Samstag der 13. im Rheintal

Erst lief mir etwas der Weggetränke aus, dann begann es bei der Abfahrt zu nieseln.

Immerhin dadurch kein Risiko für die Reiseschokolade, die es beim Auschecken gab, zu schmelzen.

Der Nieselregen war aber so gering das er die Regenjacke nicht erforderte und so ging es erstmal über die Bregenzer Ach und via Hard an den Bodensee.

Der Plan war bis an die Mündung auch dem rechtsseitigen Damm zu fahren, aber schon auf dem Weg dahin gab es auf Grund des weiter rekativ hohen Wasserstand des Bodensee eine erste überflutet Wegstrecke. Da nicht abschätzbar wie tief der Weg unter dem Wasser liegt und „tauchfahrten“ dem eBike Motor nicht gut tun ging es nochmal zurück und flussaufwärts zur Rheinbrücke Hard-Fußach.

Im Zuge des Brückenneubau hat man der Rheinregulierungsbahn, bzw. dessen was davon übrig blieb, eine Unterführung gebaut so dass diese nichtmehr die stark befahrene Strasse queren muss. Für das Fahrpersonal der heute nurnoch als Museumsbahn bestehenden Strecke dürfte die Passage aber herazsfordernd werden da unter der Brücke ein stromloser Abschnitt besteht.

Aber in der aktuellen Saison verkehren vsl. keine Fahrten nördlich von Lustenau.

Kurz nach der Haltestelle Schleienlöcher, bei der auch noch eine ehemalige Verladestelle besteht, endet aber der Weg. Der höher gelegene neben der Bahn ist gesperrt der tiefer liegende Wanderweg ist überflutet.

Es ist am heutigen Samstag zwar nicht mit LKW Verkehr zu rechnen aber Verbotszeichen gelten halt auch dann.

Ich frage mich auch wie man an der aktuellen Endhaltestelle umsetzen will, denn es ist nur ein Gleis ekektrifiziert. Aber vielleicht braucht es das nicht da die Fahrzeuge Stangenstromabnehmer besitzen und somit „quer“ übers Gleis Strom beziehen können.

Also rüber über den Rhein und als der Radweg auf dem linksseitigen Damm endet runter auf die Strasse welche kurz darauf ebenfalls wegen Überflutung gesperrt ist.

Na dann, halt nicht. Aber damit bleibt die Mündung aber auch das Bähnchen in der Liste für zukünftige Touren.

Also wieder zurück aufs rechte Ufer aber ich weiche nun von der geplanten Route ab und durch die teils eher einer Seenplatte gleichenden Wiesenlandschaft.

Einen Vorteil hat das Wetter, den Schnaken ist es zu kalt.

Bei Dornbirn weist ein Schild darauf hin dass man bei Rot nicht durch eine Furt fahren soll. Aber die Autos fahren nicht durchs seichte Wasser, wie von der Fusswegbrücke erkennbar ist, aber ohne Geländer und Absturzsicherung über eine Art Steg.

17°C hui, da war ich auch schon bei fast der doppelten Temperatur am 13.7. unterwegs.

Ein RailJet kam leider nicht passend vorbei, daher nur „CityJet“, also hier Siemens Desiro, im Bild.

Die Wolken hängen weiterhin tief.

Am Ortsausgang von Rankweil hat jemand ein Wasserrad installiert das freudig vor sich hin klappert.

Kurz darauf wird Feldkirch erreicht.

Quer durch Feldkirch geht’s nach Süden. Der Plan ist einen RailJet am unbeschrankten Bahnübergang abzufangen.

Leider bin ich, u. a. durch den Umweg über Dornbirn, zu spät und die RailJets kommen nur alle 2h vorbei und das kurz nacheinander.

Der DB Navigator verkündet zwar einen verspäteten RJ, aber der ist schon seit 30min durch. Die SBB Auskunft meint sogar er sei planmäßig unterwegs.

Und nun darf man raten wann er fuhr? Genau! Just nachdem ich gut 1/2 km weiter und fern einer vernünftigen Fotostelle war. Samstag der 13. halt… 🙄

Und welcher Name ist mit Liechtenstein verbunden wie der Begriff Steueroase?

