Ich bitte die zahlreichen Tipp- und Schreibfehler in den Berichten zu entschuldigen. 90% der Texte werden abends nach den Touren auf dem Smartphone erstellt und dann ist es bei der Konzentration, gepaart mit dicken Fingern, nicht mehr sonderlich gut bestellt.
Am Nachmittag ging es mit dem Rad über den Otzberg nach Höchst.
Dort wollte ich den Sonderzug der Historischen Eisenbahn Frankfurt zum Weihnachtsmarkt in Michelstadt fotografieren.
Ich kam rechtzeitig zur aus der auf der Website kommunizieren Abfahrtzeit in F-Süd zur Ankunft in Michelstadt am Fotostandort zwischen Höchst und Mümling-Grumbach an und als ich gerade dabei war die Fotohornisse vorzubereiten vernahm ich ein Grummeln das nicht zu Itinos/Lint oder den Autos auf der nahen B45 passten. Aber auch nicht zum Dampfzug.
Es kam eine 216 mit historischen Wagen vorbei und wie ich später herausgefunden habe war das der „Dampfzug“. Die 50er scheint wohl ein Problem gehabt zu haben und so fuhr der Zug in Dieseltraktion und dazu noch geschätzt 20 Minuten vor Plan.
Dann hatte es halt nur Dampfheizung statt Dampfzug 😉
Mit der Fotohornisse wurde dann galt der Zug nach Frankfurt…
… und der aus Frankfurt abgefangen bevor es über Frau Nauses nach Otzberg-Hering ging.
Die „Heringer Kleinbahn“ hat heute einen der wenigen Fahrtage, aber seit einigen Jahren ist der am Samstag vor dem 1. Advent ein relativ fester Termin.
Esxgat zwar keinen Schnee und es ist fast zweistellig in den Plusgraden aber trotzdem bringen die Loks schöne Dampfentwicklungen in die Luft.
Die grüne Lok ist ein Gastfahrzeug aus der Schweiz. Deren Lokführer ist dabei leicht an der klassischen schweizer Lokführerkluft und Aussprache zu identifizieren 😉
Auch ein „Maschinenwagen“ mit Emblem der Waldenburger Bahn ist dabei.
Noch ein Glühwein und dann setzt die Dämmerung langsam ein und es geht stramm hinunter nach Lengfeld.
Parallel zur Bahn fahre ich weiter Richtung Habitzheim.
Die RB82 aus Frankfurt nach Eberbach um 17:10 ab Lengfeld ist verspätet. Ist das der Ausgleich für den verfrühten Sonderzug und in Summe alle Pünktlich? 🤔
Weiter dann durch Habitzheim wo rs auf Grubd des Hofweihnachtsmarkt etwascganz seltenes, nämlich einen Verkehrsstau hat.
Ueberau erleuchtet auch weihnahtlich und dann ist schon wieder das heimatliche Reinheim in Sicht.
Mal schauen ob am morgigen Sonntag die Dampflok wieder fit ist.
Es regnet nicht mehr, ist aber sehr schwül und dunstig. Das erste Ziel des Tages ist die Ziegelei Schumacher welche im benachbarten Körbligen eine Feldbahn betreibt, die vermutlich letzte primär dem Materialtransport dienende Feldbahn in der Schweiz Alle anderen sind stillgelegt oder dienen nur touristischen Fahrten. Ein erster Blick auf die Strecke zeigt dass sie befahren ist und die Ziegelei ist in Betrieb, also keine Sommerbetriebsferien.
Da die Verladeanlage in der Ziegelei leer ist dürfte sich der Zug zur Beladung in der Grube befinden und tatsächlich kommt der Zug aus der Grube.
Die Feldbahn verbindet die Ziegelei mit der Grube auf 600mm Spurweite über 1100m Strecke. Zudem besteht ein etwas über 500m langer Seitenast zum Depot. Gefahren wird mit der CHL30G von Schöma mit Baujahr 1990 und sechs recht neuen Mühlhäuser Kasten-Kippwagen aus Michelstadt.
