Bahntechnik und Treppen in der Staumauer

Kurz nach 6Uhr wurde ich wach und es grüsst wie schon gestern Abend ein schöner Sternenhimmel herüber wobei die Bildoptimierung der Kamera das Bild heller erscheinen lässt wie es wirklich war.

Etwas nach 7Ihr war es dann langsam an der Zeit aufzustehen und der erste Zug des Tages rollte ins Bild.

Nach dem Frühstück kommt dann auch die Sonne durch und mit dem nächsten Zug aus St. Moritz und dem aus Poschiavo wurde der Nachschub fürs Restaurant und Hotel angeliefert wobei alle inkl. dem Chef anpacken.

Ich übe mich vor dem Zug nach St. Moritz am Weichenbesen, ein Job der hier bei der kleinen Roten vermutlich besser bezahlt wird wie Jobs bei der großen Bahn in D mit hoher Verantwortung  🙁

Perfektes, wenn auch ab und an recht windiges, Wetter herrscht auf der Fahrt nach St. Moritz.

Dort wurde die Gruppe von einer Delegation der RhB in Empfang genomnen und allerlei Interessantes über die Bahnstromanlage der RhB im allgemeinen als auch der Umschaltbaren Oberleitungsanlage 11kV 16,7 Hz und 1,5kV= über Gleis 6 im Speziellen und derdn Einbindung in die Sicherungstechnik erläutert.

Eine ähnliche Anlage besteht in Pontresina über dem Gleis 6.

Die Ähnlichkeiten zu den in D EbSÜ Plänenen und hier Bahnhofsschaktplan genannten Oberleitungpläne sind schon frappierend wobei hier in „Grundstellung“ offen / aus dargestellt sind. In der D Version ist dagegen der Schaltzustand so dargestellt wie wenn gefahren wird.

Von der Relaisanlage, gut geschützt im Keller untergebracht sowie Plänen der selbigen stelle ich hier keine ein, aus Gründen, auch wenn es auf der Führung nicht untersagt wurde zu Fotografieren.

Das Titelbild des Blogbeitrags zeigt ein WV (Weichenverschluss in einer Fahrstrasse) muss dazu reichen.

Die Kollegen der RhB hätten vermutlich nich viel mehr gezeigt, aber die Gruppe musste um 13 Uhr den Bus zum nächsten Themenpunkt nich erwischen.

Noch ein paar Impressionen vom Bahnhof.

Achja, über dem Bahnsteigdach Gleis 6 befinden sich mehrere Laserscanner. Diese sollen sicherstellen das die Umschaltung der Oberleitungsspannung nur erfolgt wenn kein Bügel angelegt ist. Eigentlich würde es reichen wenn der Hauptschalter des Fahrzeugs aus ist, aber es kam wohl schon vor dass der HS für 11kV nicht öffnete und der Zug dann mit aktivem 11kV Fahrzeugstrang unter den 1,5kV unterwegs war und der Trafo dann Zitat: “ Wie ein Tauchsieder im Ölbad“ wurkt und durch die Zusatzlast die Oberleitubg überlastet.

Die Scanner haben aber ein Problem mit Nebel oder Schnee was hier nicht zu selten vorkomnt und zudem eteasan die Probleme der modernen Scanner zur Bahnübergangsfreimeldung erinnert.

Mit dem Bus Richtung Chiavenna geht es nun zum Malojapass den ich nicht sonderlich spektakulär in Erinnerung hatte aber, ggf. ob der recht strammen Fahrweise des Postbuschaufeur sehr überraschte. Insbesondere auf wie kurzer Strecke und mit wie vielen Kehren er sich ins Tal schraubt.

Die Seilbahn des Zürcher Energieversorgers evz zum Albigna Stausee ist primär als Lastenseilbahn bis 5 Tonnen Zuladung konzipiert, die Konzession für den Personentransport beschränkt diesen aber auf 8 Personen, wodurch in der im Vergleich zur Gesamtkonstruktion kleinen Gondel jeder einen Sitzplatz bekommt.

Die erste Stütze steht erst kurz nach der Streckenhälfte in luftiger Höhe, was eine recht lange Spannweite bedeutet. In der Talstation kann man sich die Trag- und Zugseile gut ansehen.

Nach ein paar Minuten Fahrtzeit wird dann die Bergstation am Fusse der Staumauer Albigna erreicht.

