And the Winner is…

… ÖBB. Für den ersten Anschlussverlust seit Tourbeginn!

Der heutige Fahrplan der ersten Heimfahrtetappe hatte diverse knappe Übergänge, aber just beim laut Plan entspanntesten Umstieg in Innsbruck krachte der Plan.

Aber jetzt erstmal von vorne.

Über Nacht hatte es ein wenig geschneit und mit frischen Puderzucker und Sonnenschein präsentiert sich Bergpn und die Berge drumherum.

Aber es nutzt nichts und wie gestern kommt erst der Bernina-Express um viertel vor Neun im Bahnhof Bergün rein und der IR nach Chur nimmt ein paar Minuten Verspätung mit da der Zustieg erst nach Abfahrt des Bernina-Express möglich ist.

Das 200 Höhenmeter tiefer liegende Filisur hat derweil keinen Schnee abbekommen. Dafür wabert unten im Tal der Nebel.

Der Nebel steigt nicht auf sondern bleibt stramm im Talboden bis Tiefenkastel stehen.

In Thusis ist der Albula Autoverlad wuederauferstanden für, zumeist aus Zürich stammenden, Poschefahrer die ihr Heiligsblechle nicht über winterlichen Julierpass scheuchen wollen.

Die bis Tiefenkastel auf 5min summierte Verspätung baut sich njn kontinuierlich ab und bei geradezu frühlingshaften Wetter wird fast pünktlich Chur erreicht.

Ich dachte dass die Post nurnoch per Container transportiert, aber in Chur steht noch ein klasischer Postzug mit Schiebewandwagen fahrbereit herum.

Der Umstieg in den IC Richtung Basel ist dank der auf 1m geschrumpften Verspätung und da bahnsteiggleich entspannt.

Im letzten vernünftigen Fahrzeug des Tages, einer modernisierten IC2000 Garnitur geht’s nach Sargans wo ein Bahbsteigwechsel nötig ist ind dann kommt der fast komplett ausgebuchte Quäljet ähm RailJet Express 165 rein der mich nach Innsbruck verbringen wird.

Ganz ehrlich, im Schmalspurbahn Alvra oder Capricon der RhB fährt es sich angenehmer wie in dieser Siemens Röhre der ÖBB.

In Buchs, wo das alte Schotterwerk mitlerweile fast komplett zurückgebaut ist, wird nun Kopf gemacht und bereits eine Verspätung für die Abfahrt in Feldkirch angekündigt.

Mit gut +15 geht es nun in die Arlbergrampe.

Lag auf deren Westseite des Arlberg ausser in schattigen Tallagen kein Schnee so sah es am Langen am Arlberg und in der Ostrampe gänzlich anders aus. Erst bei der Trisannanrücke kurz vor Landeck, unter der ich 2022 auf der Radtour drunter durchkam, ist es mit der durchgehenden Schneedecke wieder vorbei.

Mitlerweile ist die Verspätung auf 25 Minuten angestiegen, die Auskunft meint aber dass diese bis auf +5 in Innsbruck abgebaut würde.  Naja… wer es glaubt.

Diverse Wege parallel zur Bahn kommen mir von Radtouren im Inntal gut bekannt vor.

Die Displays im Quäljet verkünden im übrigen keine Verspätung. Soll-Ankunftszeit, aktuelle Uhrzeit… das wars. Schau aus dem Fenster und berechne dir selbst wo du bist und wie lange du noch brauchst.

Letztenendes blieben von den 27 Minuten Umsteigezeit nurnoch 2 Minuten.

Einen Sprint von Gleis 7 zum Stumpfgeis 22 südluch des Empfangsgebäude spare ich mir daher. Das zu Recht, denn die „S-Bahn“ nach Garmisch wartete wie bereits vermutet eh nicht.

Dann halt eine gemütliche Runde zum Bahnhofsvorplatz und eine Stubaitalbahn geknipst.

Eine schon bessere Zeiten gesehen habende 1144 rollt alleine durch den Hauptbahnhof und über allem thront die Skisprungschanze am Bergisel.

Die nächste S-Bahn fährt eine halbe Stunde später, aber nur bis Seefeld in Tirol.

Über den Inn hinweg wechselt die Bahnstrecke auf die Nordeite des Inntal und klettern  un kontinuierlich hinauf.

In Seefeld ist, inklusive Bahnsteigwrchsel, ein Fahrzeugwechsel vom talentlosen ÖBB Talent zum DB Talent 2 (nicht weniger talentlos) nach München nötig.

Warum man den aus München kommenden DB Talent nicht im zweiten Teil des Gleis 1 auf 1B vor dem ÖBB Zug auf 1A einfahren lässt obwohl für den einzelnen verkehrenden genug platz ist und das die Stellwerkstechnik auch zulassen würde wissen vermutlich nur die Götter. Vermutlich würde sonst keiner die Unterführung nutzen.

Und es hat bis zum Grenzbahmhof Scharnitz sogar mal etwas Schnee.

Aber kurz danach ist wieder Schneefreiheit in Tallageb angesagt.

Wie kann man nur auf die Idee kommen in den relativ engen Durchgang neben dem barrierefreien WC noch zwei Reihensizte reinzufriemeln? 🤦‍♂️

So, Mittenwald ist nun mit +50 erreicht, es geht nun einmal um den Bahnhof rum zum BB Hotel was zusammen mit einem Edeka östlich von den Gleisen liegt.

Zimmer mit Balkon, ganz nett. Dafür funktioniert das WLAN nicht, WLAN hats, aber kein Internet. Also sinnlos.

Noch kurz zum EDEKA und dann eine Runde zur blauen Stunde durchs Ort.

Einkehr im Brauereigasthif der Mittewalder Brauerei deren Gaststube „Postkeller“ im ersten Stock liegt.

Gut verköstigt geht’s zurück zum Hotel und dabei noch ein „Nachtzoomfoto“ in den Bahnhof gemacht.

Mal sehen was ich morgen mache.

Irgendwo die Zugspitzbahn Züge knipsen, oder nach Ehrwald oder Inntalrampe. Schaumermal.