Wunderschöner Rennsteig

Heute ging es, wie bereits letztes Jahr, hoch zum Rennsteig.

Um die Bilderausbeute zu erhöhen wurde ich dem Rennsteigshuttle abtrünnig und reiste mit dem Bus via Oberhof (Busbf.) an. Dies ermöglichte es den zweiten „Bergzug“ bereits bei der Einfahrt zu fotografieren. Leider hatte www.kachelmannwetter.ch wiedereinmal recht. Es zog sich bereits beim Umsteigen in Oberhof langsam zu, wobei Oberhof per se ein „Wetterloch“ ist, und auf der Fahrt von Oberhof nach dem Bf. Rennsteig werden die Wolkenlücken immer weniger.

Achja, Thema Bus. Während der Bus von Gotha nach Oberhof besonders ab Ohrdruf recht gut besetzt war, war ich im Bus nach Masserberg, der den Bf. Rennsteig an Sa und So anstatt Schmiedefeld andient, bereits wenige Haltestelle hinter Oberhof alleine im Bus. Ganz im Gegensatz zur Belegung des Zug aus Erfurt / Ilmenau wie in der Vorbeifahrt beim Fotografieren zu erkennen war.

Leider wird der Zug einerseits tariflich benachteiligt und ab Gotha ist der Bus mit Umsteigen in Oberhof sogar 21min schneller.

Bus:

Rennsteig – Oberhof: 2,80 €

Oberhof- Gotha Hbf: 6,00 €
Zug:

Rennsteig – Ilmenau: 4,00 € (Rennsteig Sonderticket)

Ilmenau – Gotha: 12,50 €

Im zukünftigen Nahverkehrsplan von Thüringen ist der Rennsteigshuttle derzeit nicht mehr vorhanden. Das zuständige Ministerium ist der Meinung dass sich das Rennsteigshuttle „über den Tourismus“ finanzieren müsste. Dass ein guter und nutzbarer ÖPNV einer der Schlüssel zu modernem Tourismus, auch ohne PKW, ist scheint dort noch nicht angekommen zu sein. Sehr ärgerlich. Eine Durchbindung der Züge bis Schmiedefeld mit dortiger Verknüpfung an die Buslinie Oberhof – Masserberg wäre ein erster Schritt. Die Reaktivierung bis Schleusingen oder Themar gar ein Traum.

Der Oberhofer Busbahnhof präsentiert sich schon mal modern und funktional.

Genug der Verkehrspolitik. Die Sonne wollte sich leider nicht mehr blicken lassen aber im Gegensatz zum letzten Jahr war es nicht neblig oder dunstig und damit trotzdem für Fotos geeignet.

Nach der Passage des bergwärts fahrenden Zug kurz nach 10 ging es strammen Schrittes talwärts. Der gut präparierte Wanderweg mit Loipe machte dies gut möglich. Leider hängen die bahnparallel laufenden Telekommunikationskabel auf der Talseite und somit bei Fotos vom Zug auf der anderen Talseite im Motiv. Dies zeigte sich bereits letztes Jahr. Aber kurz bevor sich das Tal verengt ermöglicht eibe kleine Brücke den Wechsel zum Weg auf der Talseite mit Bahn. Naja, Langlaufski oder Schneeschuhe wären auf der Querung ganz hilfreich gewesen. Zu hoch lag stellenweise der Schnee so dass ich mich einmal der länge nach hinlegte und kurz vor der Bahn nur auf allen Vieren noch den Hang hoch kam. Aber die Mühe hatte sich gelohnt. Der Weg etwas oberhalb der Bahn war ebenfalls präpariert und bot einen guten Blick auf die Strecke.

Jetzt war etwas Zeit, die Rennsteigshuttle fahren nur alle 2h bei ca. 20min Wendeaufenthalt im Bf. Rennsteig und so lief ich runter nach Stützerbach. Ein nettes Ort, nur etwas abgeschieden. Ein Fotostandort wurde am südlichen Ortseingang und am Weg zur Kneipanlage gefunden. Nach dem Bergzug (Ortseingang) und Talfahrt  (Kneipanlage) ging es wieder hoch zum Bf. Rennsteig. 

