Glück im Unglück

Wenn das also schlechtes Wetter sein soll? Dann gerne mehr davon. Es ist nur etwas kälter geworden.
Am Nachmittag soll es aber vsl. regnen. Abwarten…

Auf Grund der guten Wetterlage entschliesse ich mich zur Änderung der Route und statt zwischen Rhein und Autobahn fast steigungsfrei nach Landquart zu fahren geht es wieder bergan nach Jenins und mittenrein in die Weinberge

Und wenn es hoch ging dann geht es auch wieder runter. Ja, die gestern gewechselten Bremsbeläge funktionieren 1a 😉

Am Ausgang der Chlus bei Malans werden noch schnell RE (und Bahnen) abgefangen um dann in Richtung Chur anzutreten.

Aber da war dann doch eher der Wunsch der Vater des Gedanken.

Die rechte Tretkurbel hatte keine Lust und brach beim Antritt sauber und glatt ab.

+[oo]+ *Mist* dachte ich mir frei nach Bernd das Brot. Via Google wurde ein Fahrradgeschäft beim Bf. in Landquart gefunden. Die Fahrt über 2km dort hin war etwas eigenwillig zu treten aber dank leichtem Gefälle und den Motorschwung schnell passiert. Ebenso schnell und unkompliziert wurde bei 2 Rad Brauchli & Co für 30,- CHF die Tretkurbel ersetzt. Super! Es sieht nach einem Ermüdungsbruch vmtl. aus Materialfehler aus…

Im benachbarten Bahnhof von Landquart rangiert derweil die Gm 4/4 241 neben einer Ge 6/6 II. Die 1959 und zuvor bei diversen Schmalspurbahnen in Deutschland eingesetzte Lok (u. a. Auricher Kleinbahn und Brohltalbahn) wurde 1999 durch die RhB grundlegend saniert. Aus dieser Lok wurde in den 1960er Jahren die DB Baureihen 251 und 252 abgeleitet.

Es klart immer weiter auf und auf Höhe von Ziers sind RhB Personenzüge mit beigegebenen Güterwagen als auch die Begegnung eines SBB Doppelstock RE mit einem RhB Güterzug mit einer Ge 6/6 II zu sehen.

Seit dem 2.10. kommen, nach der Beseitigung der Bauschäden bei Rastatt, die ICE auch in die Schweiz und damit bis Chur.

Noch schnell ein Foto von einem Zug nach Arosa auf der innerstädtischen RhB „Strassen(bahn)trasse“ und es geht weiter nach Felsberg.

Wegen Bauarbeiten am Radwegg wurd dieser zwischen Chur und Felsberg u. a. über den dortigen Waffenplatz umgeleitet. Irgendwie ein komisches Gefühl…

Weiter geht’s nach Reichenau-Tamins und damit zum Zusammenfluss des Vorder- mit dem Hinterrhein. An der Rheinbrücke der Strecke nach Disentis gibt sich eine Ge 4/4 I 610 mit dem Glacier-Express die Ehre. Heute sind offenbar viele RhB „Rentner-Loks“ unterwegs.

Bei Bonaduz suche ich einen brauchbaren Fotostandort und wurde nach dem RE mit der Ge 4/4 III 642 von einem Vororttriebzug Be 4/4 überrascht. Ich dachte eigentlich dass diese gänzlich von den Allegra ABe 4/16 verdrängt wurden. Sozusagen als Kirche auf dem Sahnehäubchen folgte ihm im Blockabstand eine Ge 6/6 II mit einem Güterzug.

Nach so vielen Fotostops war erst mal Strampeln angesagt. Mit durchschnittlich 5 bis 8% Steigung geht es hinauf zum Aussichtspunkt in die Rheinschlucht die durch einen gewaltigen Bergsturz beim heutigen Flimsentstanden ist.

Es gesellt sich auch noch ein Zug ins Bild. Auch wenn er eher nach Spur N Fahrzeuggrösse aussieht. 😎

Vom Aussichtspunkt geht es zunächst stramm bergab in den Versamer Tobel und mit etlichen Spitzkehren hinauf nach Versam. Die Schweizer Armee sichert dort anscheindend im Rahmen des Herbstmanövers die dortige Gaststätte. 😆

Der Himmel zieht sich während der Fahrt hinunter nach Ilanz langsam zu, es bleibt aber trocken jedoch wird es zunehmend kühler.

