Via Schweizer Jura und SBB OCI Bern nach Brig 

Der Tag begann früh, der erste Blick aus dem Fenster erfolgte in Freiburg. War doch die Ankunft in Basel SBB um 7:20 vorgesehen das auch überpünktlich erreicht wurde. Die Wartezeit mit Verpflegungseinkauf und dem Erkunden des SNCF Bahnhofsteil überbrückt. Dieser Teil wird in nächster Zeit umgänglich umgebaut und damit wird auch der noch recht ursprüngliche Wartesaal mit seinem nicht mehr genutzten Buffet umgestaltet. 

Nachdem sich unsere aus 14 Teilnehmern bestehende getroffen hatte ging es mit der S-Bahn (Flirt) via Aesch (mit Tango Tram am Bf-Vorplatz) und Delemont nach Glovelier. Dort war ein rasches Umsteigen angesagt. In den höheren Lagen liegt derweil wieder Schnee. Da kurz vor La-Chaux-de-Fonds ein Baum in die Oberleitung gefallen war und vsl. erst im 12 Uhr die Störung beseitigt sein sollte wurde kurzfristig umgeplant und bereits in Le Noirmont bahnsteiggleich in den CJ Zug (Meterspur GTW) nach Tavannes umgestiegen. Von Tavannes ging es mit einem BLS Dreiteiligen GTW (ehm. RM) nach Biel und weiter im Dosto-RE  nach Bern.

In Bern konnte auf dem Weg zum OCI (Operation Center Infrastruktur) der SBB eine Luftweichenverbindung des O-Bus aus nächster Nähe betrachtet werden. 

Nach einer allgemeinen Einführung wurde in zwei Teilgruppen die Arbeit und Funktionen im OCI en Detail erläutert und dargestellt. Diese umfasst neben der abgestuften Entlastung der Betriebszentralen bei Grossschadenslagen auch die Organisation und Disposition der Rettungszüge bis hin zu Tätigkeiten wie der Eingabe von temporären Langsamfahrstellen in die digitalen Systeme so dass jeder Lokführer spätestens nach 24h über die La mittes Datenupdade des persönlichen LEA darüber informiert ist. Das OCI hst Zugriff auf alle Streckenspiegel, ZWL, Störungsdispositionssysteme bis hin zur Oberleitungsteuerung die Schweizweit vorhanden sind. Teilweise auch von anderen EIU. Zumeist jedoch nur im Leserzugriff um stets den Überblick zu haben. Der hohe automatisierungsgrad dabei ist erstaunlich. Auch dass es technische Systeme gibt die den klassischen Alleinarbeiter überwachen (GPS und Bewegungsmelder) um im Falle eines Vorfalls automatisch die Rettungskette zu aktivieren.

Die Zeit vergeht wie im Flug und um 16:39 geht es im RE (Lötschberger) über die Bergstrecke nach Brig zur Übernachtung. Wohin die Dampflok on Kandersteg gehört konnte auf die Schnelle nicht ermittelt werden. 

Auch wie das WLAN aus der Steckdose kommt 😂

Im Hotel gibt es im 4. Untergeschoss fand die einst von einem Kölner Modellbauverein geschaffene Modell der BLS Süd- und Nordrampe ein neues zu Hause. Auch weitere Anlagenteile die eine sehr verkürzte Darstellung der Strecke des Glacier Express  (Bf St. Moritz, Landwasser Viadukt, Bf Zermatt) als auch der Furka Bergstrecke (Seite Realp ist noch im Bau) begeistern. Die Detailverliebtheit ist dabei sehr hoch. Derzeit ist die Anlage nich nicht offiziell besichtigbar, soll aber im Laufe des Jahres eröffnet werden. Auch die aus ehm. BLS und SBB Sitzen bestehenden Sitzmöglichkeiten runden die Anlage ab. Die Chefin des Hauses führt mit allerlei interessanten Anekdoten durch die Anlage.

Persönlich faszinierte mich auch die mittels automatischer Warnanlage gesicherte Gleisbaustelle im Anlagenteil der Nordrampe. 😉

Bei einem für hiesige Verhältnisse günstigen Halbpensionsmenü und Fachsimpelei ging der Tag zu Ende.

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