Heimfahrt mit Hindernissen

Eigentlich wollte ich recht direkt und schnell über Basel heimfahren aber auf Grund einer nicht näher lokalisierbaren Störung die nur der DB Navigator kennt wird der Anschluss ICE nicht bis zum Bahnhof SBB fahren und in 1/4h per Tram nach Basel Bad ist auch nicht realistisch.

Daher plane ich um und werde über die Gäubahn fahren.

Das Wetter ist etwas bewölkter geworden, oder habe ich das gute Wetter eingepackt?  😉

Eine gute und schöne Woche Filisur ist rum und ja, ich werde wieder herkommen.

Und dann kommt schon der IR nach Chur, dem der 5min verspätete IR der Gegenrichtung ein paar Minuten mitgibt.

In Surava steht ein arbeitslos gewordener S-Bahn Triebwagen und die Diesellok von Schalke wartet mit ihren Schotterwagen auf die nächste Baustelle.

In Tiefencastel wird dann der Bernina-Express gekreuzt. Eine der wenigen Kreuzungen in Tiefenkastel.

Der IR nach St. Moritz welcher vor Thusis gekreuzt wird besteht aus drei Capricon Triebwagen welche normalerweise nicht auf der Albulastrecke unterwegs sind. Aber in Preda und Spinas finden ja die Feierlichkeiten zur Tunneleröffnung statt und ob der erkennbar großen Nachfrage muss alles Rollen was da ist.

In gut 5 Wochen werde ich in Reichenau-Tamins am Rheinzusammfluss wieder vorbeikommen, dann aber per Rad mit Fahrtrichtung Disentis und dann weiter zum Lukmanier und Gotthard.

Jetzt ist erstmal Chur erreicht und es ist Abschied nehmen von der RhB angesagt.

Bahnsteiggleich wird der IC nach Zürich erreicht der kurz darauf abfährt.

Den Treppenaufgang am Wagenende des Führerstands kann man nur als sehr speziell bezeichnen. Enger und steiler geht es kaum. Typisches Bombardier-Gerümpel der Twindexx Plattform halt.

In Landquart gibt es dann noch eine Parallelausfahrt mit einem RE ins Prättigau und es geht weiter rheinabwärts.

In Sargans wendet ein Railjet und weiter am Walensee entlang geht’s weiter Richtung Zürich.

In Thalwil wird der IC noch vom gruseligen ETR610 aus Mailand überholt.

Und dann ist auch schon pünktlich Zürich HB erreicht. Ich bin immer wieder von der Anzeigetafel beeindruckt. Die ersten beiden Spalten sind die Regional- und Fernzüge nur der nächsten halben Stunde. Hätte ich schneller geschaltet hätte ich übrigens sogar noch einen IC früher nach Stuttgart erwischt.

Spalte 3 sind die S-Bahnen der nächsten viertel Stunde.

Der schräge Aufzug nach Gleis 21 und 22 ist kein Designgag sonder eine reale Konstruktion da der Tunnelbahnsteig nicht exakt unter der Kopfbahnhofebene liegt.

So bleibt noch etwas Zeit die Strassenbahnen und Obusse in der Löwenstrasse zu knipsen.

Im übrigen wird später auch auf der Verbindung via Basel der Anschluss ICE an Karlsruhe als Ausfall gekennzeichnet und dann mit neuer Zugnummer und gleicher Strecke und Fahrtzeiten als Alternative angezeigt.

Beim ICE70 wird es immer verwirrenden, denn er wird im Text weiter als Beginn in Basel Bad Bf benannt, aber ab SBB existieren Realfahrtzeiten.

Oh, mann… aber was juckt es mich. Ich sitze ja im IC Nach Stuttgart.

Dieser besteht aus einen einzigen ex. Westbahn Kiss von DB Fernverkehr, der weiterhin in CH beim Leasinggeber via Stadler eingetragen ist, besteht.

2+2 Bestuhlung in der 1. Klasse ist eher suboptimal aber bei 2+1 wäre er heillos überbesesetzt und würde min. einen halben Doppelstockwagen mehr benötigen. Die Sitze gegenüber blieben daher nicht lange unbesetzt.

Ich möchte nicht wissen wie es im laut DB Navigatot normal belegten IC 188 in der 2. Klasse aussah.

Achja, gastronomisches Angebot, Minibar oder selbst Fahrkartenkontrolle (letzteres nur im DB Anteil) absolute Fehlanzeige.

Der Rheinfall ist wie schon vor einer Woche gut gefüllt aber die Schiffe können im Gegensatz zu Mitte der Woche wieder fahren.

Und bald ist auch Tuttlingen erreicht wo der Gegenzug ein paar Verspätungsminuten mitgibt.

Über Horb wird alsbald Stuttgart Hbf „oben“ erreicht.

Und bevor „mein“ noch unrenovierter ICE1 nach Darmstadt einfährt gibt es Soundgenuss vom feinsten am Nachbarbahnsteig als der gut eine Stunde verspätete IC nach Oberstdorf, gezogen von zwei 218er, Ausfahrt.

Ein paar Fotos vom „Retro ICE1“, nur echt mit der vierstelligen PLZ von Gernsheim auf der Kloschüssel, und Kaffee und schon wurd die Bergstrasse erreicht.

Pünktlich wird Darmstadt erreicht und statt mit dem Reinheim um vsl. 18:18 erreichenden Bus fahren ich mit der HLB nach Darmstadt Nord für die RB82, planmäßig Reinheim an 18:05.

Aber die Idee war doof, denn wegen Weichenstörung in Frankfurt Hbf kam dieser mit gur +25 an.

Aber egal, es regnet ja nicht und kalt ist es auch nicht.

Sodele, um 18:30 komme ich zu Hause an und damit endet ein sehr ereignisreichen knapp über eine Woche Urlaub in einer schönen Ecke der Schweiz und da sei neben Graubünden auch Schaffhausen gemeint.

Hier noch der Fahrplan von heute:

IR 1124
Nach Chur
Ab 09:01 Filisur, Gleis 1
An 10:04 Chur, Gleis 10

es wurde ein Takt früher in Chur erreicht
Daher nicht:
IC 770
Nach Zürich HB
Ab 10:38 Chur, Gleis 9
An 12:03 Zürich HB, Gleis 8

Sondern
IC 900
Nach Zürich HB
Ab 10:08 Chur, Gleis 9
An 12:33 Zürich HB, Gleis 8


IC 188 / IC 188
Nach Stuttgart Hbf
Ab 12:34 Zürich HB, Gleis 17
An 15:32 Stuttgart Hbf, Gleis 5

ICE 1168
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 15:59 Stuttgart Hbf, Gleis 8
An 17:22 Darmstadt Hbf, Gleis 5

HLB RB75 (28725)
Nach Dieburg
Ab 17:31 Darmstadt Hbf, Gleis 8
An 17:36 Darmstadt Nord, Gleis 3

VIA RB82 (25179)
Nach Erbach(Odenw)
Ab 17:44 Darmstadt Nord, Gleis 4
Abfahrt real 18:09 wegen Weichenstörung in Frankfurt Hbf
An 18:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1
Ankunft Real 18:30

Das wars erstmal.

Weiter geht’s in weniger wie vier Wochen ab 07.07. mit der Sommradtour 2024, hoffentlich ohne Wetterextteme.

Viamala und Nostalgie

Ursprünglich hatte ich vor heute den Tag fahrend, mit dem Bus über Lenzerheide nach Chur, dann Langwies, über Klosters nach Davos zur Schatzalpbahn und dann mit dem Nostalgiezug nach Filisur.

Aber das Wetter ist mir zu gut für reines Fahren und so plane ich „ein wenig“ um.

Zunächst geht es mit dem Bus von Filisur Richtung Davos nach Alvaneu Dorf, Dorfplatz. Hier heisst es aufpassen,  denn in Alvaneu Bad, mehrere hundert Höhenmeter weiter unten, gibt es ebenfalls eine Haltestelle Dorfplatz.

Dort kommt nach einiger Zeit der Bus aus Davos nach Lenzerheide und weiter nach Chur.

Vorbei an ehemaligen Militärdepots geht es durch das vom Bergsturz bedrohten Brienz. Der letzen grosse Sturz hat die Strasse vor dem Ort verschüttet, der Bus nutzt daher alternativ einen Feldweg um weiter ins benachbarte Vazerol zu kommen.

In Lenzerheide dann noch eine Umleitung wegen einer Classic-Car Veranstaltung und dann geht es irgebdwann mit mehreren Kehrschleifen runter nach Chur.

Ich bin erstaunt ob der vielen Rennradfahrer die sich in der Bergrichtung auf der ab Lenzerheide stark befahrenen Strasse antun.

Der über dem Ostteil der Bahnsteige des Bahnhof Chur liegende Busbahnhof wird derzeit saniert und die Fahrgastinfo offline.

Statt nun nach Langwies zu fahren fange ich erstmal einen Zug mit Ge4/4 II in Vorbereitung sowie den Zug aus Arosa bei der Einfahrt auf den Bahnhofsvorplatz auf der auch von einer Ge4/4 II geschoben wurde. Weden die Allegra knapp?

