Über Österreich ins Allgäu

Nächstes oder eher gesagt das erste Ziel der ersten richtigen Etappe ist Bühl am Alpsee bei Immenstadt gelegen. Aber einfach an der Bahnstrecke entlang wäre zu einfach.

Daher wurden wieder ein Anstieg ab Lustenau gewählt der mich mit tollen Ausblicken durch die Ausläufer von Vorarlberg nach Scheidegg und somit zu einer der beiden ehemaligen Stichstrecken ab Röthenbach brachte.

Aber wrst mal schön der Reihe nach.

Nach dem „Behelfsfrühstück“ und Checkout ging es wieder entspannt ins österreichische Lustenau.

Aber heute nicht hinauf zum Pfänder sondern eher Nordöstlich in den Höhenzug nach Eichenberg.

Man kann die Bushaltestellen ja gerne spartanisch nennen, aber sie erfüllen ihren Zweck. Teils inkl. „Minifahrplan“ auf der Säule.

Es ist wue gesten etwas dunstig aber der Ausblick bei Eichenberg (siehe auch das Titelbild des Blogeintrag) entschädigt mehr als ausreichend für das hinaufstrampeln. Zum Glück liehtein Grossteil der Strecke mit saftiger Steugubgim Wald so dass die Sonne nicht so stark nervt.

Ein Briefkasten nur für Liebesbriefe, in Eichenberg scheint es nötig zu sein. Wenngleich das Klientel hier oben eher 60+ ist. 🤣

Ein paar Mini Wasserfälle und etliche Höhenmeter später …

… ist dann auch klammheimlich die Grenze nach Bayern erreicht.

In Scheidegg ist vom ehm. Bahnhof nichts mehr zu sehen, den in Wikipedia genannten Lokschuppen konnte ich nicht finden (zumidest nicht bei der Bahnhofstraße) und am Ortrand ist der ehm. Bahndamm vom Kreisel unterbrochen.

In Lindenberg wiederum hat sich die Fa. Liebherr mit einer immensen Aufschüttung auf der Bahntrasse breit gemacht. Das geradezu riesige Parkhaus sagt auch einiges über die Brauchbarkeit des hiesigen ÖPNV aus. 😔

Ein kurzer Abstecher zum hiesigen Waldsee ist auch noch drin bevor es auf der teils überbauten Trasse weiter nach Lindenberg hinein geht. Der Autoverkehr in dem Ort ist schon enorm. Was hier wohl ein vernünftiger ÖPNV und besonders SPNV bringen könnte. Oha, ich vergaß. BEG Land, da ist alles ausserhalb Münchens egal und Streckenreaktivierungen per se ein „no go“.

Der Bahnhof von Lindenberg liegt heute im schön gestalteten Stadtpark und dürfte durch die Überbauung nie mehr einen Zug sehen.

Untwr anderem steht das Gebäude der Firma Mayser GmbH & Co KG mitten auf der ehm. Trasse aber ab der Nadenbergstrasse ist dann wieder die Trasse gut sichtbar… als Radweg.

Achja, die Rede ist hier von der ehm. Strecke Röthenbach – Scheidegg welche bereits 1966 den Personenverkehr (und den Gesamtverkehr zwischen Scheidegg und Lindenberg) verlor. Der restliche Güterverkehr wurde 1993 eingestellt.

Kurz vor Röthenbach kommt die Strecke von Lindau nach Immenstadt ins Bild und der Fotohornisse wird etwas Auslauf gegönnt. Will sie ja nicht umsonst mitgeschleppt haben.

Der Modellbahnverein ist mit seinen ehm. Postwagen (?) immernoch im Bahnhof präsent.

Ich kann mich noch an einen Urlaub in den 80er Jahren im Allgäu erinnern während dem eine Jubiläumsfeier in Weiler stattfand inkl. Sonderfahrten mit 627er Triebwagen zwischen Röthenbach und Weiler. Das dürfte 1983 zum 90. Jubiläum gewesen sein als bereits auch der Güterverkehr eingestellt war. Ich muss dazu mal die Analogfotos durchforsten.

Über den größten Bahndamm der Welt geht es dann in permanenten Gefälle auf der ehm. Bahnstrecke von Röthenbach nach Weiler.

Am Ortsrand von Weiler ist die Trasse durch ein Gewerbegebiet überbaut aber im Werksbereich der „Steinwerkstatt“ beim ehm. Bahnhof liegt noch das Anschlussgleis.  Das Empfangsgebäude existiert auch noch, ist aber eher mit seinem Umfeld in desolaten Zustand und wird derzeit so wie es scheit entkernt und saniert.

Vom Bahnhofsvorplatz verkehrt die „Gummibahn“ und ich mache mich auf zum Anstieg nach Simnerberg der mit teils 13% recht heftig ausfällt.

Im Simmerberg kehre ich erst mal im „Zweitbiergarten“ der Simmerberger Brauerei ein und stärke mich mit Radler und Bockwurst am dortigen Kiosk.

Der „Erstbiergarten“ liegt nebenan und gehört zur „Taferne“ der Brauerei.  Achja, Taverne wurde dort tatsächlich mit „F“ geschrieben.

Nach der Stärkung geht es weiter bergauf ubd mit einem grossen Bogen durch die gefällige Landschaft nach Oberreute. Wobei hier die Sonne doch schon etwas intensiver scheint. Aber alles besser wie Dauerregen oder Gewitter.

Ist das Kunst? Oder kann das weg? Egal… ich muss eh weiter.

Na, toll da nennt man das Ort schon Hopfen und dann gibt es dort weder Hopfenanbau, noch eine Brauerei, geschweige denn eine Gastwirtschaft. So eine Mogelpackung.  Es gibt aber eine Käserei… wer es mag.

Ein Ort weiter wird der Appenzeller Flauder mit Allgäuer Quellwasser gestreckt. Es ist weder explodiert noch sonstwas passiert, ausser dass es nun wieder schön kühl ist.

Und von nun an ging es bergab. Auch wenn mein Hinterrad komische Geräusche macht. Mal schauen woher es kommt.

In Oberstaufen wurden erstmal Getränke gebunkert und im Schnaps-Kabinett (ist das sowas wie ein CDU / CSU Arbeitskreis?) ein Kaffee Likör und Marille von Penninger aus Waldkirchen im Bayrischen Wakd gebunkert.

