Sonne und Schnee am Bernina

Der Blick nach Draußen sieht lässt gutes Wetter erkennen und der Wetterbericht stimmt sich ein.

Ich entscheide mich für einen Ausflug zum Bernina in der Hoffnung auf mehr Schnee.

Die Schlitten für Preda – Bergün sind beteits am Gleis 1 bereitgestellt um mit den Schlittenpendelzügen zur Verleihstelle in Preda zu gelangen.

Als Zug wähle ich den Bernina-Express welcher von Chur kommt und zwischen Bergün und Pontresina keinen Zwischenstop einlegt.

Der Vorteil an der Bespannung mit dem Zweisystem Allegra hat den Vorteil dass die Sitzplätze im Triebwagen gegenüber denen im Panoramawagen nicht reservierungspflichtig sind. Wobei die Panoramawagen zu 90% belegt sind, aber der Triebwagen fast leer ist. Da beide 1. Klasse Endabteile mit Familien die sich mit 4 bis 5 Personen übers ganze Abteil ausbreiten im Beschlag sind wähle ich lieber die 2. Klasse und hab dort meine Ruhe.

Der Vorstellpflug in Pontresina scheint schon länger keinen Einsatz gehabt zu haben.

Ab Pontresina nimmt auch die Schneehöhe sukzessive zu und die Sonne scheint dazu.

In Ospizio Bernina hält der Zug zur Zugskreuzung ohne offiziell Zu- oder Ausstieg und von Italien her ziehen Wolken auf.

Der Wasserstand des Lago Bianco ist Winterbedingt recht niedrig, das wird sich erst mit der Schneeschmelze ändern.

Die Schneehöhen Messtelle in Alp Grüm verkündet magere 50cm Schneehöhe. Aber immerhin liegt rundherum mehr Schnee wie z. B.  2023 beim debx Wintertreffen, aber es gab auch schon Jahre mit fast 2m Schneehöhe.

Und sogar die Schneefräse ist am Berg und kommt kurz vor dem Zug aus Pontresina wieder vom Profil erweitern wieder zurück in den Bahnhof.

Ein akkuststisches Erlebnis ist dabei auch die Diesellok von Schalke welche die Traktion besorgt. Feinstes Dieselgebrummel.

Mit dem Zug geht’s zurück, was anderes wie mit den Zug ginge eh nicht. Aber erstmal nur bis Bernina-Diavolezza. Die Benutzung des „Zauberteppich“ der die Skifahrer vom Parkplatz zur Seilbahnstation bringt obwohl der Weg 1a zu begehen ist kann ich mir noch verkneifen.

Erstmal ein wenig die Seilbahn betrachten bevor ich in den anscheinend gut begehbaren Schneeschuhpfad einbiege.

Zumindest bis auf Höhe der Station Bernina Lagalb ist er auch ohne Schneeschuhe begehbar, der Weg ist in der Mitte recht gut verfestigt.

Die Landschaft präsentiert sich als Winterwunderland und die roten Züge machen sich da natürlich gut als Kontrastmotiv.

Eigentlich wollte ich bis zur Brücke in der Kehrschleife gehen aber der Weg wird zusehends schwerer zu begehen, regelmässig stecke ich bis Knie- oder Oberschenkeltief im Schnee.

Nee, dann halt den Standort für die nächsten zwei Züge nutzen, auch wenn dort die Sonne nicht optimal steht, aber ich muss mich ja auch wieder zurück kämpfen bis der Weg wieder besser wird. Tja, Schneeschuhe wie 2016 wären doch eine gute Idee gewesen.

Auf Höhe der Brücke bei Bernina Lagalb finde ich noch einen guten Fotostandort und erfreulicherweise kommt dann vor den Personenzügen auch noch die Schneefräse mit der Diesellok vorbei.

Man könnte meinen dass ein überlanger Zug aus Bernina Lagalb ausfährt, aber es sind zwei Züge die dort kurz zuvor gekreuzt hatten.

Danach geht’s wieder zurück nach Bernina Diavolezza. Der „Eisbaum“ steht dort auch dieses Jahr wieder.

