Schnee zum Abschied

Und dann kam, kaum waren alle Klamotten wieder trocken, der Winter zurück.

Also war früh aufstehen angesagt um die Fotostandorte bei Boltigen nochmal zu versuchen.

Und nach dem Frühstück lies sich sogar etwas Blau am Himmel entdecken.

Also hieß es Abschied nehmen von Lenk wieder mit dem 8:37 ging es zunächst nach Zweisimmen. Zeitweise schneite es auch wieder recht kräftig aber auch ab und an kam wieder etwas blauer Himmel durch.

Und dann in Zweisimmen rüber zum Löschberger nach Boltigen. Es gibt definitiv wesentlich unangenehmere Fahrzeuge. Aber an die „Kuschelsitze“ der EW III kommt er trotz Nutzung der TGV Bestuhlung nicht an.

Wieder steht der selbst am Sontag stündlich zum Jaunpass fahrende tpf-Bus mit Schneeketten vor dem Bahnhof. Somit kommt man von Boltigen öfter über den Jaunpass oder nach Weissenbach oder andre Orte zwischen Boltigen und Zweisimmen.

Nadenn, dann mal auf dem wegen den Bauarbeiten am Bahnhof umgeleiteten offiziellen Wanderweg rüber zum Damm der Simme.

Ich bin nicht alleine, ein Ostschweizer Bahnfahn versucht sich auch am letzten Sonntag mit Regeleinsatz der EW III mit der Motivumsetzung bei Boltigen.

Die Sonne kommt zwar (noch) nicht bis ins Tal, was aber wenigstens auch das Thema „dunkle Fahrzeugfront“ obsolet macht.

Pünktlich kommt dann wie gestern erst der RE nach Spiez als EW III Komposition und kurz darauf der R/RE aus Bern nach Zweisimmen als Doppeltraktion Löschberger.

Danach wie gestern, bei offensichtlich besseren Wetter, Umsetzen zum ehm. Hp von Reidenbach wobei auch Luftunterstützung genutzt wurde, was aber wegen der Nähe zur Bahnlinie einerseits und einer Überlandleitung andererseits nur einen schmalen Flugkorridor möglich machte.

Kurz nach 10 kam dann erst der R/RE aus Zweisimmen zurück und nach der Kreuzung in Boltigen der RE mit der EW III Komposition aus Interlaken Ost nach Zweisimmen.

Adieu schöner Zug mit den bequemen Sitzen und etwas „Star Trek Charme“ mit den „Schscht-Schscht Türen“ aber alles hat mal ein Ende. Letzterer planmäßiger Einsatz ist dann vsl. am nächsten Samstag 11.12.2021  der RE 4080 um 17:39 ab Zweisimmen nach Interlaken Ost bzw. RE 4081 ab Interlaken Ost um 17:08 sein. Ab 12.12. verkehren dann Lötschberger oder bei der BLS „Mika“ genannte Stadler Flirt 4 in deren Leistung.

Ich verzichten darauf den EW III um 11:49 als Abschiedsfahrt zu nutzen und fahre mit dem 11:11 bis Spiez.

Der R/RE fährt zwar bis Bern aber ich will noch ein schnelles Foto über den Thuner See machen und schaffe inkl. einem Foto vom „BLS-NPZ“ welche auch von den Mika abgelöst werden trotzdem noch den kurz danach fahrenden IC der Linie 61 nach Bern und Basel SBB was einen sehr entspannten Umstieg in Basel erwarten lässt. Das Wetter und Panorama ist eigentlich viel zu schade zur Heimfahrt…

Entlang des Thuner See geht es unter Zuführung des gewohnt guten und teuren SBB Kaffee nach Bern…

… und nach Richtungswechsel über Olten nach Basel. So leer war der zug natürlich nicht. Das Foto ist vom Ausstieg in Basel.

Ich bin immer wieder begeistert von der pragmatischen Anwendung der „verengtes Lichtraumprofil Besen“ in der Schweiz.

Ich glaube an das neue IC 2000 Design werde ich mich nie gewöhnen, aber das dachte ich auch von der DB ozeanblau/beige Lackvariante. 😉

Und was ist der ICE 279? Ein „toller ICE4“, dazu noch mit Originalbestuhlung. Immerhin erwische ich einen echten Fensterplatz und den einzigen Platz mit defekter Reservationsanzeige, aber nebenan ist auch frei und so geht es zügig das Rheintal hinunter. Nur hinter dem Katzenbergtunnel war eine längere Zwangspause eingelegt was dem Zug +8 wegen Bauarbeiten bescherte.

Aber bereits in Mannheim war die Ankunft sogar bei Minus 1 Minuten und trotz fast nur 160 auf der Riedbahn wurde Frankfurt Hbf pünktlich erreicht.