Am Bahnhof wurde wie schon letztes Jahr auf der ehm. Laderampe gegrillt. In der Gaststätte im Empfangsgebäude wurde unterdesen eine Busreisegruppe mit Humptata und Schunkelliedern unterhalten. Da war der Imbiss auf der Laderampe im Schnee mit Glühwein und Co wesentlich angenehmer. Apropos Imbiss und Grill. Schon gut einen Kilometer vor dem Ziel drang der Geruch der guten Thüringer Bratwürste und Rostbrätel in due Nase. Eine hervorragende Wandermotivation.  😀

Im mit über 50% Belegung gut besetzen Zug ging es via Ilmenau und Neudietendorf zurück nach Gotha.

Auf dem Weg zum Essen (der Grieche) nutze ich mal die Tram die recht gut belegt war.

Beim „Verdauungsspaziergang“ zurück zur Unterkunft noch ein Blick auf das Schloss mit dem Betriebsfeld

Morgen geht es via Eisenach, Meiningen, Hammelburg und Aschaffenburg nach Darmstadt. Mal sehen ob der knappe 4min Übergang am Ende in Aschaffenburg klappt.

1) RB 74610

-> Eisenach

Ab 10:25 Gotha, Gleis 2

An 10:46 Eisenach, Gleis 3
2) STB74116

-> Neuhaus am Rennweg

Ab 11:15 Eisenach, Gleis 2

An 12:14 Meiningen, Gleis 1

3) EB 80733

-> Schweinfurt Stadt

Ab 13:24 Meiningen, Gleis 4

An 14:17 Ebenhausen(Unterfr), Gleis 3
4) EB 80686

-> Gemünden(Main)

Ab 14:25 Ebenhausen(Unterfr), Gleis 2

An 15:41 Gemünden(Main), Gleis 2
5) RE 4618

-> Frankfurt am Main – Stadion

Ab 16:04 Gemünden(Main), Gleis 5

An 16:42 Aschaffenburg Hbf, Gleis 8
6) RB 15726

-> Wiesbaden Hbf

Ab 16:46 Aschaffenburg Hbf, Gleis 5

An 17:27 Darmstadt Hbf, Gleis 9

[Edit: Ja, der knappe Übergang hat geklappt]

„Full House“ im Betriebsfeld

Der heutige Tag der offenen Tür, mit hoher Beteiligung an quer durch die Republik angereister Unterstützern, bei dem erstmals seit langen wirklich alle Betriebsstellen inkl. der Blockszellen Grün und Heide besetzt werden konnten, war sehr nett.

In der ersten Runde ruhte ich mich am Block „Heide“ aus, die zweite Runde ging an mein Gothaer Lieblingsstellwerk „Tessin“, jetzt mit illuminierten Blockuntersatz.

Auf dem Weg zum Abendessen noch schnell ein Blick auf die moderne Tram- und Busstation am Hauptbahnhof an der sich gerade ein Tatra und Düwag Wagen das Gleis teilten. Das System wann man dort hintereinander oder nebeneinander einfährt werde ich vmtl. nie verstehn. Evtl. auch nzr weil es jein System gibt. 😂😎

Abendessen beim Italiener „Lántica Trattoria“. Nicht gerade die preiswerteste Adresse in Gotha, aber qualitativ sehr gut.

Wieder nach Gotha 

Zur Unterstützung des ersten Tag der offenen Tür im neuen Jahr am 28.1.2017 ging es total unspektakulär und mit 1 Minute Ankunftsverfrühung nach Gotha.

Die QR-Codes zur Kundenbefragung kenne ich schon länger. Aber auf dem Tischmülkeimer? Eher ein eigenartiger Ort für den Aufkeber.

Wenn es nicht gut läuft ist ist die Antwort dann „für die Tonne“?

Hinter dem Schlüchterner Tunnel ging es rein nach Hessisch Sibirien 

Hinter Fulda bei Götzenhain gab es dann noch weitere wunderschöne Ausblicke in die winterliche Rhön bis zur Wasserkuppe.

Das Abendprogramm fand dann im örtlichen Irish Pub statt.

„Die Bahn im Jahre 1958: In großen Zügen – Eine Studie über die arme, reiche Bundesbahn“

Draußen ist es grau in grau, warum dann nicht mal was in schwarzweiß ansehen.