Richtig… Hilti. Ein Familienname der hier gefühlt an jedem dritten Klingelschild steht.

Es gibt keine eigene Staatsbahn in Liechtenstein, was mit knapp unter 9km Länge im Land auch eine der kürzesten weltweit wäre.

Betrieben wird die Strecke von Feldkirch über Schaan nach Buchs von den ÖBB.

Am Wochenende und Feiertagen verkehren nur 6 RJ und ein EC Zugpaar(e) über die Strecke. Mo-Fr kommen noch 11 „S-Bahn“ Zugpaare zwischen 6 und 19 Uhr dazu. Der Busverkehr in Liechtenstein ist dagegen recht dicht.

In Nendeln befindet sich auch der einzige Kreuzungsbahnhof und auch wenn heute hier kein einziger Zug zum Zustieg hält ist die Wartehalle und der Zugang zum Bahbsteig geöffnet. Ebenso wie die Toilettenanlage im feinsten 70er Jahre Stil.

Der Bahnhof verfügt, für die ÖBB eher untypisch noch über Lichtsignale ohne LED Optik, zwei per Seilzug aber motorisch angetriebene Schranken, sowie einen automatischen Bü über die Hauptstraße der sich bei eingestellter Durchfahrt zugbewirkt einschaltet.

Lange wird dies aber nicht mehr bleiben. In Spätsommer/Herbst 2024 sowie 2025 wird die Strecke komplett modernisiert und damit auch das hiesige Stellwerk durch ein ESTW ersetzt.

Die beiden Weichen werden elektrisch gestellt, aber per Seizug verriegelt. Bei Zugkreuzungen hat der Fahrdienstleiter einige Wege abzuspulen. Sitzt er doch im Raum unter dem quer zum Gleis stehenden Dach auf der Seite Feldkirch,die Antriebe für die Seilzüge der Schranken stehen auf dem Bahnsteig und die Weichenriegelhebel befinden sich im Anbau auf der Seite Buchs.

Als erstes kommt der RJ nach Zürich und fährt ins Überholgleis. Kurz darauf passert ihn der RJ nach Wien.

Und nun weiter nach Schaan wo kurz nach dem „Hauptbahnhof“ der Eisenbahnclub derzeit ein Formsignal renoviert und vor dem Clubheim liegen hat.

Auf dem Rheindamm rollt es sich dann entspannt nach Balzers.

Kurz nach Balzers folgt die Stastsgrenze zur Schweiz und der Anstieg zum Luzisteig.

Schon kurz nach der Grenze finden sich die ersten „Toblerone“ Zacken im Feld und unauffällig auffällige Partien in den benachbarten Felswänden.

Andere Bunker stehen direkt an der Strasse.

Im Gegensatz zur Funktion als Übungs- und Schiessplatz Luzisteig hier oben sind diese aber schon lange ausser Funktion. Aber geschlossene Schranken sollte man hier unbedingt beachten.

Und es geht immer weiter hoch bis die Festung Luzisteig erreicht wird.

Alles so geheim, dass man mittendurch fahren kann und die Kantine als öffentliches Restaurant dient  😁

Und so top secret dass die Anlagen sogar auf Strasdenschildern stehen.

Bald nach der alten Festung geht’s stramm bergab aber schon kurz darauf wird auf die Höhenlinie abgezogen. Will ich doch nicht hinunter nach Maienfeld sondern zum neben dem „Heididorf“ gelegenen Hotel Heidihof.

Super Aussicht, Gerstensuppe, Pizzokel und einen Colonel, der Tag klingt gut aus.

Aber auch die Aussicht hat was. Mal sehen ob sich über Nacht die Wolken noch mehr verkrümeln.

Zum Abschluss der Link zu Komoot, mit 7km und 280 Höhenmeter mehr wie geplant, der heutigen Etappe.

Morgen steht eine stramme Tour bis nach Disentis an. Sozusagen die Generalprobe vor der Fahrt über den Lukmanier ins Tessin und Richtung Gotthard am Montag.

Vom Allgäu über den Bregenzer Wald zum Bodensee

Über Nacht hat sich das Wetter geändert und als ich gegen 9 Uhr aufbrechen will fängt es gerade richtig an zu regnen. Das Regenradar lässt das Gebiet überschaubar erscheinen und so warte ich noch eine Stunde ab bis es nurnoch tröpfelt.

