Es ist recht warm in Graz und damit auch im Zimmer, ein Ventilator wäre was feines.
Trotzdem habe ich relativ gut geschlafen und das gute Frühstück weckt die Lebensgeister.
Danach geht’s über dem Wochenmarkt auf dem Lendplatz zum Billa Markt und die Getränkevorräte aufzufüllen, denn es soll um die 30°C werden.

Und etwas nach 9 Uhr geht’s los zur Sommerradtour2026. Zunächst runter zur Mur, die Graz durchfliesst.
Am sehr eigenartig geformten Kunsthaus fährt eine Tram auf der Brücke über die Mur und das ohne Fußgänger im Bild. Glück gehabt.

Danach fahre ich, dem doch recht rudimentären Navi des Kiosk Display folgend eine kleine Schleife bevor es an der Mur weiter bis Puntigam geht.

Vorbei an der den Ortsnamen tragenden Brauerei gehts zum Bahnhof von Puntigam und drunter durch bevor es über Land und wegen Strassensperrung mit Umweg rüber zum Bahnhof Premstätten-Tobelbad geht.
Das Netz der Graz-Köflacher-Bahn (GKB) wird derzeit elektrifiziert und daher der Ast von Lieboch nach Köflach derzeit gesperrt. In Premstätten-Tobelbad ist von der Elektrifizierung noch nichts zu sehen.
Für ein Zugfoto war ich 1min zu spät und eine halbe Stunde will ich nicht warten.

Also geht’s weiter nach Döbl. Das Museum des ehemaligen Mittelwelkensender Döbl ist leider nur auf Anfrage für Gruppen geöffnet. Schade, die Beschreibung klingt interessant.
Na dann halt weiter nach Dobl.

Hinter Dobl geht es zunächst stramm berauf um dann hinab ins Tal der Oisnitz zu rollen.
Hier ist die Oberleitung zwischen Wettmannstetten und Lieboch bereits fertiggestellt, auf Grund der Lücke zwischen Graz und Lieboch dieseln hier aber noch die GTW der GKB, die bei Oisnitz und Alling-Tobiseck abgelichtet werden.

Danach geht es wieder über den Berg ins Tal des Stainzbach in dem zwischen Stainz und Preding-Wieselsdorf der auf Schmalspur verkehrende „Flascherlzug“ verkehrt.
In 2025 drohte noch die Einstellung der Museumsbahn, aber mitkerweile scheint die Zukunft wieder gesicherter nachdem sich das Land an den Betriebskosten beteiligt.
In Kraubath treffe ich auf die Bahn. Diese verkehrt laut Webseite Heute, aber leider erst um 15 Uhr ab Stainz was etwas spät für die heutige Restetappe ist, von der hier knapp 50% geschafft ist.

Die kleine Station verbreitet segr schönes Nebenbahngflair. Die Elektrik an den Lampen ist aber eher „hust“.
Nach kurzer Rast geht’s dann wieder berauf ubd dann ins Nachbartal.
Aber hier komm ich wieder her.
Bei Gussendorf wird zunächst die GKB Strecke überquert und die Koralmbahn mit einem klassischen IC nach Villach abgelichtet. Etwas später kommt dann ein RailJet nach Wien vorbei.

Und wue es sich gehört kommt beim Stellungswechsel ein Westbahn Stadler Kiss vorbei ohne Fotochanche.
Dafür kommt aber auf dem GKB Gleis die aus einem Siemens Vectron von Beacon Rail mit einer Doppelgarnitur von DB Gebrauchtzug als S-Bahn Graz – Wies-Eibiswald und auf der Koralmbahn ein weiterer RailJet Richtung Klagenfurt vorbei.
Als der Bahnhof „Weststeiermark“ erreicht wird Dübelt gerade ein RailJet in der Version der Tschechischen CD durch den Bahnhof.
Da die GKB Züge den Bahnhof auch anfahren sind das Gleis 1 und 2 konventionell mit Signalen ausgestattet, die übrigen Bahnsteiggleise 3 und 7, die reinen Überholgleise 3 und 6 sowie die durchgehenden Hauptgleise 4 und 5 der Koralmbahn verfügen nur über ETCS L2 ohne (Haupt)Signale wobei Rangiersignale vorhanden sind.
Neben dem Bahnhof ist einer der Bohrköpfe der Tunnelbohrmaschinen des Koralmtunnels ausgestellt.
Im Vergleich zu den „Billigstationen“ wie Limburg Süd ist der Bf Weststeiermark rekativ aufwendig, auch hinsichtlich Bahnsteig und Bedachungen sowie Empfangsgebäude gestaltet.

Rangiersignale auch im ETCS Bereich und Hydraulische Weichenantriebe von Voest im Westkopf des Bahnhofs.
Auch wenn keine klassischen Lichtgauptsignale verwendet werden, sondern nur, in Deutschland Ne14 bezeichnete ETCS Marker, werden diese trotzdem die „Signale“ mit den ws-rt-ws Baken an den drei Fahrleitungsmasten davor angekündigt und der ETCS Marker ist zusätzlich auch damit gekennzeichnet.
Während ein im Bahnhof zuvor haltender RailJet gerade in den Koralmtunnel einfährt kommt einer Richtung Graz gerade heraus.
Ich fahre un den Berg herum weiter nach Deutschlandsberg.

Es geht dann recht angenehm am Bach entlang und im Spar am Ortsrand wird der Getränkevorrat wieder ergänzt.
Dabach geht’s weiter durch Deutschlandsberg mit Blick auf die namensgebende Burg.

Es geht aus Deutschlandsberg raus, unter der Strasse mit der Bahn hindurch und vorbei an der ehemaligen Anschlussbahn Leibenfeld, welche den zentralen Logistikstandort des Baustelle am Ostportal des Koralmtunnel war.

Der Fischteich gäbe ein gutes Fotomotiv ab, aber gut eine halbe Stunde Wartezeit ist mir angesichts der in der Nähe grummelden Gewitterwolken zu lange.
Amüsant finde ich auch das Schild „Hohlbach Vorstadt“. Eine Vorstadt für „Drei Häuser mit sieben Spitzbuben“? 😀
Der Titel „Ölspurgemeinde“ bezieht sich hier nicht auf defekte Ölwannen oder offene Tankdeckel zu der die Feuerwehr zum Abstreuen ausrückt, sondern das hier produzierte Kernöl.
In Bad Schwanberg biege ich zu spät ab, aber dafür erwische ich die S-Bahn nach Wies-Eibiswald.

Das S in S-Bahn steht hier für stündlich.
Oberhalb des Bahnhofs von St.Martin checke ich im Gasthof Martinhof ein bevor ich nach St. Martin im Sulmtal rüber fahre um für Morgen Getränke zu bunkern.

Vom Gasthof herunter ist die stündliche Kreuzung zur vollen Stunde gut zu fotografieren.
Noch schnell duschen und dann geht’s zum Abendessen. Steinpilzsuppe, Backhend’l mit Salat und ein „Mohr im Hemd“. Die Halbpension gefällt, aber ob ich die (wie gestern) üppigen Portionen weggestrampelt bekomme?
Noch ein Abendfoto von der Terrasse von der Zugkreuzung und am Kühlschrank wird etwas „Wegzehrung“ für den Tagesbericht mitgenommen.

Morgen geht’s über den Radlpass in den Slowenischen Teil des Drautal und rüber nach Kärnten.