Bahnwandern im Schnee

Wenn ich schon vergessen habe lann ich auch glrich früh aufstehen.

Freue Platzwahlnam Frühstücksbuffet und auf dem Weg zum Bahnhof kommt langsam die Sonne hervor.

Mit der S3 Richtung Brunnen geht’s via Meggen und Küssnacht nach Arth-Goldau.

Der Plan ist erstmal mit der ARB zur Station Kräbel, auf Hessisch müßte man diese Station mit doppelten B schreiben 😉 , wo ich auch auf der Radtour 2022 schon Züge knipste, und dann mit der Seilbahn weiter nach Rigi-Scheidegg.

Da noch Zeit ist will ich die Fahrkarte schon hier in der ARB/Rigibahnen Talstation holen. Dabei stellt sich heraus dass die Rigibahnen recht großzügig in der Anerkennung der Auslandsfreufahrt sind, denn alle zu den Rigibahnen gehörenden Seilbahnen sind auch inkludiert. Sehr schön, 29,- CHF gespart.

Noch verkehren auf dem Ast von Arth-Goldau hinauf zum Rigi die traditionellen Triebwagen BDhe 2/4 und BDhe 4/4 aus den 50er bis 80er Jahren ihren Dienst während der Vitznauer Ast fest in der Hand der 2021/22 gelieferten Bhe 4/6 ist.

Die nächsten Talfahrt wird dann oberhalb der Station abgefangen.

Im Winter wird auf beiden Ästen im Stundentakt gefahren, wobei auf dem Arth-Goldau Ast bisweilen zwei Garnituren direkt nacheinander fahren und nur der zweite auch die Bedarfshalte bedient.

Immerwieder faszinierend diese Weichen mit Zahnstange.

Die Seilbahn pendelt eigentlich nur halbstündlich, aber aktuell wird gefahren so bald die mit 8 Sitzplätzen ausgestattete Gondel besetzt ist. Mit stehenden Fahrgästen darf diese nicht mehr wie 15 Personen transportieren.

Die Stationen scheinenauf eine Option mit grösserer Gondel ausgestattet zu sein.

Die Fahrscheinkontrolle und Verkauf erfolgt nur in der Bergstation.

Und das Wetter zeugt sich weiter von der besten Seite. Gerade in der Sonne reicht schon die Strickjacke/Unterjacke.

Von der Kante und vom Aussichtspunkt hat es eine top Aussicht rund im den Berg.

Auch der Gipfel des Rigi lässt sich mal kurz durch seine noch vorhandene Wolkenmütze blicken.

Danach geht’s etwas hinunter in der kleinen Siedlung Scheidegg zur ehemaligen Endstation der bis 1931 betriebenen Bahn von Rigi-Kaltbad hierher. Die Endstation dürfte gemäss Openrailwaymap.org irgendwo auf einem der Fotos rechts oder links des Bild mit dem Hydrant gelegen haben.

Das Zusatzschild am Hydranten braucht es dieses Jahr bei dem eher geringen Schneehöhen eher nicht, er ist auch ohne noch ausreichend gut erkennbar.

Ausser dem kleinen Luft oben auf der Scheidegg läuft kein einziger Lift mangels ausreichend Schnee.

Auf der alten, nun fast 95 Jahre ohne Züge seienden Bahntrasse geht’s nun gut 6km Richtung Kaltbad.

Die Rigi-Kaltbad – Scheidegg – Bahn (RSB) wurde unter anderem vom Bahnpionier Riggenbach ins Leben gerufen, war zudem die erst zweite meterspurige Schmalspurbahn der Schweiz und war von1874 bis 1931 in Betrieb. Erwirtschaftete aber in keinem Jahr nie Gewinn. Daher war die Anordnung der Betriebseinstellung wegen grober Mängel nur eine Frage der Zeit.

Um Zahnstangenabschnitte zu vermeiden ist die Strecke mit teils hohen Dämmen und Einschnitten, sowie zwei größeren Brücken und einem Tunnel recht aufwändig trassiert.

Die erste Brücke und der Tunnel folgt bereits nach dem ersten Viertel der Strecke (ab Scheidegg gesehen).

