Schnee zum Abschied

Und dann kam, kaum waren alle Klamotten wieder trocken, der Winter zurück.

Also war früh aufstehen angesagt um die Fotostandorte bei Boltigen nochmal zu versuchen.

Und nach dem Frühstück lies sich sogar etwas Blau am Himmel entdecken.

Also hieß es Abschied nehmen von Lenk wieder mit dem 8:37 ging es zunächst nach Zweisimmen. Zeitweise schneite es auch wieder recht kräftig aber auch ab und an kam wieder etwas blauer Himmel durch.

Und dann in Zweisimmen rüber zum Löschberger nach Boltigen. Es gibt definitiv wesentlich unangenehmere Fahrzeuge. Aber an die „Kuschelsitze“ der EW III kommt er trotz Nutzung der TGV Bestuhlung nicht an.

Wieder steht der selbst am Sontag stündlich zum Jaunpass fahrende tpf-Bus mit Schneeketten vor dem Bahnhof. Somit kommt man von Boltigen öfter über den Jaunpass oder nach Weissenbach oder andre Orte zwischen Boltigen und Zweisimmen.

Nadenn, dann mal auf dem wegen den Bauarbeiten am Bahnhof umgeleiteten offiziellen Wanderweg rüber zum Damm der Simme.

Ich bin nicht alleine, ein Ostschweizer Bahnfahn versucht sich auch am letzten Sonntag mit Regeleinsatz der EW III mit der Motivumsetzung bei Boltigen.

Die Sonne kommt zwar (noch) nicht bis ins Tal, was aber wenigstens auch das Thema „dunkle Fahrzeugfront“ obsolet macht.

Pünktlich kommt dann wie gestern erst der RE nach Spiez als EW III Komposition und kurz darauf der R/RE aus Bern nach Zweisimmen als Doppeltraktion Löschberger.

Danach wie gestern, bei offensichtlich besseren Wetter, Umsetzen zum ehm. Hp von Reidenbach wobei auch Luftunterstützung genutzt wurde, was aber wegen der Nähe zur Bahnlinie einerseits und einer Überlandleitung andererseits nur einen schmalen Flugkorridor möglich machte.

Kurz nach 10 kam dann erst der R/RE aus Zweisimmen zurück und nach der Kreuzung in Boltigen der RE mit der EW III Komposition aus Interlaken Ost nach Zweisimmen.

Adieu schöner Zug mit den bequemen Sitzen und etwas „Star Trek Charme“ mit den „Schscht-Schscht Türen“ aber alles hat mal ein Ende. Letzterer planmäßiger Einsatz ist dann vsl. am nächsten Samstag 11.12.2021  der RE 4080 um 17:39 ab Zweisimmen nach Interlaken Ost bzw. RE 4081 ab Interlaken Ost um 17:08 sein. Ab 12.12. verkehren dann Lötschberger oder bei der BLS „Mika“ genannte Stadler Flirt 4 in deren Leistung.

Ich verzichten darauf den EW III um 11:49 als Abschiedsfahrt zu nutzen und fahre mit dem 11:11 bis Spiez.

Der R/RE fährt zwar bis Bern aber ich will noch ein schnelles Foto über den Thuner See machen und schaffe inkl. einem Foto vom „BLS-NPZ“ welche auch von den Mika abgelöst werden trotzdem noch den kurz danach fahrenden IC der Linie 61 nach Bern und Basel SBB was einen sehr entspannten Umstieg in Basel erwarten lässt. Das Wetter und Panorama ist eigentlich viel zu schade zur Heimfahrt…

Entlang des Thuner See geht es unter Zuführung des gewohnt guten und teuren SBB Kaffee nach Bern…

… und nach Richtungswechsel über Olten nach Basel. So leer war der zug natürlich nicht. Das Foto ist vom Ausstieg in Basel.

Ich bin immer wieder begeistert von der pragmatischen Anwendung der „verengtes Lichtraumprofil Besen“ in der Schweiz.

Ich glaube an das neue IC 2000 Design werde ich mich nie gewöhnen, aber das dachte ich auch von der DB ozeanblau/beige Lackvariante. 😉

Und was ist der ICE 279? Ein „toller ICE4“, dazu noch mit Originalbestuhlung. Immerhin erwische ich einen echten Fensterplatz und den einzigen Platz mit defekter Reservationsanzeige, aber nebenan ist auch frei und so geht es zügig das Rheintal hinunter. Nur hinter dem Katzenbergtunnel war eine längere Zwangspause eingelegt was dem Zug +8 wegen Bauarbeiten bescherte.

Aber bereits in Mannheim war die Ankunft sogar bei Minus 1 Minuten und trotz fast nur 160 auf der Riedbahn wurde Frankfurt Hbf pünktlich erreicht.

Irgendwo sammelte dann der Vias RB82 ein klein wenig Verspätung und so wurde Reinheim mit im Grunde nicht der Rede werten zwei Minuten Verspätung erreicht wo das ehemalige Stellwerk in weihnachtlichen Glanz erstrahlt.

Achja, die Kontrolle der mit heute verschärfte Einreiseregulierung mit vorheriger elektronischer Anmeldung, da die Schweiz als Hochrisikogebiet klassifiziert wurde, wird durch das Zugpersonal durchgeführt. Den gemischten CH Grenzwachtkorps / D Zoll Trupp interessierte es nicht.

So, das war es vsl. an Bahnausflügen für 2021.

Mal sehen ob es doch noch was im Februar 2022 mit Winterurlaub wird…

I’m singing in the Rain…

aber ob es das Wetter besser macht? 🙈

Der Wetterbericht behielt leider Recht und so verwandelte der nach Mitternacht einsetzende Regen den Schnee in Schneematsch uns setzte ihm in tieferen Lagen gar ein Ende.

Die Regionalzüge zwischen Lenk und Zweisimmen werden von den Triebwagen Be 4/4 abgedeckt. Diese ursprünglich mit einem Führerstand ausgerüsteten hochflurigen Triebwagen von 1976-79 wurden 2004-09 ungebaut und verkehren nun ohne Führerstand zwischen zwei mit Niederflureinstieg versehenen Steuerwagen. Ihr Alter merkt man nur beim Beschleunigen, denn statt dem heute eher üblichen Elektronikgejaule hört man noch eine klassische Stufenschaltung und Gleichstrommotoren bei der Arbeit.