Warum neben dem Eisbaum eine Zugangssperre in einer Röhre steht während man überall dran vorbei laufen kann. Keine Ahnung.

Noch schnell vom Parkplatz aus den Zug nach Tirano abfangen und dann wird es Zeit für die Rückfahrt.

Hier der Link zur Aufzeichnung der Wanderung im Schnee bei Komoot mit weiteren Bildern.

Auch hiet wieder ein, wie schon im Herbst beobachtet, ein reines Bü Deckungssignal, das bei geschlossenen Bü in beide Richtungen grün zeigt.

Eigentlich wollte ich in Pontresina in den Bernina-Express nach Chur umsteigen, plane aber im und fahre weiter nach St. Moritz womit ich dann heute das ganze „Gleisdreieck“ im Engadin befahren werde.

Auch hier auf 1700m.ü.M. hat es rund um den Bahnhof nichtmal soviel Schnee wie 1000m niedriger am Rennsteig.

Es gibt noch SBB Gepäck? Zumindest nach Aufschrift der Paletten schon.

Weuchenkurbel und Holz-HV73 sind stets greifbar für den Fall der Fälle, aber heute läuft alles 1a.

Der Glacier-Express wird derweil bis zum Eintreffen des IR aus Chur noch schnell wegrangiert, bevir der IR nach kurzer Wendezeit von 10min wieder zurück fährt.

Auch im Engadin nagt die Sonne am Schnee der Nordhänge.

Die Sanierungs- und Umbauarbeiten am alten Albulatunnel sind am laufen. Eine Option als Fahrradtunnel hätte auch etwas 😉

Pünktlich auf die Minute wird dann Bergün erreicht wo dann im Hotel erstmal die vom Schnee der sich beim Einbrechen in den Schnee in die Schuhe schaffte leicht feuchten Socken und Schuhe auf die Heizung bevor es zum Abendessen geht.

Personalbedingt ist Montag und Dienstag das Restaurant geschlossen und daher wurde die Halbpension ins Weisse Kreuz am Dorfplatz ausgelagert.

Das Menü kann überzeugen, auch das dunkle Bier der Engadiner Brauerei aus Martina an der österreichischen Grenze passte sehr gut dazu.

Abschließend noch der Fahrplan von heute:

Ab 09:46 Bergün/Bravuogn (PE, Richtung: Tirano)
An 11:06 Alp Grüm

Umsteigen

Ab 11:42 Alp Grüm (PE, Richtung: St. Moritz)
An 12:00 Bernina Diavolezza

Wanderung

Ab 15:27 Bernina Diavolezza (R 19, Richtung: St. Moritz)
An 16:11 St. Moritz – Gl. 7

Umsteigen

Ab 17:05 St. Moritz – Gl. 1 (IR 38, Richtung: Chur)
An 17:46 Bergün/Bravuogn

Und morgen? Keine Ahnung, erstmal das Wetter abwarten.

Ein Tag an der Berninabahn

Der Samstag ist bei den debx-Touren schon fast traditionell der Tag zur freien Verfügung (oder bei wem es sich nicht anders ausgeht für die Abreise) und so finden sich dann immer kleine Gruppen die in unterschiedliche Richtungen ausschwärmen.

Über Nacht zogen Wolken rein aber der Wetterbericht des geringsten Misstrauens (www.kachelmannwetter.ch) sagte dass die Sonne im Puschlav noch durchkommen würde.

So wurde um 8:53 Uhr in Richtung Tirano gestartet und in der Tat kam immer öfter die Sonne durch.

Vorbei am Lago di Poschiavo und über das Kreisvadukt von Brusio gehtsxes weiter talabwärts nach dem italienischen Tirano.

Eigentlich war nur eine Stichfahrt nach Tirano geplant um gleich wieder Zurück zu fahren aber an der Basilika Madonna di Tirano due von Zug passiert wird steht die Sonne gerade richtig gut und so wird zunächst vom Bahnhof zum Platz vor der Basilika gelaufen um die nächsten Tal- bzw. Bergfahrten dort abzulichten.

