Severn Valley Railway

Der Wetterbericht sagte ab Nachmittag typisches Inselwetter voraus.
Nichts desto trotz ging es via Bristol mit Crosscountry (DB) und First Nordwest (wie kann man nur ohne Sicherheitsfaltblatt im Zug überleben aber schön dass man an due Türen schreibt daas der Zug eine Zugsicherung hat) nach Worcester Shrub Hill und von dort mit London Midlands nach Kidderminster zur dortigen Museumsbahn.

Und passend beginnt es bei der dortigen Ankunft zu regnen.
Heute sind auf der Severn Valley Railway zwischen Kidderminster und Bridgnorth drei Dampfzüge unterwegs von denen jeder zwei mal pendeln wird, am Wochenende verkehren sogar vier Züge mit acht Zugpaaren.
Die Züge verfügen über Wagen 1. und 3. Klasse, wobei selbst die 3. Klasse die 2. Klasse der heutigen Züge weit übertrifft.
Die Bahnanlagen und Fahrzeuge sind top gepflegt und allerorten sieht man Vereinsmitglieder werkeln.
Auch das kleine Museum in Kidderminster ist sehenswert. Besonders die diversen Arten von Blockautomaten für die Sicherung der Strecke per Token.

Nach der Museumsbahn geht es nach Birmingham (dort nnoch schnell kuriose Chips gekauft) und von dort mit einem Class 158 Triebwagen der Arriva Wales (DB) ins sehr schöne Westküstenstädtchen Aberystwyth.

Dabei wurde noch eine LST Besonderheit. Ist der Abzweig und Kreuzungsbahnhof Shrewsbury noch klassisch mechanisch ausgerüstet besteht auf der eingleisigen Strecke nach Aberystwyth ETCS Level 2.

Achja. Wer meint dass Wiebelsbach – Heubach oder Georgemas Junction in Schottland Umsteigestationen im Nichts seien der möge sich einmal das zwei Stationen vor Aberystwyth liegende Dovey Junction auf Google Maps ansehen.

Das Wetter bleibt Britisch, wenngleich der Regen weniger wird und später aufhört. Oder wie der gute Mann vom Guesthouse meinte: „If you want to get out, in the Rain. Don’t forget the Housekey“.

Abrndessen wieder im Pub mit interssantee Gestaltung der Karte für Longdrinks & Co

Weiter nach Wales

Nach einem „full English Breakfast“ (was für ein Unterschied zu den „Kaffee und Croissants mit Marmelade“ Gemümmel in Frankreich) geht es zum Bahnhof. Dass mehrzeilige Anzeiger nur die Züge der ca. nächsten Stunde und nicht des ganzen Tages anzeigen, daran muss man sich erst mal wieder gewöhnen.

Nachdem die nicht gerade attraktive Hafenstadt Portsmouth verlassen wurde begann auch irgendwann das grüne Hinterland. Wahnsinn was hier auf den Strecken los ist. Personen- und Güterzüge folgen und begegnen sich in rascher Folge. Der Versuch einen hinter Winchester überholten Güterzug mit DB Schenker Class 66 im EWS Livreé durch einen Zwischenstop in Basingstoke zu fotografieren scheiterte. Zu viel Betrieb und daher wurde der Zug ein einem Personenzug verdeckt.

Der Bahnhof von Reading wurde komplett erneuet und die Strecke aus London nach Bristol derzeit elektrifiziert. Noch dominieren aber daher die HST Triebzüge mit ihren Mark 3 Wagen mit „Slamdoor“ die Region.

In Bristol wird die Strecke nach Severn Beach befahren, wobei das Beach im Bahnhofsnsmen etwas komisch erscheint. Gerade wie jetzt bei Ebbe wäre Severn Mudd eher angebracht und den Bahnhof von Montpelier hatte ich irgendwie anders in Erinnerung.Im Depot von Arriva von Bristol Temple Meads steht eine Dampflok mit historischem Personenwagen.

Zurück in Bristol Temple Meads geht es nach Cardiff um die beiden Strecken nach Merthyr Tydfil und Aberdare im hügeligen Hinterland, dem ehemaligen Kohlerevier um Cardif, zu befahren.