Durch den nicht beschneiten Tunnel, die Ski Langläufer „freut“ es, geht’s weiter und bei Unterstetten, ungefähr in Streckenmitte, wird die grosse Brücke erreicht.

Ein paar hundert Meter weiter fristet einer der Wagen der RSB sein Leben neben der ehemaligen Trasse. Ob der Aufbau noch original ist würde ich bezweifeln, aber die Lager der Dregestelle sind mit RSB geprägt.

Mit jeden Höhenmeter abwärts und insbesondere an den sonnenbeschienenen Hängen schwindet der Schnee zusehends.

Der Blick hinunter nach Rigi-Klösterli lässt auch wieder einen Blick nach Rigi Kulm zu wo gerade ein Zug aus Arth-Goldau einfährt.

Ab Rigi-First finden sich bis Kaltbad diverse Lichtinstallationen die diese Woche abends für Illumination am Berg sorgen.

Auf der Südseite hängt aber derzeit eine Wolke fest.

Und nach gut 7,7km wird Rigi-Kaltbad erreicht.

Hier der Link zur Touraufzeichnung von Rigi-Scheidegg nach Rigi-Kaltbad bei Komoot.

Kurz darauf kommt schon ein Zug nach Vitznau vorbei.

Aber nee, erstmal will ich weiter hoch.

Mit dem nächsten Zug aus Vitznauer geht es dann hinauf nach Rigi-Kulm.

Die modernen Stadler Triebwagen auf dem Streckenast von Vitznau nach Rigi-Kulm fahren in Doppeltraktion und erreichen damit eine respektale Länge.

Da die Fahrzeuge auf Normalspur mit entsprechend breiteren Profil gegenüber klassischen Schmalspurbahnen mit Zahnradantrieb verkehren hat man teilweise eine 2+3 Bestuhlung realisiert.

Nach kurzer Fahrt wird Rigi Kulm auf 1748m.ü.M. erreicht. Somit 1000m höher wie letzte Woche am Rennsteig, aber mit nur minimal mehr Schnee.

In der Hoffnung auf Bilder mit Sonne im Rücken laufe ich den Rodelweg ein wenig nach unten, aber immer wenn der Zug kommt, kommt auch eine kleine Wolke vorbei ;-P

Aber egal, Hauptsache es hat auch blaue Stellen am Himmel.

Die heutigen Rigibahnen waren lange Zeit zwei konkurrierende Bahnen (VRB und ARB) und aus dieser Zeit stamnt auch die Doppelspur zwischen Rigi-Staffel und Kulm, aber bis heute befahren die Vitznauer Züge das westliche/ nördliche Gleis und die Arth-Goldauer das östliche / südliche Gleis. Wobei es imnerhin in Rigi-Staffel mit dem letzten grösseren Umbau in den 1990er Jahren auch eine Verbindung der Strecken. Damit gab es zuvor über 100 Jahre keine befahrbare Verbindung.

Aber auch ein Abstecher hinauf zum Gipfel mit dem markanten Antennenturm, der wegen Eisschlaggefahr weiträumig abgesperrt ist, ist drin und die Aussicht wird genossen.

Die Aussichten von hier sind wifklich top und den Weg wert.

Der Zuger See und das Reusstal liegen da wie auf einer Luftaufnahme.

Es zieht mal wieder etwas zu und ich mache mich auf den Weg hinunter.

Eigentlich wollte ich ja die Züge zwischen Rigi-Staffel und Kulm erwischen, aber immer wenn diese kamen lag die Strecke zum Weg hin eher ungünstig  🙁

Und so blieb nur die Fotostelle kurz vor Rigi-Staffel wo der bergwärts fahrende Zug fast dem hinunter nach Arth-Goldau ins Motiv fuhr.

Das ehemalige Hotel Felchlin wurde gemäss einer Infotafel in den 1980er zuletzt „sanft Renoviert“ aber ich denke, so wie es nun von aussen aussieht, wird es bald das Schicksal des Bahbhofshotel in Gotha mit dem sukzessiven Verfall erleiden.

Auch hier direkt am Rigi sind auf der Infotafel git erkennbar alle Skianlagen geschlossen.

