Bahnhofswandertour zur Anreise

Die erste Etappe der Anreise zum Winterurlaub 2026 beinhaltet gleich mal eine kleine Wanderung. Denn die wegen Kopfmachen in Darmstadt Hbf (der Blindgänger am Nordbahnhof ist geborgen, aber jetzt müssen die Gleise usw. erst wieder rein)etwa 13min verspätete RB82 teilt sich das Gleis mit dem RE85 nach Babenhausen und steht in Gleis 10 daher vor der Bahnhofshalle.

Aber der Anschlusszug fährt auf Gleis 2 fährt eh erst in knapp einer halben Stunde, kein Grund für Hektik.

Ich mache es mir im Endwagen bequem, sonderlich voll wird es eh nicht.

Mangels aktivem ETCS gehts die Riedbahn mit 160 runter nach Mannheim was trotzdem pünktlich erreicht wird, obwohl der Zug zwischen Niederrad und Mörfelden ziemlich getrödelt hatte.

Der EC151 scheint üppige Fahrtzeitreserven zu haben.

Was er auch üppig hat sind Toiletten. Neben einer Unisex Toilette und einer reinen Damentoilette hat es auch eine für Stehpinkler die nur ein Urinal besitzt. Aus der ferne dachte ich erst das rechte Symbol sei nicht richtig montiert und daher nur zum Teil ausgeleuchtet.

Bei tristem Wetter gehts das Rheintal nach Weil am Rhein und Basel hinauf.

Mit dem beim beworbenen Apero Plättli inkludierten Wein könnte man sich das Wetter ggf. schön saufen, aber dafür ist es noch zu früh.

Bisher war der EC151 top pünktlich, aber hinter Basel Bad Bf auf der Verbindungsbahn stockert es gewaltig und der sportliche 8min Übergang in Basel SBB schmilzt auf knapp 5 Minuten.

Also dann flotten Fusses das Gleis 5 entlang und ein kleiner Sprint durch die Pasarellle nach Gleis 20 wo der BLS RABe 528 (MIKA) als IR56 nach Biel bereits wartet.

Der  Mika ist ein Stadler Flirt 4 und in der hochwertigen Innenausstattung dem SOB Gothardino recht ähnlich.

Er wird noch erreicht und pünktlich geht’s durch Tal der Birs über Laufen nach Delémont wo die Fahrtrichtung gewechselt wird und nebenan Schweizer Alkohol per Rangiertraktor verschoben wird.

Weiter nach Moutier, das vor wenigen Wochen per Volksentscheid vom deutschsprachigen Kanton Bern zum französischsprachigen Kanton Jura wechselte und nach dem langen Tunnel wird nach dem Abstieg bei Grenchen das eher flache Seeland erreicht.

Im zweisprachigen Biel/Bienne fährt der Zug extrem langsam ein. Der Grund wird beim Umstieg gewahr. Im Gleis steht auch noch ein auf Ausfahrt wartender Übergabezug von SBB Cargo.

„Dieser Zugteil bleibt in Biel, bitte aussteigen. Weiter fahrende Fahrgäste bitte im den vorderen Zugteil umsteigen“ ähm nein, besser nicht. 😉

Stattdessen wartet ein Bahnsteig weiter ein BLS Dosto „MUTZ“, aus der Stadler Kiss Reihe, dessen 1. Klasse im Einsatz ebenfalls als IR ggü. dem MIKA sehr enttäuscht. Aber die Fahrt ist ohnehin nur recht kurz. Kurz vor Bern HB kann in Wankdorf an der kleinen SBB Uhr des SBB Hauptsitz noch schnell ein Uhrenvergleich gemacht werden.

Der IR65 erreicht Bern HB zwar von Westen her, passiert aber die Bahnsteige und hält erst hinter der dunklen da überbauten Bahnhofs“halle“ am Außenbahnsteiggleis 49. Da Gleis 49 die Verlängerung von Gleis 9 ist und man die Fahrgstströme entkoppeln wollte hat es hier ein begehbares und Witterungsgeschütztes Bahnsteig“dach“ mit dem man vom am Hallenrand gelegenen Querbahnsteig, „die Welle“ genannt, ohne den Bahnsteig Gleis 9 bzw 10 zu nutzen zum Gleis 49 bzw. 50 kommt.

