Neulich in Houston.
„Chef, Chef! Die Russen haben den Mond rot angestrichen!!!“
„Kein Problem, schickt unsere mit weisser Farbe hoch und schreibt ‚Coca-Cola‘ drauf“.
Monfinsernis heute Morgen. Es war leider kein Stativ zur Hand.
So. Die letzte und schwierigste Etappe von Schmalkalden nach Gotha ist auch geschafft. 61km, 690m hoch und fast soviel wieder runter. Zunächst entlang des Mommelsteinradweg nach Kleinschmalkalden. Wer auf dem Radweg für die Zäune auf den Brücken zuständig war hat bei „Unser Dorf soll schöner werden“ hoffentlich nie was zu sagen.
In Kleinschmalkalden hatte sich die Komoot App kurz ausgeklinkt und die Routenplanung war weg.
Aber egal. Das Ziel war klar und der Schlenker über die Erhardswiese am Rennsteig war die ad hoc Neuplanung wert. Unterhalb gibt es zudem einen netten kleinen Wasserfall (mit 19m Thüringens höchster) wobei ich hier sogar runter „schieben“ musste. Wanderwege sind halt keine Radwege 😀
Aber irgendwann kommt der Waldweg nach Tambach-Dietharz und ab dort via Georgenthal nach Friedrichroda auf ehm. Bahnstrecken.
Leider gibt es ab Waltershausen keine richtigen Radwege nach Gotha und so gehen die letzten Kilometer via Landesstrassen auf den Tacho.
Gotha wird nach gut 7,5h inkl. Rast- Foto – und sonstiger Pausenzeiten erreicht.
2015-09-12 Schmalkalden-Erhardswiese-Gotha:
https://www.komoot.de/tour/t6773864?ref=atd
Heute mal „quer drüber“ aber unter weitestgehender Einhaltung der geplanten Route wurde es nur 5km mehr.
Zunächst auf dem Ulstertal(bahn)radweg entspannt im Tal wurde in Buttlar auf die ehm. Strecke nach Öchsen gewechselt die typisch für eine Nebenbahn recht sportliche Steigungen aufweist.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Wenigentaft-Mansbach–Oechsen
Hinter Öchsen ging es weiter den Berg hoch mit einer herrlichen Aussicht ins Feldatal bei Dermbach. Der Feldatal(bahn)radweg ist schon für die nächste Tour vorgemerkt; -)
Interessant was Komoot und die Openstreetmap Datenbasis für einen ausgebauten Feldweg halten. Hinter Lindenau bei Dermbach waren das nur Traktorspuren auf einer grossen Wiese. Egal… durch! 🙂
2015-09-11 Geisa-Schmalkalden
https://www.komoot.de/tour/t6753479?ref=atd
Schmalkalden ist eine sehr nette Stadt mit einem noch fast komplett erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern.
In einer kleinen netten Gasstätte passt die Katze auf die Gäste auf.
Aktuell gibt es die Landesgartenschau und ein Winzerfest aber das Klosterbier ist auch gut 😉
Irgendwie komisch. Geplant waren 35km rausgekommen sind knapp 58km und gut 50% mehr Höhenmeter. Aber der Umweg via Rasdorf und via Point Alpha war es wert.
Aber die nächsten Tage sollte ich mich dringend an die Planung halten…
(Je nach Ansichtsversion, für Bilder auf die Karte und die dortigen Foto-Logos klicken.)
2015-09-10 Hünfeld – Geisa
https://www.komoot.de/tour/t6741297?ref=atd
Hier noch ein paar Zusatzbilder
Erst Etappe.
Von Fulda nach Roßbach bei Hünfeld.
Die Idee einen „Single Trail“ beim Haune Stausee zu nutzen war per se nicht so gut. Aber das bepackte Rad ca. 5 Höhenmeter bei > 60° Steigung hochzuschieben war grenzwertig. Der Rest aber sehr angenehm zu fahren.
https://www.komoot.de/tour/t6732288?ref=atd
Übernachtung im Landgasthof zum Wiesengrund in Roßbach bei Hünfeld.
Ein nettes Dorf.
Ich frage mich was die hier für Schweine haben bei derartig grossen Schnitzel 🙂
Das regionale Bier ist sehr empfehlenswert.
Der zugehörige Werbespruch würde auch zur Kirchehrenbacher Kirchweih auf dem Walberla passen

… und auch ein schöner Urlaub geht zu Ende. Selbst wenn die Rückfahrt etwas länger dauert wie geplant.
