Abschied von der Spessartrampe

Nachdem ich im Oktober am Tag der offenen Baustelle in Heigenbrücken das östliche Portal des Falkensteintunnel besichtigen konnte war stets die Idee da der Spessartrampe vor der Inbetriebnahme der Neubaustrecke mitte Juni und anschließenden Rückbau der Trasse via Schwarzkopftunnel einen Besuch abzustatten.

Am 25.5. (Christi Himmelfahrt) gab es dort diverse Sonderfahrten, aber da war mir der „Schratfaktor“ zu hochund so nutzte ich das via www.dbfirmenrad.de erhaltene neue eBike für einen netten Tagesausflug mit 115km Radstreke zur westlichen Rampe ab Laufach bis zum westlichen Portal.

Die gesamte Route mit vielen Bildern gibt es hier bei Komoot. 

Enstannt, zügig und in den Steigungen freundlich elektrisch unterstützt wurde zunächst Nilkheim erreicht. Quer durch das Industriegebiete ziehen sich diverse und zumeist ungenutzte oder überbaute Anschlussgleise. Vor dem Prellbock der das heutige Ende der ehm. Bachgaubahn via Großostheim nach Höchst (Odw.) markuert wird aber auch noch ein Gashandel angedient. Erfreulicher Weise hat man 2016 die Straßenbrücke der B469 erneuert die die Trasse bis Großostheim weiter möglich macht. Derzeit bestehen Bestrebungen Großostheim wieder anzubinden.

Entlang des Mains geht es Richtung Aschaffenburger Innenstadt und durch den Park (Fasanerie) Richtung Laufach.

In Laufach rollte gerade ein langer Zug mit Eaos Wagen ein der vermutlich nachgeschoben werden wurd. Ein guter Grund einen guten Fotostandort zu finden.

Warum man das Portal des westlichsten Hainer Tunnels so gelegt hat dass man bis zum vollständigen Rückbau der dortigen Alttrasse einen wenige hundert Meter langen einspurigen Abschnitt genereriert erschließt sich mir nicht, zumal dort viel Platz gewesen wäre.

Die Baustrasse ermöglicht ein gutes Anfahren der diversen Fotostandorte. Die Aussicht von der Gaststätte des Sportzentrums bei Hain dürfte auf die zwischen dem Hainer- und Metzer Tunnel und tiefer liegenden Neubaustrecke nicht mehr so optimal sein wie zuvor auf die Altbaustrecke.

Beim Blick auf das Trogbauwerk Etzbachtal kam dann ein „Warum?!?“ Effekt auf. Wenige Wochen vor der Stillehung waren zwei Mann mit Grünschnitt (Gras und Gestrüpp) an der Alttrasse beschäftigt…

Die Baustraßen waren nicht wirklich gut in den diversen Landkarten (Komoot oder Bosch Navi)  dokumentiert. Aber auch das westliche Portal verbarg sich recht gut. Auf Grund der fortgeschrittenen Uhrzeit entschloss ich mich nicht auf einen weiteren nachgeschobenen Güterzug am bzw. über dem westlichen Portal abzuwarten und direkt zurückzufahren. Auch der Stichweg, der als Weg zum Portal ausgeschildert war entpuppte sich als zugewucherte Stelle.

Links oben: Blick von oberhalb des Westportals des Schwarzkopftunnel auf die Üst. Heigenbrücken West wo die Nachschiebeloks enden mit eibem ICE-T Richtung Laufach.

Oben rechts: Zurückkehrende Nachschiebeloks oberhalb des Trognauwerks Elzbachtal.

Mitte links: ICE3 am westlichen Portal des Metzer Tunnels in Fahrtrichtung Laufach.

Mitte Rechts: Gegenrichtung zum Bild mitte links, Regionalexpress Richtung Heigenbrücken beim östlichen Portal des Haine Tunnel.

Unten links: Nachgeschobener Güterzug in Richtung Heigenbrücken am westlichen Portal des Hainer Tunnels.

Unten rechts: Regionalexpress zwischen Hösbach und Goldbach.

Wer jetzt meint dass Bahnstrecken immer langweiliger werden da Tunnel und Lärmschutzwände due Sicht versperren der möge mal bei Hösbach und Goldbach die A3 befahren. Ich dachte die Berliner Mauer hätte hier innerorts eine Wiederauferstehung gefunden.


Im Biergarten mitten in der Aschaffenburger Fasanerie wurde sodann eingekehrt und das Mittagessen nachgeholt.

Bier bzw. Apfelwein zu 2,90 für 0,5l und üppiger Braten zu 9,50 kann man sich gefallen lassen. Es bestätigt sich wieder dass Mahlzeiten unter 500g Fleischeinlage in Franken vmtl. als vegetarisches Gericht eingestuft werden. 😂


Frisch gestärkt ging es dann nach Hause.

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