Umsetzen nach Forchheim

Häh? Von Fürth nach Forchheim? Das ginge ja fast auch zu Fuß  😉

Warum? Naja, ab morgigen Dienstag habe ich ein Seminar im Schulungszentrum der Region Süd welches im alten Stellwerk Forchheim untergebracht ist.

Da wäre es ja nahezu sinnlos gewesen am Sonntag, statt der Wanderung, heim und heute Nachmittag vorab wieder in die Region zu fahren.

Dank Spät-Check-out wird nach dem frühen Frühstück erstmal der vormittägliche Telko Marathon hinter sich gebracht. Aber im kurz nach 11 klappe ich das Buch zu. Der Rest vom Tag ist Überzeitabbau.

Gerade noch rechtzeitig treffe ich für die U1 nach Nürnberg am Fürther Hbf ein. Die relativ neuen Triebwagen, welche weiterhin händisch gefahren werden, stehen in gewissem Kontrast zur altbackenen Architektur der U-Bahn Stationen.

Mit der S4 welche eigentlich ein Coradia Lint Continental ist und auch als RB betitelt sein könnte geht’s nach Ansbach.

Dort wartet ein Siemens Mireo der Arverio (ex. GoAhead) auf den nächsten Einsatz. Genauso wie das „Bombardier“ Stellwerk immernoch auf die Inbetriebnahme wartet. Vor gut 2 Jahren sah es hier genau so aus. Ob das ESTW überhaupt mal in Betrieb geht oder direkt durch seinen Nachfolger ersetzt wird?  😉

Auf dem Bahnhofsvorplatz warten diverse Busse (inkl Fahret die zum Rauchen nichtmal aussteigen) auf Kundschaft.

Und dann kommt der Arverio Richtung Treuchtlingen den ich bis Günzburg nutze.

Der ICE 2501 verkehrt aus Hamburg zwischen Würzburg und Augsburg ohne Halt über die alte Rollbahn welche ihren hochwertigen Fernverkehr fast komplett an die Schnellfahrstrecke München – Nürnberg über Ingolstadt verloren hat.

Der IC 2084 aus Berchtesgaden nach Hamburg kommt  kurz danach unfotografiert auch vorbei.

Und nun der Grund für die kleine Rundreise.

Auf der Stecke Nördlingen – Gunzenhausen wurde 1985 der Personenberkehr eingestellt und 1995/97 auch der Güterverkehr eingestellt.

Die Bayernbahn pachtete 1999 die Strecke und führte wieder Güterverkehr nach Wassertrüdingen zum Schwarzkopf Werk für Rohstoffe (Kesselwagen) und Fertigprodukte durch.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 wurde der Personenverkehr zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen reaktiviert. Die von DB Regio gefahren Züge sind dabei zumeist bis Pleinfeld durchgebunden.

Hinter dem Bahnsteig wartet eine V100 mit dem Güterzug zum Schwarzkopf Lager in  Langenfeld (Rheinland) auf die Weiterfahrt. Die V100 führt den Zug bis Gunzenhausen, ab dort besorgt die mitgeschleppte ex DB Baureihe 140 die Traktion.

Um 14 Uhr geht’s wieder zurück nach Gunzenhausen und ohne Umstieg weiter nach Pleinfeld.

In Wassertrüdingen und Cronheim scheint eine techn. Unterstützug für den Zugleitbetrieb in Arbeit zu sein. Im Südkopf von Wassertrüdingen stehen noch flügellose Fragmente von mechanischen Signalen gerum.

Auf der Verbindung zwischen Gunzenhausen nach Pleinfeld ist in Langlau die Wiederherstellung als Bahnhof in Arbeit wobei es laut Azshang derzeit an der Inbetriebnahme des ESTW hängt. Auch dort Bombardier.  Ansbach lässt grüssen? 🤔

Der Anschluss mit dem RE16 wurd erst mit +5, dann +10 und weiter hochzählend angekündigt. Angeblich wegen einer behobenen Störung am Zug. Scheint eher nicht so zu sein.

Letztendlich verkündet die Anzeige eine Verspätung von über 40min und damit ist der RE60 um 15:10 die bessere Wahl.

Dieser kommt aber auch mit +5min und abweichend auf Gleis 5 statt 2 rein. Vermutlich weil er den irgedwo herumstehenden RE16 im Gleiswechselbetrieb überholte.

Relativ flott gehts dann nach Nürnberg.