Also hoch, vorlaufen, rüber und runter nach Gleis 8 wo kurz darauf der IC 61 aus Basel via Olten nach Interlaken Ost einfährt.

Auf der IC Linie 61 sind noch klassische Lok/Wagen Züge mit den Loks der SBB Reihe Re460 aus den 1990er Jahren und eine der letzten grossen Entwicklungen der langjährigen Schweizer Lokomotivschmiede SLM und den ungefähr gleich alten und wie die Re460 in den letzten Jahren aufgefrischten Doppelstockgarnituren IC2000 unterwegs. Der gebutzte Zug hat noch einen Verstärkergarnitur aus einem EW IV Wagen und einem aus den UIC Wagen umgebauten Steuerwagen zusätzlich vorangestellt, wobei kein Durchgang zur IC2000 Garnitur möglich ist da einerseits der Dosto Steuerwagen keinen Durchgang hat und die IC2000 Wagen ihren Durchgang im Oberstock angeordnet haben, ähnlich wie später auch z. B. bei den SNCF Duplex TGV.

Durch die in keiner Weise winterliche Landschaft gehts weiter zum Thuner See. Nur auf den Höhen der umliegenden Berge hat es ab und an Schneeflächen.

Aber allgemein ist es einfach nur diesig und ab und zu regnet bzw. nieselt es etwas während sich der Zug Interlaken nähert.

Bahnsteiggleich wird umgestiegen, nun in die auf Meterspur verkehrende Brünigbahn die von der SBB Tochter Zentralbahn betrieben wird.

Hinter Brienz kommt mir die Idee auch noch die MIB von Meiringen nach Innertkirchen abzufahren, Zeit habe ich ja heute genug, so pünktlich wie heute alles läuft.

Die NUB war lange Jahre die „Werksbahn“ der Kraftwerke Oberhasli (KWO) und mit teils interessanten Gebrauchtfahrzeugen wie einem ehm. OEG Triebwagen aus Rhein/Neckar der ein Notstromaggregat eingebaut bekam um grosse Kraftwerksteile auch bei ausgeschalteter Oberleitung (Profil im Tunnel) nach Innertkirchen bringen zu können.

2021 trennte sich die KWO von ihrer Bahn und die Zentralbahn übernahm die Strecke und Traktion.

Da die MIB mit 1kV= in der Oberleitung betrieben wird können die Triebwagen nicht direkt in den Bahnhof von Meiringen einfahren und halten an einem vorgelagerten Bahnsteig, da die übrigen Strecken der Zentralbahn wie bei den SBB 15kV 16,7Hz in der Oberleitung haben.

Die Strecke nach Innertkirchen ist nicht lange, der Unsteigeknoten ist die vorletzte Station Grimseltor wo zu den Bussen umgestiegen werden kann, wobei die Linien über den Grimsel und Susten im Winter nicht verkehren da die Pässe im Winter gesperrt sind.

In der Endstation Innertkirchen Kraftwerk parkt auch ein ehemaliger Triebwagen der Frauenfeld-Wiel Bahn mit dem die Zentralbahn zusammen u. a. mit der RWTH Aachen versuche am Brünigpass fährt mit dem Ziel dass die zukünftigen Triebwagen über den Brünig trotz Gefälle/Steigungen von 120 Promille keine Zahnstange mehr benötigen.

Der nurnoch als Ausstellungswagen dienende Akku Triebwagen der MIB ist derzeit zerlegt und in Aufarbeitung.

Sodenn wieder zurück nach Meiringen und die gut 30min Übergang zum nächsten PE nach Luzern für eine kleine Besorgung in der Migros genutzt.

Lok und Wagen Garnituren gibt es bei der Zentralbahn auch noch, wobei diese primär nurnoch auf dem Ast nach Engelberg eingesetzt werden, nach Meiringen kommen diese nurnoch wegen der Werkstatt zur Instandhaltung. Der Verkehr über den Brünigpass ist fest in der Hand der Fink- bzw. Adler-Triebwagen und Güterverkehr hat es seit den 2000er schon keinen mehr, wobei die Rollbockanlage in Interlaken immernoch existiert.