Interessant finde ich dass die Busfahrer der Postbusse (die oft das Posthorn nutzen) welche hier die Dörfer erschliessen stets grüssen wenn die einem wiederholt begegnen.

Ilanz (Rumantsch Glion genannt) ist erreicht. Der Bahnhof wird derzeit umfangreich umgebaut besitzt aber derzeit noch Ecken in denen man sich um Jahrzehnte zurückversetzt fühlt. Nach dem Zimmerbezug und Abendessen bei einem guten regionalen Bier der in Flims ansässigen Brauerei ist es jetzt langsam Zeit für’s Bett.

Aktuell regnet es, aber morgen soll das Wetter bis ab Mittag sehr gut werden. Ich bin mal gespannt.

Hier die Touraufzeichnung von heute.

Drei Länder und ein Fluss

Sehr ärgerlich. Beim letzten Editieren war der ganze Beitrag plötzlich wieder weg…

Naja, dann nochmal.

Seit Tourbeginn war langfristig stets schlechtes Wetter angesagt. Glücklicherweise war die Kurzfristprognose stets besser und det morgendliche Blick aus dem Fenster bestätigt dies.

Daher entscheide ich der Bahn nach Heiden (eine der wenigen normalspurigen Zahnradbahnen) einen Besuch abzustatten. Ein nicht unkritisches Unterfangen bei knapp 90km geplanter Strecke und einer Passüberwuerung kurz vor dem Ende.

Aber der Weg hinauf in den Weiler Wartensee und der zugehörigen Station war es wert.

Ob der Triebwagen in Wartensee ab ubd an zu seinem Hersteller Stadler im Tal in Altenrhein blickt? 😉

Rasant ging es bergab. Vorbei am Werk von Stadler wo ein BLS Mutz zwischen Heuballen und mitten in der Einflugschneise der Flugplatz auf die nächsten Schritte wartet.

Am Altrhein geht es weiter nach Rheineck und dort rüber nach Österreich ins Rheindelta bis zum „Neuen Rhein“ bei Fußach

Südlich von Fußach wechselte ich auf die linke Seite des Rheins und fahre teils parallel zur schmalspurigen Rheinregulierungsbahn.

Heute fanden durch den Verein „Rheinschauen“ zwar Fahrten statt aber mit 15 Uhr für mich zu spät und „nur“ vom Depot ubd Museum in Lustenau zur Mündung. Der südlich des Depots gelegene und in die Schweiz führende Abschnitt nach Widnau und Kriessern wird nur selten befahren. Das Kieswerk südlich von Widnau wurd noch angefahren. Der Abschnitt südlich davon bis zur Zollstation bei Kriessern (Bild isz versehentlich mit Oberried beschriftet) scheint schon länger unbefahren. Der ab Widnau auf Schweizer Seite nach Norden führende Streckenanteil ist schon länger abgebaut.

Südlich der Zollstation Kriessern ind nördlich Oberried wechselte die Bahn ehemals wieder auf die österreichische Seite. 2012 wurde die Brücke auf schweizer Seite jedoch abgebaut wodurch der am südlichen Steckenende gelegene Steinbruch nicht mehr angedient wird. Der LKW hat gewonnen… 😕

Ich biege bei Oberried vom Rhein ab und fahre den Fluss Ill Hinauf Richtung Feldkirch und an einem unscheinbaren Teich / See bei Schaanwald wurde unbenerkt die Grenze nach Lichtenstein gequert. Willkomnen im „Hilti-Land“. 🤣

Hinter Schaan ging es dann wieder auf dem Rheindamn weiter in Richtung Süden an Vaduz vorbei und dann im „Landesinneren“ nach Balzers.

Hier stand dann die Gewissensfrage „Pass über den Luzinsteig“ ja oder nein.

Der Akku spricht was von 30% und due Reststrecke ist <20 km. Also entscheide ich much den Abstieg auf die Passhöhe von 713 m. ü. M. und damit gut 250m Anstieg zu wagen.

Bereits kurz nach der Landesgrenze von Liechtenstein und der Schweiz befindet sich die erste Sperrstelle mit Betonreitern und zuvor eingebrachten Bahnschienen inkl. einer Artilleriestellung im Berg.

Ab hier durchquert die Strasse im übrigen einen sogenanntem Waffenplatz.

Azch andere Radfahrer nahmen sich des Anstiegs an, aber ohne Akku. Respekt!