Mit dem Direktbus nach Bellinzona geht es über die Autobahn und Thusis nach Zilis. Die Ansage des Bus Chauffeur erinnere stark an die Ansagen eines Flugkaptain, aber sie waren top. Insbesondere sorgte er sich dass Fahrgäste nach Splügen im Bus sind, da er dort nicht hält und das schon öfter vorkam dass Fahrgäste ungewollt in St. Bernardino landeten.

Aber so weit will ich eh nicht. Ich steige im zweiten Halt in Zillis aus.

Ob die Milchkannen ein Synonym für den Halt un Zillis sind oder tatsächlich noch transportiert werden kann ich nicht eruieren.

Eigentlich wollte ich mit dem Bus der Gegenrichtung zum Einstieg in die Viamala-Schlucht fahren, steige aber schon vorher in Rania aus um von der aus zur Schlucht zu laufen.

Und dann geht es teils unten im Tal und dann wieder weiter oberhalb durchs Tal.

Mit jedem Meter wird das Tal schroffer und steiler und bald ist der Eindtieg in die schmale Schlucht erreicht.

Der Eintritt ist in der Pauschale des Hotels enthalten und so geht es erstmal die über 300 Treppenstufen hinunter in die Schlucht.

Der Molsch ist derweil von den Besuchern eher unbeeindruckt.

Leider lässt sich die steile und tiefe Schlucht schlecht mit dem Foto einfangen, aber eindrücklich war es schon.

Nachdem ich wieder oben an der Strasse angekommen bin wandere ich flussabwärts, es handelt sich hier übrigens um den Hinterrhein, entlang des rechtsrheinischen Hang Richtung Thusis.

Aber abwärts geht es eigentlich nicht sondern teils sehr stramm bergauf.

Die als Hängebrücke ausgeführte „Treppe“ die ein Seitental in gut 50 bis 70m Höhe überbrückt hat einen leicht parabelförmigen Verlauf und ich bin froh diese „Bergwärts“ begehen und daher nicht direkt nach unten schauen muss.

Und oberhalb der Schlucht und teils nur wenige Meter von der Abbruchkante geht es weiter…

Immer wiedermal ergeben sich schöne Ausblicke.

Am Ende der Schlucht befindet sich die Burganlage Hohenrätien, den Weg dahin erspare ich mir aber da es einen fast gleichwertigen Ausblick auf Thusis und des Hinterrheintal vom Weg aus gibt.

Weiter unten folgt noch die als Jugendherberge nur für Gruppen genutzte Burg Ehrenfels.

Und langsam ist der Talboden fast wieder erreicht und unter der Autobahnbrücke geht es weiter.

Die RhB Brücke über den Hinterrhein bietet sich als Fotomotiv mit Zügen noch an bevor es ins Ort weiter geht.

Im örtlichen Coop nochmal Verpflegung aufnehmen und dann ist der Bahnhof von Thusis erreicht.

Von Thusis aus geht’s mit dem IR der Linie 38 wieder nach Filisur.

Dort wartet geade der Nostalgiezug welcher zum normalen Tarif genutzt werden kann und an besonderen Stellen, wie z. B. dem Blick auf das Landwasser-Viadukt, der Fahrt übers Wiesener Viadukt und am Bärentritt extra langsam fährt.

Daher kreuzt er in Glarus und nicht wie bei Regelzugfahrten in Frauenkirch mit dem Gegenzug.

Der Güterwagen war übrigens gut mit Fahrrädern gefüllt was vermutlich auch der seit über einem Jahr bestehenden Sperrung der alten Zügenstrasse wegen Unwetterschäden und Steinschlag zwischen Wiesen und dem Bf. Monstein geschuldet ist.

Das Personal hat offenbar spass daran den Nostalgiezug, welcher zum Regeltarif verkehrt, zu führen und zu begleiten.

Zurück nach Filisur geht es mit dem vordersten  Capricon der aus Landquart hoch kam.

Freundlicher weise macht der Lokführer die Jalousie hoch und so kann die Fahrt aus der Führerstandsperspektive genossen werden.

Und dann ist schon Filisur wieder erreicht.

Noch schnell die Zugkreuzug oberhalb des Hotels abgewartet und fotografiert und dann ist schon Zeit zum Abendessen.

Ich hatte vom letzten Besuch im Hotel, damals noch unter der Regie der Familie Uffer, noch ein „Mitbringsel“ im Archiv und zur Wiedereröffnung bzw. dem jetzigen Wiederbesuch mitgenommen.

Na dann, schau dir mal die alte Heimat an.

Auch wenn es nun rasch dunkel wird, was vom Zug nach St. Moritz aufgehellt wird.

Hier noch die Aufzeichnung mir vielen weiteren Bildern von der Wanderung duch die Viamala-Schlucht nach Thusis bei Komoot.

Hier der heutige Fahrplan dazu:

Ab 08:27 Alvaneu Dorf, Dorfplatz (B 183, Richtung: Lenzerheide/Lai, Post)
An 09:32 Chur, Postautostation

Umsteigen

Ab 09:58 Chur, Postautostation (B 171, Richtung: Bellinzona, Stazione)
An 10:35 Zillis, Dorf

Umsteigen

Ab 10:43 Zillis, Dorf (B 541, Richtung: Thusis, Bahnhof)
An 10:45 Zillis, Rania

Wanderung durch die Viamala-Schlucht

Ab 15:29 Thusis – Gl. 3 (IR 38, Richtung: St. Moritz)
An 16:00 Filisur – Gl. 2

Umsteigen in den Nostalgiezug

Ab 16:06 Filisur – Gl. 3 (R 11, Richtung: Davos Platz)
An 16:50 Davos Platz – Gl. 3

Ab 17:31 Davos Platz – Gl. 2CD (R 11, Richtung: Filisur)
An 17:56 Filisur – Gl. 3

Morgen geht es wieder nach Hause.

Schnüff… aber was will man machen.

Ausserdem beginnt in vier Wochen meine Sommerradtour2024, da muss man dazwischen noch auch was arbeiten  😉

Wandern, Bus und Bahn

So, heute war ich rechtzeitig wach und das Wetter spielt auch mit.

Also dann mal flott runter zum Landwasser-Viadukt und auf dessen Ostseite die Fotohornisse aufrüsten.

Entweder fuhr der Güterzug Richtung Engadin nicht oder so früh dass ich ihn verpasste. Aber der Bauzug Richtung Chur kam vorbei.

Und nachdem der Taktknoten der IR um 9 Uhr in Filisur noch mitgenommen wurde lief ich weiter zum benachbarten Viadukt über den Schmittner Tobel auf dem der Bernina-Express nach Tirano und der Glacier-Express nach Zermatt abgefangen werden konnte.

Danach geht’s auch schmalen Pfaden an Wiesen entlang Richtung Alvaneu.

Das Panoramafenster am Viadukt erschließt sich mir noch, aber weiter unten steht eines mit Blick zum Muchetta, dem Filisurer Hausberg, welches eher an eine Übungsanlage für Scharfschützen erinnert.

Der Wanderweg ist auch als Wasserweg ausgeschildert und nach dem kleinen Kraftwerk am Viadukt taucht hier nun ein kleiner Wässergraben auf der eine Fischzucht mit Wasser versorgt.

Und dann ist schon Alvaneu erreicht. Ursprünglich wollte ich bis Surava weiterlaufen, ändere aber meinen Plan und nutze den kurz darauf kommenden Postbus nach Filisur.

Die Haltestelle ist direkt am Bahnübergang gelegen und wie auch schon in Wiesen nur auf einer Seite ausgeschildert. Aber wer Postbus Fahrer kennt muss sich keine Sorgen machen auf der falschen Seite zu stehen. Die erkennen wer mitfahren will, egal wo.

Die Buslinie ist nichts für „Geradeausfahrer“, denn der Bus muß am Ortsende von Alvaneu Bad mittels Rückwärtsfahrt in eine Seitenstraße die Fahrtrichtung ändern, in Filisur hat es nicht nur eine Passage in der Ortsdurchfahrt durch die der Bus nur knapp durchpasst und am Bahnhof ist nochmal rückwärtsfahrt an die Haltestelle angesagt.

Auf Gleis 3 kommt in Filisur gerade der Nostalgiezug rein und rasch wird die Ge4/4 I umgesetzt.

Und natürlich nicht ohne Bremsprobe wird der Zug zur Rückfahrt nach Davos Platz bereit gemacht.

Ich entere aber den IR welcher heute ausserplanmäßig in Spinas hält und damit noch eine kurze Wanderung nach Bever drin sein sollte.

Der Arbeitswagen der Oberleitung hat über Nacht von Sameden nach Preda umgesetzt.

In Spinas herrscht schon Wallung. Pavillons werden aufgebaut, Personal eingewiesen usw. usf.

Ich nutze nochmal die Chance beide Tunnelröhren mit Gleisen abzulichten.

Die Weiche in der Verbindung ist noch in Richtung alter Tunnel festgelegt, das dürfte sich am Sonntag ändern.

Was mich erstaunt ist der absolut ungesicherte Übergang unmittelbar am alten Tunnelportal. Keinerlei Warnschilder und der Zugang bis hierher ist auch öffentlicher Bereich. In D absolut undenkbar.

