Au revoir France

Alles hat einmal ein Ende und so war heute nach der Sommerradtour 2022 auch die letzte Etappe der Sommertour 2022 dran.

Damit gehen fast vier Wochen Rad- und Bahnfahren durch Österreich, Lichtenstein, Schweiz, etwas Frankreich und Deutschland per Rad und per Bahn durch Frankreich, einen winzigen Stück Spanien, Belgien, Luxembourg und natürlich auch Deutschlands zu Ende und es war einfach schön und eindrucksvoll.

Erstmal ging es noch ins Ort um Reiseproviant mitzunehmen. Danach wurde rechtzeitig auf dem Bahnhofsvorplatz auf den Bus 10:20 Uhr nach Müllheim gewartet. Da man offenbar seit Anfang August keinen Fdl für den deutschen Grenzbahbhof Neuenburg zur Verfügung hat wird der Verkehr zwischen Mulhouse und Müllheim durch die SNCF im SEV durchgeführt der aber ein wenig verspätet aus Müllheim eintrifft und daher erst mit +10 Abfährt. Bei einem Übergang von 11min in Müllheim könnte das knapp werden.

Auch interessant warum gerade ich auf D und F gefragt werde wo und wann und ob das der Bus nach Müllheim ist. Wobei irgedwie die Deutschen auf französisch und die Franzosen auf „Deutsch“ fragten 😉

Nicht nur dass SEV gefahren wurde, in Mulhouse hatte es noch Baustellen mit Ampelregelung was die Verspätung noch ausbaute. Der Schlenker zum Bf Bantzenheim wurde mit der Frage „will jemand dahin?“ ausgespart und damit wurde mit +11 Müllheim erreicht.

Aber der RE als Basel hatte ebenfalls Verspätung und so wurde dieser im derzeit stark im Umbau für den viergleisigen Ausbau der Rheintalstrecke befindlichen Bf. Müllheim doch noch erreicht. Was für ein Glück kann ich 1. Klasse fahren, die 2. ist gesteckt voll.

Umsteigen in Freiburg in den ICE74 der auch recht gut ausgelastet ist und mich auf einen Platz mit Schiessschartenausblick nach Mannheim bringt.

Der 24/7 Automatenladen im Freiburger Hauptbahnhof überrob sein Produktangebot von Kuchen über Grillfleisch bis hin zu hochwertigen Weinen, Sekt und Bränden vom Kaiserstuhl.

Ursprünglich wollte ich ab Karlsruhe via Bretten nach Heilbronn fahren, da aber viele 9€ Nutzer unterwegs sind und ob des Sitzplatz im ICE plane ich um und fahre ab Mannheim mit dem Abellio ähm SWEG Netz Stuttgart Elektrotalent auf dem RE10a nach Eberbach, wobei sich die Abfahrt wegen Weichenstörung um 10min verzögert.

Aber der Anschluss in Eberbach ist dadurch nicht gefährdet und pünktlich geht es im gut 1/4 ausgerasteten RB82 Richtung Heimat.

Das Wochenendhaus des ehm. Regionalnetzchef ist auch besetzt.

Und über den Himbächelviadukt geht es weiter und ab Erbach füllt sich der Zug merklich, trotz Verstärkung in Wiebelsbach.

Und dann ist pünktlich Reinheim erreicht und somit die letzte Reiseetappe beendet.

Der Weg zum Kühlschrank ist dem nach Wochen belgisch / französischer Bierplörre ersten brauchbaren Bier gewiss.

So das waren 1280km Radfahren und im Bahnteil vsl noch mehr Kilometer per Bahn in gut 3,5 Wochen. Viele Eindrücke, schöne Landschaften usw. inklusive.

Ich freue mich schon auf die nächsten Touren.

Viadukte bei Dannemarie und ein alter Kanal

Heute war Wandertag.

Und oh wunder, ein Güterzug vor dem Fevster. Sowas gibts in Frankreich wirklich?!?

Mit dem TER ging es nach Dannemarie wo bis 1970 die einstmals bis in die Schweiz führend Strecke nach Pfetterhouse abzweigte. Heute ist Dannemarie nur noch ein Haltepunkt und die Bahnstrecke Richtung Pfetterhouse bis kurz vor Bonfol ein Radweg und wenn da der Platten nicht gewesen wäre hätte ich vor gut 1,5 Wochen diesen auch befahren.