Die Kühe im „Sperrgraben“ vor der ehm. Festung St. Luzisteig müssen vmtl. taub oder schlicht schussfest sein. Das zwischenzeitlich mehrfache Feuern der Artilerie scheint sie jedenfalls nicht zu beeindrucken.

Just an der Passhöhe meint der Akku sich mit 5% Restkapazität sich abzumelden. Normal geht er bis 1% aber vmtl. wirkt da die Leistungsprognose mit rein.

Egal… ab jetzt geht es fast nur noch teils steil bergab nach Maienfeld und im örtlichen Spar wird Reiseproviant und ein sehr leckerer örtlicher Wein gebunkert.

Im Hotel angekommen wird nach dem Zimmerbezug erst mal repariert. Die Hinterradbremse ruft wieder mal nach neuen Belägen. Die Brense arbeitet sich etwas ungleichmäßig ab und schafft daher nur 1000km. Muss ich mal nach der Tour danch schauen. Die wichtigere vordere Bremse schafft locker die doppelte Strecke.

Langsam ziehen Wolken herein. Mal sehen was die nächsten Tage bringen. Abgeblich soll es bis runter auf 1300m schneien.

Schnee wird evtl. erst übermorgen zum Problem. Das morgige Etappenziel Ilanz liegt auf „nur“ 702m. Aber dann kommt Sedrun und der Oberalppass mit 1405 bzw. 2033m.

Schaumermal…

Achja. Es waren dann heure mal fast 96km Strecke und 660 Höhenmeter aufwärts. Wie üblich hier bei Komoot mehr Bilder und Details.

Hoch zum Bodensee

Nach einer sehr erholsamen Nacht war heute die zweitlängste Etappe mit 86km von Schaffhausen nach Rorschach (wue üblich mit vielen Bildern bei Komoot) angesagt.

Das Wetter ist durchwachsen. Meist bewölkt mit vereinzelten Sonnenlücken. Also ideales Radelwetter. Der Radweg zwischen Schaffhausen und Konstanz ist sehr gut genutzt.

Zunächst aber erst mal wieder ein Fotostop an einer Brücke. Die Schaffhauser Rheinbrücke der Strecke nach Kreuzlingen bettelt regelrecht danach als Motiv dienen zu dürfen und kurz darauf erreicht eine Doppeltraktion GTW der SBB Marke Thurbo aus Nesslau-Neu St. Johann (S8 mit 2:46h Fahrtzeit) pünktlich Schaffhausen und nach nur 5min kehrt einer der Triebwagen wieder Richtung St. Gallen zurück. Schweizer Bahnen… ein gut geöltes Uhrwerk.

Gut auch zu wissen dass es im Rhein oberhalb des Rheinfalls keine Haie gibt. Ansonsten könnte sich ja der kleine Bunker am Rande Schaffhausens drum kümmern. 🤓

Weiter geht es über die deutsche Exklave Büsingen nach Hemishofen.

Büsingen ist durch nicht einmal einen Kilometer Schweiz (und einen Bauernhof) vom deutschen Gailingen getrennt. Am östlichen Ende ist der schweizer Bereich gar mit Schild und Schlagbaum gesichert. Am westlichen Ende deutet nichts auf den Ländewechsel hin. Zwischen Gailingen und dem schweizer Diessenhofen mit seiner hübschen Flussbebaung überbrückt eine historische Brücke den Rhein. Bei Hemishofen überquert die Bahnbrücke der ehemals von Etwilen über Ramsen bis nach Singen führenden Bahnstecke den Rhein. Aktuell ist hier nur noch eine Museumsbahn unterwegs und die Strecke wird als Bahnhofsgleis betrieben. Das am nördlichen Brückenkopf stehende Einfahrsignal von Hemishofen ist dunkel.

Nächste Station ist Stein am Rhein welches mit einer sehr hübschen und von Touristen überlaufenen Altstadt aufwarten kann. Hier wird auch vom rechten auf das linke Ufer des Rheins gewechselt der hinter Stein am Rhein zunächst zum Untersee und bei Kostanz vorübergehend zum Bodensee wird.

Stets entlang des See / Rhein und / oder Bahn geht es weiter Richtung Kreuzlingen und Konstanz. Typisch für die Stecke ist, wie auch schon auf der Strecke von Laufenburg über Konstanz nach Eglisau beobachtet ist die Verwendung der Betonmasten für die Quertragewerke in den Bahnhöfen wie sie für die „Notelektrifizierung“ in den 1940er Jahren verwendet wurde.

