Rüber zur Saar

Der Magen-Darm-Trakt renkt sich langsam wieder ein und bei besten Wetter geht es erst mal runter zum Fluss Alzette und dort entlang raus aus der Stadt und danach über die Hügel nach Südosten.

Eigentlich dachte ich dass heute keine ehm. Bahnstrecke auf dem Weg liegt aber in Ellange werde ich ob des Ortschild Ellange-Gare stutzig. Die Mosel ist noch etwas entfernt und warum sollte es einen Luxemburgischen Bahnhof dort geben da die Stecke auf der deutschen Seite verläuft. Aber die Lösung ist viel näher. Es war wieder ein J(h)angeli das hier vorbei kam. Diese ging vom Bahnhofsvorplatz des Hbf in Luxemburg zum oberhalb von Remich gelegenen Bahnhof. Von Mondorf bis Remich folgt der PC7 der ehm. Trasse und so geht es in Schlangenlinien durch Wälder und Weinberge hinab nach Remich.

Etwas steiler ging es dann durch Remich hinunter zur Mosel und rüber nach Nennig mit dem dortigen vmtl. aus der Römerzeit stammenden Hügelgrab

Aber nun muss wieder der Berg / die Hügel erklommen werden denn irgendwo da hinten liegt erst die Saar. Also erst stramm bergauf und dann ging es durch die Hügellabdschaft in stetem Auf und Ab nach Orscholz. Ob ich irgendwann noch an der Rhone vorbeikomme wenn hier oben die Leuk fliesst? Eher nicht…

Die Attraktion von Orscholz ist der Ausblick auf die Saarschleife.

Ein Motiv fast wie vom Werbesprospekt abfotografiert. 😁
Den Aussichtsturm des Baumwipfelpfad hab ich mir erspart. Es ist Pfingstmontag und „ein Betrieb wie in Frankfurt auf der Zeil“. Dann lieber schnell wieder runter ins Tal.

Der Abstieg ist nicht ohne. Zunächst auf der Hauptstraße mit heftigen Verkehr dann schön durch den Wald und in Mettlach mit einer abschließenden 19% Rampe hinunter. Die Bremsen sind vmtl. bald runter. 😉

Achja. In Mettlach gibt es die Villeroy und Boch Erlebniswelt. Ich stelle mir das wie eine Riesentoilette vor. 😂🤣

Danach geht es gemütlich und entspannt durchs Tal in Richtung Merzig.

Nachdem gestern pausiert wurde gönne ich mir heute etwas gutes, inklusive eines Lëtzeburger Rosé.

Hier wieder die Tagesaufzeichnung bei Komoot.

Durch Luxemburg nach Luxemburg

Wie üblich um halb Zehn geht es vom Berg herunter und dazu erst mal wer über die gut befahrene N4.

Untem im Tal ist es zum Glück wesentlich beschaulicher und am Ortseingang wird die Brücke der Tramstrecke 517 von Martelange nach Arlon unterquert. Diese wurde von einer anderen Gesellschaft betrieben wie die Strecke 516 von Bastogne. Da auch noch eine weitere schmalspurige Tram-/Kleinbahm von Noerdange Martelange erreichte trafen sich hier drei Strecken und Bahngesellschaften. Im Ort ist nichts mehr von dem Kleinbahnknoten zu erkennen. Die N4 und die auf der Luxemburger Talseite liegenden Tankstellen dominieren den Ort.

Ab Martelange wird der Kleinbahn in Richtung Noerdange gefolgt. In Obermartelingen / Haut-Martelange wurde die Schiefergrube und die Werksanlage inkl. ehm. Werksbahn erhalten. Über Pfingsten findet hier ein Festival statt.

Kontinuierlich geht es aufwärts und in Perlé steht ein „Zug“. Dieser scheint eine Verbindung zum Festival zu denen bei Perlé liegenden Parkplätzen herzustellen. Weiter geht es auf den Höhenlinien mit stets einem gewissen Auf und Ab ohne bis hinunter ins Tal zu führen geht es weiter.

Irgendwann geht es aber doch hinab nach Redange. Der Radweg (Linge de Ouest) folgt zwar nicht durchgehend der alten Trasse da diese teilweise Überbaut oder wieder in die Landwirtschaftlichen Flächen integriert wurden aber die Kleinbahne hatte auch so Steigungen bis 5% im Petto.

In Redange macht sich mein Magen bemerkbar. Irgendwie ist er nicht gut drauf. Warum auch immer. Vermutlich habe ich eine falsche Mücke eingesaugt. 😂

In Niederpallen ist eine ehm. Lok und Wagen sowie das spartanische Empfangsgebäude der „Jhangeli“ genannten Bahn museal erhalten.

Wenige Kilomerter weiter wird Noerdange an derehm. Strecke von Pétange nach Ettelbruck erreicht.

Diese Strecke war kurze Zeit die Verlängerung der Vennbahn zum Erreichen der Montanregion in Luxemburg und Lothringen aber mit 1967 ist auch diese Stecke stillgelegt.

Im ehm. „Prinz-Heinrich-Bahnhof“ (helles Gebäude) befindet sich ein kleines Museum in dem die frühere Situation im Bahnhof dargestellt wird. Der Kleinbahnbahnhof wird privat genutzt.

Zunächst kaum ansteigend wird der 690m lange Hobscheider Tunnel erreicht. In Eischen hat man den ehm. Bahnhof überbaut und einen kleinen Park mit diversen Bahnexponaten ausgestattet. Hinter Eischen gibt es eine interessante Felsformation zu sehen. Erkennbar an den hellen Streifen im sonst dunklen Fels.

Kurz vor Steinfort steht plötzlich ein Prellbock im Wald. Dieser gehört zum letzten Rest der Stecke der noch bis vor ein paar Jahren zur Andienung des dortigen Glanzstoffwerks diente. Die moderne Produktion kommt aber nun ohne Bahn aus. 😑

Hier verlässt der Radweg die Bahntrasse. Gleichzeitig ist festzustellen dass die Ausschilderung erheblich schlechter wird. Fehlende oder falsch ausgerichtete Schilder sind nicht selten. Bei Kleinbettingen kann dann ein Nahverkehrszug fotografiert werden. Sehen die Signale deutsch aus, die Oberleitung schweizerisch und die Zugsicherung französisch… dann ist man in Luxemburg. 😄

Das gute Wetter verabschiedet sich und in der Ferne zeigt sich heftiger Regen. Aber erst in Strassen mit der „Römerstrasse“ erwischt mich der Regen. Irgendwie erwartete ich dort jemanden zu sehen der wiebei Monthy Python’s Leben des Brian „Romanes eunt domes“ auf Hauswände schreibt. 😃

Zum Abtrocknen in rascher Fahrt geht es weiter nach Luxemburg Stadt hinein um mit einem spektakulären Ausblick auf das Tal über die „Großherzogin-Charlotte-Brücke“ zum Stadteil Kirchberg zu gelangen.