Um den Bus in Samedan noch zu erreichen geht es nun strammen Schrittes talabwärts nach Bever.

An einigen Stellen liegt hier im Val Bever noch Schnee bis zum Talboden.

Der Zug nach Chur kann noch abgelichtet werden, das Wetter ist top und der Bach tost.

Und dann überrascht mich noch der Güterzug nach Sameden bevor dann noch der IR nach St. Moritz vorbei kommt.

Fast auf den Punkt komme ich kurz vor dem RE3 nach Samedan in Bever an.

Die Bahnfahrt ist nur kurz und ab Samedan geht es mit dem Postbus über den Bernina. Eine Verbindung die ich bisher noch nie gefahren bin, aber im Graubünden-Pass ist der Postbus mit drin. Darum, warum nicht.

Ab Bernina Lagalp liefern sich der Zug und Bus ein kleines Wettrennen Richtung Passhöhe.

Auf der Passhöhe, oberhalb der Bahnstation Ospizio Bernina, liegt auch noch einiges an Schnee, was aber etliche Rennradfahrer nicht von der Querung abhält.

Die Passstrasse ist auf der Südseite sehr von Kehrschleifen aber auch wunderbaren Ausblicken geprägt.

Wegen mehrerer Baustellenampeln wegen Sanierungsmaßnahmen an den Stützmauern hat sich der Bus gut 6min Verspätung eingefangen, ist aber immernoch vor dem Zug in Poschiavo angekommen.

Im Depot wird derweil einer der offenen Aussichtwagen bereit gemacht, die Schneeschleuder wartet unverändert auf den Winter.

Ich nutze die Zeit zum Einkauf im Coop. Getränkesouvenirs sind auf dem Plan.

Eindrucksvoll ist auch die Rampe in den Bahnhof hinein, den hier gerade der Zug nach Tirano passiert. Die einstigen Zugpferde der Berninastrecke ABe4/4 II Nr. 51 und 53 sind abgestellt und warten auf bessere Zeiten, oder den Verwerter.

Der Hofhund wartet derweil am Kopfgleis auf die  nächsten Rangiereinsätze.

Der Vorteil der Allegra auf der Berninastrecke ist dass man in den Triebwagen auch die Bernina-Express Garnituren zuschlagsfrei und ohne Reservation nutzen kann.

Und so geht es ohne Umsteigen Richtung Albula.

Das Wetter ist heute nördlich des Berninapass besser wie im Puschlav. Aber was heisst schon besser. Es ist warm und es regnet nicht. Was will man mehr.

Der langsam auftauende Lago Bianco fasziniert abermals.

Und schon rasch ist Pontresina erreicht. Der Mehrsystem-Allegra-Triebwagen rollt dabei abgebügelt direkt in das mit 11kV Wechselspannung überpannte Gleis 1 was  mit der 11 schon am Einfahrtvorsignal vorangezeugt wird. Bei Fahrt mit der 1,5 kV Gleichspannung wäre ein „=“ angezeigt.

Über Spinas, dem alten Albulatunnel und das Albulakarussel geht’s weiter nach Bergün wo der Glacier-Express mit der grünen Ge4/4 II gekreuzt wird und zudem eine der wenigen Kreuzungen von Personenzügen in Bergün ist. Das Gleis 2 besitzt hier nämlich nur einen eher rudimentären Bahnsteig.

In Filisur steige ich aber noch nicht aus.

Und fahre erstmal bis Tiefencastel weiter.

Erstaunt stelle ich fest dass das Stellwerk hier noch kein ESTW ist, der Stelltisch dient dem Schalterpersonal aber nurnoch zur Information oder Deko. Das Stellwerk wird aus Landquart ferngesteuert.

Der Bahnsteig 2 wird auch hier selten genutzt, erstaunlich ist dabei der nur mit Warnschildern gesicherte Zugang zum Gleis 2.

Mit gut 8min Verspätung wird kurz nach 18 Uhr Filisur wieder erreicht.

Heute wieder ein feines Abendessen mit Bündner Pinot Noir und Cup Colonel zum Abschluss.

Noch ein Fotomotiv mit dem beim letzten Besuch im „alten Grischuna“ erworbenen Likör.

Der ist dann morgen zum Abschluss fällig.

Die Aufnahmen zur blauen Stunde gehen nur Fr und Sa da dann um 22 Uhr nochmal gekreuzt wird. So bis Do ist nach 21 Uhr Betriebsruhe.

Zum Abschluss noch die Links zu Komoot

1. Wanderung zum Landwasser-Viadukt und Alvaneu.

2. Wanderung von Spinas nach Bever durchs Val Bever.

Morgen dann… Na schaun wir mal was am letzten Tag kommt.

Wiesener Viadukt und Engadin

Das Wetter sieht auch heute vielversprechend aus und nach dem Güterzug geht es erstmal runter zum Coop um die Wandergetränke aufzufrischen.

Danach geht’s strammen Schrittes zum Wiesener Viadukt um dort die im Regelverkehr eingesetzte historische Garnitur abzulichten.

Aber für den Capricon aus Davos zum 9 Uhr Taktknoten und dessen Rückfahrt ist bei Filsur noch Zeit.

Im weiteren Verlauf ab dem Schönboden, da wo Kühe Touristen Mustern, verläuft der Weg fast durchgehend und abseits der Bahnstrecke im Wald.

Das Schild hat mich irgendwie an die Parfümabteiung in Kaufhäusern erinnert. Ob das Konzept wirklich stimmt?

Diverse Baumreste liegen noch entlang des Wegs der erst vor zwei Wochen wieder freigegeben wurde laut www.schweizmobil.ch

Auch in der Luft ist etwas los. Kurz vor dem Wiesener Viadukt wird gebaut (Hangsicherung oder ähnliches) und ein Heli fliegt im permanenten Pendel gut 20 Behälter an die Baustelle.

Währenddessen kommt der 10 Uhr Zug aus Filsisur vorbei und um 10:46 kommt die „historische Garnitur“, geführt von der Ge 4/4 I 603 „Badus“ welche in gut zwei Monaten stolze 77 Betriebsjahre auf dem Tacho haben wird.

Und gut eine halbe Stunde später kommt der Zug wieder zurück. Der Heli hat seine Pendelflüge beendet und so bekommt auch die Fotohornisse ein klein wenig Ausflug.

Das Wiesener Viadukt überspannt mit einem Bogen mit 55m lichter Weite in über 80m Höhe das Landwasser.

Die Hippsche Wendescheibe welche früher die Einfahrt in den Bahnhof Wiesen sicherte steht wie immer auf freie Fahrt.

Der Fahrleitungstriebwagen parkt im Gleis 1 während die Manschaft einen vorgezogen Mittag im gut besuchten „Züga Beizli“ am Empfangsgebäude macht.

Leider ist hier keine Einkehr möglich, will ich doch noch ins Engadin und nach dem Nostalgiezug fährt der nächste Zug (dito Nostalgizuggarnitur) erst wieder um 15:46 Uhr.

Immerhin können die Oberleitungstruppen bis dahin ungestört arbeiten.

Und jetzt geht es erstmal stramm bergauf. Der Wegweiser gibt 1h Wegezeit bis in den Ort Wiesen an.

In der Schreinerei oberhalb der Station gibt es sogar Gleise die scheinbar früher um verbringen von grösseren Holzteilen diente.

Ab hier geht es auf einem Waldweg weiter.

Und der Weg führt zudem durch eine Weide.

Interessiert beäugen mich die am Wasertrog stehenden Kühe und als ich an ihnen vorbei bin setzen sie sich in Bewegung und folgen mir auf den Fuss. Mir wird leicht mulmig aber die kleine Gruppe hält immer etwas Abstand, verfolgt mich aber bis kurz vor das Ende der Weide am Ortseingang von Wiesen. Selten war ich so flott einen Berg strammen Schrittes hoch gelaufen.

Noch ein paar Höhenmeter sind zu bewältigen, hält der Ersatzbus doch nur an der Haltestelle Kirche und nicht der zum Bahnhof am Ortsrand näher liegenden Haltestelle Schluocht.

Dank des „Kuhsprint“ hab ich nich 20min Luft bis zum Bus der wenige Minuten verspätet ankommt aber trotz zweier Baustellenampeln den Bahnhof Davos Platz pünktlich erreicht.

Im Capricon geht es dann pünktlich und ebtspannt runter nach Klosters Platz.

Durch den Vereinatunnel wird das Engadin erreicht.

Was mir im aktuellen Capricon auffällt ist dass es im reine 2. Klasse Endwagen im Bereich hinter dem Führerstand eine Reihenbestuhlung mit eigenem kleinem Fenster gibt. Im 1. Klasse Endwagenn hat es hier nur zwei hintereinander liegende vis-a-vis Sitzgruppen mit zwei grossen Fenstern je Seite.

Und dann ist schon Ardez (und nicht Alvaneu wie es auf den nächsten Bildern steht) erreicht.

