Samstag der 13. im Rheintal

Erst lief mir etwas der Weggetränke aus, dann begann es bei der Abfahrt zu nieseln.

Immerhin dadurch kein Risiko für die Reiseschokolade, die es beim Auschecken gab, zu schmelzen.

Der Nieselregen war aber so gering das er die Regenjacke nicht erforderte und so ging es erstmal über die Bregenzer Ach und via Hard an den Bodensee.

Der Plan war bis an die Mündung auch dem rechtsseitigen Damm zu fahren, aber schon auf dem Weg dahin gab es auf Grund des weiter rekativ hohen Wasserstand des Bodensee eine erste überflutet Wegstrecke. Da nicht abschätzbar wie tief der Weg unter dem Wasser liegt und „tauchfahrten“ dem eBike Motor nicht gut tun ging es nochmal zurück und flussaufwärts zur Rheinbrücke Hard-Fußach.

Im Zuge des Brückenneubau hat man der Rheinregulierungsbahn, bzw. dessen was davon übrig blieb, eine Unterführung gebaut so dass diese nichtmehr die stark befahrene Strasse queren muss. Für das Fahrpersonal der heute nurnoch als Museumsbahn bestehenden Strecke dürfte die Passage aber herazsfordernd werden da unter der Brücke ein stromloser Abschnitt besteht.

Aber in der aktuellen Saison verkehren vsl. keine Fahrten nördlich von Lustenau.

Kurz nach der Haltestelle Schleienlöcher, bei der auch noch eine ehemalige Verladestelle besteht, endet aber der Weg. Der höher gelegene neben der Bahn ist gesperrt der tiefer liegende Wanderweg ist überflutet.

Es ist am heutigen Samstag zwar nicht mit LKW Verkehr zu rechnen aber Verbotszeichen gelten halt auch dann.

Ich frage mich auch wie man an der aktuellen Endhaltestelle umsetzen will, denn es ist nur ein Gleis ekektrifiziert. Aber vielleicht braucht es das nicht da die Fahrzeuge Stangenstromabnehmer besitzen und somit „quer“ übers Gleis Strom beziehen können.

Also rüber über den Rhein und als der Radweg auf dem linksseitigen Damm endet runter auf die Strasse welche kurz darauf ebenfalls wegen Überflutung gesperrt ist.

Na dann, halt nicht. Aber damit bleibt die Mündung aber auch das Bähnchen in der Liste für zukünftige Touren.

Also wieder zurück aufs rechte Ufer aber ich weiche nun von der geplanten Route ab und durch die teils eher einer Seenplatte gleichenden Wiesenlandschaft.

Einen Vorteil hat das Wetter, den Schnaken ist es zu kalt.

Bei Dornbirn weist ein Schild darauf hin dass man bei Rot nicht durch eine Furt fahren soll. Aber die Autos fahren nicht durchs seichte Wasser, wie von der Fusswegbrücke erkennbar ist, aber ohne Geländer und Absturzsicherung über eine Art Steg.

17°C hui, da war ich auch schon bei fast der doppelten Temperatur am 13.7. unterwegs.

Ein RailJet kam leider nicht passend vorbei, daher nur „CityJet“, also hier Siemens Desiro, im Bild.

Die Wolken hängen weiterhin tief.

Am Ortsausgang von Rankweil hat jemand ein Wasserrad installiert das freudig vor sich hin klappert.

Kurz darauf wird Feldkirch erreicht.

Quer durch Feldkirch geht’s nach Süden. Der Plan ist einen RailJet am unbeschrankten Bahnübergang abzufangen.

Leider bin ich, u. a. durch den Umweg über Dornbirn, zu spät und die RailJets kommen nur alle 2h vorbei und das kurz nacheinander.

Der DB Navigator verkündet zwar einen verspäteten RJ, aber der ist schon seit 30min durch. Die SBB Auskunft meint sogar er sei planmäßig unterwegs.

Und nun darf man raten wann er fuhr? Genau! Just nachdem ich gut 1/2 km weiter und fern einer vernünftigen Fotostelle war. Samstag der 13. halt… 🙄

Und welcher Name ist mit Liechtenstein verbunden wie der Begriff Steueroase?

Richtig… Hilti. Ein Familienname der hier gefühlt an jedem dritten Klingelschild steht.

Es gibt keine eigene Staatsbahn in Liechtenstein, was mit knapp unter 9km Länge im Land auch eine der kürzesten weltweit wäre.

Betrieben wird die Strecke von Feldkirch über Schaan nach Buchs von den ÖBB.

Am Wochenende und Feiertagen verkehren nur 6 RJ und ein EC Zugpaar(e) über die Strecke. Mo-Fr kommen noch 11 „S-Bahn“ Zugpaare zwischen 6 und 19 Uhr dazu. Der Busverkehr in Liechtenstein ist dagegen recht dicht.

In Nendeln befindet sich auch der einzige Kreuzungsbahnhof und auch wenn heute hier kein einziger Zug zum Zustieg hält ist die Wartehalle und der Zugang zum Bahbsteig geöffnet. Ebenso wie die Toilettenanlage im feinsten 70er Jahre Stil.