Aber die Vorhersage kündigt weitere Regengebiete an, Schaumermal.

Daher ist die heutige Tour nun die dritte Version. Ganz ursprünglich wollte ich über den Pfänder nach Bregenz fahren. Nachdem sich die beiden Hotels der früheren Planungen vor und hinter dem Pfänder auf die Websiteanfrage nicht geregt hatten, und ich am Pfänder auch schon 2021 vorbei kam, hatte ich über das Tal nördlich der Nagelfluh umgeplant, ob der angekündigten Regenfälle plante ich nun kurzfristig aber auf feste Strassen statt Feldwege um. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Unter den ex Bahnbrücken auf dem Illertalradweg die erste Überraschung, bitte wieder hochradeln, der Weg ist wegen Erdrutsch gesperrt und so geht es erst hinter dem Stadtteil Eich runter an die Iller.

Das Neubaugebiet von Eich erinnert stark an Bauanleitungen für Lego Bausätze. Der Illertalradweg hingegen ist hier ein besserer Trampelpfad, erst später erreicht er eine für Radwege akzeptable Breite.

Durch den Regen ist der Radweg relativ aufgeweicht und dementsprechend saut sich das Rad ein. Bei Rauns verlasse ich drn Radweg ubd nutze die trotz diverser Steigungen besser befahrbarene aber wenig befahrene Strasse.

Ist der Bauer reicher, fährt er einen Eicher 😉

Bei Stein im Allgäu lege ich mich dann vor der Kulisse der örtlichen Kirche für die diversen meist verspäteten Züge auf die Lauer.

Den IC 2012 nach Dortmund habe ich wegen der „Regenpause“ leider verpasst.

Diverse RE 7, 70 und 75 werden noch abgewartet bevor es weiter nach Immenstadt geht.

Und wie letztes Jahr, nur ca eine Woche später, geht’s weiter am Alpsee vorbei Richtung Oberstaufen wobei natürlich auch noch ein paar Züge ins Bild drängen  😀

Und weiter nach Oberstaufen…

Dann noch quer durchs Ort, der einstige EDEKA wurde zum Selbstbedienungsmarkt, was ich gerne ignoriere. Es hat bestimmt noch andere Geschäfte am Weg.

Und dann mal stramm runter ins Tal der Weißach.

Der Weg folgt zunächst der Weißach in Richtung Talboden.

Aber ab dem Stausee klettert er kontinuierlich vom Talboden hinauf. Bei Eibele wird dann unspektakulär die Landesgrenze nach Österreich auf dem Wanderweg über den Grenzbach überschritten.

Willkommen in Vorarlberg, dem Österreichischen Bundesland dem die Schweiz 1919 den Beitritt verwehrte.

Es geht weiter stramm bergauf und entlang der Dörfer auf dem nördlichen Talrücken der Weißach geht’s mit super Ausblicken über den Bregenzer Wald nach Westen.

Ein Blick nach Hitzisau und irgendwann geht es dann stramm hinab.

Hinunter ins Tal der Bregenzer Ach wo bis 1980 die Bregenzerwaldbahn verkehrte und dann aber der ÖBB den ausreichenden Grund für eine Betriebseinstellung gab. Heute verkehrt nurnoch auf den 5km zwischen Schwarzenberg und Bezau die bereits 2018 besuchte Museumsbahn.

Die Trasse wurde grossteils zu einem Rad- und Wanderweg umgewandelt. Leider nicht im Abschnitt Doren-Sulzberg nach Kenelbach. Hier ist der Weg vor der abgesackten Brücke über die Rotach und dem Rotachtunnel versperrt.

Also wieder zurück zum ehemaligen Bahnhof von Doren-Sulzberg dessen namensgebende Orte mehrere hundert Meter oberhalb und teils etliche Kilometer entfernt liegen.

Heute befindet sich heute ein Campingplatz und im dortigen Kiosk wurde kurz auf einen Eiscafe eingekehrt.

Achja, schon aufgefallen? Der Regen blieb bisher aus, ganz im Gegenteil kommt immer öfter die Sonne durch.