Noch den Express (Direktfahrt ab Staffel nach Arth-Goldau) und den kurz darauf folgenden und ebenfalls gut besetzen „Regio“ nach Arth-Goldau abgelichtet, die Doppelführung ist im Winter nicht gerade üblich, und dann wieder rüber um erstmal nach Rigi-Kaltbad runter zu fahren.

Die 2,7km Wanderung rund um Rigi-Kulm und runter nach Staffel ist hier bei Komoot, mit noch weiteren Fotos, hinterlegt.

In Rigi-Kaltbad kehre ich dann für ein spätes Mittagessen/frühes Abendessen im am Bahnhof gelegenen Alpina ein, was mir auch als Übernachtung von der debx Exkursion im Herbst 2021 bekannt ist.

Mit Bahnblick und meist Sonne gibt’s Alpina Rösti mit üppig Käse und Ei und danach was süßes. Alles zudem günstiger wie in Luzern.

Noch ein Blick auf die hier am oberen Bahbhifsende eingebaute Schleppweiche und dann geht’s um 16:18 runter nach Vitznau. Die Triebwagen sind teils gut besetzt, aber niemand muss stehen.

In Vitznau besteht ein elegant schlanker Übergang zum Bus nach Küssnacht als auch zum Schiff nach Luzern.

Aber auch für einen Blick in die Fahrzeughalle reicht es noch.

Da das Schiff in den „SP“ Auslandsfreifahrten für die Schweiz dabei ist wird natürlich das Schiff gewählt.

Und so bringt das Schiff mich in weniger wie einer Stunde nach Luzern zu den Anlegern am Bahnhof.

Da wegen Bauarbeiten der Anleger in Weggis (es besteht ein Schiffsersatzverkehr per Bus) und wegen Niedrigwasser der Anleger am Verkehrshazs/Lido nicht angefahren werden kann ist das Schiff sogar vor Plan da.

Noch kurz zum Coop im Bahnhof, der extrem gut besucht ist, und dann mit dem Doppelgelenk O-Bus der Expresslinie 1 zum Löwenplatz.

Klar hätte ich den knappen Kilometer auch laufen können, aber wenn das Hotel schon die Öffis im Stadtgebiet mit in der Gästekarte hat, warum nicht.

So, genug geschrieben. Ab ins Bett. Morgen gehts via Andermatt nach Bergün.

Zum Abschluss aber noch der heutige Fahrplan.

Ab 08:06 Luzern – Gl. 11 (S3, Richtung: Brunnen)
An 08:38 Arth-Goldau – Gl. 5

Fussweg: 128 m

Ab 08:55 Arth-Goldau RB (CC 81, Richtung: Rigi Kulm)
An 09:03 Kräbel

Fotos Zug nach Arth-Goldau oberhalb der Station Kräbel gemacht.

Ab 09:35 Kräbel (Talstation Scheidegg) (PB 2564, Richtung: Rigi Scheidegg)
An 09:41 Rigi Scheidegg

Wanderung ehm. Bahnstrecke Rigi-Scheidegg – Rigi-Kaltbad

Ab 12:38 Rigi Kaltbad-First – Gl. 1 (CC 82, Richtung: Rigi Kulm)
An 12:50 Rigi Kulm

Wanderung rund um Rigi-Kulm und runter nach Rigi-Staffel.

Ab 15:08 Rigi Staffel – Gl. 3AB (CC 82, Richtung: Vitznau)
An 15:16 Rigi Kaltbad-First – Gl. 1

Essen…

Ab 16:18 Rigi Kaltbad-First – Gl. 1 (CC 82, Richtung: Vitznau)
An 16:43 Vitznau

Umsteigen

Ab 16:49 Vitznau (BAT 3600, Richtung: Luzern Bahnhofquai)
An 17:47 Luzern Bahnhofquai – Steg 1 (Real Steg 5)

Einkaufen

Ab 18:18 Luzern, Bahnhof – Kante B (B 1, Richtung: Ebikon, Fildern)
An 18:21 Luzern, Löwenplatz

Rund um den Rheinfall

Der Wetterbericht sagt starken Regen voraus, aber zum Glück hält sich das Wetter nicht daran.

Mit einer Runde durch die alte Maggi Werkssiedlung geht es zum Bahnhof.