Und dann geht’s hinter Meiringen stramm den Berg hinauf zur Passhöhe und zum etwas über 1000m.ü.M. gelegen Bahnhof Brünig-Hasliberg.

Was hier im ganzen Bahnhof an Schnee liegt hatte es letzte Woche im Bahnhof Rennsteig auf „nur“ 759m.ü.M. auf einem Quadratmeter.  🙁

Erst hinter der Passhöhe und in vor der Sonne geschützt Lagen hat es etwas Schnee.

Lungern und der zugehörige See präsentieren sich dagegen regelrecht frühlingshaft. Wobei der See einen massiv niedrigen Wasserstand aufweist.

Und weiter geht’s bis zum Vierwaldstädter See und damit ist dann auch bal Luzern erreicht wo kurz nach der Ankunft des PE sich eine HGe4/4, mit ihrem aus einer klassischen Einheitawagebmnganitur plus einem Modul wie es auch die Adler Triebwagen zur Verstärkung beigestellt bekommen, auf den Weg nach Engelberg macht.

Gesten vor 55 Jahren ist der alte Luzerner Hauptbahnhof fast vollständig abgebrannt, eines seiner alten Portale steht aber bis heute auf dem nach dem Neubau vergrößerten Bahnhofsvorplatz.

Selbst im Winter verkehren nicht gerade wenige Schiffe auf dem Vierwaldstädter See und das auch bis spätabends.

Noch etwas Turifotos von der alten Brücke machen.

Statt einer Strassenbahn setzt man in Luzern mit der Linue 1 auf Doppelgelenk Oberleitungsbusse.

Zimmerbezug und dann begebe ich mich auf die Suche zim Abendessen.

Am Ufer der Reuss werde ich beim Italiener fündig und das Risotto mit viel Käse und schönen Fleischstückern war richtig gut, ebenso wie die Panna Cotta.

Noch eine Verdauungsrunde über die Reuss und durch die Altstadt zurpck zum Hotel.

Hier sei noch der Tagesfahrplan dokumentiert.

RB82 (25160)
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 06:34 Reinheim(Odenw), Gleis 1
An 07:20 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 10 D-E

ECE 151 / EC 151
Nach Milano Centrale
Ab 08:02 Frankfurt(Main)Hbf, Gleis 3
An 10:54 Basel SBB

IR 1864
Nach Biel/Bienne
Ab 11:02 Basel SBB, Gleis 20
An 12:11 Biel/Bienne, Gleis 4

IR 3344
Nach Bern
Ab 12:22 Biel/Bienne, Gleis 7
An 12:48 Bern, Gleis 49

IC 969
Nach Interlaken Ost
Ab 13:04 Bern, Gleis 8
An 13:59 Interlaken Ost, Gleis 5

PE 2929
Nach Luzern
Ab 14:04 Interlaken Ost, Gleis 4
An 14:35 Meiringen, Gleis 1

Ab 14:45 Meiringen – Gl. 13 (R 71, Richtung: Innertkirchen Kraftwerk (Bahn))
An 14:56 Innertkirchen Kraftwerk (Bahn) – Gl. 1

Umsteigen

Ab 15:02 Innertkirchen Kraftwerk (Bahn) – Gl. 1 (R 71, Richtung: Meiringen)
An 15:13 Meiringen – Gl. 13

Umsteigen

Ab 15:41 Meiringen – Gl. 1 (PE, Richtung: Luzern)
An 16:55 Luzern – Gl. 14

Morgen ist eine Fahrt auf den und rund um den Rigi vorgesehen. Schaumermal…

P. S. Der Beitragstitel war mir wegen der längeren Bahnhofswege bei den Umsteigen in Frankfurt, Basel und Bern eingefallen, nachdem ein Scherzkeks u. a. bei Komoot die der Baustelle für S21 geschuldeten sehr langen Wege von den Bahnsteigen von Stuttgart Hbf (oben) zur S-Bahn als Fernwanderweg Stuttgart Hbf betitelt hatte.

Sommerradtour 2025 – Start an der Donau

Während in Lille heute die Tour de France startet starte ich meine Sommerradtour2025.

