Den Main und Rhein hinab und dabei ein wenig hinauf

Gegen 10 Uhr geht es weiter.

Geschlafen habe ich nicht gut, erst gegen 5 Uhr kam die Temperatur in einen Bereich der ein vernünftiges Schlafen erlaubte.

Zunächst aber entgegen dem Ziel in den Wingerten in Richtung Flörsheim und dann am Main entlang nach Kostheim (statt Schierstein sollte Kostheim auf dem Bild stehen).

Die Treppe zu Steg an der Staustufe Kostheim, der letzen bevor der Main in den Rhein mündet umgehe ich mit der Strassenbrücke von Kostheim nach Gustavsburg und statte der bei der Mainmündung gelegenen Mainzer Südbrücke einen Besuch ab.

Kurz vor der Mainspitze meint ein Vogel Zielschiessen auf mich zu machen. Kaum kommt man in die Nähe von Mainz, schon ist man der Angeschissene. 😂

Egal, die Treffer wurden beseitigt und schon geht es über die Südbrücke rüber nach Mainz. Ich bin mit der Idee offenbar nicht alleine.

Auf der anderen Seite der Tipp eines Mainzers (ich habe extra nachgerfragt da eigentlich Hochverrat) dass der Weg an Wiesbaden vorbei nach Rüdesheim die Schönere sei ggü. der nach Bingen. Oh oh!

Aber dann doch erst mal am Mainzer Ufer entlang, quer durch die Buden und Fahrgeschäfte des Mainzer Fest und durch den ehm. Hafen welcher sich in der Umwandlung zum Gewerbe- und Wohngebiet befindet.

Der heutige und gut genutzte Hafen liegt flussabwärts direkt hinter der Kaiserbrücke zu der ich via Treppe erst mal das Fahrrad hinaufochsen kann. In Schierstein auf der Hessischen Seite geht es ebenso wieder hinunter und via Kastel in Richtung Eltville.

Die Enten und Gänse am Ufer sind von den Radfahrern und Fussgängern recht unbeeindruckt.

In Geisenheim lege ich bei Bockwurst und lokaler Weinschorle eine kurze Rast ein bevor es weiter nach Rüsselsheim zur ehm. Hindenburgbrücke geht.

Die Sonne meint es wieder gut aber das soll sich ändern. Aus Richtung Bingen kommen dicke Wolken herüber.

Egal, es geht nun auf Umwegen da derzeit Rüdesheim mit Motorradfans belagert ist hinauf zum Hauptparkplatz der an der Stelle liegt wo früher die Zahnradbahn zum Niederwalddenkmal begann. Am Wegesrand grüsst auch eine alte Gondel der Seilbahn welche die Zahnradbahn ersetzte.

Der Zahnradbahnweg geht steil bergan, wenngleich nicht immer auf der ursprünglichen Trasse und wie bestellt beginnt es zu Regnen. Aber nicht genug im sich wetterfest Einzukleiden. Es geht weiter und bald ist auch fast die Berstation erreicht. Leider war ich zu langsam und konnte die mit der Seilbahn beförderte Harley nicht fotografieren.

Es herrscht Hochbetrieb am Niederwalddenkmal. Asiaten und Spanier scheinen in der Überzahl. Aber der Ausblick lohnt jedwede lange Anreise.

Das Gewitter ist von Bingen aus in den Rheingau weitergezogen und es scheint wieder die Sonne und so geht es mit tollen Ausblicken auf Bingen, den Mäuseturm und später Assmannshausen wieder stetig hinab ins Mittelrheintal.

Knapp ist die Durchfahtshöhe der Assmannshäuser Seilbahn über dem Weg (laut Schild 2,7m) die wie die Rüdesheimer hinauf in Richtung Niederwalddenkmal führt (und eine ebenfalls vorhandene Zahnradbahn ersetzte) aber einen längeren Wanderweg ab dem Jagdschloss bedingt.

Leider geht der Radweg nicht durchgehend auf eigener Trasse und so muss hinter Assmannshausen für ein paar Kilometer die Bundesstrasse genutzt werden bevor es ein paar Kilometer vor Lorch wieder abseits der Hauptstraße weiter geht.

Eine Fähre bedeutet auch Entschleunigung und so ist trotz 20min Takt ein wenig Warten angesagt bevor es hinüber nach Niederheimbach geht.

Der 628er auf dem Weg nach Bingen erstaunt durch rasche Fahrt. Sieht man diese doch sonst eher im Geschwindigkeitsraster einer Wanderdüne. 😂

Rasch ist ebenso Niedeheimbach erreicht und dieses ebenso schnell durchquert, insbesondere weil man dort Kanonen auf die Gäste richtet.

Und nach einem weiteren Kilometer ist das Weinberghotel Schlösschen erreicht. Zimmer beziehen, Fahrrad hinterstellen, Duschen und dann ein exzellentes Abebdessen genossen und auch der Abschlussschnaps „Möhre – Honig“ war schon etwas eigenartig aber gut.

So, hier noch die genaue Tour mit viel mehr Bildern.

2019-06-20 Etappe 2 Hochheim-Oberheimbach

Morgen geht es hoch in den Hunsrück.

Ein Gedanke zu „Den Main und Rhein hinab und dabei ein wenig hinauf“

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