Hinter Eschenz gewährte eine kleine Steigung schöne Ausblicke auf den Untersee, die umgebende Landschaft und ein Zug darf natürlich auch nicht fehlen. 😁

Unterwegs kreuzte ein „Rudel Schotterochsen“ zum Kleineisenwechsel den Weg. Ich bin immer wieder begeistert wie vollständig ausgestatteten und insbesondere mit welch sauberen Warnschutzkleidungen die Mitarbeiter der SBB Infrastruktur unterwegs sind. Vmtl. keine Klamotten von Bardusch 😕

Bei Triboltigen direkt am Haltepunkt Zeugen wieder einmal Bunker vom Verteidigungswillen. Die Bunker gehören zum Festungsgürtel Kreuzlingen. Ob sie etwas genutzt hätten? Ich sag mal so. Gut dass es sie im Nachgang betrachtet nicht gebraucht hat…

Der Konstanzer Grenzübergang in der Kreuzlinger Hauptstraße ist nur noch für den unmotorisierten Verkehr zugelassen und beherbergte eine interessante Ausstellung über die wechselhafte Geschichte zwischen Konstanz und Kreuzlingen. U. a. am für den Kraftfahrzeugverkehr geöffneten Übergang in der Konstanzerstrasse (schweizer Schreibweise) wurde heute verschärft kontrolliert. In Gegensatz übrigens zu den vielen übrigen Übergängen an der „grünen Grenze“.

Warum es im Südkopf des Konstanzer Bahnhof zwei Bahnübergänge in nicht einmal 50m Abstand hat? Weil die Deutsch – Schweizer Grenze dazwischen liegt und daher gibt es einen mit Lichtzeichen und Schranken nach deutschen Richtlinien und einen nach Schweizer Typus und beide haben ihr eigenes Schalthaus. Verrückt wie auch due Tatsache dass es im Stadtbereich von Konstanz abschnittsweise sogar noch einen echten Grenzzaun gibt.

Gemütlich und nur von den zahlreichen seit Konstanz vorhandenen kleinen Mücken genervt geht es am Bodensee entlang nach Romanshorn.

In Romanshorn grüssen zum erstenmal die ersten Ausläufer der Alpen mit dem Alpstein im Appenzeller Land.

Alsbald ist Arbon, der ehm. Heimat der legendären Saurer LKW und Busse, erreicht und Rorschach wird erreicht. Die Station Rorschach Hafen verfügt über Gastronomie auf dem Bahnsteig. Direkter Zustieg nach dem Essen ist optional.

Blick aus dem Hotelzimmer (Zimmer 305) auf die Bahnstrecke. Was will man mehr. 👍🤗
Apropos mehr. Das „schwäbische Meer“ ist dabei auch zu sehen. 🤣😎

Zimmer zur Bahn… das könnte Konflikte bergen. Die Chefin an der Rezeption zuckte schon in unguter Erwartung als ich meinte „Oha! Zimmer mit Zug vorm Fenster und Seeblick“ und war schlagartig entspannt ob des Nachsatz „Besser geht es nicht“ 🤗
Aber mit dem Zug vorm Fenster ist es wie auf Arbeit 🤣

Das Zimmer ist irgendwie „plüschig“ aber sauber und sehr geräumig und das Fahrrad hat ausreichend Gesprächspartner in der Tiefgarage 😆

So, gegessen habe ich auch gut im Hotel und der Bericht ging trotz Sonnenbräu aus Rebstein und dem lokalen Kornhausbräu noch gut vom Finger aufs Smartphone.

Gute Nacht… morgen geht’s nach Maienfeld ins Heidiland.

Brückentag

In Deutschland war der gestrige Tag vor dem 3. Oktober ein klassischer Feiertag. In der Schweiz ist der 03.10. logischer weise kein Feiertag aber ein regelrechter Brückentag war die Tour heute doch.

Der Wetterbericht lies nichts gutes vermuten und der Blick aus dem Zimmer bestätigte das Ungemach.

Aber nach dem Frühstück und dem Auschecken wird das Wetter merklich besser und so präsentiert sich die Rheinbrücke auch noch mit etwas blauen Himmel.

Ein Ort mit dem Namen Laubberg passt irgendwie zur Jahreszeit und das Wetter wird zudem stets besser.