In Kirchberg endet derzeit noch die Strassenbahn vom Flughafen her. Beim Umsetzen für die Rückfahrt nutzen die Fahrzeuge von CAF ihre Batterie da hier noch die Oberleitung fehlt. Hier entstand zudem ein Umsteigepunkt zur CFL (Strecke Luxemburg – Ettelbruck. Zur Überwindung des Höhenunterschied zur am Talhang liegenden Bahnstation wurden zwei (!) je 200m lange Standseilbahnen errichtet. In der Talstation stehen dann Aufzüge und Treppen zu den Bahnsteigen zur Verfügung. Die Stabdseilbahn wird von der CFL betrieben und ab den Fahrzeugen wechselt je nach Fahrtrichtung die Spitzen- und Schlussbeleuchtung. Warum? Weil man es kann und Graventa es bezahlt bekommen hat.

Heute fuhr nur eine der Bahnen da wegen Bauarbeiten über Pfingsten keine Züge fuhren.

Das bei der neuen Luxemburger Strassenbahn vmtl. nicht gespart wird erkennt man an Gimiks wie beleuchteten Kopfstützen. 🤔

Durch die Innenstadt und unten durchs Tal geht es in Richtung Hotel.

Da der Magen weiter grummelt lasse ich das Abendessen flach fallen und haue mich lieber erst mal aufs Ohr. Schlaf ist immer eine gute Medizin.

Am Montag geht es dann weiter an die Saar…

Aber erst mal hier die aufgezeichnete heutige Tour.

Von Belgien nach Belgien

Wie üblich gegen 9:30 ging es wieder auf die Strecke und kontinuierlich steigt dabei die Strecke Richtung Luxemburg an.

Der Vennbahn Kilometer 112 wird unfallfrei frei passiert und seit Oulder ist der Ravel auch mit fester Fahrbahn ausgestattet. Leider ist der Wilwerdinger Tunnel nicht passierbar. In den über 40 Jahren zwischen der Stilllegung und dem Radwegbau haben sich unzählige Arten von teils sehr seltenen Fledermäusen den Tunnel als Refugium ausgesucht. Man kommt aber auf einem gut ausgebauten Weg bis kurz vor das Portal welches sich bereits in Luxemburg befindet. Mehrere Tafeln informieren auf dem Weg bis zum Portal über das Leben der Fledermäuse.

Also sind diverse Höhenmeter zu überwinden bevor die belgisch / luxemburgische Grenze nochmals passiert wird. In der Nähe des höchsten Punkt von Luxemburg dem Kneiff, auf dem auch eine direkt über dem Tunnel eine Gaststätte steht dessen Besitzer sich früher im Nebenjob um die Tunnelbeleuchtung kümmerte, und die stark befahrene Strasse sicher unterquert.

Es geht wieder bergab und beim Bahnwärterhäuschen eine Überraschung. Wo eigentlich der Radweg oder zumindest eine ehm. Bahntrasse vermutet wurde sieht man von der Brücke Fischteiche. Man hat die relativ starke Neigung im Einschnitt also sinnvoll genutzt. Aber wie auf der Ostseite führt doch ein Weg zum gesperrten Portal. Zunächst neben dem „Fischteicheinschnitt“ vorbei fädelt er oberhalb der Teiche in den Eibschnitt ein. Der Tunnelboden ist auf dieser Seite aus der Ferne erkennbar komplett mit Wasser bedeckt. Den Fledermäusen gefällt es. Eine digitale Infostele bietet allerlei kurzweilige Infos zur Strecke, dem Tunnel und der regionalen Geschichte.

Zunächst etwas bergauf und bergab gehend fädelt der Radweg wieder auf die alte Bahntrasse ein. Es bietet sich eine nette Fotostelle auf die Strecke von Luxemburg ins belgische Spa an.

Zum unterqueren der Bahnstrecke (die Mitbenutzung des Tunnels für den Radweg war vmtl. nicht möglich gewesen) war man kreativ.

Beim anschliessenden überqueren des südlichen Tunellportal eröffnet sich der Blick auf Troisvierges. Es geht wieder steil bergab zum Bahnhof um dann wieder etliche Höhenmeter auf dem Weg nach Hachiville zu gewinnen. Im übrigen der erste Abschnitt seit Tagen der nicht einer ehm. Bahnstecke folgt.

Abet schon bald ist kurz hinter der Grenze zu Belgien die ehm. Strecke 163 von Gouvy über Bastogne nach Libramont erreicht. Auf dem gut ausgebauten Ravel geht es entsprechend gut und schnell voran.

An einer Gedenkstätte für gefallene im WK II vorbei wird rasch Bastogne erreicht. Am Bahnhof Bastogne Nord, wo früher eine Strecke nach den in Luxemburg gelegenen Orten Wiltz und Kautenbach steht eine interessante Statue die an eine örtliche Legende um einen Werwolf erinnern soll. Am Ravel Kilometerschild findet sich auch einmal in original Kilometerstein.

Der Bahnhof Bastogne Sud dient heute als zentraler Busbahnhof. Selbst Nixbus verirrt sich mit einem Halt nach Amsterdam und Zürich hierher. Ansonsten ist alles in fester Hand der TEC welche auch weitere ehm. Bahngebäude als Büro oder Depot nutzt.

Maultier bzw. Eseltouren scheinen hier beliebt zu sein und wem der Bus vor der Nase weggefahren ist kann ja den Ersatzesel nehmen der vor dem ehm. Empfangsgebäude steht. Weitere, sich teils lautstark bemerkbar machende, Kollegen von ihm standen derweil auf dem weitläufigen ehm. Bahngelände.

Ab Bastogne ist der Weg nicht asphaltiert und unter der Brücke der N4 kam man sogar auf die tolle Idee unbefestigten groben Split auszubringen. Ein geradezu „idealer Oberbau“ für einem Radweg. 😠

Etwas weiter ausserhalb finden sich dann die letzten Schienen der Strecke die man im ehm. Bahnübergang belassen hat.

Ich wechsle für einen knappen Kilometer auf die N85 (kein Seitenstreifen und kaputtgefahrener Fahrbahnrand) um auf Höhe des Lagers von Aldi (Nord) bei Villeroux auf die Trasse der ehm. Schmalspurbahn von Bastogne Sud nach Martelange zu wechseln was aber nur bis Assenois geht. Ab Assenois befinde ich mich wieder auf dem offizielln Ravel und wenn dieser nicht auf der alten Trasse verläuft dürfte dies einen Grund haben.

