In Schlangenlinie nach Filisur

So, Schaffhausen ist abgefragt aber heute direkt nach Filisur zu fahren wäre zu langweilig.

Kurz vor 8 Uhr geht’s zum Bahnhof wo such ein Kiss-IC und ein IC2 geade Ausruhen.

Mit dem RE2 Dosto fahre ich nach Konstanz. Das Wetter ist weiterhin eher „Naja“ aber immerhin keine Wolkenbrüche und Dauerregen usw. die aktuell insbesondere in Bayern aber auch in BaWü weiter nördlich für Überschwemmungen und Erdrutsche sorgen.

Meine Anschluss „S-Bahn“ fährt am selben Bahnsteig wie der RE2 ein. Eigentlich ist es aber ein RE denn er hält, im Gegensatz zur 10min früher vom Gleis 2 fahrenden S-Bahn Richtung Weinfelden, nicht überall sondern nur in Kreuzlingen.

Der Bahnhof Kreuzlingen liegt im südlichen Teil bereits in der Schweiz, kurios sind die beiden direkt nebeneinander liegenden Bahnübergänge. Der nördliche nach deutscher und der südlichere nach schweizer Norm ausgestattet. Zwischen den Bahnübergängen liegt die Landesgrenze.

Hinter Kreuzlingen geht es stramm aufwärts und es eröffnet sich der eine oder andere Blick zum Bodensee.

Genau so stramm geht es dann auch wieder runter nach Weinfelden.

Die S-Bahn nach Gossau ist in der SBB App mit Ziel St. Gallen angegeben, am Zugzielanzeiger steht jedoch St. Magrethen und der Umsteigebahnhof Gossau bleibt unerwähnt. Etwas verwirrend aber er fuhr mich trotzdem gut nach Gossau. Die Flüsse und Bäche sind gut gefüllt und am Ufergras kann man erkennen dass der Stand noch höher gewesen sein muss.

So, Umsteigen in Gossau auf die meterspurigen Appenzeller Bahnen.

Der Buffetwagen, nein nicht der Coop Container, steht schon bereit.

Buffetwagen? Ja, in Kooperation mit der Brauerei Locher aus Appenzell finden im Juni Sonntags drei Pendelfahrten mit diesem zwischen Gossau und Wasserauen statt.

Der Wagen wird dabei den regulären halbstündigen verkehrenden Regionalzügen ähm S-Bahnen der Linie 23 angehängt.

Der Zug wird mit dem Wagen zum „Quöllfrisch Express“ und ist ohne Reservierung und ohne Zuschlag nutzbar.

Das erste Bier (oder alternativ auch Wasser bzw. Saft) ist gratis und wird schon serviert als der Wagen nich nicht angekurbelt ist. Dazu hat es auch noch Gratis Chips. Man kann nicht meckern.

Es war eine gute Idee früher anzukommen, so war freie Platzwahl denn kurz vor Abfahrt kommt im Taktknoten ein grosser Schwung Fahrgäste an und der Wagen ist gut besetzt.

Pünktlich geht’s los und das „Ginger Beer“ wird auch getestet das mit Ingwer vertraut wird. Süffig aber recht Scharf das ganze. Die 0,33 Flasche kostet 2,- CHF was ein sehr akzeptabler Preis ist und der Verkauf im Zug läuft gut.

Und das kurz nach 10 Uhr 🙈

Durchs schöne Appenzeller Land geht es weiter und ein Blick auf die Brauerei ergibt sich auch.

Pünktlich wird dann Wasserauen erreicht.

Nach dem Ausstieg der meisten Fahrgäste, manche bleiben sitzen und klopfen ein paar Runden Jass, zieht der Triebwagen ins Stumpfgleis vor und hängt den Wagen hinter dem Zielsignal ab und setzt zur Rückfahrt nach Gleis 2 um.

Der nächste Zug in einer halben Stunde wurd den Wagen wieder nach Gossau mitnehmen.

Die planmäßige Wendezeit von 6min reichte für das Manöver nicht und so wird Wasserauen mit +4 verlassen.

Aber bis Herisau ist die Verspätung wieder abgebaut.

In Herisau ist Umsteigen zur SOB angesagt und mit dem Stadler Traverso als Voralpen Express, wie er auch auf der Gotthard Bergstrecke eingesetzt wird, geht es mit einem Kaffee aus dem Automaten Bistro rüber zum Zürichsee.

Über Uznach und Rapperswil wird über den Seedamm Pfäffikon erreicht.

Schön wie gering die Bahnsteigspalten sind, insbesondere da in CH die Bahnsteighöhe konsequent bei 55cm liegt und damit niederflurige Fahrzeuge immer ebenerdig Zugang gewähren.