Kurz vir dem Hbf wird der Franken-Sachsen-Express aus Erfurt ausgebremst und dann am Bahnsteig auf diesen gewartet der nach 20min um 16:10 als RE 29 nach Erfurt zurück fährt.

Aber vor der Ausfahrt steht erstmal ein liegen gebliebener ICE und mit gut +15 geht’s auf die letzte Etappe nach Forchheim.

Zimmerbezug im Niu Hopp am Bahnhof und gefühlt besteht dessen Grundauslastung aus Eisenbahnern fürs Schulungszentrum.

Zimmerdeko mit schäumenden Bierfass. Das macht durstig.

Abebdessen dann im Currywoschd Haus. Mal was anderes und empfehlenswert.

Auf dem Heimweg musste ich beim Nürnberger Tor noch den wohl gepflegten Opel Rekord dokumentieren.

Und dann wirds wieder Nacht.

Hier abschließend noch der heutige Fahrplan.

U 1
Nach Langwasser Süd, Nürnberg
Ab 11:20 Hauptbahnhof, Fürth (Bayern)
An 11:36 Hauptbahnhof, Nürnberg

S 4
Nach Ansbach
Ab 11:46 Nürnberg Hbf, Gleis 22
An 12:27 Ansbach, Gleis 1

RE 80 (57215)
Nach Treuchtlingen
Ab 12:54 Ansbach, Gleis 4
An 13:14 Gunzenhausen, Gleis 4

RB 62 (58999)
Nach Wassertrüdingen
Ab 13:26 Gunzenhausen, Gleis 5
An 13:42 Wassertrüdingen

RB 62 (59002)
Nach Pleinfeld
Ab 14:00 Wassertrüdingen
An 14:36 Pleinfeld, Gleis 4

RE 16 (59128) hatte zunächst +5 wegen „behobener Fahrzeugstörung“, dann +10, +15 und zuletzt +40.  Daher nicht genommen.
Nach Nürnberg Hbf
Ab 14:43 Pleinfeld, Gleis 2
An 15:17 Nürnberg Hbf, Gleis 5 C-F

RE 14 (4992) / RE 20 (4792)
Nach Saalfeld(Saale)
Ab 15:38 Nürnberg Hbf, Gleis 4 C-F
An 16:01 Forchheim(Oberfr), Gleis 7

Ersatzverbindung:

RE 60 (59220)
Nach Nürnberg Hbf
Ab 15:10 +5 Pleinfeld, Gleis 4
An 15:44 +6 Nürnberg Hbf, Gleis 5 C-F

Verspätung da er den defekten Zug im Gegengleis überholte und zuvor einen Gegenzug vorbeilassen musste.

Anschluss geplatzt.

S 1
Nach Bamberg
Ab 15:49 Nürnberg Hbf, Gleis 1
An 16:27 Forchheim(Oberfr), Gleis 5

Ersatzverbindung 2

RE 29 (4920)
Nach Erfurt Hbf
Ab 16:10 +15 Nürnberg Hbf, Gleis 4 C-F
An 16:34 +11 Forchheim(Oberfr), Gleis 7

Verspätete Abfahrt in Nürnberg wegen liegen gebliebenen ICE.

Umstiege: 6
Dauer: 4h 41min

Real Dauer: 5h 25min

Im großen Bogen nach Hause

Nach dem schönen gestrigen Tag im Betriebsfeld in Gotha war heute die Heimreise dran.

Ich bin immernoch der Meinung dass man die BLT Schindler Trams gekauft hat weil sie etwas Tatra im Stil haben 😉

In Plakat am Hbf kündigt an dass man das Empfangsgebäude rekonstruieren will. Mal sehen ob es was wird, es wäre zu hoffen.

Das Gebäude ist wahrlich keine Visitenkarte für die Stadt.

Mit dem 612 des RE2 aus Göttingen geht’s dann flott über Erfurt und Weimar nach Jena-Göschwitz.

Der hintere Triebwagen bleibt dann dort und kehrt nach gut einer Stunde nach Erfurt zurück, während der vordere über Gera bis Glauchau weiterfährt.

Etwas über eine halbe Stunde habe ich hier nun Übergang auf den IC2160 der als IC2 Garnitur, der Twindexx Familie von Bombardier jetzt Alstom, von Leipzig bis Karlsruhe verkehrt. Die Linie wird ca. zweistündlich bedient.

Hinter dem einst berühmt berüchtigten Grenzbahnhof Probstzella beginnt der Anstieg in die Frankenwaldrampe.

