Heimfahrt mit Hindernissen

Eigentlich wollte ich recht direkt und schnell über Basel heimfahren aber auf Grund einer nicht näher lokalisierbaren Störung die nur der DB Navigator kennt wird der Anschluss ICE nicht bis zum Bahnhof SBB fahren und in 1/4h per Tram nach Basel Bad ist auch nicht realistisch.

Daher plane ich um und werde über die Gäubahn fahren.

Das Wetter ist etwas bewölkter geworden, oder habe ich das gute Wetter eingepackt?  😉

Eine gute und schöne Woche Filisur ist rum und ja, ich werde wieder herkommen.

Und dann kommt schon der IR nach Chur, dem der 5min verspätete IR der Gegenrichtung ein paar Minuten mitgibt.

In Surava steht ein arbeitslos gewordener S-Bahn Triebwagen und die Diesellok von Schalke wartet mit ihren Schotterwagen auf die nächste Baustelle.

In Tiefencastel wird dann der Bernina-Express gekreuzt. Eine der wenigen Kreuzungen in Tiefenkastel.

Der IR nach St. Moritz welcher vor Thusis gekreuzt wird besteht aus drei Capricon Triebwagen welche normalerweise nicht auf der Albulastrecke unterwegs sind. Aber in Preda und Spinas finden ja die Feierlichkeiten zur Tunneleröffnung statt und ob der erkennbar großen Nachfrage muss alles Rollen was da ist.

In gut 5 Wochen werde ich in Reichenau-Tamins am Rheinzusammfluss wieder vorbeikommen, dann aber per Rad mit Fahrtrichtung Disentis und dann weiter zum Lukmanier und Gotthard.

Jetzt ist erstmal Chur erreicht und es ist Abschied nehmen von der RhB angesagt.

Bahnsteiggleich wird der IC nach Zürich erreicht der kurz darauf abfährt.

Den Treppenaufgang am Wagenende des Führerstands kann man nur als sehr speziell bezeichnen. Enger und steiler geht es kaum. Typisches Bombardier-Gerümpel der Twindexx Plattform halt.

In Landquart gibt es dann noch eine Parallelausfahrt mit einem RE ins Prättigau und es geht weiter rheinabwärts.

In Sargans wendet ein Railjet und weiter am Walensee entlang geht’s weiter Richtung Zürich.

In Thalwil wird der IC noch vom gruseligen ETR610 aus Mailand überholt.

Und dann ist auch schon pünktlich Zürich HB erreicht. Ich bin immer wieder von der Anzeigetafel beeindruckt. Die ersten beiden Spalten sind die Regional- und Fernzüge nur der nächsten halben Stunde. Hätte ich schneller geschaltet hätte ich übrigens sogar noch einen IC früher nach Stuttgart erwischt.

Spalte 3 sind die S-Bahnen der nächsten viertel Stunde.

Der schräge Aufzug nach Gleis 21 und 22 ist kein Designgag sonder eine reale Konstruktion da der Tunnelbahnsteig nicht exakt unter der Kopfbahnhofebene liegt.

So bleibt noch etwas Zeit die Strassenbahnen und Obusse in der Löwenstrasse zu knipsen.

Im übrigen wird später auch auf der Verbindung via Basel der Anschluss ICE an Karlsruhe als Ausfall gekennzeichnet und dann mit neuer Zugnummer und gleicher Strecke und Fahrtzeiten als Alternative angezeigt.

Beim ICE70 wird es immer verwirrenden, denn er wird im Text weiter als Beginn in Basel Bad Bf benannt, aber ab SBB existieren Realfahrtzeiten.

Oh, mann… aber was juckt es mich. Ich sitze ja im IC Nach Stuttgart.

Dieser besteht aus einen einzigen ex. Westbahn Kiss von DB Fernverkehr, der weiterhin in CH beim Leasinggeber via Stadler eingetragen ist, besteht.

2+2 Bestuhlung in der 1. Klasse ist eher suboptimal aber bei 2+1 wäre er heillos überbesesetzt und würde min. einen halben Doppelstockwagen mehr benötigen. Die Sitze gegenüber blieben daher nicht lange unbesetzt.

Ich möchte nicht wissen wie es im laut DB Navigatot normal belegten IC 188 in der 2. Klasse aussah.

Achja, gastronomisches Angebot, Minibar oder selbst Fahrkartenkontrolle (letzteres nur im DB Anteil) absolute Fehlanzeige.

Der Rheinfall ist wie schon vor einer Woche gut gefüllt aber die Schiffe können im Gegensatz zu Mitte der Woche wieder fahren.

Und bald ist auch Tuttlingen erreicht wo der Gegenzug ein paar Verspätungsminuten mitgibt.

Über Horb wird alsbald Stuttgart Hbf „oben“ erreicht.

Und bevor „mein“ noch unrenovierter ICE1 nach Darmstadt einfährt gibt es Soundgenuss vom feinsten am Nachbarbahnsteig als der gut eine Stunde verspätete IC nach Oberstdorf, gezogen von zwei 218er, Ausfahrt.

