Zwei Quellen Tag

Heute standen „nur“ 92km an, aber dafür ging es etwas später los. Einerseits nette Gespräche mit Radlern die den Neckar richtig herum, also talwärts, bewahren andererseits Werkzeughilfe…

Aber gegen halb 10 ging es dann los, nicht ohne unten am Bahnhof die Getränkevorräte zu ergänzen.

Kurz hinter dem Bahnhof Horb überrascht mich dann der IC2 als IC/RE Derivat von Singen nach Stuttgart. Zusammen mit den ebenfalls zweistündlich zwischen Zürich und Stuttgart verkehrenden SBB IC Garnituten besitzt die Gäubahn somit einen sauberen Stundentakt mit schnellen Verbindungen.

Kurz vor Sulz findet sich dann ein geeigneter Fotostandort für den SBB IC.

Zuvor mogelt sich aber noch ein Talent der DB Regio als RB von Rottweil ins Bild bevor es dann nach Sulz am Neckar mit seiner netten Brücke geht.

Und zur Sicherheit schreibt man bei Oberndorf nochmal den Fluss ans Geländer. Ab Oberdorf sind es noch 50 km bis zur Quelle laut der Stele und zweihundert irgendwas bis zur Mündung in den Rhein bei Mannheim.

Bei Talhausen dann der nächste IC aus Zürich. Wie üblich mit SBB Garnitur und ÖBB Taurus bespannt die mit den Nachtzügen aus Wien nach Zürich kommen und dann Kilometerausgleich für die ICE Frankfurt – Wien fahren bevor es mit dem Nachtzug wieder nach Wien geht.

Kurz vor Rottweil bei der Autobahnbrücke war ich ganz knapp zu spät für den RE nach Singen 😣

Aber egal, danach geht es am Wasserwerk stramm berauf nach Rottweil und neben den schönen Ausblicken grüßt auch der Turm welcher der Aufzugssparte von ThyssenKrupp für Versuche dient, mal sehen ob ich den azch mal „begehe“ Do bis So kann man zur Aussichtsebene fahren.

Die Ausschilderung für Wanderer des schwäbischen Alpvereins bei Rottweil erinnert sehr stark an die schweizer Version.

Auch Rottweil verfügt über einen schönen Altstadtkern, der Radweg verläuft am Rande dieser aber leider mitten auf der Haupstrasse was bei dem relativ dichten Verkehr nicht sonderlich Spaß macht. Aber schon bald geht auf Nebenstrassen weiter und Laufen ist wenigstens nicht angesagt.

Kurz vor Trossingen Bahnhof rollt wie aufs Stichwort ein RS1 der WEG welche die Linien des „Ringzug“ betreibt ins Bild.

In Trossingen Bahnhof überrascht das innovative Sitzplatzkonzept am Automaten und wenn man schon mal einen DB Fernverkehrsautomaten auf dem Land findet werden gleich mal Freifahrten gezogen.

Mit dem Ringzug wurde der Bahnhof komplett umgestaltet und der „Gasthof Staatsbahnhof“ und das alte Empfangsgebäude liegen nun etwas abseits.

Die nur 4km lange Trossinger Eisenbahn, welche den „Staatsbahnhof“ mit dem Stadtbahnhof verbindet ist elektrifiziert, was aber im Regelbetrieb nicht mehr genutzt wird da der Verkehr mit den Dieseltriebwagen des Ringzug abgewickelt wird. Im ehm. Lokschuppen residiert ein Eisenbahnmuseum mit Altfahrzeugen der TE. Da nicht genügend Platz in der Halle ist bekam der Triebwagen ein Dach über dem Kopf. Er kann aber nicht mehr auf die Strecke da er hinter einem Prellbock steht.

Es geht ein wenig hinauf und alsbald steil abwärts. Naja, es wurden 11% und „Radfahrer absteigen“ angekündigt, aber warum? So steil ist das auch nicht.

Zur Landesgartenschau 2010 wurden die einst sehr umfangreichen Anlagen des Schwenninger Güterbahnhof und Industriebrachen der einstmals in der Region bedeutenden Uhrenindustrie abgebrochen und umgestaltet.

Der Neckar ist hier schon sehr übersichlich geworden und kann bisweilen mit einem Schritt überquert werden.

Und dann ist die Neckarquelle erreicht.