Bei der kleinen Kirche mit Friedhof westlich des Bahnhofs suche ich mir einen blütenreichen Fotostandort in einer Wiese für den Zug aus Scuol-Tarasp nach Pontresina. Auch hier hat der Lokführermangel zu Anpassungen geführt, so sind die meisten Direktfahrten aus Scuol-Tarasp nach Landquart (und Gegenrichtung) sistiert und es ist ein Umstieg in Sagliains nötig.

Leider drängt sich eine Wolke ins Bild und da der Güterzug aus Scuol schon durch ist wechsle ich den Standort auf die andre Bahnhifsseite.

Zurück am Bahnhof werden noch die Hilfsmittel begutachtet.

Das Engadin hinauf geht’s nach Samedan.

Die Wartezeit auf den Zug nach Filisur wird mit dem Gang zum Coop überbrückt und pünktlich geht’s Richtung Albula.

In Spinas ist schon das Festzelt für die geladenen Gäste zur Tunneleröffnung aufgebaut und bestückt.

Die Kehrtunnel bei Preda werden derzeit saniert was nicht gerade kleine Installationsplätze mitten im Nirgedwo nötig macht.

Da etwas Wind aufkommen vom Hotel aus auch mal ein Zug mit Bündner Flagge ablichtbar.

Abendessen mit Bündner Riesling begleitet und auf dem Verdauungsspaziergan erwische ich noch den Güterzug aus Sanedan.

Und dann bricht beim vorbereiten des Tagesbericht langsam die Nacht herein.

Hier noch der Link zur Wanderung nach Wiesen bei Komoot, wie gewohnt mit noch mehr Bildern.

Morgen werde ich mal das Landwasser-Viadukt „von hinten“ versuchen.

Bei Regen und Sonne durch drei Sprachgebiete

Vormittags sagte der Wetterbericht noch Regen voraus, daher halt erstmal mit dem Bus über den Julierpass und dann weitersehen.

Aber zuvor erstmal zum örtlichen Coop und Vorräte aufnehmen und um kurz nach 10 geht’s erstmal nach Tiefencastel wo bereits die Anschlussbusse in diverse Richtungen warten.

Durch den Regen, vorbei am Wintersportort Savognin und in den kleinen Orten weiter oberhalb auf einer bisweilen schmalen Strasse geht es das Tal der Gelgia hinauf. An der Haltestelle Sur Plazza della Posta hat es eine eierlegende Wollmilchsau als Geschäft.

Postfiliale, Lebensmittel, Grünzeug, regionale Käse und Wurst, Cafe, Bushaltestelle und natürlich Kommunikationspunkt für die Dorfbewohner.

Am Stausee Lai da Marmorera vorbei wird Bivio erreicht. Hier enden die stündlich verkehrenden Busse aus Tiefencastel. Nach St. Moritz fahren über den Julierpass aktuell nur zwei Busse (11:12 und 15:12 Uhr), ab Ende der Woche dann ab 9:12 fünf im 2h Takt.

Der Anschlussbus kommt aus St. Moritz an und fährt sofort zurück.

Kurz vor der Passhöhe geht der Regen in Schneeregen über, wird aber dann auf der Engadiner Seite kontinuierlich weniger.


Der Bus kam in St. Moritz trotz einer Baustellenampel mit Minus 8 an.

Ursprünglich hatte ich vor den Bahnwanderweg von Preda nach Bergen zu laufen, da es im Engadin jedoch noch leicht und laut Regenradar im Albulatal stärker regnet plane ich um auf die Berninabahn.
Und durch die Verfrühung des Busses konnte sogar der Zug nach Tirano 1h früher wie laut Fahrplanauskunft erreicht werden, was sogar eine Fahrt bis Tirano erlauben würde.

Auch am Bernina liegt noch einiges an Schnee. Der Regen lässt langsam nach.

Die Skipiste vom Divolezza herunter ist bis auf gut 400m vor der Talstation noch fast komplett vorhanden aber nstürlich nicht mehr fahrbar.

Aber auch Wandern ist ab Bernina Lagalp ob der nicht unerheblichen Schneeflocken eher Chancenlos.

Auf dem Lej Pitschen, Lej Nai und Lago Bianco am Berninapass hat es noch üppige Eisflächen.

Gefühlt liegt nun Anfang Juni noch mehr Schnee wie 2023 Anfang März während der debx2023 Tour.

Ab Alp Grüm ist der Schnee auf dem Rückzug und einige Wanderer wagen sich auf den Weg nach Cavaglia. Nee, das wäre mir zu matschig.

Der Ausblick ins Puschlav ist vielversprechend und immer öfter kommt sogar die Sonne heraus.

Die RhB saniert derzeit diverse Tunnel auf der Berninastrecke und hat dazu am ehemaligen Haltepunkt Privilasco einen Installationsplatz mit Gleisanschluss angelegt.

Die Schneefräse steht in Poschiavo bereit, wird aber hoffentlich vor dem Spätherbst nicht mehr zum Einsatz kommen müssen.

Das Wetter wird immer besser und bald wird nach dem Passieren des Lago Poschiavo Brusio erreicht.

Also wird kurzfristig nochmal umgeplant. Der Weg zum Kreisviadukt sollte 15min sein, die Auskunft zeigt für das Zeitfenster bis zur Rückfahrt nach Filisur einen Bernina-Express und einen Regionalzug nach Tirano an. Na dann… hinab zum Viadukt.

Der Wanderweg ist eher ungepflegt aber schön bahnparallel gelegen sowie vorbei an steinernen „Iglus“, alte Lagerräume für temperaturempfindliche Lebensmittel, zwischen denen es in der Tat kühler wie drumherum ist.

Die grössere Gruppe Koreaner bewegt sich dankenswerter weise Weise ausserhalb meines Fotoausschnitts.

Deren Guide hatte wohl gespannt dass ich mit ihrer Gruppe, die über die Hauptstrasse herlief, in Brusio ankam aber nun vor ihnen da bin. 😉

Die Gruppe kehrt nach dem Bernina-Express zurück zum Bahnhof, ich warte noch den Regio ab.

Strammen Schrittes geht’s zurück zum Bahnhof wo auch die Reisegruppe wieder wartet.

Der RE nach St. Moritz kreuzt hier mit einem Bernina-Express was eine weitere Wanderergruppe nervös werden lässt da dieser auf Gleis 1 einfährt und man befürchtet das der bergwärts fahrende Zug dann nicht erreicht wird. Es war etwas Überzeugungsarbeit nötig diese am Hausbahnsteig zu halten, nicht dass die Reisegruppe dann auch noch auf den schmalen Bahnsteig des Gleis 2 marschiert.

Und natürlich steht der RE noch nicht als der Bernina-Express losfahren, so wie man es halt in CH kennt.

Und dann gemütlich wieder hinauf zum Berninapass.

Die Gruppe stieg übrigens in Le Prese schon wieder aus.

Und weiter den Berg hinauf…

Der Schnee hat übrigens einiges vom Saharastaub abbekommen so rötlich gepudert wie er aussieht.

In Lagap kreuzt dann der Allegra ABe 8/12 3514 als „Ahnenzug“ im historischen Berninabahn/RhB Lack. Macht sich gut die Lackierung.

Der RE hat gut 4 Minuten Verspätung aber der Anschluss in Pontresina ist davon nicht gefährdet  und mit einer Doppeltraktion Capricon geht es nach Samedan.

Ab Samedan dann im von einem Allegra geschobenen „Gemischtwarenzug“ weiter Richtung Albula.

Am Sonntag geht der neue Albulatunnel II in Betrieb, aktuell ist er schon für ein Gleis angebunden und entsprechende Gleisstücke zum vollständigen Anschluss liegen bereit. Irgedwie sieht es aus als sei das alte Dienstgebäude in Spinas im Weg, oder es werden später die Gleise nochmals ein wenig anders verschwenkt.

Der Hilfsbahnsteig vor dem Tunelportal ist vermutlich für die Prominenz bei der offiziellen Eröffnung am 9.5.2024.

Auch in Preda ist alles vorbereitet. Aktuell ist der alte Tunnel nur über Gleis 3 und der neue über Gleis 2 erreichbar und die finale Verschwenkung vorbereitet. Neu hat es ein separates Kopfgleis 1 für die Schlittelzüge.

Da somit derzeit nur eine Bahnsteigkante zur Verfügung steht muss der Gegenzug erstmal vor dem Bahnhof warten.

Es nieselt leicht und bei tief hängenden Wolken geht es nun durchs Albulakarussel hinunter nach Bergen.

Die tief hängenden Wolken generieren ein interessantes Panorama bei Bergün.

Kurz vor Filisur wird im hoch oben am Berg liegenden Betriebsbahnhof Stuls noch die Kreuzung mit dem Glacier-Express abgewartet um Filsur dann mit wenigen Minuten Verspätung zu erreichen.

Drei CHF pro Nacht und Zimmer. Was für Preise,  gut zu der Zeit wäre das mit heutigen Preisen verglichen auch eher 150 oder mehr CHF gewesen.

Abendessen mit Apfel-Orange Suppe und „Riz Casimier“ keine Ahnung wann ich das zum letzten Mal hatte.

Dazu ein Riesling Silvaner aus der Bündner Herrschaft und Rhäzünser.

