Pleiten, Pech und Pannen

Der Plan war um kurz vor 11 mit der Vias nach Frankfurt zu fahren, dann mit dem RE99 nach Wetzlar (um Umsteigezeit im Kalten zu sparen) um dann mit der RB am nördlichen Vogelsberg vorbei nach Fulda zu fahren.

Da derzeit die Main-Neckar-Bahn für den S6 Ausbau zwischen Frankfurt und Bad Vilbel gesperrt ist soll die RB99 ohne Halt über Hanau nach Friedberg fahren.

Soll…

Die RB kommt auch pünktlich in Frankfurt Süd an und es geht auch pünktlich um 12:05 los… bis Offenbach Hbf.

Dort ist dann erstmal schluss da zwischen Hanau und Friedberg eine Weichenstörung in Nidderau die Fahrten verhindert.

Nach gut 1,5h warten plane ich um auf den RE50 direkt nach Fulda da es nun für die Vogelsbergbahn zu dunkel wird und es daher nix mehr bringt.

Kurz bevor der RE50 in Offenbach Hbf ankommen sollte steige ich aus und kurz darauf wird dieser mit +10 angekündigt. Dass der RE99 um 15:40 endlich weiter fährt ist ja klar.

Und dann werden wegen Türstörung +20 daraus und irgedwann 40min nach Planabfahrt kommt die Durchsage… Der RE50 13:38 ab Offenbach Hbf fällt aus.

Den RE5 nach Bebra lässt man natürlich nicht ersatzweise halten, der brettert durch…

Wozu braucht es noch GdL Streiks, wenn es so läuft? 🙈

Aber der RE50 um 14:38 kommt wenigstes pünktlich und auch so in Fulda an.

Auch auf eine Stichfahrt nach Gersfeld habe ich jetzt langsam keine Lust mehr. 5h von Reinheim nach Fulda,… da wäre ja fast das Fahrrad schneller 😂

Der Brauereigasthof Hopfenglück in Hotelnähe (Das Ibis ist jetzt ein B&B) hat ab heute Betriebsurlaub ubd so geht’s am Dom vorbei zur Wiesenmühle mit deren Hausbrauerei.

Man bietet auch Service draussen an?!? WTF?!?

Nee, danke. Heute lieber drinnen.

Der Fuldaer Rucksack, eine Cordon Bleu Adaption, gefällt, wie auch das Bier.

Ein Dunkles und ein Helles (Literflaschen 🤪) findet auch den Weg in die Tasche.

Nich schnell die Beleuchtung am Fulda Schriftzug repariert und schon ist, vorbei an der Bischofsampel, das Hotel wieder erreicht.

Der Plan war gut, aber die Realität war eine andere.

So, nun ab in die Falle damit ich morgen zum FIT auch Fit bin.

Von Weilburg bei Aprilwetter nach Hause

Auf 117km Strecke ging es heute via des leidlich ausgeschilderten Weiltalradweg nach Grävenwiesbach und teils entlang der Taunusbahn nach Friedrichsdorf.

Die Sonne kämpft sich über den Bahnhofsgleisen durch den Morgendunst und bei Rührei und Platzdeckchen mit Schweizer Kantonswappen geht dann definitiv die Sonne auf. Wenn s Kaffee hat ohnehin.

Der Wetterbericht meldet für den Abend Regen und so wird rechtzeitig gestartet um vor dem Regen mit den über 100km Strecke zu Hause zu sein. So der Wunschgedanke.

Derweil verschwindet ein Talent im Tunnel Richtung Limburg und ich werfe einen schnellen Blick in die Röhre des einzigen Schifffahrtstunnel Deutschlands.

Dann geht es erst mal stramm bergauf in die Altstadt von Weilburg und zum Schloss.

Vom Schlosspark aus hat es auch noch einen Blick auf das Lahntal inkl Zug nach Limburg bevor es wieder hinter ins Tal geht.

Am anderen Ende des Schifffahrtstunnels ist man gerade dabei ein kleines Boot durch die Schleusentreppe, deren obere der beiden direkt aneinander stoßenden Stufen bereits im Tunnel liegt, zu bugsieren. Das Tunnelportal der Lahntalbahn überragt das des Schifffahrtstunnels um einiges.

Anschließend geht es die Lahn ein wenig abwärts bis zum Abzweig der ehemaligen Weiltalbahn welche noch an den Widerlagern der abgebauten Bücke über die Hauptstraße erkennbar ist. Unmittelbar nach der Bücke ging die Strecke in den Gensbergtunnel über, danach wird ins Weiltal eingebogen.

Nach kurzer Strecke neben der Bundesstraße biegt der Radweg auf die alte Bahntrasse ein. Wie bereits im Lahntal ging hier die Strecke aus dem Tunnel direkt in eine Brücke über. Die am Portal im Weiltal befindliche Brücke existiert heute noch, ist aber Privateigentum.

Im ehemaligen Bahnhofsareal von Freienfels findet sich ein alter Schnellzugwagen der laut Beschilderung auch als Standesamt dient. Die Öffnungszeiten des rund um den Wagen und den diversen Eisenbahnobjekten befindlichen Biergarten „Cafe Unfug“ sind jedoch äusserst sparsam gehalten.

Weiter geht es dem Tal hinauf und es fällt dann eine Steinmauer auf. Hier wurde lange Jahre zwischen Essershausen und Ernsthausen Eisenerz abgebaut und auf die Bahn verladen.

Beim Steinbruch vor Weilmünster sind noch ein paar schienen liegen geblieben. Sonst erinnert bis auf wenige Hektometersteine kaum noch was an die ehemalige Bahninfrastruktur.

Der Bahnhof von Weilmünster liegt am nördlichen Ortsrand, hier verzweigte sich die Strecke im Ortsbereich zur Stichbahn nach Laubeseschbach. Bis zur Verzweigung ist die Trasse noch an Baulücken erkennbar, unmittelbar danach folgte eine Brücke und der Weilmünsterer Tunnel des Streckenasts nach Grävenwiesbach. Dessen nördliches Tunnelportal ist nicht mehr erkennbar, die Brücke und Damm abgebaut und überbaut. Das Südportal und die Trasse ist aber noch erkennbar.

Hinter Weilmünster verlässt der Radweg die Bahntrasse nach Grävenwiesbach endgültig, die Bahntrasse ist aber noch gut im Wald erkennbar obwohl die Strecke seit Anfang der 1970er Jahre abgebaut ist.

Im übrigen ist der Weiltalradweg insbesondere im Abschnitt Weilburg – Weilmünster sehr eigenartig ausgeschildert. Es finden sich keine bis kaum übliche Radweggbeschilderungen sondern meist nur eigene Symbolschilder.

Nochmal eine kleine steige und dann ist mit Grävenwiesbach der höchste Punkt der Tour erreicht. Für die Einkehr im Restaurant am Bahnhof welches ein Flügelsignal im Gartens stehen hat bleibt leider keine Zeit. aber es roch gut. Merker in der „Muss ich mal hin“ Liste setzen.