Verblödet die Nutzer der Rad- und Wanderwege komplett wenn es schon Schlider braucht die vor den Kanten am Rand der Wege warnen? 🤦‍♂️

Aufwärts der Ach geht es nun bis zum Kraftwerk Langenegg und auch hier kann man nur sagen, schade um die schöne Bahnstrecke welche sich nicht vor diversen schweizer Bergbahnen zu verstecken gebraucht hätte.

Ab dem Kraftwerk geht es erstmal wieder auf der anderen Talseite flussabwärts bis zum Kraftwerk Alberschwende.

Ab hier geht’s wieder stramm bergauf bis kurz vor Alberschwende und ab dort erstmal leicht auf und ab über die Terrasse oberhalb des Tals.

Ab dem Ort Buch geht es dann kontinuierlich bergab hinunter in Richtung Wolfurt.

In Wolfurt wechsel ich, in der unbegründete Hoffnung auf einen Blick ins Tal, auf einen Trampelpfad der nur bergab schiebend bewältigt werden kann.

Über die Brücke geht’s nach Kenelbach wo im dortigen kleinen Spar Markt die Getränkevorräte ergänzt werden.

Unter der Autobahn beim Bregenzer Ortsteil Rieden findet sich noch die alte Bahnbrücke über den Werkskanal, die Trasse ist sonst teils durch Strassen und Bauten unterbrochen.

In Rieden ist diese teils in Quartiersstrassen aufgegangen. Der Riedentunnel wurde 1994 in den Radweg integriert, wobei westlich des Tunels die Trasse und Bahbdämme abgetragen und überbaut wurde.

Noch ein wenig durch das Quartier geradelt und das Hotel Deutschmann wurde erreicht während von Westen her tiefschwaze Wolken aufzogen.

Auf dem kurzen Weg von der Radabstellung hinter dem Hotel um dieses herun zum Eingang war ich dann heute doch noch „geduscht“ bevor ich zum duschen kommen konnte.

Als die heftige Gewitterzelle langsam vorbei ist gehe ich zur Pizzeria Galileo in der es eine super Calzone gab.

Auf dem Weg dahin ein Ampel die in Gelb „Grün kommt“ verkündet. Der Lindner würde hier in seinem Porsche kotzen. Aber Fußgängerampeln kennen FDP Fratzke eh nicht 😉

So wurden es nun 88km mit 1000m aufwärts wie hier bei Komoot en Detail anzusehen. Der Akkustand war zum Tagesetappenende bei 46% was mich hinsichtlich der Etappen nach Disentis und Fieso doch etwas beruhigt nicht unterwegs „saftlos“ zu werden.

Dreiländertour

Heute war die „Etappe 0“ angesagt und diese führte gleich zum höchsten Punkt der ganzen Tour, der zwar recht schön aber nicht der Höhepunkt des Tages oder gar der Tour war, der Höhepunkt des Tages kam erst in der Schweiz.

Aber erst mal der Reihe nach.

Leider bietet das Hotel derzeit kein Frühstück an, aber die Kaffee-Fee bringt einem gerne einen Kaffee aufs Zimmer und mit den Teilchen aus der Versorgungsreserve ist das Frühstück gesichert.

Vorbei an dem Getränkemarkt und den bahnseitig nicht mehr angeschlossen Lagerhallen von DB Schenker in Lindau-Reutin geht es nach Lochau in Österreich.

Der Radweg verläuft hier zwischen dem ehm. Stellwerk und den Bahngleisen.

662 Räder wurden in Lochau heute schon gezählt und dabei ist es noch nicht einmal 10 Uhr. So mancher „politisch hochgejubelter Bahntrassenradweg“ bekomnt das gefühlt nicht mal im Monat oder Quartal hin. Aks ich gegen halb Fünf hier wieder vorbeikam stand der Zähler auf über 5300 Rädern. Wahnsinn.

In Lochau wurde der Bodenseeradweg verlassen und es ging nun auf den nächsten 7km steil bergan.

Aber das auf dem Asphalt angekündigte Ziel war es nicht, hier befindet sich erstmal nur der Parkplatz. Aber der weitere Weg ist kein Problem und so wird rasch, auch wenn streckenweise das Radfahren verboten ist, auch wenn das sog. „strengstes Fahrtverbot“ wohl keinen andren interessiert.

