Zur „verkaufenden“ Museumsbahn

Was aber gar nicht so einfach war denn die Bus und Bahnfahrpläne von Nantes nach Cholet un in die Umgehend von Cholet sind alles andrere als prickelnd.

Die Museumsbahn Chemin de Fer de la Vendée fährt halt leider nicht in Cholet ab sondern in Mortagne-sur-Sèvre und dorthin fährt leider Mo – Sa nur dreimal am Tag ein Bus und auch kein Zug hält irgebdwie in laufbarer Entfernung.

So geht es mangels passendem Zug um halb 9 mit dem TER Bus in knapp einer Stunde über die Autobahn nach Cholet.

Der Weg zum Hotel in der Innenstadt wird gleich zur kleinen Stadtbesichtigung.

Cholet, einst Ausgangspunkt von fünf Bahnstrecken, besitzt heute nur noch Verbindungen nach Nantes und Angers mit sehr kruden Fahrplänen.

Die Museumsbahn fährt ab 15:30 und wegen des tollen Busfahrplans muss die Zeit von viertel vor 12 bis dahin in Mortagne-sur-Sèvre totgeschlagen werden.

Das Oertchen scheint wie ausgestorben, nur die Bar neben der Kirche hat regen Zuspruch aber auch die benachbarte Bäckerei überzeugt mit belegten knackigen Baguette und allerlei Süsszeug.

Alles andere im Ort hat zu.

Na dann halt mal ein Blick in die Kirche und zurück zum Bahnhof.

Der Bahnhof füllt sich merklich, der Zug ist ausgebucht und kurz nach Drei kommt er dann herein und pünktlich um 15:30 geht es los nachLes Herbiers.

Die Fahrt geht über die leicht hügelige Landschaft und mehrere grössere Viadukte.

In Les Herbiers wird die Lok umgesetzt und Wasser aufgenommen.

Am Bahnhof werden Getränke verkauft und das lokale Tourismusbüro ist auch präsent.

Der Fuhrpark besteht aus ehm. deutschen und österreichischen Donnerbüchsen.

Die Abfahrt verzögert sich wegen techn. Problemen und auf einem der Viadukte bleibt der Zug dann liegen. Da bleibt erstmal Zeit zum beobachten des Heißluftballon und der Landschaft.

Mit gut 40min Verspätung wird um 18:40 Mortagne-sur-Sèvre wieder errichtet.

Die Hummeln am Bahnhof interessiert das jedoch gar nicht.

Dafür verkürzt sich dadurch die Wartezeit bis zum Bus um 20:37 die auch für einem Einkauf beim benachbarten SuperU genutzt wird.

Der Relaisraum hat geschlossen aber schon bald kommt der Bus und 20min später ist fas Hotel erreicht. Viel Wartezeit für kurze Fahrten könnte statt des schlechten Wortspiels auch der Beitragstitel sein.

Im dem Hotel am Hauptplatz benachbarten „Grande Café“ gibt es nicht nur Café sondern auch schmackhaftes zu essen.

Noch kurz etwas die teilbeleuchtete Kirche fotografiert sowie den interessanten Ausblick aus dem Hotelzimmer und nun ist es Zeit für Augenpflege.

Morgen geht es via Angers und Tours nach Lyon. Alles ohne TGV und teils mit Diesel.

Mehr bretonischer Sonnenschein

Petrus scheint Urlaub zu machen oder er hat Waschtag.

Es gibt frisch desinfizierte Orangen… nee danke. Dann lieber den fertigen Orangensaft bevor es in der Plüschklasse des Unterlegkeils nach Auray und dort im AGC Richtung Quiberon.

Die Strecke von Auray wird nur während der französischen Ferien im Juli und August täglich aber dafür im fast Stundentakt. Davor und danach gibt es noch ein wenig Wochenendverkehr bevor die Strecke für ein 3/4 Jahr in den „Winterschlaf“ geht.

In L’Isthme wird ausgestiegen, ein Haltepunkt mitten im Nirgendwo an der engsten Stelle der Landzunge nach Quiberon.

Zwischen diversen Regenschauern gibt es auch noch passende Motive.

Während des Fusswegs ins benachbarte Kerhostin fängt es wieder mal heftig an zu regnen. Aprilwetter im Hochsommer.

Daher wird schon um 11:22 der Zug nach Auray genommen um nach 1h Aufenthalt weiter nach Nantes zu fahren. Achja, nächste Fahrtmöglichkeit ab Auray nach Nantes wäre (ausser einem TGV um 14 Uhr herum) erst wieder um 16:58 gewesen. Tolle französische Fahrpläne…

Tja, auch in Nantes regnet es aber zum Glück ist es nicht weit zum Hotel.

Zimmer mit Bahnhofs- und Tramblick.

Die frühere Ankunft wird zur Fahrt nach Nort-sur-Erdre auf der „Tram-Train“ Strecke nach Châteaubriant genutzt. Während nach Nort-sur-Erdre noch gut stündlicher und mit bis zu 3x stündlich verdichtet gefahren wird ist der weitere Verkehr nach Châteaubriant mit täglich 8 Fahrten recht übersichtlich.

Daher wurd hier der nach vier Stunden erste Zug nach Châteaubriant abgefangen.

Bevor es wieder zurück nach Nantes geht.

Und weil es gestern so schön war. Heute nochmal Galette und Crêpes mit Cidre.

Und ein paar Versuche mit Nachtaufnahmen. Leider ist das Schloss nicht beleuchtet.

So und nun ab ins Bett. Morgen geht’s zur nächsten Museumsbahn.