Das Maggi Werk hatte früher mindestens zwei Gleisanschlüsse welche beide aufgegeben sind. Erinnert ob des gleichen Eigentümer Nestlé an die Aufgabe des Anschluss bei Callier da Nestlé lieber LKW fährt.

Die sogenannte Maggi Unterführung zur Stadt und den Bahnsteigen ist farblich sehr interessant gestaltet und blitzsauber.

Nicht per IC sondern im GTW mit der „Thurbo S-Bahn Linie 62“ geht es auf Deutschlandticket nach Schaffhausen und der dortige 3min Übergang von Gleis 6 nach 1 zur S-Bahn Linie 9nach Uster klappt ebtspannt.

Eine S-Bahn mit Armlehnen und Tischen. Nobel… oder dich eigentlichein RE der umlaufbedingt auf die S-Bahn kam?

Die Fahrgastinfo funktioniert und mit Neuhausen-Rheinfall wird die „mittlere“ der drei Bahnstationen rund um den Rheinfall erreicht.

Das Wetter ist eher unterdurchschnittlich aber immerhin Regnet es nicht bzw. Nieselregen nur leicht.

Nach dem Ausdichtspunkt am Bahnhaltepunkt wandere ich unter der Bahnbrücke hindurch zum Ausichtspunkt „Schweizerhof“ um von dort zum Badischen Bahnhof von Neuhausen weiterzulaufen.

Neben dem Bahnhof, der Strecke Singen – Basel, wurden zwei Hochhäuser errichtet.

Vom kleineren der Beiden kann man in Kombination mit dem Rheinfall-Ticket zu 29,50 CHF den Ausblick aufs Rheinfallpanorama geniessen.

Fürs „kleine Geld“ kann man hier aber in der Rivi Gastronomie den Ausblick beim Essen geniessen. Nicht meine Hausnummer.

Also die 17 Stockwerke per Lift wieder runter und am Haltepunkt Rheinfall ergaben sich noch zwei Fotomotive mit Zug und Rheinfall.

Ein kleiner Schlenker nach Neuhausen wo gerade ein Oberleitungsbus der Linie 1 an der Haltestelle Zentrum abbügelt und per Batterie weiterfährt.

Weiter geht’s zum ehemaligen SIG Areal.

In einem der ehemaligen Werksgebäude ist die Modellbahnanlage „Smilestones“ untergekommen, des zweite Inklusivpunkt des Rheinfall-Ticket.

Natürlich kann die Anlage nicht mit dem Hamburger Miniatur Wunderland mithalten und  an einigen Stellen wäre mehr Originaltreue angesagt, u. a. SBB Loks auf der Wengernalpbahn, DB Bü-Blinklichter oder schlicht langweilig grüne Wiesen.

Aber es hat definitiv sehr schöne und detailverliebte Stellen und Abschnitte.

Das Diorama am Beginn thematisiert das Appenzeller Land, das grosse Mittelstück die Schweiz querbeet mit einem grossen Abschnitt Schaffhausen und Rheinfall. Abschluss ist dann der Anlagenteil Berner Oberland inkl. Jungfau- und Gelmerbahn.

Aber hier einfach die Bilder

Schade dass die Schokikugeln nicht aus der Fabrik rausrollen.

Die Liliputbahn aus Stein am Rhein ist auch dabei.

Tag ubd Nacht gibt es natürlich auch.

Der Rega Heli rettet derweil an der BOB Strecke Kühe von der Weide.

So, nun runter zum Rheinfall bzw. erstmal zur Bahnbrücke oberhalb des Wasserfalls.

Währen des Wegs über die Bahnbrücke konnte auf der andren Seite ein Zug auf dem Weg nach Eglisau erwischt werden bevor auch ein Zug Richtung Winterthur über die Brücke „nachgeschossen“ werden konnte.

Und dann wieder zurück und nun wirklich runter zum Wasserfall bzw. dessen Becken.

Was mir erst später aufgefallen ist. Am Randweg zwischen der Bahnbrücke und der hohen Wasserfallstufe gibt es an mehreren Stellen Rettungsringe.
Mal ehrlich, und nüchtern betrachtet, wer da reinfällt, dem nutzt auch der Rettungsring nichts mehr.
Eher amüsiert war ich ob des in allen Booten vorhandenen Hilfsantrieb in Form von 2 bis 4 langen Holzpaddeln.
Ob die unmittelbar vor dem Wasserfall was nutzen?