Der Bahnhof verfügt, für die ÖBB eher untypisch noch über Lichtsignale ohne LED Optik, zwei per Seilzug aber motorisch angetriebene Schranken, sowie einen automatischen Bü über die Hauptstraße der sich bei eingestellter Durchfahrt zugbewirkt einschaltet.

Lange wird dies aber nicht mehr bleiben. In Spätsommer/Herbst 2024 sowie 2025 wird die Strecke komplett modernisiert und damit auch das hiesige Stellwerk durch ein ESTW ersetzt.

Die beiden Weichen werden elektrisch gestellt, aber per Seizug verriegelt. Bei Zugkreuzungen hat der Fahrdienstleiter einige Wege abzuspulen. Sitzt er doch im Raum unter dem quer zum Gleis stehenden Dach auf der Seite Feldkirch,die Antriebe für die Seilzüge der Schranken stehen auf dem Bahnsteig und die Weichenriegelhebel befinden sich im Anbau auf der Seite Buchs.

Als erstes kommt der RJ nach Zürich und fährt ins Überholgleis. Kurz darauf passert ihn der RJ nach Wien.

Und nun weiter nach Schaan wo kurz nach dem „Hauptbahnhof“ der Eisenbahnclub derzeit ein Formsignal renoviert und vor dem Clubheim liegen hat.

Auf dem Rheindamm rollt es sich dann entspannt nach Balzers.

Kurz nach Balzers folgt die Stastsgrenze zur Schweiz und der Anstieg zum Luzisteig.

Schon kurz nach der Grenze finden sich die ersten „Toblerone“ Zacken im Feld und unauffällig auffällige Partien in den benachbarten Felswänden.

Andere Bunker stehen direkt an der Strasse.

Im Gegensatz zur Funktion als Übungs- und Schiessplatz Luzisteig hier oben sind diese aber schon lange ausser Funktion. Aber geschlossene Schranken sollte man hier unbedingt beachten.

Und es geht immer weiter hoch bis die Festung Luzisteig erreicht wird.

Alles so geheim, dass man mittendurch fahren kann und die Kantine als öffentliches Restaurant dient  😁

Und so top secret dass die Anlagen sogar auf Strasdenschildern stehen.

Bald nach der alten Festung geht’s stramm bergab aber schon kurz darauf wird auf die Höhenlinie abgezogen. Will ich doch nicht hinunter nach Maienfeld sondern zum neben dem „Heididorf“ gelegenen Hotel Heidihof.

Super Aussicht, Gerstensuppe, Pizzokel und einen Colonel, der Tag klingt gut aus.

Aber auch die Aussicht hat was. Mal sehen ob sich über Nacht die Wolken noch mehr verkrümeln.

Zum Abschluss der Link zu Komoot, mit 7km und 280 Höhenmeter mehr wie geplant, der heutigen Etappe.

Morgen steht eine stramme Tour bis nach Disentis an. Sozusagen die Generalprobe vor der Fahrt über den Lukmanier ins Tessin und Richtung Gotthard am Montag.

Mit zusätzlichem Abstecher hinauf Richtung Allgäu

Eigentlich wäre heute mit eine der entspanntesten Etappen der Sommerradtour2024 gewesen aber dann hatte ich eine Idee 😁

Nach dem sehr feinen Frühstück im Löwen, dessen junges internationales Team einen klasse Job macht, fuhr ich erst noch eine Runde durch die Altstadt bevor ich mich auf den Weg Richtung Memmingen machte. Einen Zug der Weißenhorner Strecke erwischte ich nicht, da ich genau zwischen den Takten startete.

Aber an der Strecke von Ulm nach Memmingen erwischte ich eine „Gruselkiste“, den Pesa Link, auf dem Weg nach Ulm.

In Altenstadt / Iller versieht noch ein mechanisches Stellwerk mit Inselbahnsteig für das Gl. 2 den Dienst was sich mit gefühlt ewig langen Wartezeiten bei Kreuzungen auswirkt.

Interessant, aber hier nicht im dargestellt, ist dass sich mechanischen Sperrsignale nur im Gleis 1 befinden, die aber anders wie die die beiden Bahnübergänge der beiden Bahnhofsköpfe deckenden Hauptsignale, gut 20m hinter den Bahnübergängen stehen. Wozu es diese überhaupt gibt sei zudem die Frage. Es gibt keine Nebengleise mehr und Rangieren findet daher hier auch nicht statt. Aber egal, Projektierung der „ist halt so“ Rubrik.

Die Wolken drohen mit Regen, aber statt zu Regnen werden die Lücken sukzessive immer grösser. Mir soll es recht sein.

In Kellmünz wird die ehemalige Bahnstrecke nach Babenhausen erreicht. Diese verlor bereits 1964 den Personen- und 1995 den Güterverkehr ubd seit 2009 verläuft ein gut zu befahrender Radweg auf der Trasse. Ausser in Babenhausen erschließt die Strecke unmittelbar keine weiteren Orte.

Warum der über die Trasse verlaufende Iller-Roth-Günz-Radweg einen DB AG Keks als Logo besitzt ist nicht dokumentiert.

Die Trasse verläuft auf 11km eher unspektakulär und mit nur geringer Steigung durch die Landschaft. Bis auf eine Ansammlung diverser Bahnrelikte auf halber Strecke ist nichts mehr an der Stecke an Infrastruktur oder Kilometersteinen erkennbar.