Am Ortsrand bittet nan dann zur Umleitung da die B308 nach Hinterstaufen gerade grundlegend saniert wird ist auch der Radweg davon betroffen und so geht es erstmal hinunter ins Tal und dann hinauf… und dann hinunter usw. usf.

Die Kühe am Wegesrand interessiert das aber gar nicht und es können noch ein paar Garnituren Dröhnröhren (Baureihe 612) bei der Brückenbaustelle abgelichtet werden.

Die Fahrgäste können einem schon leid tun. Auf den RE 7 und RE 70 verkehren nur Dröhnröhren oder Pesa Link. Das Duo des Grauens.

Da der 612 nach Immenstadt etwas Verspätung hat trifft er such am Westende des Alpsee mit dem Pesa nach Lindau.

Etwas später und weiter östlich kann dann noch ein 612er nach Lindau eingefangen werden.

Und dann ist nach 75km und 1070 Höhenmeter aufwärts Bühl. am Alpsee erreicht.

Das Hotel macht aussen nicht den neuesten Eindruck aber die Zimmer sind bereits 1a renoviert.

Anbei gleich noch das Abendprogramm vom Balkon nach dem Essen und während des Schreibens des Reiseberichts.

Achja Abendessen, gutes Allgäuer Bier, Brötspätzle Suppe und ein Chef Burger mit richtig gut Fleisch ubd zum Abschluss Bayrisch Creme. Und da waren sie wieder die weggestrampelten Kalorien. 🤣

Zum Abschluss nochmal die Zugkreuzung in Vollvormat und natürlich darf auch der Link zur Aufzeichnung bei Komoot nicht fehlen.

Morgen geht es dann nach Kempten und Isny.

Dreiländertour

Heute war die „Etappe 0“ angesagt und diese führte gleich zum höchsten Punkt der ganzen Tour, der zwar recht schön aber nicht der Höhepunkt des Tages oder gar der Tour war, der Höhepunkt des Tages kam erst in der Schweiz.

Aber erst mal der Reihe nach.

Leider bietet das Hotel derzeit kein Frühstück an, aber die Kaffee-Fee bringt einem gerne einen Kaffee aufs Zimmer und mit den Teilchen aus der Versorgungsreserve ist das Frühstück gesichert.

Vorbei an dem Getränkemarkt und den bahnseitig nicht mehr angeschlossen Lagerhallen von DB Schenker in Lindau-Reutin geht es nach Lochau in Österreich.

Der Radweg verläuft hier zwischen dem ehm. Stellwerk und den Bahngleisen.

662 Räder wurden in Lochau heute schon gezählt und dabei ist es noch nicht einmal 10 Uhr. So mancher „politisch hochgejubelter Bahntrassenradweg“ bekomnt das gefühlt nicht mal im Monat oder Quartal hin. Aks ich gegen halb Fünf hier wieder vorbeikam stand der Zähler auf über 5300 Rädern. Wahnsinn.

In Lochau wurde der Bodenseeradweg verlassen und es ging nun auf den nächsten 7km steil bergan.

Aber das auf dem Asphalt angekündigte Ziel war es nicht, hier befindet sich erstmal nur der Parkplatz. Aber der weitere Weg ist kein Problem und so wird rasch, auch wenn streckenweise das Radfahren verboten ist, auch wenn das sog. „strengstes Fahrtverbot“ wohl keinen andren interessiert.

Von / bei der Bergstation der Seilbahn kann man gut in Richtung Bodensee und Bregenzer Wald fotografieren. Die letzten Meter bis zum Gipfel beim Funkturm gehen nur zu Fuß mit einer Apfelschorle zur Entspannung.

Und dann geht es wieder bergab. Wobei dies nur schiebend gestattet ist. Mountainbiker dürfen zwar hochfahren aber runter nur über die Hauptstraße.

Egal, das „schieben“ bus Flüh hat einiges an Bremsbelägen gespart. Von Flüh bis Bregenz konnte man aber gut rollen lassen.

Kleiner Abstecher nach Kennelbach mit diversen Resten der Bregenzerwaldbahn unter anderem mit der Brücke über den Kanal unter der Brücke zum Pfänder Tunnel, dem ehm. Empfangsgebäude in Kennelbach oder der Brücke kurz vor dem Schindler Werksgelände.

Bis zum Tunnel fahre ich wegen den vielen „Privatgelände“ schildern nicht. Naja, vielleicht wird die Stecke durchs Tal irgendwann doch ein Radweg bis Andelsbuch.

Eine Reaktivierung ist eher unwahrscheinlich da die Trasse in Kennelbach durch die Firmen Weiss bzw. im Schindler Areal als auch in Bregenz teils überbaut ist.

Entlang der Hauptstrasse auf einem gut ausgebauten Radweg geht es über die Bregenzer und Dornbirner Ache bis zum Rhein.

Die Gleise der Museumsbahn welche die ehm. Strecke der Rheinregulierungsbahn befährt sehen gut benutzt aus, wenngleich der Oberleitung beraubt.

Für die Brücke über den Rhein wird derzeit ein Ersatzbau erstellt.

Vom österreichischen Höchst geht es rüber nach St. Magrethen und wiede stramm bergauf nach Walzenhausen.

Neben der Kirche liegt in St. Magrethen eine Schule mit großzügiger Mehrzweckhalle. Was wohl, typisch für die Schweiz, die massiven Betonwände und Zugänge unterhalb der Mehrzweckhalle beherbergen? 😉

Walzenhausen ist nicht nur das Ort um den „Bahnhof“, also die Bergstation der RhW, sondern zieht sich über mehrere Kilometer am Berg entlang.

Sehr schön ist der Ausblick auf den leider etwas dunstigen Bodensee. Aber als Farbtupfer kommt alles halbe Stunde aus Rheineck herauf der nach gut 5min wieder ins Tal zurückkehrt.

Im oberen Drittel bieten sich mehrere schöne Fotomotive an.

Das „Coronabänkle“ unterhalb von Walzenhausen mit garantiertem Mindestabstand. 😅

Auch wenn Rheineck vom Bahnhof aus, auch wegen der benachbarten Autobahn, nicht sehr einladend wirkt besitzt es doch einen sehr schönen Altstadtkern.

