Nach Hause von der Osterradtour

Und zur Heimfahrt wird promt das Wetter besser. Zumindest heute 😉

Nach den gewohnt guten Frühstück rollt es sich entspannt vom Berg herunter in Richtung Weser.

Über Grossenwieden geht es am Weserradweg in Richtung Hameln. Der Wind kommt aus Süswest und so unterstützt er zumeist auf der „Heimfahrt“.

Auch das Wetter spielt heute mit.

Ein interessanten „Trinkplatz“ findet such in gut 6m Höhe bei Grossenwieden. In anbetracht des Weihnachtshochwasser der Weser in 2023 bekommt das Infoschild zu Hochwasser und unterschiedlichen Flusstypen einen interessanten Hintergrund.

Und weiter enspannt an der Weser entlang.

Vorgestern ksm ich über die Brücke zurück aus dem Exertal. Heute wird sie unterquert. Die Weser führt derweil immernoch recht gut wasser.

Entlang des Weserradweg noch ein wenig Kunst und auch blauer Himmel kommt durch.

Uiii, echt? Hier gibt es auch Busverkehr? Nagut, ich bin ja auch fast in Hameln.

Auf der Brücke zur Insel in der Weser thront in Anbetracht des Märchen zum Rattenfänger eine goldenen Ratte, auch wenn sie eher an einen Disney Nager erinnert.

Der Radweg zim Bahnhof führt durch die Altstadt welche nur von 20 bis 10 Uhr per Rad durchfahren werden darf. Deutet das auf sehr früh hochgeklappte Bürgersteige hin? 🤔

Das Glockenspiel am Rathaus ist gerade am spielen und unter der musikalischen Begleitung geht es durch die Rattenfängerstadt.

Hameln ist ein hübsches Städtchen.
Warum nur hält die Alternative für Dummbeutel hier nicht einfach mal ihren Bundesparteitag ab. Würde zur Stadtgeschichte passen und ggf. das Problem mit dieser „Partei“ lösen. 🙈🤪😂😉

Die Ausschildeung der Radwege ist wue schon gewohnt teils lückenhaft und auch oft ohne eigene Radtrasse. Aber es wird trotzdem der Keilbahnhof von Hameln sicher erreicht.

Der Zug aus Paderborn wird hier verstärkt und so muss ich nicht lange auf dem Bahnsteig zum Zug der S5 nach Hannover warten.

Die Flirt Züge der von Transdev betriebenen Hannover S-Bahn präsentieren sich auch hier oftmals versprüht bzw. aussen nur rudimentär und bis zur Fensteroberkante gereinigt. Aber dies scheint nicht nur ein Transdev Problem zu sein. Auch bei Erixx und „DB FehlStart“ finden sich teils großflächige Schmierereien. Hannover, die Bronx des Nordens? 🤔

Pünktlich wird Hannover Hbf erreicht.

Kurz nach dem Halt in Hannover-Linden/Fischerhof fällt neben der Strecke eine Brücke auf und in der Tat war diese bis 1909 eine Bahnstrecke und seiner verkehren die Züge über die „Güterbahn“ und die Helene-Weber-Brücke über die Ilme Dient nurnoch einem Rad- und Fussweg.

Als ich das letzte mal in Hannover Hbf umstieg fuhren noch Stadtbahnen über den Bahnhofsvorplatz. Heute sind es nurnoch Busse. Die Stadtbahn ist komplett im Untergrund verschwunden und dirthin habe ich mit Rad keine Lust.

Oha, es gibt auch saubere S-Bahnen in Hannover. Vermutlich Neufahrzeuge 🙈🤪

Noch ein wenig den Bahnbetrieb beobachtet und mit +5 kommt im 14 Uhr der ICE771 Richtung Frankfurt.

Der Weg vom Wagen 1 bis zum Bordrestaurant im Wagen 10 und zurück brachte gut 3/4 der Fahrtzeit nach Göttingen.

Danke Bittburger Brauerei für das Plakat im Bordrestaurant. Das mit dem Hopfen bei Bitburg erinnert mich daran wie ich dort 2016 bei meiner ersten mehrtages Radtour vom Rad gefallen bin.

Das Radabteil ist schwach belegt und ich ergattere den Einzelsitz hinter der Tür.

Es geht über die Altstrecke via Witzenhausen Nord und Hannoversch Münden nach Kassel Wilhelmshöhe ubd weiter via Marburg nach Giessen.

Gut dass ich nicht nach Stuttgart will.
Die ICE4 Karre hat wohl ein gebrechen weshalb erst der Halt am Flughafen gestrichen wurde und dann einige Zeit später wied wegen Oberleitungsschaden bei Stuttgart die Weiterfahrt ab Mannheim gestrichen.
Wie war das nochmal mit der Glücksspiellizenz für DB Fernverkehr und dass man daher bald nurnoch ab 18 Jahren Fahrscheine kaufen darf? 😂
Bei jedem Halt hier hinter Giessen denke ich schon „Lass es nur Zugfolge sein, lass ihn nicht schon vor Frankfurt sterben“ 🙏

Ab Friedberg geht es, wie auch schon auf der Hinfahrt, via Hanau nach Frankfurt.

Das „E“ in ICE besteht bei über 4h Fahrtzeit von Hannover nach Frankfurt über die Altbaustrecke und Main-Weser-Bahn definitiv nicht für Express sonder eher für „Ewiglahm“.

Ab Hanau Nord stockert es erheblich und via Abzw. Rauschwald geht’s via Hanau Hbf Südseite und Offenbach nach Frankfurt was mit +5 erreicht wird.

Ankunft Frankfurt Hbf bei bestem Wetter und dann rüber nach Gl. 11 wo grade ein einzelner Lint für die RB82 nach Erbach um 19:25 einfährt.

So leer wie hier blieb das Radabteil aber nicht. Insgesamt war die RB82, welche bis Neu Isenburg hinter der 10min zuvor abgefahrenen RB nach Dieburg hergeschlichen ist, bis Ober Ramstadt sehr gut besetzt und die belegung der Radstellplätze verlangten nach klaren Ansagen des Zugbegleitpersonals.

Mit +10 wurde 20:15 Reinheim erreicht und somit das Ende der Osterradtour.

Ein Blick auf das Fahrraddusplay zeigt dass ich heute die 40.000 km seit 05/2016, der Übernahne des ersten eBike, geknickt hatte und nurnoch 75km für die 9000km seit 05/2023, der Übernahme des neuen eBike, fehlen. Das schrint im April auch machbar.

Hiet noch der Link zu Komoot für die „nur“ gut 27km am heutigen Tag entlan der Weser.

Mal sehen was mir hier oben noch an Touren einfällt. Die Weser flussaufwärts Stadtoldendorf ist bestimmt noch interessant.

