Brückentransport in Darmstadt

Brücken baut man vor Ort? Nein, bisweilen geht das einfach nicht weil der Verkehr nicht unterbrochen werden kann und auch die Methode daneben bauen und dann nach dem Abbruch der alten Brücke das neue Teil hineinschieben geht nicht wenn es mehrere Brückenelmente sind.

In Darmstadt sind es gar 7 Strecken und ein Ausziehgleis deren Brücken über die Mainzer Straße erneuert werden müssen und dabei der Bahnbetrieb so wenig wie möglich behindert werden soll. daher baute man auf dem Stumpfgleis zur Zufahrt zum ehm. Bw westlich des Streckengleis DA-Arheilgen eine Plattform auf auf der 5 der Brückensegmente vorgefertigt wurden.

Währenddessen wurden seit Februar als neue Fundamente dieser Brückensegmente jeweils am Wochenende und für je eines oder zwei der Streckengleise Bohrpfahlgründungen vorgenommen.

Anschließend wurden die Brückensegmente mit einem Schwerlasttransportfahrzeug über die jeweilige Nachbarbrücke zu ihrem neuen Einsatzort gefahren und dort abgesenkt.

Das ganze bedingt die Sperrung von nur je zwei Streckengleisen von etwas 16h für das Transportgleis da dieses auch noch abgedeckt und gesichert werden muss sowie gut 28h für das Gleis das die neue Brücke bekommt.

die Transporteinheiten für die gut 100t wiegenden Brückenelemente sind schon sehr eindrucksvoll.

Die Elemente der Fern- und der S-Bahnstrecke nach Arheilgen werden im Ausziehgleis gefertigt und ebenso verfahren. Das Ausziehgleis dann als letztes und vor Ort erstellt. Bis zum September ist die Erneuerung der Brücken der Hauptgleise dann komplett abgeschlossen.

Das Bauverfahren ist relativ neu und in dieser Größenordnung ein Novum, spart aber viel Zeit und Streckensperrungen da dabei auf den Ein- und Ausbau von Hilfsbrücken verzichtet werden kann.

Radtour nach Eberbach durchs Ittertal

Bedingt in den diversen Baustellen der letzten Wochen hatte ich heute einen freien Tag in der Woche. Ja, wegen Corona wird zwar propaagiert zu Hause zu bleiben, aber andererseits ist Bewegung und frische Luft auch gesund und zugelassen.

Also schwang ich mich auf den Elektroesel und so ging es via Otzberg erst mal nach Wiebelsbach.

Kühe bei „Chillen“ oberhalb Wiebelsbach.

Und dann mal ein paar Fotos vor dem Nordportal des Frau Naues Tunnel gemacht.

Hernach ging es über den Berg und ein Schiessschartenfoto vom Südportal aus gemacht.

Bei Hetschbach das Südportal mit Itino in Richtung Erbach mit tiltshift Effekt.

Haltepunkt Hetschbach.

Die Höchst überspannende Bahnbrücke der ehm. Bachgaubahn nach Aschaffenburg.

Brunnen in Höchst.

an der Mümlingbrücke bei Etzen-Gesäß.

Weiter über Bad König, Zell und Steinbach (mit der Einhardsbasilika) nach Erbach.

Altstadt von Erbach beim Schloss.

Eisenbahnrelikt beim Sägewerk zwischen Erbach und Hetzbach. dieses hatte jedoch nie einen Gleisanschluss da die Bahnstreuecke am anderen Hang und weit oberhalb des Talbodens verläuft.

Himbächelviadukt bei Hetzbach

Durch den Wald ging es dann im Seitental hinauf zum Reusenkreuz auf den Krähberg.

Ein Itino auf dem weg anch eberbach im Bereich des ehm. Bf. Schöllenbach welcher unmittelbar an das Krähbergtunnel anschloss.

Kirche von Schöllenbach. Unter der Kirche liegt eine Quelle welche sich neben der Kirche in die Itter ergießt. Die Quelltöpfe an der Mauer zum Bach hin wurden zur Kühlung von Bierkästen genutzt 😉 wie von der Brücke, die rechts im Bild zu sehen ist, entdeckt werden konnte. Hinter der Brücke leigt bereits Baden-Würtemberg.

auf der Badischen Seite geht es abseits der auf der hessischen Talseite verlaufenden Hauptstraße talabwärts.

Haintalviadukt im Seitental bei Friedrichsdorf.

Wasserkanal der Itter zum Wasserkraftwerk von Eberbach.

In Eberbach wurde erst einmal im Eiscafe Venezia ein gutes Eis aufgenommen und am Neckar genossen.

Die Ausflugs- und Personenschifffahrt auf dem Neckar ist derzeit eingestellt.

Und dann ist es schon wieder Zeit zum Bahnhof zurückzukehren.

Blick vom Himbächelviadukt mit tiefstehender Sonne die die Landschaft schon fast herbstlich aussehen lässt.

Die ganze Tour mit noch viel mehr Bildern ist hier bei Komoot hinterlegt.

DB Regios Wunderwaffe…

oder auch eher nicht.

Die Dreieichbahn ist seit der Ablösung der Wendezüge mit 212 Dieselloks durch Triebwagen nicht gerade vom Glück verwöhnt.