Irgendwo sammelte dann der Vias RB82 ein klein wenig Verspätung und so wurde Reinheim mit im Grunde nicht der Rede werten zwei Minuten Verspätung erreicht wo das ehemalige Stellwerk in weihnachtlichen Glanz erstrahlt.

Achja, die Kontrolle der mit heute verschärfte Einreiseregulierung mit vorheriger elektronischer Anmeldung, da die Schweiz als Hochrisikogebiet klassifiziert wurde, wird durch das Zugpersonal durchgeführt. Den gemischten CH Grenzwachtkorps / D Zoll Trupp interessierte es nicht.

So, das war es vsl. an Bahnausflügen für 2021.

Mal sehen ob es doch noch was im Februar 2022 mit Winterurlaub wird…

Ein Satz mit „X“…

… war wohl nix. Wobei so ganz nichts war der Tag trotzdem nicht.

Aber erst mal der Reihe nach.

Zunächst war frühes Aufstehen angesagt, wollte ich doch den morgendlichen Sandzug auf der Rückfahrt zur Grube bei Siselen erwischen.

Also 6:30 Frühstück und ab zum Bahnhof, aber etwas Zeit für Fotos am Peter-Merian-Steg blieb noch.

In Basel SBB wartete dann ein ICE4 als IC 333 der Linie IC 61 nach Interlaken Ost wartet der mich zunächst nach Olten brachte. Hinterher stellte sich heraus dass der Führerstand mit einer mir wohlbekannten Person besetzt war. Hinterher…

Ab Liestal und bis hinter Olten lag sogar etwas Schnee im Tal.

In Olten dann Wechsel in den leicht verspäteten ICN der mich bis Biel bringt. Eine Verspätung von 3 – 4min ist zu Hause eher als pünktlich anzusehen, hier in der Schweiz mit recht schlanken Anschlüssen musste ich mich in Biel doch etwas sputen um den Triebwagen der ASm im Untergeschoss noch zu erreichen. Aber es hat geklappt und reichte sogar noch für Fotos.

Den Bereich um den Haltepunkt von Lüscherz, das Ort liegt derweil ein paar Kilometer entfernt am See, hatte ich als Fotostandort auf der Landkarte ausgemacht und er erscheint auch recht brauchbar.

Was aber nicht erscheint ist der Sandzug. 😔

Naja, nachdem auch die zweite Fahrt des Sandzug von der Grube bei Siselen zum Werk in Sutz nicht kam lief ich rüber nach Siselen.

Die zweite bzw. Ersatzgarnitur steht dort wohl schon länger abgestellt im Stumpfgleis. Die Schüttwagen wurden im Dampflokwerk Meiningen gebaut und dabei auch VEB Radlager verwendet. Die Wagen könnnen auf einer Seite entladen, aber die Konstruktion zeigt auch wieso die relativ kurzen Aufenthalts- und Wendezeiten zum Entladen von 20min möglich sind.

Die Garnituren sind fest gekuppelt und verkehren normalerweise mit je einem Triebwagen an beiden Enden.

In Siselen befindet sich neben Täuffelen das zweite Depot der ASm (ehm. BTI) aus dem auch gerade eine Einheit der GTW der ersten Generation, welche aber in den letzten Jahren grundlegende Revisionen erhielten, ausrückt.

Das rechte Gleis am Bü führt zur Sandgrube, die noch aktive Transportgarnitur steht bereus in diesem Gleis, ist aber abgerüstet.

Somit habe ich den Zug nicht verpasst sondern die beiden Vormittagspendel sind ausgefallen. Da zur Nachmittagsfahrt noch etwas Zeit ist gebe ich die Hoffnung weiter nicht auf.

Und so laufe ich nun auf der anderen Gleisseite zurück nach Lüscherz.

Der Berg Chasseral grüsst derweil in feinster Schneepracht aus der Ferne.

Ab Lüscherz verläuft die Bahn, abgesehen von einem Abschnitt zwischen Hagneck und Täuffelen bis Biel fast durchgehend parallel zur Strasse.

In Hagneck quert sie dabei den Hagneckkanal welcher einen Großteil des Wassers der Aare in den Bieler See leitet. Ein idealer Einsatzort für die Fotohornisse, wenngleich es sich leider etwas zuzieht.

Was soll ich sagen, auch der nachmittägliche Sandzug kam leider nicht und so konne uch ihn auch nicht im Einsatz fotografieren. 😩

Dafür noch ein paar GTW und die Depotlok in Täuffelen.

Noch ein Blick durch die Glasscheibe ins Stellwerk von Täuffelen von wo aus die ganze Strecke von Biel nach Ins gesteuert wird.

Und dann geht’s mit einem Zug früher wie geplant zurück nach Biel wo ein BLS Mutz zur Fahrt als IR nach Basel wartet. Der Mutz hat in der Wagenmitte ein kürzeren Fenster was zu einem Reihensitz mit extravaganter Beinfreiheit führt.

