschreibung des Abschnitts Flüelen – Brunnen beim veloland.ch wird von der Nutzung der Axenstrasse wegen des starken Strassenverkehrs bei vergleichsweise schmaler Strasse abgeraten. Der Zug wäre eine schnelle Alternative aber warum dann nicht das Schiff nehmen? Gesagt getan.

So fuhr ich erstmal bequem an der Reuss entlang nach Flüelen und dort noch ein wenig durchs Mündungdelta bevor es zur Anlegestelle am Bahnhof ging.

So liebe Freunde historischer Signaltechnik ihr müsst jetzt ganz Tapfer sein. Die SBB Gotthard Basistunnel Zulaufstrecken kommen ganz ohne Hauptsignale aus. Wie hier im nördlichen Zulauf in Flüelen. Lediglich Rangiersignale gibt es noch aber die gelten nicht im ETCS L2 Betrieb und gehen daher auch in im Zugstrassen nicht mit in Fahrt (2 Lampen senkrecht oder diagonal nach Links oben). Damit die Tf nicht verwirrt sind haben diese nun blaue Optiken bekommen da man festgestellt hatte (oh Wunder) dass eine blaue Front des Rangiersignals mit den üblichen weißen Optiken bei Nacht nicht gerade optimal zum Erkennen ist ob es ein „ETCS Sperrsignal“ oder ein für die Zugfahrt gültiges ist.
Achja, wenn ich sehe was man sich in D für einen „Watz“ macht hinsichtlich Anordnung des Ne14, einen ETCS Markers, und in SBB Land dübelt man die einfach an die Fahrleitungsmasten, dann versteht man warum man in CH bei ETCS weiter ist.

Hmm, ein Auto aus Beton und ein überdimensionales Schiffshorn welches einst in Cuxhaven stand. Was es nicht alles gibt.

Schweiz ist wenn Schiffe LED Zielanzeigen haben oder der Ablegevorgang abgebrochen wird weil einer von der Crew einen Linienbus erkennt, auch wenn es dann „nur“ eine Extrafahrt war, und sich die Schiffe zur Symmetrieminute 30 auf dem See kreuzen.

Nach einem Zick-Zack über den See ist letzter Halt vor Brunnen der Anleger Rütli wo weut oberhalb der Station die bekannte Rütliwiese gelegen ist und so ist nach einer Stunde um 10:47 Brunnen erreicht. Tja, liebes Rad, jetzt ist es rum mit dem rausschauen auf die Landschaft. Jetzt ist wieder Selberfahren angesagt.

Das Rad stand während der Überfahrt im übrigen brav an der Seite und nicht wie auf dem Foto arrangiert mitten im Durchgang.

Nun geht es von Brunnen erst mal nach Schwyz.

Und dann wieder raus aus einer der kleinsten Kantonshauptstädte und „Victorinox“ Stadt ins Muotatal.

An der ehm. Talstation der 2017 stillgelegten Standseilbahn auf den Stoos warten die beiden Fahrzeuge auf die weitere Zukunft, durch die Fenster am Gebäude ist ein Blick auf die akte Trasse bzw. Endstation möglich.

Ein paar hundert Meter weiter Talaufwärts wechselt der morbide Charm der 60er bis 80er Jahre schlagartig ins moderne.

Die als Ersatz gebaute Bahn weist mit stellenweise 110% noch 3% mehr Neigung auf wie die vor wenigen Tagen genutzte Gelmerbahn. Zudem fahren die Wagen in der Berg- und Talstation fast horizontal an die Bahnsteige was für die Fahrgäste und insbesondere für den Güterverlad ein nicht unerhebliches Problem wäre wenn da nicht der Ideenreichtum der Konstrukte wäre. Im Gegensatz zu den starren Kabinen der alten Bahn sind die einzelnen Fahrgastkabinen und die Güterbühne drehbar gelagert so dass der Fußboden immer horizontal ausgerichtet ist.