Recht unspektakulär ging es nach dem Einkauf von Schokopralinen bei Leonidos mit dem ICE auf direktem Wege in Richtung Heimat.
Tja. Das war es. Morgen beginnt wieder die Tretmühle 🙂
Aber das nächste Ziel ist in Sicht.
Fahrradtour von Hünfeld nach Gotha Mitte September
Heute sollte es entspannt angehen.
Nach dem Frühstück wurde die DLR in Augenschein genommen wie auch das imposante Themse Sperrwerk in der Nähe der Station Pontoon Dock.
Nach einem kleinen Einkauf in Canary Wharf, im Herzen der Docklands, geht es Richtung St. Pancras International um dort die „Security Show“ beim Check In des Eurostar zu genießen…
Zügig geht es Richtung Küste. Aber vor dem Tunnel geht es nicht weiter.
Grund dafür waren Personen im Tunnel.
Damit diese nicht mit dem Zug kollidieren steht der Eurostar gut 30min vor dem Tunnelportal und fährt dann mit reduzierter Geschwindigkeit durch den Tunnel.
Effekt… ICE nach Frankfurt weg.
Da ich jetzt erst irgendwann nach 1 Uhr zu Hause ankäme entscheide ich mich zur Übernachtung in Brüssel.
Und mal ehrlich. Alleine das Bild mit der vom Sonnenuntergang abgeschienenen Kathedrale entschädigt für alles.
Achja. Endlich wieder gescheites (egal ob jetzt Heineken oder InBev Konzrnbrühe) Bier. 🙂
Mal sehen wie ich morgen heim fahre. Gutwenn man einen „Reservetag“ hat.
Die Bilder wurden auf Dropbox gelagert da der Upload in die Bloggalerie nicht klappt.
Nach dem geradezu obligatorischen full englich Breakfast ging es per Zug und Schienenersatzverkehr nach Manchester Piccadilly. Da der SEV Bus in Manchester erst ankam als der geplante Zug abfuhr musste der gut 20min spätere Virgin Train Pendolino genommen werden. Das Aufheben der Zugbindung des Tickets des Mitreisenden ging erstaunlich unkompliziert vonstatten.
Koffeinaufnahme mit Vertilgen der „Reisekekse“ sowie weitreres Amüsieren über Warnhinweise an Klapptischen bzw. Nutzungshinweise der Zugtoilette waren auch angesagt
In Crewe standen etliche alte Fahrzeuge des dortigen Museum herum.
Und das Wetter wurde je weiter südlich der Zug kam immer besser. Die Wetter App sagte gar 29°C für London voraus und sollte sogar Recht behalten.
In London dann erst mal das übliche durchschlagen per Subway und DLR zum Hotel.
Danach eine Fahrt mit der Emirates Seilbahn über die Docklands.
Per Subway dann in die Innenstadt. War für die Seilbahn schon gut 15 – 20min Anstehen angesagt wolte ich mir ob der Schlangen am Londoneye Riesenrad die dortige Wartezeit nicht ausmalen.
Abendessen mal Indisch bzw. Bangadesh.
Absacker in der Hotelbar dank Gutschein. Denn 5£ war das Bier nicht wert.
Es ist ungünstig wenn der Zug um 8:35 fährt es aber erst ab 8 Uhr Frühstück gibt und ein „full Welsh Breakfast“ inkl. Black Pudding eben seine Zeit braucht. Auch wenn der Weg vom Hotel zum Bahnhof nicht sonderlich weit ist.
Daher wurde kurzfristig auf den nächsten Zug Richtung Llandudno um 11:46 Uhr (!!!) umgeplant.
Somit war genügend Zeit für einen Rundgang im Ort an dem einen die Geschichte als ehemals grosser Ort der Schieferindustrie allerorten begegnet.
Auch die Strecke der ehemaligen Bala and Festiniog Railway ist noch gut erkennbar. Leider ohne Betrieb. Das daher ungenutzte Viadukt am Ortsrand ist aber auch so beeindruckend.
Ebenso wie die Schutthalden des ehm. Schieferabbau.
Der Zug aus Llandudno kommt mit Verdpätung an (der Zug der Schmalspurbahn wartet) und hinter dem gut 2km langen Tunnel das in einer der Schutthalden begint geht es im Flusstal in typischer Landschaft und weiter bei Wetter Marke „typical british Summer“ hinunter nach Llandudno Junction.
Weiter geht es zunächst an der Küste nach Chester.