Es regnet immernoch, aber das ficht den Zug nicht an und er erreicht pünktlich Zweisimmen. Am benachbarten Gleis 7 parkt einer der alten zweiachsigen MOB Güterwagen vor der Umspuranlage.

Mit dem Regionalzug geht es nun nach Boltigen wo am noch im Umbau befindlichen Bahnhofsvorplatz ein Bus der tpf zum Jaunpass wartet dessen Fahrer gerade mit dem Anlegen von Schneeketten beschäftigt ist.

Der Bahnhof wurde und wird grundlegend umgebaut um z. B. barrierefrei zu sein und um gleichzeitige Einfahrten zu ermöglichen.

Über den Bahnübergang und die quietschnasse Wiese geht es im Regen rüber zum Damm der bei Hochwasser die Simme zähmen soll.

Und dann kommt auch schon bald der RE 9:39 ab Zweisimmen nach Interlaken Ost welcher wie erhofft (noch bis Fahrplanwechsel) aus einer EW III Garnitur besteht.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/BLS_RABe_535Dieser kreuzt in Boltigen mit dem RE/R aus Bern nach Zweisimmen der aus einer Doppeleinheit Lötschberger besteht.

Ein klein wenig Talaufwärts auf Höhe des ehm. und schon länger zurückgebauten Haltepunkts von Reidenbach fährt dann der RE aus Interlaken Ost in die „Fotofalle“ was mit einem nicht abgeernteten Johannisbeerstrauch einen netten Nachschuss ergibt.

Nach einem weiteren Lötschberger geht es weiter Talaufwärts nach Weissenbach.

In Weissenbach quert eine schöne grdeckte Holzbrücke die Simme. Mit „integriertem Bahnübergang“ unmittelbar am linken Ufer.

Das Parkverbot von 1948 mit den drakonischen Strafen von 1 bis 40 CHF wollte ich nicht riskieren. 😂

Weiter das Tal hinauf und vorbei am grossen Feuerwehrhaus von Weissenbach und einem Weihnachtsmann am Bauernhaus geht es im mal mehr und mal weniger starken Regen. Die Hose ist schon durchnässt und die Jacke muckt bei Temperaturen um 2 bis 4 Grad Plus auch langsam.

Zwischen Zweisimmen und Boltigen halten die Züge in Weissenbach und Grubenwald nur noch nach 21 Uhr wobei das Ersatzangebot per Bus auch nicht gerade prickelnd ist wie der Fahrplan in Garstatt zeigt. Sonntags gar ganz ohne Bedienung, sowas hätte ich in CH nicht erwartet.

Oberhalb Garstatt bietet sich dann der Viadukt als Fotomotiv für die nächsten EW III RE an welche im 2h Takt verkehren und dann geht es über den kleinen Bergrücken weiter Talaufwärts.

Dann geht es wieder runter zum Talboden und zum nur noch spätabends bedienten Haltepunkt Grubenwald der trotzdem über alles verfügt was dazugehört. Es fehlt nur noch ein Fahrkartenautomat 😉

Und schon kommt ein einzelner Lötschberger vorbei.

Wer meint die Brücke im dritten Bild wäre die Hauptstraße durch das Simmental der irrt. Diese führt nur und ausschließlich zur dortigen Kläranlage.

Und weiter geht’s der Simme entlang nach Zweisimmen. Langsam bin ich klatschnass…

Und dann ist nach gut 11km Zweisimmen erreicht.

Erstaunlich wie gering gesichert hier die Fahrräder am Bahnhof abgestellt sind. Teils nichtmal mit Speichernschloss geschweige denn fest angeschlossen (nur das hochwertige S-Pedelec) und wenn doch dann mit Schlössern wo der gwiefte Fahrraddieb eher in Gelächter ausbricht.

Ich habe genugvom Regen, vielleicht schneit es ja weiter oben und so entere ich den zuschlagsfreien Panorama Express um 14:02 nach Montreux um nach Gstaad zu fahren.

Aber auf Grund der Schneedecke und „nur“ Schneeregen steige ich schon in Schönried als.

Hier lassen sich der Panorama Express nach Zweisimmen und der Regio nach Gstaad ablichten.

Zeit für einen Kaffee.

Schönried verfügt noch über ein älteres Stellwerk das früher Standard bei vielen Schmalspurbahnen war. Kurios nimmt es sich an dass alle Signale dunkel werden sobald der Bahnhof leer ist und beide Streckengleise frei sind. Sobald in einem der Nachbarbahnhöfe die Ausfahrt gestellt wird gehen diese wieder an und ein roter Melder erscheint am Streckengleis. Wenn der Zug die Strecke besetzt erlischt auch der grüne „Strecke Frei“ Melder.

Der Zug aus Gstaad kommt pünktlich an und wird in Zweisimmen zum Zug nach Lenk. Trotzdem ist ein wenig Zeit um die Umspuranlage in Augenschein zu nehmen.

Ob der Wagen im Gleis 7 als Prellbock vor der Umspuranlage dient? Jedenfalls finden regelmässig Fahrten von Spiez her in das Gleis statt. Wohlgemerkt signalmässig.

Wer kommt eigentlich auf die Idee in einem Schmalspurbahntriebwagen die Sitze in 3 + 1 Anordnung zu montieren?!?

Und dann geht es schon weiter nach Lenk wo sogar noch eine Gepäck- und Frachtenwaage existiert. Achja, Mo – Fr ist die Fahrkartenausgabe noch besetzt.

Der Lokführer hat derweil per Schlüsselschalter die Ausfahrt angefordert und das Stellwerk tut seinen Job.

Lenk ist nicht als klassischer Kopfbahnhof ausgelegt, aber weiter ging es hier nie.

Der Schnee hat auch in Lenk heftig Federn gelassen.

Ich entledigen mich im Hotelzimmer erstmal der nassen Klamotten und lasse diese auf der Heizung trocknen.

Ich wärme mich auf und deweil wird es wieder Nacht.

Nochmal muss ich aber raus, denn ruft doch die Halbpension im benachbarten Hotel Zum Gade und als ich wieder im Hotelzimmer zurück bin fängt es heftig an zu schneien.

Hier wieder die Komoot Aufzeichnung bei der mir erst im Zug nach Schönried kurz vor Oeschseite eingefallen ist dass ich diese bus Schönried pausieren lassen wollte.

