Eine fahrende Wanderdüne auf der Krebsbachtalbahn

Der übliche Schienenbus für den Touristischen Verkehr auf der Krebsbachtalbahn hat einen Defekt und daher fährt unter anderem heute an Fronleichnam ein 628 (die fahrende Wanderdüne) von DB Regio die Fahrten.
Mit dem alten eBike ging es erst frühmorgens nach Darmstadt um dort auf das aktuelle eBike umzusteigen.

Hier der Link zu dieser eher uninteressanten Etappe nach Darmstadt bei Komoot.


Mit der RB68 ging es nach Heidelberg und der S5 nach Meckesheim.

Dann ging es wieder bergab nach Eschelbronn wo die Bahnunterführung nur in gebückter Haltung passiert werden kann.


Ab dort ging es mit dem Rad nach Neckarbischofsheim Nord. Unterwegs wurde, als es stramm bergauf ging und der 2. Gang rumzickte, ein alter Bierkeller passiert.

Weiter geht es über Waibstadt nach Neckarbischofsheim Nord wo bereits der 628er auf Fahrgäste aus der „S-Bahn“ (S wie stündlich) nach Aglasterhausen wartet.

Die erste „Bergfahrt“ des Tages um 10:20 fährt nur bis Siegelsbach.

Am bebachbarten Hochwasser Rückhaltebecken kann die Fahrt dann bei bestem Licht abgefangen werden.

Danach fahre ich weiter um die Rückfahrt nach Neckarbischofsheim Nord unterhalb von Untergimpern abzulichten.

Für das klassische Motiv mit der Kirche in Untergimpern ist die Sonne noch nicht weit genug herum so dass die Fotoseite noch im Schatten liegt.

Also weiter hinauf nach Obergimpern wo vor der Kirche ein schöner Freiluft-Altar für die Fronleichnamsprozession erstellt wurde.

Am anderen Ortsende wird dann der nächste Zug nach Neckarbischofsheim Nord abgewartet. Auf Grund der regelrecht knallenden Sonne wird die knapp 3/4h an einem schattigen Platz überbrückt.

Dana nochmal talwärts nach Untergimpern, jetzt passt die Sonne für den 13:32 nach Hüffenhardt. Die Besetzung des Triebwagen ist leider recht mager, wobei ein 628 von Aussen aber auch schlechter überblickbar ist wie ein Schienenbus.

Aber jetzt ist Eile angesagt, fährt doch die Gegenleistung bereis um 14:02 wieder ab Hüffenhardt und dort will ich ihn fotografieren.

Daher ging es nun stramm hinauf auf die Höhe und direkt über Siegelsbach nach Hüffenhardt.

Der etwas besser besetzte 14:02 wurde fast punktgenau bei der Ausfahrt aus Hüffenhardt erreicht.

Das Ladegleis in der Strasse ist mit einer Sh2 Scheibe vor Befahrung gesperrt. Teils sind Gleise schon überteert, genutzt wurde es vermutlich nur für Trafotransporte des benachbarten grossen Umspannwerks.

Ob hier noch irgendwann mal ein Schwertransport verkehrt?


Von Hüffenhardt ging es erst über die Höge undcdann durch den Wald hinunter an den Neckar nach Hochhausen wo ein stattlicher Raubvogel auf Beute lauerte.

Vorbei an der Verladestation des Kalksteinbruchs ubd den KKW Obrigheim ging es am Neckar entlang nach Neckargerach.

Eigentlich hatte ich geplant in Neckargerach auf den Zug zu wechseln, aber ich liege gut in der Zeit und fahre daher,  trotz der fast 30°C Temperatur, weiter mit dem Rad nach Zwingenberg um dirt wieder das Neckarufer zu wechseln um weiter nach Eberbach zu fahren. Ausblicke auf die Burg von Zwingenberg inklusive.

Und dann wird kurz vor 16 Uhr Eberbach erreicht und im Bahnhofskiosk erstmal Getränke gebunkert da der Vorrat zur Neige geht.

Hier der Link zur bei Komoot abgelegten Etappe entlang der Krebsbachtalbahn und des Neckars.

Der Zug gaukelt zwar vor als RB82 nach Frankfurt zu fahren, auf Grund der maroden Strassenbrücke bei Zell fährt der Zug nur bis Michelstadt.