Noch ein paar Bilder und dann kommt Punkt 3 des Rheinfall-Ticket an die Reihe. Eine Bootsfahrt.

Auf der inkludierten Tourroute 3 geht es zunächst den Rhein hinab bis die deutsche Grenze an den Rhein heranrückt, welche im WK II auf Schweizer Seite stark mit Bunkeranlagen gesichert wurde.

Nach der Schleife flussaufwärts ging es hinauf ins Becken vor dem Rheinfall.

Wahnsinn, diese Urgewalt des Wassers. Es Brodelt und Tost rund um das Boot.

Schauen und geniessen und weniger Knipsen ist angesagt.

Nach der Rückkehr setze ich mit einem der roten Boote rüber zur Landestelle unterhalb des Schloss Laufen.

Und nun hieß es Laufen, nämlich hinauf zum Schloss. Die beiden heillos überlaufenen Aussichtspunkte unterhalb des Schloss erspare ich mir.

Der Glasaufzug erspart das Treppensteigen vom Haltepunkt Schloss Laufen hinauf zum Schloss. Aber ich wähle trotzdem die Treppe.

Aber der Ausblick ist klasse.

Hinter dem Schliss geht es steil bergab. Im übrigen Teil des Rheinradweg. Bei 20% Gefälle stände in Deutschland bestimmt wieder ein „Radfahrer absteigen“ am Wegesrand.

Von einer kleinen Insel gelingt noch ein Foto vom Zug auf der Brücke.

Und nochmal ein Zug bevor es linksrheinisch flussaufwärts geht und noch ein Fotomotiv kommt vorbei, genauso wie noch ein Bunker.

Über die einspringen Brücke geht es rüber zum Bahnhof von Neuhausen. Als SIG noch das Werk hatte und hier aus Drehgestelle und Bahnhöfen gebaut wurden gab es hier beträchtlichen Güterverkehr. Der Personenverkehr ist aber mitlerweile so dicht dass dies kaum noch vorstellbar ist.

Die Deutsche Bundesbahn lebt noch am Empfangsgebäude von Schaffhausen, ist aber von der SBB voll eingenommen. Am hinteren der beiden Türmen ist Schweizer Bubdesbahnen vermerkt.

Im Stadtgebiet von Schaffhausen hat man sich von der Oberleitung der O-Busse verabschiedet. Diese fahren hier auf Akku und laden auf den Außenposten. Die neueren Batteriebusse laden derweil während des Halts an der Station am „Galgen“.

Durch die blitzsaubre Unterführung geht’s zum GTW der mich wieder zurück nach Singen bringt.

Hmmm, die Baustelle auf der Gäubahn sollte heute beendet sein, was aber nur zum Teil so ist und damit zu Ausfällen und Verspätungen von über eine Stunde sorgt.

Abendessen wieder im Zwölfer. Diesmal mit Müller-Thugau Schorle aus der Region und Cordon Bleu.

Und ein Foto von der Festungsruine Hohentwiel war auch noch drin… mit V90 im Vordergrund  😉

Die Graffiti an der Stützmauer von Peter Griffin jr. und Homer Simpson erinnern mich an meine Radtour in gut fünf Wochen.

Zum Abschluss noch die Aufzeichnung der Wanderung bei Komoot mit noch mehr Bildern.

Morgen geht’s vsl. Auf Umwegen nach Filisur.

Über den Pragelpass nach Norwegen

Wiebitte was? Zuviel Bier zum Abendessen oder was? Naja, so ist es nicht. Aber immer schön der Reihe nach.
In der Beschreibung des Abschnitts Flüelen – Brunnen beim veloland.ch wird von der Nutzung der Axenstrasse wegen des starken Strassenverkehrs bei vergleichsweise schmaler Strasse abgeraten. Der Zug wäre eine schnelle Alternative aber warum dann nicht das Schiff nehmen? Gesagt getan.

So fuhr ich erstmal bequem an der Reuss entlang nach Flüelen und dort noch ein wenig durchs Mündungdelta bevor es zur Anlegestelle am Bahnhof ging.

