Ab in die Schweiz

Nach dem reichlichen Frühstück ging es erst mal stramm beggauf und anders wie geplant sogar noch etwas weiter hoch, aber es hat sich gelohnt.

Mit bis zu 16% ging es hinter Küssnach bergab. Hat zwar etwas an Kilometer gespart aber heftig am Akku gezerrt und die Talfahrt gab auch der Bremse (hinten) etwas mit. Aber die Ausblicke ins Oberrheintal waren es wert.

In Kaiserstuhl wird dann über den Rhein in die Schweiz gewechselt. Der deutsche Zöllner im gemeinsamen deutsch/schweierischeb Zollhaus lässt dies unbeeindruckt.

Im alten badischen Wachhäuschen verrichtet derweil keiner mehr Dienst.

Steil bergan geht es durch das Örtchen Kaiserstuhl.

Und ab dann kontinuierlich mit angenehmer Steigung hinauf um ins Glatttal zu wechseln.

So manche Orts und Strassennamen in der Schweiz muten irgendwie putzig an. In einen der Orte fab es gar den Chilweg. Total entspannt. 🤣

Im Glattal wird scharf geschossen, aber heute ballert man nicht auf der Langbahn über den Radweg.

Am Flughafen Klonen ist guter Betrieb festzustellen. Teils im Minutentakt landen bzw. starten die Maschinen.

Für Fotografen gibt es eine Aussichtsplattform unter bisweilen praktische „Schießscharten“ im Maschendrahtzaun welche aber von innen verschlossen werden können. Im Gegensatz zu Frankfurt ist der Flughafen Zürich weniger brachial zur Außenwelt abgegrenzt, wobei ich irgebdwuden Verdacht habe dass in der Schweiz die Sicherheit weniger in Beton und Stacheldraht sondern irgendwie anders und verdeckter generiert wird.

Ich komme auf der Weiterfahrt an der Haltestelle Bühler der neuen Strassenbahnlinie zum Flughafen vorbei die von Cobra Wagen der VBZ und der Glattalbahn bedient wird. Aber ab und an ist sogar noch eine Tram 2000 mit Sänfte dabei welche glücklicherweise auch ins Bild rollte. Und ein Postbus darf für die „Swissness“ nicht fehlen.

Es geht weiter stets der Glatt entlang und bei Wallisellen ergibt sich eine nette Spielerei mit dem Lochblech das auf der Brücke beim Kraftwerk Aubrugg vor versehentlich Kontakt mit der Oberleitung schützt. Im Stadteil Schwammendingen findet derweil ein Markt statt.

Kurz hinter Schwammendingen wird es recht abrupt ländlich und das nächste Ziel ist der Greifensee. Der Radweg dort hin ist recht gut genutzt.

Am See entlang geht es zügig aber bisweilen ist auch „fahren auf Sicht“ angesagt da viele Badewütige unterwegs sind. Aber alles recht gesittet und zivilisiert.

An der Schiffsanlegestelle am östlichen Ende des Greifensee empfiehlt das Fahrradnavi übrigens übers Wasser zu fahren. Interessante Idee, aber mein Danke.

Mit etwas mehrheitlich bergauf und aber auch befgab wird Wolfhausen erreicht.

Das Museumsbahnprojekt für Bubikon – Wolfhausen als noch existierender Abschnitt der ehm. Strecke von Bubikon nach Uerikon steht unter keinem guten Stern. Die Gemeinde möchte die Gleise lieber loswerden statt den touristischen Museunsverkehr bzw. die Draisinenbahn zu fördern.

Das Museums- bzw. Draisinengleis geht dabei mitten durch ein Firmenareal was das ganze nicht einfacher macht.

Beim örtlichen Volg Markt hängt ein Defibrilator direkt neben dem Geldautomaten. Vmtl. keine schlechte Idee bei dem Wechselkurs € zu CHF 😉

Und nun geht es stramm hinunter in die härteste Stadt der Schweiz, Rappers-ville ähm Rapperwil wo am Ortseingang nach Weinbergen gleich mal ein Gleisumbauzug grüßt bevor es weiter zur Altstadt geht.

Ein paar Impressionen vom Seedamm, Hafen ubd hinüber nach Blumenau wo auf dem Bahnsteig ein alter Semaphor grüsst.

Und weiter am Zürichsee entlang nach Schmerikon. In der nicht mehr im Personenverkehr bedienten Ausweichstation Bollingen ist noch das alte mech. Stellwerk museal erhalten.

Kurz vor Schmerikon noch einen Traverso als Nachfolger des Voralpenexpress abgefangen und dann wird zumeist entlang des Linthkanal schnell Benken und das Landgasthaus Sternrn als Etappenziel erreicht. Das Zimmer ist etwas rustikal aber sauber und in Teilen bereits erneuert. Jetzt schnell Duschen, es steht noch „Besuch ins Haus“.

Michael R. komnt zu einer herrlichen Cordon Bleu und Gespräch virbei schln wars. Interessant wie ähnlich sich SBB und DB sind. Im positiven wie negativen. 😉

Nach Vermicelles und Bier geht es nach der Verabschiedung noch eine Runde ums Hotel bevor noch ein wenig „Für eine randvoll Dollar“ auf RAI3 geschaut wird. Text ist eh egal, die Musil vom kürzlich verstorbenen Ennio Morricone zählt.

Keine Ahnung was die in der Brauerei Locher welche das Appenzell Bier braut in der Produktentwicklung rauchen, aber das nenne ich mal kreativ.

Hier sei auch noch der Link zu Tour bei Komoot verlinkt.

Es geht hinab…

… vom Feldberg ins Wiesental.

Es ist gefühlt wieder etwas wärmer und so verlege ich das Frühstück auf die Terasse. Die Wetterstimmung erinnter mich irgendwie an die Schiffsreise ans Nordkap 2016.

Geplant war den laut Karte vorhanden Feldweg hinab ins Tal zu nehmen, dieser stellt sich aber als schmaler Wanderweg heraus. Somit bleibt nichts anderes übrig und es geht auf der Hauptstraße ohne Seitenstreifen hinab.

Es ist zum Glück relativ wenig Verkehr unterwegs und ich nutze mehrere Parkbuchten um im schwungweise auftretenden Verkehr die Ruhephasen bis zur nächsten Bucht zu nutzen.

