Baustelle und Abendrot

Nachdem ich das Firmenfahrrad zum Einsatz für den Baubeginn Erneuerung W39 in FBA nutzte (Stand. Verfahren und Sicherungen raus) und das ganze Material (GMP900, Isolierstoßprüfegerät, Widerstandsdekade, Messgerät, Werkzeug, Warnkleidung und Baudoku passte gerade so in die Satteltaschen)…

… gab es auf dem Heimweg eine schöne Abendröte.

Reinheim – Babenhausen und zurück 07.04.2018:
https://www.komoot.de/tour/t29000049?ref=atd

Odenwaldräuber

„Guten Tag. Verkehrskontrolle. Haben Sie etwas getrunken?“
„Ja. Aber nur ein Bier“

Wobei ich ein 2 Liter Gebinde schon etwas sehr grenzwertig finde.
Und bei 15,99€ für 2 Liter wird die Bezeichnung „Räuber Bier“ eher zweifelhaft zweideutig.

Wieder mal Gotha

Nach einer kurzen Nacht ging es km 6:30 av dem Darmstädter Hauptbahnhof nach Gotha.

Als das Gehirn verteilt wurde hatten die Koblenzer Eisenbahnschrate die sich hier ebenfalls im Wagen breit gemacht haben offenbar Schirme aufgespannt und nichts abbekommen.
Zu dumm zum Lesen, auf Hinweise reagieren die auch nicht und belabern einen ganzen Wagen mit ihrem geistigen Tiefflug. Kein wunder das Hobbyeisenbahner ein so beschissenes Standing in der Öffentlichkeit haben.

Heute mal zwei Schichten Bf Neben Typ GS III Sp 68. Feine Technik.🤗
Die Maroni aus dem Urlaub sind zwar nicht mehr Heiss aber nun aufgebraucht.
Eine dritte Runde habe ich ausgesetzt. Mit Fuzzys im Nachbarstw. die nicht mal rudimentäre Grundlagen des Bahnbetriebs geschweige denn eine Zugmeldung beherrschen arbeite ich nicht. Ein wenig Ernsthaftigkeit sollte schon sein.
Achja. Den Strassenbahnersatzbussen (Streckensanierung) scheint es auch etwas kalt zu sein 😉

Zum Abschluss machte ich den Ersatzmann in Langmoor als Fdl und Ww im Elektromechanischen. Sehr fein.

Der Tag beschließt mit einem guten Abendessen in der Weinschenke. Aber jetzt ist wahrlich Zeit das Schlafdefizit aufzuarbeiten.

Heimreise

Das gute am Heimreisetag? Dass man an den nächsten Urlaub oder dessen Planung denken kann.

Das Wetter sorgt jedenfalls dafür dass der Abschied nicht allzuschwer fällt. Wobei im Engadin wieder mal laut Webcam und später auf Fotos mit der Bernina-Krokodil Sonderfahrt im Netz die Sonne schien.

Derzeut dürfte aber auch der Schlitten in Filisur eher ungenutzt bleiben.

Ob die gute Dame vom Bahnsteig in Thusis irgendwann mal ihren Zug erreichen und bestiegen wird?

Unterhalb Thusis wird es teilweise schneefrei wobei um Reichenau-Tamins herum wiede etwas liegt.

In Chur endet die Fahrt mit der RhB, der am gleichen Bahnsteig stehende Anschluss-IC nach Zürich HB ist durch einen Fehler im Faltblattanzeiger bis Visp ausgeschildert. Wobei „Brig Visp“ eher eine Anzeige für ein Meterspurzug wie den Glacier-Express sein dürfte.

Egal ich nutze den ICE 70 Richtung Hamburg der sich inkl. Flachstelle und Graffiti präsentiert. 😔

In Landquart noch schnell ein Wettrennen mit dem Zug nach Scuol.

Der Bereich der ehm. Sihlpost und des späteren ehm. Seitenbahnhof (bis zur IBN des Durchgangsbahnhof im Tunnel) verändert sich derzeit rapide.

War das heute nicht mehr örtlich besetzte (die Fdl sitzen nun in der BZ am Flughafen) Stellwerk Jahrzehntelang das dominierende Gebäude im Bahnhofsvorfekd so geht es in den Neubauten regelrecht unter.

Wegen Bauarbeiten fährt der Zug nicht über Aarau und das Hauenstein-Basistunnel sonden über die Bözberglinie. In den Höhenlagen wirkt die Landschaft wie frisch gepudert.

In Karlsruhe war Umsteigen in den IC nach Darmstadt angesagt.

Jetzt bin ich mal gespannt ob ich für den IC 2274 von Karlsruhe nach Darmstadt einen Zuschlag bezahlen muss.
Dass es überhaupt noch ABvmz im Einsatz hat war mir nicht bewusst. Aber eins muss man neidlos eingestehen. Trotz des Charme der 70er/80er Jahre sind die Abteile gut im Schuss und die Sitze, im Gegensatz zu anderen mit „historischem Material“ verkehrenden IC sehr gut gepolstert. Nach 4h ICE 70 von Chur nach Karlsruhe mal was anderes und interessanter wie die Sitze im „billig Refit IC Wagen“.
Apropos ICE 70. Der hätte mich Mo-Fr sogar mit nur 2x Umsteigen (Chur und Ffm) nach Hause gebracht. So nah liegt die schöne Bündner Bergwelt vor der Tür 😊

Davoser Talboden

Der übliche morgendliche Check.