Bei meinem letzten Besuch im Oktober 2023 tat noch ein von Usingen aus gesteuertes abgespecktes SIMIS-C Stellwerk seinen Dienst. Im dEzemer ging dann, zusammen mit der Umstellung des Fahrbetriebs von der HLB auf DB (Fehl)Start ein ESTW von Scheidt und Bachmann in Betrieb. Das ESTW scheint ganz gut zu laufen, der Bahnbetrieb glänzt mit Schienenersatzverkehr wegen fehlenden einsetzbaren Fahrzeugen (Lint mit Wasserstoffantrieb stellt der RMV via seiner Fa. Famah) oder Triebfahrzeugführern.

Trotzdem konnten bei Grävenwiesbach und Hundstadt Lint abgefangen werden. Andre mögliche Fahrten fuhren als Bus auf der Straße

Noch sieht das Wetter ganz gut aus, aber es ist recht windig. Was aber dank des nun zumeist bestehenden Gefälle nicht so sehr ins Gewicht schlägt.

Aber Züge hat es halt leider keine…

Flott geht es daher über Usingen weiter nach Saalburg… weiterhin ohne Zug.

Aber im Wald zwischen Saalburg und Köppern „Wässert“ dann einer der H20 Lint ins Bild.

Weiter durch Friedrichsdorf dessen Bahnsteigneubau immernoch nicht fertig ist geht es aufs freie Feld und die Skyline von Frankfurt grüßt herüber. Diese böte sich als schöner Hintergrund für die hier auch laufenden Bahnstrecke an. Also ab in den Feldweg und eine Fotoposition gesucht.

Und dann lachte sich Petrus krank. Denn innerhalb er kurzen Wartezeit bis zur nächsten S-Bahn war die Skyline im Regen verschwunden und ich war pitschnass.

Kurz überlegte ich nach Bad Homburg zu fahren und per S-Bahn die weitere Heimreise anzutreten, aber der heftige regen war nur von kurzer Dauer und kurz vor Nieder Eschbach war das Wetter wieder erträglich, nicht gut aber erträglich. Und so wurden noch ein paar „U-Bahnen“ [tm] fotografiert.

Die S6 Ausbaubaustelle rund um den Bahnhof Frankfurter Berg besteht immernoch und nachdem Preungesheim durchquert wurde begannen auche ndlich weider vernünftige Radwege / Radstreifen und ein paar U-Bahnen bzw Strassenbahnen drängten sich auch mal ins Bild.

Der Frankfurter Ostbahnhof mit seinem doch sehr speziell aussehenden Umfeld aus fast einstürzenden Gebäuden, Baugruben und Neubauten wurde unterquert und nachdem es auf der ersten Brücke noch gut aussah fing es beim Überqueren der Mainbrücke wieder an zu schütten was vom Himmel kam was sich auch bis kurz vor Neu Isenburg hielt.

Aber egal, nass war ich ja eh schon und die Heimat nicht mehr fern und durch Götzenhain und ohne Radweg auf der Landstraße nach Messel wurde bald Gundernhausen erreicht.

Und siehe da, vor Georgenhausen lockerte es immer weiter auf und zwischen Spachbrücken und Reinheim grüßte sogar ein sehr intensiver Regenbogen über der Veste Otzberg.

Und so wurde noch im Hellen die Heimat erreicht, nass aber glücklich.

Die heutige Tour wie gewohnt auch hier auf Komoot mit noch viel mehr Bildern.

Abschließend waren es knapp über 400km bei 4 von 5 Tagen mit gutem bis sehr guten Wetter. Hier die komplette Collage zum nachschauen.

Lahnbrücken am Lahnradweg am Brückentag

Der Tag beginnt neblig, dafür überzeugt aber das Frühstück. Unter anderem mit Mettwurst.

Zeitreise ist bei der Übernachtung inklusive.
Passend zum Interieur läuft der Sender „90’s 90’s“ im Hintergrund.
Könnte auch fast zum Durchschnittsalter der Gäste passen 😆😆😆

Aber dann lichtet sich der Nebel und es geht runter ins Ort.

In den Fenstern der futuristisch gestalteten Therme spiegelt sich die alte Bausubstanz und auch sonst strahlt Bad Ems auch heute nich viel Charme der Hochzeiten der Kurorte aus inkl. Spielbank die auch gut in einen Bond Film passen würde.

Eine der einst zwei Standseilbahnen von Bad Ems verkehr auch heute noch und das sogar alle 7 Minuten.

Der Mineralbrunnen ist abgeschlossen, blubbert aber lustig vor sich hin.

Der Bahnhof hingegen ist in einem erbärmlichen Zustand. Kaputte Türen und Scheibe bzw. verbretterte Fenster passen so gar nicht zum Stil des Ortes.

Minimalistisch ist auch die Bahninfrastruktur. Ausser zwei Gleisen blieb nicht nur hier, wie im Grunde auf der ganzen Lahntalbahn nicht übrig. In den zweigleisigen Abschnitten gibt es zumeist keine Überleitmöglichkeiten und allgemein erst recht keine Ausweich- und Nebengleise mehr.

Jetzt geht’s erstmal raus aus dem Ort Richtung Nassau.

Gemütlich geht es mit wenige Steigung talaufwärts und kurz vor Nassau dann endlich ein Zug. Wenn man einen winzigen aber sehr gut besetzen Lint21 wirklich als Zug bezeichnen möchte.

Hinter Nassau gehts kurz stramm hinauf nur um kurz darauf wieder in Tal abzusinken. Danach nochmal kurz hoch und der nächste Mini Lint kam vorbei. Wie im übrigen die meisten der zwischen Mayen Ost und Limburg verkehrenden RB23 hier derart kurz verkehren. Aus der Entfernung gesehen könnten ob der Besetzung auch Doppeltraktionen sinnvoll sein.

Und dann geht es wieder hinauf.

Wenn man schon hier oben ist, dann halt noch eine Runde durch das Kloster Arnstein drehen.

Bevor es wieder runter ins Tal nach Obernhof mit dem nächsten Zug auf der Brücke.

In Obernhof hat es sogar Wingerte. Weinbau hätte ich hier nicht erwartet.

Und dann weiter die Lahn hinauf.

Zwischen Laurenburg und Balduinstein wurden 2022 unterhalb Cramberg zwei neue Brücken errichtet die einen schlecht befahrenen Trampelpfad bzw. den Umweg aus dem Tal hinauf nach Holzappel erspart.

Die Schwäne in Geilnau scheinen nicht von den Radlern begeistert zu sein und blockieren einfach mal den Radweg 😆

Ein kurzes Stück geht es nun über die kaum befahrene Landstraße und schon wird Balduinstein erreicht.

Das Stellwerk im Empfangsgebäude hat die Erneuerung auf ESTW von SchuB überlebt und auch das ehemals am Bahnsteig stehende kleine mech. Hauptsignale hat zusammen mit einem Vorsignal einen neuen Standort ein paar Meter weiter im Garten des Café Stellwerk gefunden.

Direkt auf dem Bahnhofsvorplatz und damit direkt neben der Lahb gibt es einen Italiener bei dem ich mir einen Happen gönne.