Kurz vor Babenhausen verlässt der Radweg die Bahntrasse und erreicht diese erst wieder am Ortseingang. Das ehemalige Bahnhofgelände ist unter anderem mit dem Feuerwehrhaus überbaut, aber ausnahmsweise mal nicht von einem Supermarkt.

Das ehemalige Empfangsgebäude wird vom Roten Kreuz genutzt. Eine Plakette erinnert an die Funktion als Empfangsgebäude von 1894 bis 1964.

Noch eine Runde durchs Ort und dann weiter Richtung Ursprüngsplanung.

Der Weg führt durchs weite Tal der Günz. Als Überraschung werden aber beide Brücken über den Teuferbach bei Enigshauseb erneuert, was eine weitere Routenanpassung nötig macht und der Weg an der Günz unterhalb Inneburg endet unvermittelt an einer Renaturierung. Somit ist doch hochfahren ins Ort nötig, aber dann rollt es wieder entspannt im Tal.

Vorbei an der alten Ölmühle geht es über Günz nach Holzgünz. Der kurze Abschnitt auf der schwach befahrenen Bundesstraße wurde auch gut bewältigt.

Vorbei am „Grossstadtflughafen“ Memmingen, in Ryanair-Manir Memmingen / München West genannt, wird Memmingen erreicht, wo gerade der ECE nach Zürich einfährt. Und das fast pünktlich!

Und dann einmal quer durch die schöne und sehr beliebte Altstadt von Memmingen.

Und es wird die nächste ehemalige Bahnstrecke erreicht.

Hier fädelte bis 1972 die Bahnstrecke nach Markt Legau aus.

Interessanter Weise wurde die Unterführung unter der erst nach der Stilllegung gebauten A7 für eine Führung der Bahntrasse ausgelegt. Kimurz danach kam au h ein Flieger aus Memmingen vorbei.

Entspannt geht es auf der Trasse kontinuierlich hinauf bis kurz hinter dem ehemaligen HP Kronburg, der gut 3km ausserhalb des Ortes lag.

Ab dort sind die ehemaligen Bahbdämme abgetragen und daher fahre ich über Kardorf statt Greuth nach Illerbeuren.

Auf Grund des Abstechers nach Babenhausen blieb leider keine Zeit für das dortige Schwäbische Freilichtmuseum.

Aber ein seitlicher Abstecher ans einzige grössere Ingenieursbauwerk, der Brücke über die Iller.

Und dann natürlich auch drüber Richtung Markt Legau. Der ehemalige Bahnhof von Lautrach Lab am südlichen Ortsrand und heute bietet sich dort ein Café mit Verkauf von Dekorationen für den Garten zur Einkehr an, zumal die Sonne jetzt wieder die Oberhand hat.

Den Tipp an der Tür sollte man befolgen 😉

Die Trasse ist ab hier von der Strasse einverleibt worden und so geht’s über die Felder weiter.

Das Gebäude der „Rapunzelwelt„, einem Naturkosthersteller ist schon ein nicht unerheblicher Stilbruch in der hiesigen Bebauung.

In Markt Legau existiert noch das ehemalige Empfangsgebäude, welches begutachtet wird bevor es durchs Ort weiter Richtung Kempten geht.

Über die Ausläufer des Allgäu bzw. die ehemaligen Gletschermoränen und ab und zu steil runter in die Seitentäler der Iller geht es Richtung Iller zurück und der erste Alpenblick kommt auch schon vorbei.

Das Warnschild vor Schnee und Eis kann bei der aktuellen Wetterlage weit über 20°C eher ignoriert werden. Immerhin ist es nicht mehr so schwül wie heute Vormittag.

Entlang der Iller geht es dann flott, aber auch auf der Flucht vor den Schnaken, nach Kempten weiter.

Die kurzen Fotostops nutzen die kleinen Blutsauger dann prompt zum Anzapfen.

Und dann ist nach 120km auch das Etappenziel Kempten erreicht. Hätte ich gewusst dass ich das barrierefreie Zimmer bekomme hätte ich das Rad im Bad statt in der Tiefgarage geparkt 😂

Noch den Getränkevorrat beim REWE um die Ecke, auch mit was regionalem fürs Tagesbericht schreiben und dann duschen. Welch Wohltat.

Das B&B befindet sich auf dem ehemalige Areal des Allgäuer Brauhaus, welches 2004 in eine neue Anlage in Leuterschach übersiedelte aber in der alten Fasshalle direkt nebenan befindet sich der Brauereiausschank und hier lässt sich bei einer Bier-Käse-Suppe und Allgäuer Krautkrapfen der Tag gut ausklingen. Wäre die Bratensauce nicht gewesen wäre das Abendessen fast vegetarisch geworden.

Hier noch die leicht auf 120km verlängerte Tour, die aber noch gut mit dem 625er Akku hätte abgespielt hätte weden können bei Komoot.

Mal sehen was morgen wird. Laut Wetterbericht soll es Nachmittags heftige regnen, was bei der Route über die Nagelfluh und den Bregenzer Wald nicht so prickelnd wäre.

Über die Alb nach Weißenhorn

In der Nacht hatte es teils heftig geregelt und gewittert. Jetzt hat es sich beruhigt aber es ist extrem schwül.