So liebe Freunde historischer Signaltechnik ihr müsst jetzt ganz Tapfer sein. Die SBB Gotthard Basistunnel Zulaufstrecken kommen ganz ohne Hauptsignale aus. Wie hier im nördlichen Zulauf in Flüelen. Lediglich Rangiersignale gibt es noch aber die gelten nicht im ETCS L2 Betrieb und gehen daher auch in im Zugstrassen nicht mit in Fahrt (2 Lampen senkrecht oder diagonal nach Links oben). Damit die Tf nicht verwirrt sind haben diese nun blaue Optiken bekommen da man festgestellt hatte (oh Wunder) dass eine blaue Front des Rangiersignals mit den üblichen weißen Optiken bei Nacht nicht gerade optimal zum Erkennen ist ob es ein „ETCS Sperrsignal“ oder ein für die Zugfahrt gültiges ist.
Achja, wenn ich sehe was man sich in D für einen „Watz“ macht hinsichtlich Anordnung des Ne14, einen ETCS Markers, und in SBB Land dübelt man die einfach an die Fahrleitungsmasten, dann versteht man warum man in CH bei ETCS weiter ist.

Hmm, ein Auto aus Beton und ein überdimensionales Schiffshorn welches einst in Cuxhaven stand. Was es nicht alles gibt.

Schweiz ist wenn Schiffe LED Zielanzeigen haben oder der Ablegevorgang abgebrochen wird weil einer von der Crew einen Linienbus erkennt, auch wenn es dann „nur“ eine Extrafahrt war, und sich die Schiffe zur Symmetrieminute 30 auf dem See kreuzen.

Nach einem Zick-Zack über den See ist letzter Halt vor Brunnen der Anleger Rütli wo weut oberhalb der Station die bekannte Rütliwiese gelegen ist und so ist nach einer Stunde um 10:47 Brunnen erreicht. Tja, liebes Rad, jetzt ist es rum mit dem rausschauen auf die Landschaft. Jetzt ist wieder Selberfahren angesagt.

Das Rad stand während der Überfahrt im übrigen brav an der Seite und nicht wie auf dem Foto arrangiert mitten im Durchgang.

Nun geht es von Brunnen erst mal nach Schwyz.

Und dann wieder raus aus einer der kleinsten Kantonshauptstädte und „Victorinox“ Stadt ins Muotatal.

An der ehm. Talstation der 2017 stillgelegten Standseilbahn auf den Stoos warten die beiden Fahrzeuge auf die weitere Zukunft, durch die Fenster am Gebäude ist ein Blick auf die akte Trasse bzw. Endstation möglich.

Ein paar hundert Meter weiter Talaufwärts wechselt der morbide Charm der 60er bis 80er Jahre schlagartig ins moderne.

Die als Ersatz gebaute Bahn weist mit stellenweise 110% noch 3% mehr Neigung auf wie die vor wenigen Tagen genutzte Gelmerbahn. Zudem fahren die Wagen in der Berg- und Talstation fast horizontal an die Bahnsteige was für die Fahrgäste und insbesondere für den Güterverlad ein nicht unerhebliches Problem wäre wenn da nicht der Ideenreichtum der Konstrukte wäre. Im Gegensatz zu den starren Kabinen der alten Bahn sind die einzelnen Fahrgastkabinen und die Güterbühne drehbar gelagert so dass der Fußboden immer horizontal ausgerichtet ist.

Mit nicht unerheblichen Rückenwind bei relativ wenig Steigung geht es nun nach dem Hauptort im Tal, dem namensgebenden Ort Muotathal.

Bis hierhin war es, mal vom kleinen Anstieg nach Schwyz und nochmal zum Eingang des Muotatals abgesehen, rekativ entspannt zu fahren.

Also einfach mit dem Schiff von Flüelen nach Brunnen und dann von dort durchs „gefühlte Alpenvorland“ via Muotathal ins Klöntal. Total easy, … Pustekuchen.