Das Bähnchen ist gerade am Berg, also Zeit für einen Einkauf im dem Bahnhof benachbarten Coop.

Das ehm. Stellwerk von Rheineck wurde bri der Gebäudesanierung nicht unerheblich in Mitleidenschaft gezogen. Aber man scheint um Reinigung bemüht.

Und nach dem Coop Einkauf steht das Bähnchen nach Walzenhausen bereit.

Wird noch bearbeitet…

RhW und die SOB Ring S-Bahn in Rheineck bevor es für die SOB nach Sargans und den RhW (eigentlich AB Triebwagen) wieder nach Walzenhausen geht. Unter dem Bahnsteigdach hat sich die Schweizer Grenzwacht in den Schatten gestellt und wartet…

Ich fahre weiter zur Station Ruderbach mit der einzigen Weiche der Strecke am „Depot“ wo die Zahnstange für den Anstieg nach Walzenhausen beginnt und einstmals die Talstation der Standseilbahn war.

Und nun ging es zügig aber ohne Zug wieder zurück nach Bregenz. Diesmal aber hinter der Rheinbrücke nicht an der Hauptstraße entlang.

Hmmm, „H“ auf der Strasse? Landeplatz für Fugtaxis? 😎🤣

Egal und schon ist der Bregenzer Bahnhof erreicht.

Am Spielplatz zwischen ÖBB Bahnhof und der Seebühne der Bregenzer Festspiele fristet eine ehm. Lok der Bregenzerwaldbahn ihre „Rente“ und wird gerne von den Kindern erkkettert. Andernorts werden die Spielplatzloks eingezäunt oder abtransportiert da man sich verletzen könnte.

An der Seebühne vorbei geht es via Bregenz Hafen wieder nach Lochau.

Auf den Umläufen nach Lindau sind neben den üblichen elektro Talent der ÖBB auch Doppelstock „Wiesel“ mit Taurus unterwegs. Ich vermute auf Grund des erhöhten Zuspruch wegen der Festspiele in Bregenz und der Landesgartenschau in Lindau.

Und dann ist schon wieder Lindau erreicht und beim Casino bietet sich ein guter Blick nach Bregenz und zum Pfänder.

Noch schnell die Einkäufe ausräumen, sich frisch machen und dann geht’s zum Abendessen zum Wissingers im Schlächterbräu wo aber nichtmehr gebraut wird.

Aber das Essen im Biergarten ist 1a.

Käsesuppe mit Käse vom Pfänder, Ochsenbäckchen und hinterher Nougat Knödel. Das ganze begleitet vom herrlich süffigen Rödler Kellerbier der Brauerei Simmerberger.

Und hier wie üblich die heutige Etappe „Null“ auf Komoot mit viel mehr Bildern.

Sommertour 2021 – Es geht los

Nachdem ich seit dem 15.7. endlich den „Passierschein A38“ besitze und mir damit lästiges Nasepopen bei teils obskuren „Testcentern“ ersparen kann ist es an der Zeit für die erste Mehrtagesradtour in 2021. 2020 war trotz alledem irgendwie „entspannter“.

Also wurde der 4:59 Itino nach Darmstadt geentert um den IC nach Stuttgart zu bekommen.

Na das geht ja lustig los.
IC2419 verkehrt in umgekehrter Reihenfolge. 1. Klasse hinten statt an der Spitze. Soweit so gut. Nur der Steuerwagen (wo in der Regel die Radstellplätze sind) bleibt hinten am Schluss da die Lok weiterhin vorne bleibt. Meine Reservierung fürs Rad ist Wagen 5, meist ist das der Steuerwagen.
Nundenn, leider zeigt der DB Navigator mir nun 3 Wagen mit Radbeförderung an. Einer an der Spitze, einer kurz vor dem Bistro und einer am Ende. Danke für die Info, aber es wäre gut wenn man da die Wagennummern mit angeben würde. Die Zugzielanzeige am Bahnsteig vermerkt kein Fahrradabteil im Steuerwagen.
Ich mach Lotto und nehme den Wagen an der Spitze und was hat der Wagen für eine Nummer… Bingo! Die Nummer 6! Aber wie angekündigt mit Radabteil.
Demnach hat man wohl die Garnitur gedreht aber den Steuerwagen (Wagen 5) ans Ende gereiht.
Egal, noch ist der Wagen 6 recht leer und ich der einzige mit Rad, somit wird das bis Stuttgart schon klappen.
Jetzt erst mal heil durch den Bombardier Stellbereich kommen 🤣

Ich bin aber nicht der einzige der derart verwirrt wurde. In Heidelberg und Walldorf-W. füllt sich der Wagen 6 mit Wagen 5 Reservierungen bis zum letzten Stellplatz zzgl. eines Elektrorollers und zweier Falträder.

Trotz alledem wird Stuttgart Hbf fast pünktlich erreicht.

Wardamalbahnhofda? Oder anders gesagt „Wir können alles, ausser Bahnhof “ 🤣
Ich könnte jetzt gehässig sein warum der RE5 nach Lindau und der RE19 nach Schwäbisch Hall-H. sich das Gleis 14 teilen müssen und nicht ein anderer RB, MEX oder sonstwas vor den RE5 gestellt wird. Weil beide von DB Regio (eine der wenigen DB Leistungen) sind und man sich dann intern verrechnen kann wenn es beim Bremsen nicht so richtig klappt oder der vordere nicht um 7:56 wegfährt bevor der RE5 um 8:01 das Bahnöfchen verlassen soll. 😎🙈😉

In Stuttgart ist der RE5 noch relativ leer, aber ab Ulm, wo derzeit noch ein Lokwechsel stattfindet, hat es um die 20 Räder im Abteil.

Ob des sehr guten Wetters entscheide ich mich bereits in Friedrichshafen auszusteigen und den Rest mit dem Rad zu bewältigen.

Ein paar interessante Ausblicke und 31km später ist Lindau erreicht und die Fotohornisse durfte auch mal raus.

Übernachtet wird wie vor zwei Jahren im Hotel Garni Alte Schule wobei derzeit leider kein Frühstück möglich ist. Aber die Kaffe-Fee bringt Kaffee aufs Zimmer. Mal sehen was die Durchblicker Ente davon hält 😅

Ein paar Strassen weiter parken Ruffin Bikes. Der eBike Chopper. Ob das so bequem zu fahren ist? Das bezweifle ich.