So, morgen geht’s heim mit dem vollen Corona Einreisebrimborium da ab Sonntag Null Uhr die Schweiz als Hochrisikogebiet gilt. Warum auch immer. Ich „freu mich“ schon. 😔

Ein Satz mit „X“…

… war wohl nix. Wobei so ganz nichts war der Tag trotzdem nicht.

Aber erst mal der Reihe nach.

Zunächst war frühes Aufstehen angesagt, wollte ich doch den morgendlichen Sandzug auf der Rückfahrt zur Grube bei Siselen erwischen.

Also 6:30 Frühstück und ab zum Bahnhof, aber etwas Zeit für Fotos am Peter-Merian-Steg blieb noch.

In Basel SBB wartete dann ein ICE4 als IC 333 der Linie IC 61 nach Interlaken Ost wartet der mich zunächst nach Olten brachte. Hinterher stellte sich heraus dass der Führerstand mit einer mir wohlbekannten Person besetzt war. Hinterher…

Ab Liestal und bis hinter Olten lag sogar etwas Schnee im Tal.

In Olten dann Wechsel in den leicht verspäteten ICN der mich bis Biel bringt. Eine Verspätung von 3 – 4min ist zu Hause eher als pünktlich anzusehen, hier in der Schweiz mit recht schlanken Anschlüssen musste ich mich in Biel doch etwas sputen um den Triebwagen der ASm im Untergeschoss noch zu erreichen. Aber es hat geklappt und reichte sogar noch für Fotos.

Den Bereich um den Haltepunkt von Lüscherz, das Ort liegt derweil ein paar Kilometer entfernt am See, hatte ich als Fotostandort auf der Landkarte ausgemacht und er erscheint auch recht brauchbar.

Was aber nicht erscheint ist der Sandzug. 😔

Naja, nachdem auch die zweite Fahrt des Sandzug von der Grube bei Siselen zum Werk in Sutz nicht kam lief ich rüber nach Siselen.

Die zweite bzw. Ersatzgarnitur steht dort wohl schon länger abgestellt im Stumpfgleis. Die Schüttwagen wurden im Dampflokwerk Meiningen gebaut und dabei auch VEB Radlager verwendet. Die Wagen könnnen auf einer Seite entladen, aber die Konstruktion zeigt auch wieso die relativ kurzen Aufenthalts- und Wendezeiten zum Entladen von 20min möglich sind.

Die Garnituren sind fest gekuppelt und verkehren normalerweise mit je einem Triebwagen an beiden Enden.

In Siselen befindet sich neben Täuffelen das zweite Depot der ASm (ehm. BTI) aus dem auch gerade eine Einheit der GTW der ersten Generation, welche aber in den letzten Jahren grundlegende Revisionen erhielten, ausrückt.

Das rechte Gleis am Bü führt zur Sandgrube, die noch aktive Transportgarnitur steht bereus in diesem Gleis, ist aber abgerüstet.

Somit habe ich den Zug nicht verpasst sondern die beiden Vormittagspendel sind ausgefallen. Da zur Nachmittagsfahrt noch etwas Zeit ist gebe ich die Hoffnung weiter nicht auf.

Und so laufe ich nun auf der anderen Gleisseite zurück nach Lüscherz.

Der Berg Chasseral grüsst derweil in feinster Schneepracht aus der Ferne.

Ab Lüscherz verläuft die Bahn, abgesehen von einem Abschnitt zwischen Hagneck und Täuffelen bis Biel fast durchgehend parallel zur Strasse.

In Hagneck quert sie dabei den Hagneckkanal welcher einen Großteil des Wassers der Aare in den Bieler See leitet. Ein idealer Einsatzort für die Fotohornisse, wenngleich es sich leider etwas zuzieht.

Was soll ich sagen, auch der nachmittägliche Sandzug kam leider nicht und so konne uch ihn auch nicht im Einsatz fotografieren. 😩

Dafür noch ein paar GTW und die Depotlok in Täuffelen.

Noch ein Blick durch die Glasscheibe ins Stellwerk von Täuffelen von wo aus die ganze Strecke von Biel nach Ins gesteuert wird.

Und dann geht’s mit einem Zug früher wie geplant zurück nach Biel wo ein BLS Mutz zur Fahrt als IR nach Basel wartet. Der Mutz hat in der Wagenmitte ein kürzeren Fenster was zu einem Reihensitz mit extravaganter Beinfreiheit führt.

Einfahrt von Osten her in den Berner Hauptbahnhof mit dem immer wieder schönen Blick über die Aarebrücken in die Berge.

Der Zug durchfährt dabei die normalen Bahnsteige des Hauptbahnhofs und hält erst am Westende dieser am neuen Bahnsteig für Gleis 49 und 50. Damit es wenn hier Züge halten zu keinem Gedränge auf dem Bahnsteig Gleis 9 und 10 kommt, in deren Verlängerung 49 und 50 liegen, gibt es eine Passerelle welche über den Bahnsteig von Gleis 9 / 10 die Verbindung zum auf der Westseite der Bahnhofs“halle“ gelegenen, auch „Welle“ genannten, Überführung führt.

In der „heimeligen Bahnhofshalle“ des Berner Hauptbahnhof warte ich dann auf den IC nach Interlaken Ost der mich nach Spiez bringen wird. Kurz nach dem BLS Triebwagen im Nachbargleis fährt dort der aus einer IC2000 Garnitur gebildete IC nach Brig ein der meinem IC in wenigen Minuten Abstand folgen wird aber im Gegensatz zu diesem gesteckt voll ist. Vermutlich dürften es zumeist Pendler aus dem Wallis sein.

Ich erwische einen der wenigen EW IV Wagen mit teilweiser Reihenbestuhlung, den Hersteller gibt es schon lange nicht mehr aber den Standort gibt es als Werk von Stadler immernoch.

Und die Schneedecke wird immer dichter. Leider sagt der Wetterbericht für morgen Samstag Plusgrade und Regen voraus. Naja, erstmal abwarten.

In Spiez friert eine 147 (?) welche normalerweise mit dem Befördern der DB IC2 Garnituren betraut ist vor sich hin.

Nicht mit einem Lötschberger sondern dem BLS Adäquat des SBB NPZ geht es dann das Simmental hinauf nach Zweisimmen, währenddessen die Sonne langsam Feierabend macht.

In Zweisimmen wartet derweil eine EW III Garnitur als RE nach Interlaken Ost auf den Zug und Fahrgäste aus Lenk. Zum Fahrplanwechsel am 12.12.2021, also in gut einer Woche, scheiden diese aus dem aktiven Dienst aus.