Nebenbei habe ich noch die Herbsttour im Anschluss der Innotrans Ende September eingetaktet. Wenn alles klappt wird es eine 6 Länder Tour, inkl. Gothaer Genusstramfahrt, bis nach Hause.

By the Way, heute brauchte es knapp über 4h von Hannover nach Frankfurt. Im September braucht es via Schnellfahrstrecke nur 4 3/4h von Darmstadt bis Berlin 😨

Aber davor stehen nich die Frühjahrstour durch Franken und die lange Sommertour.

Achja, um dem Gaumen die feine Küche der letzten Tage abzugewöhnen gab es heute nur Dosengulasch und Discounter Veltliner 🤪

Regentag an der Rinteln-Stadthagener-Eisenbahn

Im Gegensatz zu gestern verheißt der Wetterbericht keine Wetterbesserung über den Tag. Nur die Optionen zwischen mehr oder weniger Regen.

Egal erstmal „VIP Frühstück“ am Platz, da ich der einzige Gast bin gab es sinnvoller weise kein Frühstücksbuffet aber auch so war alles dabei.

Perfide wie Petrus ist lässt er mich sogar fast im Trockenen nach Rinteln fahren. Wobei die 17% Gefälle mit Kopfsteinpflaster auch ohne Regen vorsichtig anzugehen sind.

Es bleibt sogar noch Zeit für einen Abstecher vor Rinteln an die Bahnstrecke für den Zug nach Rinteln.

Ziel ist der Bahnübergang kurz vor der östlichen Einfahrt vom Bf. Rinteln.

Der dortige Anschluss der Landwirtschaftlichen Siloanlage ist schon länger vom Bahnnetz abgeklemmt.

Unmittelbar neben dem Bahnübergang wiederum überspannt eine der Bahn nach Stadthagen die Bahn, Anschlussgleis und Strasse.

Der Zug nach Hameln und der Schienenbus der Museumbahn welcher im Privatbahnbahnhof Rinteln Nord steht (aber südlich der Gleisanlagen des Bf. Rinteln liegt) grüssen sich gegenseitig gut hörbar mit einem Hupkonzert bevor der Lint auf dem Weg nach Hameln die Brücke passiert.

Mit ein wenig Verspätung knattert dann um 11:28 Uhr der Schienenbus über die Brücke mit Fahrtziel Stadthagen.

Es ist der vsl. vorletzte Betriebstag des Schaumburger Ferst da die Bückebergbahn als Pächter der ehm. Rinteln-Stadthagener-Eisenbahn diese auf Grund nicht finanzierbarer Sanierungsarbeiten und fehlender Unterstützung aus den Anliegergemeinden, Kreis und Land den Pachtvertrag zum 1.5. gekündigt hat. Dies ist nicht nur für die Schienenbusfaherten des Ferst und die Dampfzugfahrten der Dampfeisenbahn Weserbergland ein schwerer Schlag sondern auch für den Güterverkehr welcher aus Holztransporten sowie Splitlieferungen zum Baustoffwerk südlich von Stadthagen bestand. Wieder hunderte und mehr LKW auf der Strasse…

Ob der Eigentümer der Strecke, diese weiter instand hält ist fraglich. Sind die Eigentümer der Rinteln-Stadthagener Verkehrs GmbH (RStV) just jene Gemeinden und der Kreis die auch so schon kein Geld zur Sanierung geben wollten.

Apropos Kreis Schaumburg, auch hier beschränkt man sich im ÖPNV gerne auf Anruflinientaxis und Schülerverkehr. Am Wochenende hilft hier nur das Auto. Passend zum VW dominierten Niedersachsen.

Planungen zur Reaktivierung gab es schon mehrfach, aber kaum folgt der Absichtserklärung die Kostenschätzung folgt das Schweigen im Walde seitens der Verantwortlichen.

Über teils entlang gut ausgebauten Strassen mit „Bettelampeln“ deren Umlaufsteuerung dem Radfahrer und Fußgänger klar zeigen dass die Autos Vorrang hsben geht’s nach Steinbergen in dessen Bahnhof ein paar abgestellte Kesselwagen auf bessere Zeiten warten.

An der Südflanke des Auetal bei Buchholz dominiert die Brücke / Galerie der A2 die Szenerie.

Und dann wird, noch ohne Regen, Bad Eilsen erreicht.

Und mangels guter mit Bahn umzusetzender Motive im Ortsbereich gleich weiter nach Obernkirchen geradelt.

Der Bü im nördlichen Obernkirchen mit der Steinstele wird als Plan B Motiv vorgemerkt aber kurz vor Sülbeck findet sich ein passendes Motiv und kurz darauf kommt der Zug aus Stadthagen zurück. Dank der leichten Steigung mit guter Akustik und „Gross“dieselduft.

Und dann die Überraschung am Bf. Obernkirchen, der Zug ist noch nicht da. Dieser kommt, vmtl. wegen Oberbaumängeln, im Schneckentempo in den Bahnhof gekrochen.

Da der Zug einen etwas längeren Aufenthalt hier zum Besuch des Cafe im Empfangsgebäude hat nutze ich die Zeit für einen Vorsprung fpr ein Fotomotiv zwischen Obernkirchen und Röhrkasten.

Und ganz nebenbei fängt es nun an leicht zu regnen…

Nundenn, dann erstmal hoch nach Stadthagen fahren während es stärker anfängt zu rennen.

Bei Regen sieht alles Trostlos aus. Sowohl das Gelände der Dampfbahn im Bf Stadthagen West als auch das imposante aber fast vollständig  leerstehende Empfangsgebäude des „Staatsbahnhofs“.

Am Baustoffwerk das ab 1.5.2024 auf den Bahnanschluss verzichten muss vorbei gehts zurück nach Nienstädt, wo ich auf der Hinfahrt noch ein Bü Motiv entdeckt hatte an dem dann der zweite und letzte Zug des Tages nach Stadthagen erwischt wurde.

Im stärker werdenden Regen dann weiter zu einem Feldweg südlich von Röhrkasten welcher sehr verschlanmt war. Die Anfahrt darauf hinauf zur Strecke war sehr herausfordernd.

Aber auch dies war es wert. Siehe Titelbild und unten rechts.

Interessanter weise lies der Regen während der Wartezeit und zum Foto stets nach um dann beim Weiterfahren wieder stärker zu werden.

In Bad Eilsen zweigte bis 1966 die Bad Eilsener Kleinbahn nach Bückeburg, das wie Stadthagen an der Bahnstrecke von Hanover nach Minden liegt.

Um so amüsanter ist daher die Haltestelle „Bad Eilsen Kurhausbahnhof“ für den mehr als dürftigen Busverkehr im Kreis Schaumburg und zudem für eines Kurort dieser Größe.

