Es geht nach Hause

[Info: Weitere Bilder gibt es erst später da das Handy auf erm die Bilder sind gerade nich ein Backup macht]

Zu schnell ist wieder die Nacht vorbei und nach dem Frühstück ist noch etwas Zeit Strassenbahn zu fotografieren. Leider stehe ich meist auf der falschen Seite oder bin unterwegs wenn ein interessantes Motiv, insbesondere Tatra Wagen, vorbeikommen.

Schade übrigens dass man keine Strassenbahnstrecke in die Strasse vor dem“Nüschel“ verlegt hat, obschon es u. a. mit Dreiwegeweichen an der benachbarten Kreuzung schon Bauvorleistungen gibt. Es wäre ein nettes Motiv.

In Chemnitz werde ich von einem kreativen Zugzielanzeiger überrascht.

Ein sauber mit einer Platte ausser Funktion gesetzter Zugzielanzeiger mit dem darauf stehenden Text am unteren Rand: „Testbetrieb – Fahrgastinformation der Zukunft“.
Hat da jemand bei den Kollegen von DB Station und Service einen Clown gefrühstückt oder ist dass ein Hinweis darauf dass man die „Nichtinformation“ der Fahrgäste am Bahnsteig als zukunftsfähig und als Zukunftsmodell erachtet? 😉

Eigentlich sollte hier etwas von RB 89 um 9:10 nach Aue stehen.

Die Stecke wird im Zugleitbetrieb mit Rückfallweichen betrieben. Nur Thalheim verfügt über ein richtiges Stellwerk und hier sitzt auch der Zugleiter. Die Infrastruktur und insbesondere der Oberbau befindet sich augenscheinlich in einem sehr guten Zustand. Es bestehen Bestrebungen den Abschnitt von Chemnitz Hbf nach Thalheim in das Citybahn Konzept zu integrieren jedoch unter Auflassung des Abschnitts Thalheim – Aue was angesichts der schwachen Nachfrage in diesem Abschnitt logisch klingt, gesamthaft aber das vernetzte System schwächt. Nach Aue käme man dann nur noch mit einem weiten Umweg über Zwickau.

Vom den ehemals sehr umfangreichen Gleisanlagen in Aue ist nur noch wenig übrig geblieben, es gibt nicht einmal mehr ein Empfangsgebäude. Dieses fiel, genauso wie das ehm. Betriebswerk, was ein zentraler Punkt im ehm. weitverzweigten Netz hier oben war, der Spitzhacke zum Opfer.

Weiter geht es erst mal in die ehm. recht bedeutende Grenzstation Johanngeorgenstadt. Hier hatte ich 1h Pause eingeplant, da hier aber „der Hund begraben liegt“ fahre ich mit dem nächsten Zug zurück Richtung Zwickau. Wegen Bauarbeiten verkehrt derzeit kein Zug auf der Tschechischen Strecke nach Karlovy Vary (Karlsbad). Der Zug fährt daher abweichend bis ins benachbarte Potucky um den Busanschluss herzustellen. Im Regelbetrieb ist Johanngeorgenstadt die Umsteigestation zu und von den Zügen der CD.

Interessant auch dass „hier oben“ noch etliche alte WSSB Bü Anlagen mit dem Blinklicht im Andreaskreuz überlebt haben. In Breitenbrunn (Sachsen) überrascht eine zum Restaurant umgebaute ehem. Berliner S-Bahn. Die Strecke ist abwechslungsreich und gut im Schuss.

Ich steige bereits in Zwickau-Schedewitz aus um zur benachbarten Strassenbahnhaltestelle „Stadthalle“ zu laufen in der die meterspurige Strassenbahn mit einer Innenstadverbindung der Normalspur verknüpft wird.