Das vorletzte Bild in der unten stehenden Collage gehört übrigens an die dritte Position und zeigt den Weg (hier kein Ravel) kurz vor Assenois.

Hinter Hompré fädelt der Ravel auf die ehm. Bahntrasse ein. Einer der zahlreichen Angler am dortigen Angelteich war offenbar von der heutigen royalen Hochzeit in GB so ergriffen dass erlauthals „God save the Queen“ sang. Irgendwie „strange“. 🤔

An diversen der ehm. Haltestellen der Linie 516 stehen Informationstafeln zur Strecke und unter anderem mit einem Planauszug der die früher weit verzweigten Bahnstrecke und Trambahnen in dieser Region zeigen. Viel ist davon nicht übrig geblieben.

Hinter Burnon verlässt der Ravel die Trasse und steigt an der Talflanke stramm nach oben um kurz darauf wieder abzusinken. Dafür dass dieser Ravel Teil des Eurovelo 5 ist präsentiert er sich streckenweise schlecht ausgebaut mit üblen Schlaglöchern (eines habe ich voll erwischt, seiher fehlt der untere Haken einer der Satteltaschen) und Auswaschungen (die Bilder sind von den guten Abschnitten).

In Wisembach werde ich von der „Bahnhofskatze“ begrüsst.

Ich entscheide mich nicht die knapp 5km weiter bis Martelange zu fahren sondern gleich hier den Anstieg zum Hotel an der N4 vorzunehmen. Der Wechsel der Strassenseite zum Hotel war dann nicht trivial. Aber der Ausblick aus dem Zimmer ist top.

Apropos Top.

Auch die Küche hat einiges zu bieten. Keine Ahnung was ich bestellt habe. Aber es hat super geschmeckt.

Hier wieder die ganze Etappe mit mehr Bildern bei Komoot.

Über die Vennbahn

Der Tag beginnt mit einer Sozialstudie.
In der Generation 65+ stehen sich Deutsche und Holländer (oder wo auch immer sie aus den Niederlande herkommen) bei der sogenannten „morgendlichen Schlacht am Buffet“ in nichts nach. Nur das unsere werten Flachlandnachbarn auch noch Gefangene nehmen um das Butterstullenklischee zu erfüllen. 😂🤣😎

Danach geht es frisch gestärkt auf der Vennquerbahn in Richtung Belgischer Grenze. Warum man auf dem Radweg auch noch so plakativ den Wechsel von Rheinland-Pfalz nach Nordrhein-Westfalen (und wieder zurück) darstellen muss frage ich mich. Insbesondere da sich beide Bundesländer lange über die anteilige Finanzierung stritten.

Stetig geht es bergan, Hallschlag wird mit einem weiten Bogen umfahren. Es folgt eine Zählstelle. Die Nutzerzahlen wären interessant wobei der Vennbahnquerweg recht gut benutzt wird. Mehr war nur auf der eigentlichen ehm. Vennbahn. Jedenfalls ein Vielfaches was ich auf anderen Bahntrassenradwegen erlebte.

Nach der Zählstelle folgte eine ehm. Sperrstelle aus den weniger friedlichen Zeiten der Strecke.

Auch bei Losheim gibt es einen weiten Bogen um weiter Höhe zu gewinnen. Kurz hinter der Landesgrenze, mit informativer Tafel u. a. mit einem Foto des letzten Zug nach Belgien, wird der höchst Punkt der Strecke erreicht. Mit 619m.ü.M. befand sich hier die höchste Stelle im belgischen Bahnnetz. Ebenfalls befindet sich hier die Wasserscheide zwischen Maas und Rhein.

Der Bahnhof Buchholz welcher auch als Losheimergraben bezeichnet ist war daher mit 709m.ü.M. einstmals der höchste belgische Bahnhof.

Von nunan ging’s bergab.

Bald ist über Büllingen (hier war mit einem heute nicht mehr existenten Sägewerk der letzte Güterkunde der Vennbahnstrecken ansässig) Bütgenbach mit dem dortigen Stausee und dem markanten Bahnviadukt erreicht.

Nur noch wenige Kilometer und dann ist Weywertz erreicht.

Das Einfahrsignal des ehm. Bf. Weywertz ist schon seit vielen Jahren erloschen. Vor der Einfahrt musste zunächst die Fahrt aus Raeren vorbeigelassen werden. 😉

Weiter nach Waimes. Dieser ist als Keilbahnhof ausgelegt und verzweigt die Strecke nach St. Vith und Stavelot. Heute fährt hier nur noch der Bus.

Auf der 2016er Tour musste ich ab hier eine Umleitung nach. St. Vith fahren da die Stecke vom ungeteerten Pre-Ravel zu einem vollwertigen Ravel ausgebaut wurde und als Sanehäubchen mit zwischenzeitlichem Regen.

Schöne Ausblicke, top Wetter und fast durchgehendes leichtes Gefälle machen die Fahrt zum Genuss.

Bei bestem Wetter wird das Viadukt in Born (Freiherr-von-Korff-Brücke) unterquert und natürlich noch der Blick von der Brücke genossen. Die Brücke war Teil der Strategischen Bahnstrecke von Born nach Vielsalm.

Bedingt durch diese Zweigstrecke wurde neben dem beim Ort befindlichen Haltepunkt weiter südlich ein recht umfangreicher Bahnhof angelegt. Inkl. Drehscheibe deren Grube heute noch erkennbar ist.

Bald darauf ist St. Vith erreicht und wieder einmal habe ich es geschaft für die Öffnungszeiten des Regionalmuseums, welches sich im letzten existierenden Gebäude des einstmals sehr umfangreichen St. Vither Bahnhofs befindet, zu spät zu sein. Naja… irgebdwann komm ich wieder her.

Weiter talwärts geht es Richtung Lommertsweiler. Zunächst führt die Strecke ab dem ehm. Abzweig nach Libramont abseits der Bahntrasse bis Neidingen. Im Gegensatz zu den sich meist gut in die Landschaft einfügenden zahlreichen Bahnbrücken und Bahndämmen schlägt die Brücke der Autobahn E42 eine geradezu brachiale Schneise in die liebliche Landschaft.

Duch den westlichen der ehm. zwei Tunnel wird der ehm. Bf Lommertsweiler erreicht. Der Bahnhof irgendwo im Nirgendwo hatte eine Schlüsselrolle. Hier wurde die zeitweise zweigleisig von St. Vith kommende Vennbahn in den Ast nach Troisvierges in Luxemburg und den Ast nach Prüm in Deutschland aufgetrennt.