Mit nicht unerheblichen Rückenwind bei relativ wenig Steigung geht es nun nach dem Hauptort im Tal, dem namensgebenden Ort Muotathal.

Bis hierhin war es, mal vom kleinen Anstieg nach Schwyz und nochmal zum Eingang des Muotatals abgesehen, rekativ entspannt zu fahren.

Also einfach mit dem Schiff von Flüelen nach Brunnen und dann von dort durchs „gefühlte Alpenvorland“ via Muotathal ins Klöntal. Total easy, … Pustekuchen.

Da liegt jetzt der Pragelpass vor mir (jahrelang dachte ich das der „Braglpass“ nur ein Element des Sketch „Der Feinschmecker“ von Emil Steinberger sei. Weit gefehlt) und im Gegensatz zu Grimsel und Furka sind bei diesem Steigungen >10% nicht die Ausnahme sondern eher die Regel. Teils bis 15 oder 16% zeigte das Fahhradisplay an. Kein wunder, werden einem doch am Beginn in Muotathal 880 Höhenmeter auch den nächsten 11km abgedriht. Da war stellenweise doch eher schieben angesagt und bei „nur“ 12% dachte ich schon dass es recht flach vorwärts ginge.

Wie üblich geben die Bilder keine Eindrücke der Steigungen wieder aber dafür waren die Ausblicke um so schöner. Der einzige der hier per Rad den Berg „hinaufochste“ war ich nicht.

Warum häbgt man ein Bild in eine Wetterschutzhütte? Hat es draussen nicht genügend Landschaft?

Je weiter ich hochfahre, nach etwa 5km geht es wieder moderater mit 5 bis 11% Neigung voran desto weiter bewölkt es sich und kurz hinter dem Parkplatz beim Eigeliswald fängt es zunächst leicht und dann doch etwas stärker an zu regnen. Da aber vom Blick in den Himmel davon auszugehen war dass der Regen nur von kurzer Dauer ist blieb die Regenkleidung eingepackt.

Noch regnet es aber kurz darauf auf der Passhöhe ist alles vorbei und die Sonne kämpft sich wieder in den Vordergrund.

Das gute Wetter nutze ich um die vorderen Bremsbeläge auszuwechseln. Eigentlich sind diese noch gut aber sie machen komische Geräusche und daher setze ich mal neue „Raduergummis“ von Shimano ein, statt des testweise und erstaunlich robusten Ersatzteils anderer Quelle. Mit den Originalbelägen hätte ich vmtl. schon nach dem Grimsel oder gar Brünig diese wechseln müssen. Aber irgendwie verträgt sich der neue Belag gerade bei Nässe nicht mit der alten Scheibe. Hinten wo beides neu ist ist auch kein Problem vorhanden.

Nach dem Boxenstop noch kurz im Berggasthof auf Kaffee (nein es ist kein Kaffee Lutz) und Wallnuskuchen eingekehrt und schon geht es hinab ins Klöntal.

Was hier auffällt dass am Pragelpass etliche Militärische Einheiten ihre „Duftmarke“ hinterließen. Alle paar Kilometer sind Aufschriften, Plaketten, Gravuren am Wegesrand zu finden. Vermutlich dient der Weg als „Baugebiet“ zur Ausbildung.

Und dann liegt untem im Tal der Klöntalsee.

Ich dachte beim Blick ins Klöntal mit dem See schon ich hätte mich erheblich verfahren und wäre
im Geiranger Fjord in Norwegen gelandet.

Auf der schmalen Uferstrasse geht es dann recht zügig zum heutigen Etappenziel welches neben dem Staudamm befindet.

Ein wunderschönes Fleckchen Erde, kein wunder dass hier bisweilen das Chaos ausbricht wenn insbesondere gefühlt halb Zürich hier zum Tagesausflug einfällt wie diversen Berichten zu entnehmen war.

Während des Abendessen fängt es wieder kurz und heftig an zu regnen was aber egal ist da ich gerade noch so unter dem Balkon sitze. Die Segel über den anderen Tischen der Terrasse lassen in Intervallen laut plätschernd das Wasser ab, sehr zur Freude der Kinder vom Geburtstagstisch.

