Renaissance der Tram in Kehl

Nach einer kurzen Nacht und noch leicht von der Weihnachtsfeier geschädigt ging es, nach einem guten Frühstück im Hotel (es gibt wirklich noch Hotels mit richtigen Brötchen) erst mal mit der HLB vom Römischen Theater nach Mainz Hbf. Die verspätete HLB RB75 kam eher überraschend da nicht am Bahnsteig angezeigt.

Mit dem als SBB Garnitur verkehrenden EC7 ging es via Worms nach Karlsruhe.

Da der Zug irgendein techn. Gebrechen hinter Oppenheim hatte und gut 15min auf der Strecke herumstand wurde der Anschluss in Karlsruhe verpasst und so ging es mit dem eine halbe Stunde später verkehrenden RE nach Offenburg und mit dem „SWEG“ Walfisch nach Kork bei Kehl.

Nach dem Einchecken im Hotel Schwanen begab ich mich wieder zum Bahnhof und fuhr nach Kehl.

Dort wurde zunächst die zwei Haltestellen umfassende Verlängerung der Tramlinie D vom Bahnhof zum Rathausplatz abgegangen.

Der Rathausplatz wurde komplett neu gestaltet und dient seither als Vernüpfungspunkt der Tram nach Strasbourg mit den Linien des Stadt- und Überlandbusse. Wobei die Tramhaltestelle etwas aussieht als hätte Obelix eine Ladung Hinkelsteine verloren. Gut, die Gallier sind ja auch nicht fern. 😉

Der CTS Fahrscheinautomat steht dabei etwas abseits der über Eck liegenden Tramhaltestelle und eher in der Nähe der über Eck liegendenden Bushaltestelle.

Naverkehr ist halt was für Profis. Auto fahren kann jeder. 😎

Aber wenn man den Automaten erkennt und sich daran versucht gibt es derzeit auch noch Hilfe von „Automatenguides“ welche ich aber nicht in Anspruch nehmen musste.

Die Fahrgastinfo in den neuen Citadis begeistert. Es wird nacheinander die gesamte Strecke, ein Ausschnitt mit den nächsten drei Stationen inkl. der Darstellung der aktuellen Position und ein Situationsplan der nächsten Haltestelle angezeigt.

Hallo HEAG Mobilo. So geht Fahrgastinfo!

Auf Grund der Sicherheitsmaßnahmen zum Weihnachtsmarkt in Strasbourg hält die Tram nicht in den Stationen auf der Innenstadtinsel.

Am Hauptbahnhof hole ich mir zunächst die Fahrkarten für die Abschiedsfahrt zwischen St. Dié des Vosges und Epinal und fahre dann zurück nach Kehl, denn es wird langsam Dunkel und die einbrechende Nacht möchte ich für ein paar Aufnahmen zur „blauen Stunde“ nutzen. Die Dunkelheit blendet dann auch den heute ganztägig vorherrschenden Hochnebel aus.

Mit dem Bus geht es dann zurück nach Kork.

Apropos Kork. Das beim Bahnhof gelegene Hotel Hirschen hat eine interessante Lokalität aufzuweisen. Raucher müssen dort nicht im kalten oder Regen stehen sondern können ihrer Sucht im ehemaligen Tramwagen 124 von 1951 aus Linz frönen.

Ich habe mich im Hotel Schwanen einquartiert und nach einem guten Essen (herrlich die Sossen am Salat und Fleisch) kommt auch schnell die Müdigkeit.

Winterdampf

Mit dem 1. Dezember ist nun auch offiziell der Winter da, imner mehr Weihnachtsmärkte öffnen und es gibt hier zu auch Sonderfahrten.

So kam heute Nachmittag kurz nach halb vier ein Frankfurter Dampfsonderzug mit gut 40min Verspätung auf dem Weg nach Michelstadt bei Habitzheim vorbei.

Leider nicht Kessel voraus aber dafür mit schöner Dampfwolke.

Thüringer Herbst

Nach einer guten Nacht und einem hervorragenden Frühstück in der Pension Suzette einfach nach Hause fahren?

Das wäre langweilig wenngleich es beim verlassen der Pension um kurz vor halb Zehn gerade anfängt zu regnen.

Der Wetterbericht sagt aber dass dies nur kurzzeitig sei und daher geht’s mit der Waldbahn hinauf nach Tabarz.

Bei herrlichstem Herbstwetter wandere ich, vorbei am Reinhardsbrunnen hinunter an die Fischteiche bei Reinhardsbrunn.