Hinter Lommertsweiler geht es zunächst auf der Trasse Richtung Prüm weiter bevor nach dem einbiegen in das Tal der Our an einer spitzen Einmündung wieder in Richtung Westen geht. Noch ein steiler Anstieg an der Neumühle wird kurz vor Hemmeres das gesprengte Viadukt über die Our gequerrt und kurzzeitig wieder Deutschland erreicht. Ab Hemmeres folgt die Strecke bis Reuland teilweise der Bahntrasse. Nutzt aber auch parallele Feldwege. Der Grund liegt in den beim Rückzug 1944 gesprengten Brücken die nicht mehr aufgebaut wurden.

Ab Reuland steigt die Trasse kontinuierlich an und nach 81,6km und einer lezten kurzen Steigung wird Lascheid erreicht.

Die Halbpenision im Hotel Paquet in Lascheid zu buchen war eine gute Entscheidung.

Und wie üblich zum Schluss der Link zur aufgezeichneten Tour bei Komoot.

Eifel quer durch

Nachdem es sich heute Nacht abgeregnet hat steht einer trockenen zweiten Etappe im Prinzip nichts entgegen.

Vom sehr guten Frühstück frisch gestärkt geht es um halb Zehn die Ahr aufwärts.

Aus strategischen Gründen war die Ahrtalbahn vor dem 1. Weltkrieg als Versorgungsstrecke für die Westfront zweigleisig ausgebaut worden. Da dies zum Glück nicht mehrerforderlich ist (und auch hoffentlich so bleibt) reicht für den Regelbetrieb bis Ahrbrück ein Gleis was wiederum die somit freie Trasse sehr gut als Radweg nutzen lässt.

Leider ist die freie Trasse nicht durchgehend nutzbar und so musd immer wieder u. a. auf Feldwege ausgewichen werden. Ein stetiges hinab ins Tal und hinauf zur Strecke ist die Folge.

Das Tal ist sehr pittoresk und gerade die Bahnabschnitte bringen sehr nette Motive.

Vor vielen Jahren, als der Personenverkehr seit der Einstellung des PV nach Adenau 1985 noch in Kreuzberg endete war ich schon einmal hier. Seither hat sich nichts und doch viel verändert. Das ehm. Bw in Kreuzberg ist nur noch eine Ruine. Der Bahnhof strahlt aber weitehin ein gewisses Bundesbahnflair aus.

Apropos Kreuzberg. Während im benachbarten Altenahr gefühlt spätestens jedes zweite Haus eine Gaststätte, Cafe, Restaurant oder gar ein Tanzcafe (*sic*) besitzt ist in Kreuzberg geradezu tote Hose.

Seit Mitte 1996 fahren die Züge wieder bis Ahrbrück. Im Güterverkehr wurde Hönningen noch bis Ende 1996 bedient. Aber mit der Schliessung des dortigen Werks der stahlverarbeitenden Fa. Klören endete auch der Güterverkehr auf der Gesantstrecke und der Abschnitt hinter Ahrbrück wurde zurückgebaut. Im Bereich Hönningen wurde die Bahntrasse für die Umgehungsstrasse umgenutzt. 😐

Da die Bahntrasse nun dem Auto und LKW dient geht es etwas abseits azf Feldwegen weiter Richtung Dümpelfeld. Entlang des Weges stehen diverse Skulpturen und Infotafeln. So auch eine für die ehm. Bahnstrecke. In Dümpelfeld befand sich ein grosses Gleisdreick welches die nach Adenau führende Ahrtalbahn mit der Strecke Richtung Blankenheim (und Lissendorf) verband. Eigentlich führt die abzweigende Strecke an der Ahr weiter aber als Ahrtalbahn wird der Abschnitt nach Adenau bezeichnet.

Heute ist Dümpelfeld eher suboptimal im ÖPNV erschlossen.

Entlang der als strategische Bahn gebauten Strecke nach Lissendorf geht es bis Ahrdorf. Da die Stecke schon seit 1973 stillgelegt ist wurden zwischenzeitlich ettliche Brückenbauwerke und Dämme abgerissen, abgetragen oder verfüllt weshalb der Radweg öftes von der Bahntrasse abweicht. In Schuld lässt einem die Beschilderung einmal ins Ort hochfahren, bei der Inaugenscheinnahme des dortigen Tunnels war aber erkennbar dass man das Ort auch bequem auf dem Trampelpfad hätte unterqueren können.

Hinter Schuld ist die Bahnstrecke nicht mehr als Radweg ausgebaut und es muss die Strasse mitgenutzt werden. Schilder an der Strasse sprechen zwar davon dass dies auf den 5km nur bis zur Fertigstellung des Radweg nötig ist aber von Bauarbeiten ist nichts zu erkennen.

Ab Fuchshofen bis Ahrdorf wird dann wieder die Bahnstrecke genutzt. Tunnel oder Brücken müssen aber meist umfahren werden da diese verfüllt bzw. abgerissen wurden.

In Ahrdorf entscheide ich mich zu einer Planänderung und folge nicht mehr der Strecke nach Lissendorf sondern dem Ast Aufwärts nach Blankenheim. Ein Grund dafür war auch der nicht unerhebliche LKW auf den Strassenabschnitten die auf der Strecke nach Lissendorf mit genutzt werden.

Somit fallen nun zusätzliche ca. 20km und etliche Höhenmeter an. Die Schleife bei Blankenheim ist leider nicht zum Radweg ausgebaut und so geht es weiter stramm bergauf ins Ort und dahintet auf die Höhen.

Jetzt galt es langsam Akku zu sparen aber da es eigentlich nur noch bergab gehen kann ist es erträglich auch mal ohne oder nur mit 25% Unterstützung zu fahren.

Über Schmidtheim und Dahlem geht es recht entspannt und bei besten Wetter (aber recht windig) nach Jünkerath.

Nach einer Kaffeepause wechsle ich auf die ehm. Vennquerbahn von Jünkerath nach Weywertz bis zum heutigen Etappenziel Stadkyll .

Stadtkyll scheint bei den Bewohnern der Niederlande sehr beliebt zu sein. Kaum eine Infotafel oder Speisekarte die nicht auch in deren Landessprache existiert. Auch das Hotel am Park ist Fest in der Hand zumeist älterer „Holländer“.

Die laut Navi verbratenen 2660kcal werden dann in der Gaststätte Alt Stadtkyll mühelos wieder aufgefüllt 😂

Und wie gewohnt die ganze Etappe von knapp 86km hier bei Komoot.

Geschichtsträchtiges im Ahrtal

Lang ersehnt und heute ging es endlich los. Zunächst per Rad nach Dieburg und (sicherheitshalber) einen Takt früher mit der RB 75 nach Mainz. Danach mit dem IC nach Koblenz. Der IC hatte etwas Verspätung aber der Anschluss in Koblenz auf den RE Richtung Köln klappte. Zitat Zub des IC: „Der wartet. Sonst würden wir hinter dem RE herfahren“. Der Zub des RE hatte ebenfalls eine etwas ironische Anmerkung wegen der Abgangsverspätung in Richtung Fernverkehr drauf. 😂

Und natürlich habe ich im IC wieder mal einen „Hängeplatz“ reserviert. Da aber wenig Auslastung bestand war das Verrenken nicht nötig.