Um halb 6 kommt der kleine Hunger um die Ecke und in der Alten Post kann er gut beruhigt werden. Steirisches Backhendl und danach Heidelbeerpfannkuchen. Sehr fein. Begleitet von Lindauer Hell und Simmerberger Pils (aus der Nähe von Weiler im Allgäu, ich glaube da komme ich übermorgen sogar vorbei) die beiden sehr trinkbar sind.

Zum Verdauen dann noch eine Runde über die Insel.

Der Bereich westlich des Bahnhofs ist derzeit für die Landesgartenschau im Beschlag und nicht frei zugänglich.

„Historisches“ Fahrmaterial parkt am Hauptbahnhof der seit Fahrplanwechsel nun Lindau-Insel genannt wird.

Die Tage der Dieseltraktion auf der Linie Ulm – Friedrichshafen – Lindau sind gezählt. Seit Juli steht die Fahrleitung von Friedrichshafen nach Lindau unter Spannung und in Lindau Insel werden die übrigen Gleise derzeit noch mit Oberleitung nachgerüstet, das alte Stellwerk hat hingegen ausgedient.

Interessant finde ich dass der alte mechanische Schrankenposten der drei Bü mit Schranken bedient, davon einer mit „Mitteleinfahrt“ nicht ersetzt sondern in das ESTW integriert wurde. Die Mitteleinfahrt könnte der Grund sein da bei einem Neubau der Bestandsschutz aufgehoben wird und Mitteleinfahrten sogut wie nicht mehr projektierbar sind (siehe Hofheim/Ried), andererseits sind bei ESTW Neubauten alle Bü älter EBÜT80 zu erneuern. Komisches Projekt.

Und langsam geht die Sonne wieder Richtung Horizont herab, während die 245 ihren RE nach Ulm aus dem Inselbahnhif zieht.

Irgebdwie sieht die Kaffee-Fee etwas wie ein Kaffeebohnen Trump aus, oder?

Feierabend…

Hier noch der Link zur Etappe bei Komoot.

Itinos im Mittelrheintal

Auf Grund des Felssturzes bei Kamp-Bornhofen und einer Brückenbaustelle zwischen Geisenheim und Rüdesheim verkehrten am Wochenende um den März Itinos zwischen Rüdesheim und Kaub da die Oberleitung zwischen den beiden Baustellen spannungslos war. Da kommt natürlich die Frage auf, warum fährt man dann nicht gleich einen SEV von Geisenheim bis Kamp-Bornhofen?

Die Antwort war zunächst für mich „Typisch Vias, blos keinen km zu viel im SEV fahren“, aber der Grund war wesentlich anstrengender.

Als sattelte ich mein Rad nach Dieburg und fuhr ab dort mit dem Zug via Wiesbaden bis Geisenheim. Ab Geisenheim ging es erstmal nach Rüdesheim wo derweil die beiden Reserve Itinos und ein FLirt einträchtig auf Einsätze warteten.

Anschließend ging es weiter nach Assmannshausen und ein der Zug aus Kaub wurde gerade noch (abgeschnitten) erwischt. Okay… probieren wir es später nochmal.

In Assmanshausen fand sich auch der Grund für den Inselbetrieb. denn derzeit wird die B42 grundlegend saniert und ist zwischen Lorch und Asssmannshausen komplett gesperrt was natürlich auch für einen SEV einen enormen Umweg „über den Berg“ bedeuten würde.

Aber erst mal konnten die fahren von und nach Kaub bei Assmanshausen abgefangen werden.

und anschließend hies es auch für mich „ab über den Berg“ und kurz vor Lorch konnte dann auch wieder mal ein Zug eingefangen werden. Leider waren nicht gerade die saubersten Fahrzeuge unterwegs, aber egal.

Die Rückfahrt nach Assmannshausen mit anschließenden Fahrrad über die Treppen tragen erfolgte faul per Zug zum RMV Schweinepreis bevor kurz vor Rüdesheim nochmal ein Nachschuss mit Burgruine auf den Zug nach Kaub gelang.

Nochmal die parkenden Fahrzeuge in Rüdesheim

Ab Geisenheim ging es wieder bequem per VIAS und HLB zurück nach Dieburg.

Noch viel mehr Bilder gibt es in der Aufzeichnung bei Komoot die hier verlinkt ist.

Ein wenig Winter wenn die Brücke verschwindet

Nachdem ich mich am ersten Wochenende im Januar mit ETCS Anpassungen in Eberstadt herumschlagen durfte waren die folgenden Wochenenden auch schon verplant.

In Vorbereitung des Ausbaus zur Sanierung der Brücke beim Bü Wöhlerweg mit der das Personenzug Streckengleis von Darmstadt Hbf nach Darmstadt Nord das Gleis der Gegenrichtung von Nord nach Darmstadt sowie das Gleis vom Hbf zum Abzw. Bergschneise überkreuzt wurden diese beiden Gleise etwas angepasst. Pünktlich hierzu fing es an zu schneien.

Knapp vier Wochen später am Wochenende über den 12.02.2021 war es dann soweit. Das Gleis über die Brücke wurde gesperrt, zum Baugleis mit allem Pipapo (was mir eine Kz3 Abnahme bescherte) erklärt und die beiden Brückenteile ausgehoben.

Da ich nachts auf der Abnahme war konnte ich nur nachmittags das Ausheben des zweiten Brückenteils beobachten.

Der erste Kran bringt sich in Aushebeposition während der zweite noch das Material umpositioniert.

Jetzt sind beide Kräne in Position. Das langwierige Positionierten und fixieren der Anschlagmittel als auch das Lösen der Brücke von ihren Lagern beginnt.

Es war bereits dunkel und wieder recht kalt als auch das zweite Brückenteil zum neuen Lagerort schwebte. In den folgenden Tagen und Wochen wurden die Elemente noch final positioniert und über diesen eine Halle / Zelt errichtet in der diese in einer sog. Feldwerkstatt nun saniert wurden. Die Brückenteile wurden, zusammen mit der mittigen Pendelstütze welche auch ausgebaut wurde vom Darmstädter Stahlbauunternehmen Donges errichtet welches auch nun, nach über 110 Jahren, auch bei der aufwändigen Sanierung mit dabei ist.