Während die Station Merthyr Tydfil mehr oder weniger nur ein Stumpfgleis am Parkplatz des Tesco Einkaufscenter ist kam in Aberdare die Überraschung.
Der Haltepunkt endet vor dem ehm. Bahnhof und dort (im Grunde nur ein Anschlussgleis) steht uns eine ex. EWS Class 66 von DB Schenker mit einem Kohlenzug gegenüber.
Laut www.opentraintimes.com um 20:02 Uhr zum Aberthaw Kraftwerk fahren. Früher dürfte auch nicht gehen da während des Halbstundentakt im eingleisigen Abschnitt alle Kreuzungsmöglichkeiten belegt sind.

Zurück in Cardiff wird das Zimmer bezogen. 60£ für 2 Personen in einem riesigen Zimmer inkl. Gratiswein des „Royal Hotel“. Da kann man nicht meckern. Abendessen dann im Pub in der Nähe inkl. Fußball auf insgesamt 7 Monitoren.

Ich bin immer wiede erstaunt, überrascht und verwundert gleichzeitig ob dem exzessiven Warnen vor irgendwelchen Risiken in GB.

Andererseits scheint Sitzkomfort nicht die höchste Priorität bei den britischen Bahnen zu haben, dass man in die dem dortigen Lichtraumprofil geschuldet ohnehin schmälern Wagen aber u. a. eine 2 + 3 Bestuhlung packt ist schon interessant. Während der ersten Zug des Tages von Southwest oder den HST von First Great Western noch recht bequem mit gutem Sitzabstand war wurde es in den Triebwagen von First Great Western mit ihrer 2+3 Bestuhlung schon enger und erreichte mit den Pacer Triebwagen von Arriva Wales ihren vorerst absoluten Tiefstpunkt.

Ab auf die Insel

Der Vormittag wurde für etwas Sightseeing und Pseudotram in Caen genutzt. Dabei fielen unter anderem die Steinhäuser mit Strassenseitig vorangedtelltem Fachwerkdekor auf. Nicht viele der Gebäude haben die Schlacht um Caen währen der Invasion der Aliierten überlebt. Um so schöner wenn die dann noch bestehen. Vom Schloss bzw. was davon übrig ist hat man einen tollen Blick über die Stadt. Und Geländer waren „anno Dunnemals“ auf den Wehrwegen entlang der Burgmauern eher nicht vorgesehen.

Kurz nach 14 Uhr geht es dann mit dem Intercités nach Cherbourg mit dem der Mitreisende heute via Paris aus der Heimat angereist kam.
Der Hafen von Cherbourg ist hinsichtlich des ÖPNV fast nicht angebunden und so stehen über 2km Fussweg zum Fährterminal an. Auch im Güterverkehr ist der Hafen nicht mehr bedient.
Dafür wird eine zweigleisige Drehscheibe im Gelände einer Werft entdeckt um die Schiffe aus den Hallen heraus um 90° zu drehen um quer über die Straße und Anschlussgleis ins Hafenbecken zu komnen.

Mit der Katamaranfähre geht es dann rüber nach Portsmouth. Auch dort wiede Null ÖPNV und 2km latschen zum Hotel in Bahnhofsnähe.

Das Ort an sich hat keinen Charme und die Fussgängerzone einen recht abgeranzten Charme.
Essen dann in einem Witherspoon Ableger da es schon nach 21 Uhr ist.

Einen Absacker gibt es dann mit Strongbow Cider in der Hotellounge mit stylischen Stühlen.

Von Laon nach Caen

Da der Zug erst um 13:34 von Laon nach Amiens fuhr (danach war der nächste Zug egal ob nach Hierson, Paris, Amiens oder Reims) gut 3,5h später. Wahnsinn.

Somit war genügend Zeit für einen kleinen Stadtrundgang. Die schon am Vortag gesichtezw relativ hohe Zahl dauerhaft geschlossener Geschäfte bestätigt sich. Jedoch sind Steassen und Häuser im Bereich hinter der Kathedrale wesentlich besser im Schuss.

Danach geht es runter zum Bahnhof. Statt der Treppe wird ein Weg relativ parallel zur POMA gewählt. Gerade im Bergabschnitt der im wesentlichen auf der alten Tramtrasse besteht gibt es diverse nette Motive mit und ohne Kathedrale. Merke: Irgendwann bei Betrieb wieder herkommen.
Die Station Vaux und der weitere Talabschnitt wurde in aufgeständerter Bauweise neu trassiert. Hübsch hässlich sag ich da nur.

Ich frage mich immer noch für was für einen Bedarf man die Bahnsteige berechnet hat. Über 12 Wsgen passen jeweils an die Bshnsteige und das wo der TER nach Paris um 12:30 gerade mal aus einem vierteiler AGC und mein Zug nach Amiens aus einem vierteilet „Unterlegkeil“ besteht. Die Triebwagen sehen recht verloren am Bahnsteig aus.