Zuerst zum Bahnhof und fast pünktlich geht’s mit der RB82 nach Frankfurt.

Dort wartet im Bahnhofsvorfeld der SBB Giruno welcher um  kurz nach Acht Uhr sich als ECE151 nach Mailand aufmachen wird.

„Mein“ ICE591 war zwar verspätet prognostiziert kommt aber pünktlich rein und wieder raus. Der Verlad von gesamt 5 Rädern, eines raus und vier rein, ist problemlos. Mit Platz 103 habe ich zum Glück keinen Hängeplatz, wenngleich ich hinter drei bis München verbleibenden Rädern einstelle. In den IC Steuerwagen war das jein Problem, im ICE4 mit seinem winzigen Radabteil ist dann vsl. heftiges herumheben nötig.

Wenn ich vom Fahrradwagen des ICE4, also dem Wagen 1, zum „Speisewagen“ und zurück unterwegs bin fällt mir immer der Tipperary Song bzw. die Szene aus Spaceballs in der Lord Helmchen durch das ganze Schiff läuft und am Schluss das Visier nach Luft japsend aufreisst („Wenn das Schiff noch länger wäre würde ich auf dem Weg zur Brücke ersticken“ oder so in der Art.
Aber Kaffee muss sein.

Diesmal geht’s bis Vaihingen/Enz über die SFS, danach über die Altstrecke. Öfter mal was neues. Hier kommt vermutlich auch die ggü. des Ursprungsfahrplan um 22min verlängerte Fahrtzeit her.

In Stuttgart gibts wegen Anschlussaufnahme weitere 5min bevor in Wendlingen noch die Einfahrt des RE200 abgewartet werden muss bevor es auf die SFS nach Ulm geht.

Und so wird bei strahlenden Sonnenschein mit +5 (bzw. +27 ggü. der Fahrtzeit bei der Buchung am 1.1.25) um 10:25 Uhr Ulm mit schwachen Internet auf 2G erreicht.

Die alte Postunterführung ist für den Publikumsverkehr geöffnet und ermöglicht einen einfachen Bahnsteigwechsel mit dem Rad, wenn auch nur geschoben.

Das Empfangsgebäude von Ulm wird derzeit grundlegend erneuert eas einen Umweg ums Gebäude bedeutet.

Noch ein wenig Strassenbahnen am Vorplatz abwarten bevor es Richtung Ulmer Münster geht.

Und danach geht’s runter zum linken Ufer der Donau und bleibe somit erstmal auf der BaWü Seite.

Unterhalb des Ulmer Ortsteil Böfingen fährt noch eine Tram vor die Linse bevor es an der Donau entlang weitergeht.

Bei der Überquerung der A7 entdecke ich mit Füssen ein Unterwegspunkt meiner Radtour. Aber dort werde ich erst in drei Tagen vorbeikommen.

Nun geht’s länger durch schöne schattige Waldabschnitte entlang der Donau Richtung Günzburg. Noch über 2500km hat die Donau hier vor sich bevor sie ins Schwarze Meer mündet.

An der Staustufe bei Günzburg kann ein ICE und ein Aveiro Siemens Dosto hinter der Donau am andren Ufer abgelichtet werden.

Kleine Verpflegungspause am Günzburger Waldbad mit einem sehr üppigen Schweizer Wurstsalat. Eigentlich hatte ich den ein paar Nummern kleiner erwartet.

Auf dem Weg nach Günzburg kommt ein Stadler Kiss der Westbahn aus Wien nach Stuttgart vorbei.

Und dann eine Runde durch die Altstadt von Günzburg bevor es bei Reusenburg wieder an die Donau geht.

Auf dieser treibt ein kleines Ausflugsboot dessen stets winkende Besatzung von fast jedem Zug per Makrofon zurückgegrüsst wird.

Kurz hinter dem Stauwehr bei Offingen und der Bahnbrücke hätte ich eigentlich nach Norden Abbiegen wollen, aber ein Biergarten lockt ob der doch wieder fast 30 Grad mit einem Radler bevor es wieder zurück und vorbei an den Kühltürmen des ehm. AKW Grundremmingen nach Gundelfingen geht.