Gut gestärkt geht es weiter und kurz danach wird Diez mit seiner hübschen Altstadt erreicht.

Kurz hinter Diez wird dann die Grenze von Rheinland-Pfalz nach Hessen überquert.

Und dann, wenn man schon da ist, mal hinauf zum Dom. Goldene Badewannen waren nicht zu sehen und dann hing es wieder runter zur Lahn.

Rund um Limburg ist das Tal wiede rekativ weit und unter der Brücke der A3 sowie der Schnellfahrstrecke von Frankfurt nach Köln geht es über Dietkirchen nach Kerkerbach.

Unterwegs geht es am Werk von Schäfer Kalk vorbei dessen Anschlussbahn die ehemalige Kerkerbachbahn nutzt. Im Werk versieht die Brohltalbahn den Rangierdienst, wie an der Lackierung der Diesellok leicht zu erkennen ist.

Den Streckendienst macht vermutlich ein anderes EVU. Einer der Züge aus dem Werk fuhr heute morgen kurz nach 8 durch Ems West Richtung Koblenz. Ich vermute dass es der Zug ist der mit einer G1700 (oder ähnlich) fast täglich am Nachmittag durch Darmstadt nach Süden fährt.

Weiter dann über Runkel Richtung Villmar.

Hinter Limburg sind keine Sportboote mehr auf der Lahn zu sehen, dafür aber mehr Ruderboote welche auch geschleust werden wollen.

Und dan spiegelt sich noch eine Doppeltraktion „vollwertiger“ Lint der HLB welche zwischen Gießen und Limburg die RB fährt bei Arfurt in der Lahn. Kapazitäten die auch unterhalb Limburg nötig scheinen.

Und kurz darauf quer die RB nach Gießen kurz vor Aumeau die Lahn.

Im Gegensatz zum Abschitt unterhalb Limburg finden sich hier noch alle paar Kilometer besetzte Stellwerke, auch wenn diese meist nurnoch Blockstellen sind die Bahnübergänge decken bzw. den Zugang zum Mittelbahnsteig decken.

Und noch ein „Brückenbild“ am Brückentag kurz vor Gräveneck.

Und dann wird Weilburg erreicht. In Weilburg besteht der einzige Schifffahrtstunnel in Deutschland der die Lahnschleife um Weilburg herum abkürzt. Ein Teil der talseitigen Schleuse liegt dabei schon im Tunnel.

Die Übernachtung nennt sich zwar „Hotel am Bahnhof“ aber real befindet es sich im Empfangsgebäude.

Abendessen dann „auf dem Bahnsteig“. Aber muss hier nun Bitburger sein? 😆😉

Die Grillplatte ist sehr üppig und sehr schmackhaft und dann beim Essen noch Züge fuzzen.

Es kamen heute 92km zusammen, aber dank der wenigen wenngleich auch knackigen Steigungen, steht die Akku Kapazität bei 60% was ungefähr einem leeren 500er Akku entspricht.

Genug geschrieben, hier der Link zu Komoot mit der Aufzeichnung und noch mehr Bildern.

Morgen geht’s über die ehemalige Weiltalbahn den Taunus heim. Der Wetterbericht verspricht kein so gutes Wetter wie heute und sogar Gewitter. Naja, schaumermal.

Durchs Brohl- und Rheintal an die Lahn

Heute morgen hatte es keinen Nebel, der Blick aus dem Treppenhaus verspricht top Wetter, das Frühstücksbuffet auch Genuss, inkl. regionaler Blut- und Leberwurst.

Gut gestärkt geht es dann kurz nach Neun los.

Erst geht’s wieder hinauf nach Engeln und dann wie gestern steil hinunter nach Fußhölle und Brenk.

Da etwas Zeit ist bis zum ersten Zug ist fahre ich hinter Brenk runter ins Tal und dann wieder hinauf zum gestrigen Fotostandort mit der Burg Olbrück im Hintergrund.

Leider kam nicht wie gestern die D5 mit dem ersten Zug den Berg hinauf sondern die beiden C-Kuppler D1 und D2 knurrten angestrengt oberhalb Oberzissen hinauf nach Brenk. Aber immerhin ist heute auch die Burg im Licht.

Heute wird es wohl wärmer, den beide Loks fahren heute offen.

Es geht nun weiter talabwärts. Die Vorbereitung für das kleine Weinfest im Hof der alten Schule laufen. Geöffnet wird aber erst um 12.

Und dann geht’s weiter enrspannt talwärts nach Niedezissen wo sich der Bahnhof die Fläche mit dem Netto Markt teilt. Es muss also nicht immer der Supermarkt mitten auf den Gleisen landen.

Das Abstellgleis wird dort mit einer Weiche die noch üver einen Hakenverschluss verfügt erreicht.

Parallel zur Bahn gehts unter der Brücke der A61 nach Burgbrohl. Leider endet der Radweg hinter der Autobahnbrücke und es geht auf der Landesstrasse weiter. Durch Weiler und Burgbrohl geht’s aber wieder über Nebenstraßen, wenngleich auch mit diversen knackigen Anstiegen.

Weiter durchs Ort zum Bahnhof von Burgbrohl.

Irgendwann werde ich dort auch mal eibe Kreuzug bzw. die Hauspassage fotografieren.

Aber zum warten bleibt keine Zeit, immerhin will ich heute noch bis Bad Ems.

Das bekante Fotomotiv mit der Brücke übers Tal lasse ich auch ohne Zug passieren. Die parkenden Autos der Spaziergänger zu den oberhalb liegenden Höhlen stören das Bild eh.

Dafür gibt es weiter talabwärts ein Motiv in „Demutshaltung“ als die D5 das Tal hinaufdieselte.

Nich ein Nachschuss und fast hätte ich den Zug am Haltepunkt Schweppenburg Heilbrunnen nich erreicht aber das Link abbiegen dort hin verzögerte das Einholen.

Der Zug aus Engeln nach Brohl hatte etwas Verspätung. Aber trotzdem werde mir erstmal beim Fotografieren zugerufen „Wollen Sie mit?“. Nein danke, wir sehen uns in Brohl 😉

Achja, das Gegenverkehr hat Vorrang gilt natürlich für die Strassenbrücke und nicht für die Bahn. Dafür fanden am dahinter liegenden Rastplatz ein paar alte Hektmtometersteine eine dekorative Verwendung.

Und dann wiede flott das Tal hinab zum Bahnhof der Brohltalbahn welcher etwas oberhalb der in eher bedauerlichen Zustand befindlichen Station der linken Rheinstrecke liegt.

Hier finden sich eine Weiche ohne Spitzenverschluss, gekennzeichnet durch die roten „Eckanstriche“ am Handgewicht die bei Bedarf zusätzlich durch ein Weichenschloss gesichert wird.

Die beiden Loks setzen grade um um sich gut eine Stunde vor dem nächsten Anstieg im 14 Uhr hinauf nach Engeln zu erholen.