Der leichte Regen macht dabei der Lok mit schlüpfrigen Schienen etwas zu schaffen. Aber hinter Steinbach am Wald ist die Steigung überwunden und es rollt sich pünktlich und mit entspannten Fahrtzeiten Richtung Kronach hinab.

Das Tal wird nun immer weiter und schon bald ist Bamberg erreicht, wo ich vorgestern beim Umstieg den IC2 sah und die Idee zu dieser Fahrt aufkam.

In der 1. Klasse ist der IC2 recht verträglich ubd gleiches gilt für den Kaffee vom „SnackPoint“.

In Nürnberg wurd die Fahrtrichtung gewechselt und weiter geht’s nach Ansbach.

Auf der Anfahrt sieht man am andren Hang eine Doppeltraktion ex. GoAhead (UK Heuschrecke) jetzt ÖBB Tochter Arverio Desiro HC Richtung Augsburg „flüchen“.

Auch wenn die ÖBB Tochter die Verkehre von GoAhead übetnommen hat sind die Fahrzeuge noch mit dem Register GABY bzw. GABW für die GoAhead Töchter der Netze in Bayern bzw. BA-WÜ angeschrieben.

In Ansbach sind diverse ältere Schlafwagen geparkt.

Das neue Stellwerk von Bombardier wartet in Ansbach auch nach Jahren noch auf die Inbetriebnahme.

Auch unterwegs in Crailsheim und Aalen scheint es als ob dort der gesamte Ersatzverkehrfuhrpark von TRI, GVF und WFL parken würde.

Und dann wird mit 5min Verspätung Stuttgart erreicht was dann mit gut +7 wieder verlassen wird.

Das lässt den 9min. Übergang in Karlsruhe kritisch werden.

War der Fahrplan bis Nürnberg recht entspannt, es erinnerte vom entspannten Fahren und den Geschwindigkeiten eher an SBB Strecken in den Alpen bzw aus der vor Bahn2000 Zeit.

Karlsruhe wird mit +10 erreicht und der Anschluss ist weg. Damit auch die Option von Mannheim nach Eberbach und durch den Odenwald nach Hause zu fahren. Aber das wäre dann eh im dunkeln gewesen.

Der ICE70 aus Chur brachte aus Zürich gut 15min Verspätung mit und ist damit um 17:07 gut erreichbar.

In Manngeim wäre damit sogar noch der RE10a nach Eberbach erreichbar gewesen, aber wie schon gesagt. Es wird eh dunkel.

Und so wurde, von einer härteren Bremsweg vor Goddelau abgesehen, über die Riedbahn nach Frankfurt gedübelt… mit maximal 160…

Ab und zu ist das ICE Portal so gnadenlos ehrlich.
Hat schon recht, hier gibt’s nix interessantes zu entdecken.

Die Verspätung verkürzt den Umstieg im sehr belebten Frankfurter Hauptbahnhof und mit +2 wurd nach etwas über 9,5h Reisezeit die Heimat wieder erreicht.

Das wäre dann der Fahrplan von heute:

RE 1 (3657)
Nach Glauchau(Sachsen)
Ab 09:28 Gotha, Gleis 1
An 10:26 Jena-Göschwitz, Gleis 4

IC 2160
Nach Karlsruhe Hbf
Ab 11:02 Jena-Göschwitz, Gleis 1
An 16:52 +10 Karlsruhe Hbf, Gleis 9

ICE 104 um 17:01 wartet nicht. Daher keine Fahrt via Mannheim und RE19a nach Eberbach.

Wegen Verspätung nich erreichbare Ersatzfahrtmöglichkeit:


ICE 70
Nach Hamburg Hbf
Ab 16:51 +15 Karlsruhe Hbf, Gleis 3
An 17:52 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 8

VIA RB82 (25181)
Nach Eberbach
Ab 18:26 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 12
An 19:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Weiter nach Mittelfranken

Nach einer erholsamen Nacht mit sanfter Güterzugunterlegung und Frühstück ging es den kurzen Weg von BB Hotel rüber zum Hauptbahnhof von Karlsruhe der am Ostausgang sogar noch über eine der Modellbahnanlagen verfügt die man früher in fadt jedem grösseren Bahnhof fand.

Der „Blumengießexpress“ ist auch unterwegs wobei im Bereich Südwest oftmals zuvor eher die Heckenschere angesagt wäre.

Der aus 2 Flirt von GoAhead BaWü bestehende IRE 1 aus Stuttgart komm recht knapp zur Rückfahrt an und wird daher Karlsruhe mit +5 verlassen.