Bergab fährt es sich somit gut, aber bergwärts würde ich diesen Weg vermeiden. Mitten auf der Strasse bei bis zu 10% Neigung und nur wenige Ausweichstellen machen keinen Spass. Da gefällt der gestern gefahrene Weg auf der anderen Seite mehr.

Nach 11 km und 750 Höhenmeter hinab wurde Todtnau erreicht.

Bis hier verkehrte bis 1967 die meterspurige Bahn, Todtnauerli genannt, aus Zell im Wiesental. Auf deren Trasse liegt, sofern die Trasse nicht überbaut wurde, heute ein Radweg.

Im Bereich des ehm. Bahnhof liegt der großzügige Busbahnhof, das Empfangsgebäude ist abgerissen und selbst die Bahnhofsgaststätte hat geschlossen.

Benachbart zum Busbahnhof befindet sich der Betriebshof der DB Südbadenbus deren Vorgänger den Personenverkehr per Bus nach Einstellung der privaten Schmalspurbahn übernahm.

Vorbei an der Schule geht es nun auf die alte Trasse welche mit stetem Gefälle der Wiese folgt.

Vorbei an einem künstlichen Wasserfall bei der ehm. Hst Geschwend und es wird Utzenfeld erreicht wo, wie so oft, das Bahnhofsareal mit kommunalen Gebäuden und Baugebieten überbaut wurde.

Man kann sich kaum Vorstellen dass im heute zu Schönau gehörenden Schönenbuchen die Bahn mitten auf der Straße geführt wurde (Bild 2 und 3). Heute dominiert hier das Auto und insbesondere LKW. Ob die Gefahren die von den immer grösser werdenden LKW so viel geringer sind wie einst von dem kleinen Bähnchen?

Vom Bahnhof ist nur die landwirtschaftliche Lagerhalle übrig geblieben.

Wie schon am andren Ortseingang erinnert man auch hier an den aus Schönau stammenden Fussballnationaltrainer.

Nach Schönau folgt dann der einzige Tunnel der Strecke.

Ganz so einsam wie es die Bilder erscheinen lassen mögen ist es nicht. Der Weg ist relativ gut genutzt und die benachbarte Bundesstraße ist kaum zu überhören.

In Atzenbach erinnern Staturen an den Bahnhof und schon kurz drauf wird der „Bahnhof “ von Zell im Wiesental. Von den einstmals umfangreichen Gleisanlagen, bis hin zu Rollbockgruben zum Umladen von normalspurigen Güterwagen auf das meterspurige Todtnauerli zu ermöglichen, ist nur noch ein Bahnsteiggleis übrig geblieben.

Etwas südlich vom Bahnsteig dann ein „Kuriosum“.

Ein Wärterhäuschen mit schlüsselabhängiger Schrankenwinde im Vorgarten und Schranke falls der Bauer mal auf seine Wiese muss. Für Fußgänger und Radler gibt es daneben ein Drängelgitter. Eine gute Gelegenheit diesen mit den hier verkehrenden SBB Flirt der S-Bahn Basel abzulichten.

Südlich von Hausen im Wiesental folgt noch eine nette Fotostelle mit Zug bevor es, vorbei am Tunnel der Umgehungsstraße, zum 1971 stillgelegten Bf Fahrnau Tunnel der ehm. Wehratalbahn ging.

Am recht zugewachsenen Tunnelportal ist noch die an der Tunneldecke befestigte Aufhängung der Fahrleitung zu erkennen.

Über den Berg geht es nun hinüber nach Hasel zum anderen Ende des Tunnels. Ein Radweg durch den 3196m langen Tunnel wurde auch mal angedacht, aktuell jedoch denkt man an eine Reaktivierung nach. Da der Tunnel als Teil der die Schweiz umgehenden strategischen Strecken zweigleisig ausgelegt wurde wäre eigentlich beides möglich. Eine bessere Verbindung beider Täler wäre kaum möglich.

Aber dann würde man die schönen Ausblicke ins Tal der Wehra verpassen 😉

Die Erdmannshöle in Hasel ist leider geschlossen, weshalb ich heute auch relativ spät um 10 Uhr die Tour startete und daher bleibt nur der Tunnel um „in die Röhre zu kucken“.

Das Empfangsgebäude von Wehr präsentiert sich in guten Zustand und wird als Begegnungszentrum genutzt.

Das Tal der Wehra ist recht dicht besiedelt und der Straßenverkehr ist auch recht stark.

Im Gewerbegebiet von Wehr grüsst der Affe von Trigema vom dortigen Testshop bevor hinter Öflingen das Rheintal erreicht wird.

Ob in Wallbach (Baden) jemand von den „Wollen Sie ihr Auto verkaufen“ Karten am top gepflegten alten Benz genervt war? 😉

Es zieht sich zu und von Basel näher sich Gewitterwolken…

… welche in Bad Säckingen mich erreichen. Der kurze Schauer lässt aber während der kurzen Stadtbesichtigung nach.

Aber wieder am Rhein angelangt fängt es richtig an zu regnen. Binnen kürzester Zeit ist alles durch und durch Nass. Aber Bangemachen gilt nicht und so geht es stramm und ohne Zwischenstop bis Laufenburg.

In Laufenburg lässt der Regen langsam nach und so sind auch wieder Fotos des hübschen Ort am Rheinknick, das in D und CH den gleichen Namen hat, drin.

Und ganz langsam lockert auch die Wolkendecke auf.

Bei Albbuck wechsele ich „in den Rhein“, also die Insel zwischen dem Kanal zum Kraftwerk und dem „frei fließenden“ Rhein.

Die Wolken und das Wasser umrahmen das AKW Leibstadt mit einer eigenartigen Stimmung. Auf der Tour im Herbst 2017 kam ich hier auf der Schweizer Seite vorbei.

Und kurz darauf wird in Waldshut das Wasserkraftwerk erreicht wo das über mehrere Stufen genutzte Wasser aus dem Schluchsee zum letzten mal in Strom gewandelt wird bevor es in den Rhein fließt.

Die Schwäne genießen derweil etwas rheinaufwärts die wieder herauskommende Sonne.

An Waldshut vorbei und auf dem separaten Radweg entlang der stark befahrenen Straße bis Lauchringen und die Klamotten trocknen auch langsam.

Einchecken im Gasthof Adler, raus aus den nassen Klamotten und auf geht’s zum Essen.