Aber auch dieser Schauer geht vorbei und so warte ich den Sonnenuntergang am Staudamm ab.

Nachtangler zur „blauen Stunde“.

Ich war heute beim Bilderauswählen in Komoot wie die Igel beim Sex unterwegs. Gaaaaaanz vorsichtig und daher hat der Upload auch geklappt.

Somit heute wieder mit Bildern. Da auch die Schifffahrt aufgezeichnet wurde sind es natürluch keine 71,5 km sondern „nur“ 56km mit 1360 Höhenmetern.

2019-07-20 Sa Etappe 7 Attinghausen-Brunnen-Rhodannenberg

Der zweite Akku hat sich auch heute bewährt. Auch wenn dadurch, wue3schin gestern die Eigenleistung auf 50% gefallen ist. Normal fahre ich zu 3/4 mit „Beinpower“ aber dann wäre ich vmtl. nicht bis hierher gekomnen.

Hinauf auf den Furkapass…

und hinab zum Luzerner See.

Das sind 1190 Meter hoch und 2020 Meter abwärts auf gesamt 80km Strecke. Der Akku war ab Hospental „rot“ da unter 15% gefallen aber er wurde erst vor Amsteg mit 8% zur Sicherheit gewechselt.

Aber der Reihe nach.

Ich starte relativ früh gegen 8:30 um rechtzeitig vor dem Frühzug / Wanderzug bei Gletsch abzulichten.

Aber trotzdem ist noch Zeit für ein paar Bilder auf dem Weg.

Und bei bestem Licht kommt der Zug.

Weiter nach Gletsch und sich noch schnell mit Rivella und Apfelkuchen beim Hotel Glacier du Rhône und dann wird der Anstieg zum Furkapass in Angriff genommen.

Postkartenmotive wohin man auch schaut.

Und dann kommt bei Muttbach auch noch der morgendliche Dampfzug nach Oberwald vorbei. Herrlich und damn weiter bergan.

Ein Zwischenstopp wird am Belvédère eingelegt um hier den Rhonegletscher zu besuchen. Bis in die 1980er Jahre konnte man duesen noch im Hintergrund des Bahnhofs Gletsch erkennen. Mitlerweile hat er sich weiter und hinter einen Felsabsatz zurückgezogen und ist vom Tal aus „unsichtbar“.

Im unteren Teil gibt es einen Gletscherstollen in dessen Bereich der Gletscher mit Geotextil abgedeckt ist un den Schmelzprozess abzubremsen.

Noch ein paar Serpentinen und der Furkapass mit seinen 2436m.ü.M. ist erreicht. So hoch war ich mit dem Rad bisher nicht gekommen.

Zeit für einen Kaffee.

Von nun an ging es bergab. Die Eindrücke sind auch auf der Urner Seite überragend.

Tief im Tal schnauft der am Freitag nachmittäglich verkehrende Zug hinauf zum Furka.

Unterhalb des geschlossenen Hotel Galenstock finden sich Bauernhäuser mit „unauffällig“ massiven Kellergeschoss. Tarnung ist alles.

Nach der steilen Abfahrt nach Realp ist die weiterfahrt im Tal richtig entspannend.

Der Glacier Express überrascht mich bei Zumdorf und am Viadukt bei Hospental zieht treffsicher eine Fotowolke auf.

Mein Zeitplan geriet derweil etwas ausser Tritt aber es sollte ja weiter bergab gehen.

In Hospental dann eine Umleitung wegeb Strassenbauarbeiten über die nördliche Talseite, gut auch schön. Dann entfällt damit auch der Schlenker durch Andermatt und es geht direkt in die Schöllenenschlucht.

Für die bergwärts fahrenden Radfahrer gibt es bus zur Teufelsbrücke einen Seitenstreifen die talwärts fahrenden sollen wohl die Strasse benutzen. Bei dem Verkehr, nein Danke.