Im Empfangsgebäude steht noch die alte Hebelbank, offenbar gab es hier früher ein Einfahrsignal als Burgbrohl und zwei fernbediente Weichen.

Die Brücke über die DB Gleise wird derzeit renoviert, derweil wartet der „grosse Bruder“ der D5 mit einem Talent von National Express im Güterbahnhof.

Und nur vom Fotografieren finanziert sich keine Bdhn. Daher wird hier noch eine H/R Fahrkarte nach Engeln erstanden und auf den Hinweis das diese ungenutzt als „Fotolizenz“ dient wird wie letztes Jahr bei der Sauschwänzlebahn positiv überrascht reagiert.

Von der Brücke hat es interessante Einblicke auf den Weichenheizungstrafo und seinen „Blitzschutz“ bevor es entlang der B9 und durch Namedy nach Andernach geht.

Den Kaltwasser Geysir auf der Namedyer Ley werde ich irgendwann anders, zusammen mit dem Andernacher Museum, besuchen.

Kurz vor Andernach verärgert wiedermal die interne Bildverarbeitung des Handyfoto. Beim Auslösen war in der Vorschau der Triebkopf noch gut im Bild.

Flott gehts entlang des Rheins und mit einem Schlenker durch Andernach und weiter nach Weißenthurm.

Vorbei am ehm. Atommeiler von Mühlheim-Kärlich wird wieder die Urmitzer Rheinbrücke erreicht auf der sich eine RB, Vias und ein sehr langer Erzwagenzug sich zum Fotomotiv gesellen.

Bei leichten Wind rollt es sich recht angenehm rheinaufwärts bis kurz vor Koblenz.

Und nach der Durchfahrt eines Hafen- und Industriegebiets ist dann Koblenz-Lützel, mit seinem Ausblick aufs Deutsche Eck, erreicht.

Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht, rund ums Deutsche Eck ist per Rad kein Durchkommen. Es ist Schieben angesagt.

Nein Falschparker werden hier nicht in die Mosel geworfen. Ein holländischer Skipper verläd unter reger Beachtung der neugierigen Zuschauer nur sein Auto zurück aufs Schiff.

Und dann erreichte ich auch irgendwann das Deutsche Eck am Zusammenfluss von Mosel und Rhein.

Noch ein paar Blicke rüber zur Burg Ehrenbreitstein und vorbei an der vom temporären zum dauerhaften Element gewordenen Seilbahn hinauf zur Burg.

Das Ticket Seilbahn, Burg und Schiff kostet 21€, nicht gerade ein Schnäppchen aber trotzdem sind die Gondeln sehr gut besetzt.

Statt an der Rheinpromenade entlang muss wegeb Sperrung für Bauarbeiten in die Stadt ausgewichen werden. Was aber auch nicht schlimm ist.

Über die südlichen Bahnbrücke geht’s auf dem relativ schmalen Steg rüber nach Niederlahnstein und vorbei am dortigen Stellwerk bis auf der andren Rheinseite kurz vor der Burg Stolzenfels ein Rheinschiff mit dem EC mit SBB Garnitur kreuzt.

Und dann wird bei Niederlahnstein ins Lahntal eingebogen.

Leider wurde der Zug über die Lahnbrücke knapp verpasst.

Ende der 1930er Jahre wurde die Lahn hier mit relativ aufwändigen Schleusen für den Frachtverkehr ausgerüstet, heute dienen diese nurnoch Touristischen und Freizeitverkehren.

Kurz vor halb Sechs wird das Etappenziel Bad Ems und das dortige BSW Hotel erreicht.

Nach über 35 Jahren BSW Mitgliedschaft nun die erste Übernachtung in einem BSW Hotel.
Woran merkt man dass es eines vom (Bundes)Bahn Sozialwerk ist?
Die Halbpension gibt es ab 17:30 bis 19:30 und die ganze Rentnerfraktion belagert schon den Trog öhm das Restaurant wie eben beim Einchecken zum Beginn der Fütterungszeit gut erkannt werden konnte 😂😂😂
Hoffentlich lassen die ganzen Bundesbahnamtsräte, Oberinspektoren und Co mir armer ab und an doch arbeitender Tarifkraft für nachher noch was übrig 🙈😉

Und ja, es war um 18:30 noch genug da. Schlacht am Buffet halt und essbar und für 65€ inkl. HP sehr akzeptabel. Rundherum kostete es bei der Recherche zur Tourplsnung mindestens 20€ mehr, ohne HP und oftmals war man nichtmal gewillt Gäste für nur eine Nacht aufzunehmen.

Und wie gewohnt zum Schluss Link zu Kommot über die sehr entspannt zu fahrenden Etappe von 79km mit nur 30% Akkuverbrauch dank langer Talstrecken.

Morgen geht’s weiter die Lahn hinauf.

Ein Tag an der oberen Brohltalbahn

Der Tag beginnt neblig aber nach dem guten Frühstück hat er sich zumeist aufgelöst.

Es geht zuerst nach Kempenich, dem bis 1974 einstigen Endpunkt der Brohltalbahn.

Das Empfangsgebäude ist noch als Vereinsheim erhalten, das Bahnhofsareal ist derweil in den Parkplätzen des örtlichen EDEKA (der kein Vulkan Bier im Sortiment hat 😔) aufgegangen.

An dem Ortsrand folgt ein Radweg zumeist der ehemaligen Trasse bis Weibern. Das ehemalige Empfangsgebäude beherbert das Tuffsteinmuseum. Die Bahntrasse ist nun eine innerörtliche Strasse.

Hinter Weibern geht es abseits der alten Trasse weiter nach Engeln und dann mit 14% steil hinab ins Brenker Ortsteil Fußhölle. Oh wei, das muss später am Tag auch wieder hinaufgefahren werden. 🙈

Dort geht es umgehend wieder hinauf zur Bahnstrecke wo kurz darauf der erste Zug des Tages mit der Lok D5 um viertel vor Elf sich die 20 Promille Rampe hinaufkämpft.

Etwas warten war angesagt und kurz nach halb Zwölf kam der Zug wieder zurück. Talwärts musste die Lok nichtmehr so schuften, aber Bremsen ist auch nicht zu verachten.

Ich dachte den Zug in Niedezissen oder besser schon zuvor unterwegs von der anderen Talseite zu erwischen, aber das wurde nichts. Der Zug ist zwar langsam aber doch direkter unterwegs und von der Seite beim Ort Galenberg hat es keinerlei Fotomöglichkeit.

Daher fuhr ich schon früher runter ins Tal und hinein nach Oberzissen wo auch angeblich ein Weinfest stattfindet, was auch der Grund für den heute dichten Verkehr mit vier Zugpaaren ist.

Das Fest ist aber relativ versteckt, im ersten Anlauf fand ich nur die stark eisenhaltige Sauerquelle im Ort.

Der erste Weg im Tal wieder hinauf endet im Schlamm, also wieder zurück ins Ort.

Mit dem bahnparallelen Weg geht es besser und die Fotohornisse hilft auch die sich dann prompt in Schatten zu hüllende Burg Ohlberg mit in Szene zu setzen während sich Lok D1 und D2 schwer arbeitend im „Blumenpflücken während der Fahrt verboten“ Geschwindigkeit durch die Steilstrecke arbeitet.