Ich frage mich warum die SNCF seit die Nacht um 1 Uhr vor Beeinträchtigungen im Reiseverlauf warnt. Zumal die genannte Baustelle nicht mal auf meiner Strecke liegt. So geht es absolut Pünktlich mit Umstieg in Amiens und Rouen nach Vaen. Nur kurz vor Caen fängt sich der Zug +5 ein. Der Bi-Mode (Elekto und Diesel) AGC kann zwischen Rouen und Caen sein Moduswechsel rinfach so während der Fahrt susführen. Sehr praktisch. Das platte Land ist eher unspektakulär. Nur um Rouen herum wird es etwas hügeliger und abwechslungsreicher.

In Caen wird nach dem Zimmerbezug der Spurbus begutachtet und der alte Hafen sowie die Altstadt (was der WK II davon übrig lies) besucht. Der Spurbus wird 2018 eingestellt und 2019 furch eine Tram ersetzt. Na endlich.

Da im ersten Tourteil in Épinal, also im Lotringisch -Elsässischen Grenzgebiet, typisch nördlich mit Galette gegessen wurde eird hier in Caen der Weg zur Taverne Karlsverg, dem Mâitre Kanter Nachfolger, eingeschlagen die direkt hinter dem Bahnhof liegt.

Als Schlummertrunk dann noch ein Bier das sich im Rucksack untergegangen war. Mit erstaunen lese ich dass es aus Korsika ist. Und Respekt. Die Korsen versehen was vom Bierbrauen.

Maas, Regen, Baustellen und eine Lightshow

Es hatte seit dem gestrigen Heimweg vom Abendessen die ganze Nacht immer wieder geregnet. Die Wetter App zeigt ein grosses Regengebiet das langsam Richtung Osten zieht. Und ich mittendrin.
Vom Hotel ging es in aller Ruhe und ohne Regen zum Bahnhof inkl. Spurensuche der ehm. Anschlussbahn auf die andere Seite der Maas zur heute noch bestehenden Kupferschmiede und anderen zwischenzeitlich geschlossenen Anschliessern. Die Brücke ist abgerissen und auch das Gleis im Planum der Avenue de Président Roosevelt ist endgültig verschwunden. Es liegt nur noch auf den beiden Bahndämmen die die Rampen zur Brücke bildeten.
Die Bilder vom rechten Ufer der Maas sind vom Vortag.

Man könnte glatt meinen die Strecke aus Dinant sei über Nacht wiedereröffnet worden. Aber, nein. Der kommt nur aus der Abstellung und man kann einen Triebwagen nicht einfach mal 3h am Bahnsteig stehen lassen. Auf Grund von Bauarbeiten ist der Fahrplan stark eingeschränkt. Vormittags gab es heute nur die Fahrt um 6:43 und diese um 10:50 Uhr.
Kaum ist der Zug aus Givet ausgefahren neginnt es wieder einmal zu Regnen und diesmal ununterbrochen mit unterschiedlicher Intensität. Beim passieren der Maasschleife bei Chooz fallen die Kühltürme des dortigen Atomkraftwerk auf. Kein Wunder dass es hier regnet wenn man hier die Wolken produziert.
Stets entlang der Maas (franz. Meuse) in ihrem hübschen Tal geht es nach Charleville-Mezieres. Der ehm. Treidelpfad ist auf weiten Strecken zum Radweg geworden auf dem nicht wenige dem schlechten Wetter trotzen.

In Charleville-Mezieres ist irgendein Festival mit Puppen auf das abgewandelte Plakate bekannter Filmkkassiker hinweisen. Ich hoffe zudem dass die Bahnhofshalle gut bahngeerdet ist. Ein derart lautes Knistern und Brummen der Oberleitung in der Halle habe ich noch nie erlebt. Immerhin toben hier 25kV durch die Strippe.
Im Doppelstocktriebwagen geht es durch die flache und uninteressante Gegend nach Reims.

Auch in Reims regnet es. Also wenig prickelde Umstände um die 3:20h Übergang (!!!) auf den Zug nach Laon zu überbrücken. Warum so lange? Weil schlichtweg kaum noch etwas in Reims fährt, erst recht seitdem die Schnellfahrstrecke in Betrieb ist. Über Nebenbahnen wie die nach Laon braucht man da kaum reden.