Ein paar Fotos vom „Retro ICE1“, nur echt mit der vierstelligen PLZ von Gernsheim auf der Kloschüssel, und Kaffee und schon wurd die Bergstrasse erreicht.

Pünktlich wird Darmstadt erreicht und statt mit dem Reinheim um vsl. 18:18 erreichenden Bus fahren ich mit der HLB nach Darmstadt Nord für die RB82, planmäßig Reinheim an 18:05.

Aber die Idee war doof, denn wegen Weichenstörung in Frankfurt Hbf kam dieser mit gur +25 an.

Aber egal, es regnet ja nicht und kalt ist es auch nicht.

Sodele, um 18:30 komme ich zu Hause an und damit endet ein sehr ereignisreichen knapp über eine Woche Urlaub in einer schönen Ecke der Schweiz und da sei neben Graubünden auch Schaffhausen gemeint.

Hier noch der Fahrplan von heute:

IR 1124
Nach Chur
Ab 09:01 Filisur, Gleis 1
An 10:04 Chur, Gleis 10

es wurde ein Takt früher in Chur erreicht
Daher nicht:
IC 770
Nach Zürich HB
Ab 10:38 Chur, Gleis 9
An 12:03 Zürich HB, Gleis 8

Sondern
IC 900
Nach Zürich HB
Ab 10:08 Chur, Gleis 9
An 12:33 Zürich HB, Gleis 8


IC 188 / IC 188
Nach Stuttgart Hbf
Ab 12:34 Zürich HB, Gleis 17
An 15:32 Stuttgart Hbf, Gleis 5

ICE 1168
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 15:59 Stuttgart Hbf, Gleis 8
An 17:22 Darmstadt Hbf, Gleis 5

HLB RB75 (28725)
Nach Dieburg
Ab 17:31 Darmstadt Hbf, Gleis 8
An 17:36 Darmstadt Nord, Gleis 3

VIA RB82 (25179)
Nach Erbach(Odenw)
Ab 17:44 Darmstadt Nord, Gleis 4
Abfahrt real 18:09 wegen Weichenstörung in Frankfurt Hbf
An 18:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1
Ankunft Real 18:30

Das wars erstmal.

Weiter geht’s in weniger wie vier Wochen ab 07.07. mit der Sommradtour 2024, hoffentlich ohne Wetterextteme.

Rund um den Rheinfall

Der Wetterbericht sagt starken Regen voraus, aber zum Glück hält sich das Wetter nicht daran.

Mit einer Runde durch die alte Maggi Werkssiedlung geht es zum Bahnhof.

Das Maggi Werk hatte früher mindestens zwei Gleisanschlüsse welche beide aufgegeben sind. Erinnert ob des gleichen Eigentümer Nestlé an die Aufgabe des Anschluss bei Callier da Nestlé lieber LKW fährt.

Die sogenannte Maggi Unterführung zur Stadt und den Bahnsteigen ist farblich sehr interessant gestaltet und blitzsauber.

Nicht per IC sondern im GTW mit der „Thurbo S-Bahn Linie 62“ geht es auf Deutschlandticket nach Schaffhausen und der dortige 3min Übergang von Gleis 6 nach 1 zur S-Bahn Linie 9nach Uster klappt ebtspannt.

Eine S-Bahn mit Armlehnen und Tischen. Nobel… oder dich eigentlichein RE der umlaufbedingt auf die S-Bahn kam?

Die Fahrgastinfo funktioniert und mit Neuhausen-Rheinfall wird die „mittlere“ der drei Bahnstationen rund um den Rheinfall erreicht.

Das Wetter ist eher unterdurchschnittlich aber immerhin Regnet es nicht bzw. Nieselregen nur leicht.

Nach dem Ausdichtspunkt am Bahnhaltepunkt wandere ich unter der Bahnbrücke hindurch zum Ausichtspunkt „Schweizerhof“ um von dort zum Badischen Bahnhof von Neuhausen weiterzulaufen.

Neben dem Bahnhof, der Strecke Singen – Basel, wurden zwei Hochhäuser errichtet.

Vom kleineren der Beiden kann man in Kombination mit dem Rheinfall-Ticket zu 29,50 CHF den Ausblick aufs Rheinfallpanorama geniessen.

Fürs „kleine Geld“ kann man hier aber in der Rivi Gastronomie den Ausblick beim Essen geniessen. Nicht meine Hausnummer.

Also die 17 Stockwerke per Lift wieder runter und am Haltepunkt Rheinfall ergaben sich noch zwei Fotomotive mit Zug und Rheinfall.

Ein kleiner Schlenker nach Neuhausen wo gerade ein Oberleitungsbus der Linie 1 an der Haltestelle Zentrum abbügelt und per Batterie weiterfährt.

Weiter geht’s zum ehemaligen SIG Areal.

In einem der ehemaligen Werksgebäude ist die Modellbahnanlage „Smilestones“ untergekommen, des zweite Inklusivpunkt des Rheinfall-Ticket.

Natürlich kann die Anlage nicht mit dem Hamburger Miniatur Wunderland mithalten und  an einigen Stellen wäre mehr Originaltreue angesagt, u. a. SBB Loks auf der Wengernalpbahn, DB Bü-Blinklichter oder schlicht langweilig grüne Wiesen.

