Ins gebirgige Hinterland

Ob es sinnvoll war von der U-Bahn Station Bologna zum Bf. Tirbutina zu fahren? Ich zweifle daran denn die verschlungenen Wege runter und wieder hoch dürften zzgl. der Wartezeit auf die U-Bahn den direkten Fussweg zumindest an der Wegezeit weit überschritten haben.

Warum in Tirbutina die Gleise 1 Est bis 3 Est nicht irgendwie bei Gleis 1 bis 3 als „Tronko-Gleis“ also am Bahnsteigkopf sondern hinter Gleis 20 usw. zu finden sind muss man nicht verstehen. Zumindest sind die jetzigen 1 bis 3 Est vom neuen Querbahnsteig aus erreichbar und nicht wie vor Jahren auf verschlungenen Pfaden quer durch alle Etagen.

Zunächst recht unspektakulär durch die relativ flache Landschaft geht rs aber schon bald recht stramm aufwärts nach Avezzano.

Die wie Storchennester auf den Bergen thronende oder an Vorsprüngen und Bergflanken hängenden Städte und Dörfer faszinieren stets aufs neue.

In Avezzano hat es angenehme 26°C im Schatten weshalb sich der Aln668 mit dem es nun bald wieder hinunter nach Roccasecca gehen soll entschloss seine Klimaanlagen ohne Funktion zu lassen. Aber dafür hat es ja Fahrtwind bei geöffneten Fenster…

Das Ort döst derweil in der Sommersonne.

Von Avezzano kommt man mit den Zug auch schön quer über den Appennin nach Pescara an der Adriaküste. Aber nur 2x am Tag. Schade eigentlich da die Strecke landschaftlich etwas hergibt.

Auch aus Avezzano heraus geht es erst mal in der Hochebene weiter aber nach einem Tunnel im Seitental eröffnet sich ein enges Tal welches wieder von diversen Dörfern auf den Bergspitzen gesäumt ist. Das Tal wird mal breiter und schmäler und insgesamt geht es sehr abwechslungsreich hinab nach Roccasecca.

Die Fahrgastzahlen sind sehr übersichtlich. Mehr wie 2 bis 5 Fahrgäste waren selten im Zug, in Kombination mit den zahlreichen Langsamfahrstellen über diversen Brücken lässt dies keine grosse Hoffnung für die Zukunft der Strecke aufkommen. Aber selten waren 2h Fahrzeit so abwechslungsreich.

Von Roccasecca geht es wieder nach Rom zurück.

Und wie üblich stehen schon vor Rom wieder über 2000 Jahre alte Bauruinen herum. Baustellen aufräumen ist nicht so das Ding des Italieners wie mir scheint 😎

In Rom mal schauen ob der Papst zu Hause ist 😁

Es ist später Nachmittag / früher Abend (ca. 18:30) und die Touri-Brennpunkte sind nicht meher bzw. nicht mehr sonderlich überlaufen.

An der komischen Treppe drängen sich aber weiter die Massen. Da ist mir nebenan der Zugang zur Metro lieber. Denn der führt damit zum Hotel und anschliessend zum Essen.

Calzone und Pizza mit Nutella… „strange“ aber gut.

Morgen geht’s auf Umwegen bis fast an die Adriaküste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.