Die Idee war daher die Straßenbahn zu fotografieren und mitfahren. Aber hier gleich die nächste Enttäuschung. Wegen Bauarbeiten im Bereich der Haltetelle Opéra verkehren die Bahnen von Neufchâtel nur bis zum Bahnhof bzw. von Gare TGV und Hospital aus nur bis zur Station Vesle. Dazwischen fährt ein Ersatzbus. Aber die paar Meter kann man auch laufen, zumal der Regen weniger wird. Zunächst ein paar „Notfotos“ von den „falsch“ nach Neuchâtel ausfahrenden Tram gemacht und dann zu Fuss in die Innenstadt.
Just in dem Bereich vor der Haltestelle Opéra bei dem bereits Weichen für evtl. Streckenerweiterungen liegen muss saniert werden. Hat das Pflaster evtl. das gleiche Problem wie in Darmstadt?
Nach ein paar Aufnahmen auf der Brücke über den Fluss Vesle, die A334 und den Canal de l’Aisne à la Marne bei der Haltestelle Comédie und einen Abstecher zur Kathedrale gemacht. Vorbei an der Kathedrale am Place Hôtel de Ville bei der Einmündung der Rue de Thiers liegen noch Schienen der alten Strassenbahn von Reims in der Strasse. Dies ist um so erstaunlicher da die alte Strassenbahn von Reims bereits 1939 ausser Betrieb ging.

Wieder zurück am Bahnhof noch ein wenig „Action“. Ausserhalb der Halle stehen zwei Z2er Einheit. Irgendwas scheint mit diesen nicht zu stimmen. Ein „Weisskäppchen“ und der Lokführer sind am Diskutieren. Als der hintere den Bühel hebt erfüllt ein dumpfer lauter Schlag die Bahnhofshalle und Funken fliegen vom Wagenübergang der zweiten Einheit. Tja, das war es dann wohl scheit der Gesichtsausdruck und Gestik der beiden zu sagen. Verursacher scheint das Dachkabel zu sein das etwas durchhängt.
Achja. Innerhalb der Bahnhofshalle stehen zwei Museumsfahrzeuge und eine Demonstrations- und / oder Übungsanlage mit Signal, Weiche und Bahnübergang.

Weiter geht es durchs recht platte Land nach Laon. Der Bahnhof wurde in den letzten Jahren aufwändig saniert und funktioniert als Drehscheibe in alle vier Himmelsrichtungen. Wenn denn etwas fährt. Auf dem Bahnhofsvorplatz steht ein recht heruntergekommener Triebwagen der ehm. Tram von Laon die u. a. mit einem Zahnstangenabschnitt bis 1971 den Bahnhof mit der Oberstadt verband.

Die Standseilbahn „POMA“ wurde dann 1989 unter Nutzung der alten Tramtrasse auf grossen Abschnitten errichtet. Dass diese nicht fährt hatte ich bei der Planung zu spät erfahren. Diese ist vom 3. bis einschliesslich 16.8. zu Wartungsarbeiten ausser Betrieb. *grummel*
Warum der Ersatzbus aber nur bis zum Freitag. 13.8. fährt, das muss man wohl nicht verstehen, genau so wenig wie dass auch im Regelbetrieb nur Mo bis Sa gefahren wird. Sehr eigenartig für eine fahrerlose Bahn die theoretisch von überall überwacht werden könnte.
So musste der Koffer eben die vielen Stufen des „Escalier Municipal“ hochgeschleppt. Grummel…

Laon hat Potential. Die hübsche Altstadt auf dem wie eine Insel im flachen Land liegenden Berg mit mehreren Kirchen hst was. Aber offenbar gibt es ein strukturproblem. Viele Geschäfte, insbesondre abseits der Hauptstraße vom Hôtel de Ville zur Kathedrale haben dauerhaft geschlossen, einige Häuser sind im sehr schlechten Zustand (andere jedoch wunderschön herausgeputzt) und auch die Strassen und Wege lassen etwas zu Wünschen übrig. Tja, ohne Moos halt nichts los.

Im Hotel dann eine interessante Info. Unter anderem heute Abend findet das „Couleurs d’Été“ mit einer Lichtshow auf der Kathedrale von Laon statt.
Daher wird sich schnell nach einem Restaurant umgesehen.
Apropos Essen. Nach der als Vorspeise titulierten „Ficelle Picardie Maison“, eine Art Nordfranzösische Lasagne aus einem mit Pilzen, Schinken und einer Käse- / Sahnesauce gefüllten Crêpe, war ich eigentlich schon satt. Was für eine Portion.

