Intensiver Museumsdampf auf der Alb

Der Wetterbericht sieht für heute nicht sonderlich gut aus, aber besser wie noch gestern vorausgesagt.

Zum Frühstück regnet es etwas und als ich nach 9 Uhr zur Fotoradtour aufbreche fährt die Feuerwehr aus Amstetten dass grosse Besteck in der Nachbarschaft auf, aber es brennt wohl nicht.

Erstmal fahre ich über die Feld- und Waldwege bis kurz vor Waldhausen um den ersten Zug des Tages nach Gerstetten mit einem Rapsfeld abzufangen.

Letztes Jahr wurde mit der V100 gefahren, aber dieses Jahr kann nach erfolgreicher Revision wieder die Vereinseigene 75 1118 die Bespannung der Züge übernehmen.

Nach dem Hskt in Waldhausen verschwindet der Zug in der Ferne zwischen den Windrädern die den hier stets wehenden Wind „verbrauchen“. Alte Energie trifft neue Energie sozusagen.

Weiter geht’s dann nach Gussenstadt.

Und von Gussenstadt weiter, vorbei am ehemaligen Bundeswehr Depot das nun ein Holzhackschnizel Betrieb beherbergt, sowie dem dort abgestellten Arbeitsvorrat des VT07 und VS07.

Vor Gerstetten nutze ich dann die letztjährige Fotostelle für den Zug nach Amstetten.

Das Rad ruht sich derweil aus und bedankt sich mit einem Kettenabwurf beim losfahren. Komisch, aber dank nicht mehr montierer Abdeckung geht das wieder Auffädeln schnell von der Hand, bzw. dem Taschenmesser.

Diagonal über die alte Poststrasse geht’s nun über Bräunishrim zurück nach Stubersheim wo kleine Tonhühner auf der Stange sitzend grosse Eier legen  😀

Auf der Zufahrt zum ehemaligen Stubersheimer BW Depot erinnert ein Zusatzschild daran dass das Hupen und Pfeifen der Züge keine reine Folklore ist.

In Amstetten dann die Überraschung, denn als ich dort ankomme Pfeifft und Qualmt es auf der Seite der Schmalspurbahn.

Moment?!? Stand da nicht seit Anfang April auf deren Website dass bis auf weiteres kein Bahnbetrieb stattfindet? Die Gerüchteküche verlautbarte Oberbauprobleme.

Aber ja, das Apb-Bähnchen fährt, der Hinweis ist weg und vor zwei Tagen hat man wohl das „Go“ für die diesjährige Saison gegeben. Sehr schön.

Es bleibt aber erstmal nur ein „Notschuss“ vom 12 Uhr Zug nach Oppingen am Bü über die Bahnhofstraße und kurz darauf fängt es kurz an zu regnen mit eingewebten leichtem Hagel.

Im ungenutzten Anschlussgleis der Heidelberg Druck steht ein Triebwagen, vermutlich für Skandinavien, wie er mir auch gestern schon mal vor die Linse kam. Die Adapterwagen sind bei der in Freiburg ansässigen Centralbahn, die aber in der Schweiz immatrikuliert ist, eingestellt.

Jetzt wird erstmal der Berg Richtung Rütti erklommen um dann wieder runter ins Tal zu rollen um die Rückkehr des Zuges nach Amstetten abzuwarten. Es regnet nochmal aber bis sich der Zug ankündigt ist wieder alles abgetrocknet und die Sonne startet den „Wolkenkrimi“.

Aber diesmal gewinnt die Sonne.

Danach strampel ich hoch nach Oppingen und stärke mich mit Erdbeerkuchen und Kaffee und in der Weichenlaterne wurde eine Fotospende versenkt.

Die vier Güterwagen stehen mit einer Gleissperre gegen wegrollen gesichert auf den letzten paar Meter Gleis der einst über Nellingen und dem mit der Schnellfahrstrecke wieder an die Bahn angeschlossenen Merklingen nach Laichingen führenden Strecke.

Danach rolle ich wieder hinab zum zweiten in 2025 nicht realisierten Fotostandort.

Ich bin immer wieder beeindruckt was für eine imposante Geräuschkulisse so eine schwer arbeitende kleine Lok hinbekommt.

Und bei schönsten Wetter geht’s wieder hinab und am Transportzug vorbei nach Amstetten.

Passend kommt dann auch der Zug aus Gerstetten herein.

Über die Landstraße geht’s nach Hofstett-Emerbuch und rüber nach Stubersheim.

Dort entscheide ich mich weiterzufahren um den Zug nach Gerstetten in einer Steigung zu erwischen.

Die Wahl ist dann in Fahrtrichtung Gerstetten auf einen Standort hinter Waldhausen gefallen der aber ein wenig ins Gegenlicht lief.

Durch Waldhausen setze ich um zum ersten Fotostandort von heute morgen und dann war warten und bangen angesagt.

Einserseits wegen der immer kleiner werdenden Wolkenlücken, andererseits auf wegen der Spaziergänger die promt auftauchten als auch der Zug am Horizont erschien.

Aber es gelang, auch dank der Fotohornisse, und so konnte die heutige Zugverfolgungstour mit Sonne abgeschlossen werden und ich machte mich auf den Weg zurück nach Stubersheim.

Den Hinweis zum Absteigen am Bü kann man ignorieren aber die eher rustikalen Feldweg Bahnübergänge sollte mann sehr aufmerksam befahren.

Abendessen im Bahnhöfle mit dem Schwäbischen Cordon Bleu und einem Bahnhöfle Becher.

Auch der für 19 Uhr vorhergesagte Regen ist entfallen. Ich hoffe mal dass sich der Regen nicht für morgen aufspart.

Hier zum Abschluss noch die Aufzeichnung der heutigen Tour bei Komoot.

Morgen geht’s über Geislingen, Uhingen und Waiblingen nach Marbach am Neckar. Wenn das Rad durchhält und das Wetter hoffentlich nicht zu nass wird.

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