Sehr späte Frühjahrstour zum Wendelstein

Im August 2020 bin ich schonmal nach Brannenburg angereist. Leider wurde die Mondscheinfahrt auf den Wendelstein wegen Corona abgesagt, aber knapp zwei Jahre später nun der zweite Anlauf.

Statt mit der Vias beginne ich die Anreise nach Rosenheim mit einer „Etappe 0“ von zu Hause nach Darmstadt zum Hauptbahnhof.

Das soll einer kapieren. RE und IC zur selben Zeit im selben Gleis.
Und dann fährt der RE (Doppeltraktion Twindexx) um .32 rein und .35 ab.

Und der Entfall der gedruckten Wagenstandsanzeiger ist das letzte.
Und in welchem Wagen sind denn die Radabstellplätze? Dem Insider ist klar das es meist der Steuerwagen ist. Aber warum gibt nan nicht wie in CH die Wagennummern mit an oder setzt das Symbol rein? Richtig „lustig“ wird es wenn wie letztes Jahr der IC zwei Wagen mit Radabteil hat.
Denn nichtmal im DB Navigator wird beim IC die Wagennummer angezeigt.

Der Sitzplatz im Wagen 5 ist wiedermal einer der Gattung „Nichtfenster“, aber immerhin habe ich einen. Wagen 7 fehlt und Wagen 9 wird in Ulm geräumt da die Klimaanlage ausgefallen ist.

Dazu noch permanent Ansagen dass in diesem IC das 9 € Ticket nicht gilt.

Der Anzeiger im Münchner Hauptbahnhof ist auch humorvoll.

Den IC im Tiefbahnhof in Frankfurt kann ich mir schlecht vorstellen.
Da hat wohl jemand Süd mit Tief verwechselt.

Auch wenn die DB Auskunft seit gut einer Woche wegen eines Datenfehlers beim Baufahrplan alle Züge der BRB nach Rosenheim verschweigt so fahren diese doch. Wie auch der RE5 um 12:44

Die Zugbegleiterin sorgt in der ersten Tür stehend dafür dass nicht jeder sofort am Prellbock einsteigt und sich die Kundschaft besser in den zwei Flirt verteilt. Ganz vorne einsteigen war eh mein Plan und es hat auch noch Platz, wobei sich bis zur Abfahrt und im Ostbahnhof sich noch weiterere Räder dazugesellen.

Im Ostbahnhof begegnen sich derweil ein Railjet der ÖBB nach Salzburg und ein Westbahn Kiss zum Hauptbahnhof.

Der Himmel zieht sich zu und pünktlich wird Rosenheim erreicht. Somit war der Plan B mit dem IC ab dem Ostbahnhof gut 1h später umsonst, aber nicht gratis. Aber besser so wie in München zu stranden.

Entlang des Mangfallkanals geht es nach Kolbermoor wo in der alten Spinnerei auf Kaffee und Kuchen eingekehrt wird. Währenddessen zieht es sich immer weiter zu.

Und dann fängt es heftig an zu regnen. Das ich auf der ersten Etappe schon nass werde ist mal was neues 😎

Gut eine viertel Stunde muss ich unter Bäumen beim Kraftwerk in Deckung gehen, aber dann geht es weiter nach Bad Aibling.

Regen bzw. die nicht asphaltierten Weg sauen mich und das Rad gut ein.

In Bad Aibling zeigte bis 1973 eine elektrifizierte Bahnstrecke nach Bad Feilnbach ab welche heute bis kurz vor Au als Radweg dient.

Der Himmel sieht derweil interessant aus. Während im Süden Gewitterwolken und Regen dominueren ist es in nördlicher Richtung eher freundlich.

Aber die Regenwolken verziehen sich und so wird Bad Feilnbach wiede bei Sonnenschein erreicht.

Ich mache noch einen Abstecher zur Torfbahn im Weiler Hochrunstfilze bei Nicklheim die derzeit wegen Streckensanierung keine Fahrten anbietet, die Anlage sieht aber sehr gepflegt aus.

Und dann geht es schnurstracks nach Brannenburg und teils auf der ehm. Talstrecke der Wendelsteinsteinbahn die bis 1961 bis zum Bahnhof verkehrte, woran am ehm. Bahnübergang der Ortsstraße ein Gedenkstein erinnert, in Richtung Übernachtung.

Und wie schon 2020 geht es wieder zum Kraxenberger was natürlich zuvor einen heftigen Anstieg bedeutet.

Frisch geduscht geht’s zum Essen. Auch wenn statt dem bestellten Hirschgulasch ein Cordon Bleu auf den Tisch kam. Aber das war auch gut. Fehler passieren halt.

Und dann neigt sich der Tag zu Ende.

Und zum Schluss wie üblich der Link zu Komoot für die Etappe nach Brannenburg.

Ein schöner Tag in Blau (und Beige)

Die DB Westfrankenbahn welche ihren betrieblichen Mittelpunkt in Miltenberg hat richtet seit mehreren Jahren einen Tag der offenen Tür in Miltenberg aus. Im ehm. Nordbahnhof (seit Schließung des ehm. Hbf nur noch Miltenberg bezeichnet) finden dabei u. a. Führungen im Stellwerk als auch eine Fahrzeugausstellung sowei allerlei Begleitprogramm statt. Zu diesem Anlass verkehren auch Sonderfahrten.