Besser wie die Biersimulation von Feldschlösschen.

Und auch heute ist die laut Menüblatt „Gebrannte Creme“ etwas anders. Vermutlich ein Running Gag des Koch und die steht die ganze Woche drauf und gibt es erst am Samstag… oder gar nicht. 😉

Der Wetterbericht sieht für Di bis Do gut aus und erst ab Fr soll es wieder etwas feuchter werden.

Noch ein bißchen Fotofuzzen vom Flurbalkon bzw. Zimmerfenster aus.

Der letzte Zug des Tages nach Chur wird vom silbernen „Champgner“ Capricon geführt. Das beleuchtete Bündnerwappen, da hatte ein Designer bei Stadler und der RhB wohl Freigang.

Morgen gehe ich, wenn das Wetter wird wie vorausgesagt, vsl. in die Vorderrheinschlucht.

Hier noch der Link zu Komoot vom Spaziergang zum Kreisviadukt von Brusio mit weiteren Bildern.

Sowie hier der Fahrplan von heute:

Ab 10:01 Filisur – Gl. 1 (IR 38, Richtung: Chur)
An 10:15 Tiefencastel

Fussweg

Ab 10:20 Tiefencastel, staziun (B 577, Richtung: Bivio, posta)
An 11:07 Bivio, posta

Umsteigen

Ab 11:12 Bivio, posta (B 182, Richtung: St. Moritz, Bahnhof)
An 11:50 St. Moritz, Bahnhof – Kante D

Der Bus kam mit Minus 8 an.
Daher wurde der Zug nach Brusio 1h früher erreicht.

Ab 11:48 St. Moritz – Gl. 7 (R 19, Richtung: Tirano)
An 14:02 Brusio

Ab 15:16 Brusio – Gl. 2 (RE9, Richtung: St. Moritz)
An 16:53 Pontresina – Gl. 3

Umsteigen

Ab 17:02 Pontresina – Gl. 1 (R 15, Richtung: Sagliains)
An 17:09 Samedan – Gl. 3

Umsteigen

Ab 17:15 Samedan – Gl. 2 (IR 38, Richtung: Chur)
An 17:59 Filisur – Gl. 1

In Schlangenlinie nach Filisur

So, Schaffhausen ist abgefragt aber heute direkt nach Filisur zu fahren wäre zu langweilig.

Kurz vor 8 Uhr geht’s zum Bahnhof wo such ein Kiss-IC und ein IC2 geade Ausruhen.

Mit dem RE2 Dosto fahre ich nach Konstanz. Das Wetter ist weiterhin eher „Naja“ aber immerhin keine Wolkenbrüche und Dauerregen usw. die aktuell insbesondere in Bayern aber auch in BaWü weiter nördlich für Überschwemmungen und Erdrutsche sorgen.

Meine Anschluss „S-Bahn“ fährt am selben Bahnsteig wie der RE2 ein. Eigentlich ist es aber ein RE denn er hält, im Gegensatz zur 10min früher vom Gleis 2 fahrenden S-Bahn Richtung Weinfelden, nicht überall sondern nur in Kreuzlingen.

Der Bahnhof Kreuzlingen liegt im südlichen Teil bereits in der Schweiz, kurios sind die beiden direkt nebeneinander liegenden Bahnübergänge. Der nördliche nach deutscher und der südlichere nach schweizer Norm ausgestattet. Zwischen den Bahnübergängen liegt die Landesgrenze.

Hinter Kreuzlingen geht es stramm aufwärts und es eröffnet sich der eine oder andere Blick zum Bodensee.

Genau so stramm geht es dann auch wieder runter nach Weinfelden.

Die S-Bahn nach Gossau ist in der SBB App mit Ziel St. Gallen angegeben, am Zugzielanzeiger steht jedoch St. Magrethen und der Umsteigebahnhof Gossau bleibt unerwähnt. Etwas verwirrend aber er fuhr mich trotzdem gut nach Gossau. Die Flüsse und Bäche sind gut gefüllt und am Ufergras kann man erkennen dass der Stand noch höher gewesen sein muss.

So, Umsteigen in Gossau auf die meterspurigen Appenzeller Bahnen.

Der Buffetwagen, nein nicht der Coop Container, steht schon bereit.

Buffetwagen? Ja, in Kooperation mit der Brauerei Locher aus Appenzell finden im Juni Sonntags drei Pendelfahrten mit diesem zwischen Gossau und Wasserauen statt.

Der Wagen wird dabei den regulären halbstündigen verkehrenden Regionalzügen ähm S-Bahnen der Linie 23 angehängt.

Der Zug wird mit dem Wagen zum „Quöllfrisch Express“ und ist ohne Reservierung und ohne Zuschlag nutzbar.

Das erste Bier (oder alternativ auch Wasser bzw. Saft) ist gratis und wird schon serviert als der Wagen nich nicht angekurbelt ist. Dazu hat es auch noch Gratis Chips. Man kann nicht meckern.

Es war eine gute Idee früher anzukommen, so war freie Platzwahl denn kurz vor Abfahrt kommt im Taktknoten ein grosser Schwung Fahrgäste an und der Wagen ist gut besetzt.

Pünktlich geht’s los und das „Ginger Beer“ wird auch getestet das mit Ingwer vertraut wird. Süffig aber recht Scharf das ganze. Die 0,33 Flasche kostet 2,- CHF was ein sehr akzeptabler Preis ist und der Verkauf im Zug läuft gut.

Und das kurz nach 10 Uhr 🙈

Durchs schöne Appenzeller Land geht es weiter und ein Blick auf die Brauerei ergibt sich auch.

Pünktlich wird dann Wasserauen erreicht.

Nach dem Ausstieg der meisten Fahrgäste, manche bleiben sitzen und klopfen ein paar Runden Jass, zieht der Triebwagen ins Stumpfgleis vor und hängt den Wagen hinter dem Zielsignal ab und setzt zur Rückfahrt nach Gleis 2 um.

Der nächste Zug in einer halben Stunde wurd den Wagen wieder nach Gossau mitnehmen.

Die planmäßige Wendezeit von 6min reichte für das Manöver nicht und so wird Wasserauen mit +4 verlassen.

Aber bis Herisau ist die Verspätung wieder abgebaut.

In Herisau ist Umsteigen zur SOB angesagt und mit dem Stadler Traverso als Voralpen Express, wie er auch auf der Gotthard Bergstrecke eingesetzt wird, geht es mit einem Kaffee aus dem Automaten Bistro rüber zum Zürichsee.

Über Uznach und Rapperswil wird über den Seedamm Pfäffikon erreicht.

Schön wie gering die Bahnsteigspalten sind, insbesondere da in CH die Bahnsteighöhe konsequent bei 55cm liegt und damit niederflurige Fahrzeuge immer ebenerdig Zugang gewähren.

Mit knapp über einer halben Stunde ist der Umstieg ungewöhnlich lang, was aber vsl. einer Baustelle geschuldet ist, wie der Hinweis zu Fahrplananpassungen in der SBB vermuten lässt.

Währenddessen kommen diverse S-Bahnen und IC bzw. IR vorbei.

Und dann kommt der IR35 nach Chur, der wieder mit einem Traverso geführt wird.

Ich mag den Travrso, sozusagen der Luxus Stadler Flirt2, und so geht’s bequem und zügig am Walensee entlang Richtung Rheintal.

Und dann ist auch langsam Landquart erreicht und in der Ferne grüssen aus dem Prättigau frisch verschneite Berggipfel.

In Chur dann durch die Unterführung im Metespurteil, während sich der Traverso auf die Rückfahrt vorbereitet. Wegen der Baustelle bei Pfäffikon enden die RailJet aus Wien aktuell in Chur und nicht in Zürich.

Die Mitte April frisch im historischen grünen Lack revidiere Ge 4/4 II 611 «Landquart» führt den RE nach St. Moritz, der zudem vollständig aus konventionellen Wagenmaterial, inkl. Gepäckwagen mit Heizleitungstrafo, besteht.

Und dann die wohlbehalten Strecke über Reichenau und Thusus hinauf ins Albulatal.

Und es kommt sogar mal hinter Thusis die Sonne raus. Und der Schwabe würde jubeln, es ist Kehrwoche 😀

Konkret hat es baubedingt eine Engstelle und wer sich zu weit rausgeht wird freundlich von den Besen ermahnt den Rüssel einzuziehen.

In Filisur steht der Nostalgizug, welcher zuschlagfrei im Regelfahrplan zwei mal am Tag zwischen Davos und Filisur pendelt bereit. Es dürfte die letzte Saison der Ge4/4 I werden.

Dann mal ab ins Hotel.

Schön dass das Grischuna wieder geöffnet hat.

Aber bis zum Abendessen ist noch Zeit und so laufe ich zum südlichen Ausichtspunkt auf das Landwasser-Viadukt.

Hier der Link zu Komoot mit weiteren Bildern vom kleinen Spaziergang zum Viadukt.

Wegen Lokführermangel hat die RhB die Linie durch die Zügenschlucht zwischen Davos und Filisur geopfert und so verkehren nur bis zum frühen Vormittag und ab späteren Nachmittag der Zug und von 11 bis 15:30 ein Ersatzbus. Erinnert irgedwie an das Opfern der RB66 nach Pfungstadt bei Vias.