Eine Runde durch Gundelfingen, die örtliche Brauerei hat ihre Geschäftstätigkeit schon länger eingestellt, aber im benachbarten Lauingen gibt es noch eine.

Und dann wird gegen halb Fünf der Dillinger Ortsteil Hofen und der Landgasthof Sonne erreicht.

Nach dem Zimmerbezug fahre ich noch zum Bahnhof von Dillingen zum Getränkeauffüllen bevor es im Biergarten des Landgasthof ein üppiges Holzfällersteak gibt.

Biertechnisch leider nur Spaten und Franziskaner, aber das Kellerbier gefällt.

Wie üblich zum Schluss der Link zur Touraufzeichnung bei Komoot der heutigen 60km Etappe.

Morgen geht’s weiter nach Donauwörth und Augsburg. Mal sehen wie das Wetter wird, das soll unbeständiger werden.

Vive la France mit dem Bussard

Heute beginnt der kürzere Teil 2 des Sommerurlaub.

Zunächst entspannt mit dem Itino um 7:11 nach Darmstadt. Nachdem der Zug der Vias Gleis 12 geräumt hatte kam auch eine der auf die RB75 verlängerten Mittelrheinbahn Mireo rein und dann ging es auf Gl 11 mit dem seit Fahrplanwechsel mit dem Giruno (rätoromanisch für Bussard) statt ETR610 geführten ECE151 nach Basel.

Das unter Umgehung von Heidelberg nonstop bis Karlsruhe. Bis Weil am Rhein war der sehr angenehme und geräumige Giruno top pünktlich aber in Basel SBB hatte er dann gut +8

Die Ausstiege des Giruno sind auf 78cm Bahnsteighöhe ausgelegt, die beiden Wagen 1. und 2. Klasse beiderseits des Restaurant haben daher zusätzlich eine zu den in CH üblichen 55cm Bahnsteigen passende Tür.

Durch die sanierte Westhalle von Basel SBB geht’s in den französischen Bahnhof.

Gezogen von einer Sybic und einer Garnitur Corail Wagen geht es dann rasch nach Mulhouse.

Das Gepäck wird ins Hotelzimmer verbacht das sogar schon bezugsfertig ist und mit dem TramTrain geht es durch Mulhouse und dann auf der Bahnstrecke nach Thann / Kruth bis Cernay.

Dort wurd noch die Kreuzung des TramTrain aus Thann mit dem TER nach Kruth abgewartet und dann gut 2km Fussweg nach Cernay-St André begonnen.

Dies da die Bahnstrecke nach Sentheim (ehm. bis Sewen) seit 1996 nicht mehr bis zum SNCF Bahnhof führt und von einer Strasse unterbrochen wurde.

Daher beginnen die Züge des Train touristique Thur Doller in Cernay-St André.

Auf dem benachbarten Gelände (Psychiatrische Klinik?) ist eine anscheinend nicht mehr genutzte Feldbahn erkennbar.

Und dann kommt telativ pünktlich der Zug aus Sentheim rein.

Nach dem Umsetzen geht’s im gut besetzten Zug in einem Wagen der ehemals Montpellier mit dem Strand in Pallavas verbindenden Bahn los.

Ab Aspach bis kurz vor Burnhaupt kann die Strecke auch mit Draisinen befahren werden.

Kurz vor dem heutigen Strecken- und Betriebsmittelpunkt im Bf Burnhaupt bewahrheitet sich wieder der Spruch „Nichts hält länger wie ein Provisorium“. Nach der Sprengung der Brücke im Ende des WK II wurde eine Hilfsbrücke errichtet die bis heute ihren Dienst, wenn auch mit extrem knappen Lichtraumprofil, versieht.

In Burnhaupt werden wegen der sehr guten Belegung des Zugs zwei zusätzliche Wagen angehängt. Es handelt such dabei um das adäquat der SNCF zu den DB Umbauwagen welche aus ehemaligen Abteilwagen gebaut wurden.

Interessant an den Wagen ist dass sie über keine Wagebübergänge verfügen und einen Seitengang aber keine klassischen Abteile besitzen.

Mit diesen Wagen geht’s dann weiter zum heutigen Streckenendpunkt Sentheim.