Mit knapp über einer halben Stunde ist der Umstieg ungewöhnlich lang, was aber vsl. einer Baustelle geschuldet ist, wie der Hinweis zu Fahrplananpassungen in der SBB vermuten lässt.

Währenddessen kommen diverse S-Bahnen und IC bzw. IR vorbei.

Und dann kommt der IR35 nach Chur, der wieder mit einem Traverso geführt wird.

Ich mag den Travrso, sozusagen der Luxus Stadler Flirt2, und so geht’s bequem und zügig am Walensee entlang Richtung Rheintal.

Und dann ist auch langsam Landquart erreicht und in der Ferne grüssen aus dem Prättigau frisch verschneite Berggipfel.

In Chur dann durch die Unterführung im Metespurteil, während sich der Traverso auf die Rückfahrt vorbereitet. Wegen der Baustelle bei Pfäffikon enden die RailJet aus Wien aktuell in Chur und nicht in Zürich.

Die Mitte April frisch im historischen grünen Lack revidiere Ge 4/4 II 611 «Landquart» führt den RE nach St. Moritz, der zudem vollständig aus konventionellen Wagenmaterial, inkl. Gepäckwagen mit Heizleitungstrafo, besteht.

Und dann die wohlbehalten Strecke über Reichenau und Thusus hinauf ins Albulatal.

Und es kommt sogar mal hinter Thusis die Sonne raus. Und der Schwabe würde jubeln, es ist Kehrwoche 😀

Konkret hat es baubedingt eine Engstelle und wer sich zu weit rausgeht wird freundlich von den Besen ermahnt den Rüssel einzuziehen.

In Filisur steht der Nostalgizug, welcher zuschlagfrei im Regelfahrplan zwei mal am Tag zwischen Davos und Filisur pendelt bereit. Es dürfte die letzte Saison der Ge4/4 I werden.

Dann mal ab ins Hotel.

Schön dass das Grischuna wieder geöffnet hat.

Aber bis zum Abendessen ist noch Zeit und so laufe ich zum südlichen Ausichtspunkt auf das Landwasser-Viadukt.

Hier der Link zu Komoot mit weiteren Bildern vom kleinen Spaziergang zum Viadukt.

Wegen Lokführermangel hat die RhB die Linie durch die Zügenschlucht zwischen Davos und Filisur geopfert und so verkehren nur bis zum frühen Vormittag und ab späteren Nachmittag der Zug und von 11 bis 15:30 ein Ersatzbus. Erinnert irgedwie an das Opfern der RB66 nach Pfungstadt bei Vias.

Die Kundschaft findet die Einschränkung offensichtlich nicht gut und das zu Recht.

Imnerhin auf der Albulalinie kommt noch zuverlässig der Zug vorbei. Zunächst der Glacier Express bevor dann der reguläre RE nach St. Moritz kommt.

Nach dem historischen Zug um 16 Uhr verkehrt noch ein Pendel um 17 und 18 Uhr nach Davos, danach wieder SEV…

Abendessen im Hotel, leider hat es nur Feldschlösschen. Calanda oder Engadiner Bier wäre mir lieber gewesen.

Aber das Essen ist gut.

Nochmal eine Runde zum Bahnsteig, vorbei am am Schalter für die Instandhaltung, um mal das klassische Foto mit Zug und Hotel zu machen.

Noch den SEV Bus geknipst und langsam wird es während ich den Tagesbericht scheibe Nacht.

Na dann. Gute Nacht. Mal segen was das Wetter morgen so bringt.

Zum Abschluss noch der heutige Fahrplan:

Ab 07:52 Singen (Hohentwiel) (RE2, Richtung: Konstanz)
An 08:16 Konstanz

Umsteigen

Ab 08:35 Konstanz – Gl. 1B (S44, Richtung: Weinfelden)
An 08:59 Weinfelden – Gl. 1

Umsteigen

Ab 09:05 Weinfelden – Gl. 5CD (S5, Richtung: St. Gallen)
An 09:39 Gossau SG – Gl. 3

Umsteigen

Ab 10:21 Gossau SG – Gl. 11 (S23, Richtung: Wasserauen)
An 11:12 Wasserauen – Gl. 1

Umsteigen

Ab 11:18 Wasserauen – Gl. 1 (S23, Richtung: Gossau SG)
An 12:00 Herisau – Gl. 11

Umsteigen

Ab 12:13 Herisau – Gl. 1 (IR, Richtung: Luzern)
An 13:01 Pfäffikon SZ – Gl. 6

Umsteigen

Ab 13:38 Pfäffikon SZ – Gl. 5 (IR 35, Richtung: Chur)
An 14:43 Chur – Gl. 7

Umsteigen

Ab 14:58 Chur – Gl. 10 (IR 38, Richtung: St. Moritz)
An 16:00 Filisur – Gl. 2
–
Dauer: 8 h 08 min

Rund um den Rheinfall

Der Wetterbericht sagt starken Regen voraus, aber zum Glück hält sich das Wetter nicht daran.