Heute kann ich nochmal reinhauen. Salat, „Badische Bouillabaisse“ und hinterher ein Cup Collonel der sich als ausgewachsener General herausstellte und auch draussensitzen ist wieder möglich.

Ab morgen wird alles „etwas“ teurer 😅

So, das war ein abwechslungsreicher Tag mit Höhen und Tiefen, sowie letztlich 98,5km Strecke die wie üblich hier bei Komoot angesehen werden kann.

Erst hinab und dann lange hinauf.

Heute ist eine der herausfordernsten Etappen dran gewesen. Von Donaueschingen über Blumberg und Fützen an der Sauschwänzlebahn nach Bonndorf zur ehm. Strecke nach Leutkirch und dann hinauf zum Feldsee und zur Feldberg Passhöhe zur Übernachtung.

Geplant waren 82,5km und es sind sogar nur 2km mehr geworden. Der Höhenunterschied aufwärts mit 1.390m und abwärts mit 840m war identisch in Planung und Ausführung.

Wer sich das weitere ersparen will kann ja gleich hier zu Komoot Abbiegen und nur Bilder kucken. 😉

Etappe 5 von Donaueschingen auf den Feldberg

Aber nun der Reihe nach.

Erst mal war Frühstücken angesagt und da die Donauquelle schon gesterb abgeklappert wurde ging es zunächst der Brigach entlang durchs Ort.

Hinter dem Park dann zur Breg und hinaus ins noch relativ flache Umland was sich hinter der Traktorparade in Sumpfohren (Ortsnamen hat es hier 🤣) mit dem Anstieg nach Fürstenberg ändern sollte.

Aber der Stutz ist nur relativ kurz und dann geht schon wieder abwärts. Es hat aber recht strammen Gegenwind so dass bei dem relativ leichten Gefälle trotzdem getreten werden muss um die übliche Reisegeschwindigkeit zu erreichen und so ist auch schon recht flott der Bahnhof „Zollhaus-Blumberg“ erreicht. Das Ort an sich liegt gut 2km vom Bf entfernt was bei strategisch errichteten Strecken, hier die Umgehung von Schaffhausen zwischen Immenstadt und Waldshut, nicht unüblich ist da die Andienung der Anliegergemeinden hinter optimierter Streckenführung zurückstehen musste.

Im Bahnhof stehen etliche gut gepflegte 3yg und 4yg Umbauwagen. Auch das ehm. Reiterstellwerk von Konstanz hat hier eine neue Bleibe gefunden und darf sich auf der Lauchringer Seite, also der Ausfahrt nach Fürzen und Weizen um Signale, Schranken (es ist der schiere Wahnsinn was hier an LKW über den Übergang fährt) und Weichen kümmern. Im anderen Bahnhofskopf sind die Signale reine Zielsignale für die Einfahrt und nicht stellbar sowie die Weichen handbedient und so verschlossen dass der vor dem Stellwerk liegende Bahnsteig von Fahrten aus Immendingen im Zugleitbetrieb angefahren werden kann. Diese Strecke gehört auch zum Ringzug und wird bis ins ca. 4m entfernte Leipferdingen im Stundentakt bedient bis Blumberg wird je nach Fahrplan der Wutachtalbahn / Sauschwänzlebahn mit einem bis vier Zugpaaren gefahren. Zwei davon fahren täglich und das morgendliche Zugpaar habe ich um 10min verpasst. Warum im Aushangfahrplan als Ziel dieser Züge die nicht mit einem Personenzughalt versehene Abzweigstelle Hintschingen und nicht Immendingen bzw. der weitere Zuglauf angegeben ist weiß vermutlich nur der Ersteller.

Da heute Donnerstag ist verkehrt der morgendliche Dampfzug nicht sonder nur der nachmittägliche der aber zu spät verkehrt wenn ich das heutige Etappenziel noch bei Tageslicht erreichen wollte.

Aber ein wenig Zeit für das kleine Bahnmuseum im ehm. Güterschuppen, der Einblick in die Mechanik des Läutewerks gefällt sehr, und etwas Verpflegung ist natürlich drin.

Auf einem der ausgestellten Karten ist gut zu erkennen woher die Strecke im Mittelabschnitt ihren Namen „Sauschwänzlebahn“ hat.

Und dann geht es über den Berg nach Fützen. Nach Blumberg endet schon bald der strassenparallele Radweg und nach einem kurzen Anstieg auf der rekativ gut befahrenen Strasse geht es stramm bergab nach Fützen. Dabei waren die imposanten Viadukte und gewundene Streckenführung gut zu erkennen, aber mitten auf der Strasse fotografiert es sich schlecht. Auf den Fotos kommt zudem leider nicht gut heraus wie steil die Wege hinab nach Fützen führen.

Ich setze die Fahrt aber am Hang im steten auf und ab fort. Nun auf Feldwegen wird der betrieblich inaktive Bahnhif Grimmelshofen erreicht, die Signale sind ausgekreuzt und im Gleis 2 parken diverse Baufahrzeuge. Aber die Drahtzugleitungen zu den Weichen und Signalen sind noch vorhanden, schauen gepflegt aus und sind nicht gekappt. Einen Ort zum Bahnhof gibt es zwar, liegt aber etliche Höhenmeter tiefer.

Am Bahnübergang parkt derweil ein Zweiwegebagger, insgesamt macht die seit 2010 in gänze von der Stadt Blumberg betriebene Bahn einen sehr geoflegten Eindruck.

Es geht hinab ins Tal der Wutach nach Gimmelshofen und dann wieder hinauf zum ehm. Bf Lausheim-Blumegg.

Und dann geht es bis kurz vor Bonndorf mal mehr und mal weniger steil hinauf in die Hochfläche um Bonndorf. Ganz in der Ferne im Dunst grüssen die Alpen herüber.

Auf Nebenstraßen und Feldwege wird Bonndorf erreicht.

Eine runde durch Bonndorf darf natürlich nicht fehlen.

Die einstmals am kleinen Stadtpark neben dem ehm. Bahnhof eingezäunt stehende Denkmallok ist verschwunden, vermutlich war sie dem neu errichteten grossen EDEKA Markt im Weg?