In der Ziegelei gibt es nur zwei Stumpfgleise in der Verladehalle, in der Grube gibt es nur ein Gleis. Daher fährt der Zug geschoben zur Grube. Der Fahrer kann dabei über die Wagen schauen und zusätzlich ist der „letzte“ Wagen mit einer Videokamera ausgerüstet. Vermutlich ist der Schiebebetrieb auch ein Grund für den techn. gesicherten Bahnübergang über den Hauptfeldweg.
Ich warte auch noch die Beladung ab und kurz vor 12 kommt die beladene Fuhre aus der Grube zurück.
Ich statte der Stichstrecke zum Depot noch einen Besuch ab wo auch einer der historischen Beiwagen der Rigibahn eine neue Bleibe gefunden hat und so wie es scheint zum Vereinsheim umgebaut wird.
Vereinsheim? Das ist doch eine Materialbahn? Ja, aber in der Halle stehen noch mehrere teils historische Feldbahnloks inkl einer Dampflok und zwei Personenwagen.
Leider ist trotz intensiver Suche nichts verwertbares zu den Dampfsonderfahrten bzw. mit Personenfahrten zu finden.
Jetzt geht es erstmal ein wenig Bergauf um dann wieder nach Ballwil hinabzufahren.
Apropos Fahren, kurz nach den ersten Feldbahn Fotos lies sich plötzlich über die Bedieneinheit am Lenkrad keine Unterstützungsstufe ändern. Dumm nur dass die letzte funktionierende Bedienung die zum Abschalten war.
Vermutlich hat diese gestern beim heftigen Regen etwas Feuchtigkeit gezogen.
Ich nutze die Wartezeit zwischen den Zügen um etwas damit zu experimentieren und irgedwann funktioniert die Bedieneinheit verkehrte herum angebaut wieder. Naja, wenigstens etwas. Mal sehen wann das Ding wieder trocken ist.
Zwischen Ballwil und Hochdorf ergeben sich ein paar Fotostellen mit der Seetalbahn. Einst war diese meist in Strassenseitenlage legende Strecke das Sirgenkind der SBB da diese auch sehr unfallträchtig war da Seitenstraße die die Strecke queren schlecht mit technischer Bahnübergangssicherung ausgestattet werden konnten. Erst der Kunstgriff Ende der 90er Jahre mit GTW Triebwagen mit schmälern Wagenkasten und abschnittsweiser Fahrbetrieb als „Strassenbahn“ schaffte Raum für techn. Sicherungen und heute ist die Strecke nicht mehr von der Stilllbedroht.
Durch Hochdorf geht es nach Baldegg.
Und dann hinüber ans Westufer des Bsldeggersees und mit schönen Ausblicken hinauf nach Herlisberg.
Warum man die WSB (heute AVA) nach der Stilllegung und Verlegung auf die ehm. Normalspurtrasse zwischen Reinach und Menziken nicht bis Beromünster verlängert hat erschließt sich nicht, zumal Beromünster recht gross ist.
Das Bahnhofsareal in Beromünster ist heute überbaut. Erst etwas ausserhalb von Beromünster wurde die Trasse in einen Radweg umgebaut. Die Trasse weist dabei Steigungen bis zu 60 Promille auf.
Auchbin Menzigen ist die Trasse teils überbaut. Schade…
Der Bahnhof von Menziken ist eine Mischung aus Bahnhofshalle und Depot. Diverse Abstellgleis existieren aber auch noch ausserhalb. Die 2019 noch vorhandenen Alttriebwagen wurden zwischenzeitlich auch entsorgt.
Auch in Gontenschwil hat man mitlerweile zwei der drei Abstellgleise (Güterhalle und Fa. Neogard), nur das Freiladegleis ist noch vorhanden, inkl. mehrerer Rollschemel die zum Schienentransport umgebaut wurden.
Auch on Oberkulm wurden die Abstell- und Ladegleise entfernt. Und weiter geht’s Talabwärts Richtung Teufenthal.
Hotel direkt am Bahnhof. Leider hat die zugehörige Gastronomie noch bis Samstag Sommerbetriebsferien und das wenige 100m om Seizental gelegene Gasthsus hat auch Ferien 😩
Dann halt Fertiglasagne aus der Döneria, nochmal nach Niederkulm wollte ich nicht zurückfahren.