Etwas schmunzeln musste ich bei Minute 14:38 zur Aussage im Anschluss darauf dass Eisenbahnfahrzeuge für 40 – 50 Jahre ausgelegt sind: „Allerdings, die Vorstellung erscheint fast bedrückend dass irgendjemand glauben könnte dass wir im Jahr 2000 vielleicht noch mit diesen Lokomotiven reisen werden wie sue hier abgestellt sind“ Aha, das scheinen im Film E40er und E10er zu sein. Also… [✔] Check. Manche sind sogar noch 2016 im Regeleinsatz  😂

Aber insbesondere der Schlusssatz von Hr. Prof. Oeftering und der des Kommentators trifft das Thema bis heute sehr gut.

Die Bilder der Arbeitsbedingungen oder Abläufe lassen erkennen dass früher nicht alles besser war.

Es war aber auch nicht alles schlecht. 

„Die Bahn im Jahre 1958: In großen Zügen – Eine Studie über die arme, reiche Bundesbahn“

Nach Düsseldorf zum Eidgenossen 

​Hmmm, auf dem Weg zu einer Besprechung entdecke ich ein Durcheinander im Bilderarchiv.

Wenn ich nur noch wüsste welches der Bilder die Kinderspielecke der Modellbahnmesse in Köln anno 2014 und welches die Ausstattung beim KVP Seminar zeigt. 😂

Nach der Besprechung geht es nach Düsseldorf zur Komödie in der Steinstrasse zum Auftritt von Emil Steinberger mit dem Programm „Emil – Noch einmal / No einisch“.

Der ICE über Mainz und Koblenz nach Köln hat etwas Verspätung. Der Abschluss aber gut +20, daher schnappe ich mir den Regionalzug, der dann in Leverkusen vom ursprünglich gedachten Anschluss ICE überholt wird…

Whow. Da ist „Top Material“ von DB Regio NRW im Einsatz auf der RB 35 „Der Weseler“. Offenbar möchte man der Kundschaft den Abschied nicht so schwer machen da ab 12/2016 Abellio die Strecke mit Flirt 3 betreibt.

Und dann der Grund für die Fahrt nach Düsseldorf 

Naja. „Kann spuren von Bier enthalten“ bzw. „Für gefühlte Formen von Bier“… dafür nicht.

Der eigentliche Grund folgte nebenan…

Ich hatte schon lange nicht mehr so Tränen gelacht.

Top präsentiert. Sowohl die zahlreichen und sehnlichst erhofften altbekannten als auch die enthalten neuere Nummern.

Emil Steinberger bürgt für Qualität. 

Betriebsstreckenglück

​Nachdem ich bei den Hst. Rathenauplatz (Bild 2) und Wöhrder Wiese (Bild 3) dankenswerter Weise etwas Sonne in die Bilder bekam lief ich entlang der ehm. Strecke zum Nordostbahnhof wo mich kurz vor der ehm. Straßenbahn-Hst. Rennweg das Schienenreinigungsfahrzeug auf seiner Fahrt zum Rathenauplatz überraschte (Bild 1).

In der Wendeschleife am Berliner Platz standen hinter der Reformations-Gedächtnis-Kirche zwei Strassenbahnen mit der Zielanzeige „Fahrschule“. Diese rückten im ca. 20min Abstand später über die seit der Inbetriebnahme der U3 nur noch als Betriebsstrecke dienende Verbindung durch die Pirckheimer Straße zum Friedrich-Ebert-Platz und von dort vmtl. in Richtung Thon und die Neubaustrecke aus. Leider kehrte innerhalb einer Stunde keine der Bahnen zurück so dass das nette Motiv der Reformations-Gedächtnis-Kirche (Bild 5) mit einer Straßenbahn davor nicht umgesetzt werden konnte  😯


Leider konnte ich nicht noch länger warten, denn der Zug Richtung Heimat hätte auch nicht gewartet 😉

Am Berliner Platz fand ich auch noch dieses Plakat und stellte mir die Frage was man essen oder trinken muss um hinterher einen Regenbogen zu speien ?

Genuss und Technik in Fürth und Nürnberg …

Nach einer Geburtstagsfeier in der Fürther Weinstube Schilderwach mit interessanten Gesprächen und super Essen, das auch als „Foodporn“ dokumentiert wurde, …

… sowie der „Nachbesprechung“ im kleinen Kreis beim Geburtstagskind ging es zurück nach Nürnberg . Da der Tag noch etwas Zeit frei hatte wurde die U2 zum Flughafen erkundet.