Es ist kalt mit gut Minus 6 Grad und so freue ich mich nach dem Erkunden des für die zukünftige per Spurweitenwechsel verkehrenden Züge von Montreux bis Interlaken Ost grundlegend umgebauten Normslspurteil des Bahnhof als endlich der Zug aus und nach Lenk eintrifft.

Und dsnn ist pünktlich kurz vor 18 Uhr Lenk erreicht. Nach dem Zimmerbezug noch schnell ins Coop und dann ruft auch schon das Abendessen.

Achja Zimmerbezug. Gebucht habe ich im Krone „Budget“. Da das eigentliche Hotel Krone aber derzeit Ferien hat gibts den Schlüssel im Hotel „Sternen“, also direkt und „kontaktlos“ dort am Tisch der Rezeption zum Mitnehmen und das Abendessen als auch Frühstück gibt’s wiederum im Hotel „Zum Gade“. Lustige Konstruktion.

Die zugebuchte Halbpension die im Gade serviert wird kann sich sehen lassen.

So, dann bin ich mal gespannt was der morgige Tag an Wetter und Überraschungen bringt.

Vielleicht wird es doch nicht so regnerisch wie vorausgesagt. Die Wettervorhersage bei Kachelmannwetter tendiert mit fortschreitendem Abend immer mehr zu Schneeregen.

Hier auch noch der Link zu Komoot bei dem ich vergessen hatte in Täuffelen die Aufzeichnung zu stoppen. 🙈

Wetzikon, Dietikon, Omikron … ähm Basel meine ich

Bevor zu befürchten ist das wieder alles dicht gemacht wird und da es in den Alpen etwas geschneit hatte nutze ich die Chance auf ein verlängertes Wochenende.

Primärer Auslöser war aber dass die eigentlich noch bis 2024 erfolgenden Sandtransporte auf der schmalspurigen Bahnstrecke von Biel nach Ins zwischen der Sandgrube in Siselen und dem Werk in Sutz wegen Erschöpfung der Grube bereits zum Fahrplanwechsel 2021 eingestellt werden soll.

Somit ist morgen der vorletzte Freitag mit Güterverkehr. Eigentlich wollte ich die Bahn 2022 in die Radtour aufnehmen aber so gibt’s halt einen vorgezogen kurzfristigen Besuch, hoffentlich fahren die drei Zugpaare auch.

Danach geht’s nach Lenk im Simmental, ggf. für Fotos von den letzten Einsätzen der EW III Einheiten der BLS zwischen Interlaken und Zweisimmen.

Und so geht es nach einem etwas verkürzen Arbeitstag der mit den üblichen Höhen und Tiefen ausgestattet war um 15:37 mit dem ICE entspannt nach Karlsruhe.

Der eigentliche Anschluss mit dem ICE 109 um 17:00 hat gut 20min Verspätung und so ist der um 17:11 fahrende ICE 77 nach Zürich, auch wenn es ein ICE4 ist, die bessere wahl.

Zum ersten Mal sehe ich dessen „Ambilight“ Beleuchtung.

Pünktlich und ohne irgendwelche grossartigen Kobtrollen (der gemischte Zoll/Grenzwacht Trupp lief hinter Bad Bf nur strammen Fusses durch den Zug) erreicht der Zug Basel SBB.

Durch die Passage für Radfahrer- und Fussgänger durch das „Rostbalken“ genannte Gebäude der Post am Bahnhof SBB, welches in nächster Zeit abgebrochen werden soll, geht es zum Ibis Budget an der Brücke der Münchensteiner Strasse über das Gleisvorfeld beim ESTW von Basel SBB.

Und dann nach dem CheckIn zurück zum Hauptbahnhof ins Restaurant Steinbock bei einem sehr üppigen Vorspeisensalat und überbackenes Schnitzel auf Rösti zu für Schweizer Verhältnisse recht akzeptablen Preisen.

Noch schnell ein Reisebier im Coop geholt ubd dann ab ins Bett. Morgen gehts recht früh raus.

Gut dass die Zimmernummer eine 1a Eselsbrücke ist dass es ab 6:30 Frühstück gibt. 😂

Fichtelbergbahn im Herbst

Es deutet sich heute wieder 1a Wetter an und so entschließe ich mich noch einen Tag länger hierzubleiben und einen Ausflug hinauf nach Cranzahl zur Fichtelbergbahn zu machen.

Im Februar 2020 war ich das letzte mal an der Fichtelbergbahn und heute bot sich ein Kontrastprogramm „Herbst“ zu den seinerzeitigen Winterbildern an.

Also um 9:36 die RB80 geentert (DB RegioNetz Erzgebirgsbahn) und um 11:01 wurde Cranzahl erreicht.

Es ist sonnig aber recht kühl, aber das ficht mich nicht an und es wird gleich mal den Zug aus Oberwiesenthal abgefangen.

Und kaum ist er da steht der flotte Wechsel zum Ortsrand für die Rückleistung an.

Im besten Licht fährt der Zug schwer arbeitend das Tal hinauf.

Nach dem Dampfzug war der Zug nach Chemnitz auf dem Viadukt das nächste Ziel und wie bestellt fuhr prompt ein Auto ins Bild.

Ich verlassen erstmal den Bimmelbahnpfad und laufe am linken Talhang hinauf.

Der Weg führt aber nicht sonderlich weit auf dieser Seite und so wird wieder zum Bimmelbahnpfad gewechselt.

Schöne Ausblicke und Herbstlaub begleiten den Weg nach Unterneudorf.

Die Figur aus Waschanlagenbürsten lebt immernoch und im Gegenlicht kommt der Zug nach Cranzahl vorbei.

Weiter im Hintergrund grüsst der Fichtelberg im leichten Dunst.

Weiter Richtung Neudorf finden sich Standorte für den bergwärts fahrenden Zug um ca. 13:25 nach Oberwiesenthal und etwas weiter bergwärts eine Stelle für den nächsten nach Cranzahl der aber schon leicht aus dem Licht herausfährt.

Gibt’s in der Kirche von Neudorf auch ein Andreaskreuz? 🙈

Vorbei am Bahnhof geht’s nun zum südlichen Ortsrand.