Leider hat der Fahrplan der Bahn- und der der Strassen- / Waldbahnstrecke einen kleinen Versatz so dass in der Regel keine Parallelfahrten stattfinden. Aber auch so sieht es kurz vor Schnepfenthal ganz hübsch aus.

Danach geht es vorbei am Schnepfenthaler Waldfriedhof in Richtung Wahlwinkel.

Das Licht, die bunten Bäume und der Himmel…

Einfach herrlich.

In Wahlwinkel teste ich ein paar Fotostandorte aus bevor es um 14:53 zurück nach Gotha ging.

Die ganze Wanderung mit noch mehr Bildern gibt es wieder wie gewohnt bei Komoot.

Nach der Wanderung geht es direkt von Gotha nach Darmstadt. Wie schon am Freitag im IC 1957 dabei im deklassierten ex. 1. Klasse Grossraumwagen. Die Sitze sind neu aufgepolstert wie es scheint und entspechend bequem.
Reisevergnügen pur.

Hinter Fulda dann ein längerer Stop.
Begründung des ZuB. „Wir haben ca. 15 Minuten Verspätung da wir den Sicherheitsabstand zum vorherfahrenden ICE einhalten müssen.“ Komisch nur dass der aber nach München fuhr. Es ist dunkel draussen und von daher fehlt eh die Orientierung wenn man auch noch liest und döst. Aber eben dachte ich mir „Moment?!? Fulda – Hanau hat doch nur ein Tunnel, wo kommt jetzt das hier nach so langer Fahrtzeit her?“. Einfache Erklärung: Falkenbergtunnel bei Heigenbrücken und „der Sicherheitsabstand“ war wohl eher das Diktieren des Ersatzfahrplans für die Umleitung via Gemünden. 😁

Wobei der ggf. planmässig über Aschaffenburg läuft. Normal brauchen die IC/ICE Fulda – F Hbf gut 1h und der hier Fulda – F Süd gut 1,5h.
Lustige Führung der Leipziger IC. Der 1957 fährt ja öfter via Hanau Südseite und Rauschwald nach Fulda.

Egal wie, die Verspätung verkürzte mir die Wartezeit und somit sogar positiv.

Laut dem Aushangfahrplan käme der IC 1956 bereits um 18:30 herum nach Darmstadt (ohne Umleitung).

Im Betriebsfeld der Fachschule Gotha

Immer wieder schön ist es am Tag der offenen Tür im Betriebsfeld der Fachschule Gotha.

Wobei es fast schon was von einem AKA Bahn und DB Betriebsausflug hatte 🙈

Man merkt auch das „Bahn“ nicht mehr „old Fashion“ ist wenn man die Weiterentwicklung des Betriebsfeld in kleinen und großen Details so beobachtet.

Ein großes Lob an Lutz und die ganze Gothaer Mannschaft für die gute Organisation, den top Imbiss und die guten Gespräche.

Auf nach Gotha

Auf dem Weg nach Gotha.
Vor 29 Jahren war die Hauptzielrichtung vieler an diesem Datum eher umgekehrt.
Zitat:
„Das tritt nach meiner Kenntnis – ist das sofort, unverzüglich.“

(Schabowskis legendäre Pressekonferenz: https://youtu.be/kZiAxgYY75Y)

Der Ausblick auf die Rhön hinter Fulda ist immer wieder schön.

Die Fahrt im IC 1957 ist wieder erstklassig zum Preis der zweiten Klasse.

Museumsstellwerk und Überraschungsgast

Mech. Stellwerke. Ich mag sie und ich hasse sie.
Hilfe für den Förderverein des Museumsstellwerks Reinheim in Manpower und Sachverstand zum Ablassen der Spannwerke zur Sicherung für Besucher. Nicht dass noch jemand, trotz Sicherungshebel der Spannwerke in oberer Lage, davon doch erschlagen wird.

Danach ging es mit dem Rad weiter ins Büro nach Darmstadt, denn was man nicht im Kopf hat muss man in den Beinen haben. 😎

Da vergisst man das Handy im Büro und dann kullert da Stadtbahn vorbei. Diese war vorher auf einer Vorführung bezüglich der Regionaltangente West in Frankfurt unterwegs.

Dann noch schnell diverses kurzfristig für andere Fakultäten organisiert und als es nach Hause ging war es schon dunkel. Blöde Jahreszeit, aber das Rad hat wenigstens gutes Licht.
Die Nachtschicht in Babenhausen, Arheilgen und Bickenbach wartet.