Zwischen Aschaffenburg und Miltenberg verkehrte eine Doppeltraktion 628er. Somit eine Einheit mit Fahrzeugen wie sie bis vor kurzem noch die Regelauf dem WFB Netz waren. Heute verkehren zumeist Desiros. Zwischen Wertheim – Miltenberg und Amorbach verkehrte eine Garnitur aus einer ozeanblau / beige lackierten 212 und einer 216 (Conny) mit einem AB Silberling und zwei Schnellzugwagen. Zur Vermeidung des Umsetzens stan due 216 auf der Seite Wertheim und die 212 auf der Amorbacher Seite. Zudem war im Erlebnisbahnhof Amorbach das dortige Bahnmuseum geöffnet. 

Ein guter Anlass meine beiden Hobbys zu kombinieren und so ging es nach einem gutem Frühstück zum Bahnhof um mit dem ersten Zug nach Bad König – Zell (ehm. Zell – Kirchbrombach) zu fahren. Der Zug ist gering belegt, trotzdem sind bereits 6 Räder in der Einzelgarnitur.

Nach der Ankunft in Bad König-Zell ging es zunächst stramm bergan nach Vielbrunn und hernach stellenweise rasant hinab nach Amorbach. Wenn auch der Radweg gemäss dem hessischen Radroutenplaner existiert so fehlte jedwede Ausschilderung und die Motorradfahrer auf der Strasse hinunter Richtung Amorbach nervten nur noch. Warum müssen die Kisten einerseits so laut sein und zudem derartig stinken?

Daher ändere ich die Route etwas ab, was mir mal wieder zu einem kurzen Stück „Single Trail“ quer über eine Wiese und steiler Abfahrt beschert. 😉

Die Etappeninfos und Bilder habe ich auf Kommot abgelegt. 

Die Altstadt von Amorbach ist wahtlich sehenswert, wenngleich auch etwas von Leerstand geplagt.

Das kleine aber feine Museum im ehm. Empfangsgebäude des Bf Amorbach überrascht mit alten aber stets noch aktuellen Plakaten und vielen weiteren Dingen der letzten über 150 Jahre Eisenbahn. Den langsam aufkommenden Hunger konnte gleich im Haus im sehr schön eingerichteten und im April wiedereröffneten Restaurant „Gleis 1“ bekämpft werden, wobei ich dann doch den Biergarten vorzog. 

Wer nach dem Essen immernoch zu schwach für weitere Aktionen ist dem stehen für kleines Geld Betten im Schlafwagen bereit 😉

Während des Essens wurde der Sonderzug bei der Wende beobachtet und das seltsame Verhalten diverser damit angekommener Bahnschrate 😂

Sollte mal zu viel Gedränge bei den Toiletten der Gaststätte bzw. des Museums herrschen kann bequem in der Sitzgruppen eines Silberling warten.
Mit Rückenwind ging es nun Talabwärts und bei Breitendiel wirde eine brauchbare Fotostelle für den nächsten Pendel der Sonderfahrt entdeckt. 

Weiter ging es noch zum ehm. Miltenberger Hbf. Dort steht an einer grossen Brachfläche noch das stattliche ehm. Empfangsgebäude und weiter hinten (ehm. Kopfbahnhof) die Stückguthalle. Hier hat man aber auch einen guten Blick auf die Mainbrücke. Leider wendete das Ausflugsschiff kurz vor der Brücke sonst wären fast Schiff und Zug auf ein Bild zu bannen gewesen.

Man merkt man wird alt wenn man Fahrzeuge in der einstmals verhassten ozeanblau / beigen Bundesbahnlackierung für ein gutes Fotomotiv hält.

Der Wind im Tal ist recht eigenartig. Regelmäßig drehte dieser zwischen talaufwärts und talabwärts. Muss man nicht verstehen. Da der Zeitplan etwas nach hinten gerutscht war verzichtete ich auf den Besuch des Festgelände am Bahnhof in Miltenberg und strampelte stramm Mainabwärts nach Großheubach ink. diversen gewonnenen Rennen mit Frachtschiffen (siehe Teilbild oben bei Kleinheubach).

Über Grossostheim, Schafheim, Keestadt und Semd ging es nach Habitzheim zur zweiten Einkehr des Tages im dortigen „K2“. Der Handkäse überzeugt. Beim nächsten Mal teste ich die Schnitzel ob sie „Mickler Qualität“ (ehm. Gaststätte „Zur frischen Quelle“ in Habitzheim) erreichen. Die Gaststätte ist inkl. des Aussenbereichs voll. Spricht für das vorhandene Bedürfnis nach einer guten Dorfgaststätte. 

Anbei im Textlink der Tourbericht der zweiten Etappe mit weiteren Bildern,wobei diese auch auf Grund der Gesamtfahrstrecke ab Miltenberg etwas weniger werden.

Fazit zur Radtour:

Während die Auschilderung der Radwege im bayrischen… ähm unterfränkischen Teil sehr gut war ging die Qualität im Landkreis Darmstadt-Dieburg ab Schafheim rapide zurück. In die falsche Richtung zeigende oder fehlende Wegweiser waren ab dann gefühlt eher die Regel denn die Ausnahme. 😕

Auch wenn ich die Anfahrt zum Bahnhof noch dazurechne habe ich die 100km nicht geschafft aber gut 99km sind auch nett, und das (noch) ohne Akkuunterstützung.

Hünfeld – Wenigentaft – Rasdorf – Geisa

Irgendwie komisch. Geplant waren 35km rausgekommen sind knapp 58km und gut 50% mehr Höhenmeter. Aber der Umweg via Rasdorf und via Point Alpha war es wert.
Aber die nächsten Tage sollte ich mich dringend an die Planung halten…
(Je nach Ansichtsversion, für Bilder auf die Karte und die dortigen Foto-Logos klicken.)

2015-09-10 Hünfeld – Geisa
https://www.komoot.de/tour/t6741297?ref=atd

Hier noch ein paar Zusatzbilder

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