Danach geht’s weiter hinauf nach Brenk wo auch heute noch Phonolit auf die Bahn verladen wird. Die alte Verladeanlage schrin ungenutzt da man auf Transport per Wechselbehälter umgestellt hat. Am heutigen Samstag ruht der Betrieb des Steinbruch. Unter der Woche werden teils die Wagen den Ausflugszügen mitgegeben.

Und wieder zurück bis kurz vor Oberzissen und nach der Talfahrt der D1 und D2 auf dem recht gut fahrbaren Weg parallel zur Bahn wieder hinauf bis kurz vor Brenk für die D5 auf der Bergfahrt.

Von Brenk geht’s nochmal nach Galenberg und durch den Wald hinunter nach Oberzissen mit einer Runde durch Ort und zum Bahnhof ging es dann wieder Richtung Brenk wo sich ein frei zugänglicher Hochsitz als Fotostandort anbot.

Oberhalb des Steinbruch ging es wieder hinauf Richtung Engeln und dabei ging es dann nach dem Anstieg erstmal wieder hinunter nach Fußhölle um dann dort die am Vormittag gemütlich hinabgerollte 14% Rampe nach Engeln hinaufzustrampeln. Was für ein Glück hab ich die Motorunterstützung.

Und dann findet sich noch ein schönes Fotomotiv etwas unterhalb von Engeln für den vierten und letzten Zug nach Engeln des Tages der überpünktlich um 17:45 in Engeln eintrifft.

Die talseitige Lok scheint mehr Luft zu verlangen und man hat ihre seitliche Motorverkleidung teils abgenommen.

Schnell werden die Loks nach der Ankunft umgesetzt. Es geht aber erst um 18:30 zurück.

Dann gibt’s im Gasthof abdr schon die Halbpension.

Dem Brunnenmänneken in der Nähe zur Übernachtung läuft wohl auch schon das Wasser im Mund zusammen.

Der Hausschnaps (eine Art Kräuterlikör) rundet das feine Menü ab.

Wie üblich zum Schluss die Aufzeichnung bei Komoot zum heutigen Tag in dem sich bei „nur“ 43km 810 Meter aufwärts gesammelt hatten.

Da zumeist mit angenehm zu fahrenden 2 bis 3% Steugung, die 14% waren nur die Ausnahme bzw. teils nur in kurzen Abschnitten, war der Akku nur zu 25% genutzt. Gestern war er leer. Gut, da hatte der 625er auch nur gut 50% beim Start und alles mit fast den doppelten Kilometern.

Morgen geht’s durchs Brohltal, mit weiteren Fotostops im unteren Abschnitt der Brohltalbahn, zum Rhein und dann die Lahn hinauf.

Auf Umwegen rein in die Eifel

Das verlängerte Wochenende zum 03. Oktober soll für die vsl. letzte Mehrtagestour dieses Jahres genutzt werden. Die Brohltalbahn hat zudem dieses Wochenende 2h Takt für das Weinfest in Niederzissen. Damit auch eine höhere Fotoquote (wenn ich nicht auf dem Weinfest versacke 😉).

Daher geht es wiedermal früh um 5:31 mit der RB82 nach Frankfurt und kurz vor 7 dann mit der RB10, ebenfalls Vias, über die rechte Rheinstecke entspannt nach Koblenz.

Hinweis: Das Datum der ersten Bilder ist falsch und muss logischer weise der 29.09.2023 sein.

Naja, Koblenz war der Plan und hätte ich statt der RB10 den wenige Minuten früher abfahrenden Süwex RE über die linke Rheinstrecke (der auch gut 30min schneller ist) fährt genommen hätte das auch geklappt.

Aber irgendwas ist in Koblenz faul und so fährt der Zug ab Niederlahnstein unter Auslassung von Koblenz direkt weiter nach Neuwied.

Aber früher war die RB dann trotzdem nicht, obwohl nicht zweimal den Rhein gequert werden musste und weder im Hbf noch Stadtmitte gehalten wurd ist die RB10 „nur“ pünktlich in Neuwied. Der Vorteil ist dass ich nun das Rad über keine Treppen jonglieren muss.

Im Bäckwarenladen des REWE in der Nähe der Rheinbrücke wird eine kurze Rast bei Kaffee und Zwiebelkuchen eingelegt bevor es zur Rheinbrücke bei Urmitz.

Ein einer der hier recht zahlreichen „Nato-Rampen“ hat es einen guten Blick auf das ehemalige und im Rückbau befindliche KKW Mühlheim-Kärlich was schon seinen Kühlturm verloren hat und effektiv nur 100 Tage produktiv im Einsatz war.

Über die Brücke geht es ans linke Rheinufer. Aber nur geschoben.

Am rechten Ufer wird derzeit der Damm erhöht.

An einer der drei „NATO Rampen“ flussaufwärts der Brücke warte ich noch ein paar Zugfahrten über die Brücke ab bevor ich flussabwärts nach Urmitz fahre.

Hinter Mühlheim-Kärlich geht es stramm den Berg hinauf um dann wieder hinab nach Rübenach zu fallen.

Ab Rübenach geht es teils parallel zur stillgelegten Strecke von Koblenz nach Polch und Mayen weiter.

Kurz hinter dem Bahnhof von Bassenheim wurden dann die bis hier vorhandenen Gleise entfernt und ein Radweg angelegt.

Naja, bis Mayen sind mir gut 15 Radfahrer entgegen gekommen. Als Bahnstrecke wäre die Trasse heutzutage effizienter.

Bei einem Fahrplan mit gerade mal 4,5 Zugpaaren am Tag erscheint die Stillegung nur logisch.

Die Gastronomie mit einem grossen Biergarten im Bf Ochtendung hat leider geschlossen. Öffnungszeiten wie seiter der Zugfahrplan?

Was in Ochtendung erstaunt ist der vollständig mit Windenbock erhaltene Bahnübergang und man hat trotz offizieller Stilllegung und Entwidmung die Andreaskreuze stehen lassen.

Über das hügelige Land geht es weiter nach Kerben.

In Ploch weicht der Radweg wegen einer abgerissenen Brücke etwas von der Bahntrasse ab. Das stattlichen Empfangsgebäude wird gastronomisch genutzt und hat geöffnet. Das Bahnhofsareal an sich ist zu einer Parkanlage gewandelt.

In Polch verzeigte sich die Strecke nach Mayen und in die 1983 eingestellte 10km lange Stichstrecke nach Münstermaifeld.

Ich biege auch dem Strang nach rechts nach Mayen ein und folge damit der Hauptlinie.

Es wird etwas hügeliger und durch zwei Tunnel, einem dazwischen liegenden Lehnenviadukt geht es weiter Richtung Mayen.

Eines der Viadukte wird mit stattlichen 30m über dem Talboden gequert, ob es dann aber so hässliche Zäune braucht?

Relikte des bis in 300m Tiefe durchgeführten Schieferabbau werden entlang der Strecke auch ausgestellt.