Auf geht es nach Hause und Statistik

Frisch gestärkt stelle nach dem Frühstück fest dass ich vergessen hatte den Akku zu laden. Eine halbe Stunde Notladung muss daher reichen um auf den Hahnenkamm zum Ludwigsturm zu kommen.

Der Berg wurde erreicht und zunächst die Aussicht vom Ludwigsturm genossen. Die Veste Otzberg ist zwar hier ausgeschildert, aber auf Grund des leichten Dunst nicht sichtbar.

Ich kehre hernach im benachbarten Berggasthof ein und genieße zu einem Radler eine gute Leberknödelsuppe während der Akku freundlicher weise weiter / wieder geladen wird.

Von nun an ging es bisweilen steil bergab. So z. B. auf dem weg mit >18% Gefälle hinter der Berghütte. Da schiebe ich lieber auch bergab.

Unten im Tal geht entspannt an der Kahl entlang

In Kahl entdecke ich noch das alte Anschlussgleis zum heutigen Industriegebiet was aber in der Strasse ausgebaut ist und keine Anschlussweiche mehr besitzt.

Durch Kahl hindurch geht es zur Mündung der Kahl in den Main und dann den Main aufwärts.

In der Nähe der Mündung der Kahl steht eine interessantes altes Baugerät ausgestellt.

Schnell ist Stockstadt erreicht, da die Fähre gerade Mittagspause macht entscheide ich mich die Flussaifwärts liegende Brücke bei Mainflingen zur Querung des Mains zu nutzen.

Unter der A43 hindurch wird die Mündung der Gersprenz sowie die Schleuse in Kleinheubsch erreicht und danach noch die A3 unterquert.

Vor Stockstadt liegt eine fiese Überraschung. Kann man auf dem Uferdamm gut Geschwindigkeit erreichen so eröffnet sich plötzlich und ohne Vorwarnung eine Treppe mit Kinderwagenrampe hinunter zim Polderüberlauf. Brandgefährtlich, in meinem Augen. Auch am Südende offenbart sich diese Überraschung.

Die Mainbrücke ist dezeit gut zu fotografieren da derzeit auf EBA Anordnung dort eine Langsamfahrstelle mit 20km/h besteht.

Durch Stockstadt hindurch erreiche ich auf drm Weg nach Schaafheim den Bü Heuweg der als einer der Wenigen noch über die Anzeige „Zwei Züge“ verfügt. Aber dessen Tage sind gezählt. Bauarbeiten für die Enrichtung einer neuen Bü-Anlage mit Halbschranken sind erkennbar.

Über Schaafheim, Klein Umstadt und Ueberau wird das Heimatquartier erreicht.

Sieben eindrucksvolle Etappen sind vorbei. Super Übernachtingen, interessante Strecken und viel Landschaft liegen nun hinter mir.

Hier die heutige Etappe mit alken Details und Bildern.

Das war es mit der letzten grossen Tour in diesem Jahr mit (laut Komoot Aufzeichnung) 561km in 7 Etappen von je bis zu 91km. Dabei wurden 5160m hoch und wieder runter gefahren. Schön war’s. Trotz der Pannen und Defekte.

Stand des Tachos nach gut 1,5 Jahren (seit 05/2017) ist nur knapp bei 8600km.

Runter vom Berg

Guten Morgen Bermuthshain. Und mit so einem Frühstück kann der Tag nur gut werden.

Gut gestärkt geht es nun auf dem Südbahnradweg vom Vogelsberg herunter.

Der Radweg verläuft nur auf wenigen Abschnitten auf der alten Bahntrasse. Diese Abschnitte sind aber gut zu erkennen. Die Trasse ist zumeist überbaut bzw. der Landschaft angeglichen.

Der nördliche Abschnitt von Birstein bis Hartmannshain ging bereits 1958 nach nur 24 Jahren wieder ausser Betrieb.

Aber zunächst geht es erst mal, nach dem Check der Wetterstation am Hotel, wieder nach Völzberg.

In der ehm. Gemeindeschule von Bermuthshain befindet sich im Übrigen ein Museum über die an der ehm. Überwaldbahn gelegene Muna hat aber heute morgen geschlossen.

Auf Feldwegen geht es nun gemütlich bergab.