Einfahrt von Osten her in den Berner Hauptbahnhof mit dem immer wieder schönen Blick über die Aarebrücken in die Berge.

Der Zug durchfährt dabei die normalen Bahnsteige des Hauptbahnhofs und hält erst am Westende dieser am neuen Bahnsteig für Gleis 49 und 50. Damit es wenn hier Züge halten zu keinem Gedränge auf dem Bahnsteig Gleis 9 und 10 kommt, in deren Verlängerung 49 und 50 liegen, gibt es eine Passerelle welche über den Bahnsteig von Gleis 9 / 10 die Verbindung zum auf der Westseite der Bahnhofs“halle“ gelegenen, auch „Welle“ genannten, Überführung führt.

In der „heimeligen Bahnhofshalle“ des Berner Hauptbahnhof warte ich dann auf den IC nach Interlaken Ost der mich nach Spiez bringen wird. Kurz nach dem BLS Triebwagen im Nachbargleis fährt dort der aus einer IC2000 Garnitur gebildete IC nach Brig ein der meinem IC in wenigen Minuten Abstand folgen wird aber im Gegensatz zu diesem gesteckt voll ist. Vermutlich dürften es zumeist Pendler aus dem Wallis sein.

Ich erwische einen der wenigen EW IV Wagen mit teilweiser Reihenbestuhlung, den Hersteller gibt es schon lange nicht mehr aber den Standort gibt es als Werk von Stadler immernoch.

Und die Schneedecke wird immer dichter. Leider sagt der Wetterbericht für morgen Samstag Plusgrade und Regen voraus. Naja, erstmal abwarten.

In Spiez friert eine 147 (?) welche normalerweise mit dem Befördern der DB IC2 Garnituren betraut ist vor sich hin.

Nicht mit einem Lötschberger sondern dem BLS Adäquat des SBB NPZ geht es dann das Simmental hinauf nach Zweisimmen, währenddessen die Sonne langsam Feierabend macht.

In Zweisimmen wartet derweil eine EW III Garnitur als RE nach Interlaken Ost auf den Zug und Fahrgäste aus Lenk. Zum Fahrplanwechsel am 12.12.2021, also in gut einer Woche, scheiden diese aus dem aktiven Dienst aus.

Es ist kalt mit gut Minus 6 Grad und so freue ich mich nach dem Erkunden des für die zukünftige per Spurweitenwechsel verkehrenden Züge von Montreux bis Interlaken Ost grundlegend umgebauten Normslspurteil des Bahnhof als endlich der Zug aus und nach Lenk eintrifft.

Und dsnn ist pünktlich kurz vor 18 Uhr Lenk erreicht. Nach dem Zimmerbezug noch schnell ins Coop und dann ruft auch schon das Abendessen.

Achja Zimmerbezug. Gebucht habe ich im Krone „Budget“. Da das eigentliche Hotel Krone aber derzeit Ferien hat gibts den Schlüssel im Hotel „Sternen“, also direkt und „kontaktlos“ dort am Tisch der Rezeption zum Mitnehmen und das Abendessen als auch Frühstück gibt’s wiederum im Hotel „Zum Gade“. Lustige Konstruktion.

Die zugebuchte Halbpension die im Gade serviert wird kann sich sehen lassen.

So, dann bin ich mal gespannt was der morgige Tag an Wetter und Überraschungen bringt.

Vielleicht wird es doch nicht so regnerisch wie vorausgesagt. Die Wettervorhersage bei Kachelmannwetter tendiert mit fortschreitendem Abend immer mehr zu Schneeregen.

Hier auch noch der Link zu Komoot bei dem ich vergessen hatte in Täuffelen die Aufzeichnung zu stoppen. 🙈

debx-CH 2019 altes und neues

Heute beginnt die debx Exkursion. Basel erwacht langsam…

Und der Tag lässt sich mit einem schönen Sonnenaufgang schon mal gut an.

Auch der NightJet der ÖBB mit dem nicht wenige der Teilnehmer aus Deutschland anreisen ist auf die Minute pünktlich.

Aber auf dem Weg zur Hauenstein Bergstrecke fängt sich die S-Bahn kurz nach Basel SBB gut 8 min Verspätung ein und der Anschluss in Sissach ist weg. Der Zug wird zwar noch gesehen aber die Gruppe fährt einfach mit der S-Bahn via Basislinie nach Olten weiter und auf den Fussweg zur SBB Betriebszentrale Mitte beim Bahnhof.

Die Öffnungszeiten am Eingang beziehen sich definitv nicht auf die Zugverkehrsleiter (zu deutsch die Fahrdienstleiter) sind 24 / 7 da und halten den Bahnbetrieb am laufen.

