Zur Museumsbahn an der Grenze

Naja, der Tag verlief etwas anders wie geplant. Einer der Mitreisenden hatte etwas Probleme die vereinbarte Abmarschzeit am Hotel einzuhalten. Daher wurde der TER nach Frasne um gut eine Minute verpasst. Höllisch wie pünktlich hier gefahren wird, andererseits kein Problem bei der dürftigen Steckenbelastung.

Der am Hausbahnsteig parkende Blauwal nutzt uns nichts da mit dessen Leistung (umsetzen an den Mittelbahnsteig ist zudem zuvor nötig) einer der wenigen Busse nach Les Hôpitaux-Neufs nicht mehr erreicht wird.

Aber so kam unsere kleine Gruppe in den Genuss einer Stellwerksführung und Erläuterung. Bilder vom Stellwerk können aus verständlichen Gründen hier nicht gezeigt werden.

Die Systemtrennstelle 15kV und 16,7Hz mit 25kV und 50Hz liegt mittig im Bahnhof Pontarlier.

Es wird umdisponiert und so wird der TER / RE von Frasne nach Neuchatel am Ortsrand von Pontalier abgelichtet.

Auf dem Weg dorthin nich ein Foto vom ehm. Abschlussgleis zur Fa. Nestlé das mit einer eleganten Brücke über den Fluss Doubs führt aber wie die gesamte Stecke von Dôle hier her schon viele Jahre keinen Güterzug mehr gesehen hat.

Interessant ist dass das Einfahrsignal von Pontarlier (wie auch das Streckenausfahrsignal) nach schweizer Signalsystem „L“ signalisiert. Verwendet wurden hierzu normale französische Signale welche passende Schirmblenden erhielten. Das „selbstgebastelte“ Ausfahrvorsignal am Einfahrsignal kann dabei nur Warnstellung zeigen.

Nochmal ein separates Bild von der Staustufe des Doubs.

Mit etwas Aufwand wurd dann endlich ein Taxi gefunden das uns ins ca. 15km entfernte Les Hôpitaux-Neufs zur Museumsbahn „Coni’fer“ bringt.

Zuvor wurde jedoch in der Innenstadt von Pontarlier dieser „Gummistiefelhund“ entdeckt.

Das ehm. SBB Tigerli ist zwar angeheizt aber den aus umgebauten ehm. SBB Güterzugbegleitwagen „Sputnik“ bestehenden Zug zieht eine Baureihe 52 der ehm. DR, welche im übrigen primär mit Holz befeuert wird.

An der Endstation „Fontain Ronde“, irgendwo mitten im Wald wurde bereits ein Köhler Meiler aufgeschichtet. Mehrmals im Jahr gibt es Themebfahrten u. a. zur Holzkohleherstellung.

Hier erfolgt auch eine Information der zahlreichen Fahrgäste zur Geschichte der Strecke welche 1915 mit der Eröffnung der weniger steigingsreichen Linie von Frasne nach Vallorbe an Bedeutung verlor.

Hier wird auch die Lok beim Umsetzen mit frischem Holz und Wasser versorgt bevor es nach gut einer halben Stunde wieder zurück geht.

Eine Verlängerung der Strecke von hier bis zum Schloss kurz vor der Strecke von Pontarlier nach Neuchâtel ist erkenbar in Arbeit.

Hier steht auch noch einiges an Arbeitsvorrat, zumeist in Form von SBB oder BLS Wagen, herum.

Rückzus ist der Meister schneller unterwegs und so wurd um 16:45 nach 1 3/4h wieder der Ausgangsort de derzeit 7,5 km langen Museumsbahn erreicht.

Nach Auf- und Einnahme von leckeren „Himbeertörtchen“ der örtlichen Confisserie geht es mit dem TER Bus über die Dörfer nach Frasne wo der recht gut genuzte NPZ wie gestern den Anschluss aus Neuchatel zum TGV aus Lausanne nach Paris herstellt. Die TGV Verbindung über Vallorbe, derzeit die einigen Leistungen auf der Strecke zwischen Frasne und Vallorbe, stehen laut Lokalpresse derzeit (mal wieder) zur Disposition. Eigentlich unverständlich, der Bahnsteig in Frasne ist sehr gut gefüllt.

Mit dem Blauwal geht es dann weiter nach Pontarlier.

Abendessen mit Schrecken zur Vorspeise und Andouillette und ein Absackerbier im Hotel. Ein schöner Tag geht zu Ende.
Morgen gehts mit dem TGV ab Frasne flott nach Paris und dem IC nach Caen, die dortige neue Tram besichtigen die vor wenigen Tagen den wenig erfolgreichen Spurbus abgelöst hat.

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