Danach wird das Lichtspektakel um 22:30 und die Wiedeholung um 23:15 genossen. Das Wetter spielt ja auch mit.

Die Lichtshow ist animiert was natürlich schwierig zu fotografieren ist. Vielleicht komme ich später dazu ein kurzes Video einzubinden.

Durch die Ardennen

Am Freitag ging es im Zickzack durch die Ardennen.
Auf dem Weg zum Bahnhof von Kautenbach amüsierte mich das Hinweisschilder wie man den Bü im Störungsfall umgehen kann. Über den anderen Bü nur wenige hundert Meter weiter und dann durchs Ort ist offenbar keine Altenative 😉
Die Luxemburgische Signaltechnik zeigt sich als wahrer Europäer. Signalisieren die älteren Signaltypen eine Art französischer Signalbilder (bei den neueren ist es an das deutsche Ks-System angelehnt) so sehen die Signale der österreichischen Bauart ähnlich. Andere Signale sind eher aus dem deutschen Übernommen. Aber bei alledem ist eines stets gleich. Stellwerke sind von SEL / Thales und Bahnübergänge von Scheidt & Bachmann.
Das Angebot an Anschlussbussen ist in Kautenbach auch überschaubar. Ist auch kein Wunder bei der dünnen Besiedlung.

Weiter ging es mit dem IC Richtung Liege durch dünn besiedeltes Gebiet und nette Flusstäler nach Rivage.
In Rivage ist der 4 Minuten Übergang zum Anschlusszug gefährdet. Nicht weil der Zug aus Luxemburg Verspätung hätte sondern da dieser ab Gleis 2 fährt, Gleis 2 aber keine Unterführung hat und der Übergang wegen des IC nach Liege blockiert ist.
Aber alles kein Problem. Der Reisendensicherer signalisiert dem Einfahrenden Zug nach Marloi per „Kreuzungszeichen“ dass noch Kundschaft wartet.
Wieder durch ein Flusstal und Hochebenen geht es nach Marloi und mit dortigen weiterem Umstieg in einen IC Richtung Luxemburg nach Libramont.
Der IC nach Luxemburg war der angenehmste des Tages. Die SNCB Version der Gumminasen sind an Komfort und Laufruhe nicht zu übertreffen. Der IC nach Liege bestand aus älteren SNCB Grossraumwagen und über die SNCB Desiro sollte man den Mantel des Schweigens ausbreiten. Wr hat sich nur diese triste Innenausstattung ausgedacht die zudem mit einer hohen Zahl von „Nicht- oder Kaumfensterplätzen“ gekennzeichnet ist. Unverständlich bei der schöben Landschaft die es hier hat.
Heute scheint zudem grosser Reisetag der Pfadfinder zu sein. An vielen Stationen stehen kleinere und grössere Gruppen.
In Libramont steht noch eine alte Diesellok und dahinter an der Halle sind die Kollegen von Infrabel am Grillen. Eine gute Idee zum Wochenausklang und quer über den Bahnhof riecht es spitzenmässig.

Achja. In Gouvy, dem ersten belgischen Bahnhof hinter der Luxemburgischen Grenze, scheint das Personal gegen das neue, vmtl. ferngesteuerte, Stellwerk zu protestieren. Ein Trauerflor mit aufgeknüpfter Puppe baumelt szs dem Fenster des Stellwerks.
Und modernisierte Bahnsteige kommen in Belgien auch ohne Asphalt oder Pflaster aus.

Sodenn ist irgendwann Dinant erreicht.
Dessen Bahnhof verträgt sich überhaupt nicht mit dem sonst recht netten historischen oder älteren Gebäuden. Höhepunkt im Stadtpanorana ist die Kirche mit der darüber thronenden Festung.
Weshalb hier in Belgien eine Statue von Charles de Gaulle steht sollte auf Grund der Geschichte selbsterklärend sein.

Da die Bahnstrecke zwischen Dinant und Givet leider schon seit 1989 ohne Betrieb ist (u. a. in Hastière sind noch Reste vorhanden) geht es mit einem Bus der belgischen TEC immerzu entlang der Maas nach Givet.

