A revair Engiadina..

… wie es im hiesigen Rhätoromanischen, der vierten Amtssprache der Schweiz und im Engadin noch recht verbreitet, tönen würde trifft es ganz gut.

„Auf Wiedersehen Engadin“

Nach einem gutem Frühstück mit regionalen Wurst und Käsesorten ging es los und heute mal nicht bergauf sondern erst mal runter ins Tal an den Inn.

Vor der Pension wird derweil ein Stand mit Feuerwerkskörpern für den Nationalfeiertag am 1. August aufgebaut. Leicht amüsiert war ich über die Aussage an der Rezeption „Man hätte halt leider viel Verkehr vor dem Haus“. Ähm ja,… alle 15 bus 30min ein Bus und dazwischen ab und an ein Auto, ja das ist wie Übernachten am Frankfurter Kreuz 🤣

Nach der Getränkeversorgung im Volg Laden schräg gegenüber der Pension ging es also abwärts und was muss ich entdecken,  neben der von von Reichbürgern und andren Aluhuttrögern propagierten BRD GmbH gibt hier sogar den Sitz für das helvetische Pendant, die „Schweizer AG“ 🤣

Und mit dem Niveau sinkt auch die Strasse immer weiter hinab ins Tal des Inn…

… bis hinunter zum unterhalb von Crusch liegenden Campingplatz.

Dort beginnt auch der Skulpturenweg der im Gegensatz zu anderen derartigen Wegen nicht alle Kilometer sondern alle paar Meter diverse Kunstwerke präsentiert.

Aber irgendwann zweigt der Weg vom Skulpturenweg ab und  es zählt wieder nur die Schönheit der Landschaft.

Aber mit einfach untem im Tal radeln ist auch nicht viel drin, immer wieder verlässt der Radweg den Talboden, wobei der Höhenunterschied nicht annähernd so stark ist wie auf der gestrigen Etappe.

Bei Raschvella sorgt die über den Weg verrieselnde Bewässerung für kurze aber heftige Abkühlung.

Und schon bald wird mit Martina das letzte Schweizer Ort am Inn erreicht. Hier hat die Engadiner Brauerei ihren Sitz, direkt zwischen Kirche und Zollgrenzstation 😎

Ohne Passkontrolle geht es weiter, die Zöllner interessieren sich primär für einreisende.

Ab Martina geht es erst mal auf der Hauptstraße weiter, es besteht kein paralleler Weg oder zumindest Seitenstreifen. Einersets ist die Straße zumeist recht breit ausgebaut aber auch das Tal recht schmal. Der relativ geringe Verkehr macht das Fahren erträglich.

Kurz hinter dem Abzweig nach Samnaun fahre ich den Feldweg hinunter zur historischen Grenzstation Altfinstermünz.

Kurz vor dieser wechselt die Grenze zwischen Schweiz und Österreich von der Mitte des Inns an den linken Hang so dass der Feldweg ab hier österreichisch ist. Naja, heute ist es ein Feldweg. Früher und insbesondere vor dem Bau der direkten Strasse von Pfunds nach Nauders bzw. von Pfunds über Martina nach Nauders war hier der Hauptweg der Strasse zum Reschenpass.

Aber jetzt gibts mit Plaumenkuchen erst mal eine kleine Stärkung.

Und ab hier geht es auch wieder abseits oder zumindest neben der Hauptstraße weiter.

Noch schnell einen Schweizer Postbus abgelichtet und schon ist die Kajetansbrücke welche die heutige Straße zum Reschenpass über den Inn führt erreicht.

Kurz hinter dem Campingplatz geht der Radweg dann über eine neu errichtete Brücke. An dieser Stelle hätte auch eine der Varianten der nie realisierten Bahnstrecke über den Reschenpass ihren Anstieg nach Nauders begonnen.

Und von nun an geht es recht entspannt dem Inn entlang in Richtung Landeck. Aber ein recht strammer Wind weht das Tal herauf und so ist selbst bergab Treten angesagt.

Schon interessant was so alles in Österreich nicht auf due Schnellstraße darf. Insbesondere kein Viehtrieb 🤣

Und immer weiter bergab wo nicht nur das Tal…

… sondern auch der Radweg schmaler wird. Aber nicht lange. Zumindest der Radweg wird wieder breiter.

Kurz vor Landeck ist zwischen dem Ungehungstunnel und Ortseingang die auf der rechten Talseite gelegene Strasse wegen umfangreicher Arbeuten zur Hangsanierung gesperrt. Der kleine Feldweg dient daher als Ersatzverbindung für die Anwohner. Die talwärtige Einfahrt ist daher nur von x:40 bis x:45 gestattet was auch auf halber Strecke durch die Polizei kontrolliert wird. Was für ein Glück bin ich um x:25 angekommen so dass die Wartezeit eher mininal ist.