Da liegt jetzt der Pragelpass vor mir (jahrelang dachte ich das der „Braglpass“ nur ein Element des Sketch „Der Feinschmecker“ von Emil Steinberger sei. Weit gefehlt) und im Gegensatz zu Grimsel und Furka sind bei diesem Steigungen >10% nicht die Ausnahme sondern eher die Regel. Teils bis 15 oder 16% zeigte das Fahhradisplay an. Kein wunder, werden einem doch am Beginn in Muotathal 880 Höhenmeter auch den nächsten 11km abgedriht. Da war stellenweise doch eher schieben angesagt und bei „nur“ 12% dachte ich schon dass es recht flach vorwärts ginge.

Wie üblich geben die Bilder keine Eindrücke der Steigungen wieder aber dafür waren die Ausblicke um so schöner. Der einzige der hier per Rad den Berg „hinaufochste“ war ich nicht.

Warum häbgt man ein Bild in eine Wetterschutzhütte? Hat es draussen nicht genügend Landschaft?

Je weiter ich hochfahre, nach etwa 5km geht es wieder moderater mit 5 bis 11% Neigung voran desto weiter bewölkt es sich und kurz hinter dem Parkplatz beim Eigeliswald fängt es zunächst leicht und dann doch etwas stärker an zu regnen. Da aber vom Blick in den Himmel davon auszugehen war dass der Regen nur von kurzer Dauer ist blieb die Regenkleidung eingepackt.

Noch regnet es aber kurz darauf auf der Passhöhe ist alles vorbei und die Sonne kämpft sich wieder in den Vordergrund.

Das gute Wetter nutze ich um die vorderen Bremsbeläge auszuwechseln. Eigentlich sind diese noch gut aber sie machen komische Geräusche und daher setze ich mal neue „Raduergummis“ von Shimano ein, statt des testweise und erstaunlich robusten Ersatzteils anderer Quelle. Mit den Originalbelägen hätte ich vmtl. schon nach dem Grimsel oder gar Brünig diese wechseln müssen. Aber irgendwie verträgt sich der neue Belag gerade bei Nässe nicht mit der alten Scheibe. Hinten wo beides neu ist ist auch kein Problem vorhanden.

Nach dem Boxenstop noch kurz im Berggasthof auf Kaffee (nein es ist kein Kaffee Lutz) und Wallnuskuchen eingekehrt und schon geht es hinab ins Klöntal.

Was hier auffällt dass am Pragelpass etliche Militärische Einheiten ihre „Duftmarke“ hinterließen. Alle paar Kilometer sind Aufschriften, Plaketten, Gravuren am Wegesrand zu finden. Vermutlich dient der Weg als „Baugebiet“ zur Ausbildung.

Und dann liegt untem im Tal der Klöntalsee.

Ich dachte beim Blick ins Klöntal mit dem See schon ich hätte mich erheblich verfahren und wäre
im Geiranger Fjord in Norwegen gelandet.

Auf der schmalen Uferstrasse geht es dann recht zügig zum heutigen Etappenziel welches neben dem Staudamm befindet.

Ein wunderschönes Fleckchen Erde, kein wunder dass hier bisweilen das Chaos ausbricht wenn insbesondere gefühlt halb Zürich hier zum Tagesausflug einfällt wie diversen Berichten zu entnehmen war.

Während des Abendessen fängt es wieder kurz und heftig an zu regnen was aber egal ist da ich gerade noch so unter dem Balkon sitze. Die Segel über den anderen Tischen der Terrasse lassen in Intervallen laut plätschernd das Wasser ab, sehr zur Freude der Kinder vom Geburtstagstisch.

Aber auch dieser Schauer geht vorbei und so warte ich den Sonnenuntergang am Staudamm ab.

Nachtangler zur „blauen Stunde“.

Ich war heute beim Bilderauswählen in Komoot wie die Igel beim Sex unterwegs. Gaaaaaanz vorsichtig und daher hat der Upload auch geklappt.

Somit heute wieder mit Bildern. Da auch die Schifffahrt aufgezeichnet wurde sind es natürluch keine 71,5 km sondern „nur“ 56km mit 1360 Höhenmetern.

2019-07-20 Sa Etappe 7 Attinghausen-Brunnen-Rhodannenberg

Der zweite Akku hat sich auch heute bewährt. Auch wenn dadurch, wue3schin gestern die Eigenleistung auf 50% gefallen ist. Normal fahre ich zu 3/4 mit „Beinpower“ aber dann wäre ich vmtl. nicht bis hierher gekomnen.