Und dann nach Ellesmere Port. Wer Sozialstudien machen möchte dem sei dieses abgewrackte Ort empfohlen.
Warum fährt man sonst da hin?
Während Ellesmere Port gut viertel- bis halbstündlich aus Liverpool von Merseyrail bedient wird fahren von Ellesmere Port nach Helsey gerade einmal drei Zugpaare am Tag. Die wenigen Haltestellen zwischen den Endstationen erinnern irgendwie an Leunawerk und Co.
Der Keilbahnhof von Helsbey besitzt ein mechanisches Stellwerk wobei das Thema Signnalsicht in GB wohl weniger ein Thema ist. Die Ausfahren nach Manchester werden gut durch die Fussgängerbrücke verdeckt.
In Earlestown sieht man wieder einmal warum msn Bahnsteige nicht im engen Bogen auslegen sollte. „Mind the Gap!“.
In Earlestown beginnen die Probleme. Der Zug nach Manchester ist unbestimmt verspätet wegen eines Oberleitungsschadens.
Also eieder umgeplant und zurück nach Warrington Bank Quay. Dieser Zug (Richtung Llandudno) bestand einmal nicht aus 185 und Co. Triebwagen oder HST sondern aus konventionellen Mark III Wagen mit Diesellok sowie Steuereagen. Da der Virgin Train (Pendolino Triebwagen) nach Edinburgh 10 Min. Verspätung hatte konnte dieser nach Preston genutzt werden und da der Northern Rail (plan ab 18:00) ebenfalls Verspätung hatte (+17) wurde auch dieser erreicht. Somit wurde Colne als heutiges Ziel sogar fast eine Stunde früher erreicht.
Unterwegs war das typische Wetter aber was und wo man hier an Wasserstraßen in die hügelige Landschaft gelegt hat ist interssantee. Genau so wie die Arbeiterreihenhaussiedlungen als die Gegend hier noch der Dreh und Angelpunkt der europäischen Textilindustrie war.
Abendesen… oder eher das Getränk dazu
Der Wettergott meinte es etwas besser und so konnte die Fahrt von Aberystwyth nach Devil’s Bridge mit der Vale of Rheidol Railway im offenen Wagen genosse werden.
Wie die kleine Lok mit ihrem langen Zug bei 20 Promille Steigung die Talflanke erklimmt ist schon beeindruckend. Nicht weniger beeindruckend ist auch die Lanschaft. Bedonders dank des guten Wetters. Ein Besuch der Schlucht in Devil’s Bridge war leider zeitlich nicht drin. So musste ein Blick von der Brücke reichen.
Von Aberystwyth ging es per Bus nach Machynlleth da der Zug just dann abfährt wenn die Museumsbahn ankommt. Aber auch die Landschaft und die Orte an der Busstrecke sind interessant. Wie z. B. auch der Uhrenturm in Machynlleth.
Entlang der Westküste geht es dann nach Porthmadog.
In Porthmadog steht dann die nächste Museumsbahn auf dem Programm. Die Ffestiniog Railway nach Blaenau Ffestiniog.
Leider hat dich das Wetter wieder auf „typical british Summer“ umgestellt, was das fotografieren nicht einfach macht aber den Fahrtgenuss nicht schmälert. Ausser dass der 18:05 ab Porthmadog leider keine offenen Wagen mitführt 😉
Im Bahnhof von Porthmadog Harbour wird sodenn das rege Rangieren beobachtet als auch die Neubaustrecke die die Verbindung zur Welsh Highland Railway nach Caernarfon herstellen. Diese Verbibdun kreuzt dabei die Normalspurbahn höhengleich im 90° Winkel.
Mehre Wagen sind für ein Sonderevent mit Fish & Chips reserviert. Aber auch in den übrigen, zudem für einr Spurweite von 597mmm sehr bequemen Wagen, gibt es Getränke und Snacks im am Platz Service.
Durch eine sehr nette Landschaft geht es nach Blaenau Ffestiniog, die „Stadt des Schiefers“. Bemerkenswert ist dabei die Kehrschleife die in ehrenamtlicher Arbeit inkl. Tunnel Teil einer 4 km Neubaustrecke ist da der alte Streckenabschnitt in einem Stausee versunken ist.
Der Tag klingt mit lokalem Bier und hervoragendem Lamm auf dem Teller aus und warum nur musste ich beim Zimmernamen den es neben der Zimmernummer gab unweigerlich an die Serie „Little Britain“ denken… 😀