Innotrans 2024

Wegen der Coronapause und da 2022 der Terminkalender was dagegen hatte war es heute nach sechs Jahren erst wieder so weit für einen Besuch auf der Innotrans.

Die Messe ist gewohnt gross und es halt ein paar Fixtermine abzuarbeiten.

Daher ging es um halb Acht ab Woltersdorf Fähre los nach Rahnsdorf.

Um ab dort mit der S3 direkt nach „Messe Süd“ zu fahren, was nach gesamt 1:15h entspannt und pünktlich zur Öffnung erreicht wurde.

Noch ist die Fahrzeugeausstellung auf der Freifläche noch wenig besucht.

Einen nicht unwesentlichen Anteil hat Stadler und wurde zum größten Einzelaussteller. Wenn das so weitergeht wird die Innotrans 2026 zur Innostadler. 😁

Dann erstmal die Fahrzeuge abgrasen. So erstmal den neuen Triebwagen der FART für die Centovallibahn anschauen der mit einer Sitzgruppe mit Tischeb hinter einem der Führerstände aufwartet.

Hinter dem anderen Führerstand hat es eine vollwertige 1. Klasse mit echter 1+2 Bestuhlung.

Das Bahndienstfahrzeug eines italienischen Herstellers wirkt etwas altbacken und passt damit gut zum nebenan stehenden Schienenbus des EVU „HANS“. Dessen Besonderheit oder Zweck hier konnte ich nicht herausfinden.

Die Strassenbahn von Pesa wartet mit einer erfrischend anderen Frontpartie auf. Der Innenraum verblüfft ob der recht wenigen Sitzplätzen zugunsten breiter Durchgänge. Somit eher für Kurzstreckennutzung geplant.

Daneben eine der neuen Kleinprofil U-Bahnen von Stadler für die Berliner BVG. Im Gegensatz zu Vollbahn Führerstände ist dieser hier recht spartanisch.

Der Refit 424er überzeugt mich irgendwie nicht. Der dröge graue Lack (was so von den Aufgabenträgern VRR/VRS gewünscht) ist schon nicht der Knaller. Die Sitze sehen zwar recht bequem und gut gepolstert aus, sind aber Knallhart. Sorry, andre Fahzeugrefits sind da besser.

Nich ein wenig Baugeraffel mit Mess- und Videoeinrichtung zur Trassenscannung sowie den Siemens Velaro für Ägypten und dann mal einen Blick in den Prototyp des RS1 Nachfolger geworfen. Stadler will diesen nur mit Wasserstoff oder Batterien in Serie anbieten.

Die Verwandtschaft zum klassischen RS1 kann der Prototyp mit seinen trapezförmigen Fenstern nicht leugnen, auch nicht in der Innenraumaufteilung und Anordnung.

Interessant finde ich die Fahrradhalter zwischen den Klappsitzen in die das Vorderrad eingehängt werden kann. Im einem der Hochflurbereiche hat es sogar wieder klassische Sitzbänke. Ob sich das Durchsetzt?

Noch ein Blick auf die Rollschemel mit denen der Centovallibahn Triebwagen hierher transportiert wurde und dann einen Blick in den „ServiceJet“ der ÖBB geworfen. Dieser ist als Rettungs- und Feuerwehr Interventionszug ausgelegt und hat daher viel Freifläche um Evakuierungfahrten auszuführen aber auch Feuerwehrequipment an Bord.

Dann rüber zum RailJet der CD von Siemens welcher vom ÖBB RailJet der ÖBB abeleitet ist aber gerade in der 2. Klasse irgedwie billig aussieht. Woran primär die Rückseiten der Sitze schuld sein dürften.

Akku bzw. Wasserstoff Rangierloks hat es auch und eine Stopfmaschine-Kehrmamschine Kombination von Matisa. Ob das so sinnvoll ist? Meist fährt der Erfhrung nach die Kehrmaschine mehrfach hinter der Stopfmaschine hin und her während diese eher kontinuierlich vorwärts fährt.

Ausserhalb des Bauzauns warten derweil eine West V90 und Ost V100 darauf die Ausstellungsstücke wieder abzutransportieren.

Auch ein Blick auf die Schleifeinrichtung von Loram ist mal interssant.