Vor lauter Begeisterung über den markanten Turm in Kaiserstuhl verpasse ich glatt den Abzweig zum Radweg.🤓

Im Betriebsbahnhof von Weiach wartet ein Arbeitszug darauf seinen Schotter loszuwerden muss aber erst die Züge nach und von Bad Zurzach abwarten. Bei Rheinsfelden bietet sich ein kurzer Abstecher zur Brücke über den Fluss Glatt an. Hinter Rheinsfelden wurde die Strasse strategisch mit Sprengschächten präpariert.

Die markante Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Eglisau präsentiert sich bei besten Wetter. Der Strassenverkehr über die alte Strassenbrücke ist enorm, aber zum Glück gibt es auf der Seite zur Bahnbrücke eine Ausbuchtung in der man bequem auf die Züge warten kann. Leider mag das Handy den Kartenleser wiedermal nicht, daher konnten nur die Handybilder und nicht die der richtigen Kamera mit optischen Zoom verwendet werden.

Hinter Eglisau ging es hinunter ans Tössegg an dem der Fluss Töss in den Rhein mündet. Am Wochenende gibt es ab dort sogar Flussschifffahrten Richtung Rheinfall.

Ab dem Tössegg ging es stramm bergauf und gewährte dabei einen schönen Ausblick ins Rheintal. Wieder auf Flussniveau angekommen wurde als nächstes der Fluss Thur überquert und Rheinau mit seiner historischen Rheinbrücke erreicht.

Über die Rheinbrücke und einem kurzen Abstecher durch Deutschland war der Rheinfall erreicht. Die Statt Schaffhausen wird stets dazu genannt aber eigentlich liegt er bei Neuhausen. Der markante Wasserfall wird sodann von allen Seiten in Augenschein genommen.

Nachdem dee Wasserfall und die Züge über diesen ausreichend dokumentiert sind geht es weiter nach Schaffhausen ins Hotel.

Das über hotelcard.ch gebuchte Zimmer ist gross und modern ausgestattet. Inkl. Sitzecke und Tisch.

Zum Abendessen mit lokalen Bier geht es in den „Hopfengarten“ dessen Karte kurz und übersichtlich ist. Dass Essen wird dabei hinter der Theke in einer offenen Küche zubereitet. Und das sehr lecker.

So, morgen geht es auf eine der beiden Langetappen mit gut 90km. Aber das Wetter soll gut werden.

Achja. Hier die heutige Etappe von Waldshut nach Schaffhausen mit weiteren Bildern.

D’r Rhing erop oder auch „hinauf“ nach Waldshut

Heute ging es los und die ersten 71km sind durch. Wie üblich gibt es die Etappe mit weiteren Bildern hier bei Komoot.

Leider hatte ich mich ab den Hotel in Birsfelden und einem Abstecher an die Mündung der Birs in den Rhein auf einen anderen Radweg wie den geplanten Weg in Richtung Augst eingelenkt und damit ging es zunächst quer und teilweise auf dem Seitenstreifen der gut befahrenen Hauptstraße durch das Industriegebiet entlang des Rheins. Bereits kurz hinter Birsfelden gab es dabei schon „Dinge die man nicht sieht“ zu entdecken.

Bei Kaiseraugst hatten schon die Römer sich eine Residenz geschaffen. Warum man diese mit Panzersperren sichert. Achso… Dinge die man nicht sieht.

Ab Kaiseraugst bin ich definitiv auf der nationalen Radroute Nummer 2 die dem Rhein folgt. Am Ortdeingang von Rheinfelden grüsst eine alte Dampflok. Durch die hübsche Altstatt geht es dann vorbei an alten Tiefbrunnen der hiesigen Saline Richtung Möhlin.

Weiter am Rhein hinauf und auf Wegen mit schier unaussprechlichen Namen wird Laufenburg erreicht. Der Jesus am Wegekreuz wurde dabei ausgerichtet dass er anstatt den ganzen Tag nur Rumzuhängen er auch mal seinen Kumpel Petrus anhauen könntw damit der sich um besseres Wetter kümmert.

Das seit 1801, wie mehrere Städte und Orte an diesem Abschnitt des Rheins, seit dem Friede von Lunéville in einen Schweizer und einen Badischen Teil getrennte Laufenburg besitzt beiderseits des Rheins eine wunderschöne Altstadt. Wer übrigens genau hinsieht erkennt im Bild 3 der Collage wieder „etwas das man nicht sieht“ um das Schweizer Ufer zu sichern.