Aber so habe ich halt mal die beiden Viadukte unmittelbar östlich (Viaduc de Ballersdorf) und westlich (Viaduc de la Largue) von Dannemarie zu Fuss ins Visier genommen.

Und auf dem Weg zum Viaduc de Ballersdorf kommt schon ein weiterer Güterzug, gezogen von einer Vossloh/Stadler Euro3000 Diesellok, von Europorte vorbei.

Wenn man bedenkt dass zwischen Belfort und Mulhouse sich der Verkehr der beiden alten Rollbahnen Paris – Mulhouse und Lyon – Mulhouse sowie derzeit noch der Verkehr östlich von Belfort TGV bündelt und welch vergleichsweise dünner Verkehr hier trotzdem nur besteht während die Rheinschiene von Köln bus Basel heillos überlastet ist fragt man sich schon woran das liegt.

Auch bei den Fahrplänen im Nahverkehrs kann man nur mit dem Kopf schütteln. Ich fuhr kurz nach Acht nach Dannemarie, gut 20min später fuhr der nächste in die gleiche Richtung in dann ist erstmal vier Stunden kein TER von Mulhouse nach Belfort unterwegs. SPNV zum abgewöhnen.

Mit Unterstützung der Fotohornisse konnte das Viaduc de Ballersdorf für die diversen TGV, die bis zum Bau des östlichen Lückenschlusses hier noch die Altstrecke von und nach Mulhouse nutzen, in Szene gesetzt werden.

Achja, auf dem Rückweg kam eine Diesel-Prima von Alstom mit einem Captrain Güterzug vorbei. Das war es dann auch in 5h Viadukte Kucken im Güterverkehr.

Die Sonne zieht weiter ihre Bahn und so fällt das Viadukt langsam in die Schattenseite. Also wechsel zum westlich gelegenen Viaduc de la Largue. Ggf. kann man das Viaduc de Ballersdorf ja am Nachmittag von der anderen Seite nochmal versuchen.

Richtig verloren erscheint der dreiteiler AGC auf dem recht langen Viadukt und selbst der TGV ist imnernoch nicht richtig prägnant auf ihm. Warum kommt keine Doppeltraktion wenn man sie mal braucht.

Leider haben diverse Probleme im Abschätzen der Zeit bis zum Zug (und eine nicht korrekt angezeigte Zugverspätung) recht an der Akku Kapazität der Fotohornisse gerissen und so fällt eines der vermutlich besten Motive einem Notrückflug bei 8% Restakku zum Opfer.

Zurück zum Bahnhof gehts ein wenig über die alte Bahntrasse und den Friedhof.

Denn um 13:20 kommt der letzte Zug des Tages der in Zillisheim hält. Danach halten dort nur noch die paar Züge Richtung Belfort.

Diesmal kein AGC von Bombardier sondern der schrecklich mit Stolperfallen verbaute Alstom Regiolis.

Ab dem Dörfchen Zillishein geht es dann teils entlang des ehemaligen Rhein-Rhone-Kanals nach Mulhouse.

Am Bahnübergang in Zillisheim hat es eine Interessante konstruktion mit einem Fussgängerüberweg unmittelbar vor dem Bü dessen Lichtzeichen mit denen des Bü überlappen und daher statt Grün nur gelb blinken und wem die wirklich kurze Schliesszeit des Bü zu lang ist kann ja nach dem Queren der Strasse an der Ampel die Fussgängerunterführung nutzen. 🙈

Eigentlich ein recht angenehm zu begehender Weg, wenn nicht die Sonne so stark scheinen würde, wobei ein ausgeprägter Wind das Ganze doch recht erträglichen macht.

Hmmm, mit dem Rad ab Freiburg nach Mulhouse, dann den Kanal bis Besançon und weiter der Doubs entlang ins Jura. Das wäre doch was.

Leider steht zwischen Bahnstrecke und Kanal recht viel Gebüsch, so dass bei der Schleuse von Brunnstatt bei der einzig verwertbaren Stelle nur ein „Notschuss“ bleibt.

Und so geht es am Wasser entlang immer weiter nach Mulhouse.