In Remagen ging es erst mal runter zum Rhein und zur ehm. Ludendorff-Brücke in deren westlichen Türmen am ehm. Wiederlager das Friedensmuseum befindet in dem die Geschichte uns insbesondere die Rolle der Brücke in der Endphase des WK II dargestellt wird.

Ein eindringlicher Appell ist dort dokumentiert …

Insbesondere angesichts der nationalistischen Zündler weiter aktuell .

Danach ging es ein Stück Rheinaufwärts bevor in das Ahrtal eingebogen wurde.

Auf gut ausgebauten Radwegen wird schnell Ahrweiler erreicht und nach einer Tasse Kaffee mit Streuselkuchen der kurze aber heftige Anstieg zum Dokuzentrum Regierungsbunker angegangen.

Verborgen im engen Tal, umsäumt von Wald und Weinbergen liegt hier der Eingang zum ehm. gut 17km umfassenden Tunnelnsystem des ehm. „Top Secret“ Objekt des Ausweichsitz der Regierungsorgane der Bundesrepublik. Das Tunnelsystem basiert auf zwei Tunneln die für eine nie in Betrieb gegangene strategische Bahnstrecke errichtet wurden.

Der Bunker wurde ab 1961 errichtet und bis 1994 in Betrieb. Trotz aller Erneuerungen über die Betriebszeit erinnert die Ausstattung allerorten an die 1960er Jahre. Eigentlich war der Bunker eine Fehlkonstrukion von A bis Z da zu instabil, ohne EMP Schutz usw. usf. aber er hat halt irgendwie seinen Zweck erfüllt.

Erhalten blieben 200m am östlichen Ende des östlichen Tunnel wohin auch erhaltenswerte Objekte verbracht wurden.

Massive Tore schützten den Bunker, wie z. B. die über 20 Tonnen schwere Rolltore welche innert 20 Sekunden den Bunker nach aussen abriegeln konnten. Zusätzlich war das Gesamtsystem in 5 autarke Abschnitte mit eigener Energie-, Luft- und Wasserversorgung unterteilt. Zahlreiche weitere massive Stahltore zeigen davon gegen welch massive Schläge man sich hier schützen wollte.

Eigene Fernsehsysteme sollten Botschaften nach aussen senden. Wenn denn noch Empfänger da gewesen wären. Aber das hätte man eh spätestens nach 30 Tagen festgestellt, denn länger war der Verschluss nicht vorgesehen.

Recht spartanisch auch das Zimmer des Bundespräsidenten.

Das Besprechungszimmer im feinsten Design der 60er/70er Jahre, Sanitätsauststattung die auch ohbe Strom funktioniert. Alles faszinierend aber auch beklemmend.

Nach 200m ist Schluss. Ab hier blickt man in die blanke und entkernte Röhre. Die Tunnel und alle zusätzlichen Stollen wurden nur nach aussen verschlossen aber nicht verfüllt.

Die Organigramme über die jeweiligen Teilnehmer den NATO Übungen an denen auch der Regierungsbunker besetzt wurde stammt übrigens nicht aus dem Originalbestand des Bunkers sondern von jenseits des Eisernen Vorhangs. Soviel zu Top Secret.

Der Regierungsbunker war eine Arbeitsstätte mit über 500 Büros und im Erstfall gut 3000 „Einwohnern“.

Der Bundeskanzler war wie der Bundespräsident mit einem Einzelzimmer und eigener Dusche/WC etwas privilegiert. Das übrige Personal hatte sich mit Zimmern mit 4 bis 8 Betten zu begnügen.

Das Rauchverbot galt übrigens nur in den Schlafräumen im Obergeschoss. Somit war der Bunker trotzdem nur bedingt für Helmut Schmidt und Ludwig Erhard geeignet 🤣

Auch wenn „nur“ 200m zu besichtigen sind so geht die sehr informative und kompetent von Mitgliedern des Heimatverein Ahrweiler als Museumsträger durchgeführte gut 1,5 Stunden und bei der Rückkehr ans Tageslicht… regnet es. Aber nicht lange.

Über die Weinberge geht es weiter zu diversen Aussichtspunkten und wieder hinunter ins Tal der Ahr. Das ehm. zweite Gleis wird hier als Radweg genutzt. Das Hotel wird dann bald erreicht und neben hiesigem Rotwein u. a. ein gutes Schnitzel mit Haselnusspanade genossen.

Hier die Zusammenfassung mit weiteren Fotos bei Komoot.

Achja. Es regnet wieder seit 20 Uhr. Aber ab morgen soll es (noch) besser werden.

Es geht nach Hause

[Info: Weitere Bilder gibt es erst später da das Handy auf erm die Bilder sind gerade nich ein Backup macht]

Zu schnell ist wieder die Nacht vorbei und nach dem Frühstück ist noch etwas Zeit Strassenbahn zu fotografieren. Leider stehe ich meist auf der falschen Seite oder bin unterwegs wenn ein interessantes Motiv, insbesondere Tatra Wagen, vorbeikommen.

Schade übrigens dass man keine Strassenbahnstrecke in die Strasse vor dem“Nüschel“ verlegt hat, obschon es u. a. mit Dreiwegeweichen an der benachbarten Kreuzung schon Bauvorleistungen gibt. Es wäre ein nettes Motiv.

In Chemnitz werde ich von einem kreativen Zugzielanzeiger überrascht.

Ein sauber mit einer Platte ausser Funktion gesetzter Zugzielanzeiger mit dem darauf stehenden Text am unteren Rand: „Testbetrieb – Fahrgastinformation der Zukunft“.
Hat da jemand bei den Kollegen von DB Station und Service einen Clown gefrühstückt oder ist dass ein Hinweis darauf dass man die „Nichtinformation“ der Fahrgäste am Bahnsteig als zukunftsfähig und als Zukunftsmodell erachtet? 😉

Eigentlich sollte hier etwas von RB 89 um 9:10 nach Aue stehen.

Die Stecke wird im Zugleitbetrieb mit Rückfallweichen betrieben. Nur Thalheim verfügt über ein richtiges Stellwerk und hier sitzt auch der Zugleiter. Die Infrastruktur und insbesondere der Oberbau befindet sich augenscheinlich in einem sehr guten Zustand. Es bestehen Bestrebungen den Abschnitt von Chemnitz Hbf nach Thalheim in das Citybahn Konzept zu integrieren jedoch unter Auflassung des Abschnitts Thalheim – Aue was angesichts der schwachen Nachfrage in diesem Abschnitt logisch klingt, gesamthaft aber das vernetzte System schwächt. Nach Aue käme man dann nur noch mit einem weiten Umweg über Zwickau.