Hmm, das Gebäude des Hsus des Gastes passt von der Bauart her nicht zum Rest vom Kurort. Tippe auf frühe 40er Jahre…

Brennholz, Kartoffeln und Streusalz. Eine interessante Mischung hat es hier im Angebot.

Oberhalb des, bahnseitig schon länger nicht mehr bedienten Steinbruchs zwischen Steinbergen und Buchholz, thront eine Aussichtsplatform „Jahrtausendblick“ mit angeschlossen Funpark. Die Nachfrage scheint entsprechend der Belegung auf dem Parkplatz, (hatte ich erwähnt dass der ÖPNV hier eher inexistent ist?) beim aktuellen Wetter sehr übersichtlich. Direkt neben dem Parkplatz unterquert die Bahnstrecke die A2.

Hmm, ob die Bahnbrücke nach 1967 nochmal eine Renovierung erleben wird?

Im Regen geht es parallel zu A2 das Auetal hinauf.

Das hiesige Protestplakat ist wiedermal typisch. Klar gehen eine Neubaustrecke aber die nur wenige hundert Meter und trotz Schutzbauten ins Tal lärmende A2 schert nicht. Zudem würde die Bahnstrecke ohnehin wie üblich parallel zur Autobahn genaut. Klassische Nimbys, Hauptsache der Autobahnanschluss ist sichergestellt  🤦‍♂️

Jetzt nochmal auf den Berg hinauf und schon wird diesmal von Norden her Schaumburg erreicht.

Und es ist bei leicht nachlassenden Regen noch Zeit für einen Abstecher hinauf zur Burg. Der Ausblick ins Wesertal ist eher „getrübt“ / wie zu erwarten.

Jetzt erstmal die Heizung aufdrehen, raus aus den nassen Klamotten und Schuhen und ebendiese zum trocknen aufhängen.

Dann ab zum Abendessen.

Nochmal der Riesling von der Saar bevor es nach dem Küchengruss mit Bärlauchsuppe mit gebackener Räucherfischpraline und Tranchen vom Kalbsrücken an Morchelrahm Frühlingsgemüse und Kartoffelpüree weiter geht.

Den Abschluss bilden Mirabellen-Topfenknödel auf Mandelsauce mit Nougatperlen und Mohnparfait und da es nun enfluch aufgehört hat zu regnen gibt sich die Sonne mit Abendrot hinter dem Fenster die Ehre und Inspiration für einen Marzadro Diciotto Lune Grappa.

Abschließend noch der übliche Link zu Komoot über die 69km mit 640 Höhenmeter durchs Schaumburger Land.

Genug geschlemmt, morgen geht’s nach Hause.

Ein Tag an der Exertalbahn

Nach einem sehr guten Frühstück möchte sich das Wetter nicht gerade in die positiven Morgenerlebnisse einreihen… denn es regnet.

Aber das Ziel ist trotzdem der erste Osterexpress im Extertal um 12 Uhr ab Bösingfeld nach Alverdissen.

Also sb im Nieselregen und einen recht schwammigen Feldweg nach Großenwieden zur Weserfähre.

Heute gilt noch der eingeschränkte Fahrplan aber schon nach kurzer Wartezeit kommt der Fährmann mit „Moin, wollen sie rüber?“ aus dem Fährhäuschen und so werde ich für 1,50€ exklusiv ans linke Weserufer übergesetzt und der Regen hört derweil auch auf.

Über Exten und diverse Dörfer oberhalb des Exertal geht es Richtung Bösingfeld.

Und dabei geht es dann auch wieder stramm bergab nach Bremke bevor es auf dem Standstreifen der L758 nach Bösingfeld geht.

Die Draisinenbahn ist heute noch nicht in Betrieb. Das interessante sind auch die Bahnübergänge welche doppelte Lichtzeichen besitzen. Die einen werden von den Draisinenbahnen eingeschaltet, die Anderen vom Zug. Obwohl seit mehreren Jahren schon auf Abschnitt Rinteln Süd / Exter nach Bösingfeld keine Zugfahrten mehr stattfinden. Zwischen Bösingfeld und Alverdissen jedoch finden „Mischbetrieb“ statt, nur nie am gleichen Tag.

Hier läuft auf eines dieser vielen, in meinem Augen obskuren, Projekte mit kleinen autonomen Fahrzeugen für Nebenbahnen. Naja, über einen Werbecontainer in Bösingfeld ist man wohl noch nicht hinausgekommen.

Trotz Regen und Fährfahrt wird Bösingfeld Bahnhof, der gleichzeitig auch Betriebshof der VBE ist, noch vor Abfahrt des Osterexpress um 12 Uhr erreicht.

Und es bleibt noch Zeit für ein Vorfahren an den Ortsrand wo bei der Fischzucht (mit leicht paranoiden Personal) ein erster Fotopunkt gefunden wird.

Auch Petrus ist mitlerweile wach und schickt erste Sonnenstrahlen vorbei.

Bergwärts hat der Gepäcktriebwagen ganzschön zu schaffen und der Gleichstrommotor knurrt entsprechend.

Ich kann den Zug zwar verfolgen, aber nach dem Stop an dem der Osterhase aufgenommen wurde, nicht überholen.

Vorbei am Gut Ullenhausen wird in Alverdissen das Umsetzen fotografiert und wieder etwas talwärts ein brauchbarer Fotostandort für die Rückfahrt gefunden.

Noch etwas weiter talabwärts wird der nächste um 14 Uhr fahrende Zug abgewartet.

Noch ein Panorama und Nachschuss und ich fahre wieder nach Alverdissen wo der Osterhase für die Kinder vor der Lok posiert bevor diese wieder für die Rückfahrt umsetzt.

Das abschließbare Handgewicht sieht derweil auch interessant aus. Zusem kenne ich gelb nicht in der Kombination mit Schwarz. Nach DB Logik wäre es so eine Weiche ohne Grundstellung mit einer Grundstellung 🤪

Nach den Fotos vom Umsetzen fahre ich bis kurz vor Alverdissen für ein Foto der Rückfahrt und bei Eimke wird er überholt und nochmal fotografiert.

Nochmal hoch zum Gut Ullenhausen für den um 16 Uhr fahrenden Osterexpress und die Rückfahrt wird unterhalb des Guts abgefangen.

In Bösingfeld wird der Zug dann in die Abstellung gefahren und für die morgigen Fahrten die Lok umgesetzt.

Jetzt ist es Zeit für die Rückfahrt ins Hotel, diesmal aber über die Höhen Nordwestlich von Bösingfeld mit stetigen auf und ab.

Achja, die Anbindung der Musumsbahn am Wochenende aus Lemgo oder Rinteln ist eher inexistent. Der 12 Uhr Zug ist z. B. aus Rinteln unerreichbar. Und Hotels in Bösingfeld… Fehlanzeige.

