Wasser Wasser Wasser

Der heutige Tag Stand im Zeichen des Wassers.  Aber zum Glück nicht von Oben.
Das Wetter war nicht mehr so toll wie gesern,  aber am Gullfoss Wasserfall hatte es sogar vorübergehend Sonne.
Aber alles schön der Reihe nach.
Heute Morgen ging es zunächst aus Reykjavik raus in östliche Richtung nach Þingvellir. Neun. Der Monitor ist nicht defekt.  Das schreibt sichiso  🙂

 An dieser Stelle tagte erstmals 930 n. Chr. das islndischen Parlament. Natürlich nicht wie heute bis zu täglich sondern ein mal im Jahr. Da die Parlamentssitzungen, im Gegensatz zu den schon Jahrhunderte früher tagenden Griechischen Parlament(en), bis heute ohne Unterbrechung durchgeführt wurden kann Island für sich in Anspruch nehmen das älteste Parlament der Welt zu besitzen. Þingvellir gibt auch dem dortigen Nationalpark seinen Namrn und liegt am Nordufer des Sees Þingvallavatn, dem größten Binnensee Islands.

Auch aus geologischer Sicht ist Þingvellir interessant. Der dortige See bzw. das Tal allgemein befindet sich mitten in der Driftzone der Amerikanischen und der Eurasischen Kontinentalplatten. Dadurch wird das Tal immer breiter und tiefer. Besonders auf der Eurasischen Talseite sind die durch die Spalten und Rissbildung erzeugten „Treppen“ im Hang sehr gut erkennbar.
Nach so viel Kultur und Wissenschaft ging es weiter zum Gullfoss Wasserfall.
Hier stürzt der Fluss Hvítá in zwei Stufen zunächst 11m und anschließend 21m in die Tiefe. Während die erste Stufe zwar imposant breit aber fast einer überhohen Stromschnelle gleicht stürzt das Wasser in der zweiten Stufe spektakulär in eine schmale Schlucht.
Nach diesem  stellenweise feuchten Vergnügen ging es zum weltweiten Namensgeber der „überdimensionierten natürlichen Wasserkocher“, dem Stóri Geysir (grosser Geysir). Dieser ist zwar einer der ältesten bekannten Geysire aber ein recht fauler Geselle und auch heute hatte er keine Lust zu sprudeln.
Das überlässt er lieber seinem benachbarten Kollegen, dem Strokkur (zu deutsch Butterfass). Beide liegen in einer kleinen Fläche im Heißwassertal Haukadalur. Der Strokkur bricht alle paar Minuten aus, was das Fotografieren „relativ“ einfach macht.
Nach den Geysiren wurde noch ein weiterer Wasserfall, der Vatnsleysufoss, besucht in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sich eine runde Anlage befindet die fast an eine verkappte Stierkampfarena ohne Tribüne erinnern könnte. Aber hier werden zum Ende des Sommers die von den Wiesen zusammengetriebenen Schafe wieder auf die entsprechenden Bauernhöfe auseinandersortiert.
Zur Übernachtung geht es weiter in den Süden nach Hvolsvelli (hier passt die Speisekarte auf das Ortsinfoschild), in Sichtweite der auf 10 bis 30km Entfernung vor der Küste liegenden Vestmannaeyjabæjar Inseln (Westman Islands) und in der andernen Richtung landeinwärts liegenden Berge  (wie es sich hier gehört Vulkane) wie u. a. Katlar und Eyjafjallajökull. Bei letzterem sei an 2010 erinner, als dieser (wobei Isländer ihre Vulkane gerne Weiblich benennen) den fluglärmgeplagten Anwohnern z. B. des
Frankfurter Flughafens, Ruhetage verschafft hatte. Unter anderem die Isländer fanden es weniger erholsam.
Achja. Auch der Bus Marke Mercedes mit Islandanpassung sei gezeigt.  Die ggü. den in D üblichen Modellen nicht unwesentlich erhöhte Bodenfreiheit und Stoßdämpferwege dürften auf der weiteren Route noch ihre Berechtigung stärker beweisen können. Trotzdem wäre ein Zug bequemer 🙂
So, genug geschrieben. Bilder sagen mehr wie tausend Worte.

Island duck dich!

Ich komme…

Aber wie so oft stehen vor dem Vergnügen die Mühen.
So gilt es erst einmal zum Flughafen zu kommen. Dues geschah konform mit dem Blogtitel mit der Vias nach Ffm Hbf (an 10:35, die Karre als Einteiler geführt war gesteckt voll) und dann mit der S8 „Retro Linie“ im 420er zum Flughafen. Dann galt es die „ganzen Freuden der heutigen Luftfahrt“ mit Anstehen am Check In,  Securityshow (ich kam zum ersten mal ohne *Biiiiiep*durch die Schleuse) und Boarding-Rumgegammel zu durchleiden.
Der Flug war unspektakulär (Ffm / FRA ab mit +30 und niemand murrt) und nach gut 3:15h wird der Flughafen Keflavík etwas südwestlich von Reykjavik erreicht.

Das Wetter ist top, soll aber due nächsten Tage leider nicht so bleiben. Mal schauen, das hiesige Wetter doll Berichten nach ohnehin unberechenbar sein. 

Nach dem Zusammensammeln der Reisegruppe zum Bus geht es durch die allgegenwärtigen Lavafelder zur „Blue Lagoon“. Diese ist eigentlich ein Abfallprodukt des dortigen Geothermiekraftwerk. Man könnte hier im „saaschwarmen“ Wasser gerne länger verweilen aber das Abendessen und Hotel ruft. Si bleibt es bei 1h Schnelldurchgang in der Brühe.

Immerhin wirkt der Vorteil der Zeitverschiebung.  Island ist minus 2h gegenüber der MESZ.
Oh da fällt mir ein dass ich die Kamera noch nicht umgestellt habe…

Nach dem Badevergnügen geht es an der Küste entlang zum Abendessen mit kurzem Abstecher zum Sitz des Präsidenten (geradezu Schweizer Zustände) und weiter zum Hotel.

Reykjavik ist eine quirlige Stadt. Um kurz nach 22Uhr ist auf der Haupteinkaufs- und Kneipenstrasse „Betrieb wie in Frankfurt uff de Zeil im Sommerschlussverkauf“  🙂
Aber es ist auch interessant über was es hier alles Museen gibt. 😉

Achja. Von wegen keine „Eisenbahn“ auf der Insel. Eine DB ScHenker Dependance wurde schon gesichtet.Fehlen nur noch die Bahnstrecken  😀