Gibt es noch Winter?

Ja! Definitiv. Aber erst mal der Reihe nach.

Der gestrige Wetterbericht von SRF Meteo fur heute, der regionale Sender SWR war nicht empfangbar aber dafür SF1 und 2 (heute komischer weise nicht), lies erkennen dass vsl. am Vormittag recht brauchbares Wetter herrschen soll. Warum also nicht mal den Freiburger Hausberg einen Besuch abstatten?

Da die Vorhersage aber ab Mittag schlechteres Wetter ankündigte ging es relativ früh um 8:13 mit dem Zug nach Freiburg. Der Blick aus dem Zugfenster und von der Strassenbahnbrücke am Freiburger Hauptbahnhof sah vielversprechend aus.

Mit einmaligen Umsteigen von der Linie 1 auf die Linie 2 ging es dann per Strassenbahn nach Günterstal wo diese ein interessante Passage durch ein Stadtor / Haus besitzt. Vor Günterstal liegt die erste dünne Schneedecke. Leider geht die Strassenbahn nicht bis zur Talstation der Seilbahn und so kann die Wartezeit auf den Bus für Fotos an der Durchfahrt genutzt werden.

Pünktlich fuhr dann der Bus, der Andrang an der Talstation war sehr überschaubar und so ging es rasch hinauf auf den Berg.

Die Seilbahn war bei ihrer Eröffnung 1930 die erste Großkabinen-Umlaufseilbahn (25 Fahrgäste bei 6 Sitzplätzen pro jeder der 10 Goneln) der Welt. In 1987 wurde die Bahn generalsaniert und mit neuen Gondeln (11 Fahrgäste bei 7 Sitzplätzen) von Gangloff welche ohne Schaffer auskommen versehen. Eine weitere technischen Überarbeitung erfolgte 2012. Trotz alledem erscheint die Bahn im Vergleich zu anderen Bahnen relativ anachronistisch. So verfügt die Bahn nicht über einen zentralen Leitstand sonder um je einen in der Berg- und der Talstation in dem den Bedienern eine Digitalanzeige die Info gibt wie weit eine Gondeln gefahren ist bzw. wie viele Meter die letzte ausfahrende Gondel noch fahren muss bevor die nächste auf die Reise geschickt wird. Andererseits kann man hier bri stillstehender und dast nicht Pendelnder Gondel Ein- und Aussteigen. Also auch ganz nett und ideal für Rollstühle und Kinderwagen.

Oben angekomnen ging es erst einmal hinauf zur Aussichtsturm und was soll ich sagen…

„In da Face“ liebe Alpen. Das gilt es im Februar zu toppen. Herrlichstes Winterwetter wie aus dem Bilderbuch hatt es auf dem Freiburger Hausberg.Die Sicht war Super. Es grüßten u. a. auch die Alpen aus der Ferne.

Zurück entdeckte ich an der Schauinslandstraße folgendes Haltestellenschild.

Whow. SEV bedeutet also auch Seilbahnersatzverkehr. 😊

Während es um 10 Uhr herum noch recht ruhig am Berg so war der Andrang ab Mittag umso größer. Aber das Wetter hielt erstmal und so machte ich noch eine Runde um und auf den Berg. Blauer Himmel, verschneite Bäume, knirschender Schnee… was will man mehr.

Gegen 14 Uhr zieht es sich langsam zu und ich fahre wieder ins Tal. Der Andrang hinauf ist weiter ungebrochen, in der Talstation stehen die Kunden die Eingangstreppe hinunter an.

Besonders amüsierte mich die Ausstattung eines Grossteils der dortigen Wanderer. Ausgestattet wie für eine Expedition Himalaya wurde da in dicken Klamotten, Schal, Handschuhe, überproportionalen Rucksäcken und das alles natürlich von Jack Wolfskin, Deuter und Co.

Leute! Das sind alles gut geräumte bzw. präparierte Winterwanderwege und nicht die Eiger Nordwand wo ihr unterwegs seid!

Noch viel mehr Bilder gibt es in der Aufzeichnung der Wanderung bei Komoot.

Nicht über die Laufzeit wundern. Da ich den Bilderupload erst im Hotel machte lief die „Wanderzeit“ im Hintergrund weiter.

Ich nutze die zur Übernachtung offerierte Konuskarte für eine Strassenbahnkreuzfahrt durch Freiburg. Mit der 2 ging es zur Endstation Hornusstraße. Ab dort mit der 5 nach Riesfeld, danach auf der 3 von Haid nach Vauban und mit der 1 nach Littenweiler. Für das andere Ende der Linie 1 sowie die Linie 4 reichte die Zeit leider nicht mehr. Zudem wurde es dunkel. 

Die Combinos habe ich auf den Bildern mal ausgespart 😋

Also machte ich mich auf zum Hauptbahnhof, organisierte mir für morgen eine Fahrkarte von Neuenburg nach Mulhouse (nur am Schalter erhältlich) und freute mich schon auf’s Abendessen und wurde nicht enttäuscht.