In Neudorf an der Fichtelbergbahn findet man am begleitenden „Erlebnispfad Bimmelbahn“ diese Bahnübergangsanlage von 1940 die 2005 ersetzt und danach von einem Privatmann wieder in den Ursprungszustand versetzt wurde. Von „ich bin bereit“ zu „Strassenverkehr den Bü nicht befahren“ kann der geneigte Wanderer die VES Anlage (mit Pintsch Bauteilen) per am Schaltschrank angebrachten rustikalen Schalter bringen. Nach 3 Minuten geht der dann über den Grundsteller wieder in die Grundstellung zurück.

Und dann bahnt sich der Zug um 15:20 schwer arbeitend den Weg hinauf Richtung Vierenstrasse und Oberwiesenthal.

Eigentlich wollte ich mit dem 16:08 zurück nach Cranzahl und weiter nach Chemnitz fahren aber ein spätes Mittagessen (oder frühes Abendessen) in der „Gaststub‘ zur Bimmelbah‘“ erscheint zu verlockend.

Ganz so leer war es nicht, die anderen Gäste waren gerade auf dem Weg zum 16:08.

Salat, Bratkartoffeln mit Blutwurst und Ei und hinter „was gesundes“ mit Eis und Johannisbeermarmelade. Dazu ein süffiges dunkles Glückauf Bier aus Gersdorf.

Die Gaststätte ist detailreich mit allerlei Eisenbahnrequisiten ausgestattet. Bis hin zu Uniformen, Mützen und Vorschriften.

Und so ist sogar noch Zeit den um 16:56 nach Oberwiesenthal fahrenden Zug abzulichten und mit dem letzen Zug des Tages um 17:43 nach Cranzahl geht’s nun zurück Richtung Chemnitz.

Von der Plattform aus ist kurz vor und in Cranzahl wunderbar der Zug mit Abendrot ablichtbar.

Der 4min Übergang klappt problemlos. Nur eine handvoll Fahrgäste wechseln in den Desiro, die meisten wechseln zu ihrem Auto oder fahren wieder nach Oberwiesenthal zurück. Aber bis Chemnitz füllt sich der Zug doch noch ganz gut.

Um 19:20 wird auf die Minute pünktlich der aussen aufwendig ilumiminierte Hauptbahnhof erreicht. Auch der Kamin des Kraftwerks in Küchwald ist bunt beleuchtet.

Waren gestern alle Restaurants gut besetzt so ist heute am Sonntag eher tote Hose.

Aber gegessen habe ich ja schon und so kehre ich u. a. für den Reisebericht in der Hotelbar auf einen Mojito ein.

Hier noch der Link zur Aufzeichnung der Wanderung bei Komoot.

So, morgen geht’s aber definitiv heim. Die Nachtschichten warten.

Durchs Erzgebirge mit einem Einzelgänger

Der Tag beginnt mit einem strahlenden Sonnenaufgang der Marke „please don’t nuke Saxonia“ 😉

Der Nischel sonnt sich am kühlen Morgen und im Chemnitzer Hauptbahnhof wartet der Grund für die Fahrt nach Chemnitz. Der Triebwagen der Baureihe 670 und letzter betriebsfähige der kleinen nur 7 Fahrzeuge umfassenden Serie.

Dieser Startet zu einer Rundfahrt über Zschopau, Annaberg-Buchholz, Schlettau, Markersbach, Schwarzenberg nach Zwickau und von dort über die Hauptstrecke zurück nach Chemnitz.

Der erste längere Stop zur Zugkreuzung und für Fotos war dann in Zschopau wo auch der Führerstand der sich im Untergeschoss direkt neben dem Motor befindet besichtigt werden konnte.

Weiter geht’s durch malerische Tal der Zschopau nach Wolkenstein. Das Catering im Untergeschoss sorgt derweil für Getränke aller Art.

In Annaberg-Buchholz geht es herunter von der Zschopautalbahn und es wird auf die sogenannte „Erzgebirgische Aussichtsbahn“ gewechselt.

Diese Strecke besitzt seit 1997 keinen planmäßigen Personenverkehr mehr und auch im Güterverkehr ist sie eher ungenutzt.

Jedoch dient sie der Erzgebirgsbahn als Betreiber als selten genutzte Verbindung der im PV betrieben Strecken über Schwarzenberg bzw. Annaberg-Buchholz und seit neuestem wird sie unter dem Label „digitale Schiene“ bzw.  „Living Lab“ als „Spielwiese“ für Tests zum autonomen oder ferngesteuerten Fahren bzw. ETCS L3 genutzt. Eine interessante Vorstellung, besitzt diese dich eher nur uralte Stellwerkstechnik ubd zahlreiche noch per Hand zu bedienende bzw. nicht technisch gesicherte Bahnübergänge.

Nachdem in Walthersdorf diejenigen welche sich das dortige kleine Museum ansehen wollen herausgelassen wurden ging es weiter nach Schlettau zur „Pinkelpause“ (das Fahrzeug besitzt keine Toilette) wobei ich diese nicht nutze, dafür aber für Fotos ohne Publikum. Achja, gut dass es heute nicht sonderlich warm war. So stickig wie es mit der Zeit wurde möchte ich nicht wissen wie überfordert die Klimaanlage und Lüftung im Sommer ist.

Noch ein paar Fotos vom Stellwerk in Schlettau und danach geht es zurück nach Walthersdorf. Betrieblich gehört der dortige Haltepunkt mit seinem handbedienten Bahnübergang zum Bf. Schlettau. Bis 1997/1999 war er ein Bahnhof und es zeigte dort die ehm. Strecke nach Crottendorf ab.

40 Mann oder 6 Pferde. Man muss Prioritäten setzen 😎

Auch hier gelingen eher personenfreie Fotos vom Triebwagen.

Interessante Exponate gibt es im kleinen Museum zu sehen. Dazu zählt auch die eher unbeachtete stark abgefahrene Schiene unter den Ausstellungsfahrzeugen. Durch die engen Radien der hiesigen Strecken arbeiten sich diese stark ab. War diese zu stark abgenutzt wurden diese gedreht bzw. andernorts mit der noch intakten Fahrkante eingebaut.

So und jetzt geht’s wieder zurück nach Schlettau zu einer kleinen Stärkung am Grill und Getränken inkl. einem richtig guten Glühwein. Aber auch das dunkle Magisterbräu war sehr gut zu genießen.

Um 14 Uhr ging es dann gut gestärkt wieder weiter Richtung Markersbach inkl. Fotostopp zu dem just im richtigen Moment die Sonne herauskam.

Dann noch ein Stop auf dem Markersbacher Viadukt und weiter zum Bahnhof von Markersbach (Viadukt ganz klein im Hintergrund erkennbar).