Robel präsentiert einen teilautomatischen „Schraubpflug“ der eigenständig die Kleineisen lose schraubt und die Kleineisen soweit verschiebt dass die Schienen frei liegen. Das ganze geht natürlich auch umgekehrt.

Nich ein Blick auf den Bahnbau Instandhaltungszug mir dem geschützt z. B. Passschienen oder Zungenvorrichtingen gewechselt werden können. Dazu können am Arbeitswagen die Seitenwände ausgefahren werden.

Beim ÖBB Oberleitungs Servicefahrzeug hat man wohl versucht so viele wie mögliche Arbeitsbühnen unzuterbringen 😉

Der Andrang beim Hitachi Zefiro für die FS ist so gross dass ich mir ein Blick ins Innere erspare. Ursprünglich war dieser von Bombardier entwickelt. Mit dem Verkauf der Bahnsparte kam dieser aber zu Hitachi (was im Grunde ehm. Ansaldo ist) während die meisten anderen Fahrzeugtypen zu Alstom gingen.

Die Chinesische CRRC ist u. a. mit einem  Tram und Hochgeschwindigkeitszug vertreten. Wobei die Innenausstattung der Tram (kein Foto) höherwertigen erscheint wie der Plastikcharme im Hochgeschwindigkeitszug.

Eine Tram vom rumänschen Hersteller Astra macht eunen guten Eindruck. Nebenan parkte die Stopfmaschine vom Hersteller System 7.

Grundregel Nr. 1 der Innotrans.

Je grösser der Stand, umso weniger echte Technik gibt es anzusehen, sonder fast nurnoch Showelemente.

Wobei es trotzden bei Siemens, SchuB und Pintsch trotzdem noch einiges „zum Anfassen“ und natürlich guten fachlichhen Austausch gab.

Aber auch und besonders bei kleinen Ständen, wie für Werkzeuge, Diagnose oder Kabelkanäle gibts viel interessantes.

Achja, der Schrank unten rechts ist ein FEAK/ FEAS von Pintsch wie er bem DSTW eingesetzt werden soll. Gross, massiv und weit von der Ursprungsidee von einer maximalen Grösse eines Signalschaltkasten entfernt. Aber da ja das ganze Netwerk- und Security Geraffel noch rein muss wurden die Kästen immer grösser. Folge ist nun vermutlich dass sich die Inhalte wieder in Schalthäusern treffen werden, denn wo will man die hunderte sperrige Kästen aufstellen? Herzlich Willkommen das ESTW-A 😀

Der Nachmittag schreitet voran, am Weg zwischen den Hallen steht ein Arbeits- und Oberleitungsenteisungsfahrzeug für die Frankfurter VGF. Etwas weiter nebenan eine Skoda Tram und ein Doppelstockzug von Hyundai für Australien.

Vom kroatischen Hersteller Koncar stammen ein Streckendiagnosefahrzeug und auf gleicher Plattform ein Regionalzug.

Die Frontpartie des Fahrzeugs ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Auf dem Weg zum Ausgang noch ein Stadler „Brocken“ mit der Eurodual als sechsachsige Class 99 für Beacon in Großbritannien mit Diesel und Elektroantrieb .

Daneben eine Brennstoffzellen Tram von Hyundai, ein Versuchsträger RWTH Aachen für autonome Fahrzeuge und die neue Baureihe 105 von Talgo welche für die Traktion der Talgo ICE-L Garnituren vorgesehen ist.

Und dann am Bahnhof die Info… keine Zugfahrten der S3 Richtung Erkner. Alle Fahrten enden im „Nirgedwo“ genannt Wuhlheide.

Grund eine Streckenstörung zwischen Wuhlheide und Köpenik wegen einer Streckenstürung. Die Seite strecken.info vermeldet später einen Gleislagefehler. Na tolle Wurst, insbesondere da wegen Brückenbauarbeiten keine parallelen RB/RE verkehren.

Somit wird es auch mit einer Ersatzverbindung z. B. über Strausberg und via Bus nach Woltersdorf nix mehr mit einem Besuch im Brauhaus an der Schleuse. Und da sich das Störungsende regelmässig weiter nach hinten schiebt beschloss ich auf Plan B zu gehen und beim Brauhaus Lemke in den Bögen der Stadtbahn in der Nähe der Station Hackescher Markt einzukehren.