Mit einer Runde durch die alte Maggi Werkssiedlung geht es zum Bahnhof.

Das Maggi Werk hatte früher mindestens zwei Gleisanschlüsse welche beide aufgegeben sind. Erinnert ob des gleichen Eigentümer Nestlé an die Aufgabe des Anschluss bei Callier da Nestlé lieber LKW fährt.

Die sogenannte Maggi Unterführung zur Stadt und den Bahnsteigen ist farblich sehr interessant gestaltet und blitzsauber.

Nicht per IC sondern im GTW mit der „Thurbo S-Bahn Linie 62“ geht es auf Deutschlandticket nach Schaffhausen und der dortige 3min Übergang von Gleis 6 nach 1 zur S-Bahn Linie 9nach Uster klappt ebtspannt.

Eine S-Bahn mit Armlehnen und Tischen. Nobel… oder dich eigentlichein RE der umlaufbedingt auf die S-Bahn kam?

Die Fahrgastinfo funktioniert und mit Neuhausen-Rheinfall wird die „mittlere“ der drei Bahnstationen rund um den Rheinfall erreicht.

Das Wetter ist eher unterdurchschnittlich aber immerhin Regnet es nicht bzw. Nieselregen nur leicht.

Nach dem Ausdichtspunkt am Bahnhaltepunkt wandere ich unter der Bahnbrücke hindurch zum Ausichtspunkt „Schweizerhof“ um von dort zum Badischen Bahnhof von Neuhausen weiterzulaufen.

Neben dem Bahnhof, der Strecke Singen – Basel, wurden zwei Hochhäuser errichtet.

Vom kleineren der Beiden kann man in Kombination mit dem Rheinfall-Ticket zu 29,50 CHF den Ausblick aufs Rheinfallpanorama geniessen.

Fürs „kleine Geld“ kann man hier aber in der Rivi Gastronomie den Ausblick beim Essen geniessen. Nicht meine Hausnummer.

Also die 17 Stockwerke per Lift wieder runter und am Haltepunkt Rheinfall ergaben sich noch zwei Fotomotive mit Zug und Rheinfall.

Ein kleiner Schlenker nach Neuhausen wo gerade ein Oberleitungsbus der Linie 1 an der Haltestelle Zentrum abbügelt und per Batterie weiterfährt.

Weiter geht’s zum ehemaligen SIG Areal.

In einem der ehemaligen Werksgebäude ist die Modellbahnanlage „Smilestones“ untergekommen, des zweite Inklusivpunkt des Rheinfall-Ticket.

Natürlich kann die Anlage nicht mit dem Hamburger Miniatur Wunderland mithalten und  an einigen Stellen wäre mehr Originaltreue angesagt, u. a. SBB Loks auf der Wengernalpbahn, DB Bü-Blinklichter oder schlicht langweilig grüne Wiesen.

Aber es hat definitiv sehr schöne und detailverliebte Stellen und Abschnitte.

Das Diorama am Beginn thematisiert das Appenzeller Land, das grosse Mittelstück die Schweiz querbeet mit einem grossen Abschnitt Schaffhausen und Rheinfall. Abschluss ist dann der Anlagenteil Berner Oberland inkl. Jungfau- und Gelmerbahn.

Aber hier einfach die Bilder

Schade dass die Schokikugeln nicht aus der Fabrik rausrollen.

Die Liliputbahn aus Stein am Rhein ist auch dabei.

Tag ubd Nacht gibt es natürlich auch.

Der Rega Heli rettet derweil an der BOB Strecke Kühe von der Weide.

So, nun runter zum Rheinfall bzw. erstmal zur Bahnbrücke oberhalb des Wasserfalls.

Währen des Wegs über die Bahnbrücke konnte auf der andren Seite ein Zug auf dem Weg nach Eglisau erwischt werden bevor auch ein Zug Richtung Winterthur über die Brücke „nachgeschossen“ werden konnte.

Und dann wieder zurück und nun wirklich runter zum Wasserfall bzw. dessen Becken.