Wobei sich die Quelle an mehreren Stellen befindet.

Die offizielle Quelle des Neckar liegt (wieder) am Möglingsee am Rande des ehm. Gartenschaugelände. Während den Jahren an denen diese versiegt war lag diese im inoffiziellen Quellbereich im Schwenninger Moos in dem ein Reiher vom Passanten unbeeindruckt durch das Wasser stakst. Offiziell beginnt hier der Moosbach der nach dem Möglingsee in den jungen Neckar mündet.

Dann ging es über die Wasserscheide Nordsee / Schwarzes Meer nach Donaueschingen zur Donauquelle welche neben der Kirche ihren Quelltopf besitzt.

Na dann schauen wir uns mal die Quelle an deren Abfluss als Donaubach zunächst in die Bregach mündet.

Der offizielle Km „Null“ bzw. „Km 2779“ liegt erst am Zusammenfluss der Brigach und Breg. Der Mündungsbereich wird derzeit umgestaltet so dass dieser wieder wie vor über 100 Jahren etwas flussaufwärts liegen wird.

Es ist kurz nach 18 Uhr und ich erreiche das Hotel. Fahrradgarage „check“, Schlüssel und Meldeformular liegt an der wegen Ruhetag unbesetzten Rezeption „check“ und auch das grosszügige Einzelzimmer gefällt.

Also gehts vom „Hirschen“ halt zum eine Querstrasse weiter liegenden Hirschen.

Wahrlich gut das Putensteak mit Pfifferlingen sowie 1a Salat und zuvor Flädlesuppe und Bier der hiesigen Brauerei.

Da der Magen gut zu verdauen hat schlafe ich im Hotel noch beim Schreiben des Tourberichts ein. 🤣

Die in der Gästekarte inkludierte „Konus Karte“ für den ÖPNV im südlichen Schwarzwald werde ich hoffentlich nicht brauchen, ist aber ein top Angebot.

Und hier nun die knapp unter 100km gebliebene Etappe 4 zu den zwei Quellen bei Komoot.

Von der Rhone zum Bernina

Tag 3 der debx-Exkursion und heute war Ortswechsel angesagt.

Es ging von Brig via dem Goms, Furka Basistunnel, Andermatt, dem Oberalppass und dem Vorderrheintal nach Reichenau-Tamins und von dort über den Albula auf den Berniapass zum Tagesziel Alp Grüm. Und das bei herrlichen Herbstwetter.

Leider fehlt mir, bedingt durch die netten Gespräche am Abend in der Gruppe, wie gestern schon die Zeit für einen vollständigen Reisebericht.

Daher hier nun aber die Bilder zum heutigen Tag und die Details folgen dann später. Versprochen.

Der Wagen, welcher sich wie der ganze Zug sehr gut füllte wurde in Brig „geentert“ und dann das.

Der Wagen mit der Gruppenreservierung ist mit ausgefallener Klimaanlage oder Heizung bezettelt.
Hmmm, die Heizung läuft was soll die Klimaanlage sein? Fenster nicht zu öffnen?
Und ich frotzele noch und ja, eines der Fenster ist an der Gepäckablage hochgebunden. Das ist also die Klimaanlage. 🤣

Aber die anderen Fenster funktionieren und im oberen Goms wird der Zug auch ein wenig leerer so dass nun fleißig Signale und die herrliche Landschaft fotografiert werden können.

In Hospental kruezt dann ein „kurz Autozug“ aus zwei Transportwagen die mit einer Tunnellok Ge 4/4 III hinten und einer HGe 4/4 II vorne bespannt sind.

Nach dem Umstieg in den Regionalzug nach Disentis/Mustér, welcher erst kurz vor abfahrt mit einer HGe 4/4 II bespannt wurde fing es hinauf auf den Oberalppass.

Dieser präsentiert sich frisch verschneit. Der Regen heute Nacht wie in Brig kam also hier oben als Schnee herunter.

Der Umstieg in Disentis/Mustér ist wie üblich „knapp“ reicht aber für ein Bahnsteigfoto, insbesondere da der Zug Richtung Chur mit einer Ge 6/6 II bespannt ist.

Und das Winterwunderland am Oberalppass noch mal en Detail.

Durch das Vorderrheintal mit seinen imposanten Felsformationen geht es nach Reichenau-Tamins und nach einem weiteren Umstieg in den RE Richtung Albula.