Danach ging es wieder zurpck zum Bahnhof der RhB in Tirano.  Beim bebachbarten Bahnhof der FS wird gerade dad Empfangsgebäude saniert.

Nun ging es nach Brusio mit seinem Kreisviadukt.

Oberhalb des Bahnhofs liegen zwei Kehrschleifen wodurch man den kreuzenden Zug drei mal auf unterschiedlichen Ebenen sehen kann.

Durch das kleine Dorf und vorbei an den uralten Lagerhäuschen in Iglu Form geht’s nun wieder hinab zum Kreisvadukt.

Hier kam nun auch einmal die Fotohornisse zum Einsatz um die diversen vorbeikommenden Züge einzufangen.

Noch in Startvorbereiting wurden die nebenan auf der Wiese befindlichen Kühe erwischt.

Diese waren übrigens sehr neugierig und auch von der Fotohornisse nicht erschreckt wodurch das Foto mit sieben Kühen und zwei Ochsen gelang 😉

Das letzte Foto vom Viadukt ist eigentlich das erste denn der Zug kam als ich gerade die Drohne die gewählte Fotoposition zum Akku sparen verlassen ließ um zu Landen, im Fahrplan verkuckt, und so gelang nur ein Notschuss bei der Viaduktdurchfahrt.

Zurück um Bahnhof ging es auf dem Wanderweg an der Kirche vorbei und teils am Bach entlang durchs Ort. Argwöhnisch beäugt von den zahlreich herumwuselnden Eidechsen.

In Brusio parkt seit Jahren schon die mobile Kantine der RhB.

Der Zug nach Tirano nähert sich und so kam auch kurz danach der kreuzende Zug nach St. Moritz herein.

Mit diesem ging es nun wieder hinauf, vorbei an Miralago und den im Depot von Poschiavo auf ihren Einsatz irgedwann wartenden ABe4/4 II sowie der Gem4/4, denn aktuell waren alle Züge am Bernina mit Alegra bespannt.

Das kleine Bahnhofsbistro in Cavaglia wirbt mit einem Café Bremsstaub, klingt interessant aber der Hakt ist dafür zu kurz.

Weiter nun über Alp Grüm und Ospizio Bernina nach Bernina Lagalb. Ä

In Lagalp versteht man wieder woher der Begriff Ein*steigen* kommt. 😀

Es zieht sich langsam zu und die Sonne kommt nur ganz selten ubd kurz durch, zudem pfeift ein recht strammer Wind zeiweise über den Pass.

Trotzdem wird ein kleiner Spazierweg zur oberhalb von der Station Lagalb liegenden Brücke welche als Fotomotiv zusammen mit den in Lagalp kreuzenden Zügen dienen soll gemacht.

Die Fotos sind im Kasten, nix wie zurück zur Bahnstation und in den Windschatten gestellt.

Hier gibt es bei Komoot die Aufzeichnung des kurzen Fotospaziergangs.

Der nächste Zug nach Tirano wurde bis Alp Grüm genommen, noch ein paar Foto und zum Aufwärmen einen Café Lutz.

Und somit endet so langsam aber sicher die debx2025 Tour, nicht ohne während des Abendessen bei Wein, Bouillon mit Käse und Ei sowie einem ausgezeichneten Käsefondue gleich den Termin fürs nächste Treffen in 2027 im Februar festzulegen.

Ausklang mit Vermicelles und einem Limoncello.

Die Wolken ziehen derweil weiter rein und im Laufe der Nacht wurde es recht auch recht stürmig.

Aber der Urlaub ist noch nicht rum.

Morgen wird vsl. über den Flüelapass nach Davos umgesetzt.

Apropos Pässe. Mit dem Fahrten per Zug über den Furka- und Albulapass (den Scheiteltunnel als Passquerung mal mitgezählt) sowie Bernina und per Bus über den Grimsel, Susten, Gotthard, Lukmanier und Maloja dürfte dies die Tour mit den meisten Fahrten über Alpenpässe sein. Zur Not sei der Obere Hauenstein zwischen Waldenburg und Balsthal auch noch mitgezählt.