Von / bei der Bergstation der Seilbahn kann man gut in Richtung Bodensee und Bregenzer Wald fotografieren. Die letzten Meter bis zum Gipfel beim Funkturm gehen nur zu Fuß mit einer Apfelschorle zur Entspannung.

Und dann geht es wieder bergab. Wobei dies nur schiebend gestattet ist. Mountainbiker dürfen zwar hochfahren aber runter nur über die Hauptstraße.

Egal, das „schieben“ bus Flüh hat einiges an Bremsbelägen gespart. Von Flüh bis Bregenz konnte man aber gut rollen lassen.

Kleiner Abstecher nach Kennelbach mit diversen Resten der Bregenzerwaldbahn unter anderem mit der Brücke über den Kanal unter der Brücke zum Pfänder Tunnel, dem ehm. Empfangsgebäude in Kennelbach oder der Brücke kurz vor dem Schindler Werksgelände.

Bis zum Tunnel fahre ich wegen den vielen „Privatgelände“ schildern nicht. Naja, vielleicht wird die Stecke durchs Tal irgendwann doch ein Radweg bis Andelsbuch.

Eine Reaktivierung ist eher unwahrscheinlich da die Trasse in Kennelbach durch die Firmen Weiss bzw. im Schindler Areal als auch in Bregenz teils überbaut ist.

Entlang der Hauptstrasse auf einem gut ausgebauten Radweg geht es über die Bregenzer und Dornbirner Ache bis zum Rhein.

Die Gleise der Museumsbahn welche die ehm. Strecke der Rheinregulierungsbahn befährt sehen gut benutzt aus, wenngleich der Oberleitung beraubt.

Für die Brücke über den Rhein wird derzeit ein Ersatzbau erstellt.

Vom österreichischen Höchst geht es rüber nach St. Magrethen und wiede stramm bergauf nach Walzenhausen.

Neben der Kirche liegt in St. Magrethen eine Schule mit großzügiger Mehrzweckhalle. Was wohl, typisch für die Schweiz, die massiven Betonwände und Zugänge unterhalb der Mehrzweckhalle beherbergen? 😉

Walzenhausen ist nicht nur das Ort um den „Bahnhof“, also die Bergstation der RhW, sondern zieht sich über mehrere Kilometer am Berg entlang.

Sehr schön ist der Ausblick auf den leider etwas dunstigen Bodensee. Aber als Farbtupfer kommt alles halbe Stunde aus Rheineck herauf der nach gut 5min wieder ins Tal zurückkehrt.

Im oberen Drittel bieten sich mehrere schöne Fotomotive an.

Das „Coronabänkle“ unterhalb von Walzenhausen mit garantiertem Mindestabstand. 😅

Auch wenn Rheineck vom Bahnhof aus, auch wegen der benachbarten Autobahn, nicht sehr einladend wirkt besitzt es doch einen sehr schönen Altstadtkern.

Das Bähnchen ist gerade am Berg, also Zeit für einen Einkauf im dem Bahnhof benachbarten Coop.

Das ehm. Stellwerk von Rheineck wurde bri der Gebäudesanierung nicht unerheblich in Mitleidenschaft gezogen. Aber man scheint um Reinigung bemüht.

Und nach dem Coop Einkauf steht das Bähnchen nach Walzenhausen bereit.

Wird noch bearbeitet…

RhW und die SOB Ring S-Bahn in Rheineck bevor es für die SOB nach Sargans und den RhW (eigentlich AB Triebwagen) wieder nach Walzenhausen geht. Unter dem Bahnsteigdach hat sich die Schweizer Grenzwacht in den Schatten gestellt und wartet…

Ich fahre weiter zur Station Ruderbach mit der einzigen Weiche der Strecke am „Depot“ wo die Zahnstange für den Anstieg nach Walzenhausen beginnt und einstmals die Talstation der Standseilbahn war.

Und nun ging es zügig aber ohne Zug wieder zurück nach Bregenz. Diesmal aber hinter der Rheinbrücke nicht an der Hauptstraße entlang.

Hmmm, „H“ auf der Strasse? Landeplatz für Fugtaxis? 😎🤣

Egal und schon ist der Bregenzer Bahnhof erreicht.