Erst mal etwas die Teufelsbrücke besichtigt und dann ging es auf der alten Strasse bergab.

Der Fuss- und Radweg setzt sich dann auf dem Dach der Einhausung der Strasse fort.

Irgendwann soll dann aber wieder auf die Strasse gewechselt werden. Ich entscheide mich das Rad den Wanderweg runterzuschieben um über die alte Steinbrücke nach Göschenen zu gelangen.

Die diversen Stufen und insbesondere die Treppe auf dem Weg sah ich von oben nicht, aber was solls. Die alte Brücke und besonders die Bahnbrücke über die Reuss waren das wert wegen des Fotomotivs.

Und dann ist das heute recht beschauliche Göschenen erreicht.

Bei Wassen staut es sich, wie fast üblich auf der Gotthardautobahn inkl. min. zweier Flixbusse *hähähä*

Es geht schnell abwärts im Tal und schon ist Amsteg mit dem das Dorf dominierenden Kraftwerk und Brücke erreicht.

Ab jetzt geht es flacher aber gleichwohl flott nach Attonghausen bei Altdorf.

Leider hat die Restauration vom Hotel Krone Sommerferien und so muss ich in die Pouletburg ausweichen. Der Name ist der Speisekarte befehl mit „Poulet im Körbli“. Dazu ein regionales Bier aus Altdorf.

Danach noch eine Runde durchs Dorf.

Komoot kaspert weiter. So dass kaum Bilder hochladbar sind. Ein Macken den ich erst uu Hause reparieren kann.

Derher hier nur die Route fast ohne Bilder.

2019-07-19 Fr Etappe 6 Ulrichen-Attinghausen

Über den Grimsel ins Obergoms

Der Tag beginnt bewölkt, aber das soll sich noch ändern.

Aber zunächst lande ich fast statt in der Dusche im Schutzraum. 😉

Nach dem Frühstück und auschecken geht es zunächst nochmal ein Abstecher zum MIB Bahnhof wo der Be4/4 Nr. 12 gerade eingefahren ist und sich auf die Rückfahrt vorbereitet. Der Regeltriebwagen Nr. 13 wurd derweil im Lokschuppeb gewartet.

So, 1440m auf 24km sind angedroht… Challege accepted.

Auch die Armee scheint Ausflugstag zu haben, den ganzen Tag kommen mir die typischen Pinzgauer Transporter entgegen.

Bis Handegg (bzw. Handeck) ging es ha gestern schon. Daher nur weniger Bilder.

Flott wird Guttannen erreicht. Nicht wenige „Normalradler“ erklimmen heute auch den Berg.

In Guttannen erinnert eine Tafel an den Erdrutsch von 2005 dessen Schuttkegel heute noch gut zu erkennen ist und seinerzeit, da sich die Aare einen neuen Weg suchte, das Dorf flutete.

Nach knapp 1:15 war ich wieder dort wo ich gestern schon war. Aber heute geht es ja weiter bis nach ganz oben am Grimselpass. Aber ein kurzer Fotostopp musste auf knapp der Hälte des Anstiegs schon sein und ehrlich, kitschiger geht es fast kaum mehr.
Berge, Postbus und Gelmerbahn (ganz klein) auf einem Bild. Nur das zuvor am Tunnel abgegebene Posthorn geht da akustisch leider nicht aufs Bild. Daher:
#tüü_taa_too

Hier der Bus nochmal in gross.

So, nun aber weiter…

Der Himmel ist fast wolkenlos und allerorten plätschert Wasser. Der Tunnel kann dabei auf der akten Strasse umfahren werden.

Eine wirklich schöne Umgehung. Ob die Tunnelfahrer wussen was ihnen entgeht?

Kurz darauf ist auch die Staumauer des Rätherichsbodensee ereeucht. Unterhalb dieser liegt auch die Bergstation der KWO Seilbahn aus Guttannen und der Zugang zum Stollen zur Turbinenkaverne.