Am am Zugende Rollstühle per im Wagen integrierter Hebebühne entladen zu können zieht der Zug bis auf den Bahnübergang und kurz vors heutige Streckenende vor.

Die Lok wurde 1911 bei Henschel in Kassel gebaut und stammt aus der „deutschen Phase“ des Elsass, woher bis heute der Rechtsverkehr der Bahn im Elsass herrührt.

Nach der Rolli Entladung wird zurückgesetzt und der Zug umfahren.

Die Wiederbeladung der diversen Rollstühle in Sentheim kostet Zeit und mit gut +20 geht es zurück, weiteres Entladen in Burnhaupt steigert die Verspätung auf fast 40min wovon am Endbahnhof nurnoch +25 übrig blieben.

Der geplante TER wurde daher, trotz strammen Schrittes bei Schwülwarmer Luft, nicht mehr erreicht und es ging mit dem TramTrain zurück nach Mulhouse.

Hatte dann den Vorteil dass in der Stadt ausgestiegen werden konnte und nach kleinem Getränkeeinkauf (u. a Rivella da mit Vogesenwasser aus Soulzmatt hergestellt und damit CH und F optimal verbindend sowie Fischer Bier) bei der „Weinstubb“ ein „CordonBleu Forrest Noir“ mit Munsterkäse genossen werden.

Hier noch der Fahrplan von heute. Morgen gehts in die Michelin Stadt Clermont-Ferrand

Reinheim(Odenw) → Cernay(Haut-Rhin)
07.08.2024

VIA RB81 (25218)
Nach Darmstadt Hbf
Ab 07:11 Reinheim(Odenw), Gleis 1
An 07:36 Darmstadt Hbf, Gleis 6

ECE 151 / EC 151 (SBB Giruno)
Nach Zürich HB
Ab 08:09 Darmstadt Hbf, Gleis 11
An 10:55 Basel SBB, Gleis 5

TER96222
Ab 11:21 Basel SBB, Gleis 31
An 11:44 Mulhouse Ville

TER32628
Ab 12:20 Mulhouse Ville
An 12:52 Cernay(Haut-Rhin)

Umstiege: 3
Dauer: 5h 41min

Fussweg ca 2km zur Museumsbahn

Cernay-St André 14:30
Aspach 14:40
Burnhaupt 14:55 15:20
Guewenheim 15:35
Sentheim 15:50

Sentheim 16:45 (+22)
Guewenheim 16:55
Burnhaupt 17:05 (+34)
Aspach 17:15 (+38)
Cernay-St André 17:35 (+25)

Fussweg zum TramTrain/TER
Cernay(Haut-Rhin) 18:22 TER 32791
Mulhouse Ville 18:36

Alternativ 18:40->19:10
Der dann genutzt werden musste.

Giruno meets Ralf

Lustig.
Letzte Woche um die Zeit befand ich mich auf dem Weg nach Olten um am Freitag dann an der Sonderfahrt „TEE meets Giruno“ zum Stadler Werk in Bussnang teilzunehmen und heute rollt eine Doppeltraktion mit eigener Kraft, die hintere Garnitur war geschleppt, am Bürofenster in Richtung Schweiz vorbei.

Seufz… Urlaub… 🙈😂

TEE meets Giruno

Der Tag beginnt mit strahlenden Sonnenschein und der Vorfreude auf einen ganz besonderen Zug.

Aber zunächst strome ich etwas um den Bahnhof wo sich u. a. das alte Stellwerk zusammen mit der neuen Betriebszentrale Mitte präsentiert.

Daneben amüsiert etwas die Warnung vor Verspätungen und Ausfällen wegen eines liegengebliebenen Zug wobei alle Züge planmäßig verkehren. Auch die Sondefahrt ist nun angekündigt.

Und schon kurz darauf wird der elegante und vorbildlich restaurierte Triebzug bereitgestellt.

Kurz nach der Abfahrt war schon wieder ein Platzwechsel angesagt, wurde doch im Speisewagen ein Mittagessen serviert. Der Wagen 6 war die erste Gruppe. Wagen 1 und 2 folgten danach wobei dann auch der Pianowagen genutzt wurde.