Am Spielplatz zwischen ÖBB Bahnhof und der Seebühne der Bregenzer Festspiele fristet eine ehm. Lok der Bregenzerwaldbahn ihre „Rente“ und wird gerne von den Kindern erkkettert. Andernorts werden die Spielplatzloks eingezäunt oder abtransportiert da man sich verletzen könnte.

An der Seebühne vorbei geht es via Bregenz Hafen wieder nach Lochau.

Auf den Umläufen nach Lindau sind neben den üblichen elektro Talent der ÖBB auch Doppelstock „Wiesel“ mit Taurus unterwegs. Ich vermute auf Grund des erhöhten Zuspruch wegen der Festspiele in Bregenz und der Landesgartenschau in Lindau.

Und dann ist schon wieder Lindau erreicht und beim Casino bietet sich ein guter Blick nach Bregenz und zum Pfänder.

Noch schnell die Einkäufe ausräumen, sich frisch machen und dann geht’s zum Abendessen zum Wissingers im Schlächterbräu wo aber nichtmehr gebraut wird.

Aber das Essen im Biergarten ist 1a.

Käsesuppe mit Käse vom Pfänder, Ochsenbäckchen und hinterher Nougat Knödel. Das ganze begleitet vom herrlich süffigen Rödler Kellerbier der Brauerei Simmerberger.

Und hier wie üblich die heutige Etappe „Null“ auf Komoot mit viel mehr Bildern.

Letzte Etappe – vom Appenzeller Land nach Lindau

Eine wunderbar Tour geht zu Ende und auch heute ist Petrus auf meiner Seite und ich werfe dabei meine ganze Zeitplanung über den Haufen. Zu viele schöne Fotomotive laden zum verweilen ein.

Auch heute hat der Bilderupload (im dritten Anlauf) geklappt. Daher auch heute nur eine kleine Auswahl an Bildern.

Die weiteren gibt es hier:

2019-07-22 Mo Etappe 9 Urnäsch-Lindau

Gegenüber der Planung wurden es 6km mehr und doppelt so viel Höhenmeter aufwärts.

Bei Uznach erst mal ein Stadler „Walzer“ ABe4/12 der Appenzeller Bahnen auf dem Weg nach Herisau.

Fast wie gewohnt bei bestem Wetter.

Mehr Landschaft bei Jakobsbad. Ich überlegte erst kurz mit der Seilbahn auf den Kronberg zu fahren, aber da ich bereits zeitlich im Verzug bin lasse ich es lieber.

Daher nur ein Seilbahnbild 😉

Und dann wieder ein Zug hinter Jakobsbad Richtung Gonten.

Und noch einer…

Und schon ist Appenzell mit seiner schönen Altstadt erreicht.

Swissnes pur…

Keine Bange, nur das Besucherzentrum hat noch geschlossen. Nicht die Brauerei.

Und auf die vielen Walzer folgt der „Tango“ ABe 8/12 welche für die Durchmesserlinie beschafft wurden. Seit dem Bau des neuen Ruckhaldetunnel und damit dem Entfall des Zahnstangenabschnitt in St. Gallen verkehren diese von Trogen über Gais bis in die Kantonshauptstadt Appenzell.
Wobei Stadler nach dem „letzten Tango“ für die Appenzeller Bahnen die Produktion dieser Fahrzeuge eingestellt hat und stattdessen die spanische Produktlinie ex. Vossloh fortsetzt.

Ein Tango erklimmt die Rampe von Appenzell zur Station Sammelplatz.

Auf dem Ast von Gais nach Altstätten Stadt geht es nicht ohne Zahnstange. Soeben erreicht der Zug bei der Station Stoss das Ende des Zahnstangenabschnitts.

9% Steigung enden hier. Die Maximalneigung der Strecke ist dabei 16%.

Gut gesichert ist die Station Kreuzstrasse mit direkt und indirekt erkennbaren Anlagen.

Fast noch steiler geht der parallele Weg abwärts mit teils 20%.

Ich glaube hinauf werde ich da nie fahren, warum auch wenn dder Zug extra einen Radtransportwagen besitzt.

Aber auch bergab ist das Rad sehr gefordert, besonders hinsichtlich der Bremse.

Auch hier zeigt das Bild nicht wie steil es hier bergab geht. Im Hintergrund liegt bereits Altstätten im Rheintal.