TGV sieht man auf dieser Strecke öfter wie Nahverkehrszüge oder gar Güterzüge.

Mulhouse ist fast erreicht und LKW Fahrer die denken dass ihr LKW trotzdem durch die Unterführung passt obwohl er höher ist wie die Ausschilderung scheinen kein rein deutsches Problem zu sein so exzessiv wie hier die Unterführung der Strecke nach Strasbourg ausgeschildert ist.

Und dann ist nach etwas über 7km der Bahnhof von Mulhouse erreicht.

Kurz ausruhen im Hotel und 16:24 geht’s mit dem TER nach Kruth. Eine sehr schöne Strecke, wobei der Endbahnhof Kruth noch relativ weit vor dem eigentlichen Ort liegt.

Der Tramtrain verkehrt auf der Strecke bis Thann Gare oder Thann-St. Jaques, danach ist Dieseln angesagt. Von Wesserling bis Kruth verkehrt der Zug im Stichstreckenblock bzw. einer Art Zuleitbetrieb. Umsetzen geht in Kruth nicht mehr und das zweite Gleis scheint schon länger ungenutzt.

Und dann geht’s zurück nach Mulhouse wobei sich auch ein kreuzender Regiolis mit Werbeaufdruck ins Tal verirrte.

Noch schnell den Getränkevorrat auffrischen und dann geht’s zum Restaurant L2 in der nähe des Place der Reunion zum Essen.

Und danach war etwas warten angesagt. Im Juli und August hat es eine Lichtshow an der Kirche.

Die Lichtshows in Laon oder Amiens fand ich schöner, aber die Animationen waren auch nicht von schlechten Eltern.

Als Beispiel ein kurzes Video:

Hier noch der Link zu Komoot von der Wanderung zu den Viadukten bei Dannemarie und die Wanderung von Zillisheim nach Mulhouse.

Morgen geht’s heim. Wie und auf welchem Weg ist aber noch nicht 100% klar.

Drei Länder, drei Sprachen, eine Währung

Kurz nach Acht ging es ab Brüssel Nord nach Liège-Guillemins. Prickeld fande ich die kurzfristige Verlegung des Zuges von Gleis 7 nach Gleis 3 gerade mal fünf Minuten vor Planabfahrt nicht, zudem wurde dies nur per Ansage gemacht (in F und NL), kein Hinweis im Anzeiger am Bahnsteig. Aber es hat geklappt.

Der IC nach Eupen besteht aus ein- und doppelstöckigen Wagen. Der DoSto mit 1. Klasse entspricht wohl einer modernisierten Version und zeigt alles abwechselnd in Französisch und Holländisch an.

Die Landschaft lädt zu einem Nickerchen ein.

In Liège-Guillemins wurde im Zuge des Baus der Schnellfahrstrecke aus Brüssel Richtung Aachen der Bahnhof komplett ungebaut dessen Architektur beeindruckt. Weniger beeindruckend ist die Griffigkeit des Bodenbelags der Paserelle welche gerade gereinigt wurde und eher einer Schlittschuhbahn glich.

Die Zeiten der lokbespannten IC nach Luxemburg sind leider auch vorbei. Auf der Radtour 2018 hatte ich noch einen fotografieren können.

Jetzt werden diese mit Desiro Mainline in Doppeltraktion der SNCB/NMBS gefahren bei deren der Unterschied zwischen zweiter und erster Klasse offensichtlich nur noch in der Zahl auf dem Aufkleber besteht.

Durch die sehr schöne Landschaft der Ardennen geht es das Tal der Amel hinauf nach Gouvy.

Kurz darauf wird vor Troisvierges die Grenze zu Luxemburg überschritten und ab hier hält der Zug wesentlich öfter und füllt sich auch merklich. Kurz vor dem Bahnhof von Luxembourg bietet die Bahnstrecke einen schönen Blick auf die Hauptstadt des gleichnamigen Landes.

Hier ist erstmal Umsteigen angesagt zum Zug nach Redon der mit einem CFL Doppelstockzug geführt wird und seine Görlitzer Abstammung schwer verbergen kann während am Nachbarbahnsteig ein in Frankreich als Z2200 bezeichneter Doppelstockzug der CFL wartet.