Da während der Arbeiten beide Streckengleise der Personenzuggleise DA Hbf – Nord gesperrt waren verkehrten die Züge der HLB mit Haltausfall in DA Nord über die Gütergleise nach Darmstadt Hbf Gl. 1.

Selten verkehren hier Personenzüge. Bis zum Neubau des Stellwerk in Darmstadt Hbf 1972 verkehrten die Züge der Odenwaldbahn öfters via. Gl1 und den Güterbahnhof nach DA Nord. Das Gleis wurde aber damals aufgegeben und ist heute ein Zufahrtsweg für die Instandhaltung. Die Trasse ist hier gut als Weg erkennbar.

Auch VIAS konnte natürlich nicht via der Personenzuggleise fahren, da aber über das Güterzuggleis nur das Gleis 1 im Hbf erreichbar ist und dieses von der HLB genutzt wurde, fuhr diese mit Richtungswechsel über DA Arheilgen nach DA Nord und das derart gut dass der normale Fahrplan der direkten Fahrt fast exakt eingehalten werden konnte, auch da beide Führerstände besetzt wurden und daher das Wechseln extrem schnell ging.

Dadurch gelang es mir zum bisher einzigen mal eine Kreuzung der VIA nach DA Ost und einer Strassenbahn nach Kranichstein festzuhalten.

Im November sollen die Brückenteile saniert sein und wieder eingehoben werden.

Adios Stellwerk Messel und Kranichstein

Nach gut 1,5 Jahren Bauzeit stand zum Wochenende des Fahrplanwechsels 12./13.12.2020 die Inbetriebnahme des neuen ESTW Dieburg an in dessen Folge das „alte“ ESTW Dieburg in SIMIS-C Technik sowie das DrS2 Stellwerk in Messel und die beiden SpDrL20 Stellwerke Kf und R1 in Kranichstein auf ein modernes SIMIS-D Stellwerk umgestellt wurden.

Der Bedienplatz in Dieburg wurde hierfür erweitert und erneuert und in Kranichstein und Babenhausen entstanden ESTW-A Module, wobei das in Babenhausen nur die Strecke verwaltet aber auf eine spätere Migration des Bf. vorbereitet ist.

In den Wochen zuvor wurden diverse Bahnübergänge bereits angepasst und umgebaut.

Und wie es sich gehört fängt es sogar mal an zu schneien. So wie hier am 01.12. als sich die morgendliche und einzige VIAS Leistung auf der sonst von DB Regio betriebenen Dreieichbahn um viertel vor Acht auf den Weg nach Frankfurt macht.

Warten in Dieburg auf den Start zur heissen Inbetriebnahmephase am Freitag den 11.122021. „Wenn’s mal wieder etwas länger dauert“ 😉

Aber dann war es soweit. Die letzte HLB verlässt den Bahnhof Messel nach Kranichstein, kurz danach wird das Stellwerk abgeschaltet.

Und kurz darauf die finale Ausserbetriebnahme von Kf begann. Die Güterzuggleise waren schon eine Woche zuvor am 07.12. ausser Betrieb genommen worden und nur noch über die Personenzug Gleise 1 und 2 gefahren wurde um Zeit für den Umbau der zahlreichen Weichenantriebe und finale Inbetriebnahme der Achszähler und Signale zu bekommen, weshalb der Stelltisch bereits sehr rot ausgeleuchtet war.

Gegen kurz nach 1 am 12.12. war dann „Schicht im Schacht“, nur das GSM-R leuchtete wacker vor sich hin.

Detailaufnahme der Bahnhofskopf Seite Messel in Kranichstein kurz vor der Ausserbetriebnahme der Gütergleise.

Lorenz, SEL, Alcatel-SEL, Alcatel, Thales… das Stellwerk hat schon diverse Namens- und Besitzerwechsel seines Herstellers miterlebt.

Achja, nicht zu vergessen das Stellwerk in Dieburg. Nur echt mit Badewasser Thermometer im Bereichstellrechnerschrank 😂

Aber warum steht da AEG? Das ist doch alles ein SIMIS-C, hier im Foto der geöffnete Schrank der Signal- und Weichenstellteilen, oder?

Ja, ist es… Aber! Ursprüngliche sollte Ende der 80er Jahre AEG der dritte Anbieter für ESTW der Bundesbahn werden. Aber das ESTW A90 schaffte es nicht eine BZA Zulassung zu erhalten und so baute Siemens als Subunternehmer sein SIMIS-C in die AEG Schränke. Die Schränke im Hintergrund sind neueren Datums und Stammen von 2005 herum als von EKIR mit BPS900 (Grafiktablett zur Bedienung) auf ZEsAR mit BPS901 mit Mausbedienung umgebaut wurde.

Noch ein wenig Siemens 2v2 Bereichsstellrechner im AEG Schrank. Das alte ESTW hatte zwei Bereichsstellrechner die jeweils 2v2 liefen und zur höheren Verfügbarkeit gedoppelt wurden. Also 2x 2v2. Wenn einer der 2v2 sich uneinig war übernahm jeweils der ebenfalls 2v2 arbeitendende Redundanzrechner. Was aber leider nicht unterbrechungsfrei geht, im Gegensatz zum 2v3 System des SIMIS-D.

Das alte SIMIS-C, die Schränke des neuen SIMIS-D wurden jeweils dahinter errichtet was es bauzeitlich sehr beengt im Rechnerraum machte. Die Risse in der Wand sind nur oberflächlich und wurden später beseitigt. Genauso wie die alten Schränke.

In der Nacht von So. 13. auf Mo. 14.12.2020 fanden dann die abschließenden Probefahrten statt. Zwischen Darmstadt Nord und Dieburg mit Pesa Link von DB Regio und auf dem Ast nach Ober Roden und Babenhausen mit dem Gaf der Odenwälder Kollegen.

Einfahrt Dieburg auf dem Gegengleis von Messel im GWB kommend.

Nach Babenhausen geht es im Gegengleis leider nur auf Befehl.

Auf nach Ober Roden

Und zurück nach Dieburg ging es Testweise auf Zs7 rein.

Der Erste richtige / planmäßige Zug im neuen ESTW war dann die DB Cargo Übergabe nach Stockstadt/Main kurz bevor die erste HKB nach Darmstadt kam.