Nach ein wenig Videos und allgemeinen Infos ging es auf die Runde durchs Gebäude welcher im Erdgeschoss bei den Notstromaggregaten beginnt. Zwei Aggregate sichern den Betrieb falls beide Ortsnetze ausfallen und einer der beiden Aggregate sichert den Betrieb der BZ, inkl. der Kaffeemaschine, und falls auch das Reseveraggregat nicht will gibt es noch zwei weitere welche gut drei Tage die Anlage, mit Einschränkungen, autark betreiben können.

Die Rechner usw. befinden sich alle unter dem Bedienraun womit auch weniger Lärm und Abwärme im Bedienraum erzeugt wird. Mit der Abwärme der techn. Anlagen wird das Gebäude beheizt und überschüssige Wärme wird in die Aare abgeleitet welche hierzu teilweise unter dem Gebäude verläuft.

Am Schulungsarbeitsplatz kann auch das Zeit-Wege-Liniendiagram vom verpassten Anschluss ansehen. Mehr wie vier Minuten darf dieser nicht warten da dies sonst den Umlauf auf der Bergstrecke nachhaltig gefährdet.

Nach der interessanten Besichtigung hat es noch etwas Zeit in Olten bevor es mit dem ICE nach Bern und der S-Bahn nach Kerzers geht.

Als nächster Punkt steht das Umformerwerk in Kerzers an.

Unser Führer durch Werk kannte vermutlich kein Bauteil zu dem er nicht eine interessante Geschichte erzählen konnte. Es war schon faszinierend was alles dazugehört um zwei Umformer und Schaltstellen am Laufen zu halten.

Feel the Power.
Erstaunlich wie relativ ruhig der hintere und Betriebsführende Umformer läuft welcher aus dem 50 Hz Drehstrom 17,7 Hz zweiphasigen Wechselstrom für die SBB herstellt.
Aber in den Etagen unter den Umformern wurde es doch etwas lauter und windiger.

Da es so viel zu zeigen gibt wird die Führung gut 30min überzogen, was wohl öfter vorkommt, wurde unser Führer bereits kurz nach der ursprünglichen Zeit fürs Museumsstellwerk von den dortigen Kollegen angerufen (nicht ich als Primärkontakt 🤗) und das weitere Vorgehen abgeklärt. Man kennt sich halt. Aber erst mal müssen noch die Trafos und Kühlanlagen gezeigt werden. Das fahrbare Unterwerk ging in der Fülle der Infos und Anekdoten fast unter.

Und dann wird endlich das Museumsstellwerk erreicht welches nicht nur aus dem markanten Stellwerksgebäude besteht, nein es existiert im Empfangsgebäude auch noch das Befehlsstellwerk Bauart Bruchsal welches mittels Drahtzugleitungen mit dem Stellwerk auf der anderen Seite, hinter Gleis 3 verbunden ist.

Wir bekommen das Vorgehen der bis 2005 und in Spitzenzeiten über 200 Zugfahrten pro Tag sichernden Anlage en Detail erläutert. Die Herren sind mit sehr grossem Elan bei der Sache und würde unser Zug nicht um 17 Uhr fahren, ich glaube die Gruppe hätte noch Stunden an der sich in hervorragend Zustand präsentierenden Anlage verbringen können.

Dass die Gleisfreimeldung des neuen ESTW für die Freimeldung und Aktivierung der Hebelsperren der Weichen abgegriffen werden ist dabei nur eines der vielen Highlights der Besichtigung.

Pünktlich geht es wieder zurück nach Bern und mit dem IC durchs Lötschberg Basistunnel nach Brig.

Hat eigentlich noch jemand eine richtige Kamera dabei? Ja, aber zumeist kommt das Smartphone zum Einsatz. Ich glaube das wird das Titelbild des nächsten debx Kalender 🤣

Und hier ist auch für die Gruppe reserviert.

Einchecken im Good Night Inn in Brig und Abendessen bei interessanten Gesprächen.

So… morgen geht’s in den Basistunnel.

Ab nach Frankreich

Nach einen ausgiebigen Frühstück ging es früher wie geplant per IC nach Basel wo einerseits einer der bereits im Einsatz stehenden Gioruno / Smile Fernverkehrstriebzüge von Stadler der SBB bestaunt werden konnte (irre das gut lesbare Dusplay in fast jeder Tür inkl. Anzeige zum Besetzungsgrad des jeweiligen Wagens als auch die pragmatische „Besenmethode“ wenn das Lichtraumprofil auf Fensterhöhe der Wagen ein wenig eingeschränkt ist.

Danach wird eruiert wo ich die krude Fahrkarte zum Schweinepreis von 4,70 CHF für die Fahrt mit der Tramlinie 3 nach St-Louis Frankreich herbekomne.