Mit dem Projekt „Rubin“ wurde ein System erprobt und umgesetzt dass eine sukzessive Umstellung von händisch gefahrenen U-Bahnen in automatische fahrerlose Systeme mit zeitweisen parallelem Betrieb beider Systeme auf gemeinsamen Streckenabschnitten erlaubt. Nachdem zunächst die Linie U3 im fahrerlosen Betrieb im Abschnitt Rathenauplatz – Rothenburger Straße gemeinsam mit der U2 fuhr wurde die U2 später ebenfalls auf fahrerlosen Betrieb umgestellt. Interessant ist dass im Bereich des Stellwerk Hauptbahnhof die Signale in Regelfahrtrichtung der fahrerlosen Züge dunkel geschaltet sind. Nur in der Gegenrichtung zeigen die Signale Halt. Im Bereich des Stellwerk Schoppershof, das den Ast der U2 zum Flughafen steuert,  sind alle Signale vollständig in Funktion wenngleich kein Fahrzeugführer diese noch erkennen wird. Für den Mitfahrenden Fahrgast an vorderer Zugposition bringen sie etwas Farbe ins Spiel 🙂

Sowohl beim Stellwerk Hauptbahnhof als auch Schoppershof handelt es sich um konventionelle Relaisstellwerke der Bauart DpDrS60U.

Die Datenübertragung erfolgt an die Fahrzeuge über eine Art LZB.

Achja. Am Nürnberger Flughafen „Albrecht Dürer“ ist etwas mehr los wie in Kassel-Calden. Die Displays im An- bzw. Abflugbereich zeigen um 20:30 auf den drei Feldern Flüge bis am Folgetag um 12 Uhr.

Zum Tagesabschluss noch einen Kamikaze in der Hotellounge und dann etwas aus der Rubrik Kunst im Zimmer realisiert. 

Man kann ja aus allem möglichen Bilder machen. Aber darauf dazu Würfelzucker zu verwenden wäre ich nicht gekommen.

So… genug für heute. Morgen geht es heim.

Nürnberg und Fürth

Heute ging es nach Nürnberg. Ubd das nicht mit DB Freifahrt sondern per Sparpreis. Warum? Weil ich alle Freifahrten aufgebracht habe und Steuer + Zuzahlung wesentlich über dem Sparpreis gelegen hätten. Selbst der normale Steueranteil  einer normalen Freifahrt wäre fast  gleich teuer gekommen . Traurig  liebe DB zu was für einer  Farce deine Sozialleistungen langsam verkommen . 

Abweichend fuhr ich via Dieburg und 1h früher nach Aschaffenburg, die Wartezeit konnte ich gut fürs Frühstück nutzen . 

In Reinheim und Dieburg konnteich mich wieder mal über die „gewohnt perfekt“ funktionierende DADINA /Heag Anzeiger amüsieren . Was für ein Schrott.

„Mein“ ICE621 wurde ab Aschaffenburg mit einer Vorwarnung von +15 herausgegeben die später auf +10 korrigiert wurde.

Real wurde Aschaffenburg mit +6 verlassen, Würzburg im Plan erreicht und das Nürnbergee Einfahrtsignal wurde gar mit ca. -9 (!!!) erreicht und dort abgebunmelt.

Der Nürnberger Bahnsteig wurde mit +1 (bei 5min Aufenthaltszeit) erreicht ubd somit pünktlich . Sehr schön . 

Nach dem Einchecken im Hotel in Nürnberg ging es erst mal mit der Linie 8 zum Dokuzentrum und mit der 6 (Linienübergang) zum Plärrer.

Wegen der Sanierung der Brücke nahe der Station Hallertor verkehren die Linien 4 und 6 derzeit nicht nach Thon bzw. zum Westfriedhof sondern wenden bereits am Plärrer.

Ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember verkehren sie wieder regulär bzw. die Linie 4 fährt auf rinem Neubauabschnitt über die Hst. Thon hinaus.

Danach machte ich mich zu Fuß auf den Weg zur Baustelle an der Brücke bei der Hst. Hallertor und durch die Altstadt zur U-Bahn. Zum Glück beginnt der Christkindelsmarkt erst nächste Woche so dass sich der Trubel am Hauptplatz noch in Grenzen hielt.