Die alte Bergstation besteht auch noch.
Am Grimsel hatte ich auch einen Bodyguard. Motorradpolizist auf Streife der irgendwie immer mal auftauchte wo ich knipste oder rastete.
War zwar Polizei Kanton Bern aber vom Dialekt her schlimmer wie Wallis. Da musste ich wahrlich die Waffen Strecken. Aber mit dem was er für Deutsch hielt waren es nette Unterhaltungen.

Die Staumauerkrone ist erreicht und gewährt schöne Ausblicke und sigar mal ein kurzes Stück ohne Steigung.

Ach hier ist also dieses Sommerloch über das alle Zeitungen schreiben. 🤣

Aber ab dem Sommerloch geht es stramm weiter bergauf mit meist 6 bis 9% Steigung und diversen Kehrschleifen.

Und dann wird die Staumauer des Grimselsee erreicht. Derzeit laufen vorbereitende Arbeiten zum Ersatzbau der westlichen Staumauer „Spitallamm“, daher ist derzeit auch das Hotel Grimsel Hospiz nicht erreichbar.

Sodenn auf zum letzten Anstieg. Da der Akku auf 13% ist wechsele ich diesen aus. Mit voller Energie geht es weiter hinauf.

Und siehe da, der Grimselpass auf 2165m.ü.M ist erreicht.

Es liegt immernoch einiges an Schnee hier oben aber dank der Sonne ist es trotz Wind noch recht angenehm.

Ob man im auf der Passhöhe liegenden Totensee auch Titanic drehen könnte? 🤣

Kaum über die Kuppe hinweg gibt es wunderbare Ausblicke auf die Südseite der Grimselstrasse und die westliche Rampe des Furka als auch hinunter auf Gletsch.

hjl

Irgedwie erinnert mich der Ausblick an den Trollstiegen aus der Norwegentour vor ein paar Jahren.

Da hatte es aber keine Bahnstrecke im Tal.

Finde den Zug. Während der Fahrt hinab nach Gletsch erreicht der Planzug auf dem Weg nach Realp Gletsch.

Und dann ist erst mal Gletsch erreicht.

Und im Bahnhof steht ein weiterer Zug der dem Planzug nach ca. 20min folgt. Eine HGm4/4 ist zudem aus Oberwald eingetroffen und wird der Sonderfahrt ebenfalls folgen.

Aber zunächst ergibt sie ein nettes Motiv mit dem Kaffee aus dem DFB Shop/Cafeteria aus.

Hier nochmal die Ausfahrt der Sonderfahrt en Detail.

Nach dem Kaffee noch schnell Besuch im ehm. Kraftwerk mit der aus heutiger Sicht „herazsfordernder“ Elektrik.

Und es geht weiter bergab nach Oberwald. Mal sehen ob ich morgen ein paar Motive mit einem Zug unsetzen kann.

Es ist sehr windig, aber zum Glück in Richtung Westen und somit als Rückenwind.

Und somit ist Ulrichen erreicht. Akku 1 auf 13% und Akku 2 auf 73%. Somit war es eine gute Idee mit einem Akku in Reserve zu fahren. Das Ort Ulrichen kommt fast wie ein Museunsdorf daher. Würden nicht die Autos herumfahren oder stehen käme man sich fast wir vor 100 Jahren vor.

Auch das Hotel kommt aussen alt daher ist aber innen wunderbar renoviert.

Die Halbpension ist da geradezu das Tüpfelchen auf dem i.

Dann noch ein kleiner Verdauungsspaziergang durch das Dorf.

Leider hat Komoot heute wieder mal den „Bildermacken“ so dass heute wenig Bilder darin sind. Ich werde das zu Hause erst flicken können.

Aber trotzdem hier der Link zur Etappe.

2019-07-18 Do Etappe 5 Innertkirchen-Ulrichen

Achja, damit war heute im doppelten Sinne Bergfest. Etappe 5 von 9 ist erfüllt.

Gelmerbahn und Aareschlucht

Heute ging es erst mal mit dem Rad 16km und 770 Höhenmeter nach Handegg hinauf.