Moment mal…

Neeeeein, echt jetzt werte Verantwortliche der DADINA. Eine sinnvolle Verknüpfung von meterspuriger Strassenbahn und normalspuriger Eisenbahn… sowas wäre absolut undenkbar und ohnehin nie realisierbar? So klingt es für mich seit Jahren im Fahrgastbeirat und aus den Medien die ihr mit Infos zu Programmen der Zukunft füttert. [Sarkasmus/ Ironie aus]

So nun was konstruktives:
Wie wäre es mit einem Ausflug nach Zwickau? Da gibt es solch „unmögliche“ Konstrukte und die Kundschaft kann somit direkt von der Innenstadt bis auf die Orte im Vogtland und gar weiter bis nach Cheb in Tschechien fahren.
Die DADINA Innovationen dagegen sind Parkhäuser am Stadtrand, kaputtoptimierte Buslinien mit Umsteigezwang und das alles zu RMV „Schweinepreisen“ [tm].
Sorry, aber da müssen diese „Nahverkehrsorganisation“ und die zuständigen Politiker der Verbandsversammlung mal ganz dringend Nachhilfe in Anspruch nehmen.

Mit dem RS1 der Vogtlandbahn fuhr ich von der Hst. Zentrum um 13:28 zum Hauptbahnhof der einen gewissen Reichsbahncharme noch gut bewahrt hat. Dazu trägt ggf. auch die noch vorhandenen mech. Signale und der stehende dort top gepflegt aussehende Traditionszug mit einer V100 bei.

Mit der S5X im Talent 2 *örks* geht es nach Gößnitz. Eine planmäßige Umstrigezeit von 3min von Gleis 4 nach 2 ist sehr sportlich. Die Gleise liegen hintereinander mit einer zwischenliegenden Weichenverbindung zum Nachbargleis was die Wege nicht kürzer macht. Nicht umsonst hängt am Bahnsteig ein Schild dass einem auf Deutschlandd längsten Bahnsteig begrüßt.

Mit der Dröhnröhre der Baureihe 612 geht es auf der Mitte-Deutschland-Verbindung recht unspektakulär durch nette Landschaften nach Erfurt und von dort mit dem ICE nach Frankfurt wo die Wartezeit zur RB82 nach Hause mit Abendessen in der Kantine überbrückt wird.

Zuvor verblüfft mich einer der neuen RMV Automaten die von Transdev betrieben werden.

Bug oder Feature frage ich mich da. Die alten RMV Automaten waren ja dahingehend (typisvh RMV) „kundenorientiert“ dass sie, vmtl. mangels Scheinrückgabefunktion da seinerzeit als die Automaten gestellt wurden nicht üblich bzw. sehr teuer, beim Bezahlen meist nur den zum Fahrpreis passenden nächsthöheren Geldschein akzeptierten. Daher hatte ich einem der neuen Automaten (an denen keine vernünftige Fernverkehrsfahrscheine zu erwerben gehen) ausprobiert und siehe da. Bei 4,55€ für die Anschlussfahrkarte hätte der sogar bis zum 100€ Schein alles akzeptiert. Klasse! Ein grosses Lob dafür.
Naja, ein 20er musste dann reichen und siehe da, es kamen je ein 10€ und 5€ aus der Rückgabe, aber es waren nur zwei Münzen gefallen. Komisch dachte ich erst und es waren tatsächlich nur zwei 20ct Münzen die mit der Fahrkarte im Fach landeten. Kann das normal sein dass der Automat wenn im die 5ct Münzen ausgehen diese kommentarlos weglässt (hoffentlich nacht er das nicht auch mit ganzen Euro-Münzen und Scheinen) oder ist das gar eine verdeckte Servicegebühr für die Scheinrückgabe (dem RMV traue ich langsam alles zu) oder schlichtweg nur ein Funktionsfehler?
Mir geht es nicht um die 5ct, auch wenn es mehr als genügend Leute gibt die auch noch auf den letzten Cent achten müssen, aber ein Automat sollte das Wechselgeld schon korrekt herausgeben oder im Fall der Fälle nachfragen ob man es akzeptiert dass er nicht voll herausgeben kann, dann aber bitte mit einem sogenannten Überzahlschein.
„Lieber 5ct verschenkt als keine Fahrkarte“ oder so ein ähnlicher Gedanke könnte gerade auf ländlichen Stationen eine Option sein.

P. S. Ja, ich habe nochmal genau nachgeschaut. Da waren nur 40ct.

So… Jetzt gute Nacht.

Ein Gedanke zu „Es geht nach Hause“

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