Die Kundschaft findet die Einschränkung offensichtlich nicht gut und das zu Recht.

Imnerhin auf der Albulalinie kommt noch zuverlässig der Zug vorbei. Zunächst der Glacier Express bevor dann der reguläre RE nach St. Moritz kommt.

Nach dem historischen Zug um 16 Uhr verkehrt noch ein Pendel um 17 und 18 Uhr nach Davos, danach wieder SEV…

Abendessen im Hotel, leider hat es nur Feldschlösschen. Calanda oder Engadiner Bier wäre mir lieber gewesen.

Aber das Essen ist gut.

Nochmal eine Runde zum Bahnsteig, vorbei am am Schalter für die Instandhaltung, um mal das klassische Foto mit Zug und Hotel zu machen.

Noch den SEV Bus geknipst und langsam wird es während ich den Tagesbericht scheibe Nacht.

Na dann. Gute Nacht. Mal segen was das Wetter morgen so bringt.

Zum Abschluss noch der heutige Fahrplan:

Ab 07:52 Singen (Hohentwiel) (RE2, Richtung: Konstanz)
An 08:16 Konstanz

Umsteigen

Ab 08:35 Konstanz – Gl. 1B (S44, Richtung: Weinfelden)
An 08:59 Weinfelden – Gl. 1

Umsteigen

Ab 09:05 Weinfelden – Gl. 5CD (S5, Richtung: St. Gallen)
An 09:39 Gossau SG – Gl. 3

Umsteigen

Ab 10:21 Gossau SG – Gl. 11 (S23, Richtung: Wasserauen)
An 11:12 Wasserauen – Gl. 1

Umsteigen

Ab 11:18 Wasserauen – Gl. 1 (S23, Richtung: Gossau SG)
An 12:00 Herisau – Gl. 11

Umsteigen

Ab 12:13 Herisau – Gl. 1 (IR, Richtung: Luzern)
An 13:01 Pfäffikon SZ – Gl. 6

Umsteigen

Ab 13:38 Pfäffikon SZ – Gl. 5 (IR 35, Richtung: Chur)
An 14:43 Chur – Gl. 7

Umsteigen

Ab 14:58 Chur – Gl. 10 (IR 38, Richtung: St. Moritz)
An 16:00 Filisur – Gl. 2
–
Dauer: 8 h 08 min

Durchs Centovalli nach Alp Grüm

Heute war nach schönen Tagen in Brig wieder ein Stellungswechsel angesagt und daher war in Brig der EC um 7:44 Richtung Venedig, ein ETR610 aber wenigstens mit SBB Ausstattung, bis Domodossola angesagt.

Dass das Hotel so nahe am Bahnhof liegt war hierbei für entspanntes Frühstücken von Vorteil.

Pünktlich wurde dann auch das italienische Domodossola erreicht.

Hier war dann Umsteigen in den Untergrund zur von der italienischen SSIF und der schweizer FART in Kooperation betriebenen Centovallibahn nach Locarno angesagt.

Der Zug ist im Fahrplan als PE, also Panorama Express, dargestellt und so wurde angenomnen bzw. befürchtet dass einer der unseligen Traktionen aus den Schneewittchensärgen aus 1x ABe4/4 und 2x Be4/4 von 2007 das zudem zuschlagpflichtige Fahrzeug für die knapp zweistündige Fahrt auf der 52km langen meterspurigen Strecke wird.

Zur Freude aller Mitreisenden der Gruppe kam dann aber der ABe8/8 Nr. 21 von 1959 in die Station einrollte.

Die Reservation für unsere Gruppe war an den Kopfstützen zu finden und kurz darauf ging es mit dem Fahrzeug mit seiner eigenwilligen Wandgestaltung los nach Locarno.

Die Strecke führt zunächst quer durch das breite Tal der Ossola um dann an dessen östlichen Rand mit recht bemerkenswerten Steigungen und Kerhrschleifen an Höhe zu gewinnen um sich anschließend oberhslb des tiefen Tals der (des?) nach Domodossola fliesenden westlichen Melezza nach Santa Maria Maggiore zu schlängeln.

Ab dort wird der zum Lago Locarno fließenden östlichen Melezza gefolgt welche später das dem Zug namensgebende Centovalli durchquert.

Einige Zeit wird das Tal relativ breit bevor es bus zur schweizer Grenze zunehmend enger, tiefer und schroffer wird.

Leider ist das spektakuläre Centovalli zwischen Camedo und Intragna kaum sinnvoll fotografierbar. Das Auge nimmt es aber begierig auf.

Hinter Intragna wird spektakulär das Tal des Isorno gequert bevor es von Palmen begleitet nach Ponte Brolla geht wo einstmals die Maggiatalbahn abzweigte und sich der namensgebende Fluss tief in die Felsen eingeschitten hat.

Und dann ist auch schon Locarno mit seinem parallel zum oberirdischen SBB Bahnhof liegeden Tiefbahnhof der Centovallibahn erreicht.

Weiter geht’s mit dem Treno Gottardo der SOB, unter Optimierung des Koffeinpegels,bis Bellinzona.

Auf Grund von aktuell nicht erkennbaren aber aus früheren Touren bekannten Fastnachtsumtrieben sind die Bushaltestellen in die unterhalb des Bahnhofs liegende Parallelstrasse verlegt wo auch pünktlich der Expressbus nach Chur ankommt und der Postbuschauffeur sich persönlich um das Verstauen des Grossgepäcks im Bauch des Busses kümmert.

Ist das nun auf dem Weg zum San Bernardino das Misox im unteren Teil noch rekativ flach so ändert sich dies geradezu Schlagartig ab Mesocco. Schade dass die schon seit 2016 endgültig stillgelegte Misoxer Bahn nie bis Thusis erweitert wurde. Der Abschnitt zwischen Mesocco und San Bernardino wäre dem eines Albulas oder Bernina bestimmt ebenbürtig geworden.

Nach dem Ort San Bernardino geht es im 6,6km langen Tunnel unter dem namensgebenden Pass hindurch ins Hinterrheintal. Auch hier hat sich der Winter recht rar gemacht, wenngleich etwas mehr Schnee liegt wie im Misox.

Durch das Hinterrheintal und somit auch der Via Mala Schlucht aber dirt zumeist im Tunnel geht’s hinauf nach Thusis …

… wo es laut Fahrplan den heutigen kritischen, da mit mit 4min recht knappen Anschluss Richtung Albula hatte, aber der Bus war gut 5min zu früh in der Postautostation was das Umsteigen sehr entspannt machte.

Laut Fahrplan verkehrte der RE nach St. Moritz als Ersatzkomposition und bestand daher nicht aus einem Albula Gliederzug plus Verstärkerwagen sondern vollständig azs den typischen RhB Einheitswagen.

So konnte nun bei erneuter Koffeinaufnahme die Landschaft bei weiterhin bestehenden „Kaiserwetter“ genossen werden.

Filisur wird passiert und die Rodelbahn Peda – Bergün ist trotz eher schwacher Schneelage offen und benutzt. Aber diverse Eis, Schneematsch auch schneefreie Stellen sind auszumachen.

Das neue Albulatunnel geht in den Endspurt, auf der Nordseite in Preda läuft der Rückbau der Bauinstalationen an und in Spinas muss vsl. noch ein Gebäude weichen welches noch in der zukünftigen Tunnelzufahrt steht. Nochmal umsteigen in Samedan, was trotz 5min Verspätung problemlos klappt, und Pontresina ist erreicht.

Fahrt Frei und so startet die letzte heutige Etappe nach Alp Grüm bei bestem Wetter und tollen Aussichten nach rechts und links sowie durch den Führerstand auf die Stecke.

In Ospizio Bernina grüssen hinter dem „Minitunnel“ der Remise bereits das Puschlaver Berge und kurz darauf ist Alp Grüm erreicht.

Zeit für eine Ovo auf der Terasse und ein paar Fotos. Diesmal habe ich das Zimmer „Bernina“ mit Blick uim Bahnsteig und nach Sassal Masson (letzteres siehe Beitragstitelbild).

Langsam dämmert es und vor dem Abendessen können noch ein paar Bilder gemacht werden.

Due Schneehöhe an der offiziellen Messstelle ist deprimierend.

Noch den 18:53 nach Poschiavo abgelichtet bevor es zum Abendessen geht, mit Pizzoccheri und Bündner Rotwein aus Malans.

Morgen soll das Wetter nicht ganz so sonnig werde, aber mal schauen was es so bringt und wo es am „freien Tag“ dann hin geht.

Das Tal der Albula hinauf

Heute mit der kürzesten Etappe, aber dafür mit den meisten Höhenmetern der ganzen Tour, gibg es von Fürstenaubruck hinauf nach Preda.

Für die ganz ungeduldigen gibt es hier gleich mal den Link zur 10. Etappe bei Komoot.

Laut Planung wären es 43km und 1.810m aufwärts unf 680m abwärts gewesen und es sind es am Ende 44,9km mit 1.670m hoch und 570m bergab.