Was mir erst später aufgefallen ist. Am Randweg zwischen der Bahnbrücke und der hohen Wasserfallstufe gibt es an mehreren Stellen Rettungsringe.
Mal ehrlich, und nüchtern betrachtet, wer da reinfällt, dem nutzt auch der Rettungsring nichts mehr.
Eher amüsiert war ich ob des in allen Booten vorhandenen Hilfsantrieb in Form von 2 bis 4 langen Holzpaddeln.
Ob die unmittelbar vor dem Wasserfall was nutzen?

Noch ein paar Bilder und dann kommt Punkt 3 des Rheinfall-Ticket an die Reihe. Eine Bootsfahrt.

Auf der inkludierten Tourroute 3 geht es zunächst den Rhein hinab bis die deutsche Grenze an den Rhein heranrückt, welche im WK II auf Schweizer Seite stark mit Bunkeranlagen gesichert wurde.

Nach der Schleife flussaufwärts ging es hinauf ins Becken vor dem Rheinfall.

Wahnsinn, diese Urgewalt des Wassers. Es Brodelt und Tost rund um das Boot.

Schauen und geniessen und weniger Knipsen ist angesagt.

Nach der Rückkehr setze ich mit einem der roten Boote rüber zur Landestelle unterhalb des Schloss Laufen.

Und nun hieß es Laufen, nämlich hinauf zum Schloss. Die beiden heillos überlaufenen Aussichtspunkte unterhalb des Schloss erspare ich mir.

Der Glasaufzug erspart das Treppensteigen vom Haltepunkt Schloss Laufen hinauf zum Schloss. Aber ich wähle trotzdem die Treppe.

Aber der Ausblick ist klasse.

Hinter dem Schliss geht es steil bergab. Im übrigen Teil des Rheinradweg. Bei 20% Gefälle stände in Deutschland bestimmt wieder ein „Radfahrer absteigen“ am Wegesrand.

Von einer kleinen Insel gelingt noch ein Foto vom Zug auf der Brücke.

Und nochmal ein Zug bevor es linksrheinisch flussaufwärts geht und noch ein Fotomotiv kommt vorbei, genauso wie noch ein Bunker.

Über die einspringen Brücke geht es rüber zum Bahnhof von Neuhausen. Als SIG noch das Werk hatte und hier aus Drehgestelle und Bahnhöfen gebaut wurden gab es hier beträchtlichen Güterverkehr. Der Personenverkehr ist aber mitlerweile so dicht dass dies kaum noch vorstellbar ist.

Die Deutsche Bundesbahn lebt noch am Empfangsgebäude von Schaffhausen, ist aber von der SBB voll eingenommen. Am hinteren der beiden Türmen ist Schweizer Bubdesbahnen vermerkt.

Im Stadtgebiet von Schaffhausen hat man sich von der Oberleitung der O-Busse verabschiedet. Diese fahren hier auf Akku und laden auf den Außenposten. Die neueren Batteriebusse laden derweil während des Halts an der Station am „Galgen“.

Durch die blitzsaubre Unterführung geht’s zum GTW der mich wieder zurück nach Singen bringt.

Hmmm, die Baustelle auf der Gäubahn sollte heute beendet sein, was aber nur zum Teil so ist und damit zu Ausfällen und Verspätungen von über eine Stunde sorgt.

Abendessen wieder im Zwölfer. Diesmal mit Müller-Thugau Schorle aus der Region und Cordon Bleu.

Und ein Foto von der Festungsruine Hohentwiel war auch noch drin… mit V90 im Vordergrund  😉

Die Graffiti an der Stützmauer von Peter Griffin jr. und Homer Simpson erinnern mich an meine Radtour in gut fünf Wochen.

Zum Abschluss noch die Aufzeichnung der Wanderung bei Komoot mit noch mehr Bildern.

Morgen geht’s vsl. Auf Umwegen nach Filisur.

Auf Umwegen nach Singen

In der Anreise nach Filisur habe ich noch einen Zwischenstop in Singen eingeplant um mal Smilestones in Schaffhausen zu besuchen. Aber mehr dazu morgen.

Pünktlich um 6:33 Uhr ging es erstmal bei Regenwetter in Reinheim los um durch den Odenwald nach Eberbach zu fahren.

Der Anschluss SWEG (ehm. Abellio Netz) RE10a nach Heilbronn hat etwas über 5 min Verspätung.

Ich habe ein paar alternative Fahrtstrecken in der Planung und der erste Entscheid wäre ob der knappe Anschluss in Heilbronn klappt.

Zum Einsatz als RE kommt ein Talent2 der ursprünglich an die ÖBB als CityJet zum Einsatz kommen sollte.

In den angenehmen ÖBB Sitzen geht es am Neckar entlang nach Heilbronn.

Der bahnsteiggleiche Anschluss wartet, ist aber sehr voll. Daher lasse ich ihn sausen und somit auch die Idee mit dem RE200 ab Wendlingen über die NBS nach Ulm zu fahren.