Die Sperrung wurde planmäßig aufgehoben, die erste IBN hat somit gut geklappt. Nur das 30P2 verlangt noch nach Nacharbeiten hinsichtlich der Sichtbarkeit wegen des Bahnsteigdachs. Die nächste Nachtschicht in ein paar Wochen ist damit schon absehbar.

Eine Woche später wurden dann auch die Güterzuggleise in Kranichstein freigegeben wobei für die Testfahrten wieder ein Pesa Link zum Einsatz kam. Die Blockabhängigkeit gestaltete sich hier in Richtung Kranichstein etwas sehr bockig, aber mit vereinten Kräften der Annahmeprüfer und örtlicher LST konnte auch das Problem eruiert und behoben werden.

Stimmungsbild aus Kranichstein mit dem ehm. Stellwerk im Hintergrund.

[Edit] Naja und mit diversen Nacharbeiten und Kinderkrankheiten beschäftigt mich das neue SIMIS-D Stellwerk auch noch mitte 2021 nicht unerheblich. Aber hinsichtlich der Instandhaltung hat es schon diverse positive Effekte generiert.

Am 28.02.2021 wurde zum Beispiel nochmal die Software angepasst und das 30P2 ersetzt.

Es ist etwas ruhig hier im Blog…

Nicht dass noch jemand meint es täte sich nichts mehr im Blog, dem ist nicht so aber leider komme ich gerade nicht dazu Beiträge zu schreiben. Gerade dienstlich wurde es nach der Radtour recht anstrengend, ging es doch in die Inbetriebnahmephase des ESTW und auch danach wurde es nicht gerade ruhiger.

[Update] Ich bin aber mit Stand Ende Juni dabei das letzte halbe Jahr etwas nachzutragen und es hat genügend Arbeitsreserve im Bilderarchiv.

Mal sehen wie weit ich komme bevor es mit der Sommerradtour losgeht.

Titelbild: Wikipedia unter CC Lizenz

Heimreise mit Umwegen

Heute schlief ich etwas länger und nach dem hervorragenden Frühstück ging es nochmal an die Isar zurück. Leider war ich um kurz nach 10 Uhr ca. 1h zu spät und die Sonne stand schon längs zur Brücke. Trotzdem wurden ein paar Motive umgesetzt bevor es um 12:01 mit dem ICE 28 nach Hanau ging.

Es scheint Leute zu geben die das Prinzip des Fahrradhalter nicht so recht verstehen. Naja, dann halt die freie Stellfläche genutzt. Der Anpfiff vom ZuB an die „Quersteller“ erfogte prompt. 😉

Entspannt und überpünktlich ging es dann nach Hanau. Und im Gegensatz zur Radtour im Herbst 2019 bei Lohr nicht unter der Mainbrücke hindurch sondern drüber.

Hanau wurde mit +1 erreicht und dann ging es ohne Fahrstuhl in die unbeleuchtete Unterführung un beim Kollegen in Hanau noch einen Bürokaffee zu schnorren bevor es per Rad bei starken Gegenwind nach Reinheim ging.

Einkehr bei der Auszeit bei Axel im Freizeitzentrum von Münster die leider zum Ende der Saison schliessen wird. Hoffentlich findet sich ein neuer Pächter der diese mit genausviel Herzblut weiterbetreibt.

Und wie beim Tourbeginn ist es auch wieder dunkel als Reinheim erreicht wurde.

Hier die beiden Tagesetappen:

Rund um die Isarbrücke in Plattling

Von Hanau nach Reinheim

Und etwas Abschlussstatistik:

8 Tage, 574km und 4.950m aufwärts.

Alle Etappen als Kollektion sind hier versammelt verlinkt.

Und dann kam doch ein Schauer vorbei.

Bisher hatte sich Petrus zurückgehalten und das Wetter war auf der Tour gut insbesondre in Anbetracht dass es laut Wetterbericht ja fast jeden Tag mal regnen sollte. Dafür erwischte mich heute ein 5min „Schutt“ und sorgte trotz am Weg gefundener Schutzhütte für heftigen Durchnässen inkl. Schuhe.

Auch ärgerlich waren diverse schlechte Ausschilderungen, besonders in Baustellenbereichen. Sehr bedauerlich bei derart überregionalen Routen.

Die Tour liegt hier bei Komoot.

Aber diverse den Baustellen geschuldeten Umwege sorgten auch für schöne Ausblicke, wenngleich mit „unnützen Höhenmetern“. 😉

Der Tag beginnt mit einem Frühstück „über den Dächern von Passau“ im Adalbert-Stifter-Saal des Hotels Wilder Mann bevor es wieder auf Tour und und damit auf die letzte eigentliche Etappe der Tour geht.

Nachts hatte es nicht unerheblich geregnet, aber jetzt scheint das Wetter recht brauchbar zu sein. Zum Abschied spielt das Glockenspiel des benachbarten Rathausturms eine nette Melodie.

Aber zuerst geht es noch an den Zusammenfluss von Inn und Donau mit Blick hinüber auf die Mündung der Ilz. Im Gegensatz zur relativ klaren, zwar nicht blauen sondern eher schwarzen Donau, bringt der Inn eher hellgraues Wasser mit.

Am Inn entlang mit Blick auf die alte Braustätte der Innstadt Brauerei geht es bis zur Fussgängerbrücke über den Inn und danach hinüber zum Bahnhof.

Entlang der Hauptstraße die wesentlich stärker befahren ist wie es das Foto darstellt und am Güterbahnhof mit Stellwerk sowie dem ehm. Betriebswerk und nun Stützpunkt der Passauer Eisenbahnfreunde geht es vorbei an der Donaubrücke der Ilzalbahn bis zum Kraftwerk.

Gab es bereits eine (schlecht ausgeschilderte) Umleitung wegen Strassenbauarbeiten auf Höhe des Güterbahnhofs folgt am Wasserkraftwerk und der Schleuse nun die nächste Überraschung. Der Überweg ist gesperrt. Die (nicht ausgeschilderte) Umleitung wäre über die knapp einen Kilometer Flussabwärts gelegene stark befahrene Strassenbrücke.