Schon auf der Fahrt hat es eine wahnsinnige Aussicht aber auch hier oben ist es einfach nur „Whow.

Auch hier zeigt man was man hat. Das Widerlager der Tragseile ist dekorativ hinter Glasscheiben „verborgen“.

Nach einem groben Überlick über die Staumauer für der evz Mitarbeiter in den Staudamm hinein.

Ein uralter Transporteagen begrüßt gleich am Eingang, aber er liefe tadellos hieß es. Kein Wunder, es ist ja fast nichts dran was kaputt gehen könnte.

Es hat hier sogar eine kurze Standseilbahn hier im Bauwerk welches zudem überraschender weise grosse Hohlräume besitzt..

Ubd dann ging es vieeeeeeele Treppen hinab zum Grundablass um dann wieder mittels vieler vieler vieler Treppenstufen bis kurz vor die Dammkrone anzusteigen.

Es ist schon imposant mitten in einem Bau zu stehen der trotz der vielen Hohlräume über 900.000t schwer ist und sich trotzdem durch Wasserdruck (Pegel), Temperatur usw.sich regulär um 7cm auf dem Fels bewegt. Der Bau ist zudem nicht im Fels verankert, er besitzt zuem nichtmal Stahl sonder besteht aus reinem Beton und ruht nur durch sein Gewicht auf  dem Fels.

Mach über 100 Höhenmeter Treppensteigen und langer Tinnel, teils mit erheblichen Tiefblick (Bild 3 zeigt den Eingang mit der kurzen Standseilbahn) wird an der westlichen Dammkrone wieder das Tageslicht erreicht.

Und hier erwartet einem dann noch viel mehr Panorama.

Aber es nutzt nichts, es muss dann doch nach etlichen Fotos der Fussweg, nun ausserhalb des Damms da der Führer der evz noch Kollegen bei einer Störung unterstützen muss (oder gab es eine Jubifeier? *grins*).

Die Seilbahn ist definitiv auf Grubd der Aussicht und der Konstruktion ein Fahrt wert, die fast schon zu schnell vorbei ist.

Es wird sogar noch der Bus 1/2h früher erreicht was einen entspannten Übergang zur Berninabahn ermöglicht, zudem entfällt dann das Zittern um den Anschluss falls der Bus dann wie dieser 5 bis 7 Minuten Verspätung hat weil sich Autofahrer die Richtung Italien untwerwegs sind einen Kehricht drum Scheren dsss der bergwärts fahrende Postbus vorfahrt hat.

Im aus einem einzelnen Alegra Triebwagen bestehenden Regionalzug, was eher untypisch ist weilnalle anderen auch welche früher und später am Tag stets Personenwagen und/oder Güterwagen dabei hatten, geht’s dann nach Alp Grüm.

Das Dekoelement mit divesen Gebirgsblumen und Kräuter macht sich heute richtig gut mit dem Zug. Aber windig und kalt ist es.

Der Zugankündiger meldetvden vorletzten Zug nach Poschiavo vor aber das Essen kommt nicht mit dem Zug (bzw. dessen Grundlage kam heute morgen).

Keine Ahnung wie die Kamera es macht, es hat zwar fast wieder Vollmond der aber hinter Wolken scheint, aber die Kamera stellt nach 3-4sec Belichtung teils Bilder her als wäre es taghell.

Der Tagesfahrplan:

Ab 09:08 Alp Grüm (R 19, Richtung: St. Moritz)
An 10:11 St. Moritz – Gl. 7

Besichtigung umschaltbares Gleis und Stellwerkskeller

Ab 13:00 St. Moritz, Bahnhof – Kante C (B 604, Richtung: Chiavenna, Stazione)
An 13:38 Pranzaira, Albigna

Fahrt Seilbahn und Besichtigung Staumauer

Ab 16:11 Pranzaira, Albigna (B 604, Richtung: St. Moritz, Bahnhof)
An 16:58 St. Moritz, Bahnhof – Kante D

Ab 17:48 St. Moritz – Gl. 7 (R 19, Richtung: Poschiavo)
An 18:49 Alp Grüm

Für den Samstag gibt’s kein festes Programm. Angrdacht ist etwas wandern und Fotografieren bei Brusio, Miralago und Bernina Suot.