Aber es hat definitiv sehr schöne und detailverliebte Stellen und Abschnitte.

Das Diorama am Beginn thematisiert das Appenzeller Land, das grosse Mittelstück die Schweiz querbeet mit einem grossen Abschnitt Schaffhausen und Rheinfall. Abschluss ist dann der Anlagenteil Berner Oberland inkl. Jungfau- und Gelmerbahn.

Aber hier einfach die Bilder

Schade dass die Schokikugeln nicht aus der Fabrik rausrollen.

Die Liliputbahn aus Stein am Rhein ist auch dabei.

Tag ubd Nacht gibt es natürlich auch.

Der Rega Heli rettet derweil an der BOB Strecke Kühe von der Weide.

So, nun runter zum Rheinfall bzw. erstmal zur Bahnbrücke oberhalb des Wasserfalls.

Währen des Wegs über die Bahnbrücke konnte auf der andren Seite ein Zug auf dem Weg nach Eglisau erwischt werden bevor auch ein Zug Richtung Winterthur über die Brücke „nachgeschossen“ werden konnte.

Und dann wieder zurück und nun wirklich runter zum Wasserfall bzw. dessen Becken.

Was mir erst später aufgefallen ist. Am Randweg zwischen der Bahnbrücke und der hohen Wasserfallstufe gibt es an mehreren Stellen Rettungsringe.
Mal ehrlich, und nüchtern betrachtet, wer da reinfällt, dem nutzt auch der Rettungsring nichts mehr.
Eher amüsiert war ich ob des in allen Booten vorhandenen Hilfsantrieb in Form von 2 bis 4 langen Holzpaddeln.
Ob die unmittelbar vor dem Wasserfall was nutzen?

Noch ein paar Bilder und dann kommt Punkt 3 des Rheinfall-Ticket an die Reihe. Eine Bootsfahrt.

Auf der inkludierten Tourroute 3 geht es zunächst den Rhein hinab bis die deutsche Grenze an den Rhein heranrückt, welche im WK II auf Schweizer Seite stark mit Bunkeranlagen gesichert wurde.

Nach der Schleife flussaufwärts ging es hinauf ins Becken vor dem Rheinfall.

Wahnsinn, diese Urgewalt des Wassers. Es Brodelt und Tost rund um das Boot.

Schauen und geniessen und weniger Knipsen ist angesagt.

Nach der Rückkehr setze ich mit einem der roten Boote rüber zur Landestelle unterhalb des Schloss Laufen.

Und nun hieß es Laufen, nämlich hinauf zum Schloss. Die beiden heillos überlaufenen Aussichtspunkte unterhalb des Schloss erspare ich mir.

Der Glasaufzug erspart das Treppensteigen vom Haltepunkt Schloss Laufen hinauf zum Schloss. Aber ich wähle trotzdem die Treppe.

Aber der Ausblick ist klasse.

Hinter dem Schliss geht es steil bergab. Im übrigen Teil des Rheinradweg. Bei 20% Gefälle stände in Deutschland bestimmt wieder ein „Radfahrer absteigen“ am Wegesrand.

Von einer kleinen Insel gelingt noch ein Foto vom Zug auf der Brücke.

Und nochmal ein Zug bevor es linksrheinisch flussaufwärts geht und noch ein Fotomotiv kommt vorbei, genauso wie noch ein Bunker.

Über die einspringen Brücke geht es rüber zum Bahnhof von Neuhausen. Als SIG noch das Werk hatte und hier aus Drehgestelle und Bahnhöfen gebaut wurden gab es hier beträchtlichen Güterverkehr. Der Personenverkehr ist aber mitlerweile so dicht dass dies kaum noch vorstellbar ist.

Die Deutsche Bundesbahn lebt noch am Empfangsgebäude von Schaffhausen, ist aber von der SBB voll eingenommen. Am hinteren der beiden Türmen ist Schweizer Bubdesbahnen vermerkt.

Im Stadtgebiet von Schaffhausen hat man sich von der Oberleitung der O-Busse verabschiedet. Diese fahren hier auf Akku und laden auf den Außenposten. Die neueren Batteriebusse laden derweil während des Halts an der Station am „Galgen“.

Durch die blitzsaubre Unterführung geht’s zum GTW der mich wieder zurück nach Singen bringt.

Hmmm, die Baustelle auf der Gäubahn sollte heute beendet sein, was aber nur zum Teil so ist und damit zu Ausfällen und Verspätungen von über eine Stunde sorgt.

Abendessen wieder im Zwölfer. Diesmal mit Müller-Thugau Schorle aus der Region und Cordon Bleu.

Und ein Foto von der Festungsruine Hohentwiel war auch noch drin… mit V90 im Vordergrund  😉

Die Graffiti an der Stützmauer von Peter Griffin jr. und Homer Simpson erinnern mich an meine Radtour in gut fünf Wochen.

Zum Abschluss noch die Aufzeichnung der Wanderung bei Komoot mit noch mehr Bildern.

Morgen geht’s vsl. Auf Umwegen nach Filisur.