Das Helle, Pils und Dunkle gefällt, der Kasselerbraten taugt auch was, aber wie schon vor Jahren machte ich den Fehler hinterher einen Kaiserschmarrn zu bestellen und die Portion ist weiterhin definitiv keine Nachspeise sondern würde als Hauptgang genügen.

Um 20:05 nehme ich die S5 Richtung Strausberg um dann via Bus nach Woltersdorf zu gelangen, irgedwann nach halb elf…

Aber kurz hinter dem Ostkreuz vermeldet strecken.info dass die Sperrung aufgehoben sei und auch in der Auskunft gibt es erste Fahrten Richtung Erkner.

Also steige ich in der Station Nöldnerplatz aus und fahre zurück zum Ostkreuz und Hurra, es kommt wirklich eine S3 nach Erkner.

Leider verspätet sich die S3 etwas so dass der 5min Übergang zur Tram nach Woltersdorf sportlich wird. Der Fahrer der Tram wartet auf dem Bahnsteig auf die Fahrgäste, mosert dass nicht alle Rennen und dass ich mir noch ein Nachtfoto mach ist ihm unverständlich obschon noch gut 10 Personen hinter mir waren. Aber so ist er der Berliner. Hat er nix zu mosern, geht’s ihm nicht gut und er hätte was zu mosern 🤣

Und so wurde dann doch schon und pünktlich um 21:16 die Endstation Woltersdorf Schleuse und somit auch fast das Hotel erreicht.

Zum Abschluss das kurioseste Fahrzeuge.

Einen Elektroroller als Schienenfahrzeug das so in Skandinavien bei Baustellen eingesetzt wird um die teils recht langen Wege von Wegen und Strassen bis zur Baustelle zu überbrücken.

Ich hoffe mal dass der nun einsetzende Regen am Freitag weg ist für die Fotorunde zu den drei Tram Inselbetrieben in Rüdersdorf, Strausberg und natürlich nochmals Woltersdorf.

Anreise zur Innotrans und Radtour

Der Plan für die vsl. letzte Mehrtagesradtour war nach Berlin mit dem Zug, die Innotrans besuchen und per Rad nach Hause.

Und so beginnt heute die Tour mit der Anreise.

Nachdem es vor ein paar Wochen angeblich eine Fahrplanänderung gab, inkl. Aufhebung der Zugbindung, aber der neue Fahrplan 1 zu 1 dem alten entsprach, ausser dass in Frankfurt Hbf keine Fahrradverladung möglich sei was aber wegen Umstieg in Darmstadt irrelevant war, hatte ich irgedwie ein schlechtes Gefühl und wollte auch den eigentlich brauchbaren 10min Unstieg in Darmstadt Hbf optimieren.

Da es in der Nacht aufgehört hatte zu Regnen entschloss ich mich statt einem Odenwaldexprss früher zu nehmen gleich per Rad nach Darmstadt zu fahren was auch sauber klappte.

Und oha, der Odenwaldexprss hat 5min Verspätung laut Auskunft, was aber auch schaffbar gewesen wäre. Ob er wirklich schon da war konnte ich nicht sehen da auf Gleis 6 bereits der ICE nach Nürnberg über Dortmund parkte.

Überpünktlich kommt der ICE774 aus Stuttgart auf Gleis 5 rein, schnell das Rad verstaut was diesmal wenigstens ohne „Hängeplatz“ oder versperrten Zuweg superbequem klappte.

Hinter Hanau dann ein Spaziergang vom Wagen 1 zum Wagen 10 zum Kaffeeholen.

Bei Niederaula kommt die Wolkendecke immer weiter runter.

Kurz vor und hinter Kassel regnet es zeitweise. Noch ist aber wenigstens der Zug pünktlich ubd hinter Hildesheim klart der Himmel ein wenig auf.

Die Elbe führt bei Stendal noch recht gut Wasser.

Irgendwo bei Rathenow steht der Zug aber, irgendwas steht im Weg und so sammelt der ICE774 bis Berlin gut 10 Minuten.