Ja, nicht toll aber ausbaufähig unf siehe da, schon nach dem Frühstück wurde es besser.

Hmm. Gleis 1 nach Chur ab 9:01, Gleis 2 nach St. Moritz ab 9:02 aber warum fährt der Zug nach Davos Platz auf Gleis 3 erst um 9:04? 🤣

Die Leistung nach Davos Platz obligt einem Allegra so dass eine interessante Streckensicht gegeben ist.

In gut einer Viertelstunde wurde Davos Glaris erreicht.

Ab hier ginge es entlang des Winterwanderweg durch den Davoser Talboden bis Davos Islen was wie üblich und mit vielen weiteren Fotos auf Komoot zu verfolgen ist.

Stellenweise war der Weg verdammt glatt. Aber die Ausblicke waren sagenhaft.

Nach der „Fotosession“ in Davos Frauenkirch und beim ehm. Haltepunkt Davos Islen zog es sich stetig zu was aber den Lanschaftseindrücken keinen Abbruch tat.

Und irgendwann wurde Davos Islen erreicht während es anfing leicht zu graupeln.

Den ursprünglichen Plan nach Cavadürli für ein paar Fotos und ggf. zu Fuss runter nach Klosters lasse ich ob der Wetterverschlechterung und zugunsten der Aufnahme von Reiseproviant sausen und fahre nach Klosters Platz.

Was wolm mit diese Markierung in der Unterführung von Klosters Platz sagen? Fußgänger müssen links die Rampe nutzen. Radfahrer können links die Rampe oder Treppe oder geradeaus sogar die Rolltreppe nutzen?

Ich erwäge kurz via Sagliains und Samedan nach Filisur zu fahren. Fahre dann, auch ob der zu erwartenden vsl. Verspätung des Zuges nach Scuol, aber doch wieder über Davos Platz mit dem kuriosen Anschlusszug der aus dem vorderen Teil des Zugs aus Landquart besteht. Dann aber in Davos Platz von Gleis 2 nach Gleis 3 umsetzt. Ergo, Aussteigen und dann in den gleichen Wagen wieder einsteigen. 😎

Der hintere Zugteil verbleibt in Gleis 2 und wird nach der Ankunft des Zugs aus Filsisur diesem am Schluss beigestellt so dass dieser dann als „Sandwich“ RE mit der Lok in der Mitte nach Landquart verkehrt. Derzeit ist das Gleis 1 aber noch mit dem Sportzug RE nach Klosters belegt.

Ein letztes mal Abendessen und anschließender „Webcamblick“ zum Bahnhof.

Bündner Bier. Gebraut in dem „Niedriglohnland“ in dem gefühlt jeder Zweite auf den Nachnamen Hilti hört. Irgendwie schräg…

Seufz. Morgen geht es wieder heim. 😔

Der Sonne entgegen, oder: Bernina und Engadin

Der morgendliche Blick aus dem Fenster scheint (ausnahmsweise) mal die Wetterprognose zu bestätigen. Eine niedrige Wolkendecke und teilweise Dunstschwaden lassen nichts gutes ahnen.

Egal, erstmal ist das Frühstück dran und kann ein Tag schlecht werden der so beginnt? Nein.

Andernorts rücken die Schneeräumtrupps mit dem Kfz an. Bei der RhB passiert dies mit dem Baudiensttraktor. Schön…

Die Bilder der Wetterkameras die im Morgenprogram von SRF gezeigt werden lassen die Hoffung aufkommen dass sich das Wetter im Engadin sich vom üblichen Wetter im Land erheblich unterscheidet.

Zunächst einmal zieht es sich erheblich zu in Filisur. Auch in Bergün werden die Bahnsteige geräumt. Wobei es mit knapp über Null Grad schon recht mild ist.

Kurz nach der Einfahrt in Preda kann das Licht am Ende des Tunnels dokumentiert werden. Oder ist es schlicht das Einfahrsignal von Preda? 😉

Das Wetter hält was es für’s Engadin versprach und ich disponiere um. Alp Grüm statt Samedan oder St. Moritz soll das neue Ziel sein.

In Pontresina rangiert man den Container für den Coop in Poschiavo bereit. So geht moderne Logistik. Wenn es denn politisch gewollt ist.

Keine Panik. Der aus Ospizio Bernina kommende Zug entschloss sich on Bernina Lagalp das noch freie Gleis zur Vorbeifahrt zu nehmen. Nett, der Führerstandsblick im Allegra.