Hier fährt nur noch die Gummibahn, wenngleich sich das ehm. Empfangsgebäude in einem sehr gepflegten Zustand präsentiert. Das Bahnhofsareal ist komplett überbaut (EDEKA, Baustoffhandel, Kleinbetriebe usw.) und auch außerorts folgt der Radweg zunächst dem bahnparallelen Forstweg. Warum man die flachere Bahntrasse welche unter der gut sanierten Strassenbrücke nicht genutzt hat? Keine Ahnung.

An einem ehm. Bahnwärterhaus fädelt der Radweg in die alte Trasse ein nur um sie an der nächsten und abgebauten Brücke wieder zu verlassen. Der weiterführende Weg auf der Trasse sieht zwar relativ gut aus, auf der Landkarte ist aber nicht zu erkennen ob dieser durchgängig ist, daher bleibe ich bis zur nächsten Brücke auf dem parallelen Radweg.

Ab dort wechsel auf die alte Trasse welche aber nur wie bei aktuell gutem Wetter befahrbar ist. Nach Niederschlägen dürfte der Weg eher einer Schlammschlacht gleichen.

Daher ging es wieder runter an der nächsten Brücke da der Weg ab dort auch eher unbefahren und zugewachsen daherkommt und kurz darauf wird der Abseits des namensgebenden Ort Gündelswang liegenden Bahnhof passiert.

Auf der parallel verlaufenden Straße geht es nun bis Holzschlag welches mit einem recht grossen Damm umfahren wird und keinen Bahnhof oder Haltepunkt besaß.

Kurz hinter Holzschlag geht es auf der Bahntrasse weiter.

Und schon bald ist das Klausenbachviadukt erreicht. Die mit dem „Bähnle Radweg“ errichtete und noch recht glänzend daherkommende „Brücke auf der Brücke“ ergibt einen interessanten Kontrast zur rostigen Brücke.

Das besondere an der Strecke Kappel-Gutachbrücke – Lenzkirch – Bonndorf war die Spitzkehre im Bf Lenzkirch weshalb an beiden Talflanken die jeweiligen Teilstrecken geführt werden.

Da der Radweg kurz vor Unterlenzkirch die Trasse verlässt fahre ich hinab ins Tal der Haslach um auf der anderen Talseite ab dem ehm. Bf Kappel-Grünwald (gibt es dazu überhaupt einen Ort ?) den Streckenteil welcher Kappel-Gutachbrücke an der Höllentalbahn mit Lenzkirch verband anteilig abzufahren. Dabei erwischte ich hinab ins Tal einen eher nicht befahrbaren Streckenteil. Tja, wer sein Fahrrad liebt, der schiebt ach bergab.

In Lenzkirch ist nicht mehr von der Bahn zu erkennen. Das Bahnhofsareal wurde komplett überbaut und das Emöfangsgebäude abgerissen.

Eine interessante Version den Mindestabstand an der Fleischtheke im örtlichen EDEKA zu realisieren. „10 Steaks und das Bier nehm ich hier gleich mit!“ 😅

Aber ich fülke nur den Getränkevorrat auf und nun geht es lang und stramm hinauf um ins andere Tal nach Altglashütten zu wechseln.

Ob der Mühle kurz vor der „Passhöhe“ war ich doch etwas verwundert. Wo kam einst das Wasser her? Der einzige benachbarte Bach ist eher ein Rinnsal.

Nach der Kapelle war die Steigung endlich vorbei und flott ging es hinunter zum Windgfällweiher der zusammen mit andren Wasserfassungen dem Wasserzufluss und Regulierung zum Schluchsee dient.

Ein ganzer Tag ohne Bahnfoto. Nein, in Altglashütten konnte eine Doppeltraktion „Grinsekatzen“ (Alstom Corradia Continental) der DB Regio im BaWü Lack abgelichtet werden bevor es erst durchs Ort und dann am Hang entlang nach Feldberg-Bärental ging.

Und mit schlechtem Digitalzoom ist hier sogar der Gegenzug erkennbar.

Jetzt ging es wieder runter um dann wieder kontinuierlich mit 5 bis 8% Richtung Feldsee anzusteigen. Dabei ging es vorbei an einer weiteren Wasserfassung zum Schluchsee hin und einem kleinen Hochmoor.

Ubd dan ein Abstecher zum vom Feldberg teils eingerahmten Feldsee bevor es in den letzten langen Anstieg zum Feldberg Pass ging. Der sporadisch mögliche Ausblick belohnte dabei ein wenig die Mühen.

Hurra die Anhöhe auf 1200 m.ü.M ist erreicht, aber der Pass an sich liegt nich 33m höher. Da ich aber keine Lust habe auf der recht stark befahrenen Strasse zu fahren biege uch dann doch zum offiziellen Radweg ab und für 2 Sekunden wollte ist sogar bis zum Turm hinauffahren. Aber ich konnte mich beherrschen.

Und so ging es ab dem Feldberg Center (Hotel, Shopping Mall und andres) und an der futuristischen Kirche vorbei stramm bergab zur Passhöhe auf 1233m.

Zimmerbezug im Hotel Kokoschinski und neben Löwenbräu aus Bräunlingen gabs Burger mit Pulled Porc und Pommes.

Nachdem in Lenzkirch der erste Akku leer war hat der letzte gut 25km lange Abschnitt den zweiten zu 2/3 geleert.

Aber es waren laut der Bosch App immernoch über 52% eigene Leistung und gerechnet 2175 kcal. Mal sehen ob das Muskelkater gibt. Aber morgen geht ja erst mal großteils nur bergab. Die arme Bremse…

Achja, recht frisch ist es hier oben. Vorhin, nachdem die Sonne nicht mehr schien, wurde es beim Abendessen auf der Trasse schon recht frisch. Aktuell hat es nur um die 12 Grad. Gut dass es eine Bettdecke hat.

Zwei Quellen Tag

Heute standen „nur“ 92km an, aber dafür ging es etwas später los. Einerseits nette Gespräche mit Radlern die den Neckar richtig herum, also talwärts, bewahren andererseits Werkzeughilfe…

Aber gegen halb 10 ging es dann los, nicht ohne unten am Bahnhof die Getränkevorräte zu ergänzen.

Kurz hinter dem Bahnhof Horb überrascht mich dann der IC2 als IC/RE Derivat von Singen nach Stuttgart. Zusammen mit den ebenfalls zweistündlich zwischen Zürich und Stuttgart verkehrenden SBB IC Garnituten besitzt die Gäubahn somit einen sauberen Stundentakt mit schnellen Verbindungen.