Der Bahnhof ist in anbedacht der morgigen Bundesfeier bereits beflaggt.

Bald darauf treffen Holger und Stephan pünktlicht (!) mit dem ICE 101 ein und die Fahrt nach Frankreich jann, mit Umstieg von der Linie 1 zur 3 beginnen.

Von St. Louis geht es mit dem TER zurück nach Basel SNCF/SBB und mit dem ICN nach Delemont. Ab dort mit dem RE aus Biel nach Meroux, dem Bahnhof für Belfort an der Schnellfahrstrecke „LGV Sud-Ouest“, durch den Schweizer Jura. Nachdem die Züge nun auch wieder das franz. Ort Delle aus und nach Frankreich erreichen und nicht nur aus der Schweiz wie seit Ende der 90er Jahre nennt er sich laut der Plakette am Empfangsgebäude „Gare international“ 😂

Es wäre vermutlich zu einfach wenn die stündlich verkehrenden SBB Züge bis Belfort durchgebunden wären aber so ist in Meroux umsteigen angesagt, sodenn nach dem kruden SBB Fahrplan auch eun direkter Anschluss besteht. Bei unserem Zug sind es „nur“ 7 Minuten und dann geht es im AGC der SNCF als TER Zug die wenigen Kilometer weiter nach Belfort.

In Meroux trifft sozusagen ein funktionierendes im integralen Taktverkehr laufendes Bahnsystem auf ein Bahnsystem das im Fernverkehr mit kruden Fahrplänen marktgerecht agiert aber im Nahverkehr in der Fläche zumeist weit am Bedürfnis der Kunden, oft sogar im wahrsten Sinne des Wortes, vorbeifährt.

Einst war Belfort ein bedeutender Bahnknoten auf der Linie Paris und Lyon nach Mulhouse. Aber ins inbesondere mit dem Bau der LGV Sud-Ouest ist er fast in die Bedeutungslosugkeit abgerutscht.

Dazu beitragen tuen auch Anschlusszüge nach erst 1:15 wie bei unserem Zug Richtung Besançon. Und das ist auch teils bei Übergängen von und nach Mulhouse der Fall.

Das gute Wetter läd ein die Wartezeit mit einem Stadtrundgang zu verkürzen bevor es mit dem Diesel AGC unter der Fahrleitung, stets dem Fluss Doubs folgend, nach Besançon. Der dem Fluss und Kanal begleitende Radweg ist gut genutzt und ist ein Abschnitt des Eurovelo 6 Atlantik- Schwarzes Meer.

In Besançon wird nich kurz die Strassenbahn abgelichtet bevor es mit dem neuen Nahverkehrstriebwagen von Aslstom der SNCF mit ihrer etwas zusammengestücket wirkenden Innenausstattung elektrisch nach Dôle geht.

Ab Dôle, wo wie auch in Belfort derzeit die Bahnsteige erneuert werden, geht es mit einer Doppeltraktion „Blauwale“ nach Pontarlier.

Die oft ohne Halt durchfahrenen kleinen Zwischenstation der ehm. zwei- und nunmehr zumeist eingleisigen Strecke sind bisweilen sehr schlicht ausgestattet und nicht selten fragt man sich woher die Fahrgäste überhaupt kommen sollten.

In Andelot ist dann volles Haus.

Ein doppelter Blauwal aus St. Claude / Morez nach Dôle, unser Zug nach Pontarlier und ein als Leergarnitur nach Morez fahrender Blauwal stehen gleichzeitig im Bahnhof. Stress pur für den Fdl.

Interessant ist dass parallel zum Leerzug ein SNCF Bus nach Morez und St. Claude fährt…. Typisch Frankreich.

In Frasne wartet ein NPZ der SBB auf den nächsten TGV aus Paris nachdem er zuvor Fahrgäste aus Neuchâtel zum TGV aus Lausanne via Vallorbe nach Paris gebracht hat.

Weite nahe fernen und wenig Menschen. Das französische Jura…

Aber dann wird Pontarlier erreicht, eine der grösseren Städte der Region.

Dem Bahnhof sieht man noch die einstige Bedeutung als Grenzbahnhof an. Heute reichen zwei Bahnsteigkanten der Gleise 2 und 3 zwischen welchen ein markantes einst u. a. zur Zollabfertigung dienendes Gebäude steht. Am Hausbahnsteig hält kein Zug mehr.

Eine nette Altstadt hat es hier auch.

Das Hotel liegt etwas ausserhalb und dabei wird eine ehemalige Strecke die zur Strecke Besançon – La-Chaux-de-Fonds führte und später als Industrieanschluss dienente gequert.

Achja, noch eine Impression vom Bahnhof und das Abendessen.

Morgen geht’s zur Museumsbahn die einen Teil der ehm. Strecke Pontarlie – Vallorbe befährt.