Nochmal Altstätten. Der Zug hat vor kurzem Altstätten Stadt verlassen und kämpft sich nun die Rampe hinauf.

Nachdem der Talboden erreicht wurde und die Bremse nicht mehr roch ging es recht flott weiter Richtung Bodensee. In Au (SG) wurden noch die Vorräte ergänzt da. Hier unten ist es richtig warm im Vergleich zu den noch recht angenehmen Temperaturen oben im Appenzell.

Da hilft vermutlich nur das Bahnersatzboot 😎

Und weiter geht es nach Norden.

Kurzer Abstecher zur Seebühne in Bregenz mit dem aktuellen Bühnenbild für „Rigoletto“.

Und dann ist Lindau nach 72km erreicht und wie aufs Stichwort erreicht ein Schiff den Hafen.

Zummerbezug im Hotel alte Schule und dann zum Abendessen. Sehr lecker und zudem in Euro bezahlbar 😉

Dabei noch ein Test dreier Sorten der Lindauer Brauerei.

Nach dem Essen ein Rundgang zum Hafen mit Abenddämmerung…

Und zur blauen Stunde.

Morgen geht es dann mit dem Zug über Ulm nach Hause.

Eine sehr schöne Tour geht zu Ende.

Alles hat ein Ende…

… und so gehen ein paar herrliche Tage „zwischen den Jahren“ zu Ende.

Es hat sich wieder zugezogen und es schneit.

Noch schnell ein paar Besorgungen machen und es gibt tatsächlich Denner Supermärkte die nicht nur das Bier & Wein Anhängsel des Migros ist sondern ein Vollsortiment Nahversorger.

Am Bahnhof wartet dann einer der vielgescholtenen und mit mehrjähriger Verspätung nun in Betrieb gehender Twindexx Swiss auf der Linie IR 13.

Die Schräge im Einstiegsbereich ist zwar unschön aber in anderen Dostos gibt es schlimmere Einstiegsbereiche. Der Fahrgastraum wirkt nüchtern aber funktionell.

Im Vergleich zu den Skoda Dosto für den München-Nürnberg-Express erscheint ddr Twindexx gerade grosszügig und übersichtlich.

Und so geht es von Chur über das Rheintal nach St. Margarethen von wo aus es im ÖBB Talent rüber nach Bregenz geht.

Die neuen ÖBB Sitze im Talent sind zwar gewöhnungsbedürftig aber sehr bequem.

Am mobilen SBB Unterwerk vorbei wird kurz darauf der Rhein überquert und pünktlich Bregenz erreicht.

Die Auskunft schlägt einen 29min Übergang auf den RE nach Lindau vor, aber der 4min Übergang auf den IC 118 Richtung Dortmund Hbf klappt. Dieser wäre zwar eine gute Alternative zur Weiterfahrt Richtung Heimat ist aber fast komplett ausreserviert und in der Fahrplanauskunft für Ulm bis Mainz mit einer Belegungswarnung versehen.

Daher fahre ich nur bis Lindau und lasse mich etwas einschneien während es sm Seedamm recht heftig weht.

Aber die Schneeschauer sind immer nur kurz und so kann noch einiges rotes an Fahrzeugen beobachtet werden.

Einträchtig parken hier die ÖBB, SBB und DB Fahrzeuge nebeneinander. Hmm, ob es die Nm Lindau noch gibt?

Noch ein paar Eindrücke aus Lindau…

… und schon geht es um13:05 mit dem RE zügig nach Stuttgart via Ulm.

Das Wetter ist etwas wie im April…

Sonne, Wolken, Schnee. Es ist alles dabei.

In Ulm füllt sich der Zug erheblich (war zuvor schon relativ gut besetzt) da noch die Fahrgäste des EC218 aufgenommen wurden der mit über 2h dort vorerst endete.

In Geislingen dann diese Durchsage der resoluten Zugbegleiterin:
„Gehn sie bitte aus dem Türbereich raus, wir wollen weiterfahren! Wenn nicht schick ich ihnen die Leute vom ICE!“ 😎
Gemeint war wohl die „begeistete“ Kundschaft aus dem EC denen dadurch ggf. ein weiterer Anschlussverlust drohte.