Aber nun erst mal von Anfang an.

Nach dem guten Frühstück, Käse und Schinken gab es auch noch, und netten Gesprächen mit anderen per Rad bzw. per Wanderschuh unterwegs seienden Frühstückgästen geht es nach dem Aufrüsten direkt „in die Rampe“ um rechts der Albula in die Schynschlucht einzusteigen.

Die Hauptstraße und die Bahnlinie verlaufen am linken Hang. Veloland.ch empfiehlt auf dem Veloweg 6 wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der Tunbels nicht die Hauptstraße zu nehnen sondern den Zug von Thusis bis Tiefenkastel.

Daher weiche ich auf die Mountainbikeroute 1 aus.

Momentnal? MTB? Ich bin doch „nur“ mit dem Tourenrad unterwegs. Aber ja, das ist zu schaffen und zur Not wird geschoben. Im Zweifelsfall auch bergab. Schlechter wie der Weg gestern am Rhein kann es der Beschreibung und Berichten im Netz nach nicht werden.

Also geht es erst mal auf gut ausgebauten und geteerten Wegen kurz nach dem Hotel mit über 10% bergauf bis dann mal eun wenig flachere Erholung kommt.

Schade dass in den Fotos die Steilheit nie so richtig herauskommt.

Der Vorteil wenn es weit am Hang nach oben geht? Die Ausblicke sind gut. Das wurde mir gestern kurz nach dem Kunkelspass von einem Radler aus der französischen Schweiz schon angekündigt der den Abschnitt der Schynschlucht schon fuhr. Und das alles ohne Elektrounterstützung. Respekt!

Aufpassen heißt es bei den vielen Entwässerungsrillen welche stabil und für die Ewigkeit aus alten Bahnschienen hergestellt sind.

Alsbald ist es vorbei mit der asphaltierten Strasse und der Weg wird schmäler und noch steiler womit irgendwann Schieben angesagt ist und mir gestern auch schon angekündigt wurde. Teils war es auch sinnvoll bergab zu „schieben“ da die Neigung und Beschaffenheit des Weges nicht ganz für ein voll beladenes Tourenbike taugt.

Aber die Ausblicke entschädigen dafür. Auch die Sonne meint es gut und treibt die Temperaturen weit in die oberen Bereiche der 20er.

Zur Umfahrung einer Steilwand gibt es ein abschnittsweise relativ niedriges Tunnel mit automatischer Solarbekeuchtung.

Je tiefer und auch höher es in der Schynschlucht hineingeht umso toller werden die Ein- und Ausblicke.

Kurz bevor das Tal beim Bf Solis und kurz vor der Kapelle Pleuna etwa breiter wird findet sich auf Höhe von Mutten wo auch mal versucht werden konnte einen der wie auf einer Modellbahn in Spur Z aussehenden Züge anzufangen. Na wer erkennt den Zug auf den Bildern?

Gut einen halben Kilometer vorher gibt es eine ebenfalls gute Fotostelle, aber zu der wollte ich gerade wegen der starken Neigungswinkel nich zurück und dann wieder den Berg hoch. Naja, da kann man ja auch irgendwann mal hinwandern.

Jetzt geht es weniger steil durch die oberhalb der Station Solis auf einem Sonnenhang liegenden Örtchen Muldain und Zorten.

Und ab Zorten wurde wieder mal heftig die Bremse verschlissen, galt es doch etliche hunderte Höhenmeter hinunter nach der Soliser Brücke „runterzubremsen“.

Der Fahrstil der örtlichen PKW usw. fahrenden kann getrost als „sportlich“ bezeichnet werden. Nicht umsonst scheint das Kennzeichen GR für Graubünden aber auch für „Gebirgsrowdy“ zu stehen.

Ich komme passend für die IR von und nach St. Moritz an der Soliser Brücke an.

Mittlerweile fahren diese IR komplett mit den Alvra Gliederzügen mit dem Steuerwagen auf der Seite Chur. Die Traktion besorgen dabei die Ge 4/4 III oder Allegra Triebwagen. Neustwerden noch 2 bis 3 konventionelle Wagen mitgeführt oder halt auch ein dunkelblauer Gourmino Speisewagen.

Anschließend Einkehr beim benachbarten Restaurant Solisbrücke.

Die Sonne knallt herunter, da kommt Rivella genau richtig, wie auch ein Bündner Salsiz „light“.

Einziger Wermutstropfen ist dass ich drei einen Güterzug mit Ge 6/6 II auf dem Viadukt verpasse. Naja, man muss auch Opfer bringen. 😎

Danach geht’s wueder hinauf nach Alvanschein. Von der Spitzkehre der Straße aus ergibt sich wueder eine 1a Modellbahnperspektive auf den IR nach St. Moritz.

Der schon seit Jahren geschlossene Einzelhandelsladen von Alvaschein trägt immernoch den Schriftzug der nicht mehr existenten Usego welche viele der Dorfläden versorgte. Deren Platz hat heute teils Volg übernommen.

Hinter Alvaschein geht’s wieder runter zur Kirche Mistail und drei vorbei an einem recht massiven Tor mit zugehörigen Zweckgebäude. Dass eines der parkenden Autos eun blaues Kennzeichen mit „M“ für Militär besitzt ist bestinnt reiner Zufall. 😉

Die Kirche von St. Peter Mistail ist eines der ältesten Kirchengebäude der Schweiz mit einer Geschichte zurück bis um das Hshr 800 herum. Ich verzichte aber auf eine Besichtigung, zumal diese „schwer bewacht“ ist.

Auf dem schmalen Weg geht es hinunter zur Bahnstrecke und wurde gleich noch der IR nach Chur „abgefangen.

Zwischen Tiefenkastel und Surava gelingt ein Notschuss auf einen Richtung Chur fahrenden Güterzug. Die Güterzug der RhB befinden sich im Wandel. Weg vom klassischen Güterwagen. Zumeist bestehen diese zu 2/3 aus Tragwagen für Container oder Wechselpritschen.

Es geht also mit dem Güterverkehr in der Fläche, wenn es denn politisch gewollt ist.

Und es geht weiter Bergauf. Auf Höhe von Alvaneu Bad wurde beim Rad- und Grillplatz am dortigen Brunnen der zur Neige gegangenen Getränkevorrat aufgefrischt was mir den „anstieg“ zum Coop in Filisur erspart.

Ging es zwischen Tiefencastel und Filusur nur sehr moderat nach oben so beginnt ab dem ehm. Gasthaus Bellaluna der Anstieg über den Geländeabsatz nach Bergün. Da der Akku auf 15% ging wurde er sicherheitshalber gleich hier gewechselt um die anschließende Rampe mit voller Kapazität zu bewältigen.

„Gewarnt“ wird vor der Steigung aber bereits früher kurz nach dem Schotterwerk.

Stetig mit um die 6 bis 10% windet sich die Strasse hinauf zur Engsgelle am Bergünerstein.

Die Wegeführung ist schon sehr gewagt und elegant zugleich. Von der Strasse heruntergeschaut ist der Talboden nicht mehr zu sehen.

Nach dem Bergünerstein wird es wieder flacher und am Glatscherastunnel welches letztes Jahr im Herbst im zuge der debx-Exkursion begangen werden durfte findet sich noch ein Fotomotiv.

Gut zu sehen ist dass stärkere Bewölkung aufkommt. Für nach 17 Uhr sind Gewitter angesagt. Ob es wieder eine Dusche gibt? Aber immerhin ist Preda auch nicht mehr so weit weg.

Das Dorf Bergün ist geradezu in der Zeit stehengeblieben. Sehr viel alte Bausubstanz und dazu gut integrierte neuere Bauten. Es ist auch einiges los im Ort und im Dorfladen wird noch schnell der Getränkevorrat ergänzt.

Es zieht sich immer mehr zu und erstes Gewittergrummeln ist zu vernehmen. Daher spute ich mich ein wenig.

Aber auch ohne Sonnenschein macht die Landschaft einen tollen Eindruck und angenehner sind die Temperaturen nun sowieso.

Auch wenn das „Unheil“ in Form von Regen immer näher kommt, die paar Minuten am Albula Viadukt 1 und dem Rugnux Kehrtunnel für den aus Tirano kommenden Bernina-Express müssen gewartet werden.

Und schon kurz darauf fängt es leicht an zu tröpfeln und kurz vor Preda fängt es richtig an zu schiffen. Naja, nass bin ich jetzt, aber nicht bis auf die Knochen wie bei Waldshut.

Zimmerbezug im Hotel Preda Kulm mit Baustellenausblick und „füllen der Minibar“. Das Kaltwasser macht hier seinem Namen alle Ehre. Noch etwas kälter und es kämen Eiswürfel aus dem Hahn.

Und da auf Regen meist Sonne folgt noch eine kleine Runde über den Bahnhof gedreht.

Derzeit ist das Gleis 2 abgebaut und man baut wohl am neuen Bahnsteig, zudem sind das Empfangs- und andere Gebäude eingerüstet und werden renoviert. Der Albulatunnel 2 geht in die Zielgerade. Nicht mehr lange werden die Züge aus dem alten Tunnel kommen.