Kurz vor Sulz findet sich dann ein geeigneter Fotostandort für den SBB IC.

Zuvor mogelt sich aber noch ein Talent der DB Regio als RB von Rottweil ins Bild bevor es dann nach Sulz am Neckar mit seiner netten Brücke geht.

Und zur Sicherheit schreibt man bei Oberndorf nochmal den Fluss ans Geländer. Ab Oberdorf sind es noch 50 km bis zur Quelle laut der Stele und zweihundert irgendwas bis zur Mündung in den Rhein bei Mannheim.

Bei Talhausen dann der nächste IC aus Zürich. Wie üblich mit SBB Garnitur und ÖBB Taurus bespannt die mit den Nachtzügen aus Wien nach Zürich kommen und dann Kilometerausgleich für die ICE Frankfurt – Wien fahren bevor es mit dem Nachtzug wieder nach Wien geht.

Kurz vor Rottweil bei der Autobahnbrücke war ich ganz knapp zu spät für den RE nach Singen 😣

Aber egal, danach geht es am Wasserwerk stramm berauf nach Rottweil und neben den schönen Ausblicken grüßt auch der Turm welcher der Aufzugssparte von ThyssenKrupp für Versuche dient, mal sehen ob ich den azch mal „begehe“ Do bis So kann man zur Aussichtsebene fahren.

Die Ausschilderung für Wanderer des schwäbischen Alpvereins bei Rottweil erinnert sehr stark an die schweizer Version.

Auch Rottweil verfügt über einen schönen Altstadtkern, der Radweg verläuft am Rande dieser aber leider mitten auf der Haupstrasse was bei dem relativ dichten Verkehr nicht sonderlich Spaß macht. Aber schon bald geht auf Nebenstrassen weiter und Laufen ist wenigstens nicht angesagt.

Kurz vor Trossingen Bahnhof rollt wie aufs Stichwort ein RS1 der WEG welche die Linien des „Ringzug“ betreibt ins Bild.

In Trossingen Bahnhof überrascht das innovative Sitzplatzkonzept am Automaten und wenn man schon mal einen DB Fernverkehrsautomaten auf dem Land findet werden gleich mal Freifahrten gezogen.

Mit dem Ringzug wurde der Bahnhof komplett umgestaltet und der „Gasthof Staatsbahnhof“ und das alte Empfangsgebäude liegen nun etwas abseits.

Die nur 4km lange Trossinger Eisenbahn, welche den „Staatsbahnhof“ mit dem Stadtbahnhof verbindet ist elektrifiziert, was aber im Regelbetrieb nicht mehr genutzt wird da der Verkehr mit den Dieseltriebwagen des Ringzug abgewickelt wird. Im ehm. Lokschuppen residiert ein Eisenbahnmuseum mit Altfahrzeugen der TE. Da nicht genügend Platz in der Halle ist bekam der Triebwagen ein Dach über dem Kopf. Er kann aber nicht mehr auf die Strecke da er hinter einem Prellbock steht.

Es geht ein wenig hinauf und alsbald steil abwärts. Naja, es wurden 11% und „Radfahrer absteigen“ angekündigt, aber warum? So steil ist das auch nicht.

Zur Landesgartenschau 2010 wurden die einst sehr umfangreichen Anlagen des Schwenninger Güterbahnhof und Industriebrachen der einstmals in der Region bedeutenden Uhrenindustrie abgebrochen und umgestaltet.

Der Neckar ist hier schon sehr übersichlich geworden und kann bisweilen mit einem Schritt überquert werden.

Und dann ist die Neckarquelle erreicht.

Wobei sich die Quelle an mehreren Stellen befindet.

Die offizielle Quelle des Neckar liegt (wieder) am Möglingsee am Rande des ehm. Gartenschaugelände. Während den Jahren an denen diese versiegt war lag diese im inoffiziellen Quellbereich im Schwenninger Moos in dem ein Reiher vom Passanten unbeeindruckt durch das Wasser stakst. Offiziell beginnt hier der Moosbach der nach dem Möglingsee in den jungen Neckar mündet.

Dann ging es über die Wasserscheide Nordsee / Schwarzes Meer nach Donaueschingen zur Donauquelle welche neben der Kirche ihren Quelltopf besitzt.

Na dann schauen wir uns mal die Quelle an deren Abfluss als Donaubach zunächst in die Bregach mündet.

Der offizielle Km „Null“ bzw. „Km 2779“ liegt erst am Zusammenfluss der Brigach und Breg. Der Mündungsbereich wird derzeit umgestaltet so dass dieser wieder wie vor über 100 Jahren etwas flussaufwärts liegen wird.

Es ist kurz nach 18 Uhr und ich erreiche das Hotel. Fahrradgarage „check“, Schlüssel und Meldeformular liegt an der wegen Ruhetag unbesetzten Rezeption „check“ und auch das grosszügige Einzelzimmer gefällt.

Also gehts vom „Hirschen“ halt zum eine Querstrasse weiter liegenden Hirschen.

Wahrlich gut das Putensteak mit Pfifferlingen sowie 1a Salat und zuvor Flädlesuppe und Bier der hiesigen Brauerei.

Da der Magen gut zu verdauen hat schlafe ich im Hotel noch beim Schreiben des Tourberichts ein. 🤣

Die in der Gästekarte inkludierte „Konus Karte“ für den ÖPNV im südlichen Schwarzwald werde ich hoffentlich nicht brauchen, ist aber ein top Angebot.

Und hier nun die knapp unter 100km gebliebene Etappe 4 zu den zwei Quellen bei Komoot.

Hinauf nach Horb

Das Frühstück im Ersatzhotel „Hotel Spahr“ war zwar nicht überbordend aber es hat gereicht. Und sowieso, Hauptsache Kaffee 🙈

Nach dem Auschecken geht es gegen viertel vor Neun zum Kurpark um noch ein paar „Stadtbahnen“ zu fotografieren. Inklusive „Fotoschaden“ durch die Bahn auf dem anderen Gleis. Eines der Gleise im Strassenplanum besitzt sogar noch die dritte Schiene der alten meterspurigen Strassenbahn. Die heutige Stadtbahn verkehrt auf Normalspur.

Den Neckar hinauf und durch die etwas sehr spezielle Stadtbahnstation „Mercedesstraße“ und der leeren bzw. als Auto? Kino genutzten Cannstatter Wasen ging es weiter.