Der RE8 aus Würzburg von GoAhead ist nich besonders stark besetzt und so geht’s entspannt nach Stuttgart Hbf „oben“.

„Oben“? Ja, im alten DB Design, weiss mit schwarzer Schrift und blauen Rand, wurden still und heimlich neue Stationsschilder aufgestellt. Offenbar ist doch was dran dass der Kopfbahnhof noch einige Zeit parallel zum S21 Tiefbahnhof existieren wird.

Da hinter Herrenberg bis Sulz am Neckar auf der Gäubahn gebaut wird fährt der RE14b auch nur bis Herrenberg und das sehr schwach besetzt.

In Böblingen stehen diverse Fahrzeuge der Schönbuchbahn im Regen.

Die reaktivierte Ammertalbahn verkehrt ab Gleis 102 welches nur mit einer per Schlüsselsperre gesicherten Weichenverbindung in den Bf. Herrenberg angebunden ist. Die Signalanlage der Ammertalbahn ist somit auch im Bf autark.

Und weiter im Regen geht es mit einem Coradia Continental Triebwagen der DB Regio über die Infrastruktur des Zweckverband Ammertalbahn Richtung Tübingen.

Gesichert wird der Zugverkehr durch ein Stellwerk von Firma Stadler Signalling (ehemals BBR Verkehrstechnik).

Der Zug ist über Tübingen hinaus, mit Richtungswechsel in Metzingen, auf die Ermstalbahn nach Bad Urach durchgebunden.

Aktuell wird die Ermstalbahn noch im Zugleitbetrieb befahren. Arbeiten für ein Stellwerk (Thales?) sind derzeit erkennbar.

Diesmal wird aber in Metzingen umgestiegen und mit dem MEX18 geht es schneller wie mit der 5min früher fahrenden und in Reutlingen überholte RB Richtung Herrenberg nach Tübingen.

Hmm, ist der MEX so unzuverlässig dass die SWEG rudelweise Formulare für die Fahrgastrechte in ihren Zügen auflegt?

In Tübingen ist ein schneller Wechsel in den sehr gut besetzten RB66 nach Sigmaringen angesagt.

Während der Fahrt durch die Mittelgebirgstäler kann man sich ab und an über die Fahrgadtinfo amüsieren. Regelmässig zeigt es „Anschlüsse“ zurück nach Tübingen oder gar am nächsten Tag in die gleiche Richtung an. 🤦‍♂️

Im Bereich von Albstadt sammelt der Zug 10min Verspätung ein und der Anschluss on Sigmaringen wankt.

Aber er wird erreicht, zudem hat der RE55 aus Singen nach Donaueschingen gut 15min Verspätung da auf der sehr schlanken Infrastruktur im Donautal jede kleinste Verspätung auf die Gegenüber übergeben wird. So auch nun auch auf den RE55 nach Ulm.

Normalerweise sollten die RE55 in Doppeltraktion der Neigezug 612er (Dröhnröhre) verkehren, aktuell sind aber zu viele defekt und so verkehren sie meist einzeln. Trotzdem muss ich nicht stehen während es durch das schöne Donautal geht. Unbedingt für eine Radtour vorsehen.

Über Tuttlingen und vorbei an der Donauversickerung geht es nach Immendingen. Durch die Verspätung kann dort aber der RE nach Singen nicht erreicht werden. Daher fahre ich durch bis Donaueschingen.

Mit dem einzigen lokbespannten Zug des Tages geht es über Immendingen in die Maggistadt Singen.

Zum Abendessen geht es vorbei am Brückenschutzbau (mit Waggonpuffer) zim „Zwölfer“ wo es ein gutes Bier von Dörfler Bräu gibt sowie Salat mit „Herrgottsbescheisserle“, abgerundet mit dunkel/heller Schokolade als Nachspeise.

Hier noch der heutige Fahrplan:

VIA RB81 (25213)
Nach Eberbach
Ab 06:33 Reinheim(Odenw), Gleis 1
An 07:50 Eberbach, Gleis 5

RE 10a (19259)
Nach Heilbronn Hbf
Ab 08:15 Eberbach, Gleis 1
An 08:53 Heilbronn Hbf, Gleis 5

RE 8 (19059)
Nach Stuttgart Hbf
Ab 09:12 Heilbronn Hbf, Gleis 6
An 09:56 Stuttgart Hbf, Gleis 5

RE 14b (17631)
Nach Herrenberg
Ab 10:18 Stuttgart Hbf, Gleis 3
An 10:48 Herrenberg, Gleis 1