Ab Posteholz geht es dann bis zur Weserbrücke bei Fuhlen stets bergab.

Rüber über die Weser per Brücke (die Fähre vom Vormittag verkehrt im Nebebsaisonplan nur bis 16 Uhr), durch Hessisch-Oldendorf durch ubf kurz vor Walsede noch eine NWB Richtung Rinteln abgefangen.

Und dann wie schon gestern nochmal der knackige Anstieg hinauf zur Burg Schaumburg.

Und dann das Ostermenü, wenn gleich ich mir vom Osterküken irgendwie beobachtet vorkam.

Zum Knabbern etwas Gänseschmalz gefolgt vom „Gruss aus der Küche“ *servus* als Fischterinne auf Spargel. Super.

Danach ein „Frühlingswald mit Rehfilet Maronenmousse und marinierten Gemüsen“ und als Hauptgang „Gratinierter Lammrücken  in Thymianjus mit Spitzkohl-Polenta-Lasagne“ der wirklich sehr gut war.

Aber die finale Verzückung war das Dessert „Haselnussmousse mit gebackenem Rhabarber und Eierliköreis“.

Da tanzten die Geschmacksnerven Lambada.

Begleitet von einem feinen Riesling von der Saar und für den Hauptgang einen roten Cuve aus Portugal.

Nicht gerade billig, aber jeden Euro wert.

Mal sehen wie das Wetter morgen wird. Eher trübe und sehr Regnerisch verheißt die Prognose.

Schaumermal, auch zum Frühstück morgen, denn da bin ich wohl der einzige Gast. Jedenfalls kam regelmäßig jemand vom sehr bemühten Personal und fragte etwas dazu um morgen ein vergleichsweise normales Frühstück ohne Buffet zu bieten.

Wie gewohnt hier der Link zur heutigen Tour auf Komoot auf der doch 77km und 810 Höhenmeter zusammengekommen sind.

Langstrecke an toten Strecken ins Schaumburger Land

Der Tag begann mit Sonnenschein und einem sehr angenehmen Frühstück.

Nach dem Auschecken nich eine Runde durchs Städtchen und zur nur Mo-Fr bedienten Station Einbeck BBS / P.S. Speicher. Kurz hinter dem Bahnsteig verhindert eine Sh2 Scheibe die Weiterfahrt. Der Bahnsteig ist im übrigen ein Teil des offiziellen Fuss- und Radwegs.

So morsch wie der Oberbau hinter der aktuellen Endstation daher kommt wundert die Sperrung kaum.

Am Ortsende von Einbeck weiche ich von der Bahnstrecke ab. Parallel führt nur eine gut befahrene Strasse ohne Standstreifen. Das muss ich mir nicht geben.

Am Ortseingang von Hullersen grüsst ein Galgen? Ähm, nein es ist ein „Wetterstein“.

Derweil zieht es sich irgendwie zu. Der angekündigte Saharastaub sorgt für Dunst und eine hochnebelartige Wolkendecke.

An der Juliusmühle geht es auf die kurz nach der Einbecker Stadtgrenze, ca. ab höhe Hullersen, abgebaute Bahnstrecke.

Am dortige Werk der Fa. Renold sind beiderseits der Strasse noch Gleisreste vorhanden.

In Markoldendorf erinnert eine Lokomotivachse im Kreisel an die Bahn deren Trasse in der Ortslage mittlerweile von der Strasse einverleibt wurde.

Im bebachbarten Eilensen dagegen ist noch der alte Bahnsteig inkl. Hektometerstein vorhanden.

Hinter Eilensen verbleibt die Trasse der Bahnstrecke im Tal während die Strasse und der Radweg erst den Hang hinauf und dann nach Dassel wieder hinunter klettert.

In Dassel wurde das Bahnhofsareal ausgebaggert und mit einem KIK Markt überbaut, daher steht das ehemalige Empfangsgebäude etwas verloren oberhalb des ehemaligen Areals.

Dassel ist an sich ein schönes Ort, aber mit sehr hohem Leerstand. Vielleicht eine Folge des hier im flachen Land meist eher dürftigen ÖPNV?

Die Bahnstrecke endete in Dassel und über wenig befahrene Landstraßen und Feldwege geht es über die Hügel weiter.

Apropos dürftiger ÖPNV, ein „top Beispiel“ findet sich bei Erichsburg. Dort stehen auf dem Aushang der Tarufinfos mehr Zahlen wie im Fahrplanaushang 🙁

Die Sonne ist langsam komplett verstaubt und über den Berg gehts nun nach Vorwohle wo eigenartige Gestalten im Vorgarten stehen.

Hier fahre ich nochmal über den Einschnitt nach Lenne und am Denkmal zur in den 70er Jahren Aufweitung des Einschnitt zurück nach Vorwohle.

Warum die Strecke immernoch zweigleisig ist? Weil am Wochenende nur alle 2h ein Zug je Richtung fährt?

Deemr Sinn des Zg2 (Zugschluss) an der Laterne ist nicht erklärbar aber so gut wie es befestigt ist scheint es wichtig zu sein.

Etwas weiter talwärts beginnt dann der Lenne-Freizeitweg wobei der Info Pavillon darüber informiert dass sich hier an der Strasse nicht die eigentliche Bahnstrecke von Vorwohle nach Bodenfelde verlief sondern etwas weiter oberhalb im Wald. Hier unten befand sich ein Umladebahnhof auf eine Schmalspurbahn welche diverse in den oberhalb im Wald vorhandene Stollen bediente in die im WK II diverse Fabriken ausgelagert wurden.

Und nach einem kurzen strammen Anstieg wird die Bahnstrecke erreicht (der Verladebahnhof schliss erst weiter Talwärts an) und enspannt nach Wickensen gerollt.

In Wickensen liegen nicht Schienen herum und auch ein SchuB Lo57 Bü Schaltschrank hat überlebt.

Das Empfangsgebäude von Eschershausen gibt sich gepflegt mit diversen Bahn Devotionalien.

Ein alter Schrankenposten hat auch überlebt, ebebso wie der erkennbare ehemalige Gleisanschluss.

Am Ortsrand von Eschershausen / Ortsteil Sarfodendorf endet der Lenne-Freizeitwegauf der alten Bahntrasse vorerst. Der Grund dürfte die Umgehungsstrasse sein die derzeit gebaut wird.

Aber kurz darauf geht’s auf der Trasse weiter.

Hinter Dielmissen am ehm. Zementwerk tauchen dann diverse sehr desolate Bahnwagen und recht kitschige „Loks“ auf.

Sie markieren das Ende der Draisinenbahn aus Bodenwerder welche aber seit mehreren Jahren ausser Betrieb ist da der Landkreis Holzminden das Queren der Strassen mit den Draisinen untersagt hat.