Ohne Gepäck fährt sich das recht angenehm aber trotzdem nicht weniger Schweisstreibend.

2017-07-17 Mi Etappe 4a Innertkirchen – Handegg

Aber erst mal wird einen Abstecher zum Werksbshnhif der MIB die der hier omnipräsenten KWO (Kraftwerke Oberhasli) zugehörig ist. Die MIB besitzt geradezu traditionell einen illustren Fuhrpark. Aktuell wird der Tagesbetrieb mit einem von der MVR kommenden und grundlegend sanierten Stadler GTW Nr. 13 abgewickelt.

Im Bahnhof stehen der ex. CJ BDe4/4 604 als MIB Wagen 11 als Betriebsreserve und der umgebaute ex. CJ Gepäcktriebwageb De4/4 402 als Gem4/4 Nr.12 für allfällige aber seltene Güterzüge für das Kraftwerk oder den Streckenunterhalt. Hierfür hatte die MIB auch mehrere Rollböcke von den SBB Brünigbahn übernommen.

Genug geschaut, jetzt geht es auf die Strasse.

Auch die Anzeigetafel zeigt freie Bahn Richtung Grimsel an.

Die Passage der Tunnel sind nicht gerade angenehm aber die Auto-, LKW- und Busfahrer sind sehr zivilisiert und zudem ist der Verkehr nicht allzu dicht. Zudem besteht auch bei einem Tunnel die Umfahrung auf der alten Trasse auf der noch gut die Sprengschächte zu erkennen sind. Der Sperrgürtel des Reduit lässt grüssen.
Das Wetter ist wieder mal 1a.

Nach gut 1,5h ist die Kraftwerkszentrale in Handegg erreucht und noch zwei Kehrschleifen und ein Tunnel später ist die Talstation der Gelmerbahn erreicht.

Ich parkiere das Rad hinter dem dortigen Hotel wo im Garten eine ehm. Grubenlok der Stollenbahn von Handegg nach Guttannen. Am Parkplatz befinden sich noch Reste der ehm. Standseilbahn von Handegg zur Handeggfluh.

Über die Hängebrücke geht es rüber zur Talstation der Gelmerbahn.

Und da dann geht es stram mit bis zu 106% bergauf zum Gelmersee.

2019-07-17 Fahrt mit der Gelmerbahn

Es ist etwas kühler hier oben, aber landschaftlich wunderschön. Für den Bau der gerade mal etwas über 30m hohen Staumauer verkehrte eine Feldbahn auf zwei Etagen. Ein paar Gleise sind am nördlichen Ende der Staumauer noch erkennbar.

Ich mache mich auf den gut 1 3/4h dauernden Rundweg um den Gelmersee der wunderbare Ausblicke hergibt.

2019-07-17 Wanderung rund um den Gelmersee

Der Weg hat einige nicht gerade triviale Abschnitte die aber gut bewältigbar sind.

Und dann geht es auch schon wieder bergab. Achterbahngefühl…

Und von der Hängebrücke dann noch ein Blick ins Tal.

Nochmal die Akku Stollenbahn bei besserem Licht und dann ein Handegger Salat mit regionalem Käse aus der Nachbarschaft und „Sure Most“ (Apfelwein) von Ramseier und dabei die Gelmerbahn beobachtet.

Flott geht es dann runter nach Innertkirchen. Achja, diese „Brücke“ bei Guttannen dürfte für Radfahrer und Wanderer eher ungeeignet sein.

Und nach nur gut einer halben Stunde ist wieder Innertkirchen erreicht.

2017-07-17 Mi Etappe 4c Handegg – Innertkirchen

Da es noch relativ früh ist verbringe ich das Rad ins Hotel und fahre von Innertkirchen Grimseltor mit dem Zug nach „Aareschlucht West“ um noch durch die Aareschlucht zu gehen. Diese hat bis 18:30 geöffnet was hervorragend passt. Der Zug hat „skandalöse“ 4min Verspätung was aber der Stimmung des Personals, auch gegenüber der Fahrgäste keinen Abbruch tut. Nebenbahnstimmung pur.

