Spitzenwetter rund ums Jungfraujoch

Der morgendliche Blick aus dem Fenster verspricht top Wetter. Also warum nicht auf das Jungfraujoch hochfahren.

Und im Gegensatz zum gestrigen Fahrplan klappte es auch.

Ab 09:10 Wilderswil – Gl. 2AB (R 147, Richtung: Lauterbrunnen)
An 09:25 Lauterbrunnen – Gl. 2

Ab 09:30 Lauterbrunnen – Gl. 3 (CC 347, Richtung: Kleine Scheidegg)
An 10:08 Kleine Scheidegg – Gl. 3

Ab 10:27 Kleine Scheidegg – Gl. 21 (CC 547, Richtung: Eigergletscher)
An 10:32 Eigergletscher – Gl. 1

Ab 10:45 Eigergletscher – Gl. 3 (CC 1547, Richtung: Jungfraujoch)
An 11:11 Jungfraujoch – Gl. 3

Der Grindelwalder Zugteil wurde sehr gut gefüllt, im Teil nach Lauterbrunnen gab es noch gute Sitzplätze.

Die WAB war ab Lauterbrunnen zu gut 3/4 belegt aber der Vorteil an Skifahrern ist deren Lauffaulheit. So war im die Türen herum alles gut belegt aber in der Mitte des Panorama Mittelteil gab es sogar noch freie Vierergruppen. Aber ab Wengen wurde es recht kuschelig.

Erst oberhalb von Wengen kommt langsam eine durchgehende, wenn auch meist künstlich Unterstützt, Schneedecke zu Stande.

Beim Aus- und Umstieg in Kleine Scheidegg noch ein Foto vom Panoramawagen und andrer WAB und JB Fahrzeuge…

… und dann ging es hoch zur Station Eigergletscher der seit 2020 der neue Umsteigepunkt hinauf zum Jungfraujoch (bis 2020 fuhren die Züge aufs Jungfraujoch ab Kleine Scheidegg) ist seit die Seilbahn „Eiger Express“ aus Grindelwald hier ihre Bergstation hat. Aktuell reicht ein einzelner „Alttriebwagen“ der JB mit Vorstellwagen für Ski, Snowboard, Rodel oder auch Material als Pendel im ca. Halbstundentakt aus.

Mit der Station Eigergletscher wurde nicht gekleckert. Endet der Pendel von der Kleinen Scheidung noch recht konventionell im Freien so muss man dann rüber in die neue Station und der Zug zum Jungfraujoch fährt in der Wettergeschützten und wohltemperierten Station auf Gleis 3 ab.

Obwohl der Zugang zum Zug aufs Jungfraujoch nur durch Zugangssperren möglich ist wird trotzdem im Zug kontrolliert. Spoiler: Das gleiche auch bei der Talfahrt vom Jungfraujoch.

Die Fahrplanauskunft gibt die Züge ohne Zwischenhalt an und seit mehreren Jahren, mit der Lieferung der neuen insbesondere talwärts schneller fahrenden Triebwagen, wurde der Halt in der Eiger Nordwand aufgegeben. Aber der Zug hält für gut 6 min in der Station Eismeer mit Blick Richtung Süden. Während sich die meisten Fahrgäste in einem der Fensterstollen direkt am Ausstieg ballen wähle ich den unteren Stollen der auch noch ein Zug im Tunnel Bild ermöglicht.

Und kurz darauf ist die Endstation Jungfraujoch erreicht. Die Minus 10 °C nehmen sich dank mäßigen Wind und Sonne sehr angenehm aus.

Als erstes nehme ich den Stollen der einem auf der Seite des Aletschgletschers nach draussen bringt.

Dann weiter zum flotten Lift hinauf zur Sphinx auf 3571 m.ü.M (Bezugspegel Genua) mit prächtigen Ausblicken in alle Himmelsrichtungen.

Und dann wieder runter und in die Eishöhle im noch jungen Aletschgletscher (oder welcher Teil auch immer).

Sid aus Ice Age hat es hier eingefroren, diverse interessante Eisskulpturen und eisgelagerten Whisky gibts auch. Für bescheidene 58,- CHF gibt es den noch in der Bergstation zu 200ml zu kaufen (*örks*).