RB 63 (22880)
Nach Bad Urach
Ab 11:18 Herrenberg, Gleis 102
An 12:32 Bad Urach

RB 63 (22783)
Nach Herrenberg
Ab 12:37 Bad Urach
An 12:55 Metzingen(Württ), Gleis 3

MEX 18 (19317)
Nach Tübingen Hbf
Ab 13:05 Metzingen(Württ), Gleis 1
An 13:21 Tübingen Hbf, Gleis 2

SWE RB66 (86249)
Nach Sigmaringen
Ab 13:29 Tübingen Hbf, Gleis 6
An 15:14 Sigmaringen, Gleis 5

RE 55 (3218)
Nach Donaueschingen
Ab 15:32 Sigmaringen, Gleis 1
Ab real 15:45
An 16:20 Immendingen, Gleis 2

An real 16:40

Anschluss in Immendingen dadurch nicht möglich
Daher durchgefahren bis Donaueschingen und RE2 1h später genommen.


RE 2 (4729)
Nach Konstanz
Ab 17:16 Donaueschingen, Gleis 2
An 17:50 Singen(Hohentwiel), Gleis 2

Herbstour 2022 – Früh Aufstehen und tolle Ausblicke

Heute ist leider das schöne Wochenende rum und wegen dienstlicher Termine am Dienstag geht es heute nach Hause.

Da ich den RE2 nach Offenburg und Karlsruhe in den Tagen entlang der Schwarzwaldbahn nicht als sehr zuverlässig/pünktlich erlebte beschloss ich einen Takt früher zu fahren.

Da statt dem normalen Stundentakt nur im Zweistundentakt gefahren wird bedeutet das „frühes“ Aufstehen und so wird kurz nach Sieben gefrühstückt.

Wie gut würde sich ein Uugauf dem Viadukt bei Sonnenaufgang machen. Aber der nächste Zug fährt erst am Samstag wieder.

Und kurz nach Acht ging es los. Nicht so toll war dabei der gut 2,5 km lange und recht steile Abschnitt auf der B314 ohne Standstreifen bis Randen. Im Gegensatz zum Foto an der Einmündung aus Epfenhofen ist die Strasse recht gut befahren, besonders von LKW.

Nach der B314 ging es auf einer Landstraße nach Neuhaus am Randen und Whow, was für ein Ausblick Richting Bodensee und Alpen mit Sonnenaufgang und Frühnebel. Herrlich.

Über schwach befahrene Straßen geht es weiter, die Nähe zur Schweiz zeigt sich auch an der parallelen D/CH Radwegausschilderung.

Und bei Sonne und Nebel geht es entspannt weiter nach Singen.

Und dann ist planmässig nach gut 1,5h Singen mit Ausblicken auf den Hohentwiel erreicht.

Noch eine Runde durch die Maggi Stadt und gut 30min vor dem Zug nach Karlsruhe komme ich am Bahnhof an.

Als RE2 von Konstanz nach Freiburg kommt dann keine 146 mit Doppelstockwagen sondern ein Siemens Mireo wie er normal zwischen Karlsruhe und Basel verkehrt.

Das Fahrverhalten ist etwas grenzwertig. Im hochflurbereich einstöckigen Endwagen bekommt man jede Unebenheit mit und beim Anfahren hat man das Gefühl dass das Drehgestell schleudert und abhebt. Aber trotzdem wird die Schwarzwaldbahnrampe bewältigt und mit gut +7 wegen Kreuzung in St. Georgen (wie am Donnerstag bereits beobachtet fahren die RE in Richtung Offenburg im Gegengleis) und Rollstuhlverlad in Triberg wird Hornberg erreicht.

In Offenburg wird ausserplanmässig der Zugpark getauscht und am gleichen Gleis in den Doppelstockzug gewechselt was weitere Verspätungsminuten bedeutet.D

Der Zug ist gut belegt, aber je weiter man nsch vorne kommt gibt es mehr Platz.

Karlsruhe wird mit +10 erreicht. Die am Anzeiger angezeigte Gegenleistung nach Konstanz ist am Zug nur bis Engen ausgeschildert. Das Betriebsverfahren ist etwas konfus.

Aber ich bin nun 2h zu früh für den geplanten IC mit Zugbindung nach Darmstadt da und habe daher etwas Zeit für eine Runde durch Karlsruhe.

Zunächst geht es zum Albtalbahnhof. Die aus zwei dreiteiler Triebwagen gebildeten Züge bildfn schon recht imposante Kompositionen für eine Strassen-/Stadtbahn.

Am Albtslbahnhof besteht auch Übergang zum DB Streckennetz.

Und dann noch eine Rund durch die Innenstadt von Karlsruhe.