Achja, die Fahrkarte kann dann auch gleich im Zug inkl. Eintritt in die Schlucht gelöst werden. Oder ist es eher umgekehrt? Der normale Eintritt an der Kasse kostet nämlich ebenfalls 9 CHF.

Und wie aufs Stichwort kommt am Westeingang der Zug vorbei und verschwindet nach Innertkirchen im Tunnel und auch ich begebe mich in die teils sehr enge Schlucht.

2019-07-17 Durch die Aareschlucht

Mit einer der skurilsten Bahnstationen die ich kenne düfte die Station Aareschlucht Ost der MIB sei. Zu sehen ist hier der Wartebereich welcher sich in einer uralten Gletschermühle befindet. Wählt man an der Tür in welche Richtung man mitfahren möchte so hält der Triebwagen mit der in Fahrtrichtung vordersten Fahrzeugtür genau so dass man nach der Freigabe der Türe von der Gletschermühle in den Zug im Tunnel einsteigen kann. Der Grund für den Haltepunkt ist u. a. dass Besucher nach der Besichtigung der Aareschlucht so ganz bequem vom östlichen Ende zurück zum westlich gelegenen Haupteingang kommen.

Achja, es gab auch schon früher einen „Tunnelbshnhof“. Mitten in der Aareschlucht hatte die Armee eine Kaverne zwischen Schlucht und Bahntunnel errichtet.

Tagesabschluss mit einer sehr gut schmeckenden Käseschnitte und einer kleinen Portion Meiringer Meringue mit Eis.

Ja das ust wirklich die kleine Portion. 😎

So morgen gehts über den Grimselpass… hoffe ich.

Einfach mal „Rumlungern“ …

… und auf die Schnauze fallen.

Aber erst mal der Reihe nach.

Es gibt heute etwas früher los da ich die Gratisseilbahnfahrt auf das Rothorn nutzen will und Petrus war wieder auf meiner Seite.

Um 9:20 geht es in nicht einmal 10 Minuten hinauf auf das Rothorn. Die Kabine der demnöcht 50 Jahre alt werdenden Seilbahn ist noch rekativ schwach besetzt.

Oben angekommen zeigt sich die Alpen mit der Jungfrauregion bei bestem Wetter.

Zeit für ein sinnloses Selfi. 🙈

Und dann geht es rüber zur Brienz Rothorn Bahn deren Zug sich bereits mit harten Auspuffschlägen vom Talboden ankündigt und schon bald die Bergstation erreicht.

Dem Dampfzug folgt laut brummend eine Garnitur mit Diesellok während sich in der Bergstation bereits der Güterzug mit talwärts zu befördernden Material des Berggasthauses bereit gemacht wird. Die BRB als auch die Seilbahn haben hier oben jeweils ihr eigenes Berggasthaus.

Nach den Fotos vom Zug geht es vorbei an der Bergstation der Seilbahn hinauf auf den Gipfel. Fotomotive wie von der Postkarte…

Unterhalb des Gipfels mit Blick Richtung Meiringen.

Gegen halb Elf ist es Zeit wieder zurückzukehren. Schön mal eine Gondel mit offenen Fenstern zu haben. Da waren die diversen Rudel der Steinböcke welche sich unterhalb des Gipfels aufhielten noch besser zu beobachten.

Die Talstation ist wieder erreicht und nun ist Strampeln angesagt. Nun war das nächste Ziel die gut 1611m.ü.M. liegende Glaubenbielenpasshöhe was gut 400m Höhenunterschied bedeutete.

Die Strasse ist bei Motorrad- und Radfahrern recht beliebt.

Und schon bald ist die Passhöhe erreicht und von nun an geht es bergab und das gut 900 Höhenmeter. Höchstleistung für die Bremsen.

Schon kurz nach der Passhöhe bieten sich bis fast hinunter ins Tal herrliche Ausblicke, insbesondere auf den Sarnersee.