Kurz vor Mayen Ost wurde eine neue Unterführung errichtet.

Der Radweg erreicht den Bahnhof Mayen Ost und das Stellwerk steht etwas verloren weit entfernt von den stark zurückgebauten Gleisanlagen der Eifelquerbahn von Andernach nach Gerolstein welche noch bis Kaisersesch befahren wird.

Und passend fährt dann der Zug nach Andernach und via Koblenz bis Limburg aus.

Ich fahre wieder einen paar Kilometer zurück und biegen dann in nördlichen Richtung ab.

Achja, es ist verdammt windig geworden.

Stets bergauf und bergab und mehrfach die A61 über- und unterquerend geht es nach Maria Laach.

Die Klostersnlage welche am Laacher See gelegen ist, der aus einem vor über 13000 Jahren aktiven Vulkan der mit einem der größten Ausbrüche in Europa emittierte stammt, ist recht gross und touristisch voll vermarktet.

Dann trotzdem noch eine Runde durch die Anlage und weiter gehts wieder bergauf weiter.

Und auch wieder hinab. Der Blick auf die Reichweitenanzeige lässt erahnen dass es eine gute Idee gewesen wäre den 625er Akku gestern voll aufzuladen. Mal sehen…

Der künstliche Geysir bei der „Sauerquelle“ in ddr nähe von Weht wurde um 15min verpasst.

Na dann halt wieder zurück nach Wehr und rüber nach Engeln. Die teils bis 14% Steigung sind nicht gerade Akkuschonend und zur Not hilft schieben.

Und weiter über die Höhen gehts nach Engeln.

Hurra, Engeln mit der Endbahnhof der Brohltalbahn ist erreicht. Bis 1974 ging die Strecke bis Kempenich weiter.

Und nochmal bergauf und bergab und es wird mit den letzten Leistungsreserven der Ort Spessart erreicht.

Übernachtung mit Halbpension und gutem Vulkanbräu dann im Landgasthof Bockshahn.

Und wie gewohnt zum Schluss noch der Link zur heutigen Etappe bei Komoot die letztendlich einige schöne Kilometer länger wie ursprünglich geplant wurde.

Morgen geht’s dann auf die „Verfolgungsjagd“ der Brohltalbahn.

Darmstädter Dampfstrassenbahn

Nachdem ich es bereits mehrfach geschafft hatte die Dampfstrassenbahn der Arge historische HEAG Fahrzeuge auf der im Frühsommer befahrenen HEAG Streckenabschintt von Eberstadt Frankenstein nach Alsbach einzufangen (einfach hier die Suchfunktion mit „Heag“ füttern, dann hat es diverse Treffer, teils in anderen Beiträgeneingebettet) so kam ich heute Nachmittag endlich mal dazu den im Spätsommer von der Dampfstrassenbahn befahrenen Streckenast von Darmstadt am Schloss (Hst. Kongresszentrum) nach Griesheim Wagenhalle einzufangen.

Es ist mit um die 30°C recht warm, was den fürs Fotografieren den positiven Effekt hat dass relativ wenig Leute unterwegs sind. Der Dampfzug ist dagegen recht gut besetzt.

Die Pflastersteinwüste, auch Friedensplatz genannt bietet sich als Motiv bei dem man wenig vom Platz sieht, im Schatten stehen kann und Schloss sowie den Weissen Turm im Hintergrund hat an.

Dan wurde der Zug bei der „Ausfahrt “ am Schloss abgewartet und nach einem mit REWE Werbung versehenen ST13 stritten sich eine Tram zum Böllenfalltor und ein Taxi dann drum stritten wer noch ungünstiger ins Motiv fahren kann.

Am Luisenplatz legte der Zug einen kleinen Halt ein und nebelte ein wenig den „Langen Ludwig“ ein. Siehe auch hierzu das Titelbild des Beitrags.

Aber der Großherzog Ludwig I. Von Hessen dessen Statue auf den Platz herabschautt lies Milde walten. Vermutlich auch da er bis in die 1980er Jahre, als der PKW und LKW Verkehr noch mitten über den Luisenplatz rollte, viel übler mit Abgasen eingenebelt wurde.

Noch ein Nachschuss und dann entschwindet der Zug. Auch wenn er relativ langsam untwerwegs ist, er bekommt die besseren Ampelphasen wie der im MIV mitschwimmende Radfahrer.

Die „neue“ Radbüpcke über die Rheinstraße, westlich der Rheinstraßenbrücke, bietet sich nur vermeintlich als Fotostandort an. Daher geht es weiter nach Griesheim wo an der heute andeweitig genutzen Wagenhalle der Dampfzug in der Wendeschleife mit Wasser versorgt wird und die Mitfahrenden sowie Mitwirkende sich auch erholen ubd stärken können.

In Griesheim gat es recht wenige gute Motivstellen, zudem steht die Sonne nun am späteren Nachmittag dann dem Zug bei der Fahrt nach Darmstadt sehr stark im Rücken. Daher riskire ich es bei der Siedlung Tann quer über die recht gut befahrene B26 zu fotografieren und es klappt. Gut, es ist auch Sonntag. Unter der Woche ist das eher unwahrscheinlich dass kein Auto kommt.

Noch eine Tram mit dem Maritim Hotel im Hintergrund auf der Rheinstraßenbrücke, welche in den nächsten zwei Jahren (so wie ich Darmstadt kennengelernt habe eher 12 Jahren) sukzessive abgerissen und neu gebaut wird, abgefangen und dann zur Kreuzung Rhein- / Neckarstrasse umgesetzt.

Heute waren recht viele hochflurige ST12 Triebwagen unterwegs, die durch die sich derzeit in Ablieferung befindenden ST15 (Tina von Stadler) ersetzt werden sollen, unterwegs.

Gegen 10 vor 17 Uhr bog dann der Dampfzug auf drm Rückweg ins Depot Frankenstein in die Neckarstrasse ein. Leider war der Schatten des benachbarten Hochhaus schon recht weit in der Kreuzung gelegen.

Quer durch den noch recht urigen Stadteil Bessungen und über das Böllenfalltor sowie Ober Ramstadt geht es dann wieder nach Hause. 50km die sich gelohnt haben, trotz der Hitze.

Anbei der Link zur gesamten Route bei Komoot mit noch mehr Bildern.

In Etappen nach Hause

Sorry, die gesamt über 90km bei der elenden Hitze haben mich platt gemacht.

Daher gibt es den Tourbericht erst morgen (hust… oder noch später).

Aber hier erstmal die beiden Links bei Komoot zu den Etappen von Coburg mit der Füllbachtalbrücke und durch den Itzgrund nach Bamberg und im Anschluss an die Zugfahrt mit dem gut gefüllten RE54 via Würzburg von Aschaffenburg nach Hause.

… Hier noch erstmal ein paar Bilder. Auf den Collagen bis Bamberg steht aber das falsche Datum. Soviel zu „Tourbericht gibts morgen“ 😉

Aber den Text gibt es später erst. Dafür ist es heute am 10.9. auch schon wieder zu spät.