Im Laufe der Fahrt füllt er sich recht gut, der grüne AVG Triebwagen erstaunt etwas, denn Sonderlackierungen sind bei der AVG eher untypisch.

Aber mit der Pflege der Echtzeitdaten (Prognose und Freigabe) hat man es bei GoAway ähm GoAhead nicht so. So verkündet die Auskunft eine pünktliche Ankunft im Hbf als der Zug gerademal von der Schnellfahrstrecke, die ab Vaihingen genutzt wurde, Richtung Hbf abbog. Die Realzeit kam dann 15 min nach der 10 min verspäteten Ankunft 🤦‍♂️

Ebenfalls ein doppelter Flirt von GoAway wird als RE 90 nach Nürnberg rechtzeitig bereitgestellt der sich scheinbar besonders im hinteren Teil schon hier sehr gut befüllt wie die Durchsagen zu Gepäck auf Sitzen oder Gängen sowie Freihalten der Türbereiche zu werten ist.

Aber auch der vorere Teil füllt sich bis Schwäbisch-Hall Hessental sehr gut.

In Crailsheim steht derweil allerlei historisch anmutendes Fahrmaterial herum, was aber nicht als Museumszug ist sondrn teils für Ersatzverkere bei Fahrzeug- oder Personalmamgel verliehen wird.

So steht auch in Ansbach „historisches“ Material von TRI ind WFL herum die auf der seit Dez. 2023 von GoAhead Bayern betriebenen Linie Würzburg – Treuchtlingen eingesetzt werden.

Mit der Buslinie 734 geht es nach Hummelhof, Flachslanden. Aber nicht mit einem normalen Bus sondern einem auf Mercedes Sprinter Basierenden Kleinbus der zudem laut Aufschrift der erste Elektrobus im Kreis Ansbach ist.

Der „normale“ 705er Bus fuhr kurz danach auch via Hummelhof wie ich später rausbekam.

Das Fahrpersonal jedweder Linie überzeugt mit Nichtkenntnis der Bedienung des FIS und insbesondere der deutschen Sprache (denn weder am 705er noch der 734er waren zur Abfahrtzeut waren die Ziele angezeigt und die Fahrer braucht man fast nicht fragen) was selbst zwei türkischstämmige Mitfahrer nervt.

Hauptsache billig. Welch andres Bild gäbe hier hinsichtlich Service und Personal der Schweizer Postbus ab…

Ab Hummelhof unterhalb von Flachslanden geht es dann zu Fuss Richtung Oberdachstetten.

Die Strecke von Würzburg nach Ansbach dient derzeit auf Grund der Totalsperrung zur Generalsanierung von Würzburg – Nürnberg als Umleitungsstrecke was ihr einen recht dichten ICE Fernverkehr beschert. Sonst sind hier nur Regionalbahnen und Güterzüge unterwegs.

Sonst kommen hier nur die die im Abschnitt Hannover – Augsburg vereint laufenden IC von / nach Oberstdorf bzw. Berchtesgaden hier durch.

Aber erstmal fährt vor dem IC eine Stadler Eurodual der EVB mit einem Holzzug nach Norden.

Diverse ICE komnen neben Güterzügen und GoAhead Desiro HC vorbei, als auch Ersatzzüge für fehlende GoAhead Triebwagen aus der Reichsbahn Mottenkiste.

Und dann wird langsam Mitteldachstetten erreicht und der bunte Reigen der Züge hält an.

Leider ist das Strassenschild etwas im Schatten. Ortsnamen wie Berglein und Dörflein muten eher nach Augsburger Puppenkiste denn nach echten Ortsnamen an.

Und sogar ICE2 in Doppeltraktion sind dabei. Neben den teils doppelstöckigen Desiro HC hat GoAhead auch rein einstöckige Mireo von Siemens im Einsatz.

Auf der Radtour im Herbst 2022 fuhren noch 424er von DB Regio.

Noch ein Stop am Einfahrsignal Oberdachstetten und von der Brücke über den Bahnhof Oberdachstetten wurde nochmal das WFL Altmaterial erwischt.

Und dann ab durchs Ort. Der örtliche Brauereigasthof hat nurnoch für Gruppen geöffnet, aber die Brauerei ist noch in Betrieb.

Übernachtung dann im Gasthaus Hofmann bei Bier bei Pfifferlingsuppe und Sauerbraten mit Bier der Brauerei Dorn aus Bruckberg.

Mal sehen auf welchem Weg ich morgen heimfahre. Aber erstmal sehen was das Wetter macht.