Die Fahrt durchs Ittertal und über bzw. besser gesagt durch den Krähberg ist entspannt und gut klimatisiert um einzelnen Itino.

In Schöllenbach steht das Signal auf Hp1, aha, der Kollege von der Fahrbahn ist in seiner Wochenende Dependance.

Auf SEV nach Bad König und ggf. Diskussionen mit den Busfahrern wegen Radmitnahme habe ich keine Lust (gut  vermutlich wäre ich mit dem Rad über den „Schleichweg“ durch Zell vergleichbar schnell in Bad König) und daher fahre ich ab Michelstadt in der somit dritten Etappe des Tages über die Spreng nach Ober Kainsbach Richtung Heimatort.

Da der SEV lange Fahrzeiten und z. B. in Michelstadt gut 40min Umsteigezeit hat verpasdt man damit den direkten Anschluss und ist in Bad Lönig im nächsten Taktzug.

Nach der strammen Bergfahrt über die Spreng gehts entspannt hinab von Ober nach Nieder Kainsbach ubd durch Wersau und Gross Bieberau nach Hause und bin damit sogar noch 30min früher zu Hause wie mit dem mit dem SEV erreibaren Zug welcher erst 18:49 am Bahnhof ankommt.

Abschließend der Komoot-Link des Fahrrad SEV nach Hause, der den Zug überholte.

In Summe wurden es 123km auf zwei Fahrrädern mit gesamt 1160m aufwärts und die Akkus haben noch 33%.

Ich denke damit sollte die härteste Etappe der anstehenden Sommertour machbar sein.

Nur steht eine kleine Reparatur an. Einmal muss die Schaltung nochmal sauber eingestellt werden und dann ist ein Träger am Sattel gebrochen, aber das hatte ich ob dessen „Knarren“ der letzten Tage bereits erwartet.

Achja,  ganz nebenbei wurden heute die 50.000km per eBike seit 05/2017 und davon 19.000km in den letzten 2 Jahren + 1 Monat mit dem zweiten eBike geknackt.

Auf alten Trassen und über Hügel an den Neckar

Heute ging es etwas früher los und nach dem Frühstück wurde um kurz nach 9 Uhr die heutige Etappe gestartet.

Zunächst zur ehemaligen Trasse der Tongrubenbahn welche parallel zur Strecke von Wiesloch nach Waldangelloch nach Rauenberg zum damaligen Ziegelwerk führte.

Auf der alten Bahntrasse ging es zurück nach Wiesloch zum ehemaligen Bahnhof und dann auf der innerstätdtisch teils überbauten Stecke nach Meckesheim zunächst nach Wiesloch Ost.

Meist auf der alten Trasse geht es bis Altwiesloch wo am Ortsrand die Trasse von einem Rückhaltebauwerk unterbrochen ist.

Danach geht’s auf der Trasse durch Dielheim.

Hinter Dielheim verlässt der Radweg hinter der Bahnbrücke die Trasse welche erst in Baiertal wieder erreicht wird wo auf der ehemaligen und in der südlichen Ortslage überbauten Trasse ein Triebwagen und Signal an die alte Strecke erinnert.

Von der Mitte von Baiertal bis Schatthausen geht’s dann wieder auf der alten Trasse weiter.

In Schatthausen verliert sich auch erstmal die Trasse aber danach wird das Viadukt überquert.

Die Trasse ging in Feldwege auf, im Wald endet dieser jedoch und im weiteren Verlauf ist sie zugewachsen und in einem kurzen Abschnitt ist der Bahndamm abgetragen.

Durch Meckesheim führt die alte Trasse wieder als Feldweg bis der Bahnhof erreicht wird.

Entlang der Bahnstrecke und vorbei am Stadion von Hoffenheim (Trainingsstadion) geht’s weiter nach Sinsheim.

Hier wurde auch der „letzte Zug“ fotografiert. Durch eine Störung bei Heidelberg fielen mehrere S5 und RE5 aus oder verkehrten nur bis Sinsheim.

Das Renault Museum wirbt mit einem verrosteten Uralt Renault unter einem Eiffelturm und das Freibad von Sinsheim mit duschenden Figuren.

Vorbei am Technikmuseum sowie dem Fördertechnikmuseum, welches eine ausgemusterte Wuppertaler Schwebebahn ans Gestell gehängt hat, geht es nach Reihen.