So. Morgen geht es zum Cité du Tren in Mulhouse.

Und wieder nach Hause…

… aber nicht so schnell.

Toll dass die SNCF nicht nur ihre Tarife sondern auch ihren Fahrplan nicht mehr im Griff hat.

Neben dem Murks der nicht in D erhältlichen Fahrscheine im Nahverkehr zeigte die DB, SBB und auch die SNCF Auskunft (Web und App) als ich die Tour vorbereitete keine sinnvolle Verbindung über La-Chaux-de-Fonds an, heute erscheint sie dann doch mit der Verbindung ab halb 10. Na toll, jetzt wo ich alle Fahrscheine via Belfort habe.

Das Wetter ist gut und daher gehe ich nochmal runter in die Altstadt bevor ich mit dee Tram wieder hochfahre. Aber zu Fuss hätte es auch gereicht.

Heute ist der Wurm drin.
(Teil)Sperrung zwischen Mouchard und Besançon mit Umleitung via Dôle. Daher ist mein TER aus Lyon nach Belfort vsl. 30min verspätet. Gut dass in Belfort 44min Übergang sind.
Und bei Colmar knarzt es auch. Aber da wil ich ja nicht hin.
Hmmm. Gestern endete der sonst pünktliche Tag mit +10 und +20. Wenn es heute schon mit +30 Beginnt kann es ja heiter werden. 😉

Mit +25 erscheint der AGC Triebwagen und diese baut er auch ein wenig ab so das nach einer schönen Fahrt entlang des Fluss Doubs sowie ä dem Rhein-Rhone-Kanal Belfort erreicht wird.

Wie gesten in Bourg-en-Bresse ist auch in Belfort der Kaffeeautomat defekt 🙁 aber zum Glück gibt es ja mit Personen besetze Verkaufssellen 🙂

Weiter geht es bei bestem Wetter nach Mulhouse wo ich den direkten Abschluss sausen lasse und ein wenig die Tram fotografiere.

Am Platz am Dom ist man derzeit damit beschäftigt die „Glühweinkerb“ aufzubauen.

Bart Simpsons Sidekick ist also auch da.
Schade nur das irgendjemand pubertär auf dem Grafitti drauf herumschmieren musste.

Mit einem Blauwal geht es in sehr gemächlichen Tempo (ca. 50 km/h) nach Müllheim und dann flott nach Freiburg.

Da der ICE nach Frankfurt gut 15min Verspätung hat bleibt noch Zeit für ein paar Trambilder auf der Brücke über den Bahnhof. Auf Grund der Verspätung fährt der planmässig später fahrend ICE nach Amsterdam vor dem nach Hamburg (via Frankfurt Hbf) aber nur um später vor Offenburg wieder überholt zu werden. Muss man nicht verstehen…

In Frankfurt scheint am Bahnsteig Gleis 8 und 9 Verdunklung befohlen zu sein. Der 18:24 Richtung Erbach wird problemlos erreicht der aber als zweiteilige Garnitur sehr „kuschelig“ besetzt ist.

3x CAF Urbos und 1x Alstom Citadis.
Ein Querschnitt durch die Ausbeute der heutigen Heimreise.

Die Daten der Heimfahrt

Reise: Besançon-Viotte nach Reinheim(Odenw)
Datum: 21.11.17

ab 10:11 Besançon-Viotte (TER95823)
an 11:25 Belfort Ville

ab 12:06 Belfort Ville (TER30417)
an 12:39 Mulhouse Ville

ab 14:34 Mulhouse Ville (TER87489)
an 15:29 Freiburg(Breisgau) Hbf – Gleis 4

ab 15:49 Freiburg(Breisgau) Hbf – Gleis 1 (ICE 70)
an 17:53 Frankfurt(Main)Hbf – Gleis 8

ab 18:24 Frankfurt(Main)Hbf – Gleis 11 (VIA25177)
an 19:05 Reinheim(Odenw) – Gleis 1

Dauer: 8:54 , Umsteigevorgänge 4

Im übrigen frage ich mich langsam warum man für Frankreich überhaupt Fahrscheine erwirbt…
Die „hohe Arbeitsmotivation“ des SNCF Zugpersonas dürfte nicht gerade wenige Schwarzfahrer generieren. Aktuell Bilanz der 3 Tage:

2x TGV
Mulhouse – Besançon France-Comté TGV
Bourg-en-Bresse – Besançon-Viotte
Kontrollen: 0

8x TER
Basel SNCF – Mulhouse
Besançon France-Comté TGV – Besançon-Viotte
*Besançon-Viotte – Mouchard*
Mouchard – Morez – St-Claude
*St-Claude – Bourg-en-Bresse*
Besançon-Viotte – Belfort
Belfort – Mulhouse
Mulhouse – Freiburg
Kontrollen: 2 (mit * gekennzeichnet)

Zum Vergleich D
Anreise: Vias nach Ffm und ICE nach Basel je 1x Kontrolle
Abreise: ICE Freiburg – Ffm 2x Kontrolle + 1x Vias