Ein paar der Mitreisenden haben entdeckt dass der Zug aus Disentis bis Landquart durchläuft und fahren via Vereinatunnel ins Engadin.

Man bleibt hier aber bei der Ursprungsplanung und spät sommerlich bzw früh herbstlich präsentiert sich das Albulagebiet und Engadin.

In Samnden dann die nächsten „Verluste“, es wird die fahrt via St. Moritz gewählt. In anbetracht des guten Wetters lautet aber u. a. mein Entschluss „kürzeste Fahrtzeit bis Alp Grüm“ um noch ein paar Fotos um Alp Grüm herum machen zu können.

Herrlicher Tunnelblick in Ospizio Bernina.

Und dann ist auch Alp Grüm erreicht. Nach dem Einchecken und abklären wegen dem Zeiptunkt des Abendessens sowie dass die weiteren Teilnehmer nun „tröpfelches weise“ eintreffen werden geht es zu Fuß ein wenig in Richtung Ospizio Bernina zurück um den Zug aus St. Moritz mit dem nächsten Gruppenanteil abzulichten.

Neben dem Abstellgleis ist ein grösserer Mast für die Materialseilbahn sowie eine Fläche für die Baulogistik eingerichtet die für die Sanierung der Galerien unterhalb von Alp Grüm benötigt werden. Eine Baustelle die auch Bestandteil des morgigen Exkursionsprogramms sein wird.

Und dann kommt langsam die Abendröte über den Palü Gletscher gekrochenen.

die Nacht bricht herein. Jetzt erst mal eine Ovomaltine vor dem Abendessen.

Nach dem Esen und ausgiebigen Gespröchen ist jetzt erst mal Zeit für „Zzzzz“ denn Morgen steht ein eng getaktetes Programm auf dem Plan.

SBB Brig und Lötschberg Basistunnel

Tag 2 der debx CH 2019 beginnt mit dem Besuch in der Unterhalts- / Instandhaltungsanlage der SBB Personenverkehr in Brig.

Eine Folge der Trennung von Personen- und Güterverkehr ist dass hier zwei getrennte Serviceanlagen in einem Areal existieren. Mit je einer eigenen Verwaltung, Lager usw.

So sind im hundertjährigen Rundschuppen die Stände 1 bis 7 von SBB Cargo belegt und erst ab stand 8 „parken“ die Fahrzeuge von SBB Personenverkehr. Immerhin ist die Division Personenverkehr hier für die Fern- (außer IC2000 Garnituren) und Nahverkehrsfahrzeuge (auch die der Tochter RhoneAlps) zuständig.

Nach etwas „Powerpointkaraoke“ geht es durch die Unterhaltsanlage die im wesentlichen aus drei Hallengleisen besteht. Aber auch das Lager wurde besichtigt.

Nicht undokumentiert soll auch die typische Schweizer Handweiche bleiben die einem wenigstens das tiefe Bücken erspart, aber dafür recht aufwändig gestaltet ist.

Danach bekommen wir das wichtigste Werkzeug der Serviceanlage also den Kaffeeautomaten präsentiert und degustiert.

Nein die neue Waschanlage wird nicht mit Nespresso Kapseln betrieben, auch wenn der Aufdruck dies vermuten lies. Es handelt sich um Entkalkungsmittel in der Klinikpackung.

Da sich Brig im SIM (Simplon-Intermodal) 4m Eckhöhe Korridor befindet finden sich an diversen Engstellen die SIM Signale die eine Einfahrt in die dahinter liegenden Bereiche für Hupackfahrzeuge mit 4m Eckhöhe verbieten.

Der Interrecgio von Brig ohne Halt nach Domodossola um 10:44 ab Brig könnte heute mit seiner grün lackierten Re 4/4 und den EW I Wagen fast aus dem Fundus von SBB Historic bestehen.

Derweil bastelt SBB Infra am Ladegleis und wechselt u. a. ein paar alte Stahlschwellen aus.

Noch ein Blick in die Hallen, auf eine Re460 die sich leicht mit einem Gepäckkarrenfahrzeug (?) um die Profilfreiheit gestritten hat und in den Maschinenraum sowie Führerstand der Re 4/4.

Schnell gingen die 2h herum, Zeit für den Weg zum Bahnhof, eine Mittagspause und ein paar Fotos bevor es weiter geht.