In der Kaiserstrasse liegen noch die ehm. Strassenbahngleise, diese wurde aber vor ein paar Jahren unter die Strasse verlegt.

Also weiter zum Schloss und Durlacher Tor wo aber wegen Bauarbeiten wenig Fotomöglichkeiten bestehen.

Also via dem Unigelände (KIT) zurück zum Hauptbahnhof.

Ich bin immerwieder erstaunt dass sich diese Modellbahnanlagen in der Bahnhofsunterfühtung immernoch halten.

Noch ein wenig Mireo und Stadtbahn fuzzen bis der IC bereitgestellt wird.

Pünktlich geht es dann um 15:06 im IC Richtung Darmstadt. Die Fahrradplätze sind zu gut 2/3 belegt, der Zug sn is ich eher schwach besetzt.

Mysterien der Bahnfahrzeuge. Das daumennagelgrosse Sichtfenster im WC Fenster damit man trotz undurchsichtiger Belebung durchschauen kann wo man denn ist.

Langsam wird es zur Tradition auf der Heimfahrt nicht in Darmstadt sondern schon früher auszusteigen.

Langsam wird es zur Tradition auf der Heimfahrt nicht in Darmstadt sondern schon früher auszusteigen.
Auch heute wieder um über Bensheim-Auerbach mit der „Bachgass“ nach Hochfelden zu fahren.

Weiter gehts über die Kuralpe Richtungen Neutsch. Der vordere Odenwald ist auch ganz schön.

Von nunan ging es Bergab und nach der Unterbodenwäsche in der Furt war Gross Bieberau erreicht.

Stopp beim Odenwälder Lieschen in Groß Bieberau zum Abendessen. Warnung! Das Calzone Schnitzel ist wahrlich eine Herausforderung von der Größe und Käsemenge.

Undso wird es langsam dunkel.

Wenn man sich wundert warum die zu Beginn der Herbstradtour 2022 recht leeren Satteltaschen auf der Heimfahrt so sauschwer sind und dann mal das angesammelte Zusatzmaterial auf die Fensterbank stellt.
Ich sollte mir angewöhnen leichtere Andenken zu kaufen wie Getränke 🙈😅

Hier noch der Link zu Komoot für die morgendliche Etappe von Epfenhofen nach Singen und die Etappe von Bensheim nach Reinheim.

Somit kamen heute mit der Runde durch Karlsruhe doch nochmal 67km zusammengekommen.

Der Plan war gut…

… er er klappte nicht.

Für die Anreise sollte es mit dem aus einem IC2 gebildeten IC 2381 von Darmstadt direkt nach Singen gehen. Es war zudem auch die günstigste Verbindung und da die Entscheidung zur Fahrt nach Wilderswil relativ kurzfristig gefallen war war es auch etwas zu knapp für Auslandsfreifahrten und alleine Singen – Wilderswil hätte mit 50% FIP Nachlass mehr gekostet wie der Sparpeis Europa.

1) VIA RB81
-> Darmstadt Hbf
Ab 04:59 Reinheim(Odenw), Gleis 1
An 05:22 Darmstadt Hbf, Gleis 6

2) IC 2381
-> Singen(Hohentwiel)
Ab 05:36 Darmstadt Hbf, Gleis 10
An 09:25 Singen(Hohentwiel), Gleis 2

3) IC 481
-> Zürich HB
Ab 09:32 Singen(Hohentwiel), Gleis 3
An 10:23 Zürich HB, Gleis 13

4) IC 714
-> Genève-Aéroport
Ab 10:32 Zürich HB, Gleis 32
An 11:28 Bern, Gleis 5

5) IC 967
-> Interlaken Ost
Ab 12:04 Bern, Gleis 4
An 12:58 Interlaken Ost, Gleis 7

6) R 163
-> Lauterbrunnen
Ab 13:05 Interlaken Ost, Gleis 2A
An 13:09 Wilderswil, Gleis 2AB

Das ganze klappte soweit auch und bis kurz hinter Stuttgart war er auch soweit pünktlich, Kaffee gab es und das WLAN war auch brauchbar …

Aber dann ging es sukzessive in die Verspätung. Erst eine harte Bremsung (Signalhaltfall?) vor Böblingen, dann kreuzen mit Verspätung und so schaukelten die Verspätung sich auf +10 hoch u d der DB Navigator schwankte stets zwischen Anschluss wartet nicht und Anschluss unklar.

Vor Rottweil fing sich der Tf vermutlich eine GÜ ein (Vr1 mit Kz 8) und stand länger rum und wurde bei der Ausfahrt in Rottweil gar von einem Regioshuttle überholt.