Mit dem Quäljet ins Stubaital

Nach einem eindrucksvollen Tag und einer guten Nacht heißt es heute Abschied nehmen von Olten und dem SBB Land.

In der Schweiz scheint man aber auch auf alles vorbereitet zu sein. Sollte ein Meteor im Bereich Olten einschlagen ist schon eine Drainage vorbereitet falls sein Wasser beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht verdunstet ist. 😎

Pünktlich auf die Minute kommte der ICN an und bringt mich nach Zürich HB in den Tiefbahnhof.

10 Minuten Übergang hat es laut Fahrplan, was mir etwas Sorgen machte. Aber der Bahnsteig des Gleis 33 im Tiefbahnhof Löwenstrasse liegt fast genau unter dem Gleis 9 in der Haupthalle auf dem der RailJet 165 abfährt und so sind nur zwei Rolltreppen zu nutzen und der RJ wird rechtzeitig erreicht.

Der Zug ist restlos ausreserviert. Erst hinter St. Anton und Landeck gibt es etwas Luft in den Sitzreihen.

Das Wetter präsentiert sich von der besten Seite, bis Buchs ist der Zug pünktlich, aber nach der Wende um weiter bach Feldkirch zu fahren sind es +6 die sich trotz im Grunde zügiger Fahrt bis Innsbruck auf +11 aufbauen.

Ich bin ohnehin kein Fan des RailJet aber es wird auch nicht besser.
Entweder habe ich dämliche Aufkleber auf dem Fenster oder wie heute einen „tollen Fensterplatz“.
Hmmm,… was schrieb ich dazu gestern zum Giurono und dem TEE im Blog.
Achja, individuelle Sitzverstellung bedeutet wohl dass der Raster für die Normalstellung und alles was darunter kommt nicht geht und man damit durchrutscht. Die Reinigung des Tabletts ist auch etwas zweifelhaft.
Hat sich die ÖBB Berater von DB FV geholt?
Langsam verstehe ich warum Ole so gerne die Bussinesklasse des RJ nutzt. Da passt zumindest schon der Fensterteiler. 😉
Egal, die Sonne scheint. Am Zürichsee grüssen die schneebedeckten Berge und ich hab einen Sitzplatz in der voll ausgebuchten Kutsche.

Richtung Arlberg ist dicker Stau auf der Strasse was mir aber nur ein müdes und mitleidiges Lächeln entlockt und nach gut 3,5h Fahrtzeit ab Zürich wird Innsbruck erreicht.

Mit der Stubaitalbahn geht es nun hinauf nach Telfes. Mit der Integration in die Innsbrucker Strassenbahn hat diese ihren eigenen Charme etwas eingebüsst aber zeitgemässe Fahrzeuge und eine Durchbindung ab dem Hauptbahnhof haben auch ihren Vorteil.

Dass es aber weiterhin keine klassische Tram / Straßenbahn ist, darauf deuten diverse typische Eisenbahnsignale wie Trapez- oder Rangierhalttafeln an den zumeist mit Rückfallweichen ausgestatteten Stationen hin.

Die Telefonzelle welche auf dem Weg zum Hotel liegt scheint nicht besonders grossen Umsatz zu machen wie der Schneehaufen davor vermuten lässt.

Das relativ frisch renovierte Zimmer im Thalerhof ist sehr großzügig geschnitten und hat einen tollen Ausblick ins Tal.

Ich entschliesse mich noch ein wenig die vertreten und spaziere auf dem Winterwanderweg zur Station Telfer Wiesen.

Der auf der anderen Talseite liegende Gipfel des Serles macht heute einen auf Vulkan, mal sehen wann er Ausbricht. 😜

Der Tag neigt sich zu Ende und so sind die Fahrten um 17:35 nach Fulpmes und 17:43 nach Innsbruck schon vom Sonnenuntergang begleitet.

Da fast Vollmond ist wird es aber nicht richtig dunkel. Der Mond strahlt sogar derart intensiv dass die Bäume am Wegesrand Schatten im Schnee werfen.

Zur blauen Stunde wird der Thalerhof wieder erreicht.

Wie gewohnt gibt es hier die Aufzeichnung mit noch mehr Bildern von der kurzen Wandertour bei Komoot.

Es folgt ein sehr leckeres Abendessen. Insbesondere das Fleisch und die Röstkartoffeln waren ausgezeichnet, wurden dann aber noch vom mit Sahne und Erdbeeren gefüllten Windbeutel getoppt.

Ein herrlicher Ausblick vom Zimmer hinüber nach Mieders und auf den Serles.

Sodenn, gute Nacht.

TEE meets Giruno

Der Tag beginnt mit strahlenden Sonnenschein und der Vorfreude auf einen ganz besonderen Zug.