Über den Lukmanierpass nach Alp Grüm

So, heute wieder weiter mit Gepäck. Umsetzen von Bellinzona nach Alp Grüm war angesagt. Da für den Weg vom Tessin dort hin in den vergangenen Touren schon diverse Wege wie über den San Bernadino, via Lugano und Bus nach Tirano oder auch via Mailand genutzt wurden wurde heute mal, sozusagen auf den Spuren der ehemaligen Biasca – Aquarosa Bahn, der Weg über den Lukmanier Pass gewählt.

Dazu ging es erstmal wieder durch die Altstadt zim Bahnhof. Bei dem Kunstwerk am Wegesrand frage ich mich ob es eine Eistüte oder einen Norddeutschen im Nordeesturm darstellt.

Mit der S10 wurde dann Biasca erreicht.

In der Fahrplanauskunft war die Eigenartigkeit aufgefallen dass für die späteren Busse ein Hinweis drin war dass die Haltestelle am Bahnhof verschoben sei. Beim Bus um 10:11 aber nicht. Beim Blick auf den Bahnhofsvorplatz ist aber schnell klar dass auch dieser woanders hält.

Auf dem Weg zur provisorischen Haltestelle wird im Depot beim Bahnhof eine angeheizte kleine Dampflok gesichtet.

Die Fahrplanaushänge im provisorischen Halt verwirrend etwas. Ist die Linie 140 doch mit Biasca – Aquarosa – Olivone und dem Logo des regionalen Busanbieters überschrieben, deren Haltestellenkette führt aber bis Disentis. Der Ubersichtsplan daneben suggeriert dazu zwei Betreiber. Den regionalen Bus bis Lukmanier Passhöhe und ab dort den Postbus.

Aber letztenendes war es dann doch wie in der Fahrplanauskunft ausgegen ein durchgehend verkehrender Postbus.

Dieser war bis Aquarosa sehr gut besetzt, ab Olivone waren er aber auch noch zu gut 50% belegt.

Von der ehemaligen und 1974 eingestellten Bahnstrecke nach Aquarosa ist nicht mehr viel zu sehen. Ein Relikt ist die Lawinenzugunterfahrung am Ortsrand von Biasca und ein andres due heute als Busdepot genutzte ehemalige Remise in Aquarosa.

Hinter Olivone steigt die Strasse dann stärker an und mit ein paar Kehren geht es hinauf zur Lukmanier Passhöhe.

Im Gegensatz zur Fahrt über den Grimsel, Susten oder Gotthardpass hat es hier keine 20min Aufenthalt und es geht sogleich in den Lawinenschutztunnel in dem sichvdann auch der höchste Punkt der Passstrasse mit 1972m.ü.M. befindet, womit der Lukmanierpass mit der niedrigste alpenqerende Pass in der Schweiz ist.

Von nunan ging es bergab und bach vielen schönen Ausblicken ins Alpenpanorama kommt nach 1 3/4h Fahrt das Kloster von Disentis/Mustér in Sicht.

Hier war etwas Zeit beim Umstieg der für einen Einkauf genutzt wurde und um das Umspannen des Glacier-Express nach Zermatt von der im historischen Grün gehaltenen Ge4/4 II 611 der RhB auf eine HGe4/4 II der MGB zu beobachten.

Der Glacier-Express ist neben RhB Güterzügen und den immer seltener werdenden mit Deh4/4 der MGB bespannten Pendelzügen, wobei diese nicht mehr nach Disentis kommen, einer der wenigen nicht mit Triebwagen geführten Züge hier.

Ansonsten dominieten hier die MGB Komet und RhB Capricon Triebwagen den Verkehr.

Der aus zwei Capricon gebildete Zug nach Chur ist geführt vom Capricon der beim Rekord am Albula 24 weitere Capricon im Schlepptau hatte.

Diesmal kann er aber auch wieder in ganz normaler Vielfachsteuerung das Vorderrheintal hinsb fahren.

Nach der Rheinschlucht ist in Reichenau-Tamins umsteigen Richtung Albula angesagt, wobei dirt der Zug nach Disentis mit dem einzigen in Champagnersilber lackierten Capricon vorbei kommt. Sieht interessant aus, aber Rot steht dem Triebwagen besser.

Bei bestem Wetter präsentiert sich die Albulalinie, Bilder werden eher weniger gemacht denn man ist ja nicht zum ersten mal hier 😉

In Preda sond die Bauarbeiten zum Umbau des alten Albulatunnels in einen Rettungsstollen/-tunnel im vollen Gange.