Mit der Linie U1 ging es dann mit einem Fotostop an der Stadtgrenze und diverser „Retro U-Bahnen“ zur Station Fürth Hardhöhe (nicht die in Bonn) und zurück zum Fürther Rathaus um im Kabuliyan in netter Gesellschaft gutes Essen, gutes Bier  und den einen oder anderen Verdauungsschnaps zu konsumieren. 

Herunter und herauf 

Heute war früh aufstehen angesagt.

Nicht dass es dringend nötig gewesen  wäre aber einen Sonnenaufgang hier oben auf Pilatus Kulm wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Für 07:48 war der Sonnenaufgang gemäß Wetter-App zu erwarten aber die ersten roten Streifen gab es bereits um kurz nach 7 Uhr aus dem Zimmer heraus zu sehen. Dann mal schnell fertig machen und ab auf den dem Hotel benachbarten Gipfel namens „Esel“.

Hernach wurde erst einmal gemütlich und gut gefrühstückt. Die ersten Fahrten von / nach Alpnachstad gesichtet und einem Heli beim Baustoffabtransport zugesehen.

Zusammen mit den Abfallcontainern geht es erst mal mit der Seilbahn runter nach Fräkmüntegg. Eine grosse Gondel mit abgesetzem Ebenen und richtigen Sitzen. Edel. Edel. Was mich wundert ist dass diese großen Gondeln ohne Begleitung verkehren.

In Fräkmüntegg ist der Umstieg in die kleineren Gondeln der Bahn hinunter nach Kriens angesagt. Diese besteht aus zwei Sektionen. Die Gondeln werden aber an der Zwischenstation durchgebunden.

Nach kurzem Fußweg geht es mit der Linie 1 und einen Doppelgelenk-Trolleybus zum Luzerner Hauptbahnhof. 

Mit der S-Bahn (Stadler Spatz) der Zentralbahn die über ein Mittelteil mit Panoramafenstern verfügt nach Stans.

Durchs Ort zu Fuß zur Talstation der Stanserhornbahn. Diese ehemalig in drei Sektionen verkehrende Standseilbahn wurde in den 70er Jahren auf den oberen beiden Sektionen durch eine Seilbahn ersetzt. Nur auf der unteren Sektion zur Station Kälti verkehrt noch die Standseilbahn als Zubringer zur Seilbahn. Insbesondere die immer weiter verfallende Trasse der beiden ehm. obereren Sektionen ist aus der Seilbahn heraus noch gut zu erkennen.

Weiter geht es mit der 2012 erneuerten und nun als Cabrio verkehrenden Seilbahn hinauf nach dem Stanserhorn. Warum man sowas baut?

„Weil man [1] es kann“ 

[1] Garaventa mit 90% innerschweizer Wertschöpfung.

Schon irgendwie „strange“. Eine doppelstöckige Gondel inkl. Wendeltreppe bei der das Obergeschoss offen ist und die beiden Zug- sowie Tragseile nicht oberhalb sondern seitlich der Gondel liegen.

Es geht danach noch wenige Meter zu Fuß hoch zum Gipfel, vorbei am verwaisten Murmeltiergehege da diese bereits den Winterschlaf ansetzen, und der Ausblick, auch zum Pilatus, ist gut (nicht viel anders wie zuvor auf dem Pilatus *lach*) und mit heftigen Zoomen konnte ich auch die kleinen Triebwagen der Pilatusbahn erkennen.

Runter wieder mit dem Cabrio und der historisierten Standseilbahn. Nach einem schweren Verkehrsunfall an einem der Bahnübergänge musste einer der Wagen grundlegend neu aufgebaut werden. Daher vmtl. auch das Novum eines mit Blinklicht gesicherten Bü auf einer Standseilbahn. War mir bisher nirgends so untergekommen. 

In der Bergstation ist übrigens das Treibrad der ehm. oberen Sektion der Standseilbahn gut restauriert zu sehen. Dieses überlebte den Brand der Bergstation 1972.

Mit dem IR aus Engelberg und im Wagen mit den extralangen Fenstern die ehm. von der SBB Brünigbahn für den Golden-Pass-Express beschafft wurden geht es nach Luzern und mit einem Turnschuhanschluss (Plan 8min Übergang aber die Einfahrt verzögerte sich) von Gleis 13 nach 9 im ETR 610 der Trenitalia weiter nach Basel SBB.