In Luxenburg, also dem Land, ist seit 2019 der gesamte ÖPNV gratis. Aber nur in der zweiten Klasse. Daher wohl der extra Hinweis am Eingang zum 1. Klasse Oberdeck.

In Bettembourg ist nochmal Umsteigen angesagt. Wegen Bauarbeiten verkehren die TER Richtung Metz erst ab hier und nicht wie normal ab Luxembourg.

Geführt wird der Zug mit zwei Z2200 der CFL über Metz bis Nancy. Die Tischlampen in diesen Fahrzeugen begeistern mich immer wieder aufs neue.

Und so geht es recht flott und bequem durchs ehm. Kohle & Stahl Gebiet Lothringens nach Metz.

Leider standen die diversen Werksbahnloks immer so dass man sie aus dem Zug nicht knipsen konnte.

Schneller Umstieg in Metz und im gut besetzen einzelnen dreiteiler AGC ging es flott auf der alten Hauptbahn und streckenweise vom Rhein-Marne-Kanal begleitet nach Strasbourg.

Kurz hinter Metz übrigens der einzige fahrende Güterzug des Tages. Soviel zu den dicken Backen diverser Güter EVU dass man ja wegen der überlasteten Rheinschiene auch via Belgien und Frankreich fahren könnte. Klar, wenn man Lust hat wegen 30min Verspätung auf die Seite genommen zu werden und eine neue Trasse erst Tage später zugewiesen zu bekommen. Dann kann man sich auch SNCF Infa antun, statt bei Verspätung dann durch DB Netz irgendwie doch noch durchgewurschtelt zu werden.

Klar, wenn nur 11min Umsteigezeit ist muss der Zug auch noch am Kopfgleis 31 weit vor der Halle in Strasbourg einfahren.

Aber auch dieser Anschluss klappt und im feinsten Corail Design geht es rasch nach Mulhouse. In Fahrtrichtung links grüsst die Rheinebebe und weit hinten der Schwarzwald, in Fahrtrichtung rechts die Vogesen.

Nach dem Bezug des fast am Bahnhof liegenden Ibis Budget geht es mit dem TER nach Than. Weiter bis Kruth leider nicht, da ist die Rückfahrt erst 2h später möglich.

Kurz vor dem Haltepunkt des Industriegebiet von Thann erstaunt dieser Bahnübergang ins Nichts dessen gut ausgebaute Strasse direkt in einem Feld endet und nebenan im vom Netz getrennten Gleisanschluss der Burda Druckerei wartet eine Köf auf bessere Zeiten (ohne Foto).

Mit den TramTrain der ab Lutterbach auf das Netz der Tram von Mulhouse übergeht geht es nach Mulhouse Republique.

Abendessen im Au Bureau. Ab 20 Uhr fahren wegen Bauarbeiten derzeit keine Tram und Tramtrain zum Bahnhof.

Dann halt noch den TGV nach Zürich vom Hotelzimmer aus fotografiert.

Morgen geht’s nach Dannemarie und ich versuche mal ein paar Fotos an den dortigen Viadukten zu machen die ich eigentlich auf der Etappe der Radtour ab St-Ursanne vorhatte und wegen Reifenplatzer ausgefallen sind.

Mit Hochgeschwindigkeit nach Hause

Und dann ist auch schon der letzte Letzte Tag der Tour angebrochen.

Wegen der mehrjährigen Baustelle rund um die Westseite des Bahnhofs Lyon Part-Dieu verkehren die O-Busse abgebügelt auf Akku durch die Unterführung des Einkaufszentrums.

Die Unterführung ist dabei nur für Autos, Busse und Tram frei. Fussgänger müssen den Bereich grossräumig umgehen, mit der Tram fahren oder die“Himmelstreppe“ nutzen wenn das Einkaufszentrum geschlossen hat.

Da die nächste Tram erst in 10min kommt bleibt der Weg durchs kurz nach Acht sehr leere Einkaufszentrum.

Und nach kurzer Wartezeit kam bereits der TGV 9696 von Montpellier über Strasbourg nach Luxemburg der den Bahnhof jedoch wegen techn. Problemen erst mit 5min Verspätung verließ.