Ich plane um und bleibe auf der rechten Donauseite was erst mal eine Unterführung ohne Rampe (aber mit Kinderwagenspur) bedeutet und nach einem ICE Foto eine 20% Rampe um ab „Schalding rechts der Donau“ nicht auf der dicht befahrenen Bundesstraße Fahren zu müssen. Dafür belohnt die Route mit schönen Ausblicken auf die Donau.

Durch den Wald geht es dann weiter. und irgendwann auch wieder hinab über Weiler mit lustigen Namen an die Donau nach Sandbach.

Im Bereich der ehm. Laderampe von Sandbach hat man auch ein kostengünstige Methode zum Befestigen der Zufahrtsstraße gefunden in dem man umgedrehte alte Schwellen dafür verwendete. Eine Methode die mir auf der letztjährigen Herbsttour auf dem ex. Truppenübungsplatz beim Eisenacher Flugplatz auch schon mal über den Weg lief.

Da die Strasse parallel zur Bahn verläuft bieten sich auch eine paar Fotostopps an.

In Vilshofen lege ich eine kurze Rast am Marktplatz ein. Eine netter Platz und wenn man den Autoverkehr vernünftig von diesem entfernen würde wäre es auch richtig schön. So nervt der doch recht rege Straßenverkehr und die parkenden Autos erheblich.

Weiter gehts entlang der Bahn und ein „fast Fotoschaden“ wird dann zum Foto in der richtigen Sekunde mit einem Boxxpress Vectron und einem „Erdbeerkörbchen“ Coradia.

Noch hält das Wetter, aber der schwach zu erkennende Regenbogen weist auf Regen in der Nähe hin.

Und es zieht sich weiter zu.

Wenige Minuten nach dem Foto des Regionaltriebwagens bei Girching fängt es an leicht und im laufe der nächsten Minuten mehr als erheblich an zu regnen so dass ich mich nach knapp einem Kilometer fahrt erst mal in einer Schulbushaltestelle (Haltestellenhütte bei einem Aussiedlerhof, irgendwo im Nirgendwo) unterstelle. Wenige Minuten später hört es aber auf stark zu regnen und es nieselt nur noch ein wenig. Aber der kurze Schutt hat gereicht dass von der Hose bis in die Schuhe alles durchnässt ist. Die Jacke hat aber dicht gehalten.

So schnell wie der Regen kam ist er wieder weg und hinter Osterhofen lockert es sogar ein wenig auf.

Über Haardorf geht es vorbei an der Arco Brauerei (welche zu Hause auch im Getränkemarkt erhältlich ist, aber keine der grossen Braukonzerne angehört) nach Moos. Im kleinen örtlichen „EDEKA“ Ableger wurden die Vorräte ergänzt, dass die örtliche Brauerei die fast die Hälfte des Ladens einnehmende Getränkeabteilung (davon wieder über 50% Bier) dominiert war zu erwarten.

Der Weg via Moos ist übrigens einer Umleitung geschuldet da auf dieser Seite, wie vor ein paar Tagen auf dem Weg von Bogen nach Deggendorf auf der andren Donauseite, der eigentliche Radweg wegen Bauarbeiten am Donaudeich gesperrt ist.

Mündungsbereich der Isar in die Donau kommt dann sogar noch ein wenig blauer Himmel und die Sonne durch.

Auf und neben der Eindeichung der Isar geht es weiter und dann ist schon fast Plattling erreicht. Die parallel zur Straßenbrücke liegende Bahnbrücke wird für einen morgendlichen Fototermin vorgemerkt da dann ggf. das Licht gut auf dieser und dem an der Brücke liegenden Stauwehr liegt. Elemente der alten Straßenbrücke stehen als Denkmal neben dieser.

einmal quer durch Plattling und dann ist als Etappenziel das Hotel Liebl gegenüber des Bahnhofs erreicht.

Sehr schöne moderne aber auch gemütliche Zimmer hat es hier. Und den Spagat zwischen Tradition und Moderne bekommt man auch im Restaurant gut hin. Und das Essen war köstlich.

Gut gestärkt geht es ins Bett. Morgen ist die Heimreise angesagt. Eine schöne Tour war es, mit besserem Wetter wie ursprünglich vorausgesagt.

Von der Donau auf Umwegen zum Inn

Ich hatte es am Morgen erst mal nicht eilig aber es stand das Ziel im Raum spätestens um 16 Uhr herum in Passau anzukommen. Aber da es erst mal regnete war der Antrieb hierzu nicht allzugroß.

Also erst mal gemütlich gefrühstückt und siehe da, als ich auf die Piste ging begann es aufzuklaren und die Sonne kam raus. Das Donautal ist ab dem Schlögener Bogen flussaufwärts nicht mehr ganz so einsam wie gestern.

Bei Niederranna wurde dann über die Brücke, mit Denkmal des Fährmanns, vom rechten auf das linke Ufer gewechselt und in mehreren Serpentinen mit fast durchgehend 10% Steigung hinauf der Mühlkreis wieder erklommen.

Warum warnt man vor der Ortschaft dessen Einwohner bei der Vergabe der Ortsnamen vor vielen Jahrhunderten wohl nicht gerade den kreativsten Einwohner damit beauftragt haben einen Ortsnamen anzugeben? Mit leichten Bergauf und Bergab geht es auf der Hochebene weiter.

Hinter dem Dorf „Dorf“ liegt zwischen Pühret und Großmollsberg der Penzenstein welcher und er dortigen Kapelle einen wunderschönen Blick ins Donautal bei Engelhartszell gewährt.

Die auf dem Foto rechte Seite (=linkes Flussufer) des Stuwerks bei Engelhartszell liegt bereits in Deutschland.

Aber es geht erst mal in regelrechten Postkartenidyllen weiter durchs österreichische Mühlviertel nach Neustift und Oberkappel.

In Neustift war eine kurze Pause angesagt, beim Auschecken war ganz vergessen gegangen dass ich noch den Zimmerschlüssel einstecken habe. Aber die Chefin war flott hier oben und so kam der Schlüssel auch schnell wieder zu seiner eigentlichen Wirkungsstätte zurück.

Nach Oberkappel hinunter konnte man es gut rollen lassen, nach dem Grenzübertritt ins deutsche Kappel ging es dann wieder stramm bergauf bis nach Wegscheid.