In Schwarzenberg wird die Strecke von Zwickau nach Johanngeorgenstadt erreicht. Von den vier Bahnsteigkanten werden mit der Einstellung der Strecke nach Annaberg-Buchholz nur noch zwei für die stündlich stattfindenden Kreuzungen benötigt.

Mit dem mechanischen Signal im Gleisfeld des ehm. Bw Schwarzenberg ergibt sich ein interessanter Kontrast zum SIMIS-D ESTW der Strecke.

Rasch geht es hinunter nach Zwickau. Der Bahnhof von Zwickau ist als Keilbahnhof abgebildet und so muss vom Gleis 5 des Teils nach Johanngeorgenstadt nach Gleis 4 Richtung Glauchau umgesetzt werden.

Dort parkt auch ein Museunszug der Pressnitztalbahn.

Noch ein paar Bahnsteigfotos und dann konnte der Triebwagen auf der Hauptstrecke nach Chemnitz auch mal seine Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h ausfahren. Erstaunlicher weise verhielt er sich hier weniger rumpelig und unruhig wie auf den Strecken im Erzgebirge.

Und kurz vor 5 wird wieder Chemnitz erreicht und beim Ausstieg ergibt sich noch die Chance für Fotos im Innenraum.

Die MRB Richtung Hof fährt wegen Bauarbeiten Zeichen Chemnitz Hbf und Süd im Gegengleis und nach ein paar Fotos von alten Gebäuden auf dem Weg zum Hotel überrascht ein historischer Triebwagen der Strassenbahn von welcher aber leider nur ein Nachschuss gelingt.

Da der Ratskeller zur mehrjährigen u. a. aus Brandschutzgründen nötigen Sanierung geschlossen ist gibt es mit der Ratsstube einen würdigen Nachfolger.

Ein schöner Tag geht zu Ende.

Jetzt mal überplanen wie es morgen wieder heimgeht.

Achja, danke an Manu und Ralph für den Vorschlag für diese interessante gemeinsame Sonderfahrt.

Mit Komplikationen nach Chemnitz

Früh um 5:41 Uhr ging es nach Darmstadt und im bis Frankfurt recht leeren aber dann gut gefüllten ICE nach Erfurt.

Die direkte Linie der Routenanzeige offenbart dass für die Verbindung Frankfurt – Erfurt Fulda ideal liegt aber auch eine NBS Fulda – Erfurt fehlt.

In Erfurt ist etwas Zeit zum Umstieg (inkl. Hackepeter Brötchen). Derweil wartet auch der Messzug auf den nächsten Einsatz. Recht imposant erscheint die Vierfachtraktion RS1 nach Gera, ob hier nicht ein Wagenzug sinnvoller wäre?

Mit dem ICE aus München nach Hamburg geht’s weiter nach Leipzig. Leider hat dieser gut 15min Verspätung und somit platzte auch der Anschluss nach Chemnitz. Wobei sich dann noch herausstellte dass der 10:20 ab Leipzig ohnehin wegen einer Streckenstörung ausgefallen ist.

Auf Gleis 8a wartet in Leipzig ein Abellio Talent. Die Fahrt- und Bremsprobeanzeiger an der Hallenschürze scheinen nicht mehr zu funktionieren.

Die Zeit bis zum 11:20 nach Chemnitz wurde mit etwas Strassenbahn gucken am Bahnhofsvorplatz überbrückt.

Gegen 11:10 kam dann der RE6 aus Chemnitz an der normal um 10:20 nach Chemnitz fahren sollte. Der 10:30 erreichte dann 11:25 Leipzig und fuhr 11:29 wieder zurück.

Damit wurde es wieder knapp mit dem vorgesehenen Anschluss nach Cranzahl und wegen zwei dem gestrigen Sturm geschuldeten Bü Störungen usw. war der Anschluss weg.

Damit war es sinnlos geworden nach Cranzahl zu fahren um den Dampfzug der Fichtelbergbahn zu fotografieren.

Also schnappe ich mir den Zug nach Olbernhau-Grünthal durchs Flöhatal.

Im unteren Bereich in dem das Tal relativ eng ist ergeben sich keine Fotomöglichkeiten aber hinter  Pockau-Lengefeld wird das Tal weiter.

Der weiterführende Teil der Flöhatalbahn nach Neuhausen ist leider ohne Verkehr.

So fuhr ich wieder zurück bis Blumenau um einen Fotostandort auszuprobieren.

Etwas talaufwärts ergibt sich dabei ein schöner herbstlicher Blick über das Tal.

Leider schloss sich die Wolkenlücke just zum Zeitpunkt als der Zug kam.

Unten im Tal ging es dann zurück zum Haltepunkt Blumenau.

Noch ein paar Impressionen der Strassen- und Citybahn in Chemnitz bevor das Hotel bezogen wurde.

Eigentlich war für 20 Uhr das Treffen im Turmbräu mit Ralph und Manu geplant, aber deren RE6 aus Leipzig packte es auf 1h Verspätung aber dann klappte es doch. Also die drei Bier waren demnach nicht für mich alleine 😂

So, jetzt ab ins Bett. Morgen steht die Sonderfahrt an.

Herbststimmung im Odenwald

Die gute Wettervorhersage für den heutigen Samstag lassen mich den Zug um 09:06 Uhr nach Eberbach fahren um von dort wieder nach Hause zu radeln und dabei u. a. die Frühsommerbilder am Itterstausee im Herbstdecor zu wiederholen.

Aber zunächst ging es auf kürzesten Wege auf der Bundesstrasse zum Bahnübergang am Jugendzeltplatz um den Zug auf dem Rückweg abzufangen. Leider löste hier die Fotohornisse etwas zu spät aus.

Dann ging es wieder zurück zum Ortsrand von Eberbach und eigentlich wollte ich mal den Weg vom Wasserkraftwerk hinauf zum Kanal nutzen aber dieser war wegen einer Treibjagd gesperrt ebenso wie der weiter oberhalb liegende Weg nach Gaimühle. Na, toll… dann halt wieder auf die Bundesstrasse und hinauf nach Gaimühle.

Der Zug welcher eigentlich um 12:15 in Eberbach sein soll kommt erst gut 15min verspätet bei Gaimühle durch was noch einen hektischen Akkuwechsel und neupositionierung der Drohne nötig nachte. Und dann kommt auch „nur“ eine Einfachtraktion.