Zwischen Reihen und Eppingen wiedermal eine Baustellenumleitung und Züge kamen wegen Ausfall südlich von Sinsheim bzw. Steinsfurt auch nicht.

Das Panorama vom Bahnhof Eppingen über den für die Landesgartenschau 2022 angelegten Weiher aufs Ort gefällt.

Ursprünglich wollte ich von Eppingen direkt rüber nach Güglingen ins Tal der Zaber wechseln aber ich fahre weiter bis kurz vor Sulzfeld und nachdem ich den AVG Zug nach Heilbronn (eine der mal nicht ausgefallen ist) verpasst hatte rüber zur Burg Ravensburg zu der auch die meisten der im Umfeld liegenden Wingerte gehören.

Über die Höhen geht es hinüber nach Ochsenburg wo gerade die Ortsdurchfahrt saniert wird. Da wäre auch mit dem „Ferrarile vom Team Bierbauch“, welcher zuvor am Wegesrand stand, schieben angesagt.

Hinunter ins Tal gerollt wird Leonbronn erreicht. Am ehemaligen Bahnhof der Zabergäubahn erinnert ein Rollbock an die ehemalige Schmalspurbahn aus Laufen, welche  1960 auf Normalspur umgestellt und in 1995 stillgelegt wurde.

Die Strecke ist an einigen Stellen und meist an dem Bahnübergängen durch Entfernen oder Überteeren der Gleise unterbrochen aber weiterhin als Bahnstrecke gewidmet.

Eine Reaktivierung im Zuge des Heilbronner Stadtbahnkonzept wurde 2023 beschlossen aber die Mühlen mahlen hierzu langsam.

In Zaberfeld wurde beim Bäcker am Ortsrand erstmal eingekehrt, die Sonne meint es mitlerweile sehr gut.

Der Radweg führt teils parallel zur Bahn aber wie schon mehrfach auf der Tour gibt es wieder mal Umleitungen wegen Strassenbauarbeiten.

Die Bahnübergänge ohne Gleis Segen schon irgendwie skurril aus.

In Frauenzimmern rostet eine Dampfspeicherlok still vor sich hin.

Weiter nach Brackenheim und Meimsheim.

An der Oberen Schellenmühle wurde die Bahnstrecke dann verlassen.

Über den Berg ging es dann auf der Heerstraße/ K1627 nach Kirchheim am Neckar. Wiedermal mit Baustellenumleitung, dafür mit Blick auf Wingerte, das Neckartal und das ehemalige AKW Neckarwestheim.

Durch Kirchheim geht’s runter zum Neckar und ein kurzer Abstecher zum ehemaligen Stellwerk von Kirchheim, wo gerade TRI mit ihrem geradezu historischen Material, einen Ersatzzug auf der ex. Labello und nun SWEG Stuttgart Linie im Neckartal Richtung Heilbronn vorbei kommt.

Danach noch vorbei am Kohlekraftwerk Walheim. Die Anlieferung von Kohle für die zwei Blöcke bzw. Leichten Heizöl für die Gasturbine erfolgt primär per Schiff. Die großzügigen Gleisanlagen sind dagegen gepflegt aber ungenutzt.

Und kurz darauf wird Besigheim mit seiner schönen Altstadt zwischen Neckar und Enz.

Entlang der B27 geht’s auf dem teils recht engen Radweg weiter nach Bietigheim.

Hier ist mir Reinhards Hotel welches primär Autos als Motto hat (mon Dieu) das Etappenziel erreicht.

Durch den Schlenker über Leonbronn kamen zusätzliche 16 km und 300 zusätzliche Höhenmeter ggü. der Ursprungsplanung dazu.

Nach dem Check in und Abstellen des Rads im Keller ging es zum „Rossknecht im Schloss“ auf einen gesunden Salat mit Maultaschen und zum Sündigen einen Kaiserschmarrn hinterher.

Das in Stuttgart gebraute Rossknecht Bier gefällsowohl als Urhell als auch als Weizen.

Achja, ich habe das Gottlieb Daimler Zimmer in dem ein Vorläufer des „eBike“ als eines seiner Patente, der Petroleum Reitwagen aushängt.

Und hier wie gewohnt die Aufzeichnung der heutigen Tour mit knapp 99km und 830m Aufwärts bei Komoot.