In Wegscheid wurde erst mal das, total untypisch nicht von Supermärkten überbaute, ehemalige Bahnhofsareal erkundet und an der Sporthalle steht sogar ein Denkmal an Bayerns einzige normalspurige Zahnradbahn welche von hier aus nach Obernzell und Erlau an der Donau führte.

Im auf der anderen Straßenseite und zusammen mit anderen Gewerbebetrieben irgendwie auf der seit 1965 ohne Verkehr seienden und 1975 abgetragenen Bahntrasse liegenden Edeka werden erst mal die Getränkevorräte aufgefrischt bevor es dann in die Teils 71 Promille Gefälle aufweisende Trasse als Fuß-, Wald- und Radweg ging.

Beim Bahnhof von Wildenranna, dessen einfaches Bahnhofgebäude früher sogar als Modell bei Kibri erhältlich war, endete der obere Zahnstangenabschnitt und der Radweg wechselt auf den parallelen Feldweg.. Der Bahnhof lag weit unterhalb des Ortes und langsam breitet sich ein Neubaugebiet bis hierhin aus. Die Bahnanlagen und das Gebäude sind schon lange verschwunden. Auch die Brücke der Bahnhofstraße über den Einschnitt wurde abgetragen und der Einschnitt verfüllt. Irgendwie habe ich noch eine Erinnerung an den Einschnitt aus jungen Tagen im Urlaub im Bayr. Wald…

Hinter dem Sägewerk fädelt sich der Radweg abschnittsweise wieder auf die Trasse ein. Die beiden Brücken beim Sägewerk stehen jedoch ungenutzt in der Landschaft.

Relativ flach geht es nun die 5km bis zum Ortsrad von Untergrießbach wo der untere Zahnstangenabschitt nach Obernzell begann. die tRasse ist nur teils noch erhalten und so beginnt die Steilstrecke nun unmittelbar nach einem scharfen Abbiegen von der Landstraße nach Scherleinsöd. Hier sind auch ab und an mal wieder Hektometersteine stehen geblieben.

Und so geht es weiter steil bergab und da ich in Wegscheid auch regionales Bier als Urlaubserinnerung gebunkert habe muss die Bremse nun ein paar Kilo mehr bremsen. Ich denke nach der Tour sind dann neue Beläge fällig.

Unterwegs dann ein paar Infotafeln und verschraubte Zahnstangen in einem neben dem ursprünglich liegenden Gleisbett. Verwendet wurden Zahnstangen der Bauart Strub.

Der Obernzeller Viadukt wurde 1985 abgebrochen und so geht es nun durchs Wohngebiet hinunter an die Donau zur Fähre, Schloss und auf der Hauptstraße durch die Altstadt.

Bis zum Bahnhof von Obernzell liegen sogar noch die Gleise aus Erlau. wenn auch nicht mehr benutzt. Aber es besteht ein klein wenig Hoffnung. Die Strecke wurde zwar 2007 zusammen mit dem Ast von Erlau nach Hauzenberg stillgelegt aber von der DRE zunächst gepachtet und später von deren Tochter BRE gekauft.

Der Förderverein Lokalbahn Hauzenberg-Passau e.V. ist derzeit bestrebt den Verkehr wieder aufzunehmen und 2020 wurde der durch die Innstadt führende 2km lange Abschnitt, der sogenannten Granitbahn, zwischen Passau und Passau-Rosenau wieder reaktiviert wird.

An der Donau entlang geht es nun nach Erlau mit einem kurzen Abstecher zum Ast nach Hauzenberg bevor es zum Bahnhof von Erlau mit seinem sehr gepflegten Empfangsgebäude weitergeht. Auch wenn es nicht so aussieht, auf der parallel zum Radweg liegenden B388 ist richtig dichter Verkehr was beim Radfahren auch etwas nervt…

Kurz vor Passau dann die Kräutelsteinbrücke mit der die Bahnstrecke Hauzenberg – Erlau – Passau über die Donau wechselt um nach der durchfahrt der Innstadt und Kopf machen in Passau-Voglau wieder den Inn zu queren um den Hauptbahnhof von Passau zu erreichen.

Ich bliebe jedoch am linken Ufer der Donau und erreiche schon Bald die Mündung von Inn (rechts der Donau) und Ilz (links der Donau).

Ein paar Ausflugsschiffe bieten sich dabei vor der Mündung des Inns noch ein Wettrennen.

Und dann ist das Etappenziel Passau mit dem Hotel „Wilder Mann“ erreicht.

Das Rad kann hier im Vorraum abgestellt werden, ob Räder auch 1,5m Corona Mindestabstand halten müssen?

Das Hotel ist passend zu seinem historischen Gebäude ausgestattet und es schläft sich herrlich in den alten bzw. auf alt gemachten Möbeln wie ich bereits bei einem früheren Besuch feststellen durfte.

Aber nach kurzem Aufenthalt geht es erst mal durch Passaus enge Gassen zu Fuß weiter zum Bahnof. Und mit dem ÖBB Talent nach Schärding.

Mit einem Bekannten wurde ein konspiratives Treffen im „Wirtshaus zur Bums’n“ (ich erspare mir hier jetzt jedwede Wortspiele) bei währschaften Essen und örtlichem Bier der Brauerei Baumgartner durchgeführt.

Mit dem letzten ICE geht es für den bekannten zurück Richtung Wien, ich lasse den kurz darauf fahrenden RE nach Passau aber erst einmal sausen.

Denn etwas später kommt der Nacht IC nach Warnemünde. Dieser besteht aus einem Stadler Kiss der ehemals bei der österreichischen Westbahn im Fernverkehr im Einsatz war. DB Fernverkehr hat alle 17 Fahrzeuge dieses Typs der Westbahn gekauft. Diese werden sukzessive durch Stadler umgebaut sollen u. a. auf der IC-Strecke Dresden–Berlin–Rostock zum Einsatz kommen. Welche Fahrzeuge die Westbahn zukünftig auf ihrem Netz einsetzt steht noch in den Sternen. Derzeit fährt sie noch mit den verkaufen Fahrzeugen. An sich fährt es sich recht angenehm im Dosto IC.

Und bei einsetzendem leichten Regen geht es in Passau zurück ins Hotel bevor es richtig und stärker anfängt zu regnen.

Der Link zu Komoot von der Touraufzeichnung darf natürlich auch heute nicht fehlen.