Das französische Städtchen Givet liegt wie Dinant an der Maas, jedoch ist das Tal hier weiter, und wird ebenfalls von einer oberhalb der Stadt liegenden Festung dominiert. Die Festung von Givet ist jedoch immer noch Militärgelände und kann daher, im Gegensatz zur Festung in Dinant bei der sogar eine Seilbahn den Aufstieg erspart, nicht besichtigt werden.
So bleibt halt immer noch der Ort mit den historischen Bauten, der Maas, dem Hafen und natürlich der Bahn, die ab hier nach Charleville-Mezieres verkehrt, zu besichtigen. Und die Fahrkarten für due nächsten Tage zu beschaffen.

Auf zum dritten Tourteil

Nach zwei „Ruhetagen“ die insbesondere die grosse Frage „was brauch ich für Klamotten für den Tourteil durch Luxemburg, Belgien, Nordfrankreich und insbesondere Großbritannien“ geprägt wsten kommt nun der Dritte von den drei Tourteilen. Erstes Etappenziel auf dem Weg nach Großbritannien war heute Luxemburg mit der urbanen Metropole Kautenbach. 😉

Wie fast immer galt: Der Weg ist das Ziel und so wurde das weitläufige CFL Streckennetz nicht direkt via Rhein und Mosel angesteuert. Auch wenn mit dem RE11 ab Koblenz hierzu eine bequeme und direkte Verbindung besteht. Auch die Strecke nach Saarbrücken via Kaiserslautern ist schon oft genug befahren worden. Also Plan B.
Zunächst ging es mit dem IC nach Karlsruhe um dann via Landau von dort mit der Queichtalbahn nach Pirmasens Nord im nach eibem weiteren Umstieg bahnsteiggleichen Umstieg auf der Schwarzbachtalbahn nach Saarbrücken zu fahren. Beide Strecken laufen durch teilweise recht dünn besiedelte Gebiete, der Zug (auch wenn es je nur ein Desiro Triebwagen war) war aber gut nachgefragt. Die Stecke bietet nette Motive, die aber vom Zug aus nicht umsetzbar sind.

In Saarbrücken Hbf wurde dr Betriebsstoff Nr. 1, also Kaffee, aufgenommen und es ging sodann mit dem Süwex an der ehm. Völklinger Hütte und der Saar entlang nach Trier.

In Trier dann der Umstieg in den RE 11 nach Luxemburg der von Koblenz bis Trier vereinigt mit dem Süwex unterwegs war. Ist ein Übergang von SNCF Infrastruktur auf DB oder SBB Infrastruktur schon merkbar so gilt dies auch für den Übergang von DB auf CFL Infrastruktur. Blitzblanke Bahnhöfe und Züge gepaart mit 1a Oberbau. Luxemburg und die CFL toppen sofar noch die Schweiz und SBB.
Selbst die in die Jahre gekommen CFL Ableger der SNCF Z2000 Triebwagen erscheinen gegen die mitlerweile schon arg abgeranzten SNCF Modelle wie aus dem Ei gepellt.

Das Stadtpanorana von Luxemburg ist immer wieder interesant. Im Bereich der bei Brücke „Pont Grande-Duchesse Charlotte“ wird derzeit ein neuer Haltepunkt gebaut der per Standseilbahn an die zukünftig über die Brücke verkehrenden Strassenbahn ins Kirchbergviertel angebunden wird.
Historisches und die Zukunft der Tram in Luxemburg
Muss ich jetzt www.wenngeldkeinerollespielt von .ch auf .lu ändern?

Im Z2 Ableger ohne Klimaanlage geht es nach Diekirch und wieder zurück nach Ettelbruck. Vor Diekirch zeigt eine Anzeige an einem Firmengebäude 37°C. Komisch. Es kommt mir gar nicht so vor. Oder ist der Körper langsam daran gewöhnt?

Von Ettelbruck aus ging es wiederum im klimatisierten Dosto Triebwagen (vgl. SNCF Modell) nach Kautenbach. Hinter Ettelbruck und entlang der Wiltz wird die Gegend immer dünner besiedelt und wildromantisch. Nach dem Umsteigen in Kautenbach (wieder ein Z2 Verschnitt) weiter entlang der Wiltz und weiter ohne grössere Siedlungen ins Städtchen Wiltz. Dort endet die Strecke nachdem diese ab der belgischen Grenze schon in den 50er Jahren stillgelegt wurde.

Wiltz hat einen netten alten Stadtkern und 1a Strassen. Nur den Nachteil dass der Bahnhof eher im Tal und das Zentrum mit Supermarkt (Getränke bunkern war angesagt) oben auf dem Berg liegt.