Die ehemalige Draisinenbahn teilt sich Abschnittsweise die Trassem mit dem Lenne-Freizeitweg. Mangels Draisinenbahn ist auch kein Konfliktpotential da, wobei der Weg an sich auch eher ungepflegt wirkt.

Aber die Stecke hat interessante Abschnitte bis hin zu Werksbauten (mit ehm. Gleisanschluss) im Bauhausstil.

Wer mutig ist überquert hinter Kirchbrak die Lenbe in Gleismitte auf den rostigen Platten, ich wähle ich lieber den seitlichen Steg.

Der Bahnsteig von Buchhagen erscheint massiv überdimensioniert, laut Wikipedia war das benachbarte Aussflugslokal aber lange Zeit das Ziel von Ausflugszügen mit entsprechender Länge.

In Bodenwerder-Linse befand sich der Betriebsmittelpinkt der Vorwohle-Emmerthaler-Eisenbahn, der aber erkennbar dem Verfall preisgeben ist.

Auch der zugehörige „Kulturbahnhof“ und ehemals Draisinen Startbahnhof Bodenwerder-Linse ist ungenutzt.

Kurz danach quer die Strecke die Weser, wobei die Brücke mit ein Grund für die Einstellung der Bedienung östlich von Bodenwerder war.

Immerhin wurde die Strecke ab dem westlichen Ortsrand von Bodenwerder wieder instand gesetzt und dient nun Sand, Kies, Kalk und Holztransporten.

Am Weserradweg geht es nun weiter Richtung Hameln.

Vorbei am Wasserschloss Hehlen wird Hajen erreucht und am ungenutzten Fähranleger eine Rast mit Kaffee und Kuchen eingelegt.

Und weiter der Weser entlang mit Blick auf die Gierfähre bei Grohnde, am stillgelegten AKW vorbei und unter der Weserbrücke der Bahnstrecke von Hameln nach Altenbeken hindurch. Gefühlt wird es immer dunkler obwol es erst Nachmittags ist.

Bei Tündern überrascht dann eine Windmühle holländischer Bauform bevor alsbald Hameln mit den nun ungenutzten Hafenanlagen inkl. ehemaligen Aurora Mehl Lagerhallen und Gleisanlagen.

Die stadtseitig abgeschnittene Bahnbrücke wurde einst von der Bahnstrecke nach Barntrup und Lemgo genutzt. Reaktivierung unmöglich…

An der Weser entlang geht’s durch Hameln und weiter nach Fischbeck wo gerade ein Zug Richtung Rinteln kurz meine Fahrt unterbricht.

Im Gewerbegebiet von Hessisch Oldendorf steht ein „kleiner“ Grill, falls mal jemand der kleine Hunger überfällt 🤪

Hinter Hessisch Oldendorf geht es nochmal stramm bergauf zur Burg Schaumburg wo sich nebenan auch das Hotel befindet.

Der Anstieg verläuft mit teils >10% Steigung aber der Akku hat noch Reserven 😉 und so wird gegen 17:30 die Übernachtung erreicht.

Das Restaurant gehört eher zur gehobenen Klasse und wie zu erwarten war es wirklich sehr fein. Insbesondere der Fisch und als Kontrast „Arme Ritter“ zur Nachspeise.

Das dunkle Schaumburger Landbier der Brauerei aus Nienstädt gefällt auch.

Zum Abschluss noch der Link zu Komoot mit der 95km Tour und 640 Höhenmetern.

Morgen geht es dann zu den Resten der Exertalbahn.

Anreise zur Ostertour

Am heutigen Karfreitag ging es um 7:50 mit der RB82 nach Frankfurt.

Die Fahrplanauskunft verlündete derweil eigenartiges.

Welchen Anschluss soll ich hier bitteschön verpassen? Dem vom Rad zum Bahnhof? 🙈

Im ICE4 habe ich mal wieder einen der elenden Hängeplätze erwischt. Dazu noch ein wenig Tetris mit den das Fahrradabteil belagernden Kinderwagen…

Ahja, heute waren die „Normalfahrgäste“ und besonders die Kinderwagentruppen definitiv unkoordinierter unterwegs wie die vier in Ffm einsteigenden Radler.

Der ICE ist sehr gut besetzt, im Radabteil hat es aber noch Lücken die gerne von Rucksackreisenden genutzt werden.

Auf Grund der Baustelle zwischen Hanau und Fulda sowie Nacharbeiten an der S6 nach Bad Vilbel fährt der Zug über Hanau nach Friedberg und weiter nach Kassel-Wilhelmshöhe. Auch hinter Ka-Wi ging es nicht über die Schnellfahrstrecke (Sanierungsmaßnahmen nach der Generalsanierung 🤦‍♂️) sondern über die Altstrecke nach Göttingen und braucht daher mit etwas über 3h etwas länger wie üblich.

Zudem hatte hinter Eichenberg ein Güterzug ein Gebrechen und durch das eingleisige Fahren kamen noch 15 weitere Minuten hinzu.

Der Vorteil dee längeren Fahrt und Verspätung? Es hört gerade auf zu regnen als ich in Göttingen eintreffe.

Entlang der Leine geht’s nach Norden und rs kommt sogar etwas blauer Himmel raus als der Zug nach Paderborn die Leine quert.

Die Bach- und Flussläufe sind vom Regen der letzten Tage noch gut gefüllt was aber in Nörten-Hardenberg dem Refit ICE1 auf dem Weg nach Hannover herzlich egal ist.

Auch dem freundlichen Rückenwind braucht er vermutlich nicht.

Der Wind aus Süd-Süd-West hilft unheimlich mit beim Fahren. Wenn der Weg aber mal von der Nordrichtung abweicht merkt man den Gegenwind ganz schön.

Bei Northeim werden noch ein paar ICE und Metronom mitgenommen.

Hinter Northeim ist fann tatsächlich der Radweg auf gut 200m noch überflutet, aber auf der Strassging es weiter und zum SFS-Tunnel bei Hohnstedt.

Weiter dann etwas oberhalb der alten Bahnstrecke nach Salzderhelden mit dem dortigen Sperrwerk für das mehrere Quadratkilometer Fläche umfassende Rückhaltebecken.

Im Bahnhof von Salzderhelden zweigt die einst bis Dassel führende Ilmebahn ab die seit 2018 wieder im Stundentakt bis Einbeck verkehrt.

Auf der Vorflutbrücke zur Leine und der Ilmebrücke ergeben sich gute Fotomöglichkeiten.

Am Wochenende und Feiertagen verkehren die Fahrten nur bis Einbeck mitte. Weiter bis zum Halt „PS Speicher“ wird nur Mo-Fr in der Hauptverkehrszeit gefahren. Die Reaktivierung bis Sachsenbreite ist angedacht. Dahinter bis Dassel wird die Trasse morgen unter die Räder genommen.