Bei der Durchfahrt wird auf der anderen Talseite ein Tunnel entdeckt. Dies ist einer der wenigen realisierten Objekte der Reschenbahn und ist ungenutzt, zugemauert und unter Denkmalschutz.

Na? Hat einer gehofft einen ganzen Tagesbericht ohne Bahnfotos zu lesen. Leider verloren. Ein Abstecher zum Bahnhof Landeck-Zams muss natürlich auch sein.

Aber nun rüber nach Zams und rein in den letzten steilen Anstieg nach Anreit und Rifenal.

Bevor es erst nochmal leicht runter und dann final zum Gasthof Kronburg, welcher sich in einer noch teils genutzten Klosteranlage befindet, hoch geht. Zum Glück muss ich nicht hoch bis zur ehm. Burg.

Abendessen mit Tiroler Geröstel, Apfeklstrudel (bei dem die Hauswespe die Brombeere bevorzugte) und einem Bierlikör der hiesigen Brauerei.

Nich ein Blick in die benachbarte Kirche und ins Tal und der Tag geht zur Neige.

Achja, fast vergessen… hier der Link zur Aufzeichnung bei Komoot.

Nächster Halt: Bregenzer Wald

Oha! Was ist das? Keine Sonne und dicke Wolken? Was ganz was neues 😁

Zu gut Deutsch… heute keine diese Hitze.

So ging es erst mal über die Grenze (mit Kontrolle) nach Nauders wo an der Bergbahn der Bus nach Martina die Fahrgäste an der Strasse entlässt und der Anschlussbus weiter oben auf dem Parkplatz vor dem Eingang der Seilbahn abfährt. Dort hängt zudem ein LED-Anzeiger mit den nächsten Abfahrten während unten an der Strasse am Haltestellenschlid nicht mal ein Aushangfahrplan vorhanden ist.

Die DB Auskunft empfiehlt (mangels Daten dieser Station) den Umstieg in Nauders Mühle, die der ÖBB die Bergbahnstation. Im Prinzip egal, wenn man den Abfahrtsort kennt.

Für 9,20€ geht es sodann nach Landeck und in anbetracht der diversen recht ansehnlichen Stufen im Gelände die hinab überwunden werden mussten hätte bei einer realisierten Reschenbahn diese mehrfach sehr aufwändige Trassierungen benötigt.

Vor Landeck und durch Landeck hindurch ist übelster Stau und so wird Landeck mit +10 erreicht aber der Übergang zum RailJet reicht locker aus um auch noch einen Kaffee aufzunehmen.

Flott und zügig geht es mit der Arlbergbahn in Richtung Westen.

Die Wolkendecke hängt auch auf der Westseite des Arlbergtunnels niedrig, im Rheintal grüsst der Hohe Kasten aus dem Appenzeller Land herüber und Dornbirn wird mit einer Verfrühung von 5min erreicht.

Das Notfallauto der ÖBB wird nicht benutzt sondetn ab dem recht modernen Busbahnhof der Bus der Linie 40 nach Bezau welcher wegfn Baustelle umgeleitet wird und dabei intetessante Einblicke ins Tal in dem früher die Bahn fuhr gibt. Nur ist sowas vom Bus aus kaum fotografierbar. Der ehm. Bf. von Andelsbuch wird auch passiert.

Und schon bald ist Bezau mit seiner markanten Kirche erreicht.

Markant sind auch die Kennzeichnungen der Haltestellen der Fahrradbuslinien.

Dann noch mal am Bahnhof vorbei.

Derzeit läuft ein Musikprogramm, u. a. mit Konzerten in der Remise und um 19 Uhr sollte eine DJ Fahrt stattfinden. Da die Diesellok aber bis kurz nach 19 Uhr, der laut Website die Abfahrtzeit, keine Anstalten machte sich überhaupt vor den Zug zu setzen brach ich die Fotopirsch, zuvor beim Warten von alternativ Jazz beschallt *örks*, ab und ging zum Essen.

Vermutlich hat man die Lok erst angelassen als die Jazzer fertig waren. Für meibe Ohren wäre der Dieselsound aber angenehmer gewesen wie der Katzenjamner.

Feines Essen und dann etwas den Berg hoch zu Christoph der mit Familie ebenfalls hier ist. Das nächste debx Urgestein und sozusagen nach den Treffen mit Reinhard in Fiesch das zweite mini. debx.

So, am Samstag ist die Museumsbahn dran.