Mit knackigen Kontrasten präsentiert sich der Berninapass bei Ospizio Bernina und kurz darauf kann „im Fuzzyblick“ die Einfahrt nach Alp Grüm genossen werden. Im Gleis 2 wartet derweil der zumeist in Bauzugdiensten stehende und in hervorragender roter Lackierung leuchtende ABe 4/4 I Nr. 47 mit einem Bauzug auf die Weiterfahrt.

Und es hat sich etwas getan in Alp Grüm. Wahnsinn. Alp Grüm hat jetzt einen Bahnübergang, man bedenke dass man Alp Grüm im Gunde nicht per Strassenfahrzeuge erreichen kann und aktuell der Weg meterhoch verschneit ist, und für genau die 50m in denen der Bü liegt gilt zudem „Fahren auf Sicht“ bzw. Abschnitt ohne eigenes Trassee.

Im Prinzip fragt man sich was das soll aber kurz darauf legt der Bernina-Express auf dem Weg nach Tirano hier seinen Halt ein und so unkoordiniert wie die aufsteigenden Heerscharen herumirren dürfte ein Warninstrument doch eine gute Idee zu sein. Gesunder Menschenverstand ist halt keine Serienausstattung…

Der Zug aus Gleis 2 ist derweil Richtung Pontresina „geflüchtet“ und macht damit das Gleis für die Kreuzung des Bernina-Express mit dem Regionalzug nach St. Moritz frei. Diesen zu besteigen erscheint mir ob der „Touri-Flut“ eine gute Idee.

Nächster Halt… Ospizio Bernina. Auch hier sind die Schneeräümtruppen mit dem gelben Dienstfahrzeug vor Ort. Klar, wer will schon von der Passstrasse durch den hohen Schnee hier her herunter laufen. 😎

Das auf der Hinfahrt geduchtete „Monster“, also die neue Schneefräse, ist derweil schon Richtung Pontresina abgerückt.

Ich stapfe etwas durch den hohen Schnee oberhalb der Station, aber für einen richtig guten Fotostandort hätte ich Schneeschuhe gebraucht. Schade…

Dann eben mit dem nächsten Zug weiter nach Morteratsch.

Warum man den Allegra trotz Klimaanlage mit mehreren öffenbaren Fenstern verdehen hat? Weil es die Kundschaft gut findet. 🤗

Apropos Schneefräse. Gab es beim Kauf der drei „kleinen“ Fräsmonster das kleine dann noch weiterhin in Ospizio Bernina stehende Modell gratis dazu? Der Hersteller ist der gleiche 🤣

Nächster Halt… Morteratsch.

Kurz hinter dem dezeit eingefrorenen Wasserfall vor Morteratsch entdecke ich einen Bahnübergang mit vsl. guter Sicht auf Zug und den Gletscher, bzw. was vom Gletscher übrig ist. Vor 150 Jahren reichte dieser noch bis fast zur heutigen Bahnstation. Heute ist er in der Ferne noch erkennbar. Leider steht die Sonne noch nicht optimal, aber eine weitere Stunde wollte ich nicht warten, zumal das Highligt der zurückkehrende ABe 4/4 I Nr. 47 war und so ging auf dem Winterwanderweg weiter Richtung Pontresina mit weitern interessanten Fotostellen.

Interessant auch das Restaurant mit „Nebenraum“ in der Form einer akten Gondel der Diavolezza Seilbahn.

Hinter Pontresina verzweigen sich die Strecken nach St. Moritz und Samedan. Der Zug aus St. Moritz überrascht mich etwas und beim Anblick des vielen Radwegwegweiser denke ich mir „nicht eure Saison“ und werde prompt eines Besseren belehrt. Auch hier fährt man also Fatbikes.

Die Sonne macht sich langsam aus dem Staub und bald ist Celerina erreicht.

In Celerina scheint man gerne Schilder zu allem möglichen aufzustellen, sei es wie weit es wohin ist oder wie man nicht parken soll. Aber die Schilderkombination der „Pilzkontrollstelle“ mit der zu den Toiletten. Echt jetzt? Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Ich liebe den „Paschifig“ Wagen im Alvra, lasse mir von Scotty einen Kaffee an den Platz beamen und genieße die in der Nacht verschwindende Landschaft.

Die Schlittelbahn ist im Bahnbetrieb ausgeleuchtet. Das fehlt mir noch auf der Liste m. Das muss ich irgendwann mal fahren, wobei das besser mit einet Übernachtung in Bergün klappen sollte. Der letzte Zug nach Filisur geht um 20:47.

Apropos Filisur. Hier hatte sich die Nebelsuppe vom Morgen vermutlich festgesetzt. Aber der Weg zim Hotel ist noch erkennbar.

Am Ende des Zuges hinter dem „Schratwagen“ mit der Aussichtsbank hängt ein gut besetzter Gourmino.

Hier nochmal eine Sammlung der „Schlechtwetterbilder“ von heute. 😂

Und dann der Tagesabschluss mit Abendessen und dem „Blogschreibe-Bier“ aus dem Engadin.

Die Wandertour wie üblich mit noch mehr Bildern hier auf Komoot.