Vom den ehemals sehr umfangreichen Gleisanlagen in Aue ist nur noch wenig übrig geblieben, es gibt nicht einmal mehr ein Empfangsgebäude. Dieses fiel, genauso wie das ehm. Betriebswerk, was ein zentraler Punkt im ehm. weitverzweigten Netz hier oben war, der Spitzhacke zum Opfer.

Weiter geht es erst mal in die ehm. recht bedeutende Grenzstation Johanngeorgenstadt. Hier hatte ich 1h Pause eingeplant, da hier aber „der Hund begraben liegt“ fahre ich mit dem nächsten Zug zurück Richtung Zwickau. Wegen Bauarbeiten verkehrt derzeit kein Zug auf der Tschechischen Strecke nach Karlovy Vary (Karlsbad). Der Zug fährt daher abweichend bis ins benachbarte Potucky um den Busanschluss herzustellen. Im Regelbetrieb ist Johanngeorgenstadt die Umsteigestation zu und von den Zügen der CD.

Interessant auch dass „hier oben“ noch etliche alte WSSB Bü Anlagen mit dem Blinklicht im Andreaskreuz überlebt haben. In Breitenbrunn (Sachsen) überrascht eine zum Restaurant umgebaute ehem. Berliner S-Bahn. Die Strecke ist abwechslungsreich und gut im Schuss.

Ich steige bereits in Zwickau-Schedewitz aus um zur benachbarten Strassenbahnhaltestelle „Stadthalle“ zu laufen in der die meterspurige Strassenbahn mit einer Innenstadverbindung der Normalspur verknüpft wird.

Moment mal…

Neeeeein, echt jetzt werte Verantwortliche der DADINA. Eine sinnvolle Verknüpfung von meterspuriger Strassenbahn und normalspuriger Eisenbahn… sowas wäre absolut undenkbar und ohnehin nie realisierbar? So klingt es für mich seit Jahren im Fahrgastbeirat und aus den Medien die ihr mit Infos zu Programmen der Zukunft füttert. [Sarkasmus/ Ironie aus]

So nun was konstruktives:
Wie wäre es mit einem Ausflug nach Zwickau? Da gibt es solch „unmögliche“ Konstrukte und die Kundschaft kann somit direkt von der Innenstadt bis auf die Orte im Vogtland und gar weiter bis nach Cheb in Tschechien fahren.
Die DADINA Innovationen dagegen sind Parkhäuser am Stadtrand, kaputtoptimierte Buslinien mit Umsteigezwang und das alles zu RMV „Schweinepreisen“ [tm].
Sorry, aber da müssen diese „Nahverkehrsorganisation“ und die zuständigen Politiker der Verbandsversammlung mal ganz dringend Nachhilfe in Anspruch nehmen.

Mit dem RS1 der Vogtlandbahn fuhr ich von der Hst. Zentrum um 13:28 zum Hauptbahnhof der einen gewissen Reichsbahncharme noch gut bewahrt hat. Dazu trägt ggf. auch die noch vorhandenen mech. Signale und der stehende dort top gepflegt aussehende Traditionszug mit einer V100 bei.

Mit der S5X im Talent 2 *örks* geht es nach Gößnitz. Eine planmäßige Umstrigezeit von 3min von Gleis 4 nach 2 ist sehr sportlich. Die Gleise liegen hintereinander mit einer zwischenliegenden Weichenverbindung zum Nachbargleis was die Wege nicht kürzer macht. Nicht umsonst hängt am Bahnsteig ein Schild dass einem auf Deutschlandd längsten Bahnsteig begrüßt.

Mit der Dröhnröhre der Baureihe 612 geht es auf der Mitte-Deutschland-Verbindung recht unspektakulär durch nette Landschaften nach Erfurt und von dort mit dem ICE nach Frankfurt wo die Wartezeit zur RB82 nach Hause mit Abendessen in der Kantine überbrückt wird.

Zuvor verblüfft mich einer der neuen RMV Automaten die von Transdev betrieben werden.

Bug oder Feature frage ich mich da. Die alten RMV Automaten waren ja dahingehend (typisvh RMV) „kundenorientiert“ dass sie, vmtl. mangels Scheinrückgabefunktion da seinerzeit als die Automaten gestellt wurden nicht üblich bzw. sehr teuer, beim Bezahlen meist nur den zum Fahrpreis passenden nächsthöheren Geldschein akzeptierten. Daher hatte ich einem der neuen Automaten (an denen keine vernünftige Fernverkehrsfahrscheine zu erwerben gehen) ausprobiert und siehe da. Bei 4,55€ für die Anschlussfahrkarte hätte der sogar bis zum 100€ Schein alles akzeptiert. Klasse! Ein grosses Lob dafür.
Naja, ein 20er musste dann reichen und siehe da, es kamen je ein 10€ und 5€ aus der Rückgabe, aber es waren nur zwei Münzen gefallen. Komisch dachte ich erst und es waren tatsächlich nur zwei 20ct Münzen die mit der Fahrkarte im Fach landeten. Kann das normal sein dass der Automat wenn im die 5ct Münzen ausgehen diese kommentarlos weglässt (hoffentlich nacht er das nicht auch mit ganzen Euro-Münzen und Scheinen) oder ist das gar eine verdeckte Servicegebühr für die Scheinrückgabe (dem RMV traue ich langsam alles zu) oder schlichtweg nur ein Funktionsfehler?
Mir geht es nicht um die 5ct, auch wenn es mehr als genügend Leute gibt die auch noch auf den letzten Cent achten müssen, aber ein Automat sollte das Wechselgeld schon korrekt herausgeben oder im Fall der Fälle nachfragen ob man es akzeptiert dass er nicht voll herausgeben kann, dann aber bitte mit einem sogenannten Überzahlschein.
„Lieber 5ct verschenkt als keine Fahrkarte“ oder so ein ähnlicher Gedanke könnte gerade auf ländlichen Stationen eine Option sein.

P. S. Ja, ich habe nochmal genau nachgeschaut. Da waren nur 40ct.

So… Jetzt gute Nacht.

Und die vierte Dampfbahn

Das Auschecken verlief unkompliziert (Schlüssel in den Briefkasten geworfen) und so wurde um 7:52 der RE nach Hof (wieder ein Coradia Continental) der MRB zur Fahrt nach Flöha erreicht. In Flöha überraschte dann dass ein zweisystem Citylink von Vossloh / Stadler (600/750V für die Strassen- / Stadtbahn und Diesel für die Aussenstrecken) der Citybahn Chemnitz die Leistung in Richtung Wilischtal übernahm. Laut Presseinfos fahren diese Fahrzeuge seit Jahresanfang diverse Leistungen nach Annaberg-Buchholz im Auftrag der Erzgebirgsbahn übernommen haben um umgekehrt nachfragestarke Fahrten der Citybahn mit den DB Regio Desiro zu befahren.