Vorbei am auch schon einige Jahrzehntebestehenden „Neuen Rathaus“ wird dann im Einbecker Hof eingecheckt und dann eine Runde durch die hübsche Altstadt von Einbeck gelaufen.

Fürs Abendessen fällt die Wahl aufs „Mykonos“, da das Restaurant vom Hotel heute geschlossen hat, begleitet vom örtlichen Bier. Das dunkle gefällt sehr bevor es wieder zurück ins Hotel geht.

Es waren heute „nur“ 48km (inkl. Weg zum Bahnhof) die zudem dank Rückenwind sehr angenehm zu fahren waren.

Hier wie üblich der Link zu Komoot mit weiteren Bildern.

Morgen soll das Wetter wesentlich besser werden, schaunermal. Auf 90km bei Regen hätte ich auch keine Lust.

Mit direkten Umwegen nach Hause

Nach dem Frühstück ging es erstmal nach Hüffenhardt. Wie ich dem Prospekt zur heutigen Ostersonderfahrt auf der Krebsbachtalbahn entnehmen konnte fährt auch heute der Rebenbummler und so steht er auch in Hüffenhardt vor dem Lokschuppen. So muss er gestern nochmal als Leerfahrt hier hochgefahren sein.

Es blieb noch ein wenig Zeit um den Bahnhof Hüffenhardt zu erkunden der klassisches Nebenbahnflair ausstrahlt bevor es zurück Richtung Siegelsbach zum ersten Fotostandort ging.

Der interessante Bahnübergang mitten in der Kreuzung der Feldwege mit der Landesstraße scheidet wegen Sonnenstand aus, also geht es weiter nach Siegelsbach mit dem besonders geschützten Bü Schalthaus und einem sher selbsbewussten Brauerei LKW. Aber für das Bier von der Distelhäuser Brauerei wartet man auch gerne.

Im Bahnhof von Siegelsbach sind die Seitengleise die zur Andienung der ehemaligen Muna / Sondermunitionslager dienen alle gesperrt. Nur ein Ladegleis besteht noch. Der Betrieb muss wohl vor Jahrzehnten recht umfangreich gewesen sein so dass über den Bahnhofskopf Richtung Obergimpern und zur Muna sogar eine heutzutage abgebaute Fussgängerbrücke führte.

Aber südlich des Bahnhofs steht die Sonne ungünstig, also geht es zurück ans andere Ortsende Richtung Hüffenhardt. Unter Nutzung des Digtalzooms konnte der Zug dann auch am vorgenannten Bü abgefangen werden bevor er hupend und brummelnd und auch bereits recht gut besetzt den kleinen Feldweg überquerte.

Danach ging es über den Höhenrücken wie gestern weiter Richtung Untergimpern mit im Gegensatz zur gestern gewählten Route mit über 20% Gefälle etwas weniger steilen Abfahrt ins Tal.

Da der Ostereiersonderzug gut eine Stunde Aufenthalt in Untergimpern zum Ostereiersuchen für die Kleinen hat bleibt nur ein Fotostandort unterhalb Untergimperns. Den schließlich muss / will ich heute noch bis nach Hause fahren und es ist schon kurz nach 11 Uhr.

Kurz vor dem Bahnübergang zwischen Untergimpern und Helmhof erklimme ich den Hang und muss als der Zug kommt feststellen dass vsl. erst in einer halben Stunde die Sonne richtig stehen würde um den Zug auszuleuchten. Aber es gibt schlimmeres. Der Zug ist sehr gut gefüllt und es wir fleißig gewunken.

Jetzt geht es erstmals flott talabwärts zum Bahnhof Neckarbischofsheim Ort.

Ab hier geht es nun stets bergauf und bergab über die Hügel des nördlichen Kraichgaus und bei Helmstadt wird die „S-Bahn“ (eher „stündliche“ -Bahn“) nach Aglasterhausen abgefangen. Mal sehen wann diese sich wirklich im vorher gelegenen Bahnhof Neckarbischofsheim Nord flügelt oder verzweigt um von dort über unter und Obergimpern nach Bad Rappenau zu fahren.

Und weiter stets hoch und runter durch die Hügel.

Man könnte philosophisch werden und die Route durch das nördliche Kraichgau bzw. die südlich des Neckars gelegenen Ausläufer des Odenwalds als symbolisch für das stete Auf und Ab im Leben bezeichnen.

Vor dem Ort im Seitental des Neckars unterhalb der Dilsburg, welche ich 2017 bei meiner ersten Langstrecken E-Bike Tour angefahren hatte, mit dem bezeichnenden Namen Mückenloch geht es wieder recht steil hinunter und für den Radweg wird sogar das Absteiogen empfohlen da dieser bei gut 18 bis 20% liegt. Wie soll den in der Gegenrichtung einer hochfahren? Da ist die Landesstraße sinnvoller.

Und dann ist irgendwann der Neckar erreicht. Mit em Elektroroller über den gschotterten Radweg? Mutig muss ich sagen.

An der Schleuse Neckarsteinach wird dann die Talseite nach Hessen gewechselt.

Und auch mal eine kleine Pause bei Frankfurter Kranz (dem meiner Meinung anch die Marmelade fehlte) eingelegt bevor es weiter durchs Ort ging.

Nesckarsteinach besitzt einen sehr schöne und verkehrsberuhigten Altstadtkern. Am Ortsende wo der Radweg über die ehemalige Bahnstrecke nach Schönau beginnt bietet sich auch gleich die Gelegenheit für ein Foto mit der S-Bahn Richtung Heidelberg bzw. kurz darauf nach Eberbach und Osterburken.

Auf der ehemaligen Bahnstrecke nach Schönau geht es nun das Tal der Steinach hinauf. Die auf dem Schaukasten am Streckenanfang bei Neckarsteinach abgebildete Bahnbrücke gibt es auch heute noch. Nur das heute Radler statt Schienenbussen darunter hindurch fahren.

Das ehemalige Bahnhofsgebäude von Schönau ist in Privatbesitz und der Großteil des ehm. recht umfangreichen Bahnhofsareals ein Parkplatz.

Durch das langgestreckte Ort geht es weiter das Tal hinauf.

Und irgendwann ist dann Heiligkreuzsteinach erreicht wo eine gefühlt ewig lange Schlange vor der Eisdiele stand. Kein Wunder bei so einem Wetter.

ab hier geht es im Tal des Eiterbach weiter und endlich ist auch kein nerviges Motorradgejaule mehr zu hören. Am oberen Ortsende von Eiterbach, ein klassisches Straßendorf, ist „Lands End“. Eine Weiterfahrt nach Siedelsbrunn ist nur noch Land- und Forstwirtschaft bzw. Radfahrern und Wanderern gestattet.