Ind es ist dabei eher unmöglich nicht mit „Daimler“ zu kollidieren. In Untertürkheim dann das letzte Stadbahnfoto und im Bahnhof sonnen sich derweil zwei Traxx von SBB Cargo.

In Esslingen wollte ich ursprünglich auf die Spurensuche der „END“ gehen, was aber zugunsten der längeren Route im Tal zurückgestellt wurde. Dafür gab es neben der Schleuse ein altes Wasserhaus des vom Neckar abzweigenden Hammerkanal und eine Griechisch-Orthodoxe-Kirche zu sehen.

Daa Kraftwerk bei Altbach scheint seinen Gleisanschluss eher extrem selten zu benötigen, alle anderen Gleisanschlüsse im Gewerbegebiet sind zurückgebaut. Das scheint diese Verkehrswende zu sein zu der so oft Sonntagsreden gehalten werden.

Hmm, Anhalten und Bü Einschalten. Ob es was nutzt? Wenn der Bü keine Lichtzeichen mehr hat?

Über die Brücke geht es nach Deizisau (ein geradezu schweiztauglicher Ortsname) und im örtlichen REWE werden erst mal die Getränkevorräte erneuert.

Flott weiter nach Plochingen und vom Park aus, in dem eine Gruppe von Indern die indische Version des Baseball spielt, gibt es einen guten Ausblick zur Kirche mit Bahnstrecke. Inkl. den Abellio / GoAway Ersatzfahrzeugen. Silberlinge als Ersatz für Talente oder Flirt, wie edel 🤣

Ebenfalls im Park befindet sich eine Parkbahn die normal sonntags verkehrt. Wegen Corona wurde die diesjährige Saison aber noch nicht eröffnet.

Ab Plochingen ist der Neckar nicht mehr schiffbar und er darf daher nun auch etwas fließen, wenngleich er auch noch oft genug aufgestaut wird, aber trotz reguliertem Flusslauf ist dr wenigsten nicht mehr ein so steriles „Standgewässer“ wie ab Plochingen Hafen.

Bei Wendlingen ist eine baustellenbedingte Umleitung des Radweg eher ungünstig ausgeschildert was mir eine sinnlose Runde durchs Industriegebiet bescherte.

Also dann halt auf der Umleiterstrecke unter der Brücke der Neubaustrecke Stuttgart – Ulm durch und schon bald ist Nürtingen erreicht.

Nach dem Trubel, schlechten Wegen und den Kamikaze Radlern rubdum Stuttgart macht es hier wieder Spaß zu fahren.

Die Sonne meint es derweil sehr gut. Bis zu 27 Grad zeigt das Thermometer, im Schatten. Aber Schatten hat es nur recht selten.

Aber die Landschaft gefällt.

Der Typ, also die Bronzefigur, im östlichen Neubaugebiet von Tübingen erinnert mich irgendwie an Montag Morgen auf Arbeit. 😎

Im benachbarten Laden hole ich leckere Seezüngle mit Birne bzw. Traube. Auch wenn nicht gekühlt, so zischt das Zeug ruchtig gut.

Na, dann mal eine Runde in der Altstadt von Tübingen gedreht und einen Blick in den Radfahrtunnel geworfen.

Ein Stück geht es nun am Kanal des Wasserkraftwerk Rappenberghalde entlang und bald ist Rottenburg am Neckar erreicht. Auch Rottenburg hat eine sehr schöne Altstadt die jedoch nicht so überlaufen ist wie Tübingen.

Am anderen Ortsende konnte dann am Stauwehr mal ein RS1 auf dem Weg nach Horb abgelichtet werden.

Vorbei am ehm. Kalkwerk geht’s weiter, leider verläuft der Radweg zwischen Bieringen und Börstingen ein paar Kilometer auf der L370. Aber an einer Alternativen Trasse wird wohl gearbeitet.

Dass sich LKW und Autofahrer bedanken wenn man ab und an einen der Seitenwege anfährt damit diese überholen kann, dass kennt man auch nicht oft.

Noch ein Blick auf das Kloster Weltenburg das auch sein Bier bekannt ist und bald wird Eyach erreicht wo an Wochenenden auf dem WEG Bahnhifsteil ein Sinderverkehr nach Hechingen verkehrt. Auch die Verbindung zwischen HZL und DB Bahnhofsteil wurde erneuert wobei der Bü wohl noch nicht funktioniert.

Kleiner Zug und grosse Autobahnbrücke. Ein Symbolbild für die verkehrte deutsche Verkehrspolitik und Verkehrsplanung.

Nicht ärgern, nur noch 10km bis Horb.

Dienstlich mag ich keine Formsignale und ihre Altstellwerke. Aber privat und als Fotomotiv, das steht auf einem ganz andren Blatt.
Einfahrt der RB von Tübingen nach Horb wird noch abgewartet und dann geht es stramm bergauf zum Hotel bzw. Pension Schiff am Marktplatz.

Wobei Marktplatz ist geradezu zynisch. Die meisten der schön restaurierten Gebäude haben im Erdgeschoß Leerstand in den Geschäften.

Die Chefin vom Schiff empfiehlt den „Schwarzen Adler“ zum Abendessen.

Sehr schöner Salat und ein Rehgulasch mit Spätzle zum darniederknien. Begleitet von Baukunst aus Hochstadt.

Na dann gut gestärkt wieder hoch zur Übernachtung und ein Blick auf den Marktplatz geworfen.

Hmm, ich glaube ich brauche eine transparente Uhr. Oder ich lasse sie aus und befolge den Tipp einen Zeiger draufzumalen und als Sonnenuhr nutzen. 🤣

Und wie immer zum Schluss der Link zu Komoot mit den 108km Strecke.

Über die Bottwartalbahn nach Bad Cannstatt

Oder: Tolle Motive aber auch eine Pleite… aber dazu später.

Der Tag begann erst mal mit einem 1a Frühstück, danach war „Fahrradtetris“ im gut belegten Fahrradraum angesagt und kurz nach 9 ging es los in Richtung Heilbronn.

Vorbei an der Burg Guttenberg, wo vermutlich das Copy&Paste erfunden wurde geht es nach Bad Wimpfen.

In oder besser bei Bad Wimpfen ergaben sich diverse nette Motive mit der Altstadt und den modernen Zügen der Strecke nach Sinsheim.