Die Rückfahrt wurde dann etwas weiter südlich am Itterstausee fotografiert, leider hat es noch starke Schatten am linken Talrand.

Die Pilze am Wegesrand wurden stehen gelassen und es ging wieder Talaufwärts.

Der nächste Reinfall dann kurz hinter Gaimühle.

Eigentlich wollte ich den Radweg ins Sensbachtal nutzen, aber dieser war für Holzfällarbeiten gesperrt. Plan B war dann den Weg auf der andren Talseite zu nehmen, dieser war zwar nicht gesperrt aber durch die vorherigen Holzfällarbeiten unpassierbar durch unberäumtes Holz.

Dann halt wieder auf die Strasse und weiter bis Friedrichsdorf.

Oh wie lernt man dann die Karten von „Schweiz Mobil“ schätzen in denen solche Sperrungen wie in Eberbach und Gaimühle vermerkt werden und insbesondere auch die Umleitungen gekennzeichnet sind. Letztere werden dort natürlich auch vor Ort ausgeschildert. Hierzulande passiert schlicht nichts. Such dir selbst deinen Weg ist in Deutschland die Devise.

Hinter Friedrichsdorf finde ich aber einen brauchbaren Weg und so geht es stramm bergauf und auf der Westflanke des Sensbachtals bis zum Gasthof Reussenkreuz auf dem Scheitelpunkt der Strasse über ddn Krähberg wo ein spätes Mittagessen angesetzt wurde.

Die diversen Umleitungen haben stark an meiner und der Akkuleistung genagt und ich zweifle dass 36% Restakku bis nach Hause reicht. Aber jetzt geht es erst mal bergab nach Hetzbach und zum dortigen Himbächelviadukt.

Ich versuche so wenig wie möglich Akku zu nutzen und zum Glück ist das Rad in der Ebene und bis 2% auch noch ohne Unterstützung sehr gut fahrbar. Nur an steileren Stutzen wird die Unterstützung genutzt.

Hinter Hiltersklingen geht es nochmal etwas steiler hinauf bevor es von Rorbach bis Bockenrod flott und teils mit Alpenstrassen würdigen Kehren talabwärts geht.

Und dann entspannt das Gersprenztal entlang nach Hause.

Die Bäume bei Wersau ergeben mit der langsam untergehenden Sonne zusammen eine sehr interessante Stimmung. Am Fusse des Forstbergs grasen bei Ueberau Rehe und der Mond kommt auch schon prominent über den Horizont.

Im REWE bei Wersau gab es Roten und Weißen Federweiser. Mal sehen wie lange diese überleben 😉

Hier der Link zur Aufzeichnung bei Komoot mit noch mehr Bildern.

Heimfahrt mit Hindernissen

Nach 2 1/2 Wochen mit Seminar, debx2021 und der Nachtour geht es heute nach Hause und auch der Himmel ist irgendwie traurig darüber.

Aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

Der erhoffte Güterzug mit den Rollschemeln kommt auch heute nicht bzw. ist vermutlich schon gegen 5:30 Uhr nach Glovelier gefahren.

Egal, dann halt die Personenzüge fotografieren und dazwischen noch kurz ins Coop und der 9:49 war dann mein Zug Richtung Heimat, der zuvor noch vom Wechselbehälterzug gekreuzt wurde.

In La Combe ist das Gleis in dem gestern noch die beiden Holzwagen standen leer und in Glovelier werden gerade drei leere Wagen auf Rollschemel verladen.

Die beiden Wagen aus La Combe und Saignelégier wurden bereis abgeladen und stehen bereits abholbereit bereit.

Mit dem Flirt der S3 geht es entspannt nach Basel SBB.

Die schnellste Verbindung wäre ab hier mit dem ICE nach Frankfurt, aber auf ICE 3 oder gar ICE 4 steht mir nicht der Sinn.

Denn die Auskunft gibt noch den EC 8 heraus der von Zürich nach Dortmund fährt heraus und der führt einen SBB Panoramawagen mit. Einer der genialsten und angenehmsten Wagen (neben den RhB Bernina Panoramawagen oder den RhB Pullmann Wagen) die ich kenne.

In Begleitung der BLT Tram, Flirt und TGV geht es aus Basel SBB heraus und als der Desiro HC nach Offenburg parallel fuhr wusste ich dass ich im besseren Zug sitze.

Aber gegen die gruselig hohen Lärmschutzwände welche im Zuge des Ausbaus der Rheinstrecke unter anderem bei Weil am Rhein errichtet wurden hilft auch kein Panoramawagen trotz seiner erhöhten Sitzposition.

Ich entscheide mich nochmal den Geldbeutel zu ärgern und wähle das „Aperoplättli“. Der zugehörige Fendant aus Sion passt hervorragend dazu.

Aber am Zug stimmt irgendwas nicht. Bereits on Basel Bad Bf geht es erst mit ein paar Minuten Verspätung los und in Bad Krotzingen ist eine techn. Untersuchung nötig was gut 20min Verspätung generiert, aber für den Umstieg in Mainz noch unkritisch ist.

Aber in Lahr steht der Zug wieder ausserplanmässig und mit über 45min Verspätung geht es weiter und damit wäre der Anschluss in Mainz weg.

Dafür ergibt sich aber ein 15min Übergang in Karlsruhe auf den ICE Richtung Darmstadt und schon bald ist die Bergstrasse erreicht und die Starkenburg grüsst herab.

Ich erspare mir den Wechseln von Gleis 5 nach Gleis 8 zur RB75 um dann nochmal in Darmstadt Nord umzusteigen und warte am bahnsteiggleichen Gl. 6 auf die RB81 nach Hause welche dann auch pünktlich kommt.

Somit bin ich trotz Fahrzeugproblemen beim EC 8 noch fast wie vorgesehen zu Hause.

So, nächster Urlaub kommt bestimmt.

Kleine Bahnen ganz groß

Heute wollte ich vormittags nochmal den „Abfallzug“ ins Visier nehmen.

Daher fuhr ich 8:46 nach La Combe. Die CJ rüstet derzeit die Zugbeeinflussung auf ZUB127 die auf ETCS Balisen basiert und im Fahrzeug einen entsprechendes Display erfordert, für den Bordrechner wurde im Steuerwagen die Toilette geopfert die nun ein Technikschrank ist.

In La Combe stehen die beiden vollbeladenen Holzwagen zur Abholung bereit und ich gehe auf die Suche nach einem geeigneten Fotostandort Richtung Glovelier welcher in gut 700m Entfernung gefunden wird.