In Wilischthal ist ein „Brückenersatzverkehr“ angesagt. Die die ehm. südlichen Weichen des heutigen Hp. Wilischthal Brücke wird derzeit saniert. Hierzu hat man den Haltepunkt vom ehm. Empfangsgebäude gut 200m in Richtung der Brücke verlegt und lässt dort die Fahrgäste „Baustellennah“ aussteigen (Fahrt im Stichstreckenblock und auf Sh2 auf dem Prellbock mit Wärterhaltscheibenvorsignal“ und La 30 davor). Die Fahrgäste nutzen dann die parallel liegende Strassenbrücke um so den auf der anderen Seite, an einem weiteren Hilfsbahnsteig in den Desiro der Erzgebirgsbahn nach Cranzahl einzusteigen. Das alles klappt sehr reibungslos.

Weiter geht es durch das sehr interessante und abwechslungsreiche Tal nach Cranzahl wo sich die Gruppe erst einmal einen Anpfiff vom Fdl einholt da er offensichtlich nicht über den Besuch informiert wurde. Aber das scheint hier die Art der Leute zu sein. Zunächst ruppig aber dann sehr nett.

Weiter ins tschechische Vejpert und weiter fahren derzeit nur noch zwei Zugpare an Wochenenden und Feiertagen. Das heutige Vormittagspaar ist aber ausgefallen da der Triebwagen der CD einen Defekt hatte.

Das Stellwerk verfügt über keinen Streckenblock (weder nach Annaberg noch nach Vejpert), dafür aber über sächsische Hebel und weitere interessante „Frickellösungen“.

Nun geht weiter mit der Fichtelbergbahn hinauf zum Kurort Oberwiesenthal.

Der Ort ist voll und ganz dem Wintersport verschrieben und es liegt hier auf über 800m. ü. M., an Stellen an denen er im Winter bei der Räumung zusammengeschoben wurde, sogar noch Schnee. Aber zunächst wird eine kleine Rast bei örtlichen Bier und Soljanka eingelegt bevor die Gruppe wieder die Rückreise antritt. Da ich jedoch in Chemnitz übernachtet entschließe ich mich einen Zug später zu nehmen um zuvor ein paar Fotos an der Stahlbrücke kurz vor dem Bahnhof zu machen. Es ist dabei vollkommen klar dass die Sonne kurz bevor der bergwärts fahrende Zug kommt weggeht. 😋

Bei strahlendem Sonnenschein geht es dann im offenen Wagen wieder hinab nach Cranzahl.

Pünktlich geht es dann, inkl. der Brückenbaustelle, weiter nach Chemnitz und es gab wieder mal unkoordinierte Radfahrer zu beobachten. So leer wie auf dem Bild war der Citylink übrigens kurze Zeit. bevor die restlichen Fahrgäste kamen.

Noch eine Runde durch die Innenstadt bevor im Ratskeller ein gutes Abendessen genossen werden konnte und mir dabei zufällig ein Mainzer Kollege über den Weg lief (DGEG Exkursion).

Mal sehen auf welchem Weg ich morgen heimfahre…

Dampf ganz tief im Osten

Heute war frühes Aufstehen angesagt. Ging es doch schon um viertel vor Sieben mit der S-Bahn nach Pirna. Die Fahrplanauskunft verkündet für die SBS (Städtebahn Sachsen) dass der Zug nur bis Neustadt verkehrt und zwischen Neustadt und Sebnitz ausfällt. Gerüchten zufolge gegen der SBS die Lokführer aus. Die Stecke steht zudem auf der „Abschussliste“ da ohnehin nur schwach genutzt wird. Mehrere von ihr abzweigende Strecken ab Dürrröhrsdorf (DR Abkürzung „Drrr“ 😆) und Neustadt hat es schon vor vielen Jahren „erwischt“ und unsere 12 Personen starke Gruppe hat die Fahrgastzahlen im Zug nach Neustadt um mehrere 100% angehoben.

In Neustadt sitzt der Fdl der einerseits den Bahnhof (was davon übrig ist) und die Strecke nach „Drrr“ mittels klassischer Stellwerks und WSSB Spurplanstellwerk und Blocktechnik bedient aber auch die im technisch unterstützen Zugleitbetrieb (TUZ) geführte Strecke nach Sebnitz und Bad Schandau mit ihrer abzweigenden Strecke in Richtung Rumburk in Tschechien bedient. Der Abzweig nach Tschechien ist dabei eine Besondetheit. Nicht nur ob der Zweisprachigen Kommunikation, die Fdl sprechen stets Tschechisch über die Grenze hinweg wobei die Tf in Deutsch mit dem Fdl / Zugleiteter zu kommunizieren haben. Der Zugleitbetrieb kennt eigentlich keine abzweigenden Strecken so dass hier ein besobderes Konstrukt mittels Schlüssektresor, Schlüsselsperre und Ortsbedieneinheit geschaffen werden um im TUZ eine Verzweigungsweiche im Gleis 2 in Sebnitz (Züge aus Neustadt fahren immer in Gleis 1 ein, Züge aus Tschechien stets in Gleis 3) für Züge aus Bad Schandau nach Neustadt oder Tschechien realisieren zu können.

Somit geht es im Ersatzverkehr per Bus in sehr sportlicher Fahrweise nach Sebnitz wo der Gruppe dann auch der Schlüsseltresor demonstriert wurde. Danach durfte der kleine Bäckerverkausladen (guter Filterkaffee!) im Empfangsgebäude mit der Gruppe den Umsatz der Woche machen bevor nach gut einer 3/4h der Zug der CD Linie „U28“ nach Rumburk bestiegen werden konnte.

Durch den Böhmerwald ging es dann in teils gemütlichen Tempo nach Rumburk wobei der Oberbau gegenüber der Erinnerung zu meiner Fahrt vor ein paar Jahren erheblich verbessert wurde.

In Rumburk ging ein Teil der Gruppe in die mehr als authentische Bahnhifskneipe deren durch die offene Tür aus den Bahnsteige wabernde Geruch u. a. bei mir dafür sorgte von diesem Ansinnen abzusehen.

Im aus einem Triebwagen mit Steuerwagen bestehenden „R“ (Schnellzug) ging es dann nach Rybniste wo wiedeum ein Bus als Abschluss nach Großschönau wartete da der Bahnhof Varnsdorf derzeit komplett erneuert wird. Auch zwischen Rumburk und Rybniste hat die moderne Stellwerkstechnik einzug gehalten und die kleinen Wärterstellwerke mit Blumen am Fenster und Vorgarten sind damit verschwunden.