Der Ausblick aus Zimmerfenster erinnert etwas an die gleisseitigen Zimmer in Alp Grüm.
Irgendwie hatte ich keine Lust darauf Abellio Geld für die fahrt nach Eisenach in den Rachen zu werfen und da ich ohnehin relativ früh wach wurde fuhr ich die 30 km nach Eisenach auf dem Rad um dort in den Cantus nach Fulda zu steigen, mit Verspätung und und daher eher unentspannten Umsteigen in Bebra durch die dortige Unterführung.
In Fulda dann der K(r)ampf einen DB FV Automaten für die Regio Tickets zu finden. Die am Haupteingang sind dauerhaft belagert, also wieder zurück Richtung AW und siehe da, der dortige ist frei.
Und wieder zurück zu Gleis eins wo ein sehr gut belegtes Mehrzweckabteil im Steuerwagen wartet. Übliche Diskussionen mit Rentnern ohne Rad oder Kinderwagen die meinen ein Vorrecht auf die Klappsitze zu haben und ein Zugbegleiter der verwirrt ist als ich einer Dame mit Kinderwagen den Vortritt lasse. Seiner freundlichen Bitte doch in den weiteren Fahrradwagen in Zugmitte zu wechseln komme ich gerne nach was ihn noch mehr verwirrt. „Komisch, normalerweise habe ich da immer riesige Diskussionen“, so ein Kommentar. Warum? Kinderwagen und Rollstuhl vor Fahrrad und wenn andernorts im Zug mehr Platz ist, warum nicht.
Naja, im „Fahrradwagen“ sieht man dann wider wie Profis und Stümper Fahrräder unterbringen. die einen bekommen 3-4 Räder aneinandergestapelt. Andere meinen dass sie Sitzen müssen und ihr Rad vor sich halten. Naja, dann mal das Rad fies den Stümpern quer Beet reingeklemmt 😀
Ach wie gerne wäre ich noch vor Fulda ausgestiegen und noch eine Runde durch die Rhön gefahren, aber die Pflicht ruft am Montag…
Doofer weise war die Tür auf der in Fahrtrichtung linken Seite defekt und das Rad im Falle dass der Bahnsteig in Hanau just dort zum Liegen käme durch den Wagen ans andere Ende zu bugsieren, da hatte ich keine Lust darauf. daaher szeig ich bereits in Langenselbold aus. Uiuiui,… meinte es die Sonne heute gut. Da war der Fahrtwind des ICE richtig erfrischend.
Über Hanau-Wolfgang und Groß Auheim ging es über den Main nach Klein Auheim wo ein VIAS Lint in die Fotofalle ging.
Im Wald westlich von Hainstadt entdecke ich auf der Komoot Landkarte Schienen und will mal nachsehen und in der Tat, hier liegt eine offenbar auch noch befahrene Feldbahn.
Einstmals gab es mehrere Feldbahnen die die Verbindung zwischen den im Wald gelegenen Tongruben zu dem am zu dem am westlichen Ortsrand liegenden Ziegeleien herstellten. Die Feldbahn der Bumörschen Ziegelei hat überlebt und wird von einem privaten Verein befahren. Die ehemalige Schleife im Wald ist dabei zwei Ästen mit Stumpfgleis gewichen.
Auf Grund der nicht unerheblichen Sonnenwärme geht es schnellstmöglich (Fahrtwind) weiter bis Messel ins Freizeitzentrum zur „Auszeit bei Axel“ um sich mit Sauerspritzen Äppler und Wurstsalat zu stärken.
Heimatliche Gefilde in Sicht. Schön wieder zu Hause zu sein.
Abschlusstatistik.
Zu den Kilometern die ich bis Gotha zusammengezählt hatte sind somit noch einige dazugekommen und so sind es am Schluss (Werte der Komoot App) :
747,2 km laut Kommot und dabei ging es an Höhenmetern 7.320 auf- sowie 7.670 abwärts.
So, das war es für diese Tour. Weiter geht es dann im Juli, quer über die Schweizer Alpen.