„Mein“ ICE70 parkte irgendwo kurz vor Offenburg hinter einem defekten Zug. „Blinker Links“ und vorbei ging mangels Weiche leider nicht. Der folgende ICE ab Basel hat dann irgendwann links überholt. Die Infos des Zf waren sehr gut, auch wenn er erst mal nur vertrösten konnte da keiner wusste wann der Tf der defekten Fuhre diese wieder zum Laufen bekommt.

„Who cares“ so lange der Speisewagen auf hat  😉

P. S. draußen auf der Straßenbrücke hatte es auch Stau.

Nachdem der defekte Zug nach Offenburg reingeschleppt wurde, nach dem was ich sah dürfte sich eine BLS Traxx von der DB Cargo Traxx Hilfe geholt haben, hatte mein ICE nun um die +40.

Wird somit wohl ein VIA später nach Hause werden  😀

Achja. Der „Tell-Pass“ für 2 Tage (gibt es auch für mehr Tage) hat sich somit locker rentiert.

Slow up Innerschweiz

Heute lies ich es sehr gemächlich angehen. Nach Luzern und Alpnachstad per Zug. Schon oft gefahren und zudem zu schnell.  😂

Also ging es per Schiff über den Vierwaldstätter See mit Umstieg in Vitznau und Luzern Verkehrshaus / Lido welche natürlich 1a funktionierten.

Bei „Kaiserwetter“, auch wenn der Begriff so nahe an der weltbekannten Rütliwiese etwas unkorrekt ist ging es ab Flüelen via Rütli und Brunnen nach Vitznau.

Ab Vitznau herrschte eine reletiv dünne aber dichte und niedrige Wolkendecke vor. Etwas Sonne gab es nur stellenweise, wie an der Umsteigestation am Verkehrshaus.

An der Vitznau – Rigi Bahn herrschte ein sehr starker Andrang. Wen wundert es, liegt doch der Gipfel über der „Suppe“ und zudem läuft derzeit ein Kundenprogramm der UBS mit der ihre Kunden bei vielen Bergbahnen für 10,- CHF  mitfahren können. 

Ab Hergiswil und Stansstad wird es wirder besser und in Alpnachstad scheint die Sonne.

Auch bei der Pilatusbahn steht eine lange Schlange so dass es nichts mit den Fahrten um 15:05 wird. Erst eine 3/4h später geht es bergan.

Bei der Pilatusbahn ist alles eingesetzt was rollen kann. Bis zu fünf Triebwagen kommen vom Berg und kehren dort hin zurück. Es können aber nur je zwei Triebwagen an den Bahnsteig fahren. Der jeweils untere Triebwagen steht dabei auf einer Schiebebühne und wechselt nach dem Fahrgastwechsel damit das Gleis. Auf Grund der besonderen Zahnstangenbauform „Locher“ kann nicht mit normalen Weichen gearbeitet werden. Aber mit den konventionellen Zahnstangen wie Riggenbach, Strub oder wären die bis zu 48% Steigung nicht sicher zu bewältigen.

Der 15:50 ist nicht mehr so stark nachgefragt und so wechseln die ersten drei Wagen das Gleis und fahren leer wieder hoch. Die letzten beiden vom Berg kommenden Wagen nehmen die Fahrgäste mit.

Dementsprechend gross ist der Trubel auf dem Berg. Aber gegen halb Sechs sollen die letzten Talfahrten verkehren. Effektiv können die Massen erst gegen viertel nach Sechs mit der letzten Seilbahn und Zahnradbahn vom Berg gebracht werden.

Aber danach wird es sehr ruhig.

Im Zimmerpreis ist ein Apero (Bergkäse von einer Alp unterhalb des Pilatus azf der Alpnachstader Seite und ein Luzerner Silvaner) sowie ein drei Gänge Menü inkludiert.

Kürbuscremesuppe, Wildgulasch mit Serviettenknödel und Pilzen, „Trilogie vom Apfel“.

Dazu leckerer Schweizer Wein. 

Savoir-vivre / l’art de vivre  🙂

Ein herrlicher Tag geht damit zu Ende.

Mein Dank geht auch auch Petrus der heute sein Bestes gegeben hat.