Innotrans 2018 – Tag 1

Eigentlich wollte ich zur Toröffnung auf der Innotrans aufschlagen, aber diverse dienstlichen Telefonate sorgten für eine Verzögerung die tauglich für Fahrgastrechte wäre 😂

Aber irgendwann wurde doch das Messegelände erreicht und erst mal das bis zum letzten Platz belegt Aussenareal in Augenschein genommen.

Recht prominent präsentiert sich neben einer noch in Errichtung befindlichen Messehalle die neue Tram für Chemnitz von Skoda und weiter hinten am Gleis warten neue Fahrzeuge von Hitachi (ehm. Andaldo Breda) und Alstom die zur FS Trenitalia kommen sollen auf ihren Auftritt mit Lobeshymnen. Mal sehen ob die Fahrzeuge am Mittwoch öffentlich zu besichtigten sind und ob auch hier wieder massiv „Nichtfensterplätze“ verbaut wurden.

Daneben tumnelt sich der Doppelstockzug von Skoda der schon 2016 unfertig auf der Innotrans zu sehen war und zukünftig für den RE auf der SFS München – Nürnberg eingesetzt wird.

Positiv überraschte mich (wieder mal) der polische Hersteller Newag.

Selbst ein Arbeitsplatz für das (ab)gehobene Management und ein recht rudimentär erscheinender Fahrkartenautomat fehlt nicht.

Aber das absolute Highlight ist der Flirt der SOB wie er für den Voralpen-Express als auch zukünftig für den Verkehr über die Gotthard Bergstrecke eingesetzt werden soll.

Bequeme Sitze, ein vernünftiger Sitzteiler, zwei Serviceabteile mit Automat und Kaffemaschine und eine geradezu luxuriöse erste Klasse. So sollte Bahnfahren sein.

Nebenan steht ein für Schweden adaptierter Kiss von Stadler, die neue S-Bahn für Berlin, welche mir im Vergleich zu dem heutigen Fahrzeugen im Innenraum weniger Übersichtlich erscheint aber eine bessere Trennung von Sitzplatz und Mehrzweckbereich bietet, als auch der (das?) Worbla für die Berner RBS.

Interessant beim Worbla sind unter anderem die recht grossflächigen LED Anzeigen welche innen und außen die Türfreigabe anzeigen.

Die Suizidtest-Verbeugung am Fahrzeug kannte ich bisher nur von asiatischen Messebesuchern. 😂

Interessant fand ich dann passend dazu den Schriftzug auf der Schienenschleifmaschine von Linsinger.
Ob sich die Konkurrenz dran hält?

Interessant war auch der Bimodale Triebwagen für GB von Stadler inklusive selber Belegungsanzeige im Zug. Etwas dass ich mir sehr und gerade in den ICE von und nach Berlin wünschen würde. Für ein auf das britische Profil ausgelegtes Fahrzeug hat dieses eine recht grosszügige Sitzanordnung und wirkt „luftig“. Nur das Dieselmodul ist relativ eng im Durchgang und warum man durch die rollstuhlgerechte und die dahinter liegende kleinere Toilette einen engen Zick-Zack Gang generierte ist im sonst recht gelungen Fahrzeug etwas unverständlich.

Achja, natürlich gab es auch noch andere Hersteller neben Stadler welcher mittlerweile sehr dominant ist.

So z. B. Siemens mit einem Desiro für Great Northern welcher zwar etwas weniger elegant daher kommt da vmtl. vermehrt im Vorort- statt Langstreckenverkehr vorgesehen aber auch dieser erscheint aufgeräumt. Nur der Triebfahrzeugführer sitzt wegen der stirnseitigen Tür in einem engen Kabuff.

Hier nochmal Details des Bimodalen Flirt und dann das Fahrzeug für die Instandhaltung im Gotthardbasistunnel von Harsco welches einen interessanten modularen Aufbau besitzt.

Hering Bau lässt es wie üblich dampfen. Eine Modellbahnlok im Massstab 1:1 wird erst vermutet aber der Hersteller Bemo hat nur den Namen mit dem Hersteller von Modellbahnen gemein.

Auch der RRX in Form des Desiro HC von Siemens, wobei HC für „high Capacity“ und nicht etwa „Hardcore“ für den Fahrgast steht obschon man das bei der vom Besteller gewünschten „Packungsdichte“ vermuten könnte, ist zu sehen.

Eine gute Gelegenheit mal bei Sienehmens vorbei zu sehen was der DSTW Hype dort für Entwicklungen antreibt.

Besonders gut fand ich das „Cloudbasierte“ Diagnosesystem von der Weiche bis zu den ESTW Systemkomponenten. Ja, das ist ein guter Weg der auch dem Instandhalter vor Ort nutzt.

Eine Tram besticht durch ein Warnschild für Fußgänger am Heck und bei Strail sieht man den „güldenen Fahrweg“ mit silbernen Spannklemmen. 🤣

Es folgen weitere interessant Stände zusamnen mit einem ehm. Ausbildungskollegen und weit nach der Dämmerung geht es zur sogenannten blauen Stunde zum Abendessen.

Während der DB Stand vor der Messe lustige Wortspiele macht „überzeugt“ der Zugzielanzeiger am Halt Messe Süd mit üblichen Problemen denn der eingegebene Text ist schlicht zu lang als dass der durch Bauarbeiten bedingte Umstieg in die S7 nach Ahrensfelde im Bf. Zoo untergeht.

Tja… willkommen in der Realität.

Sodele. Genug geschrieben. Zeit zum Erholen für den zweiten Tag und die Heimfahrt.

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