Die letzten zwei Kilometer vor Siedelsbrunn geht es dann recht steil aus dem Tal hinauf ins Ort. Nur um dann am anderen Ortsende wieder hinunter zur Kreidacher Höhe, einem Motorrad und Ausflügler „Hotspot“ zu rollen.

Und damit es nicht langweilig wird geht es das was es von Siedelsbrunn hinunter ging hinter der Kreidacher Höhe wieder hinauf… 😀

Das Ziel war dann die 576m.ü.M gelegene Tromm.

Nachdem der alte 27m hohe Aussichtsturm (Ireneturm) wegen morscher Holzkonstruktion bis auf das steinerne Sockelgebäude abgebrochen werden musste errichtete man daneben eine spektakuläre und 34m hohe Stahlkonstruktion welche sich Richtung Weschnitztal neigt. Die Aussicht bis hinüber in die Pfalz belohnt den Aufstieg auf die bei Wind leicht schwankende Konstruktion.

Noch ein paar Panoramafotos und dann geht es weiter. der Wegweiser zeigt den Weg zu bedeutenden Städter wie Frankfurt oder Messel. Warum Messel?

Weiterhin etwas auf und ab geht es auf dem Bergrücken weiter nach Norden bis es kurz vor Hammelbach, wo es ein privat geführtes Museum über Werbeschilder gibt, stramm hinunter ins Tal geht.

In Hammelbach geht es nochmal kurz hoch bevor es nun kontinuierlich nach Weschnitz und ins Ostertal fällt.

Unter Ostern wünscht am Ortseingang frohe Ostern und schon bald ist das Gersprenztal erreicht.

Über Fränkisch-Crumbach und Groß Bieberau wird um kurz vor 19 Uhr das heimatliche Reinheim wieder erreicht.

Und nun wie gewohnt der Link zu Komoot zur Tour über die 104km und 1000 Höhenmeter zurück nach Hause.

Nachtrag: Am nächsten Tag ging das Rad in die Jahresinspektion um wieder fit für die nächste Sommertour zu sein. So war der Plan, aber dabei wurden Haarrisse an der Schweißnaht der beiden unteren Streben der Hinterradschwinge zum Rahmen festgestellt. Das war es dann wohl treuer Drahtesel, da derartige Schweissungen am Alu Rahmen schlecht reparierbar sind.

Ein Nachfolger wurde schon ausgewählt und diverse Komponenten wie das liebgewonnene Nyon Navigations- und Steuergerät der ersten Generation werden auch den Weg zum neuen Rad finden.

Krebsbachtalbahn intensiv

Frühstück gab es ab Acht was genau passte um den ersten Zug des Tages ab Hüffenhardt bei Obergimpern zu erreichen und Zeit einen SWEG ex. Abellio RE10b nach Heilbronn zwischen Babstadt und Bad Rappenau abzufangen.

An der Kirche von Obergimpern hat man letzte Nacht das zweite Ei vor dem Portal geklaut. Sitten sind das hier…

Am heutigen Ostersonntag verkehrt nicht der übliche „Rote Flitzer“ Schienenbus der Baureihe 798 der Krebsbachtalbahn sondern die MAN Schienenbusse VT27 und VT28 der Eisenbahnfreunde Breisgau, der sogenannte „Rebenbummler“, wie sie u. a. bei der SWEG im Einsatz standen.

In Untergimpern ist es eigentlich noch zu früh für das klassische Motiv mit der Kirche da die Sonne noch nicht die strassenseitige Fahrzeugfläche bescheint, aber es ist auszuhalten. 😀

Zwischen Untergimpern und Helmhof kommt dann die Fotohornisse zum Einsatz bevor es wieder zurück nach Untergimpern geht.

Nächster Fotostop ist dann am Hochwasserschutz zwischen Unter- und Obergimpern. Hier gelingen zwei Fotos zuerst mitels Drohne und dann gut 200m weiter konventionell.

Danach geht es stramm weiter nach Siegelsbach und Hüffenhardt wo die Triebwagen gerade ihre Mittagspause beenden.

Nachdem am Lokschuppen und Vereinheim des Krebsbachtalbahn e. V. ein erster Schwung Fahrgäste aufgenommen wurde setzte die Garnitur zum Bahnsteig am Streckenende um um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Die Garnitur um 12:42 nach Neckarbischofsheim war dann auch im Gegensatz zu den Vormittagszügen sehr gut besetzt.

Nebenbahnromantik pur…

Über Siegelsbach und den Höhenrücken geht’s wieder nach Untergimpern. Die Abfahrt hinunter nach Untergimpern ist mit teils über 20% recht heftig.

Hier gelingt dann nochmals das Motiv mit der Kirche, wobei sich nun die Sonne ein wenig zurückgehalten hat.

Weiter dann hinunter bis zum „Staatsbahnhof“ Neckarbischofsheim Nord auf dessen Rückseite die Züge der Krebsbachtalbahn enden. Die Anbindung an die Strecke nach Aglasterhausen ist nur als Awanst ausgestaltet. Hierüber wird auch der kleine Alstom Standort angebunden.

Kurz vor Neckarbischofsheim Nord wird dann der nächste Zug aus Hüffenhardt abgefangen bevor es wieder talaufwärts geht. Die 16 °C machen das alles sehr angenehm.

Der nächste Standort ist dann vom Zug nach Hüffenhardt kurz vorm Haltepunkt Obergimpern ubd auf dessen Rückfahrt am östlichen Ortsrand, diesmal auf der andren Gleisseite von heute morgen.

Danach wird an den westlichen Ortsrand umgesetzt wo Osterglocken passend beim Bü blühen. Ostermotiv: [✔️]

Dann weiter quer durchs doch recht am Hang liegende Obergimpern nach Osten wo die die letzte Fahrt des Tages bei der ex. Muna / Sonderlager wieder aus dem Wald herauskommt.

Nach der Ankunft in Neckarbischofsheim Nord werden die beiden Triebwagen auf die „Staatsbahnseite“ wechseln und wieder nach Hause zurückkehren. Nächste Woche am 16.4. werden diese aber nochmal auf die Krebsbachtalbahn zurückkehren bevor dann vom 30.04. bis 08.10. der klassische Schienenbus des Förderverein Schienenbus Kornwestheim an Sonntagen den Verkehr durchführt.

Ein letzter „Nachschuss “ dann ist nach 17 Uhr wieder Ruhe über den Gleisen.

Das könnte sich bald (bald ist relativ) ändern da beschlossen wurde einen regulären und täglichen Verkehr auf der Krebsbachtalbahn ins S-Bahn Netz zu integrieren. Hierzu soll ein Lückenschluss zwischen Obergimpern und Bad Rappenau gebaut werden. Was dann aber aus dem „Wurmfortsatz“ von Obergimpern nach Hüffenhardt wird ist unklar.