Die Bahnstecke von Stein-Säckingen nach Laufenburg wird stündlich mit der S-Bahn bedient. Hinter Laufenburg bis Koblenz (CH) verkehrten seit 1994 nur noch Güterzüge wobei diese neben einigen Leistungen im Transit zumeist nur der Bedienung der Anschliesser dienen. Die noch vorhandenen ehm. Bahnhöfe fungieren heute als Anschlussstellen. Die Strecke ist trotz der vergleichsweise geringen Nutzung sehr gut im Schuss und aktuell werden abschnittsweise Streckenkabel und und die Fahrleitung erneuert. In Deutschland würden „weitsichtige“ Dorfpolitiker den Abriss und einen Radweg fordern. Dass bei Leibstadt das AKW direkt neben einem Wasserkraftwerk steht entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Dafür sind auch hier die Brücken nach Deutschland schwer gesichert.

Die Anzahl der Bunker nimmt gefühlt bis Höhe Waldshut bzw. Koblenz (CH) weitet zu. Im ehm. Bf. Felsenau warten u. a. ein Steuerwagen des Voralpen-Express sowie interessante Bierwagen auf bessere Zeiten.

Es gibt ja Spezialisten die dem Schwachsinn glauben schenken dass Deutschland / die BRD eine GmbH ist. Da sind die Schweizer weiter. Koblenz ist dort eine Aktiengesellschaft. Nein, im Ernst steht das AG auf dem Ortsschild für den Kanton Aargau. Der Bahnhof von Koblenz (CH) wurde, wie auch Laufenburg (CH), barrierefrei renoviert und die Sicherungsanlage erneuert. In Koblenz zweigt die Strecke nach Waldshut ab. Diese schwenkt rechts des Museumsdepot ab, durchquert einen Tunnel und überquert die Strecke nach Bad Zurzach um dann den Rhein zu überqueren. In Waldshut endet die Strecke als Stumpfgleis. Eine Verbindung zum DB Netz besteht nur über zwei Handweichen mit Schlüsselsperre.

Das Hotel liegt etwas ausserhalb an der Rheinbrücke bei der Zollstation und so fuhr ich die gut 2 km per Rad in die Stadt. Der Verkehr auf der Bundesstraße ist extrem. Der Radweg führt aber zum Glück an Rhein entlang und auch die sehr schöne Altstatt ist weitestgehend verkehrsberuhigt.

Ggg

Nach einer Runde kehrte ich im Rheinischen Hof unmittelbar am westlichen Stadttor ein. Sehr lecker und das Wetter erlaubte noch das draussensitzen.

Zurück ging es dann auf dem gleichen Weg wie hin. Wobei das mit den 3m nicht ganz klappte. Aber die Fahrradbeleuchtung ist gut 🤓

Nächstes Etappenziel ist Schaffhausen. Ich hoffe mal inständig dass die Wettervorhersage nicht recht behält.

Nach Basel auf Umwegen

Auf Grund der Streckenunterbrechung in Rastatt wählte ich zur Anreise nach Basel den Weg über Stuttgart und die Gäubahn da der SEV zwischen Rastatt und Baden-Baden keinen Radtransport vorsieht. Im Nachgang betrachtet wäre der Abschnitt auch problemlos per Rad überbrückbar gewesen aber wer weiss schon im Voraus wie das Wetter wird 😉

Das Wetter war besuchbar und daher fur ich per Rad nach Darmstadt und gnügend Zeit für einen Kaffee bevir der EC113 kam.

Der Nachteil an der Verbindung via Stuttgart ist dass derzeit das Oktoberfest in München und die Cannstatter Wasen in Stuttgart veranstaltet wird was aber Zeit für „Sozialstudien“ gab.
Da ziehen sich erwachsene Menschen rudelweise lächerliche pseudobayerische Trachten an um nach München zum Oktoberfest und / oder Cannstatter Wasen zu fahren und saufen zum Vorglühen Becks aus der Dose… Was für Honks.

By the way. Wenn die heute Abend zurückfahren, sind das dann Vollhonks? 😉

Der Fahrradstellplatz im ÖBB EC Wagen ist etwas eigenartig. Ein Fahrrad passt da eigentlich nicht sauber rein ohne am Lenker zu manipulieren. Egal, der Zug war pünktlich die Trachtenkasper auf dem Weg nach Cannstatt und München nervig und eine freundliche Dame hat mir in Stuttgart gleich die Satteltaschen nachgereicht. Sehr nett. Dafür übernahm ich die Reisendeninfo für Ausländische Reisende wegen Gleisverlegung des IC nach Zürich und das herumwuchten von Rentnerrollkoffern. 😉 Gutes bewirkt Gutes.