Über ein kurzes Stück Schnellfahrstrecke und anschließender Altbaustrecke ging es nach Dijon. Nach dem dortigen Richtungswechsel ging es hinter Dijon auf die LGV Rhin-Rhone mit 300km/h flott nach Mulhouse.

Über den Güterring geht es ohne Richtungswechsel nach Colmar und Strasbourg.

Für mich war hier planmäßig der Umstieg nach Offenburg angesagt, die Fahrgäste nach Metz und Luxemburg mussten wegen technischen Defekt (was auch immer) in den gegenüber am Bahnsteig stehenden Ersatzzug umsteigen.

Die Züge nach Offenburg sind zwar als SWEG gekennzeichnet jedoch wird jeder zweite Umlauf durch die SNCF mit „Walfischen“ abgedeckt.

Der leicht verspätete ICE von Paris nach Stuttgart drängelt sich noch vor und schon geht es los.

Und dann ist in Kehl wieder Deutschland erreicht und mit 8min Übergang geht’s im ICE4 (ICE278 Interlaken – Berlin) nach Frankfurt.

ICE4, der Zug der tollen Aussichten. Im gut besetzten Zug ergattere ich noch einen Platz mit Schießscharte zum Ausblick.

Der Zug baut die 5min Verspätung ab Offenburg bis Frankfurt auf 11min aus, trotzdem wird der nur einteilig verkehrende RB82 Itino um 15:25 noch erreicht und pünktlich wird der Heimatbahnhof erreicht.

Aaaaah, endlich wieder vernünftiges Bier 😂

So, morgen noch ein Ruhetag. Dann geht’s wieder auf Arbeit bis zur kurzen Radtour im September.

Cité du Train

Wie befürchtet wurde es heute zwar wärmer aber dafür wesentlich unbeständiger. Somit ist es also ideales Museumswetter.

Daher fuhr ich mit der ungefähr zweistündlich verkehrenden Verbindung von Müllhausen nach Mulhouse. Warum die ab / bis Müllheim fahrenden „TER“ in der DB Fahrplanauskunft als RB die bis / ab Freiburg durchgebunden jedoch als IRE vermehren, im Aushnagfahrplan aber alles RB sind mus man nicht verstehen.

Den TramTrain von Mulhouse in Richtung Lutterbach und Thann zur Station Musée wirft die deutsche Auskunft als TER aus. Daher der erste Versuch eine Fahrkarte zu ziehen am gelben SNCF Automaten. Ja, er kennt die Verbindung, aber er kann jeine Fahrkarte herausgeben. Toll… Dann also mal am SNCF TER Automaten versuchen… Njet, der kennt das Fahrtziel nichteinmal.

Der Versuch 3 am Automaten von Solea (Betreiber der Tram in Mulhouse) gelingt dann und schon kurz darauf geht es mit dem TeamTrain der SNCF vom Bahnhofsvorplatz und quer durch Mulhouse und an der Einmündung zur SNCF Strecke mit einem sehr engen Bogen zur Station Musée die in der Nähe des Bahnmuseum Cité du Train liegt. Das Anschlussgleis des Museums, das via der parallel zur SNCF Hauptstrecke liegenden Tram und TramTrain an das Bahnnetz angebunden ist, besitzt dabei noch einem eigenen (ungenutzten) Bahnsteig.

Im Museum gibt es einen recht guten Audioguide (D ubd F) mit über 80 Stationen. Leider sind zumeist die Exponate die keine Fahrzeuge sind ohbe Zusatzinfo. Weder per Audiguide noch per Schild. Gerade in der recht dunkel gehalten aber liebevoll ausgestatteten ersten Halle fehlen viele Infos zu den diversen interessanten Fahrzugen und anderen Exponaten. Dafur sind die Videostationen gut gemacht.

Auch das Thema Bahn im Krieg nimmt eiben gewissen Raum ein. Unabhängig vom Thema gibt es interessante Einblicke in die Unterseite der Lok. In der Halle 2 kann man dies übrigens „normal“ mittes Gang durch eine Wartungsgrube nochmal sehen. Die Hallen 2 und 3 sibd wesentluch heller gestaltet, wenngleich nuch durchgehend hell. Formschöne bus Skurile Fahrzeuge reihen sich dicht an dicht.