In Bad Rappenau noch ein Foto von der AVG „S-Bahn“ nach Sinsheim bevor es über den Kurpark zum Gradierwerk geht.

Das war übrigens der heutige Fahrplan

Über die Haffner Brauerei mit angeschlossen Hotel geht’s nochmal zum Wasserschloss.

Rechtzeitig zum Abendessen ist wieder das Hotel erreicht. Kartoffel-Karottensuppe, Lammragout mit hausgemachten Nundeln und wieder gestern die vorzügliche Eierlikör-Mousse. Das ganze begleitet vom Häffner Dunkel.

Zum Schluss waren dann doch 65km zusammengekommen und der Akku bei 20%.

Hier wie gewohnt die ganze Tagestour bei Komoot.

Morgen geht es wieder heim, aber nicht ohne zuvor morgens den Schienenbus auf seiner Ostereier Sonderfahrt abzufangen.

Langstrecke nach Bad Rappenau

Über die Osterfeiertage fährt die Krebsbachtalbahn mit den ex. SWEG Schienenbussen statt den im Rest der Saison verwendeten 795er.

Der Wetterbericht für die nächsten Tage ist zwar nicht berauschend aber auch nicht wirklich schlecht.

Also wurde sich um kurz vor 9 das Rad geschwungen um in Richtung Süden zu fahren.

Es ist noch ein wenig dunstig und kurzzeitig versteckt sich die Veste Otzberg gar in den Wolken.

Vom Otzberg gehts über Ober Nauses hinunter nach Höchst wo unterwegs der Biber interessante Staustufen angelegt hat.

Am „Mausohr Bahnhof“ Mümling-Grumbach vorbei grpsst eine gut erhaltene Werbung für Schönberger Bier aus Gross Bieberau was schon seit etlichen Jahren in Pfungstadt gebraut wird und mit der Schließung der Pfungstädter Brauerei und Interim Lohnbrauerei bei Eders nun auch Geschichte sein wird.

Flott geht es das Mümlingtal hinauf und über die Einhards Basilika von Steinbach wird Erbach erreicht.

Der Plan B ab hier mit dem Zug nach Eberbach zu fahren wird verworfen. Der Zweitakku ist dabei und es läuft gut. Also weiter Richtung Hetzbach.

Derweil ruhen sich Itino und Lint vor dem auf der andren Gleisseite des Bf. Erbach liegenden Wasserhaus, das heutzutage als Wohnung dient, aus.

Beim Sägewerk in Ebersberg steht seit vielen Jahren ein Untergestell eines Wagens der ehm. Rüttgerswerke in Hanau, das Sägerwerk selbst hatte hier nie einen Gleisanschluss.

Weiter Bergauf und schon ist das Wahrzeichen der Odenwaldbahn erreicht.

Eigentlich wollte ich über Beerfelden weiter nach Eberbach fahren, aber ich disponiere auf den Krähberg um und somit eine kleine Pause um den kurz nach 12 das Himbächel Viadukt auf dem Weg nach Eberbach zu passieren.

Danach geht es stramm bergauf und am eigentlichen Krähberg vorbei zum Reusenkreuz um ab dort auf der Landesstrasse hinunter nach Schöllenbach zu fahren.

Im ehm. Bf. Schöllenbach wird der Zug aus Eberbach noch abgefangen.

Und dann geht’s weiter talwärts nach Eberbach wo dann auch der erste Akku erschöpft ist. Ich habe ihn wohl am Otzberg und Krähberg für zügige Geschwindigkeit etwas stark genutzt?

Warum reaktiviert man nicht den Haltepunkt Eberbach Nord? Im Gegensatz zum Halt in Gaimühle der nur reinem Ausflugsverkehr dienen würde wäre hier eine innerstädtische Verbindung (zum REWE am Bf?) nichtmal unattraktiv.

Durch Eberbach und an der Bahnhofskapelle vorbei geht’s weiter zum Neckar der nun flussaufwärts begleitet befahren wird.

Bei Zwingenberg kommt dann auch wieder die Sonne heraus und es ist definitiv wärmer wie bei Hetzbach.

Ind alsbald ist Obrigheim erreicht.

Das seit 2005 abgeschaltete AKW Obrigheim befindet sich seit 2007 im Rückbau, wovon von aussen noch wenig zu sehen ist.

Gegenüber grüsst ein Wachturm „von früher“ und weiter geht’s vorbei an der Verladung der Gipsgrube Obrigheim.

Vorbei an Neckarzimmern und durch Hasmersheim wird Neckarmühlbach mit der darüber tronenden Burg Guttenberg erreicht.

Hier verlassen ich das Neckartal ud es geht hinauf nach Siegelsbach.

Noch ein wenig hügelig durch den Kraichgau und schon ins nach 112km und nicht ganz 1,5 Akkus in Bad Rappenau der Gasthof Adler erreicht.

Der Gasthof Adler hatte mich übrigens gestern etwas „geschockt“ und heute mit mulmigen Gefühl anreisen lassen. Denn obwohl ich vor ein paar Wochen gebucht hatte und auch die Website noch aktiv war, der Standort ist plötzlich in Google Maps verschwunden und zwar gänzlich, das gegenüber liegenden ab seit gut 2 Jahren geschlossene Hotel existiert mit dürftigen Infos und Datenklau Website aber weiter.

Aber als ich ankam und der Chef gerade einen anderen Radreisenden betreute waren alle Zweifel verflogen.

Bei Booking.com hat es nur eine 6,7 Bewertung und ich frage mich warum? Online direkt gebucht kostet das DZ zur EZ Nutzung 50,- und das Zimmer ist sauber mit ein paar Gebrauchspuren und in dem Zustand voll akzeptabel. Insbesondere im Hinblick auf den Preis.

Noch eine Runde zum Kaufland zum Vorräte für So und Mo bunkern und durch den Kurgarten mit dem Wasserschloss gehts zurück.

1x Klingeln für die Bedienung, 2x für eine Lokalrunde. Aber der Biergarten ist eh erst später im Jahr geöffnet.

Aber auch dem Schild an der Eingangstür kann ich voll zustimmen.

Um kurz vor 19 Uhr geht’s zum Essen. Der Chef kocht selbst.

Salat mit Speck, Medailions mit 1a Bratkartoffeln und Eierlikör-Mousse und alles zu zivilen Preisen.

Es blieb nicht leer aber auch wurde der Gastraum nicht richtig voll. Schade eigentlich.

Und wie üblich zum Abschluss der Tourmitschnitt bei Komoot über 113km und irgendwas zwischen 880 und 1000 Höhenmeter aufwärts.