Dazu passt natürlich dass es erstmal stramm bis zum Autobahnviadukt, die südwärts führenden Spuren der A8 führen oberhalb Wiesensteig den Hang entlang während die Gegenrichtung „hinter dem Berg“ verläuft, bergauf geht.

Nach dem Anstieg geht es wieder etwas bergab zur Filstalbrücke welche im Zuge des Albaufstieg der Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm in ca. 85m Höhe das Tal quert.

Oberhalb des Fotostandort oberhalb des Tunnelportal hatte ich leider einen höhergelegenen weiteren Fotostandort zu spät entdeckt. In wenigen Jahren dürfte dieser zugewachsen sein.

Schon irgendwie schräg dass die Brücke mit Lärmschutzwänden versehen wurde wohingegen die A8 durchgehend ungeschützt ins Tal dröhnt.

Egal, jetzt ging es erstmal wieder runter unter die Brücke und wieder hoch zum Talrand um über die Hochfläche und teils einsame Täler geht’s rüber zum neuen Bahnhof von Merklingen.

Nach der Stilllegung der Schmalspurbahn von Amstetten nach Laichingen in 1985, von deren Trasse auch abseits der Schnellfahrstrecke nichts mehr erkennbar ist, hat der Ort damit ausserhalb der Ortslage und mit großzügig ausgestatteter sowie gut genutzter P&R Anlage wieder Anschluss an die Eisenbahn. Der IRE 200 hält hier stündlich nach Wendlingen bzw. Ulm.

Der Bahnhof besitzt keine Verbindung der Streckengleise, diese geschieht weiter westlich mittels zweier Überleitstellen.

Der IRE nach Wendlingen hat etwas Verspätung und so treffen sich die IRE nicht wie laut Fahrplan an den Bahbsteigen sondern auf der Strecke.

Weiter geht’s meist parallel der Schnellfahrstrecke wobei so manche Unterführung ob ihrer Dimensionen erstaunt. Eine zukünftige Umgehungsstraße dürfte hier eher nicht der Grund sein, zumal das Tal dahinter nach einem FFH Gebiet aussieht. Oder dient es einfach der besseren Wildwechsel?

Bei Temmenhausen wird die Schnellfahrstrecke und A8 verlassen ubd hinter Bermaringen geht es hinunter ins Tal der kleinen Lauter.

Recht einsam geht es hinab in das karstige Tal bis zum Quelltopf der kleinen Lauter.

Das Gasthaus hat leider geschlossen. Das Wasser des Quelltopfs der kleinen Lauter fließt über zwei Stränge ab wobei einer davon das ehemalige Pumpenhaus der Albwasserversorgung unterquert.

Statt der Hauptstrasse nutze ich den kleinen Weg rechts der Lauter und so rollt es sich entspannt das Tal hinab nach Herrlingen.

Ab Herrlingen ging es dann im Tal der Blau nach Ulm.

Und in Ulm dann quer durch die südlichen Stadtteile rüber zur Donau.

Ein „Dreibein“, also eine V60, schleppt entlang der Donau einen langen Kesselwagenzug nach Ulm.

Durch das Hochwasser vor ein paar Wochen ist der hier beginnende Iller Radweg teils noch mit Sand bedeckt, zudem gefällt dass den Schnaken welche hier geradezu in Schwärmen auf ein Opfer warten. Da hilft nur schnelles Weiterfahren.

Vorbei am Kloster Wiblingen wird Senden und das dortige Kraftwerk am Illerkanal erreicht.

Hier wird dann die Iller verlassen und quer durch die ehemalig dem Sandabbau dienenden Baggerseen führt der Weg rüber nach Wullenstetten.

Entlang der seit 2013 im Personenverkehr reaktivierten und seither durch die Ulmer SWU betriebenen Strecke von Senden nach Weißenhorn geht es nun ostwärts.

Mit der Einstellung des Personenverkehrs in 1966 wurden nurnoch die diversen Gleisanschlüsse im Weißenhorn sowie im Industriegebiet Eschach bedient. Von diesen ist nurnoch der Anschluss der Westfalen-Gas übrig geblieben. Die übrigen sind wie der des Aluminium Schmelzwerk sind gesperrt bzw. abgeklemmt.

Im Bahnhof Weißenhorn besteht direkter Übergang zu den Bussen ins Umland. Per Handweichen können aber auch weitee die beiden ungenutzten Kopframpen erreicht bzw. umgesetzt werden. Aus- und Einfahrten sind nur nach Gleis 1, gesichert durch ein SchuB ESTW, möglich.

Im Park findet irgedwas auf einer offenen Bühne statt, oder wie es die Schnaken nennen würden „All you can eat Buffet“.

Nach dem Check-in im Hotel wurden im REWE noch die Getränkevorräte ergänzen.

Etwas skurril erscheint mir der dortige Pizzaautomat der gleichzeitig auch Käsespätzle offeriert. Nicht das ein Pizzaautomat nicht schon komisch genug wäre.

Abendessen dann im Hotel, begleitet mit süffigen Bier von der Autenrieder Brauerei.

Die bisher ebtspannteste Etappe mit „nur“ 78km und 880m aufwärts gibt es hier bei Komoot zum detaillierten Nachschauen.