Wie später beim Auto, man denke mal nur an die Göttin von Citroen, war der Franzose auch bei Bahnfahrzeugen gerne innovativ aber auch verspielt unterwegs. So auch beim Triebwagen ZZ2440 der damaligen Bahngesellschaft „Etat“ von Bugatti. Mit optimieren Luftwiderstand und  Panoramablick nach vorne und hinten. Aber wo ist dann der Lokführer? Der hatte einen Ausguck im Dach in der Mitte des Fahrzeugs und stand (!) dabei mitten im Motorraum. Die Sicht auf die Strecke dürfte dabei nicht gerade optimal gewesen sein. Auf eine Sicherheitsfahrschaltung dürfte aber bei einem derart „bequemen und ruhigen Arbeitsplatz“ eher obsolet gewesen sein. 

Mehr zum Fahrzeug: https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Autorail_Bugatti

Französisch.  Eine schöne Sprache und mit so vielen wohlklingenden Bezeichnungen für die Bezeichnung  „Schotterochse / Schottersheriff“. 😂😂😂

Interessant sind unter anderem die diversen Schnittmidelke bzw. Fahrzeuge mit offenen Seiren. Auch im Aussenbereich gibt es interessante Exponate. Leider war das Stellwerk verschlossen. 😕

Nach soviel Eisenbahn nutze ich das Kombiticket und besuche das benachbarte Electropolis. Sozusagen das Firmenmuseum der EDF. Direkt hinter dem Eingang erfolgt anhand einer Modellstecke die Virstelkubg woher der Strom kommt und wohin er geht. Anschließend geht es durch viele Ausstellungsräume die von der Frühzeit der ersten Experimente und der Forschung zur Elektrizität, allerlei historischer Elektrogeräte zur zentralen Raum mit einem mehrere Stockwerke hohen mit Dampfzylindern betriebenen Generator. Dieser versorgte von 1901 bis 1953 eine grosse Weberei in Mulhouse mit Strom und wurde von BBC und Sulzer hergestellt.

An einigen Stellen wirkt das Museum etwas renovierungsbedürftig, gerade im Aussenbereich. Wobei letzteres ggf. auch am Wetter liegen kann. Zwei der fünf Pavillions im Aussenbereich sind leider nicht zugänglich.

Trotzdem  ist es einen Besuch wert. Die meisten Infotafeln sind in Französischen, Englisch und Deutsch gehalten. Insbesondere die vielen alten Elektrogeräte, vom Lockenwickler der Jahrhundertwende bis zur 70er Jahre Musikstation machen richtig Spaß beim Ansehen.

Eigentlich wäre im Anschluss noch eine Fahrt zur Endstation der TramTrain Strecke in Thann – Saint Jaques möglich gewesen um dann in Mulhouse den Zug um 17:51 nach Müllheim zu erreichen, aber offenbar wird auch die SNCF von der Männergrippe ™ geplagt.

Also fuhr uch 16:07 mit der Team der Linie 3 in die Stadt zur Station Republic und suchte einen Supermarkt den ich natürlich erst mal nicht fand ubd nach einer Runde durch die hübsche aber verregnete Altstadt durejt in der Seitenstraße neben der Station Republic fand. 🤗

Wie üblich werden in Frankreich die Gleise erst ab 20min vor der Abfahrt angezeigt. Wo wohl der Zug nach Müllheim abfahren wurd wenn die Vorleistung aus Freiburg auf Gleis 6 ankommt?

Müllheim wurd am südlichen Stumpfgleis 4 das zwischen Gleis 2 und 5 liegt erreicht. 

Und dann gab es natürlich noch was zu Essen.

Und wieder nach Hause…

… aber nicht so schnell.

Toll dass die SNCF nicht nur ihre Tarife sondern auch ihren Fahrplan nicht mehr im Griff hat.

Neben dem Murks der nicht in D erhältlichen Fahrscheine im Nahverkehr zeigte die DB, SBB und auch die SNCF Auskunft (Web und App) als ich die Tour vorbereitete keine sinnvolle Verbindung über La-Chaux-de-Fonds an, heute erscheint sie dann doch mit der Verbindung ab halb 10. Na toll, jetzt wo ich alle Fahrscheine via Belfort habe.

Das Wetter ist gut und daher gehe ich nochmal runter in die Altstadt bevor ich mit dee Tram wieder hochfahre. Aber zu Fuss hätte es auch gereicht.