Interessant wie hier die AVG mit ihren Stadtbahnfahrzeugen die „S-Bahn“ nach Sinsheim und Abellio mit den elektro Talent die RE10b Linie nach Heidelberg/Mannheim bedient. Lange Jahre war hueram Wochenende sogar Betriebsruhe angesagt.

Da der Turm derzeit saniert wird und damit die Aussicht eher eingeschränkt ist fahre ich nicht hoch ins Ort und verpasse damit auch das Schweinemuseum. Naja, ein zweiter Grund wieder herzukommen.

Und schon bald ist Heilbronn erreicht.

Bei der Haltestelle Pfühlpark kreuzte die ehemalige Bottwartalbahn die heutige Stadtbahn. Auf der Trasse liegen weiterhin die Gleise, das Tunnelportal ist jedoch ob der starken Vegetation kaum zu erkennen.

Also geht es einfach über den Berg in Richtung des ehm. Bf Heilbronn Süd. Eine Bürgerinitiative wünscht sich eine Fortsetzung des Radwegs durch den Tunnel. Das erscheint sinnvoll, aber wäre es eigentlich nicht sinnvoller die an der ehm. Bahnstrecke entstandenen Wohbgebiete mit der Stadtbahn anzubinden?

Südlich des Tunnel wurde der ehm. Bahnhof Heilbronn Süd überbaut und an der Cäcilienbrunnenstraße bis zur Charlottenstraße befindet sich ein Radweg im Bau.

Ob die Brücke über die Strasse „Sontheimer Landwehr“ auch noch in den Radweg eingebunden wird?

Der ehm. Bf HN-Sontheim präsentiert sich gut saniert, der Gleisbereich ist dabei mit Wohnungen oder Kindergärten überbaut.

Hinter Sontheim geht es raus „ins Land“. Der Radweg folgt nicht immer der Bahntrasse, kein Wunder wenn diese teils seit schon über 60 Jahren ohne Bahnbetrieb ist und durch Schnellstraßen und Wohngebiete überbaut wurde.

Mmm? Ob eine Firma „Mogler“ öfter Besuch vom Eichamt bekommt wie z. B. eine Fa. „Ehrlich“? 😉

Es ist warm, teils richtig drückend und so mache ich am kleinen ehm. Bf. von Schozach einen kleinen Stop.

Eine „regionale“ Weißweinschorle mit Wurstsalat weckt dort wieder die Motivation.

Bei Ilsfeld verrottet derweil die ehm. Weiche 1 von Talheim vor sich hin welche seinerzeit die Bedienung mit normalspurigen Zügen von Heilbronn bis Talheim ermöglichte während die eigentliche Strecke von Heilbronn Süd bis Marbach schmalspurig mit 760mm Spurweite ausgelegt war. Erst nach der Einstellung der eigentlichen Schmalspurbahn 1966 wurde der von Marbach zur Andienung des örtlichen Kraftwerks mittels Spitzkehre dienende Abschnitt auf Normalspur umgestellt bzw. bis Steinheim an der Murr umgespurt.

Und bald ist bei Beilstein der Scheitelpunkt der Strecke bei km 21,2 (von Marbach aus gesehen) erreicht. Am anderen Ortsende hat man als Reminiszenz der ehm. Bahnstrecke einen Bahnübergang nachgestellt.

Von nun an ging es bergab und schnell ist über Kleinbottwar und Steinheim Murr erreicht.

Hinter Murr existiert die alte Bahnbrücke auch nach der Stilllegung zwischen Steinheim und der Spitzkehre bei Marbach im 1989 immernoch.

Die Strecke zum Kraftwerk am Neckar bei Marbach erfolgte noch einige Jahre länger, wurde aber auf primäre Bedienung per Schiff umgestellt und zum Radweg umgebaut.

Im Bereich des alten und neuen Kraftwerk sind noch etliche Relikte der Bahnbedienung zu erkennen.

Aber diese verrotten nun… und selbst neue Trafos oder Generatoren müssen nun wohl oder übel über die Straße zum neuen Kraftwerk gelangen.

Und ich fahre weiter den Neckar hinauf.

Weiter den Neckar hinauf und an der Mündung der Rems vorbei nach Hofen.

In Hofen kombiniert sich die Staustufe des Neckars mir einer Straßen- und Stadtbahnbrücke.

Zwischen Neckar und Weinbergen geht es weiter. Naja, dass hinter der Mündung der Rems leichter Regen einsetzte und die Kette vorne vom Ritzel flog war Pleite 1 des Tages.

Aber endlich ist Bad Cannstatt erreicht u d was ist mit dem Hotel. Nix, nada niente. Betreiberwechsel, geschlissen seit März, Neueröffnung vsl. Anfang August. Info an „Altbucher“, hatte im Februar gebucht, null. Danke auch. Telefonnummern führen ins Nichts und die am Schlüsselsafe angegebene Notfallnummer verbindet mit dem ehm. Besitzer.

Scheißdrauf, um die Ecke ist ein anderes Hotel. Dieses ist zwar „recht plüschig“ und verströmt besten 80er Jahre Charme, aber es ist sauber und günstig. Inkl. Tiefgarage fürs Rad und dazu noch Stadtbahnblick. Was will man mehr. 🥳

Abendessen im Augustiner Biergarten des Kurpark mit Maultaschen welche leider etwas in der Bratensauce ersäuft wurden aber sonst inkl. Kartoffelsalat in Ordnung waren.

Auf dem Heimweg noch eine Runde durch den Gottlieb Benz Gedenkpark und dem „heiligs Blechle“ gehuldigt.

Der Tag klingt aus mit Stadbahn Fuzzen an der zum Hotel benachbarten Haltestelle „Uff-Kirchhof“ und später beim Blogschreiben vom Balkon aus.

So, das waren heute statt der geplanten knapp 94km dann 101km. Mal sehen was morgen wird.

Hier wie üblich die Aufzeichnung bei Komoot von der zweiten Etappe der Sommerradtour 2020 mit viel mehr Bildern.

Sommerradtour 2020 – Es geht los

So, heute ging die zweiwöchige Sommerradtour los.

Mit der heutigen ersten Etappe ging es erst mal durch den Odenwald zum Neckar.

Der erste Anstieg war hinauf nach Böllstein was zwar anstrengend war, der Stutzen zum Friedhof von Affhöllerbach ist mit über 12% schon recht heftig.