„Automobil Wahn“ wie passend zur deutschen Vekehrspolitik. 😎

Und weiter bergab…

Kurz vor Wettges (ich dachte die frittierten Kartoffelschnitze nennt man Wedges) liegt noch etwas Morgennebel auf dem Weg.

Ab Wettges verläuft dann der Radweg länger auf der alten Trasse oder auf dem parallelen Feldweg.

Auf dem ehm. Bahnhofsareal hat sich auch ein REWE niedergelassen. Ich fahre aber hoch ins Ort und entdecke dass es doch noch echte kleine EDEKA Märkte gibt. Verwinkelt, niedrig aber alles erhältlich und Kassenpersonal das gefühlt jeden Kunden persönlich kennt und sich um die Kunden sorgt.

Vorbei an der Kirche geht es zum Schloss bevor ich wieder runter zum ehm. Bahnhof fahre.

Am ehm. Bahnhofsareal ist eine ehm. Lok der ehm. Gelnhäuser Kreisbahn ausgestellt welche hier verkehrte. Der weitere Weg verläuft zumeist abseits der alten Trasse, zwischen Birstein und Hellstein kann man sie aber weiter unten im Tal noch erkennen.

Dieser Abschnitt war immerhin von 1898 bis 1967 in Betrieb.

In Schlierbach ist das ehemalige Empfangsgebäude noch vorhanden.

Aber ab und an ist auch noch etwas Bahndamm als Trasse dabei und bei bestem Wetter wird Wächtersbach erreicht. An der Bahnbrücke nach Bad Orb passiert im Hintergrund ein ICE auf dem Weg nach Frankfurt.

Die Brücke über die Kinzig gäbe ein schönes Motiv, wenn denn etwas führe.

Auch die 1901 eröffnete Strecke von Wächtersbach nach Bad Orb gehörte zur Gelnhäuser Kreisbahn die diese als Normalspurbahn bis 1995 betrieb. Von 2001 bis 2006 wurde die Strecke abschnittsweise auf 600mm umgespurt. Es verkehren die Garnituren der ehm. Parkeisenbahn von Bad Brückenau nunmehr Sonn- und Feiertags von Ostern bis Ende Oktober.

Also radel ich wieder zurück an die Kinzigtalbahn um ein wenig zu fotografieren.

Irgendwann taucht ein Helikopter der Bundespolizei vorbei und beschert mir minutenlange geknatter in der Luft. Offenbar ist ihnen der radelnde Fotografierer suspekt und so werde ich bis zum Abbiegen nach Wirtheim konsequent verfolgt.

Hey, Jungs. Kann ich ein paar Luftbilder von euch haben?

In Wirtheim wechsle ich ins Tal der Bieber in das von 1884 bis 1951 eine von Gelnhausen kommende 900mm Schmalspurbahn bis Lochmühle führte.

Hier ist von der ehm. Strecke oder Gebäuden nichts mehr zu erkennen.

In Roßbach biege ich wieder ab um den Höhenzug der das Biebertal vom Kahlgrund trennt zu erklimmen.

Bei den kaiserlichen Eichen ist der Bergrücken erreicht und über den Tanzplatz und die Kaputzinerspitze auf diesem entlang. Der Abstieg in den Kahlgrund fällt mit bis zu 15 und 17% Gefälle sehr steil aus.

An der ehm. Glashütte wird der Talboden erreicht und ich fahre etwas Talaufwärts an die Quellen der Kahl.

Und weiter geht es bequem talabwärts rollend nach Schöllkrippen.

Vor und hinter Blankenbach finden sich zwei verwertbare Fotostellen in denen sich der Desiro der Westfrankenbahn mit seiner Werbelackierung für die Strecke präsentiert.

Leider konnte ich den in mintgrün lackierten 628er der Westfrankenbahn nicht erwischen. Diesen sah ich nur kurz azs dem Augenwinkel auf der weiteren Fahrt.

In Mömbris werden auf dem Marktplatz mit einer mobilen Anlage Äpfel gesammelt und gepresst.

Ich übernachte im Seitental oberhalb von Mömbris in Rappach im Landgasthof „Zur Gemütlichkeit“ und gemütlich ist es hier ohne Frage und das Essen erst…

Kürbiscremsuppe danach Wildgulasch hinterher (landestypisch) Churros und zum krönenden Abschluss eine Birne von der lokalen Brennerei Dirker.

So und nun wie üblich der Link zu Komoot.

Heute mal knapp unter 80km, dafür mit mehr Höhenmetern. 😉