In Großschönau wartet sodenn der Desiro der Trilex im Design der Vogtlandbahn um die Gruppe nach Zittau zu bringen.

Auch in Zittau wird das Bahnhofskiosk auf eine Bockwurst beehrt bevor es zum Bahnhof der Schmalspurbahn geht.

Durch das ESTW bekam die Schmalspurbahn einen Sugnalnachahmer spendiert da diese die normalspurige DB Strecke kurz nach dem Bahnhof niveaugleich kreuzt.

Bei bestem Wetter ging es über Bertsdorf, wo der Anschlüsse nach Jonsdorf und die Kreuzung mit dem Zug aus Jonsdorf erfolgte. Es waren somit zwei Dampfzüge und ein Dieselzug im Bahnhof womit (inkl. des zuvor in Zittau-Oberstadt gekreuzten Zug) insgesamt vier Züge im Einsatz standen da am 30.4. als Brückentag nach dem dichteren Sonntasgsfahrplan gefahren wurde.

Nach der Wende im Enbahnhof Oybin ging es wieder hinunter nach Zittau und mit der ODEG über die teilweise, da sie die Bögen der Neise schneidet, über polnisches Gebiet (am Oberbau bzw. der darus erfolgenden „Laufruhe“ erkennt man sofort auf welcher Infrastruktur msn gerade fährt) führende Stecke nach Görlitz und dort mit einem Trilex zurück nach Dresden.

Im REWE am Hbf werden u. a. Getränke gebunkert und Uli führt im Labor der spieltechnischen Sammlung seine interessanten Bilder übet die Bahn in und um Hanoi (Vietnam) vor. Mit der Spätpizza endet der letzte Abend der Exkursion.

Achja… ich weis jetzt endlich für was ETCS Balisen wirklich gedacht sind.

So nun ist Augenpflege angesagt. Denn um kurz vor Acht geht es wieder weiter nach Oberwiesenthal und Chemnitz.

Dampf, Bus, Schiff

Heute ging es erst einmal in einem nach meiner Einschätzung nach unsäglichen Coradia Continental (winzige Fenster in abstrusen Höhen zum Sitz) nach Freitag zur naxh dem 2002er Hochwasser nun seit 2017 wieder bis zur Endstation Kurort Kipsdorf verkehrenden Weißeritztalbahn.

Zuvor konnte noch das Kaiserwetter aus der Übernachtung sowie der „Ticketdrucker“ von Marcs Handy 🤣😉 sowie die Bremsprobe am EC der CD beobachtet werden.

Mit Volldampf ging es dann durch das im unteren Teil recht enge Tal der Weißeritz hinauf Richtung Dipoldiswalde wo die Lok erst einmal mit frischem Wasser versorgt werden musste. Im Regelfahrplan verkehren täglich zwei Zugpaare zwischen Freital und Kipsdorf und eines zwischen Freital und Dipoldiswalde. Somit kann der gesamte Verkehr mit einem Zug abgewickelt werden. Mehrzugbetrieb gibt es jedoch an mehreren Tagen im Jahr nach einem Sonderfahrplan.

Apropos Wasser. Wenn man das die klein und muter fliessende Weißeritz so sieht kann man sich kaum vorstellen wue diese 2002 unter anderem an den Bahnanlagen gewütet hat.

Hinter Dipoldiswalde wird das Tal weitet und sanfter (der Stausee liegt aber von Dipoldiswalde gesehen Talabwärts) aber nicht weniger steigungsreich. Die Lok hat gut tu schaffen mit ihrem langen und gut besetzten Zug und nach gut 1 1/2h abwechslungsreicher Fahrt ist der Kurort Kipsdorf erreicht.

Am Bahnhof und dem wieder hervorragend hergerichteten Empfangsgebäude erkennt man die einstige Bedeutung der Bahn, aber auch heute hilft sie nicht unerheblich dem nach der Flut von 2002 darniedererliegenden Tourismus wieder auf die Beine.

Viel Zeit für Sightseeing ist nicht denn es geht mit dem Bus gleich weiter nach Altenburg. Die knappe Stunde Aufenthalt bis zum Zug nach Heidenau wurde für eine Besichtigung der Sicherungsanlage (mech. Stw mit Lichtsignalen für den Bf und techn. unterstützter Zugleitbetrieb / TUZ von Pintsch / Tiefenbach für die Strecke) genutzt bevor es mit den Desiro der Sächsischen Städtebahn wieder hinab ins Tal der Elbe bei Heidenau ging.

Die Strecke war ursprünglich schmalspurig und das dazugehörige ehm. Empfangsgebäude steht noch heute nebem dem Bahnhof.

Mit der S-Bahn ging es nach Königstein und nach einem in der sehr sommerlichen Hitze des Elbtals weit erscheinenden Fussweg konnte das Miniaturelbtal besichtigt werden. Eine interessante Anlage mit netten Details aber auch Schwächen an anderer Stelle.

Nach dem Tal der Elbe „en Minuatur“ ginges per Bus nach Bad Schandau zur Kirnitzschtalbahn und mit dieser zum Lichtenhainer „Wasserfall“. Naja… wenn nicht gerade das aufgestaute Wasser über die Felsen geht ist es nicht gerade der Brüller und mit „Flutwelle“… naja man könnte es für „gefühlte Formen von Wasserfall“ gerade so anerkennen. 😈

Die Kirnitzschtalbahn mit ihrem geradezu hist. Fuhrpark jedoch, welche stets in Seitenlage der Strasse folgt und damit auf der Fahrt nach Bad Schandau im Grunde als Geisterfahrer verkehrt, ist definitiv eine Fahrt wert.

Achja. Mobikfunkhasser werden die Ecke lieben. Denn die Mobilfunkversorgung in der Ecke ist sehr bescheiden. Da hilft nur noch das Handy mit dem Posting in den Briefkasten zu werfen. 😂

Vom Elbkai von Bad Schandau geht’s nun per Fähre zum Bahnhof wo zunächst die Bedienstelle für die Anforderung der Ausfahrt im ESTW in den Zugleitbetrieb nach Sebnitz in Augenschein genommen wurde.

Weiter mit ging es in einem Zug der Linie „U 28“, der sogenannten Nationalparklinie und mit einem gut gelaunten Zugbegleiter der CD nach Schöna wo vor dem Übersetzten ins tschechische Hřensko noch die Hochwassermarken bestaunt wurden.

Nicht alle fuhren dann mit und so klang der Tag in keiner / halbierter Runde bei tschechischen Bier und deftigen Essen aus.

So… nun ist es schon nach Mitternacht und nachher geht es schon um halb 8 wieder los. Zzzzzzzzz. 😩