Der 3min Anschluss am selben Bahnsteig in Samedan klappt reibungslos und ebenso der letzte Umstieg des Tages in Pontresina in die Berninabahn.

Statt des Allegra wurde als Sitzplatz der als vorletzter Wagen eingereihte AB-Wagen ausgewählt. Wobei dort eine Familie mit zwei „wohlerzogenen“ Blagen nervte.

Aber die Aussicht auf die grandiose Landschaft und die sehr respektable Wagenschlange entschädigte etwas.

Vorbei am einer dekorativen Steinsammlug aks Überbleibsel der Sperrstelle Bernina wurd alsbald der Lago Bianco erreicht…

… und damit auch Ospizio Bernina mit 2254m.ü.M. der höchste Punkt der heutigen Tour und damit sind es nurnoch wenige Minuten bis zum heutigen Tourziel Alp Grüm.

Bezug des Zimmers mit Blick auf den immer mehr schwindenden Palü Gletscher und noch ein kurzer Spaziergang zur nun mit einem dekorativen Aussichtspunkt versehenen Kehrschleife am Bahnhof.

Im letzten Sonnenschein noch eine heisse Ovomaltine auf der Terasse bevor es ans auspacken geht.

Die in Basel auf gerademal 260m.ü.M. gekaufte Chipstüte hat sich nun auf 2090m.ü.M. ganzschön aufgebläht.

Noch kurz mit den NightJet Schlappen etwas entspannen bevor es zun Essen geht.

Schon fast traditionell gibt es Pizzoccheri und das anschließende Braulio „Sorbet“… ein Traum.

Vor dem Weg ins Zimmer mache ich noch schnell einen Abstecher in die Kälte für ein Foto vom letzten Zug des Tages.

Aber auch der Blick aus dem Zimmerfenster mit dem Sternenhimmel kann sich sehen lassen.

Zum Abschluss wieder der heutige Fahrplan:

Ab 09:20 Bellinzona – Gl. 2 (S10, Richtung: Biasca)
An 09:37 Biasca – Gl. 3

Fussweg

Ab 10:11 Biasca, Stazione (B 140, Richtung: Disentis/Mustér, staziun/posta)
An 11:57 Disentis/Mustér, staziun/posta

Fussweg

Ab 12:44 Disentis/Mustér – Gl. 2 (RE7, Richtung: Chur)
An 13:49 Reichenau-Tamins – Gl. 3

Ab 14:08 Reichenau-Tamins – Gl. 4 (IR 38, Richtung: St. Moritz)
An 15:45 Samedan – Gl. 2

Umsteigen

Ab 15:47 Samedan – Gl. 3 (R 15, Richtung: Pontresina)
An 15:55 Pontresina – Gl. 1

Umsteigen

Ab 16:05 Pontresina – Gl. 4 (R 19, Richtung: Tirano)
An 16:49 Alp Grüm

Morgen geht’s dann nach St. Moritz ein wenig Bahntechnik anschauen und dann über den Maloja Pass zum mit einer recht eindrucksvoll verlaufenenden Seilbahn zum Albigna Stausee.

Ein wankelmütiger Petrus auf dem Berg der Migros Bahn

Heute ging es erst um 9:17 in Bellinzona los, genügend Zeit somit für etwas Sightseeing in der Altstadt von Bellinzona.

Auch der Bahnhof weist Besonderheiten auf, so besitzt das Gleis 4 Richtung Lugano aus Platzgründen (Sicht durchs Bahnsteigdach eingeschränkt) eine Miniaturversion eines Hauptsignals bei dem die gelb und grün Optiken aus Platzgründen ausserhalb des Kennzeichnungsring liegt.

Die S10 kam pünktlich und genau so pünktlich wurde Capolago-Riva S. V. erreicht wo die Bergbahn ihre Talstation hat.

Es wurde eine S-Bahn frpher genommen was einen entspannten Fahrscheinkauf (30% Rabatt mit der in der Übernachtung inkludierten Ticino Card) und noch gute Platzauswahl (bevorzugt in Fahrtrichtung rechts) ermöglichte.

Mit der kurz vor der Abfahrt ankommenden S-Bahn 30min später wurde der Zug dann gut voll.

Ihre Verwandtschaft zu den Triebwagen der Wendelsteinbahn oder auch der Val de Núria Bahn in den Pyrenäen können die Triebwagen kaum leugnen, wobei hier die Einstiegstüren direkt beim Fahrer positioniert sind.