Zurück nach Kautenbach geht es um 17:46. Zwischen Wiltz und Kautenbach pendeln im Halbstundentakt zwei Z2 Triebwagen mit überschlagener Wende in Wiltz. Andernorts würde man hier mit einem Triebwagen fahren. Aber so ist der Fahrplan stabiler.
Kaum im Hotel eingecheckt beginnt ein Sommergewitter. Egal, Essen gibt es im Haus und beim Verdauungsspaziergang durchs Ort komm ich mir irgendwie wie in einem einsam abgelegen Alpendorf vor.

Nachtrag zur Heimfahrt am 10.8. aus Passau

Nach einem guten Frühstück mit Wespenabwehr (die inteligenteten Wespen ersoffen nicht im Orangensaft sondern nutzten zahlreich die zur Ablenkung bereitgestellte Marmelade) Einfach Passau nsch Hause. Das wäre ja langweilig.

Für unglaublich günstige 7,50€ (bedonders wenn man RMV Preise gewohnt ist) gibt es das Waldbahn Ticket mit dem die Strecken Plattling – Zwiesel – Bayerisch Eisenstein sowie Bodenmais – Zwiesel – Grafenau einen Tag lang genutzt werden können.
Da ich Bodenmais – Zwiesel – Grafenau vor bald 30 Jahren (echt jetzt?) das letze mal sah, damals fuhr noch der Alpen-See-Express mit zwei ex. TEE 601er nach Zwiesel die dann je den Ast nach Bodenmais und Grafenau bedienten und natürlich fotografiert wereen musste (zu einer Führerstandsmitfahrt Grafenau – Zwiesel kam es sogar auch noch *schwelg*), war es mal an der Zeit für ein Streckenupdate.

Die Hauptline Plattling – Deggendorf – Zwiesel – Bayerisch Eisenstein wird stündlich von der Waldbahn (Tochter von ex. Arriva D jetzt Trenitalia) mit Regioshuttles bedient (mit Verdichter zwischen Plattling und Deggendorf) und auf weutrn Strecken mittels MCL oder SigL90 Stellwerken gesichert. Hab ich nicht 100% erkennen können.
Die Ankagen wurden saniert aber auch stark zurückgebaut. So ist der einstmals grosse Bahnhof in Regen nur noch ein Haltepunkt. Auch Zwiesel wurde umgestaltet um optimale Umsteigebeziehungen im Taktknoten zu bieten. Neben dem Bw der Waldbahn finden sich zudem noch weitere Abstellmöglichkeiten. Das Anschlussgleis runter ins Industriegebiet existiert noch, ist aber ungenutzt. Letzter Gütertarifpunkt an der Strecke ist Deggendorf.

Der Ast nach Grafenau wird alle 2h bedient. Es besteht theoretisch in Spiegelau und Frauenau die Möglichkeit Kreuzungen durchzuführen, diese wurden aber schon lange nicht mehr genutzt. In Grafenau wurden die umfangreichen Gleisanlagen bis auf ein Gleis zurückgebaut und in Parkplätze und eiben Busbahnhof umgewandelt. Gefahren wird, wie auch nach Bodenmais, im reinen Zugleitbetrieb ohne TUZ.
Beim „schräg aufgenommen Bü“ dürfte es sich um den vom obigen Link handeln.

Auf dem Ast nach Bodenmais ist garkeine Kreuzung mehr möglich. Für die stündliche Bedienung reicht ein Pendelzug. Die Unterwegsbahnhöfe dibd schon lange nur noch Haltepunkte und das Umsetzgleis in Bodenmais wurde einer Park- und Badelandschaft des angrenzenden Hotel geopfert.
Auch das markante Empfangsgebäude wurde abgerissen. Hier ist heute ekn keiner Park. Aber wenigstens gibt es ein Bahnsteigdach.

Bayerisch Eisenstein hst sich sehr positiv gewandelt. Zwar wurde auch hier zurückgebaut, die Anlsgen sehen aber 1a im Schuss aus. Auch das Eisenbahnmuseum hat sich gemausert. Der damals quer durchs Empfangsgeäude geteilte Bahnhof wurde sehr hübsch renoviert und ist eine Drehscheibe im Grenzverkehr. Beim Tschechen fährt man dort noch richtige Züge [tm].
Im schmucken Bahnhofsrestaurant auf bayerischer Seite wurd noch schnell Wegzehrung für 1,50 € geholt und dann ging es zurück nach Plattling.