Der Triebzug RAe TEE der SBB verfügt über gesamt 168 Sitzplätze in geräumiger 1+2 Bestuhlung, vor der Sonne schützen Jalousien die in den doppelt verglasten Fenstern angebracht sind.

Diese verteilten sich auf 3 Wagen, die Steuerwagen 1 und 6 sowie den Wagen 2. Wagen 3 ist der Maschinenwagen in dem sich auch die Küche befindet (Auch mit modernen Catering ist der Platz in der Küche recht knapp) gefolgt vom Wagen 4 als Speisewagen und Wagen 5, dem Pianowagen.

Durch die recht grosszügigen Toiletten, in der Damentoilette gar mit separaten Schmikabteil, die Führerstände, Garderoben und Gepäckräume sind somit auch die drei Personenwagen nur zu gut 2/3 der Grundfläche mit Sitzplätzen versehen. Somit besteht der Zug weit über 50% aus Zusatzeinrichtungen. Dagegen hatt vntl. selbst der ICE-TD (BR 605) einen besseren Nutzungsgrad. Aber beim TEE galten noch andere Maßstäbe.

Ab Turgi geht es zwischen den S-Bahnen über die eingleisigen Strecken via Koblenz (CH) nach Eglisau, was diverse längere Kreuzungs- oder Überholungsaufenthalte nötig machte. Dann hing es von Bülach nach Winterthur und Weinfelden und pünktlich um 14:14 Uhr wurde Bussnang erreicht.

Nachdem die Fahrgäste den Zug verlassen hatten und sich auf den Weg zum Werk der Fa. Stadler machten setzte der TEE nach Gleis 1 über um die Strecke wieder freizumachen.

Im Bahnhof gilt das gleiche Motto wie im Stadler Werk, es ist alles etwas eng und knapp. Aber wer ahnte schon was aus der kleinen Firma mal werden sollte.

Es folgte ein interessanter Eröffnungsvortrag (in starken Schweizerdeutsch) über die Geschichte der Firma und dem Produktportfolio. Im Imagefilm tauchte der Satz auf „Warum Kunden bei uns kaufen“ welcher nach diversen Marketingstatemenrs vom Satz „Weil wir pünktlich liefern“ für Erheiterung und Applaus sorgte. Mit Seitenhieben primär auf die Kanadische Konkurrenz sparte man später auch nicht. 😉

Im Werk war Fotografien eher untersagt, nur bei den unverfänglichen Drehgestellen ging mal was. Andere Teilnehmer ignorierten es und knipsten heiter und unbehelligt, aber das ist nicht meine Art.

Dem Werk an sich merkt man an dass es über die Jahrzehnte immer weiter wuchs, so sind die Montagehallen für die Fahrzeuge eher unter dem Dach im obersten Stockwerk angesiedelt. Teils werden die Wagenkästen durch das sogenannte „Spuhler Loch“ von der oberen Etage zu anderen Montageständen weiter unten oder zur (nicht üblichen) LKW Verladung verbracht.

Im Anschluss gibt es einen Apero und schon geht es wieder zurück zim Zug der gar 2min vor Plan schon um 17:27 Bussnang Richtung Wil verlässt.

Sonnenuntergang in Bussnang. Der Zug steht dabei mit dem hinteren Ende im Werksanschluss damit das Streckengleis frei bleibt.

Noch ein paar Details, inkl. Aschenbecher und dem in den Armlehnen interierten Tisch bei den gangseitigen Sitzen.

In Wil wird die Fahrtrichtung gewechselt und es geht via Winterthur nach Zürich HB und dort in den neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse.

Nach kurzem geht es raus aus dem Tunnel und über das imposante Brückenbauwerk quer über das Bahnhofsvorfeld Richtung Dietikon.

Schnell und ruhig wird um 19:44 wieder Olten erreicht.

Ein toller Tag, eine tolle Tour und ein absolut genialer Zug.

Selbst der Giruno wird es schwer haben dieses Niveau zu erreichen, aber immerhin hat man beim Giruno das beachtet was beim TEE selbstverständlich war. Beinfreiheit und dass die Fensterplätze keine „kein Fenster“ sind.

So, ab ins Bett, morgen gehts mit den RailJet *örks* nach Innsbruck.