An der VDE 8.1 Strecke entlang nach Coburg

Die Sonne kommt über den Thüringer Wald und verkündet dass es auch heute recht warm werden wird. Daher wird rechtzeitig nach dem Frühstück gestartet und es geht über die höhen erstmal nach Altenfeld. Dummer weise hatte ich den „direkten“ Weg über die Feldwege gewählt, da diese aber durch die diversen heftigen Regenfälle der letzten Wochen recht ausgewaschen sind, sind diese recht schlecht bergab zu befahren. Die etwas längere Hauptstrasse wäre die bessere Wahl gewesen.

Hinter Altenfeld geht es erst weiter hinab um dann wieder hinauf zur Brücke über das Tal der Oelze anzusteigen.

Aktuell ist die Brücke nur mit 100km/h befahrbar da Betonabplatzungen vorkamen die erstmal untersucht und saniert werden müssen.

Die Strasse darunter von Altenfeld nach Katzhütte ist daher gesperrt.

Die Langsanfahrstelle macht das Fotografieren recht entspannt. Gerade weil, wie auf der Strecke üblich, der Zug meist direkt vom Tunnel auf die Brücke und wieder ins Tunnel wechselt.

Der geplante Weg ist nicht befahrbar. Das soll noch öfter vorkommen. Mehrfach war der als befestigter Waldweg dargestellte weg ein besserer Rückeweg der Holzfäller, oder Zugewachsen. Dafür fuhr ich an anderer Stelle gar auf ausgeschilderten und gut befestigten Rad- oder Wanderwegen die nicht in der Karte (weder Komoot noch Google) verzeichnet sind. Liefert hier Thüringen als Vorlage alte Fake Karten der Stasi bzw. NVA um den Gegner in die Irre zu leiten? 😉

Also runter ins Tal der Oelze und durchs gleichnamige Ort ins Tal der Masse. Und wieder gehts stramm bergauf.

An der Massebrücke kommt auch mal die Fotohornisse zum Einsatz da hier auch mal ausreichend Platz zwischen Bahnstrecke und Hochspannungsleitung ist.

Wegen der benachbarten „langsamen“ Brücke klappt es auch hier gut mit dem Fotografieren.

Aber da es drumherum recht ruhig ist kündigen sich die Züge durchs Tunnel auch rechtzeitig an.

Über den Berg gehts wieder rüber ins nächste Tal ubd rüber zum Scheitelpunkt der VDE 8.1 zwischen Erfurt und Bamberg.

Auf dem Weg dahin ein Stollen in dem einstmals Gold abgebaut wurde was die Bezeichnung des benachbarten Goldistal auch erklärt.

Und wieder hinauf zum Aussichtspunkt am Scheitelpunkt. Auf der Nordseite wäre mal etwas Vegetationsrückschnitt fällig, dann hätte man auch die Dunkeltalbrücke mit im Bild.

Und dann wieder runter und wie schon den ganzen Tag wieder hinauf.

Was aber mit einem schönen Blick auf das Unterbecken des Pumpspeicherwerk Goldistal belohnt wird.

Auch hier wiedermal ein „Nichtwaldweg“ und statt am Stausee entlang folge ich dem ausgeschilderten und recht gut befahrbaren aber in keiner Karte erscheinenden Wandeweg zur Eisfelder Ausspanne.

Vor der Ausspanne noch etwas Wasser auf dem Weg, mit dem Rad besser zu bewältigen als zu Fuss und von nunan ging es bergab.

Vorbei am Flößteich der Werra, kurz nach ihrer Quelle, und der wild sprudelnden jungen Werra entlang ging es entspannt rollend talwärts nach Sachsenbrunn.

Und wenn man schon unten ist kann man natürlich wieder hinauf fahren. Zwar ab jetzt an etwas steiler, aber der Motor macht es auch trotz der Hitze erträglich.

Am Südportal des Bleßbergtunnel, bzw. der Truckenthalbrücke kommt auch gerade passend eine Doppeltraktion ICE-T auf dem Weg nach Erfurt vorbei.

Und dann wieder unter der Talbrücke hindurch und wieder hinauf zum an die Brücke anschließenden Überholungs-/Betriebsbahnhof Theuern. Der Feldweg auf der Westseite des Bbf stellt sich als Trampelpfad heraus.

Die in den Fels eingeschnittene Trasse des Bbf erinnert mich irgendwie an Südfrankreich.

Vom Betriebsbahnhof Theuern geht es rüber nach Rauentstein (ja stein nicht thal, sorry für den Ortstauscher), das zur Gemeinde Frankenblick gehört und zum krassen Gegensatz zu den mit 300km/h den Betriebsbahnhof passierenden ICE Zügen.

In Rauenthal machen die am Wochenende zweistündlich verkehrenden Züge der Südthüringenbahn auf ihrem Weg zwischen Sonneberg und Grimmenthal stets Kopf. D

Dies wurde seitens des Streckenbetreibers „Thüringer Eisenbahn“ mittels eines mit Rückfallweichen ausgestatteten „Hosenträgers“ effizient gestaltet. Züge nach Sonneberg fahren daher immer nach Gleis 1, die nach Grimmenthal und Meiningen auf Gleis 2. Die übrige Gleisanlage die zu Reichsbahnzeiten recht üppig gewesen sein dürften sind zurückgebaut. Immerhin hat man aber nicht soweit zurückgebaut dass man keine Lok unsetzen kann und so besteht am Nordende des Bf noch eine Verbindung von Gleis 1 und 2.

Die Doppeltraktion RS1 der STB, welche laut örtlich kundigem Bekannten nicht sehr oft vorkommen, kommt aus Sonneberg nach Gl. 2 herein und verlässt diesen in der Gegenrichtung nach vier Minuten schon wieder. Und ein Gruss an den Knipser per Typhon ist auch drin.

Dach gehts weiter Talabwärts nach Süden.

Und hinter der Grümpetalbrücke geht es bei Roth über Kolonnenwegplatten zum Einschnitt hinter der Brücke anschließenden Tunnel Müß und vor der Froschtalbrücke.

Hier haben die Züge gut 250 bis 300 km/h drauf und es ist schon beeindruckend wie diese den Einschnitt passieren.

Zurück auf den „Kolonnenwegplatten“, wobei es nurnoch wenige Kilometer bis zur heutigen Landesgrenze sind und die Froschtalbrücke steht schon in Bayern.

Und nach dem kurzen Anstieg zum Staudamm des Regenrückhaltebecken Froschtalsee geht es wieder ebtspannt talwärts.

Und so ist schon bald die Talbrücke der VDE 8.1 und der A73 bei Dörfles erreicht, sowie am Ortsrand von Dörfles die Einfädelung der Verbindung von Coburg auf die VDE 8.1 Erfurt mit direkt anschließendem technisch nicht gesicherten Bahnübergang.

Ubd nach kurzen Zwischenstop im Kaufland von Dörfles, zur Wiederauffrischung des Getränke Vorrats, wird Coburg mit seiner hübschen Altstadt erreicht.