Vor dem Berliner Hauptbahnhof dann eine amüsante Ansage: „Nächster Halt Berlin Hbf. … Der ICE nach Warnemünde wartet. … Ein Tipp von mir. Der Anschluss fährt ab Gleis 2 im Tiefbahnhof. Nehmen Sie die Rolltreppen und nicht den Aufzug für ihren Anschlusszug. Die Aufzüge brauchen sehr lang, … zu lang“

Wo er recht hat, hat er recht 👍

Aber hier will ich ja noch nicht raus und mit +7 wird Berlin Ostbahnhof erreicht.

Ab hier könnte ich zwar auch die S-Bahn Richtung Rahnsdorf nehmen aber dann wäre ich viel zu früh in Woltersdorf.

Also geht es jetzt erstmal mit dem Rad weiter Richtung Oberbaumbrücke.

Und dann entlang der Schlesischen Strasse und Puschkin Allee parallel zur Spree zum Treptower Park.

Und nach einem Abstecher zur Spree bei der Abteibrücke vom Treptower Park rüber zum Plänterwald mit dem „Spreepark“ als einst einzigen Freizeitpark der DDR. Der „Lost Place“ wird derzeit saniert und umgestaltet.

Auch wen das Rad am Schild zur Fähre steht so blieb ich südlich der Spree und weiter gehts Richtung Schöneweide.

Über die Minna-Todenhagen-Brücke wird die Spree überquert und entlang diverser Hauptstraßen geht es weiter über Oberschöneweide in die Wuhlheide.

Leider hat es nur im Sommer unter der Woche Betrieb auf der Parkbahn, im September verkehrt diese nur am Wochenende.

So bleiben halt nur Anlagenfotos.

Über Köpenick geht’s dann weiter nach Friedrichshagen.

Hinter Friedrichshagen und dem alten Berliner Wasserwerk werde ich von einem Regenschauer überrascht.

Danach ein erster Blick auf den Müggelsee. Interessant wie viel Wald und Wasser es rund um Berlin gibt. Ein Grossteil der Tour verlief bisher im Wald und weniger durch Häusserschluchten.

Jetzt weg vom See und zur S-Bahn Station von Rahnsdorf wo sich die Endstation der Woltersdorfer Strassenbahn befindet. Warumder kleine Triebwagen seinen Halteplatz so relativ weit weg vom S-Bahn Eingang hat erschließt sich mir nicht, zumal das Hinweisschild am nahestmöglichen Platz steht.

In Richtung Woltersdorf geht es nun mit dem Rad auf dem parallel führenden Radweg durch den Wald. Die kleinen Gothawagen verkehren in der Hauptverkehrszeit ca. alle 10 Minuten und sind insbesondere in Lastrichtung sehr gut besezt.

Eine der zahlreichen Ausweichen liegt hier mitten im Wald. Eine technische Sicherung der eingleisigen Abschnitte ist nicht zu erkennen.

Nach etwas über 2 km und damit fast der Häfte der Gesamtlänge der Bahnstrecke wird Woltersdorf und damit auch Berlin verlassen und das Land Brandenburg erreicht.

Innerorts verläuft die eingleisige Strecke in Seitenlage der Strasse und kommt somit je nach Fahrtrichtung den Autos entgegen.

Im Betriebshof steht einer der dieses Jahr abgelieferten Modertrans Moderus Gamma. Zwei weitere stehen in der Halle, der vierte ist noch in Ablieferung. Die nur 15m Langen und 100% Niederflurigen Fahrzeuge werden somit in nächster Zeit die rustikalen aber top gepflegten Gothawagen ablösen.

Kurz nach dem Betriebshof fängt es stärker an zu regnen, aber das Etappenziel ist nicht mehr weit.

An der Schleuse geht’s über die Klappbrücke zum Hotel.

Einchecken im Hotel Kranichsberg und später gehts zum Abendessen im Hotel. Soljanka und eine Bulette mit Ei sowie ein „alter Schwede“ munden sehr gut.

Danach noch ein Spaziergang zur Schleuse und ein paar Nachtaufnahmen von dieser und der Tram gemacht.

Auf dem Rückweg noch entdeckt dass es nebenan ein Brauhaus hat, was aber gerade zu macht. Na dann nicht ubd später mal.

Wie üblich zum Schluss noch der Link zu Komoot von der Etappe nach Woltersdorf.