Aber zunächst strome ich etwas um den Bahnhof wo sich u. a. das alte Stellwerk zusammen mit der neuen Betriebszentrale Mitte präsentiert.

Daneben amüsiert etwas die Warnung vor Verspätungen und Ausfällen wegen eines liegengebliebenen Zug wobei alle Züge planmäßig verkehren. Auch die Sondefahrt ist nun angekündigt.

Und schon kurz darauf wird der elegante und vorbildlich restaurierte Triebzug bereitgestellt.

Kurz nach der Abfahrt war schon wieder ein Platzwechsel angesagt, wurde doch im Speisewagen ein Mittagessen serviert. Der Wagen 6 war die erste Gruppe. Wagen 1 und 2 folgten danach wobei dann auch der Pianowagen genutzt wurde.

Der Triebzug RAe TEE der SBB verfügt über gesamt 168 Sitzplätze in geräumiger 1+2 Bestuhlung, vor der Sonne schützen Jalousien die in den doppelt verglasten Fenstern angebracht sind.

Diese verteilten sich auf 3 Wagen, die Steuerwagen 1 und 6 sowie den Wagen 2. Wagen 3 ist der Maschinenwagen in dem sich auch die Küche befindet (Auch mit modernen Catering ist der Platz in der Küche recht knapp) gefolgt vom Wagen 4 als Speisewagen und Wagen 5, dem Pianowagen.

Durch die recht grosszügigen Toiletten, in der Damentoilette gar mit separaten Schmikabteil, die Führerstände, Garderoben und Gepäckräume sind somit auch die drei Personenwagen nur zu gut 2/3 der Grundfläche mit Sitzplätzen versehen. Somit besteht der Zug weit über 50% aus Zusatzeinrichtungen. Dagegen hatt vntl. selbst der ICE-TD (BR 605) einen besseren Nutzungsgrad. Aber beim TEE galten noch andere Maßstäbe.

Ab Turgi geht es zwischen den S-Bahnen über die eingleisigen Strecken via Koblenz (CH) nach Eglisau, was diverse längere Kreuzungs- oder Überholungsaufenthalte nötig machte. Dann hing es von Bülach nach Winterthur und Weinfelden und pünktlich um 14:14 Uhr wurde Bussnang erreicht.

Nachdem die Fahrgäste den Zug verlassen hatten und sich auf den Weg zum Werk der Fa. Stadler machten setzte der TEE nach Gleis 1 über um die Strecke wieder freizumachen.

Im Bahnhof gilt das gleiche Motto wie im Stadler Werk, es ist alles etwas eng und knapp. Aber wer ahnte schon was aus der kleinen Firma mal werden sollte.

Es folgte ein interessanter Eröffnungsvortrag (in starken Schweizerdeutsch) über die Geschichte der Firma und dem Produktportfolio. Im Imagefilm tauchte der Satz auf „Warum Kunden bei uns kaufen“ welcher nach diversen Marketingstatemenrs vom Satz „Weil wir pünktlich liefern“ für Erheiterung und Applaus sorgte. Mit Seitenhieben primär auf die Kanadische Konkurrenz sparte man später auch nicht. 😉

Im Werk war Fotografien eher untersagt, nur bei den unverfänglichen Drehgestellen ging mal was. Andere Teilnehmer ignorierten es und knipsten heiter und unbehelligt, aber das ist nicht meine Art.

Dem Werk an sich merkt man an dass es über die Jahrzehnte immer weiter wuchs, so sind die Montagehallen für die Fahrzeuge eher unter dem Dach im obersten Stockwerk angesiedelt. Teils werden die Wagenkästen durch das sogenannte „Spuhler Loch“ von der oberen Etage zu anderen Montageständen weiter unten oder zur (nicht üblichen) LKW Verladung verbracht.

Im Anschluss gibt es einen Apero und schon geht es wieder zurück zim Zug der gar 2min vor Plan schon um 17:27 Bussnang Richtung Wil verlässt.

Sonnenuntergang in Bussnang. Der Zug steht dabei mit dem hinteren Ende im Werksanschluss damit das Streckengleis frei bleibt.

Noch ein paar Details, inkl. Aschenbecher und dem in den Armlehnen interierten Tisch bei den gangseitigen Sitzen.

In Wil wird die Fahrtrichtung gewechselt und es geht via Winterthur nach Zürich HB und dort in den neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse.

Nach kurzem geht es raus aus dem Tunnel und über das imposante Brückenbauwerk quer über das Bahnhofsvorfeld Richtung Dietikon.

Schnell und ruhig wird um 19:44 wieder Olten erreicht.

Ein toller Tag, eine tolle Tour und ein absolut genialer Zug.

Selbst der Giruno wird es schwer haben dieses Niveau zu erreichen, aber immerhin hat man beim Giruno das beachtet was beim TEE selbstverständlich war. Beinfreiheit und dass die Fensterplätze keine „kein Fenster“ sind.