Achja, der Wetterbericht sagte mehrere Stunden mit Regen voraus, aber ausser ab und an ein paar verirrte Regenspritzer kam dann zum Glück doch nichts und es kam Nachmittags sogar die Sonne durch.

Erst nach 21 Uhr Zug eine kleine Gewitterzelle durch.

Mal sehen wie es morgen wird.

In der Hitze hinauf auf die Schwäbische Alb

Hmm, warum hat der grosse Akku nur 3/4 Ladung? Weil ich vergessen hatte ihn gestern Abend vom kleinen Akku umzustöpseln. Aber das sollte kein Problem werden.

Eher ein Problem hatte der LKW Fahrer der nach 9 Uhr rückwärts die schmale und steile Strasse hochgehuft ist. Zitat: „Da fahr ich nicht nochmal runter und neu hoch, sonst brauch ich sonst eine neue Kupplung“.

Am Viadukt über die Enz konnte die Übergabe aus Richtung Vaihingen abgefangen werden.

Und dann rüber zum Bahnhof Bietigheim-Bissingen welcher mittels Unterführung unterquert wurde und dann quer durchs Ort ubd übers Land nach Wilhelmshof wo die ehemalige und noch nicht durchgehend „verradwegte“ Stecke von Freiberg / Neckar nach Bietigheim-Bissingen gequert wurde.

Über die Höhen auf Feldwegen und teils entlang der stark befahrenen Bundesstraße geht’s weiter Richtung Ludwigsburg.

In Ludwigsburg wurde zunächst die ehemalige Stecke nach Markgröningen unterquert (Foto nur in Komoot) welche noch teilweise im Güterverkehr (Gaswagen) genutzt wird.

Im Industriegebiet von Ludwigsburg hat es eine weitere Anschlussbahn die auch mal ein interessantes Fotomotiv mit der Kirche böte, wenn denn mal eine Übergabe vorbeikommt.

Vorbei am Wasserturm geht es nach Kornwestheim wo leider gerade die Brücke über den Rangierbahnhof gesperrt ist, zur Sanierung.

Dann halt erstmal parallel zum Güterbahnhof weiter und untendrunter durch.

In bester Rayanair Manier vermarktet Flixbus seinen Halt am Bahnhof von Kornwestheim als „Stuttgart“. Naja, you get WhatsApp you pay for.

Die am Bahnhof befindliche ehemalige Salamander Schuhfabrik (wer kennt noch Mekki und Lurchi) erstrahlt frisch saniert.

Vorbei an der Abzweigstelle Zazenhausen, welche einst auch Baulogistik und der Andienung des Unterwerks diente geht es nach Zuffenhausen.

Nach Zuffenhausen geht’s vorbei am Umspannwerk Feuerbach, wo auch noch ein paar ehemalige Anschlussgleise der einst seht umfangreichen Industriegleisanlagen von Feuerbach herumliegen.

Die Heilbronner Strasse ist sehr stark befahren, so dass es nicht gelingt die Stadtbahnen ohne Autos zu erwischen.

Quer durch den Rosensteinpark wird die neue Tunnelausfahrt und Neckarbrücke des S21 Tiefbahnhof erreicht. Noch ubd vermutlich noch länger als geplant fahren die Züge über die alte Brücke nach Cannstatt.

Weiter runter zum Neckar und neben den Stadtbahnen konnte am Leuzebrunnen der Getränkevorrat ergänzt werden. Das Wasser fällt unter die Rubrik „Sauerbrunnen“ ind erinnert stark an die ehm. Bad Vilbeler Kaiser Friedrich Quelle. Also eher kein Durstlöscher.

Zwischen Neckar und der tosenden B19/B14 geht’s weiter nach Untertürkheim und Mettingen wo ein Esslinger O-Bus vor Weinbergen erwischt wurde. Das Warten auf den O-Bus wurde durch den Schatten eines Baums erträglich gemacht.

Am Ortsrand von Esslingen ging es vorbei am Hengstenberg Outlet und nochmal bot sich ein O-Bus mit Wingert Motiv an bevor es durch die gut frequentierte Esslinger Innenstadt zum „Wasserhaus“ und Neckar ging.

Hinter Esslingen wurde der Neckar gequert und „über den Berg“ ging es nach Köngen bei Wendlingen.

Die Sonne brennt und langsam komme ich mir vor wie eine Frikadelle auf dem Grill.

Über den nun jungen Neckar geht’s rüber nach Wendlingen und weiter, vorbei an einem ungenutzten Umspannwerk Anschluss Richtung Kirchheim unter Teck und dessen hübscher Altstadt.

Weiter Richtung Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm wird der stillgelegten Abschnitt von Kirchheim nach Weilheim gequert bevor die A8 mit der parallel verlaufenden Schnellfahrstrecke erreicht wird.

Mehrere ICE kommen in der Hitze vorbei aks auch der RE200 welcher zwischen Wendlingen und Ulm mit dem Zwischenhalt in Merklingen im unter 30 Minuten verkehrt. Zum Einsatz kommen die ex IC Garnituren im DB Regio Lack welche bis zur Ablösung durch die Skoda Dostos (aka Gruselkiste) auf München-Nürnberg über die Schnellfahrstrecke unterwegs waren.