Eigentlich hätte ich die Tour nicht in Erfurt sondern in Gotha beginnen müssen. Gehörten die in beiden Städten stehende Schösser ja den jeweiligen Herrschern aus dem Hause Coburg-Gotha. 😉

Nach einer erfrischenden Dusche im Ibis Styles in Bahnhofsnähe geht’s zurück in die Innenstadt und im Brauhaus Stadl kehre ich ein.

Wobei nur das „Veste Bier“ aus der hiesigen Brauerei kommt. Der Rest ist Grüner, Tucher, Lederer und Zirndorfer aus der Nürnberg/Fürther Region.

Aber es schmeckt wie auch der Sauerbraten, das Rotbier, Bierlikör ubd Erdbeer Tiramisu.

Zur blauen Stunde geht’s nach einem Abstecher zum Rathausplatz zurück zum Hotel.

Morgen geht’s wieder heim.

Wenn mir nicht die Ohrstöpsel selbst im Zug regelmäßig herausfallen würden und ich keinen Handyhalter am Lenker habe könnte ich die anstehenden Telkos am Montag auch auf dem Rad beiwohnen 😂

Ob ich von Coburg nach Bamberg per Rad fahre und dann per Werntal nach Hause oder als Plan B zuerst per Zug und ab Lohr per Rad…

Ich werde es morgen ad hoc entscheiden.

Hier aber erstmal die heutige Tour von Neustadt nach Coburg bei Komoot.

Von Erfurt auf den Rennsteig

Erstmal ein kleiner Rückblick.

Anlass für die kleine Radtor war eine Dienstreise nach Erfurt für ETCS.

Schön dass der ICE-T drei Fahrradstellplätze hat, dumm kzr dass weder der Platz 101 noch 102 nutzbar ist da der Halter so hoch sitzt dass die Gepäckablage das einhängen verhindert. Aber da ich das einzige Rad im Zug hatte wurde auch 102 undisponiert.

Der Zug kam sogar 3min vor Plan an.

Die Reparatur der Klimaanlage im Worst Eastern, öhm Best Western beim Hauptbahnhof bewegt sich auf DB Services „Niveau“. Grht bei den aktuellen Temperaturen gar nicht. Es hat gut 30°C bei 75% Luftfeuchtigkeit. Sehr eklig und die Beschwerde war erfolgreich.

Erfurt ist eine schöne Stadt, aber bei so einem „Bappwetter“ reicht es gerademal zum Sightseeing beim Gang zum Abendessen mit den Kollegen.

Auch am Donnerstag ist es so klebrig warm…

„Freitag ab Eins macht jeder Seins“ und so geht es nach dem Ende des ETCS Workshops aus Erfurt heraus.

Schon interessant was hier als Kreisstrasse deklariert ist. Normal kenne ich da nur schmale Ortssträsschen, aber raus aus Erfurt ist die Kreisstrasse Arnstädter Allee eine vierspurige Kreisstrasse.

In Rockhausen wird der offizielle geographische Mittelpunkt Thüringens passiert bevor es weiter nach Marlishausen an der Bahnstrecke nach Saalfeld geht.

In Gröbitzhausen muss etwas improvisiert werden da die Ortsdurchfahrt und Bachbrücke saniert wird und dann wird Griesheim sowie das Ilmwerk mit seinem Salinenbohrturm bei Dörnfeld erreicht.

Den Abstecher zur historischen Brauerei in der Nähe in Singen erspare ich mir bei der Hitze.

Hinter Gräfinau-Angstedt schraube ich mich Richtung Wurmberg zum Betriebsbahnhof Ilmenau-Wolfsberg hinauf.

Der Betriebsbahnhof Ilmenau-Wolfsberg sollte ursprünglich ein Personenbahnhof für eine Interregio Linie werden, aber es wurde nur ein Betriebbahnhof für Überholungen auf der VDE 8.1 und dem „Rostzustand“ der Überholgleise nach deutet es darauf hin dass auch Überholungen selten vorkommen, da ja im Grunde neben den zwei ICE die Stunde kein Güterverkehr stattfindet. Der ICE 506 durcheilt daher den Bahnhof mit gefühlter Höchstgeschwindigkeit umd wird in etwas mehr wie 10 Minuten Erfurt Hbf erreichen.

Die Ilmtalbrücke bei Langewiesen ist eher ein Vormittagsmotiv da auf der Westseite Lärm-/Windschutzwände die Züge verdecken.

Aber auch so beeindruckt das Bauwerk.

Am Ortsrand von Langewiesen wird auf den Eadweg nach Gehren gewechselt der auf der ehemaligen Bahnstrecke von Ilmenau nach Grossbreitenbach liegt.

Der ehemalige Bahnhof von Gehren ist mit der Feuerwehr und Firmen überbaut, das Empfangsgebäude wurde 2012 abgebrochen.

Beim 11 Jahre nach der Einstellung des Personen- und Güterverkehr in 2009 abgebrochenen Wohlroseviadukt hat jemand eine Reminiszenz an die ehemaligen Fahrzeuge aufgestellt.

Auf teils schmalen Pfaden geht es auf oder neben der ex. Bahntrasse zum Ortsrand von Gehren wo der Radweg wieder fortsetzt.

Über Möhrenbach geht es mit meist 2% Steigung kontinuierlich bergauf. Es ist weiterhin um die 30°C recht warm, aber die Luftfeuchtigkeit geht mit jeden Höhenmeter herunter und macht das wesentlich erträglicher.

Im ehemaligen Bahnhof Neustadt-Gillersdorf, der gut 4,5km von Neustadt am Rennsteig entfernt liegt geht es von der Bahntrasse weg. Der Radweg wurde in der Gegenrichtung bereits auf der Radtour in 2017 befahren.

Und dann ist Neustadt am Rennsteig erreicht.

Einchecken im Rennsteighotel Hubertus.

Hoffentlich benötige ich hier nicht einen Bus.

Der örtliche Nahkauf schließt entgegen der Website bereits um 18 statt 19 Uhr und so bin ich etwas geringfügig zu spät. Dann weren die Getränkevorräte halt morgen früh aufgefüllt.

Dem Schild an der Wand im Treppenhaus nach dürften die Besitzer des Rennsteighotels Hubertus dieses Jahr das 30 jährige Betriebsjubiläum feiern.

Nach 2017 und 2019 bin ich nun das dritte mal hier.

Das „Falken“ Bier kam bis mitte der 80er aus dem Ort, nach der Wende wurde die Marke von ursprünglichen Eigentümer reaktiviert aber da die Brauerei nichtmehr bestand nun in Lizenz gebraut. Aktuell laut der Bedienung wohl aus der Nähe von Schweinfurt. Aber es schmeckt.

Gebauso wie die Gemüsesuppe, Sülze, den Hawai-Becher und den Rennsteig Tropfen.

Bodenständiger Wirt mit bodenständiger Küche zu fairen Preisen.

Hier die Komoot Aufzeichnung mit weiteren Bilden.

Morgen geht’s an der VDE 8.1 entlang nach Coburg.