Nach den GTW der Baureihe 646, der die lokbespannten Züge und Triebwagen der Baureihe 628 ablösen sollte, eine eher schlecht als rechte Verfügbarkeit hatte, was vorrangig am von ADtranz/Bombardier gestellten Motormodul lag und die 628er angesichts ihrer schwachen Beschleunigung Probleme hatten die Fahrtzeiten zu halten kam man auf die Idee die Pesa Link genannten Fahrzeuge von Pesa aus Polen zu beschaffen die relativ erfolgreich insbesondere bei der tschechischen CD als „Regio Shark“ im Einsatz stehen. Das Design ist schon sehr interessant, aber Design ist nicht alles. Die Fahrzeuge glänzen u. a. durch hohe Ausfallraten, extrem klappernde Elemente im Innenraum, defekte Klimaanlagen und Probleme bei der Mehrfachtraktion so dass, abgesehen von der um Jahre verspäteten Ablieferung.

Aber sie Fahren doch. Und so konnte einer bei der gemütlichen Fahrt von Eppertshausen nach Münster (hier sind die Fahrtzeiten eher entspannt) vor dem Waldstück abgelichtet werden.

Achja, den Aufkleber vom Titelbild fand ich in einem meiner Bü Schalthäuser. Ein treffender Titel, wenn auch schon etwas älter.

Bundesbahnfeeling in Kranichstein

Egal ob ein Virus grassiert und die Welt in den Stillstand zwingt, oder zumindest verlangsamt, das Rad der Eisenbahn dreht sich weiter und so bleiben auch Dinge wie Inspektionen oder Fahrdienstleiterprüfungen nicht aus. schön wenn dann bedingt durch die Baustelle auf der Bergstraße noch diverse Farbtupfer den guten Ausblick vom Stellwerk „Kf“ in Kranichstein verfeinern macht das alles erst echt auch Spaß. Obwohl, mit netten Kollegen macht das immer Spaß.

Als ob sie eben erst, wie seinerzeit 1964 bei Kraus Maffei, aus dem Werk gerollt wäre präsentiert sich die 221 112 – 5 der EfW im besten Lack mit ihrem Bauzug in Kranichstein. Die Lok ging nach ihrem Dienst bei der Bundesbahn 1987 nach Griechenland um nach einer grundlegenden Revision seit 2003 bei der EfW im Einsatz zu stehen.

Und die Tochter der V200, also eine V160, lässt sich auch blicken.Die 225 101 welche heute bei der LWC eingesetzt wird ist auch mit einem Bauzug der Bergstraßenbaustelle unterwegs.

Und den Abschluss im heutigen Bundesbahnreigen in Kranichstein bildete die Lok Nr. 2 ( ex. 211 341 von 1962 bei Jung hergestellt) der Fa. H. F. Wiebe aus der V100 Familie.

Totes Gleis

Auf dem Heimweg noch schnell ein Halt an den derzeit ungenutzten Gleisen nach Groß Bieberau.

Noch ist keine „Morgenröte“ über dem Projekt zur Reaktivierung des letzten Rest der Gersprenztalbahn zu erkennen, aber gut Ding will Weile haben.
So bleibt erst mal der echte Sonnenaufgang über dem rostigen Gleis, was mangels Zugverkehr auch gefahrlos zu fotografieren ist.

Alt und Neu in Eberstadt

Das Signal 40ZR13 ist irgendwie mein persönlicher Favorit.

Hatte es doch im November 2011 bei der Inbetriebnahme der ersten Baustufe des ESTW nördliche Bergstraße bei Prüfarbeiten diesen wunderbaren Christbaum angeschaltet.

Aber auch nun 9 Jahre später grüßt es gerne nach der Nachtschicht auf dem Heimweg mit einer leichten Morgenröte über dem Odenwald.

Achja, Relaistechnik war gestern. Mal ein kleiner Blick ins Innenleben des Stellwerks:

Bw Darmstadt reloaded?

Wird das ehm. Bw Darmstadt wieder zur Elektrolok Einsatzstelle? Nein. Leider…
Für die EIB-F brachte eine 120er, sozusagen als Repräsentant der letzten elektrischen Bundesbahnbaureihe mit Vorserienloks, als Prüfungsobjekt drei ex. IR Bimz nach Darmstadt. Den Prüflingen sei viel Spass und natürlich auch Erfolg bei der Zwischenprüfung gewünscht.

Spieglein, Spieglein auf dem Bimz, wer hat das unruhigste Fahrwerk im ganzen Land? 😀

Edit und Nachtrag 29.03.2020:

Wegen dem Corona Virus wurden die Prüfungen unterbrochen. Mal sehen wann es weiter geht. Derzeit steht die Garnitur mit der 120er sowie eine 111er mit Doppelstockwagen weiter im Bw.

Und hier ein Blick mit zwei Gründen für die Schließung des Bw Darmstadt. Primär war es die Übernahme der Leistungen im Odenwald durch VIAS im Dezember 2005 mit einem eigenen Bw in Michelstadt (und F-Griesheim) und seit der Übernahme der Leistungen auf der RB 75 (Wiesbaden – Mainz – Darmstadt – Aschaffenburg) durch die HLB ist nun auch die Fahrzeuginnenreinigung verschwunden.

Mainzer Südbrücke

Eine Klausurtagung verschlug mich an die Mainzer Südbrücke, also der Brücke über den Rhein zwischen Mainz Römisches Theater (Mainz Süd) und „Mainz“-Gustavsburg. Leider waren die besten Motive (Sonne, wolken, Drumherum) noch während der Tagung zu erahnen. Aber für ein Foto mit Filter hat es dann doch noch gereicht.