Interessant sind auch die „Schmutzlinien“ im Eis. Auf dem Boden aus Eis ist übrigens besser zu laufen wie später auf dem Winterwanderweg.

Die doch etwas dünnere Luft macht sich schon bemerkbar, aber die Laufbänder in einem der Verbindungsstollen finde ich schon sehr grenzwertig.

Und dann geht’s wiede an die frische Luft auf den des Jungfraujoch zwischen Bergstation und Jungfrau.

Und falls das Wetter nicht so toll ist wie heute gibt es in der Bergstation eine Fotoecke mit Fels und Fahne.

Während in der Lindt Verkaufsbutze ein Rechnerproblem die interaktive „sterile“ Darstellung der Schokoladenherstellung verhindert gönne ich mir eine Etage tiefer noch ein Kaffee mit Gipfeli und Gipfelblick bevor es um 13:17 wieder runter zum Eigergletscher geht.

Und wieder bergab mit Führerstandsblick…

Noch ein paar Impressionen rund um die umgebaute Station.

Und dann schlage ich den Weg auf den Winterwanderweg hinunter zur Kleinen Scheidegg wobei die ersten paar hundert Meter sehr sind da der Winterwander- und Rodelweg erstmal sehr steil beginnt.

Daher ist mir auch erst beim ersten Bahnfotostopp eingefallen dass ich die Aufzeichnung bei Komoot noch nicht gestartet hatte.

Wahnsinnswetter und ebenso tolle Ausblicke hat es dann auf dem Weg, nachdem er nicht mehr ganz so steil weiterging.

Und auch die Züge der WAB sind kurz vor der Kleinen Scheidegg zu beobachten. Beim Bild unten links in der Collage fehlt nurnoch ein Rodler 😉

Noch ein paar Bilder rund um die Kleine Scheidegg inkl. der BBR Signaltechnik…

… und um 15:27 geht es mit der JB wieder hoch zur Station Eigergletscher.

Auf dem Weg zur Seilbahn sah ich auch den Grund warum die Unsteigestation am Gleis 3 so relativ gut temperiert ist. Diese wird mittel Tor verschlossen wenn der Zug in der Station steht oder untwerwegs ist.

Ein wenig umständlich erscheint mir die Ausschilderung zum Eiger Express aber dann geht es sehr flott in 15min hinab ins Tal. Die 44 Kabinen, von der jede grösser ist wie so manche Pendelkabine aus den 70er Jahren, sind mit 26 Sitzplätzen (mit Sitzheizung) ausgestattet. Nur runterfallen sollte einem keine Kleinteile da der Boden eine vielzahl von Öffnungen hat um Schmelzwasser abzuleiten. Kreditkarten, Gelddstücke gehen dort locker durch.

Und dann wird die sehr großzügig ausgestattete Talstation erreicht in der sich auch die Talstation der Bahn zum Männlichen befindet.

Über einen langen Gang, wieder mal mit Laufband, geht es zum Haltepunkt „Grindelwald Terminal“ an der BOB Strecke.

Der Onlinefahrplan scheint längere Wartezeiten am Eiger Express einzuplanen und da das alles ohne Wartezeit ging erreiche ich, trotz kurzem Einkauf im Coop der Talstation, einen Zug früher und fahre mit diesem hoch nach Grindelwald.

Was den Vorteil hat im wendenden Zug gleich drin zu sein und womit der Sitzplatz sicher ist.

Denn in Grindelwald wird er schon gut voll und ab Terminal ist er über 100% belegt.

Und wenn man schon gut sitzt fährt man halt bis Interlaken Ost durch.

Nein, die Züge nach Grindelwald fahren nicht in andrer Richtung aus Interlaken Ost aus, die Bodenmarkierungen zeigen nur den Weg zum entsprechenden Zugteil.

Die kleine Zusammenstellung lokaler Braukunst, das Alpenglühen setzt ein… Zeit zum Abendessen.

Salat, Älplermakaroni und Vanilleeis mit Obstsalat. Sehr lecker.

Mal schauen was ich morgen rund um die Kleine Scheidegg treibe.

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