Da Wendlingen-Ulm mit ETCS (European Train Confusing ähm… Controller System) im Level 2 ohne Signale ausgerüstet ist kann der Steuerwagen nicht genutzt werden und die Einheiten verkehren im Sandwich mit zwei Vectron Loks.

Nachdem ich beim Warten ausreichend durchgebrannt wurde fasste ich neue Getränkevorräte im Weilheimer REWE und durchs Ort ging es weiter die Teck hinauf.

Die Sonne brennt gnadenlos ubd so wird in Neidlingen im kleinen Nahkauf, vor dem Anstieg Richtung Wiesensteig, nochmal Getränke und ein Eis gebunkert.

Und dann geht es abseits der eher im 7 bis 8% ansteigenden Bundesstraße hinauf. Der Waldweg ist auf gut 2km eher direkt trassiert und bei 12 bis 14% Steigung auf Split bzw. Feldwegtrasse bleibt nur Schieben (mit Schiebehilfe).

Aber dafür geht es dann recht entspannt auf der Hauptstraße runter nach Wiesensteig.

Es hat schon etwas von den Alpenpässen hier. Sowohl von der Trassierung als auch dem Umfeld.

Das blöde am hinunter fahren ist dass ich das am anderen Hang morgen wieder hoch fahren muss.

Oberhalb von Wiesensteig quälen sich derweil LKW Kolonnen die A8 auf dem Albaufstieg hinauf.

Aber dann wurde endlich das Etappenziel mit dem Hotel am Selteltor erreicht, inkl. Retro Einbauradio.

Beim Abendessen bevorzuge ich dann doch die schattigen Innenräume.

Das Bier von Berg Bräu gefällt und nach dem hervorragenden Schwäbischen Rostbraten war kein Platz mehr für eine Nachspeise.

Außer für ein Weizen von Berg, mit dem Eigenlob am Bierglasboden „A gscheids Woizen“.

Noch ein Blick vom Balkon auf die benachbarte Kirche, deren Glocken aber ab 22 Uhr Schweigen und nun ist die Dichtigkeitsprobe der Augenlider angesagt.

Morgen geht’s an der Schnellfahrstrecke weiter nach Ulm und nach Weißenhorn. Mal sehen was das Wetter morgen bringt. Es soll wieder Regen geben.

Hier noch die Aufzeichnung von Bietigheim nach Wiesensteig bei Komoot mit 75km und gut über 1000m aufwärts.

Auf alten Trassen und über Hügel an den Neckar

Heute ging es etwas früher los und nach dem Frühstück wurde um kurz nach 9 Uhr die heutige Etappe gestartet.

Zunächst zur ehemaligen Trasse der Tongrubenbahn welche parallel zur Strecke von Wiesloch nach Waldangelloch nach Rauenberg zum damaligen Ziegelwerk führte.

Auf der alten Bahntrasse ging es zurück nach Wiesloch zum ehemaligen Bahnhof und dann auf der innerstätdtisch teils überbauten Stecke nach Meckesheim zunächst nach Wiesloch Ost.

Meist auf der alten Trasse geht es bis Altwiesloch wo am Ortsrand die Trasse von einem Rückhaltebauwerk unterbrochen ist.

Danach geht’s auf der Trasse durch Dielheim.

Hinter Dielheim verlässt der Radweg hinter der Bahnbrücke die Trasse welche erst in Baiertal wieder erreicht wird wo auf der ehemaligen und in der südlichen Ortslage überbauten Trasse ein Triebwagen und Signal an die alte Strecke erinnert.

Von der Mitte von Baiertal bis Schatthausen geht’s dann wieder auf der alten Trasse weiter.

In Schatthausen verliert sich auch erstmal die Trasse aber danach wird das Viadukt überquert.

Die Trasse ging in Feldwege auf, im Wald endet dieser jedoch und im weiteren Verlauf ist sie zugewachsen und in einem kurzen Abschnitt ist der Bahndamm abgetragen.

Durch Meckesheim führt die alte Trasse wieder als Feldweg bis der Bahnhof erreicht wird.

Entlang der Bahnstrecke und vorbei am Stadion von Hoffenheim (Trainingsstadion) geht’s weiter nach Sinsheim.

Hier wurde auch der „letzte Zug“ fotografiert. Durch eine Störung bei Heidelberg fielen mehrere S5 und RE5 aus oder verkehrten nur bis Sinsheim.

Das Renault Museum wirbt mit einem verrosteten Uralt Renault unter einem Eiffelturm und das Freibad von Sinsheim mit duschenden Figuren.

Vorbei am Technikmuseum sowie dem Fördertechnikmuseum, welches eine ausgemusterte Wuppertaler Schwebebahn ans Gestell gehängt hat, geht es nach Reihen.

Zwischen Reihen und Eppingen wiedermal eine Baustellenumleitung und Züge kamen wegen Ausfall südlich von Sinsheim bzw. Steinsfurt auch nicht.

Das Panorama vom Bahnhof Eppingen über den für die Landesgartenschau 2022 angelegten Weiher aufs Ort gefällt.

Ursprünglich wollte ich von Eppingen direkt rüber nach Güglingen ins Tal der Zaber wechseln aber ich fahre weiter bis kurz vor Sulzfeld und nachdem ich den AVG Zug nach Heilbronn (eine der mal nicht ausgefallen ist) verpasst hatte rüber zur Burg Ravensburg zu der auch die meisten der im Umfeld liegenden Wingerte gehören.