Der IC nach Zürich hat vmtl. aus Rastatt begründet zwei zusätzliche Wagen und ist gut 100% belegt.

In Singen stehen sehr viele Güterzüge herum. Vmtl. zum Grossteil Umleiter von der Rheinthalstrecke.

Mit 2 Minuten Verspätung wird Schaffhausen erreicht. Nich viel, aber bei 4min Planübergang und 2x Aufzug bzw. Treppe und das vom letzten Wagen aus wurde es sportlich.

Da ich keine Lust auf „Wackeldackel“ der Baureihe 611 bzw. 612 hatte und die Fahrplanauskunft per se wegen knapper Fahrradkapazität warnt hatte ich die RB nach Erzingen eingeplant um dann den Abschnitt nach Lauchringen zur RB nach Basel Bad Bf per Rad zu überbrücken.

Das Wetter ist gut und so lasse ich den „direkten Anschluss“ sausen um auf der Wutachbrücke bei Lauchringen die IRE „Wackeldackel“ abzufangen. Mit einem Talent geht es dann nach Basel Bad Bf und per Rad über die Staustufe bei Birsfelden ins Hotel.

Zum Abebdessen geht es mit der Linie 8 zurück ins Euroland.

Ich hoffe dass sich Petrus nicht an diverse Wetterberichte / -prognosen hält und das Wetter erst mal so bleibt. Sonst macht es keinen Spass:
http://www.schweizmobil.ch/de/veloland/routen-mobile-vl/nationale-routen/route-02.html

V100 bei Langstadt

Am heutigen Sonntagmorgen konnte bei Langstadt eine fast stilreine Odenwaldbahngarnitur, die als Sonderfahrt von Babenhausen nach Heilbronn fuhr, eingefangen werden.

Der einzige Stilbruch in der Garnitur ist der vierte Wagen welcher als vermutlich ehm. CFL Version der „Silberlinge“ in grünem Lack mitläuft.

Jetzt ist es rum…

Auch der schönste Urlaub geht leider mal zu Ende.

Der Blick aus dem Fenster zeigt… heute hat es das Wetter auf das ich gestern gehofft hatte.

Nach dem Frühstück im 9 Uhr im Adalbert-Stifter-Saal (Foto ist vom Sonntag, da war es wenigen um 8 Uhr schon nach Frühstück) drehte ich noch eine Runde durch Passau und zum Zusammenfluss von Donau, Ilz und Inn sowie die zahlreichen engen Gassen der Stadt.

Dann fällt mir noch auf dass an Mariä Himmelfahrt der Schienenbus der Passauer Eisenbahn nach Freyung fährt… naja, man kann nicht alles haben. 😕

Der ICE 28 brachte mich fast auf die Minute pünktlich bis Hanau. Unterwegs konnte die nette Landschaft sowie auch etwas zu Essen im Speisewagen genossen werden. Die Runde des zweiten Urlaubsteil durch F, I, SLO und A endet auch wie er begann. Mit Anschlussfahrkarten 🤣

Auf Grund von Bauarbeiten fuhr der ICE nicht über Nürnberg Hbf sondern durch den Rangierbahnhof. Eigentlich ist kein Ersatzhalt in Fürth vorgesehen aber da nach dem Halt die Türen freigegebenen wurde vermute ich einen Ersatzhalt für „wie der hält erst wieder in Würzburg?!?“ Fahrgäste.

So. Morgen geht’s wieder auf Maloche.

Aber andererseits kann ich jetzt anfangen den Herbsturlaub zu planen.

Habe da schon eine nette Idee.

Bayrischer- und Böhmerwald

Heute war wieder die Ilztalbahn im Programm. Mit ihr fuhr ich um 8:40 nach Waldkirchen um von dort mit dem Bus nach Nové Údolí zu fahren. Interessanter Weise ist der Bus mit Haidmühle Grenze ausgeschildert (wie auch in der Fahrplanauskunft) fährt aber über die Grenze bis zur tschechischen Bahnstation Nové Údolí.

Der Bus musste dabei noch eine besondere Kolonne überwinden.

Mit dem Motorrad kann es jeder. Die Niederbayern kruisen mit dem Trecker.