Aber dafür gibg es dann wieder schön entspannt hinab durch Brombachtal nach Zell. Zwischen Langenbrombach und Zell wird zwar gerade die Strasse erneuert, aber der Seitenstreifen war befahrbar und so war schnell auch Michelstadt erreicht.

Das Raiffeisengebäude scheint nicht mehr in Funktion zu sein, wie auch schon lange sein Gleisanschluss oder der anderer Firmen am Bahnhof.

Und kurz darauf wurde Erbach erreicht wo man derzeit an einem Mini-Wiesenmarkt arbeitet. Fuck you Corona…

Hinter Erbach weichen ich von der geplanten Tour ab, in der Hoffnung auf eine gute Fotostelle mit Zug, was nicht gelang und der Weg hinauf war eher eine Wiese mit Traktorspuren, aber die Ausblicke waren trotzdem ganz schön und kurz darauf wurde das Himbächelviadukt erreicht.

Hurra, endlich mal eine Doppeltraktion Itino mit Sonne am Himbächelviadukt erwischt.

Der Bahnhof von Hetzbach scheint mittlerweile unbewohnt, die Fahrzeuge im privaten Gleisbereich verrotten und sind Vandalismus ausgesetzt. Selbst das Betriebsgleis der Odenwaldbahn erklärt sich solidarisch und tarnt sich als Rasengleis.

Weiter geht’s auf einem Stück der ehm. Schellekattel nach Beerfelden.

Entlang der B45 geht es an Beerfelden vorbei in Richtung Sensbachtal. Dazwischen kamen etliche „schwer vermummte“ Mountainbiker entgegen die sich im Beerfelder Mountainbikepark austoben und vom „Skilift“ bequem den Berg hochgezogen werden damit das Downhill fahren weniger Anstrengend im Vorfeld ist.

Der Sensbacher Friedhof liegt schön gelegen auf dem Bergrücken zwischen Beerfelden und Sensbachtal und ab hier geht es auf diesem Rücken weiter nach Süden.

Zwischenzeitlich ist der Weg dabei recht schlecht befahrbar da zwar erneuert aber noch nicht eingefahren, ab dem Rondell (An der Ruhe) ist der Weg hinab nach Eberbach aber wieder super befahrbar.

Bevor es mit mehreren Kehren steil hinab nach Eberbach geht läd die Aussichtshütte, welche von britischen Pioniertruppen errichtet wurde, mit ihrem Ausblick ins Ittertal zum Verweilen ein.

Einige Kehren später ist dann auch schon Eberbach im Neckartal erreicht.

Die geplante Einkehr bei Eis Venezia wird storniert da zu viel los ist und die Talseite gewechselt. Bei Rockenau konnte dann die „S-Bahn“ nach Osterburken und Paddler auf dem Neckar abgefangen werden.

Dann die nächste Schleuse bei Zwingenberg und die dortige imposante Burg mit einer S-Bahn bzw. Güterzug mit einer Voith Maxima (Titelbild) abgelichtet bevor es über eine Einspurige Brücke hinüber nach Zwingenberg geht.

Nur um kurz darauf in Neckargerach wieder die Seite zu wechseln und weiter nach Obrigheim am dortigen seit 2005 stillgelegte AKW vorbeizuradeln.

Ob sich irgendwann Forscher ob der „Hügelgräber“ wundern? Dabei sind es einfach nur hochwassersicher angelegte Brunnen.

Vorbei an einer komischen Brücke mit darunter geführtem Radweg geht es weiter Neckaraufwärts. Neben dem AKW ist Obrigheim auch für den Kalkabau bekannt der hier unterirdisch erfolgt.

Auf Höhe von Neckarzimmern und damit wenige Kilometer vor dem Ziel wird der Akku nach über 80km und gut 900 Höhenmetern zur Sicherheit gewechselt und kurz darauf ist Haßmersheim erreicht.

Zimmerbezug im Landhotel zum Treidelpfad in Haßmersheim mit einem großzügigen Zimmer inkl. kleiner Küche.

Dann mal schnell geduscht und sich einen schönen Sitzplatz im Hof gesucht. Eine Radlermaß stullden ersten Durst nachdem nach gefühlter Ewigkeit die Bedienung damit ankam. Insgesamt war das Personal irgendwie etwas überfordert, aber das Essen war top. Spanferkelrollbraten oder die (ob der Wartezeit nicht mehr) heißen Kirchen waren trotzdem top. Auch fas Kelkerbier gefällt.

Nach dem Essen noch ein wenig am Neckar auf die Bank gesetzt, die Bildercollagen erstellt und notfallmäßig einen Abellio RE nach Heidelberg sowie eine AVG „Straßenbahn“ als S-Bahn nach Heilbronn abgelichtet und im „Biergarten“ brennt sogar noch Licht.

Na, aber ich gehe lieber aufs Zimner und hämmere den Tagesbericht zusammen.

Wie üblich hier der Link zu Komoot zu mehr Bildern und Infos der Etappe 1.

Gleiserneuerung auf der Odenwaldbahn

Alle Räder stehen still, wenn es der Umbauzug so will.

Neben einem total verkorksten Schienenersatzverkehr der gerade einmal 3 Tage vor Baubeginn durch VIAS kommuniziert wurde und nicht mal in der DB Reiseauskunft eingespielt wurde sondern nur beim RMV gibt es wenigstens etwas an Baufahrzeugen zu sehen.

Eine staubige Angelegenheit ist so ein Schotterreinigungszug wie er derzeit auf dem Westast der Odenwaldbahn zwischen Ober Ramstadt und Darmstadt unterwegs ist.
Eine unbekannte G1600 von Wiebe hat mit ihrem Bunkerzug angedockt und es läuft noch der Umladevorgang. Währenddessen wird hinter der Staubwolke die Kette des Reinigungszugs vor dem Bahnübergang ausgefädelt.

Wolkenpech

Mit Wolken gespickt, also blau-weißer „bayerischer Himmel, gefält mir auf Fotos fast besser wie stahlblauer Himmel.

Dumm nur wenn immer bei den Mehrfachtraktionen sich Wolken ins Bild Schieben. Naja, dann halt zwei Bilder der einzeln fahrenden Itinos bei Ober Raumstadt mit Fahrtrichtung Reinheim bzw. Dilshofen in der Gegenrichtung.