Über die Höhen geht es hinüber nach Ochsenburg wo gerade die Ortsdurchfahrt saniert wird. Da wäre auch mit dem „Ferrarile vom Team Bierbauch“, welcher zuvor am Wegesrand stand, schieben angesagt.

Hinunter ins Tal gerollt wird Leonbronn erreicht. Am ehemaligen Bahnhof der Zabergäubahn erinnert ein Rollbock an die ehemalige Schmalspurbahn aus Laufen, welche  1960 auf Normalspur umgestellt und in 1995 stillgelegt wurde.

Die Strecke ist an einigen Stellen und meist an dem Bahnübergängen durch Entfernen oder Überteeren der Gleise unterbrochen aber weiterhin als Bahnstrecke gewidmet.

Eine Reaktivierung im Zuge des Heilbronner Stadtbahnkonzept wurde 2023 beschlossen aber die Mühlen mahlen hierzu langsam.

In Zaberfeld wurde beim Bäcker am Ortsrand erstmal eingekehrt, die Sonne meint es mitlerweile sehr gut.

Der Radweg führt teils parallel zur Bahn aber wie schon mehrfach auf der Tour gibt es wieder mal Umleitungen wegen Strassenbauarbeiten.

Die Bahnübergänge ohne Gleis Segen schon irgendwie skurril aus.

In Frauenzimmern rostet eine Dampfspeicherlok still vor sich hin.

Weiter nach Brackenheim und Meimsheim.

An der Oberen Schellenmühle wurde die Bahnstrecke dann verlassen.

Über den Berg ging es dann auf der Heerstraße/ K1627 nach Kirchheim am Neckar. Wiedermal mit Baustellenumleitung, dafür mit Blick auf Wingerte, das Neckartal und das ehemalige AKW Neckarwestheim.

Durch Kirchheim geht’s runter zum Neckar und ein kurzer Abstecher zum ehemaligen Stellwerk von Kirchheim, wo gerade TRI mit ihrem geradezu historischen Material, einen Ersatzzug auf der ex. Labello und nun SWEG Stuttgart Linie im Neckartal Richtung Heilbronn vorbei kommt.

Danach noch vorbei am Kohlekraftwerk Walheim. Die Anlieferung von Kohle für die zwei Blöcke bzw. Leichten Heizöl für die Gasturbine erfolgt primär per Schiff. Die großzügigen Gleisanlagen sind dagegen gepflegt aber ungenutzt.

Und kurz darauf wird Besigheim mit seiner schönen Altstadt zwischen Neckar und Enz.

Entlang der B27 geht’s auf dem teils recht engen Radweg weiter nach Bietigheim.

Hier ist mir Reinhards Hotel welches primär Autos als Motto hat (mon Dieu) das Etappenziel erreicht.

Durch den Schlenker über Leonbronn kamen zusätzliche 16 km und 300 zusätzliche Höhenmeter ggü. der Ursprungsplanung dazu.

Nach dem Check in und Abstellen des Rads im Keller ging es zum „Rossknecht im Schloss“ auf einen gesunden Salat mit Maultaschen und zum Sündigen einen Kaiserschmarrn hinterher.

Das in Stuttgart gebraute Rossknecht Bier gefällsowohl als Urhell als auch als Weizen.

Achja, ich habe das Gottlieb Daimler Zimmer in dem ein Vorläufer des „eBike“ als eines seiner Patente, der Petroleum Reitwagen aushängt.

Und hier wie gewohnt die Aufzeichnung der heutigen Tour mit knapp 99km und 830m Aufwärts bei Komoot.

Sommerradtour 2024 – Es geht los

Als ich zwischen den Jahren bzw. im Januar überlegte wo es im Zuge der Sommerradtour 2024 hingehen sollte, das Basel Tattoo ist dabei wie schon fast traditionell üblich der Ankerpunkt, stellte sich heraus dass es sehr schwierig war eine Zugverbindung mit Radtransport zu finden und auch später zum offiziellen Buchungsbeginn sah es schlecht aus.

Daher besteht die diesjährige Planung auf einer Rundfahrt mit dem „Wendepunkt“ im Tessin. Auch wenn mir die derzeitigen Unwetter in der südlichen Schweiz sehr grosse Sorgen bereiten, wobei meine Route über Lukmanier und Gotthard (noch) davon verschont bleib.

Hier die „Previev“ zur diesjährigen Sommerradtour als Collection bei Komoot

Kurz nach 10 Uhr ging es heute erstmal das Gersprenztal hinauf mit „Abkürzungen“ via Bierbach und von Fränkisch-Crumbach nach Reichelsheim auf dem Radweg der dort eher einem Trampelpfad gleicht.

Kurz vor Gumpen ist der Radweg gesperrt, aber zum Glück nicht durch Bauarbeiten sondern für die Kerb am Feuerwehrhaus.

Am Gumpener Kreuz wird die erste „Passhöhe“ überwunden, bevor es runter nach Fürth und vorbei am ehemaligen Lokschuppen mit Wasserturm, der heute als Wohnhaus genutzt wird, nach Fahrenbach.

Das erste Zugfoto des Tages ist dann der Zug aus Fürth kurz vor dem Haltepunkt Lörzenbach-Fahrenbach.