Und fast pünktlich kommt der ehm. Triebwagen der Frauenfeld-Wil-Bahn mit den Wechselbehältern um die Ecke. Da ich auch den Zug nach Glovelier hier ablichten möchte, dieser aber nur wenige Kilometer entfernt in Bollement mit dem Zug den ich nach La Noirmont nehmen will kreuzt, muss ich mich danach zum Bahnsteig sputen.

Aber dank zweier kurzer Sprints bin ich doch noch rechtzeitig zum Zug von 10:01 Uhr und zur Haltanforderung angekommen. Rennen ist absolut nicht mein Ding…

Der Zug nach Tavannes dient in Le Noirmont wieder als ebenerdiger Bahnsteigverbinder und kurz darauf fährt er nach der Systemkreuzung Richtung Tavannes ab.

In Le Pied-d’Or steigen ich aus und begeben mich zum gestrigen Fotostandort.

Zunächst kommt der Zug nach Le Noirmont vorbei der den Zug mit den Wechselbehältern, jetzt mit Schlacke/Klinker beladen, in Les Breuleux kreuzt.

Das Wetter bessert sich ein Wenig und die Fotohornisse bekommt auch Auslauf.

Weiter geht’s nach Les Reussiles wo der Dem 4/4 Nr. 401 angestellt ist. Zwei der Firmen auf den Fabrikschildern gibt es so schon länger nicht mehr.

Nicht vergessen die Haltanforderung zu bedienen, sonst klappt es nicht mit dem Zug nach Le Noirmont.

Weiter nach La-Chaux-de-Fonds zur Bahn nach Les Ponts-de-Martel die am gleichen Bahnsteig abfährt.

Die kleine ehemals eigenständige nur 16km lange und wie die CJ mit 1,5kV Gleichspannung betriebene Bahn fusionierte mit der Bahn nach Les Brenets und gehört wie weitere private Bahn und Buslinien im Kanton Neuchâtel zur „transN“.

Eigentlich wäre es sinnvoll diese mit der CJ zu verschmelzen, gerade Mo-Fr gibt es schlanke Anschlüsse in La-Chaux-de-Fonds die eine Durchbindung effizient erscheinen liesen.

Als isolierte Linie benötigt sie im Regelbetrieb ein einziges Fahrzeug, nur um die Mittagszeit gibt es überlappende Umlauf mit zwei Fahrzeugen. Die großzügigen Depotanlagen in Les Ponts-de-Martel lassen aber noch auf mindestens zwei weitere Reservefahrzeuge schließen.

Aber hier schlägt der Kantonsgeist durch. Gehört diese Linie mit der von Le Locle nach Les Brenets zum Kanton Neuchâtel und die CJ zum Kanton Jura.

Wenn 2022 die Linie nach Les Brenets eingestellt wird, mit der zwar keine Streckenverbindung besteht aber Synergieeffekte bei den Fahrzeugen bestehen wäre diese neben der Stadtbahn in Neuchâtel die einzige transN Meterspur. Mal sehen ob sich hier doch noch eine Betriebsgemeinschaft zukünftig auftut.

In La-Chaux-de-Fonds überquert die Bahn zunächst die Bahnstrecken nach Biel und Neuchâtel, folgt letzter noch wenige Kilometer und biegt dann ab un durch die hügelige Landschaft ins Tal nach Les Ponts-de-Martel zu weseln. Der kleine Triebwagen ist relativ gut besetzt (Innenfoto nach Ausstieg der Fahrgäste in der Endstation) und nach etwas über 20min ist Les Ponts-de-Martel erreicht.

Und ab hier geht es zu Fuss auf der Nebenstraße zurück um dabei das Bähnchen zu fotografieren.

Ausser La Sagne und Les Ponts-de-Martel gibt es an der Strecke keine richtigen Orte sondern nur eine Aneinanderreihung von zumeist aktiven oder ehem. Bauernhöfen, also klassische Strassendörfer.

Durch die Strasdendofstruktur hat die Bahn alke 500 bis 1000m einen Haltepunkt. Durch das Tal führen längs zwei Strassen. Eine nördliche parallel zur Bahn und eine ca 1-2km parallel südlich gelegene deren Siedlungen durch den Bus bedient werden.

Die Dorfkatzen scheinen wie zuvor der Hund die Ruhe wegzuhaben und auch den Mähroboter zu kennen und bewegen sich keinen Meter. Die andre passt auf die Milchlieferung auf. 🤗

Und dann ist La Sagne erreicht. Kreuzungen finden in dem mit Rückfallweichen ausgestatteten einzigen Kreuzungsbahnhof zwischen den Endstationen nur 2 bis 3 mal täglich statt. In Les Ponts-de-Martel und La-Chaux-de-Fonds kann nur bedingt gekreuzt werden da dort nur je eine einzige Bahnsteigkante zur Verfügung steht.

Ein altbewährter Traktor von Hürlimann wartet derweil auf den nächsten Einsatz.

Weiter geht’s ins Nachbarort La Sagne-Eglise.

Auch wenn es so aussieht, die Kühe warten nicht am Bü. Sie sind nur Neugierig auf Passanten.

Doch einen Fotostandort östlich von La Sagne-Eglise wo die Bahn den Talboden verlässt um nach La-Chaux-de-Fonds zu wechseln.

Und dann wieder zurück und noch ein Blick auf die Kirche welche dem Ortsteil den Namen gab.

Und dann kommt schon der Zug nach La-Chaux-de-Fonds.

Beim Halt auf Verlangen bedienen sollte man hier beachten dass dieses nach 3min wieder erlischt.

Und dann geht’s wieder auf der Gegenfahrspur durch La-Chaux-de-Fonds nach La-Chaux-de-Fonds Est.

In der Schweiz geht’s schneller am Bü. Huer laufen die Ausfahrschranken bereits zu wenn die Einfahrschranken noch nicht unten sind.

Abendessen im Restaurant La Poste mit Entrecote vom Pferd. Herrlich angerichtet und sehr schmackhaft.

Heute ist relativ wenig los, aber der Stammtisch zeigt dass ein runder Tisch hierzu optimal geeignet ist da immer mehr ortsansässige dirt Platz finden.

So, das war der letzte echte Urlaubstag und hier noch die Komoot Aufzeichnung der Wanderung von Les Ponts-de-Martel nach La Sagne-Eglise.