Und irgendwann ist der Talboden bei Giswil erreicht und nun geht es stramm mit teils über 12% hinauf zum Lungernersee. Da war auch mal Schieben eine Alternative.

Aber der Blick auf den See und das Alpenpanorama entschädigt auch hier wieder mal für die Anstrengung.

Beim Bahnhof lege ich mich auf die Schnauze da ich bei der Suche nach einem Fotostandort am nördlichen Bahnübergang eine Doppelschiene die als Entwässerung dient übersah und in diese hineinrutschte. Platsch da lag er. Ein paar Kratzer und ein „Mensch bist du doof “ aber das Rad hat anscheinend nichts abbekommen und so steht dem Abstieg zum Brünigpass nichts mehr im Weg

Noch ein paar Fotos der Adler und Fink der Zentralbahn und es geht auch hier stramm bergan. Nicht so toll ist der letzte Kilometer vor der Passhöhe die auf der gut befahrenen Kantonsstrasse bewältigt werden mussten.

Wesentlich angenehmer ist dann die Strasse nach Hasliberg zu befahren.

Hier gibt es auch eines der lange Jahre typischen Postfahrzeuge im Gebirge, ein Fiat Panda 4×4 zu sehen.

Und wie üblich folgt auf den Anstieg der Abstieg hinunter nach Meiringen. Vorbei an „Mini Wasserfällen“ und Kletterfelsen.

Am ehm. Bahnsteiggleis der MIB parkt heute der alte Hilfswagen, die Triebwagen halten heute vor Kopf der Bahnsteige des Zentralbahnbahnhofs. Direkt an die ZB Bahnsteige kann der MIB Triebwagen nicht fahren da dieser mit 1,2kV Gleichspannung betrieben wird und die Zentralbahn aks ehm. SBB Strecke mit 15kV 16,7Hz versorgt wird.

Am ehm. Ölverladegleis steht der neue Hilfszug der ZB.

Weiter geht es zur Haltepunkt Aareschlucht West der MIB und zim Eingang der Aareschlucht für ein paar MIB Fotos. Die Schlucht muss vsl. bis morgen warten.

Da es mit dem Rad schlecht durch die Schlucht geht bleibt nur der Weg über den Schuttkegel durch den sich in vielen Jahrhunderten die Aare gegraben hat.

Eine der Stellen an denen noch diversre Relikte der Verteidigung des „Reduit“ sind.

Leider muss hier auch wieder die gut befahrene Straße genutzt werden was kaum Fotohalte ermöglicht. Erst am Ostausgang der Aareschlucht ist ein Foto der Rubrik „finde den Zug“ möglich und dann ist, kurz nachdem die Akkuanzeige unter 10% gefallen ist das Hotel Urweider erreicht.

Noch schnell die Vorräte beim Volg ergänzt, geduscht (die Etagendusche ist die der Sauna und somit mit die grösste Duschkabine die ich je hatte 🤣😎) und schon geht es zum Abendessen. Älplermakronen. Sehr lecker, was auch die Mücken fanden die kurz nach dem Servieren auf der Terrasse rudelweise auftretenden Mücken. Da sich das bei den Nachbartischen sich später wiederholte scheinen die auf den Käse zu stehen. Naja, gut 15 von ihnen haben es mit dem Leben bezahlt.

Nach dem Essen noch eine Runde ins Ort und zur Bahn.

Beim Austritte des Wassers der Kraftwerke Innertkirchen 1 und 2 gab es einen schönen Sonnenuntergang.

Der Bahnsteig an der Haltestelle des Wasserkraftwerk Innertkirchen 2 ist sehr sparsam ausgelegt. Aber hier wird auch eher selten Kundschaft warten.

Noch ein regionales Hasli Bier (eher hefig, nee nicht so toll) und der nächste Tag kann kommen.

Achja, fast vergessen. Hier die ganze Tour zur und ab der Talstation.

2019-07-16 Etappe 3a Sörenberg – Rothorn Talstation

2019-07-16 Di Etappe 3b Talstation Rothornbah-Innertkirchen