Heute ist der Wurm drin.
(Teil)Sperrung zwischen Mouchard und Besançon mit Umleitung via Dôle. Daher ist mein TER aus Lyon nach Belfort vsl. 30min verspätet. Gut dass in Belfort 44min Übergang sind.
Und bei Colmar knarzt es auch. Aber da wil ich ja nicht hin.
Hmmm. Gestern endete der sonst pünktliche Tag mit +10 und +20. Wenn es heute schon mit +30 Beginnt kann es ja heiter werden. 😉

Mit +25 erscheint der AGC Triebwagen und diese baut er auch ein wenig ab so das nach einer schönen Fahrt entlang des Fluss Doubs sowie ä dem Rhein-Rhone-Kanal Belfort erreicht wird.

Wie gesten in Bourg-en-Bresse ist auch in Belfort der Kaffeeautomat defekt 🙁 aber zum Glück gibt es ja mit Personen besetze Verkaufssellen 🙂

Weiter geht es bei bestem Wetter nach Mulhouse wo ich den direkten Abschluss sausen lasse und ein wenig die Tram fotografiere.

Am Platz am Dom ist man derzeit damit beschäftigt die „Glühweinkerb“ aufzubauen.

Bart Simpsons Sidekick ist also auch da.
Schade nur das irgendjemand pubertär auf dem Grafitti drauf herumschmieren musste.

Mit einem Blauwal geht es in sehr gemächlichen Tempo (ca. 50 km/h) nach Müllheim und dann flott nach Freiburg.

Da der ICE nach Frankfurt gut 15min Verspätung hat bleibt noch Zeit für ein paar Trambilder auf der Brücke über den Bahnhof. Auf Grund der Verspätung fährt der planmässig später fahrend ICE nach Amsterdam vor dem nach Hamburg (via Frankfurt Hbf) aber nur um später vor Offenburg wieder überholt zu werden. Muss man nicht verstehen…

In Frankfurt scheint am Bahnsteig Gleis 8 und 9 Verdunklung befohlen zu sein. Der 18:24 Richtung Erbach wird problemlos erreicht der aber als zweiteilige Garnitur sehr „kuschelig“ besetzt ist.

3x CAF Urbos und 1x Alstom Citadis.
Ein Querschnitt durch die Ausbeute der heutigen Heimreise.

Die Daten der Heimfahrt

Reise: Besançon-Viotte nach Reinheim(Odenw)
Datum: 21.11.17

ab 10:11 Besançon-Viotte (TER95823)
an 11:25 Belfort Ville

ab 12:06 Belfort Ville (TER30417)
an 12:39 Mulhouse Ville

ab 14:34 Mulhouse Ville (TER87489)
an 15:29 Freiburg(Breisgau) Hbf – Gleis 4

ab 15:49 Freiburg(Breisgau) Hbf – Gleis 1 (ICE 70)
an 17:53 Frankfurt(Main)Hbf – Gleis 8

ab 18:24 Frankfurt(Main)Hbf – Gleis 11 (VIA25177)
an 19:05 Reinheim(Odenw) – Gleis 1

Dauer: 8:54 , Umsteigevorgänge 4

Im übrigen frage ich mich langsam warum man für Frankreich überhaupt Fahrscheine erwirbt…
Die „hohe Arbeitsmotivation“ des SNCF Zugpersonas dürfte nicht gerade wenige Schwarzfahrer generieren. Aktuell Bilanz der 3 Tage:

2x TGV
Mulhouse – Besançon France-Comté TGV
Bourg-en-Bresse – Besançon-Viotte
Kontrollen: 0

8x TER
Basel SNCF – Mulhouse
Besançon France-Comté TGV – Besançon-Viotte
*Besançon-Viotte – Mouchard*
Mouchard – Morez – St-Claude
*St-Claude – Bourg-en-Bresse*
Besançon-Viotte – Belfort
Belfort – Mulhouse
Mulhouse – Freiburg
Kontrollen: 2 (mit * gekennzeichnet)

Zum Vergleich D
Anreise: Vias nach Ffm und ICE nach Basel je 1x Kontrolle
Abreise: ICE Freiburg – Ffm 2x Kontrolle + 1x Vias