Während kurzsichtige und verkehrspolitisch in den 70er Jahren stecken gebliebene Politiker auf Bayrischer Seite die Bahnstrecke von Waldkirchen nach Haidmühle abbauen liesen und einen Radweg niedriger Bauqualität daraus machten reaktivierten die Tschechen ihren Abschnitt hinter der Grenze ab Nové Údolí fast zeitgleich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Und die Züge sind gut besucht wie zu sehen war. Insbesondere bei Radfahrern sind die Züge auch beliebt. Jedoch fährt kaum einer auf der ehm. Bahnstrecke weiter.

Während man auf bayrischer Seite in der Region weiterhin auf Umgehungsstraßen setzt, den Busverkehr zumeist nur auf Schulbusniveau betreibt und Gerüchten zufolge zum Fahrplanwechsel im Dezember weiter einschränken will fährt in Nové Údolí fast stündlich ein Zug ab. Teilweise nach Budweis und gar bis Prag durchgebunden.

Mo bis Fr, also ausserhalb der Fahrtage der Ilztalbahn gibt es übrigens den bequemen Zubringer nicht. Dann enden die Busse aus Passau in Haidmühle und Laufen ist angesagt. Wobei die CD auch eigene Busse zwischen Nové Údolí und Waidmühle betreibt.

Über die Grenze fährt, von Hand geschoben, wieder ein Zug. Wenn auch nur wenige Meter. 😉

Das Wetter machte auch Anstalten besser zu werden. Zwischenzeitlich hatte es etwas von schottischen Highlands.

Zurück nach Waldkirchen ging es im 12:32 und dabei kurz durch den Nebel aber auch in bzw. um Waldkirchen besetzte sich langsam das Wetter.

Der gewählte Fotostandort für die Züge die um kurz vor 14 Uhr in Waldkirchen kreuzen war unbrauchbar und so wurde die Wartezeit bis zu den Fahrten kurz vor 16 Uhr in Schiefweg im Wirtshaus zur Emerenz überbrückt.

Dabei kam auch wieder der Treckerkorso vorbei.

So. Das war es. Morgen geht es nach Hause.

Wie ich sehe fahren die ICE weiterhin nicht via Nürnberg Hbf. Na denn, dann mal Sightseeing im Rangierbahnhof machen. 😎

Adieu Österreich – Willkommen im Ilztal

Es galt Abschied zu nehmen von Wiener Neustadt und seiner hübschen Altstadt. Aber nicht im RailJet der CD (Sparversion), denn der fuhr nach Graz.

Über den Wiener Hauptbahnhof und mit einem weiteren RailJet (nach München bzw. Bludenz) ging es bis Linz. „Begeistert“ bin ich über den Zuschlag der ÖBB von 10€ (2. Kl.)bzw. 15€ (1. Kl.) für eine RJ/IC/ICE Nutzung mit Freifahrt. Muss man nicht verstehen… 😡

Mit einem ÖBB Elektrotalent geht es ab Linz als REX nach Passau.

Das gebuchte Hotel „Wilder Mann“ liegt sehr schön in der Altstadt und befindet sich in einem herrlich alten Gebäude. Das Zimmer sieht zwar alt aus, hat aber alles was es braucht. Inkl. WLAN 😂

Mit dem sehr gut gefüllten 15:00 Uhr Zug der Ilztalbahn (laut Aushangfahrplan ab Gleis 2, auf der Bahnhofsanzeige mit Gleis 6 angekündigt und schlussendlich ab Gleis 1 😂) ging es nach Fischhaus.

Eine 2015 im Web entdecke Fotostelle am rechten Ufer der Ilz ist durch die nachgewachsene Vegetation leider nicht mehr vernünftig umsetzbar. Aber vom linken Ufer geht es besser.

Beim guten Abendessen in der Ilzstube kann noch ein Foto auf der dortigen Bahnbrücke gemacht werden.

Das „hoch- und runtergelaufe“ an der Ilz mit weiteren Bildern bei Komoot.

Passau präsentiert sich bei der Ankunft „zur blauen Stunde“. Sehr heftig sind auch die Hochwassermarken am dem Hotel benachbarten Rathaus.

Hmm, das Foto mit dem Gipfelkreuz vom Lusen das mir allerorten begegnet kommt mir irgendwie bekannt vor. 😉

Hatte dazu 2015 eine Anfrage und natürlich gerne zugestimmt das es für den Verein bzw. Bahn genutzt werden darf. 🤗

So, mal sehen ob ich morgen zum Tschechen fahre oder Fotostellen bei Waldkirchen bzw. Freyung suche. Ich lass das Wetter entschieden.