Warum eigentlich Migros Bahn, hat es hier einen Supermarkt im Zug? Nein, das nicht. Aber die primär im Detailhandel tätige Migros Genossenschaft hält die Anteile der Monte Generoso Bahn seit der Gründer von Migros Gottlieb Duttweiler diese nach ihrer Stilllegung 1939 in 1941 als Genossenschaft übernahm um deren Abbau zu verhindern und weiter zu betreiben. 1954 ersetzte man die Dampfloks durch auf deren Untergestell aufgebaute Dieselloks und ab 1980 wurde die Strecke mit 800V =  elektrifiziert und die vier Triebwagen der Bauart Bhe 4/8 in Betrieb genommen. Dementsprechend „Retro“ ist deren Innenausstattung.

Die Fahrt beginnt auf dem Bahnhofsvorplatz ubd steigt dann sofort steil an um die SBB Bahnstrecke ubd die Kantons Straße zu unterqueren. Danach geht es unter der A2 hindurch und mit kontinierlicher Steigung kletter die Bahn auf 800mm Spurweite stetig die steile Bergflanke hinauf.

Währen der Fahrt durch die Bergflanke ergeben sich Ausblicke nachvSpden in Richtung Mendrisio und Richtung des italienischen Varese.

Nanach klettert die Bahn zumeist im Wald hinauf und nach ca. 2/3 der Strecke wird in der Station Bellavista, welche ihren Namen zurecht trägt denn hier hat es erstmalig einen schönen Ausblick nach Nordwesten auf den Luganer See.

Hier wird dann auch mit dem talwärts fahrenden Zug gekreuzt, wobei die Weichen von Hand gestellt werden.

Im unteren Drittel liegt die Station S. Nicolao, welche aber nur bei Fahrten im Halbstundentakt, wenn alle vier Fahrzeuge im Einsatz sind, zur Kreuzung genutzt.

An der Südostflanke geht es nun weiter und nach gut 40min Fahrtzeit wird die auf 1600m.ü.M. gelegene Bergstation erreicht.

Das 2017 eröffete neue Bergrestaurant „Fiore di pietra“ von Mario Botta steht überdimensional und geradezu wie ein notgelandetes Ufo mitten in der pittoresken Bergwelt.

Die Vorliebe für Sichtbeton ist seit Jahrzenten ein Merkmal schweizer Architektur, was aber nur zu oft eher an Armee Bunkeranlagen erinnert.

Von Südosten ziehen immer wieder Wolken an den Berg heran, aber nach Norden und Westen ist die Aussicht herrlich.

Die Aussicht wird genossen und rüber zum Aussichtspunkt auf dem I Calvagiún genossen.

Aus den Wolken ragt das Monte Rosa massiv heraus und dessen berümtester Gipfel, das Matterhorn, ist ganz klar zu erkennen.

Einem gut erkennbaren, aber in der offiziellen Landkarte nicht verzeichneter Weg führt nach Westen zur Absprungstelle für Gleitschirmflieger.

Von dort ist die Sicht auf die Bahnstrecke aber zeitweise durch die Wolken blockiert und so wird querbeet der Abstieg zur Bahn vorgenommen um die nächste Bergfahrt zu erwischen. Die Talfahrt hatte sich im Nebel versteckt.

Aber bei der Bergfahrt gaben die Wolken wenigstes Abschnittsweise den Blick frei.

Die ca. 150 hinunter gewanderten Höhenmeter galt es nun wieder hochzulaufen, diesmal jedoch auf dem Wanderweg.

Dabei hatte ich einen Denkfehler und wollte die Talfahrt des Triebwagens um 13:45 abwarten. Aber hier besteht eine Taktlücke und so fährt weder um 13:45 ein Zug talwärts, noch kommt einer um 14:15 an.

Und so langsam zieht es sich nun zeitweise dichter zu.

Ich werde gedanklich eine Münze und beschieße den 14:45 nicht wie der Reste der Gruppe für die Talfahrt zu nehmen sondern diesen und die folgende Bergfahrt unterhalb der Bergstation zu Fotografieren.

Petrus war anderer Meinung ubd schickte stets passend zum Zug Wolken vorbei. 🙁

Egal, immerzu Schönwetterfotos wären ja auch langweilig.