Das Infozentrum hat auch geöffnet.

Aber jetzt ist erst mal Zeit für die Halbpension.

Karottensuppe mit viel Sahne, ein üppiger Salat und sehr sättigende Capuns Sursilvans. Aber für ein Eis mit Steinbock ist natürlich noch Platz.

Das Hotel ist auch vom der benachbarten Tunnelbaustelle gut besucht bzw. zur Übernachtung gebucht.

Gian und Giachen stehen derweil im Treppenhaus herum und ich mach noch schnell den Versuch mit Fotos vom letzten Zug des Tages (Richtung St. Moritz) zur einsetzenden blauen Stunde.

So, morgen geht es über den Albula ins Engadin. Mal sehen was das Wetter so bringt.

Heimreise

Das gute am Heimreisetag? Dass man an den nächsten Urlaub oder dessen Planung denken kann.

Das Wetter sorgt jedenfalls dafür dass der Abschied nicht allzuschwer fällt. Wobei im Engadin wieder mal laut Webcam und später auf Fotos mit der Bernina-Krokodil Sonderfahrt im Netz die Sonne schien.

Derzeut dürfte aber auch der Schlitten in Filisur eher ungenutzt bleiben.

Ob die gute Dame vom Bahnsteig in Thusis irgendwann mal ihren Zug erreichen und bestiegen wird?

Unterhalb Thusis wird es teilweise schneefrei wobei um Reichenau-Tamins herum wiede etwas liegt.

In Chur endet die Fahrt mit der RhB, der am gleichen Bahnsteig stehende Anschluss-IC nach Zürich HB ist durch einen Fehler im Faltblattanzeiger bis Visp ausgeschildert. Wobei „Brig Visp“ eher eine Anzeige für ein Meterspurzug wie den Glacier-Express sein dürfte.

Egal ich nutze den ICE 70 Richtung Hamburg der sich inkl. Flachstelle und Graffiti präsentiert. 😔

In Landquart noch schnell ein Wettrennen mit dem Zug nach Scuol.

Der Bereich der ehm. Sihlpost und des späteren ehm. Seitenbahnhof (bis zur IBN des Durchgangsbahnhof im Tunnel) verändert sich derzeit rapide.

War das heute nicht mehr örtlich besetzte (die Fdl sitzen nun in der BZ am Flughafen) Stellwerk Jahrzehntelang das dominierende Gebäude im Bahnhofsvorfekd so geht es in den Neubauten regelrecht unter.

Wegen Bauarbeiten fährt der Zug nicht über Aarau und das Hauenstein-Basistunnel sonden über die Bözberglinie. In den Höhenlagen wirkt die Landschaft wie frisch gepudert.

In Karlsruhe war Umsteigen in den IC nach Darmstadt angesagt.

Jetzt bin ich mal gespannt ob ich für den IC 2274 von Karlsruhe nach Darmstadt einen Zuschlag bezahlen muss.
Dass es überhaupt noch ABvmz im Einsatz hat war mir nicht bewusst. Aber eins muss man neidlos eingestehen. Trotz des Charme der 70er/80er Jahre sind die Abteile gut im Schuss und die Sitze, im Gegensatz zu anderen mit „historischem Material“ verkehrenden IC sehr gut gepolstert. Nach 4h ICE 70 von Chur nach Karlsruhe mal was anderes und interessanter wie die Sitze im „billig Refit IC Wagen“.
Apropos ICE 70. Der hätte mich Mo-Fr sogar mit nur 2x Umsteigen (Chur und Ffm) nach Hause gebracht. So nah liegt die schöne Bündner Bergwelt vor der Tür 😊

Ortswechsel

Der Sonnenschein hatte sich gestern vmtl. verausgabt denn heute hatte er Probleme mit dem Aufstehen. Der morgendliche Blick zeigt dass das Programm „gutes Wetter“ heute wohl etwas länger brauchen wird.

Um den 9:28 nach Disentis zu erreichen müsste ich mich mit dem Frühstück und Auschecken aus dem Hotel sputen… nee wozu der Stress.

Stattdessen nehme ich dem 9:55 Sportpendel nach dem Oberalppass und das Wetter scheint zwischenzeitlich auch aufgewacht zu sein. Es wird besser.

Aber mal ehrlich. Mit dem Rollkoffer im Winter auf dem Oberalppass kommt man sich reichlich deplatziert vor. Aber schön ist es hier allemal.

Der Zug aus Abdermatt kommt in geradzu untypischer weise fast pünktlich an, bekommt aber vom Gegenzug einige Minuten aufgebrummt und durch die dadurch erfolgte Verlegung der Kreuzung von Mompé-Tujetsch nach Sedrun kommen in Summe 12min ab Sedrun zusammen. Hmm, bei 5min Übergang in Disentis? Das wird ggf. „lustig“, aber erst mal abwarten.

In Sedrun parken Fahrzeuge der SBB und Alptransit. Dass es letztere noch gibt?

In Bugnei hat der örtliche Bauunternehmen eine Werbung mit Bahnbezug am Gerüst aufgehängt 🤣😎😉

Die Verspätung reduziert sich auf knapp 8min, auch da an den Bedarfshalten niemand Ein- oder Aussteigen wollte und die RhB wartet am gleichen Bahnsteig den Anschluss ab. Sehr schön.

Durch die Surselva und die Rheinschlucht geht es Richtung Chur.

Die Sonne hat dem Schnee an den Nordhängen schon ganz schön zugesetzt, in geschützten Lagen liegt aber noch reichlich von der weißen Pracht.

Der Bordservice generiere sich aus der Reservedose Äppler aus der Heimat und Zweifel Senfchips. Das beste aus D, CH und F sozusagen 🤗

Hinter Ilanz läuft derzeit sogar etwas Holzverladung.

Ab Reichenau-Tamins herrschen schon regelrecht milde Temperaturen im Rheintal und nach 20min Aufenthalt in Chur setzt der Zug die Fahrt nach Landquart und Scuol-Tarasp fort. In Untervaz wartet der Rangierer mit seiner 232 (keine Ludmilla) auf die nächsten Einsätze und in Zizers betätigt sich Sienehmens CH (ex. Integra) im Kabelziehen, vmtl. für das ETCS Derivat für Schmalspurbahnen wie es die RhB als hierfür federführende Bahn in CH derzeit installiert.

Im Gewerbegebiet vor Landquart zeigt der Detailhändler Volg dass die regionale Belieferung auch per Bahn funktionieren kann. Auch Migros und in Graubünden insbesondere Coop setzen dabei auf Wechselbehälter so dass fann nur „die letzte Meile“ zum Supermarkt per LKW bedient wird.

In Landquart wird in den am gleichen Bahnsteig stehenden RE nach Davos Platz gewechselt.

Bis Malans bleibt es frühlingshaft aber schon wenige Kilometer weiter in Grüsch präsentiert sich das Prättigau tief verschneit. Wenngleich wie üblich mit „Sonnenflecken“.

Der Himmel zeigt sich immer blauer und schnell wird Davos Platz erreicht. Eindrucksvoll sind die Schneehöhen am See bei Davoser. Vom Winterwanderweg aus kann man diesen vor lauter Schneewänden nur erahnen.

Der Zug erreicht Davos Platz pünktlich auf Gleis 2, hängt das Verstärkermodul ab und setzt auf Gleis 3 um und wird somit zum Regionalzug nach Filisur. Eigentlich hätte er ja in Gleis 2 stehen bleiben können. Aber das Rangiermanöver erspart vmtl. Unklarheiten ob der dann in Davos bleibenden Wagen bei der Kundschaft, bzw. erspart das Verschließen der Zusatzwagen

Nun ins Hauptmodul umgezogen gfht es bei bestem Wetter durch die Zügenschlucht nach Filisur, dem Ziel des heutigen Ortswechsels.

Vir dem Abendessen und zur „Blauen Stunde“ wird noch schnell der Fotostandort oberhalb des Landwasserviadukt besucht und im örtlichen Coop Proviant gebunkert.

Ob es die Telefonzelle noch lange geben wird? Auf Grund der durch Mobiltelefone rapide gesunkenen Nutzungsquoten hat die Eidgenossenschaft der Swisscom das Vorhalten von Telefonzellen als Teil der Daseinsvorsorge aus ihrem Auftrag gestrichen.

Hier noch die Aufzeichnung, mit weiteren Bildern, der Mini-Wanderung zum Landwasserviadukt sowie der heutige Fahrplan:

R 826
-> Oberalppass
Ab 09:55 Andermatt, Gleis 1
An 10:14 Oberalppass, Gleis 11

1) R 828
-> Disentis/Muster
Ab 10:50 Oberalppass, Gleis 1
An 11:39 Disentis/Muster, Gleis 2

2) RE 1736
-> Scuol-Tarasp
Ab 11:44 Disentis/Muster, Gleis 3
An 13:41 Landquart, Gleis 6

3) RE 1045
-> Davos Platz
Ab 13:47 Landquart, Gleis 5
An 14:57 Davos Platz, Gleis 2

4) R 1837
-> Filisur
Ab 15:31 Davos Platz, Gleis 3
An 15:56 Filisur, Gleis 3