Zum Abschluss noch die heute genutzten Züge

Ab 08:53 Alp Grüm (R 19, Richtung: Tirano)
An 10:02 Brusio

Fotos am Platz vor der Basilika

Ab 11:41 Tirano – Gl. 3 (R 19, Richtung: St. Moritz)
An 12:01 Brusio

Fotos u. a. vom Kreisvadukt

Ab 14:02 Brusio (R 19, Richtung: St. Moritz)
An 15:24 Bernina Lagalb

Fotos Brücke bei Lagalp

Ab 16:31 Bernina Lagalb (R 19, Richtung: Tirano)
An 16:49 Alp Grüm

Vom Bernina über den Arlberg nach Innsbruck

Es war Abschiednehmen von Alp Grpm und bei bestem Wetter ging es sogar eine Stunde früher wie geplant los im via St. Moritz den RE über Klosters nach Landquart zu nehmen statt nochmal über den Albula nach Chur.

Wie gewohnt pünktlich erreicht der erste Zug des Tages überpünktlich kurz nach 7 Uhr Alp Grüm mit einem Coop Container im Schlepp.

Das Frühstück ist schon gerichtet al um kurz vor 8 Uhr der erte Zug des Tages nach Poschiavo abgefangen wird.

Bei top Wetter geht’s eine Stunde früher wie ursprünglich geplant Richtung St. Moritz

In Poschiavo konnte während des längeren Aufenthaltes der Kran begutachten werden der gestern Abend in Alp Grüm auftauchte.

Weiter ging es nach St. Mortiz wo die Ladestation für Akkubusse vom Bahnhofsplatz verschwunden ist und nur der Bus ins italienische Chiavenna auf Fahrgäste wartet.

Der Zug durch das Vereinatunnel nach Landquart wird mittels zweier Capricorn Triebwagen gebildet. Der Rollkoffer dient beim Fotografieren derweil als mobiler Tisch.

Die Mosaikbilder in der Unterführung sibd auch sehenswert.

Durch das schneearme Engadin und das noch schneeärmere Prättigau geht es weiter nach Landquart. In Klosters Platz wurde derweil auf den aus Davos kommenden Capricon aufgekuppelt.

Umstieg in den ICE4, welcher zum Glück nur bis Sargans genutzt werden musste. Alleine schon bei der Bestuhlung ist wunderbar die seinerzeitige Mehdorn Devise bei der Bestellung „hauptsache Billig“ bzw. dass es eigentlich ein IC und kein ICE werden sollte sehr augenfällig.

In Sargans fährt der ICE dann vor den RailJet (die Kiste ist auch nicht viel besser wie ein ICE4) aus Wien.

Nebenan wartet derweil einer der neuen SBB Dienstwagen?

Ein IC nach Chur führt derweil einen der genialen SBB Panoramawagen mit.

Und dann kommt schon der ÖBB QuälJet öhm RailJet nach Bratislava welcher bis Innsbruck genutzt wird.

In Buchs noch ein eigenartigen Schild und die Ausgeburt an tollen Design *hust* der Fa. Alstom fotografiert bevor es über den Rhein nach Lichtenstein geht.

Und kurz drauf wird Österreich mit Feldkirch erreicht.

Pber den Arlberg ist es Zeit für etwas „Mohnkuchen un a Melange“.

So sieht es also kurz vor Landeck von oben aus wo ich 2022 auf der Radtour unten am Kraftwerk stand.

Mit 5min Verspätung wurde dann Innsbruck erreicht und mit der Tram geht’s dann zur Jugendherberge.

An der Rezeption stellt man sich mit der Verrechnung der Vorauszahlung seltendämich an, naja egal will mich nicht weiter aufregen. Kommimunikation im Vorfeld scheint nicht so die Sache dieses Ladens zu sein. Immerhin sind die Zimmer recht brauchbar.

Abendessen dann im Stigl Bräu in der Nähe der Haltestelle Casino.

Morgen geht’s dann zur Baustelle des Brenner Basistunnel bei Steinach.