In Fahrenbach hat eine alte Junghans Werbung noch überlebt.

Vorbei am ehemaligen Empfangsgebäude von Mörlenbach der heute ein Blumengeschäft beherbergt. Die ehemalige Bahnhofsgaststätte ist ebenso ausser Betrieb wie der durekt davor liegende Bahnübergang der ehemaligen Überwaldbahn nach Wahlen.

Am Ortsrand kommt dann der Zug aus Weinheim entgegen bevor der Radweg auf die B38 umgeleitet wird da der ursprüngliche Weg wegen der Bauarbeiten zur Umgehungsstraße von Mörlenbach gesperrt ist.

Über Reisen und Birkenau rollt es such entspann Richtung Weinheimer Tal wo vor dem Hintergrund des ehemaligen Steinbruchs der nächste Zug nach Fürth abgewartet wird, der Gegenzug wird dann kurz vor dem Weinheimer Einfahrsignal abgefangen.

Quer durch Weinheim geht’s zum Weinheimer Schloss und weiter nach Grosssachsen wo sich gerade eine neue Skoda Strassenbahn der OEG / RNV nach Weinheim in den Einspurabschnitt einfädelt. Die Fahrten Richtung Heidelberg fahren dann entgegen der Strassenfahrspur. Bis der Zug kommt will ich aber nicht auch noch warten und so geht’s durch die Weinberge nach Leutershausen weiter.

Vorbei am Branichtunnel der Schriesheimer Umgehungsstraße geht’s nun zum Heidelberger Stadteil Handschuhsheim weiter.

Danach ist es nicht mehr weit bis zur Neckarbrücke.

Die Fahrt durch Heidelberg gestaltet sich kompliziert da der Radverkehr auf der Hauptstraße verboten ist und zudem für Baustellen und Veranstaltungen der Weg am Neckar gesperrt ist. Ganz abgesehen davon dass Heidelberg voll mit Touristen ist.

Aber irgebdwann wird dann der Einstieg zum Anstieg zum Schloss hinauf erreicht.

Auch hier im Anstieg ist nochmal eine Baustelle und Schieben angesagt. Der Strassenverkehr kann kurz mit chaotisch beschrieben werden.

Aber so oder so wird das Schloss, oder besser dessen Ruine, erreicht.

Die kürzere der zwei Sektionen der Standseilbahn zum Königstuhl wurde 2005 erneuert und pendelt mit 5m/s und modernen Wagen zwischen der Talstation und Molkenkur, wobei in der Ausweiche eine Zwischenstation zur Anbindung des Schloss besteht.

Vorbei am Schloss und unter Betrachtung der mit der örtlichen Verkehrsführung vermutlich nicht vertrauten auswärtigen PKW Fahrern geht es stramm hinauf zur Station Molkenkur.

Ab hier verkehrt die historische zweite Sektion Königsstuhl hinauf. Die Wagen sehen zwar alt aus, wurden aber auch 2003 bis 2005 saniert und in alter Gestalt wieder eingesetzt.

Und weiter bergauf, wobei im Gegensatz zum unteren Abschnitt die Steigung „nur“ bei 8 bis 12% liegt. Gutes Training für die noch kommenden Alpenabschnitte der Tour.

Und quer durch die mehr als chaotisch bis zum letzten Meter fahren wollenden Parkplatzsucher am Königsstuhl geht’s zum Aussichtspunkt.

Ein isotonischer Durstlöscher 😉 darf hier natürlich sein.

In der Bergstation der Standseilbahn kann der Maschinenraum besichtigt werden. Da die Anlage der zweiten Sektion unter Denkmalschutz steht tut hier auch noch die überarbeitete und gepflegte alte Antriebstechnik ihren Dienst.

Danach geht es hinab nach Kohlhof.

Hier noch ein kurzes Video der Antriebsanlage, man beachte unter anderem die Fliehkraftsicherung der maximalen Drehzahl. Einfach aber effektiv.

Und so rollt es sich, unterbrochen von kurzen Anstiegen, entspannt hinunter nach Nußloch und vorbei an der stillgelegten Materialseilbahn des ehm. Zementwerks.

Im Sommer führt nan nun Romeo und Julia im alten Steinbruch auf.

Weiter nach Wiesloch wo nach Gumpen nicht zum ersten Mal auf der heutigen Etappe im Ort ein Fest stattfindet und ich daher eine Umleitung fahren muss.

Aber auch der Umweg hat nette Ecken und schon kurz danach wird das Etappenziel, der ausserhalb liegende Landgasthof Gänsberg erreicht.

Das Bier von Welde gefällt. Sowohl das Weizenbier als auch das Pils.

Der Beilagensalat sieht zwar langweilig aus, aber das Fressing gefällt und die darunter verborgenen Salate. Weiter mit Schweinesteak mit Schafskäse und zum Abschluss „Äppelränzjer“.

Das Wetter war gut, die 90km mit 1.100m Aufwärts haben am Akku gut gebuckelt aber der 625er hätte dafür auch alleine gereicht.

Hier wie üblich der Link zur heutigen Etappe, mit weiteren Bildern, bei Komoot.

Morgen geht’s dann teils über die ehemalige Bahnstrecke nach Meckesheim und quer durch den Kraichgau nach Bietigheim.