Die Aufzeichnung nach Darmstadt unterschlage ich mal. 😉

Innotrans 2018 – Tag 2

Nach dem gewohnt guten Frühstück im Hotel Comenius ging es wieder zur Messe.

Der Herbst legte sich nochmal richtig ins Zeug und so ist es in der S-Bahn bereits recht warm. So warm dass von den gut getarnten Fahrschein-Kontrolltrupps der Satz zu vernehmen war „Wasn Glück sin mir durch. Dat hälst nich aus mit der Luft hier“. 😎

Platz ist in der kleinsten Hütte war vermutlich die Vorgabe an Stadler um die neuen Fahrzeuge für die Metro in Glasgow zu konstruieren. Das geradezu winzig erscheinende Profil war aber vermutlich nur eine der Herausforderungen beim Bau.

Danach ging es quer durch die Hallen. Interessant immer wieder ist was es so alles an Fahrgastinformationssystemen gibt.

Wieder im Aussenbereich sticht das kleine Zweiwege-Quad ins Auge? Würde das bei uns als Kleinwagen (Kl) oder Schwerkleinwagen (Skl) eingestuft? Wohl eher in einer neuen Gattung Ganzkleinwagen 💪😉

Im von Alstom hergestellten „Pop“ Triebwagen für Trenitalia zeigt sich auch wieder mal der schon auf der Sommertour beobachtete Trend der TI zu Fahrzeugen mit Nichtfenstersitzen wie es diese u. a. beim „Jazz“ gibt. Beim „Pop“ hat man diese Sitze noch schwachsinniger eingebaut so dass man nicht mal mehr an den Rückenkehnen vorbei zum Fenster linsen kann. Warum man die Sitze nicht mit dem Rücken zum Hochflurbereich setzt erschließt sich mir nicht. 🤢

Dagegen imponiert das neue Zweiwege Rettungsfahrzeuge der Schweizer Matterhorn Gotthard Bahn.

Und wenn man denkt dass der „Pop“ übelstes Plastikdesign mit abstrusen Sitzanordnungen das übelste Fahrzeug der Innotrans sei der war noch nicht im „Rock“.

Übel übel übel… dagegen ist (fast) jedes hier ausgestellte Wartungsfahrzeug geradezu luxuriös für seine Nutzer.
Hitachi (ex. Andaldo Breda) „Rock“ für Trenitalia.
Übelst verbaut, Plastik von vorne bis hinten. Wie auch in anderen „modernen“ FS TI Fahrzeugen rudelweise 100% Nichtfensterplätze (Foto oben links vom fensterlosen Zwischengeschoss hinter dem Führerstand), dazu noch pseudo Niederflur aber dann mit Rampen und eigenartig angeordneten Stolperstufen oder Minitreppen. Schrecklich.
Aber hauptsache zwei Fahrradstellplätze mit Lademöglichkeit für Pedelecs.
Zitat eines Besuchers mit Stadler Badget als er im nur einseitig zusteigbaren Obergeschoss war „Und wie kommt man wieder raus aus dieser Dose?“ 😂

Derart paralysiert dachte ich mir dass es eine gute Idee wäre zur Linderung der italienischen Schmerzen mal den von Skoda hergestellten München-Nürnberg-Express zu besuchen. Da dieser derzeit mit umgebauten / angepassten IC-Wagen gefahren wird ging ich davon aus dass im neuen Dosto ähnliches Niveau zu erwarten sei.

Aber weit gefehlt… ☹️

Denn Skoda hat es, bis auf die schwer zu unterbietenden Plastiksitze, geschafft die Hitachi Gurke zu unterbieten. Oder waren es ggf. die Bestellervorgaben der BEG die derartiges geberuerten?

Zwar fast ohne Nichtfensterplätze aber dafür mit bisweilen sehr engen Gängen, eigenartigen Rampen umd jede Menge steile und enge Treppen.
Oh mann…

Laut Produktblatt hat der Zug 26 Plätze erster und 648 Plätze 2. Klasse. Davon 79 Klappsitze.
Das das gezeigte 1. Klasse Abteil befindet sich im Endwagen, aber nur über zwei der drei Fenstern im Hochflurbereich über dem Drehgestell was für ein „Witz 2. Klasse Abteil“ an der Treppe führt. Das andere Abteil 1. Klasse scheint im Abteil hinterm Führerstand des Steuerwagen zu sein (ein Fenster).
Also eher Hasenstall.