So, ab ins Bett, morgen gehts mit den RailJet *örks* nach Innsbruck.

Mit dem EC zum TEE

Ich höre schon wieder die Kommentare „Wie? Schon wieder Urlaub?“

Ja, und das zu recht. 😎

Der Grund des zweiten Kurzurlaub ist erst mal eine Sonderfahrt von SBB Historic „zum Stadler in Bussnang“ unter dem Titel: „TEE meets Giruno„.

Aber erst mal geht es etwas holprig los.

Zu früh wollte ich nicht fahren. Die diversen Baustellen, sowohl real als auch rein organisatorisch, der letzten Wochen stecken irgendwie in den Knochen.

Aber auch bei DB Fernverkehr läuft es heute nicht rund. Der angedachte ICE von Darmstadt nach Karlsruhe… fällt aus und das gleiche beim Plan B des ICE von Frankfurt nach Basel. Je wegen techn. Gebrechen und mit Ersatzzug mit IC Material, zumeist ehm. IR Wagen und weitere „historische Wagen“ als 2. und 1. Klasse.

Nee, dann lieber via Mainz und bequem mit dem EC 7 und SBB EC Wagen Richtung Basel auch wenn davor die Fahrt mit dem Alstom Coradia Continental der HLB, genannt Grinsekatze, steht. Ein grausiges Fahrzeug.

Wegen diverser Störungen von Zugfolge bis Signalstörung bei Köln hat der EC gut 20min Verspätung. Egal, es geht in die Richtung Süden und das zudem bequem.

Im Bereich Offenburg hat es zu der Zeit einen Personenunfall und da dies dort den Betrieb sehr in Unordnung bringt gibt es einen ausserplanmässigen Halt mit Personalwechsel in Offenburg, zum Vorteil von Mitreisenden Richtung Konstanz die daher den in Karlsruhe verpassten RE in Offenburg noch erreichten.

Aber es haben sich nun 45min Verspätung angesammelt und daher lässt die SBB zur Planzeit einen EC 70007 ab Basel SBB fahren und der EC 7 endet dort.

Auch wenn es so aussieht, der Abschluss wartet nicht nebenan sondern auf Gleis 12 geht es kurz darauf um 14:31 mit dem IC 1075 der IC Linie 6 nach Olten.

Wegen der Verspätung lasse ich den ursprünglich geplanten Umweg über den Hauenstein via Läufelfingen und fahre direkt nach Olten.

Erst mal wird das Hotel bezogen. Den Oltnerhof hatte ich seinerzeit bei dem Besuch zur BZ Eröffnung und in guter Erinnerung. Besondes gefällt mir die Mischung aus modernen Zimmern mit der alten Bausubstanz.

Noch schnell ein Abstecher zum Coop und dann geht es mit dem Bus nach Trimbach zur Endstation der Linie 502 „Eisenbahn“. Wobei dieser nicht am Bahnhaltepunkt von Trimbach liegt sondern, wie auch die Haltestellen Baselbieter und Rössli, nach den dortigen (teils ehemaligen) Gaststätten benannt ist.

Von dort geht es dann Richtung Südportal des Hauenstein Scheiteltunnels, während sich unterdessen die Sonne langsam verabschiedet.

Hier im Link gibt es die kurze Tour und weitere Bilder bei Komoot.

Der Tunnel ist kerzengerade und so kann man den Zug schon sehen wenn dieser am Nordportal im Bahnhof von Läufelfingen steht.

Auf der anderen Gleisseite geht zwar ein Weg parallel zum Gleis bis direkt zum Portal, aber der ist per Schild seitens SBB Infra nur den Anliegern vorbehalten.

Zurück nach Trimbach und dabei stolpere ich wieder mal über ehm. „hochgeheime“ Objekte. Am Ortsrand von Trimbach kurz vor der Bahnbrücke über die Hauptstrasse bei der Bushaltestelle Eisenbahn befand sich eine Sperrstelle.

Unbehelligt gehe ich weiter zur Bushaltestelle und kehre in der dortigen Gaststätte ein.

Sehr sympatisch eingerichtet, gut besetzt (auch wenn das Foto anders aussieht), typisch Schweizer Preise und viel passend Deko passend zu den einkehrenden Motorradfahrern welche zuvor über den Hauenstein gecruist sind.

Die zum heutigen Valentinstag (oder wie ich sage „Donnerstag“) passenden Servietten werden von einer mächtigen Mutter Marke „Indusi Lagereisen“ gehalten.

Der Burger mundet umd mit dem Bus geht es wieder zurück.

Tagesabschluss bei Engadiner und Appenzeller Bier.

So, ab ins Bett, in Vorfreude auf Morgen.