Im Lötschberger (RABe535) der BLS geht es über die Bergstrecke nach Frutigen zur nächsten Station der Exkursion.

In Kandersteg hat man zur Erinnerung an den Bau der Bergstrecke eine der Bauloks auf dem Bahnsteig ausgestellt. Der Verlauf und die Geschichte der Baubahn ist bei www.eingestellte-bahnen.ch sehr gut dokumentiert.

In Frutigen geht es hinüber zum ehm. Bahnhof von Frutigen welcher seit der Erstellung der Bergstrecke nur noch als Güterbahnhof diente. Das ehm. Empfangsgebäude wurde vorbildlich renoviert und dient heute als Besucherzentrum der BLS für die von ihr angebotenen diversen Führungen am Lötschberg.

Es folgt eine ausführliche Erklärung des Lötschberg Basistunnels mit vielen fachfragen bevor es im Kleinbaus zunächst an die breitesteTreppe der Schweiz, der Nothaltestelle am Nordportal des Basistunnels geht.

Und dann kommt das Highlight, die Einfahrt in den Lötschberg Basistunnel am Fensterstollen Mitholz. Zur Zeit des Baus hatte ihn die debx Gruppe auch schon mal besucht und im Juni 2004 war ich im Rahmen einer AKA Bahn Exkursion am Tag der offenen Baustelle auch schon mal drin. Es hat sich seither doch einiges verändert. Auf jedenfalls ist es nun wesentlich sauberer. 😀

Blick in die ausgebrochene nicht bahntechnisch ausgebauten Weströhre und eine der Technikzentralen. Warum die Container mit den Technikeinrichtungen aus Edelstahl sind? Weil es besser aussieht wie Alu. So in etwa eine nicht ganz ernst gemeinte Kommunikation.

Einblicke in die Querstollen und das Nordende des westlichen Stollens in der Versuchsstrecke in der der bahntechnische Ausbau vor dem eigentlichen Ausbau der Röhren geübt wurde. Ab hier fehlen noch 7km der westlichen Röhre bis Frutigen. Aktuell wird der bahntechnische Ausbau der westlichen Röhre vom Fensterstolten steg (unter Goppenstein) und Mitholz diskutiert. Zwar ist ein Verbindungstollen zwischen der Ost- und Weströhre vorhanden, diese ist aber so trassiert dass der Wechsel zwischen den Röhren nur für 80km/h möglich ist. Für eine Anbindung müsste daher ein neier Verbindungsstollen erstellt werden, was jedoch grössere und längere Sperrungen des Basistunnels zur Folge hätte. Ein Weiterbau bis Frutgen und somit eine durchgehende zweite Röhre wäre hier wohl die bessere Lösung.

Durch ein Fenster am Querstollen kann man einen Blick auf die mit bis zu 200km/h durch die Oströhre verkehrenden Züge werfen. Südlich des Versuchsstollens ist ein Ausstellungbereich vorhanden welcher ursprünglich auch für „Tunnelevents“ genutzt werden sollte. Es stellte sich aber heraus dass der Spritzbeton immer etwas bröckelt und damit sich schlecht auf Canapés und Co macht, zudem passen Baustellenhelme auch nicht unbedingt zum Abendkleid.

Noch ein paar Details vom Versuchstollen und der Zufahrt von Mitholz her.

Zurück im Besucherzentrum werden noch die Exponate begutachtet und sich am Integra Schalterstellwerk versucht. Aber irgendwas funktioniert nicht und in der Sicherungleiste sind defekte Sicherungen erkennbar wie die „üblichen Verdächtigen“ diagnostizieren. Aber irgendwie bekam man es dann doch zum Laufen.

Wieder über die Bergstrecke geht es zurück nach Brig.

Ein kleiner Umweg über das Stockalperschloss bietet sich an, das Wetter im Wallis ist eineindeutig besser wie nördlich des Alpenhauptkamm.

Abendessen im Good Night Inn. Und ganz nebenbei ist der Lötschberg Basistunnel mit seiner Schnellfahrweiche für 160km/h mit 12 Antrieben (9 für die Zunge, 2 am Herzstück und ein Herzstück Niederhalter) zur Überleitung am Fensterstollen Steg auch auf den neuen 10,- CHF Scheinen verewigt.