Zurück am Ufo noch ein paar Fotos vom Gorilla ähm Triebwagen im Nebel, einen Kaffee gegen die aufkommende Kälte und um 15:45 Uhr wieder hinab. Nicht ohne ein wenig Fotodoku von der Innenausstattung des Triebwagens zu machen und zuvor noch 5m Italien betreten zu haben denn die Landesgrenze läft hier ganz spitz auf die Terasse des Berghaus zu und wer zum Gipfel oder auch nur zur bebachbarten Kapelle will läuft damit „quer durch Italien“.

Tja, was soll ich sagen. Gut 1km weiter und 200 Höhenmeter unterhalb der Bergstation hatte es keinen Nebel und penetrante Wolken mehr. Hrmpf… +[oo]+ „Oberdoppelriesenmist“

Die Sonne meint es entsprechend git und nicht ärgern sondern die Aussicht genießen war die Losung des Tages.

Noch ein paar Bilder vom Triebwagen in der Talstation undcdann rüber zur S-Bahn.

Infodisplays geben u. a. hier an der Station umfangreiche Infos zu den Zügen, inkl. Wagenstand und Befüllungsgrad. Kein Vergleich zu der Minimalinfo per DSA auf kleineren Stationen in D.

Die Signale werden seit einigen Monaten hier nicht mehr gebraucht da die Züge auf ETCS L2 mit Führerstandssignisierung geführt werden.

Im Gleis zum ehemaligen Schiffsanleger parkt ein weiterer Triebwagen der Monte Generoso Bahn während ein Twindexx CH als IC Richtung Lugano fährt. Da die Schiffe auf dem Luganer See den Anleger von Capolago-Riva nicht mehr anfahren wird die kurze Stichstrecke nicht mehr genutzt, aber sie besteht noch.

Weiter nach Lugano und an der hinunter in die Stadt führenden Standseilbahn hinüber zur FLP deren Station vor dem Bahnhofsvorplatz und eine Etage tiefer liegt.

Seit dem Frühjahr 2022 verkehren bei den FLP nurnoch die Stadler Tramlink auf der Strecke zwischen Lugano und Ponte Tresa.

Für den aktuellen 15min Takt stehen neun Fahrzeuge zu Verfügung was bei Doppeltraktion vier Garnituren im Umlauf bedeutet.

Die Strecke ist schwierig zu fotografieren. Nur an wenigen Stellen hat es freie Sicht auf die Strecke und zeitlich liege ich 1h hinter dem Plan.

So bleiben nur „Belegfotos“ von der Ausfahrt und kurz darauf von der Einfahrt in Ponte Tresa bevor es wieder zurück nach Lugano geht.

Noch ein paar Fotos aus eem Fenster und beim Umstieg in Lugano und es geht mit der in der 2. Klasse gesteckt vollen S-Bahn durchs Monte Ceneri Basistunnel nach Bellinzona.

Auf dem Weg in die Jugi entdecke ich ein Elektroauto das sehr stark an die einstige Isetta von BMW erinnert.

In der Abendsonne hat die Altstadt ihren ganz eigenen Charme.

Noch schnell frisch machen und es geht ins Restaurant wie gestern. Diesmal mit Salat und Lasagne was auch segr gut war.

Hier moch der Fahrplan von heute:

S 10
Nach Chiasso
Ab 09:16 Bellinzona, Gleis 4
An 09:51 Capolago-Riva S. Vitale, Gleis 2

ZahnR
Nach Monte Generoso Vetta
Ab 10:35 Capolago-Riva S. Vitale, Gleis 11
An 11:15 Monte Generoso Vetta

Fotos macheb und das Panorama genießen

Ab 14:45 Monte Generoso Vetta (CC 87, Richtung: Capolago-Riva S. Vitale)
An 15:25 Capolago-Riva S. Vitale – Gl. 11

Umsteigen

Ab 15:38 Capolago-Riva S. Vitale – Gl. 1 (S10, Richtung: Biasca)
An 15:54 Lugano – Gl. 4

Fussweg

Ab 16:09 Lugano FLP – Gl. 11 (S60, Richtung: Ponte Tresa)
An 16:35 Ponte Tresa

Umsteigen

Ab 16:54 Ponte Tresa (S60, Richtung: Lugano FLP)
An 17:20 Lugano FLP – Gl. 11

Fussweg

Ab 17:25 Lugano – Gl. 4 (S10, Richtung: Biasca)
An 17:43 Bellinzona – Gl. 2

Morgen geht’s via Lukmanier und Albula nach Alp Grüm an der Berninabahn.