Durch Luxemburg nach Luxemburg

Wie üblich um halb Zehn geht es vom Berg herunter und dazu erst mal wer über die gut befahrene N4.

Untem im Tal ist es zum Glück wesentlich beschaulicher und am Ortseingang wird die Brücke der Tramstrecke 517 von Martelange nach Arlon unterquert. Diese wurde von einer anderen Gesellschaft betrieben wie die Strecke 516 von Bastogne. Da auch noch eine weitere schmalspurige Tram-/Kleinbahm von Noerdange Martelange erreichte trafen sich hier drei Strecken und Bahngesellschaften. Im Ort ist nichts mehr von dem Kleinbahnknoten zu erkennen. Die N4 und die auf der Luxemburger Talseite liegenden Tankstellen dominieren den Ort.

Ab Martelange wird der Kleinbahn in Richtung Noerdange gefolgt. In Obermartelingen / Haut-Martelange wurde die Schiefergrube und die Werksanlage inkl. ehm. Werksbahn erhalten. Über Pfingsten findet hier ein Festival statt.

Kontinuierlich geht es aufwärts und in Perlé steht ein „Zug“. Dieser scheint eine Verbindung zum Festival zu denen bei Perlé liegenden Parkplätzen herzustellen. Weiter geht es auf den Höhenlinien mit stets einem gewissen Auf und Ab ohne bis hinunter ins Tal zu führen geht es weiter.

Irgendwann geht es aber doch hinab nach Redange. Der Radweg (Linge de Ouest) folgt zwar nicht durchgehend der alten Trasse da diese teilweise Überbaut oder wieder in die Landwirtschaftlichen Flächen integriert wurden aber die Kleinbahne hatte auch so Steigungen bis 5% im Petto.

In Redange macht sich mein Magen bemerkbar. Irgendwie ist er nicht gut drauf. Warum auch immer. Vermutlich habe ich eine falsche Mücke eingesaugt. 😂

In Niederpallen ist eine ehm. Lok und Wagen sowie das spartanische Empfangsgebäude der „Jhangeli“ genannten Bahn museal erhalten.

Wenige Kilomerter weiter wird Noerdange an derehm. Strecke von Pétange nach Ettelbruck erreicht.

Diese Strecke war kurze Zeit die Verlängerung der Vennbahn zum Erreichen der Montanregion in Luxemburg und Lothringen aber mit 1967 ist auch diese Stecke stillgelegt.

Im ehm. „Prinz-Heinrich-Bahnhof“ (helles Gebäude) befindet sich ein kleines Museum in dem die frühere Situation im Bahnhof dargestellt wird. Der Kleinbahnbahnhof wird privat genutzt.

Zunächst kaum ansteigend wird der 690m lange Hobscheider Tunnel erreicht. In Eischen hat man den ehm. Bahnhof überbaut und einen kleinen Park mit diversen Bahnexponaten ausgestattet. Hinter Eischen gibt es eine interessante Felsformation zu sehen. Erkennbar an den hellen Streifen im sonst dunklen Fels.

Kurz vor Steinfort steht plötzlich ein Prellbock im Wald. Dieser gehört zum letzten Rest der Stecke der noch bis vor ein paar Jahren zur Andienung des dortigen Glanzstoffwerks diente. Die moderne Produktion kommt aber nun ohne Bahn aus. 😑

Hier verlässt der Radweg die Bahntrasse. Gleichzeitig ist festzustellen dass die Ausschilderung erheblich schlechter wird. Fehlende oder falsch ausgerichtete Schilder sind nicht selten. Bei Kleinbettingen kann dann ein Nahverkehrszug fotografiert werden. Sehen die Signale deutsch aus, die Oberleitung schweizerisch und die Zugsicherung französisch… dann ist man in Luxemburg. 😄

Das gute Wetter verabschiedet sich und in der Ferne zeigt sich heftiger Regen. Aber erst in Strassen mit der „Römerstrasse“ erwischt mich der Regen. Irgendwie erwartete ich dort jemanden zu sehen der wiebei Monthy Python’s Leben des Brian „Romanes eunt domes“ auf Hauswände schreibt. 😃

Zum Abtrocknen in rascher Fahrt geht es weiter nach Luxemburg Stadt hinein um mit einem spektakulären Ausblick auf das Tal über die „Großherzogin-Charlotte-Brücke“ zum Stadteil Kirchberg zu gelangen.

In Kirchberg endet derzeit noch die Strassenbahn vom Flughafen her. Beim Umsetzen für die Rückfahrt nutzen die Fahrzeuge von CAF ihre Batterie da hier noch die Oberleitung fehlt. Hier entstand zudem ein Umsteigepunkt zur CFL (Strecke Luxemburg – Ettelbruck. Zur Überwindung des Höhenunterschied zur am Talhang liegenden Bahnstation wurden zwei (!) je 200m lange Standseilbahnen errichtet. In der Talstation stehen dann Aufzüge und Treppen zu den Bahnsteigen zur Verfügung. Die Stabdseilbahn wird von der CFL betrieben und ab den Fahrzeugen wechselt je nach Fahrtrichtung die Spitzen- und Schlussbeleuchtung. Warum? Weil man es kann und Graventa es bezahlt bekommen hat.

Heute fuhr nur eine der Bahnen da wegen Bauarbeiten über Pfingsten keine Züge fuhren.

Das bei der neuen Luxemburger Strassenbahn vmtl. nicht gespart wird erkennt man an Gimiks wie beleuchteten Kopfstützen. 🤔

Durch die Innenstadt und unten durchs Tal geht es in Richtung Hotel.

Da der Magen weiter grummelt lasse ich das Abendessen flach fallen und haue mich lieber erst mal aufs Ohr. Schlaf ist immer eine gute Medizin.

Am Montag geht es dann weiter an die Saar…

Aber erst mal hier die aufgezeichnete heutige Tour.

Ein Gedanke zu „Durch Luxemburg nach Luxemburg“

  1. Gute Besserung, das wird wieder.
    Luxembourg ist wirklich eine Reise wert.
    Die Bahnen sind Super modern mit France Desing Chic.
    Sehr schöne Bilder.😄🚂
    G. N.

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