So, morgen get es durch das Goms und über den Oberalppass nach Ap Grüm

debx-CH 2019 altes und neues

Heute beginnt die debx Exkursion. Basel erwacht langsam…

Und der Tag lässt sich mit einem schönen Sonnenaufgang schon mal gut an.

Auch der NightJet der ÖBB mit dem nicht wenige der Teilnehmer aus Deutschland anreisen ist auf die Minute pünktlich.

Aber auf dem Weg zur Hauenstein Bergstrecke fängt sich die S-Bahn kurz nach Basel SBB gut 8 min Verspätung ein und der Anschluss in Sissach ist weg. Der Zug wird zwar noch gesehen aber die Gruppe fährt einfach mit der S-Bahn via Basislinie nach Olten weiter und auf den Fussweg zur SBB Betriebszentrale Mitte beim Bahnhof.

Die Öffnungszeiten am Eingang beziehen sich definitv nicht auf die Zugverkehrsleiter (zu deutsch die Fahrdienstleiter) sind 24 / 7 da und halten den Bahnbetrieb am laufen.

Nach ein wenig Videos und allgemeinen Infos ging es auf die Runde durchs Gebäude welcher im Erdgeschoss bei den Notstromaggregaten beginnt. Zwei Aggregate sichern den Betrieb falls beide Ortsnetze ausfallen und einer der beiden Aggregate sichert den Betrieb der BZ, inkl. der Kaffeemaschine, und falls auch das Reseveraggregat nicht will gibt es noch zwei weitere welche gut drei Tage die Anlage, mit Einschränkungen, autark betreiben können.

Die Rechner usw. befinden sich alle unter dem Bedienraun womit auch weniger Lärm und Abwärme im Bedienraum erzeugt wird. Mit der Abwärme der techn. Anlagen wird das Gebäude beheizt und überschüssige Wärme wird in die Aare abgeleitet welche hierzu teilweise unter dem Gebäude verläuft.

Am Schulungsarbeitsplatz kann auch das Zeit-Wege-Liniendiagram vom verpassten Anschluss ansehen. Mehr wie vier Minuten darf dieser nicht warten da dies sonst den Umlauf auf der Bergstrecke nachhaltig gefährdet.

Nach der interessanten Besichtigung hat es noch etwas Zeit in Olten bevor es mit dem ICE nach Bern und der S-Bahn nach Kerzers geht.

Als nächster Punkt steht das Umformerwerk in Kerzers an.

Unser Führer durch Werk kannte vermutlich kein Bauteil zu dem er nicht eine interessante Geschichte erzählen konnte. Es war schon faszinierend was alles dazugehört um zwei Umformer und Schaltstellen am Laufen zu halten.

Feel the Power.
Erstaunlich wie relativ ruhig der hintere und Betriebsführende Umformer läuft welcher aus dem 50 Hz Drehstrom 17,7 Hz zweiphasigen Wechselstrom für die SBB herstellt.
Aber in den Etagen unter den Umformern wurde es doch etwas lauter und windiger.

Da es so viel zu zeigen gibt wird die Führung gut 30min überzogen, was wohl öfter vorkommt, wurde unser Führer bereits kurz nach der ursprünglichen Zeit fürs Museumsstellwerk von den dortigen Kollegen angerufen (nicht ich als Primärkontakt 🤗) und das weitere Vorgehen abgeklärt. Man kennt sich halt. Aber erst mal müssen noch die Trafos und Kühlanlagen gezeigt werden. Das fahrbare Unterwerk ging in der Fülle der Infos und Anekdoten fast unter.

Und dann wird endlich das Museumsstellwerk erreicht welches nicht nur aus dem markanten Stellwerksgebäude besteht, nein es existiert im Empfangsgebäude auch noch das Befehlsstellwerk Bauart Bruchsal welches mittels Drahtzugleitungen mit dem Stellwerk auf der anderen Seite, hinter Gleis 3 verbunden ist.

Wir bekommen das Vorgehen der bis 2005 und in Spitzenzeiten über 200 Zugfahrten pro Tag sichernden Anlage en Detail erläutert. Die Herren sind mit sehr grossem Elan bei der Sache und würde unser Zug nicht um 17 Uhr fahren, ich glaube die Gruppe hätte noch Stunden an der sich in hervorragend Zustand präsentierenden Anlage verbringen können.