Und damit es nicht langweilig wird gab es hinter Rottweil noch eine Bü Störung on Top.

Sodenn hatten sich zum Schluss 28 Minuten Verspätung angesammelt und der Anschluss IC 481 nach Zürich war definitv weg.

Somit war gut eine halbe Stunde warten angesagt. Interessant wie das altehrwürdige Cafe von der neuen Shoppingmeile übertrumpft und eingezwängt wird aber sich wacker behauptet.

Der von Stuttgart direkt nach Zürich verkehrende und aus einer SBB Garnitur bestehende IC 183 bringt auch um die 10min Verspätung mit. Der Lokwechsel vom ÖBB Taurus (Traktion als Kilometerausgleich für den ICE nach Wien?) auf die SBB Re4/4 klappt schnell und mit gut +12 geht es nach Schaffhausen.

Ob der Verspätung wurde man seitens der SBB kreativ und auch zur Verwunderung der Zugbegleiter wurde der IC 183 in Schaffhausen zum RE 4919 da dessen Garnitur vermutlich ab Schaffhausen im Plan des IC ins Rennen geschickt wurde. Somit stand der ehm. IC nochmal eine knappe viertel Stunde in Schaffhausen herum und mit Halten in Bülach und Zürich Oerlikon.

Somit war das der neue Fahrplan

Ab 11:17 Schaffhausen – Gl. 3 (RE 4919, Richtung: Zürich HB)
An 11:55 Zürich HB – Gl. 5

Ab 12:02 Zürich HB – Gl. 31 (IC 816, Richtung: Brig)
An 12:58 Bern – Gl. 5

Ab 13:04 Bern – Gl. 4 (ICE 275, Richtung: Interlaken Ost)
An 13:58 Interlaken Ost – Gl. 5

Ab 14:05 Interlaken Ost – Gl. 2A (R 167, Richtung: Lauterbrunnen)
An 14:09 Wilderswil – Gl. 2AB

Aber sowohl der 7min Übergang vom Kopfbahnhofteil in Zürich runter in den Durchgangsbahnhof Löwenstrasse im Tunnel zum SBB Dosto IC 2000 (ein ganz anderes Hausnummer wie der DB IC2) als auch in Bern mit 6min durch die Unterführung (inkl. 1. Klasse am andren Bahnsteigende) zum ICE 4 (*örks*) klappt problemlos. In Interlaken sowieso.

Die neuen Triebwagen von Stadler bei der BOB warten fürs 1. Klasse Abteil mit einem durch die rollstuhltaugliche Toilette verengten Zugang auf in den man zudem noch eine Skihalterung gefrickelt hat. Nicht gerade prickelnd…

Egal, das Abteil hat Platz, wenngleich die Fahrt eh nur kurz ist.

Willkommenspräsent im Hotel ist eine kleine Schweiz als Kulihalter.

Nach dem vielen Sitzen ist mir nach Bewegung und so mache ich mich auf den Weg nach Zweilütschinen. Somit beginnt die Tour wie sie bei meinem letzten Besuch 2017 endete.

Wilderswil bekommt eine teils im Tunnel zwischen Fluss und Bahn verlaufende Umgehungsstrase weshalb recht heftig entlang der Bahn gebaut wird.

Vorbei an der im Winter nicht verkehrende Schynige Platte Bahn geht’s hinauf nach Gsteigwiler.

Und dann wieder hinunter zum Talboden. Die Zuglänge der zwischen Interlaken Ost und Zweilütschinen gemeinsam verkehrenden Garnituren von bzw. nach Grindelwald und Lauterbrunnen ist schon beachtlich. Noch eindrucksvoller sind diese wenn sich die Garnituren im Doppelspurabschnitt begegnen und sich dabei „überlappen“.

Heute läuft im Lauterbrunner Umlauf ein ABe4/4 mit EW Wagen. Sonst sind es zumeist die neuen Triebwagen und Niederflursteuergarnituren.

Um kurz vor 17 Uhr komme ich in Zweilütschinen an, genau rechtzeitig um den 17:12 nach Wilderswil zu erreichen.

Als erstes fährt dabei der Zug aus Grindelwald ein während sich im Hintergrund bereits der aus Lauterbrunnen nähert.

Die Zusicherung der BOB erfolgt via Eurobalisen wobei die Montage im mit Holzbohlen ausgelegten Gleis 1 schon irgendwie krude aussieht.

Rückfahrt im „Altmaterial“ und Bunkern von Betriebsstoff im örtlichen Volg.

Abendessen und der Tag klingt aus.

Hier der Link zur kleinen Wanderung bei Komoot.

Mal sehen was ich morgen mache. Jetzt erst mal schlafen.