Shit happens. Der ICE von Passau war mit knapp +10 fast pünktlich, der Anschluss ICE in Würzburg nach Passau aber mit +50 angekündigt. Alternativ wurde daher der RE genutzt der aber ebenfalls +15 hatte. Die Fahrplanauskunft, die Ansage des ZuB und die Bahnsteigansage in Aschaffenburg bestätigten Trotzdem den Anschluss in Aschaffenburg. Nur hätte dies mal einer dem Tf der RB msch Wiesbaden sagen sollen. Von Gl. 8 nach Gl. 5 gesprintet sieht man nur noch die Schludlichter.
Somit starr 21:05 erst 21:48 zu Hause. Aber was solls. Der Weg war das Ziel.

Entlang der Ilztalbahn

Nach einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück ging es zum Bahnhof. Heute ging es erst um 9:41 los da der 7:30 umlaufbedingt nur Samstags fährt.
Auf dem Weg dahin konnte die derzeit dahinsiechende Strecke von Passau nach Erlau und weiter nach Hauzenberg bzw. Wegscheid im Stadtteil Innstadt inspizieren. Die Stecke ist von den letzten Hochwassern überschwemmt aber vorhanden.
Die schmalen Gassen in der Innstadt oder das Panorama Passaus haben auch ihren Reiz.

Weiter ging es dann mit der Ilztalbahn nach Röhrnbach um diverse interessante Fotostellen abzugrasen.
Das Werkzeug von Gestern findet sich noch im Führerstand. Leider folgt der Wanderweg bis zur Leopiermühle nicht dem Talboden und bei den aktuellen Temperaturen über 30°C ist das jeweilig zwuschen den Standorte nötige Laufen über den Berg kein Spass. Aber dafür ist der Rucksack mit Wasserflaschen gefüllt.
Die Quälerei hat sich meines Erachtens gelohnt. Zwischen Röhrnbach und Fürsteneck gibt es etliche nette Fotostandorte in der herrlichen Landschaft des Osterbachtal. Im eigentliche Ilztal bis Kalteneck wiederum gibt es kaum geeignete Fotostellen für die Bahn. Dafür aber nicht weniger schöne Landschaft.

Der ehm. Holzhof bei Fürsteneck hatte sogar einen Bahnanschluss. Was man so alles aufstöbert…
Und so traf ich beim Wandern entlang der Ilztalbahn aber auf der „anderen Flusseite“ bei Fürsteneck auf Bahnrelikte.
Zwischen Osterbach und Wolfsteiner Ohe befand sich einst der Holzhof mir Anschlussgleis zum Bf. Fürsteneck an dem das von flussaufwärts heruntergeflözte Holz zwischengelagert uns auf die Bahn verladen wurde. Dies verkürzte laut Infotafel die Transportzeit bis Passau gegenüber weiterflözen bis Passau von 6 auf nur noch 4 Wochen.
Nach dem WK II wurde das Flözen eingestellt und der Holzhof aufgehen. Die Kanäle des Holzhof und der Bahndamm sind aber immernoch gut erkennbar. Die Brücke über den Osterbach ist aber zurückgebaut.

Auch in Kalteneck kam ich auch an einem ehemaligen Bahnrelikte vorbei. Hier zweigte einstmals eine Strecke nach Deggendorf ab. Hinter der Brücke beginnt der heutzutage geradezu obligatorische Radweg Richtung Deggendorf.
Zur Streckengeschichte:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Deggendorf–Kalteneck
Zum Radweg:
www.bahntrassenradeln.de/details/by7_04.htm?w

Mit dem Zug wurde Kalteneck – Fischhaus überwunden um die dortige Fotostelle an der Ilzbrücke auszuprobieren. Es war noch etwas Zeit zur vorherigen Einkehr beim Bayrischen Italiener. Radler + Vanilleis mit heißen Himbeeren. Eine tolle Kombi.
Anschließend ging es zur Brücke. Eue neidisch war ich auf die Einheimische die sich allerorten an und in der Ilz erfrischten.

Anstatt wie ursprünglich vorgesehen von der Brücke zum Bahnhof zum Zug nach Passau um 18:05 hetzen entschloss ich mich nochmals beim „Italiener“ einzukehren und zu Abend zu essen. Der letzte Zug kam um 20:25… fas passt und das „Schwabenpfannderl“ war 1a. Punktabzug gab es nur für die frittierten und nicht gebratenen Zwiebeln.
Die Ilztalstuben in Fischhaus kann ich nur empfehlen

Satt und gut ging es zurück nach Passau.