Dass die Gleisfreimeldung des neuen ESTW für die Freimeldung und Aktivierung der Hebelsperren der Weichen abgegriffen werden ist dabei nur eines der vielen Highlights der Besichtigung.

Pünktlich geht es wieder zurück nach Bern und mit dem IC durchs Lötschberg Basistunnel nach Brig.

Hat eigentlich noch jemand eine richtige Kamera dabei? Ja, aber zumeist kommt das Smartphone zum Einsatz. Ich glaube das wird das Titelbild des nächsten debx Kalender 🤣

Und hier ist auch für die Gruppe reserviert.

Einchecken im Good Night Inn in Brig und Abendessen bei interessanten Gesprächen.

So… morgen geht’s in den Basistunnel.

Holprige Heimfahrt

Das war der Plan:

1) IC 815
-> Romanshorn
Ab 09:49 Brig, Gleis 6
An 11:58 Zürich HB, Gleis 34

2) IC 188
-> Stuttgart Hbf
Ab 12:35 Zürich HB, Gleis 7
An 15:36 Stuttgart Hbf, Gleis 5

3) IC 2292
-> Frankfurt(Main)Hbf
Ab 16:04 Stuttgart Hbf, Gleis 6
An 17:22 Darmstadt Hbf, Gleis 5

4) RB 75
-> Aschaffenburg Hbf
Ab 17:32 Darmstadt Hbf, Gleis 8
An 17:35 Darmstadt Nord, Gleis 3

5) VIA RB82
-> Erbach(Odenw)
Ab 17:44 Darmstadt Nord, Gleis 4
An 18:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Wobei ab Darmstadt eigentlich schon das Rad vorgesehen war.

Und dann…

Jeah!
IC 288 Zürich- Stuttgart an mit gut +15 (bis Singen absolut pünktlich).

Der Anschluss IC 2188 um 16:04 nach Darmstadt zählt von +10 auf +45 hoch und fällt dann aus. Na toll.
Aber es gibt die Alternative mit dem nach Saarbrücken, um wenigstens nach Mannheim zu kommen. Aber dem fehlt zur Abfahrtzeit die Lok und die Durchsage im Zig prognostiziert eine Abfahrtverspätung ist ca. 20 – 40min. Letztendlich ist er wohl auch ausgefallen

Ein ebenfalls das Rad mitfürender bringt die Idee auf den ICE 572 (ICE4 mit Radtransport) Richtung Hamburg zu nutzen und oh Wunder es sind von den 8 Radstellplätzen genau zwei nicht reserviert. Der ICE verlässt Stuttgart mit etwas über +10 und hält als Umleiter über die Bergstraße vsl. in Heidelberg Hbf, mit Ausfall von Mannheim und Ffm Flughafen.

In Heidelberg wird Gleis 5 angefahren die RB68 (Plan ab 18:21) ist mit +10 auf Gleis 3 angekündigt. Also entspannter Umstieg. But Carma is a bitch.

Dann mit + 20 angekündigt und auf Gleis 5 verlegt. Danke, nochmal das Rad die Treppe hochtragen.

Letztendlich ging es, da diverse ECE und ICE vorgelassen wurden mit gut +30 in Heidelberg los und in Heppenheim wurde die RB 68 von 3x ICE, 2x EC und 1x S-Bahn überholt.

Damit könnte man den 20:37 in den Odenwald locker erreichen.

Aber ich habe keinen Bock mehr auf Treppen und steige daher in Eberstadt aus. Mitlerweile ist es 20:11 und damit hier schon über 2h nach der Planankunft zu Hause.

Via Mühltal ging es per Rad nach Hause.
Inkl. Einkauf im REWE in FORA an Haustüre 21:18.
Der Vias hatte übrigens auch Verspätung und war erst für 21:44 in Reinheim prognostiziert.

Aber eigentlich gibt es nur zweierlei ärgerliches am Tag. Pöbelnde Kunden die das Zug- und Servicepersonal absolut unwürdig anpöbeln und dass mir beim Umstieg in Heidelberg die Dose Walliser Bier beschädigt wurde so dass ich es wegschütten (3/4 waren in die Vortasche ausgelaufen) musste.

Seufz…

Aber was soll’s 99% meiner Fahrten sind unspektakulär und bei über 2h Verspätung gibt es trotz Sparpreis CH auch vdl. noch eine Erstattung.

Abet darum kümmer ich mich am Dienstag. Jetzt erst mal erholen.