Naja, mit 8min war der Übergang zum IC 2292 nach Darmstadt schon sportlich (Gleis 12 nach 6) und der Zug sammelt noch gut 5min Verspätung bis Stuttgart.

Also, ein schneller Sprint und schon sitze ich im feinsten Bundesbahn Retro Charme.

Der ABvmz 111.2 ist ein unrenovierter welcher.
Keine Steckdosen, kein WLAN, keine Digitalen Reservationsanzeigen. Nur Bundesbahnflair aus ihren letzten Atemzügen live.

Der Wagen besitzt 3 Abteile 1. Klasse und 6 der 2. Klasse.
Das ganze noch mit Steckdose für die Musikbox, echtem Glühobst in der Beleuchtung und Lautstärkeregler.
Nur den Abteiltüren der 1. Klasse hat man eine dicke, fette „1.“ gegönnt.

Der dahinter hängende Avmz hat eine Renovierung hinter sich. Graue überarbeitete Sitze, aber nicht das ICE Zeugs, und digitale Anzeigen.

Sogar die Sitze sind noch ausziehbar so dass man das Abteil auch zu einer Liegefläche verwandeln könnte. Die nicht festgelegten Sitze sind heute geradezu eine Rarität.

Es wurd dunkel und bald wird Darmstadt erreicht. Auf der Anzeige in Darmstadt begegnet dann wieder der EC 218 welcher wohl mit 140min Verspätung doch den Weg fortgesetzt hat.

Statt der Unsteigeverbindung in DA Nord warte ich die halbe Stunde auf den direkten RE um 18:06 und so wird gar 1min vor Plan die Heimat erreicht.

Naja, dann gehen wir mal den Monat Januar mit 3 von 4 Wochenenden mit Baustellen an. Aber mitte Februar geht es ja wieder in Kurzurlaub.

Heimreise

Der morgendliche Blick aus dem Fenster verheißt einen schönen Tag. Leider ist heute die Heimreise angesagt. Ich wäre noch gerne länger geblieben. Aber das Hotel zur Sonne / die Sonnigen hab ich mir gemerkt.

Wegen der Umleitung will ich zur Sicherheit eine halbe Stunde früher nach Bregenz fahren erwische aber auf dem Weg zum Busbahnhof sogar noch den 37er der eine Stunde früher und unter Umgebung des Tunnels nach Bregenz fährt.

Somit habe ich in Bregenz etwas Zeit um ans Ufer des Bodensee zu gehen.

Beim Bahnhof hat auf einem Wegweiser ein ÖBB „Pflatsch“ überlebt während im Hintergrund das aktuelle Textlogo lauert.

Zwischen Seebühne und Bahnhof steht eine ehm. Lok der Bregenzerwaldbahn als Spielplatzdenkmal.

Interessantes Bühnenbild der Seebühne (aktuelles Programm ist „Carmen“) in Bregenz. Ich laufe an der Seepromenade hoch zum Hafen und dem dortigen Bahnhof da ein Tretboot keine Alternative zur Fahrt nach Lindau sein wird.

Und so ist mit der S-Bahn schnell der Bahnhof Lindau Hbf erreicht.

Kleiber Rundgang am Hafen und schon bringt eine 1144 in „historischer“ ÖBB Lackierung und auch mit „Pflatsch“ den IC118 aus Innsbruck. Weiter nach Friedrichshafen und Stuttgart geht es mit einem Doppelpack 218er

In Friedrichshafen werden die Loks auf das andere Zugende umgespannt und weiter geht es mit Dieselpower nach Ulm und über die Geislinger Steige nach Stuttgart. In Stuttgart ist ein Umstieg in den ICE1094, ein ICE4, fallig und so geht es flott aber mit +10 nach Frankfurt Hbf. Aber immer noch besser wie vor 2 Wochen mit +3h.

Statt dem Vias nutze ich den 10min früher fahrenden RB nach Dieburg über die Dreieichbahn und weiter mit dem Bus nach Hause. Dauerte zwar knapp 1h länger, sparte aber die Anschlussfahrkarte 😎

Morgen ist wieder Arbeit angesagt… Wobei sie mich schon wieder kurz hinter Sprendlingen per Telefon eingeholt hatte.

Egal… Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.