Ach wie glücklich können sich da die Fahrgäste der SOB mit dem neuen Traverso (siehe den Bericht von gestern) schätzen.

Gegen den Rock, Pop und Skoda Dosto sind selbst dei schon gesten gezeigte und fürs britische Profil angepasste Flirt (Class 755) mit bimodalen Antrieb und der Desiro von Siemens geradezu luxuriös. Im Nachhinein betrachtet, wo waren eigentlich die Fahrzeuge von Bombardier?

Achja, natürlich klappere ich auch die LST Hersteller und andere Gewerke ab. Aber die Fahrzeuge sind halt besser zu fotografieren.
Zudem, je grösser ein Hersteller am Markt ist desto weniger Produkt wird gezeigt und dafür wird die Show und Theke immer grösser wie über die Jahre gut bei SchuB zu beobachten 😎

Und wenn das Stellwerk für den Stand zu gross ist macht man es halt kleiner, wie nett bei den Kollegen vom Berliner EBUEF zu sehen.

Das Spin Off der Uni von Barcelona ist mit ihrem vollumfänglichen Diagnosesystem für S700er Antriebe mit der Messung des Stellstrom und der Prüferausschnitte auch wieder da.

Braucht nich jemand eine kleine Hupe? Auch diese gibt es auf der Innotrans.

Und langsam wird es Zeit zur Heimfahrt die diesmal sogar durchgehend einen regulären Sitzplatz beinhaltet und der ICE hielt sogar in Wolfsburg 😌

Von Hanau dann im Vias Lint nach Wie-Heu während sich die Sonne langsam schlafen legt.

Es war wieder schön, informativ auf der Innotrans und Kollegen konnte man auch treffen.

Innotrans 2018 – Tag 1

Eigentlich wollte ich zur Toröffnung auf der Innotrans aufschlagen, aber diverse dienstlichen Telefonate sorgten für eine Verzögerung die tauglich für Fahrgastrechte wäre 😂

Aber irgendwann wurde doch das Messegelände erreicht und erst mal das bis zum letzten Platz belegt Aussenareal in Augenschein genommen.

Recht prominent präsentiert sich neben einer noch in Errichtung befindlichen Messehalle die neue Tram für Chemnitz von Skoda und weiter hinten am Gleis warten neue Fahrzeuge von Hitachi (ehm. Andaldo Breda) und Alstom die zur FS Trenitalia kommen sollen auf ihren Auftritt mit Lobeshymnen. Mal sehen ob die Fahrzeuge am Mittwoch öffentlich zu besichtigten sind und ob auch hier wieder massiv „Nichtfensterplätze“ verbaut wurden.

Daneben tumnelt sich der Doppelstockzug von Skoda der schon 2016 unfertig auf der Innotrans zu sehen war und zukünftig für den RE auf der SFS München – Nürnberg eingesetzt wird.

Positiv überraschte mich (wieder mal) der polische Hersteller Newag.

Selbst ein Arbeitsplatz für das (ab)gehobene Management und ein recht rudimentär erscheinender Fahrkartenautomat fehlt nicht.

Aber das absolute Highlight ist der Flirt der SOB wie er für den Voralpen-Express als auch zukünftig für den Verkehr über die Gotthard Bergstrecke eingesetzt werden soll.

Bequeme Sitze, ein vernünftiger Sitzteiler, zwei Serviceabteile mit Automat und Kaffemaschine und eine geradezu luxuriöse erste Klasse. So sollte Bahnfahren sein.

Nebenan steht ein für Schweden adaptierter Kiss von Stadler, die neue S-Bahn für Berlin, welche mir im Vergleich zu dem heutigen Fahrzeugen im Innenraum weniger Übersichtlich erscheint aber eine bessere Trennung von Sitzplatz und Mehrzweckbereich bietet, als auch der (das?) Worbla für die Berner RBS.

Interessant beim Worbla sind unter anderem die recht grossflächigen LED Anzeigen welche innen und außen die Türfreigabe anzeigen.

Die Suizidtest-Verbeugung am Fahrzeug kannte ich bisher nur von asiatischen Messebesuchern. 😂

Interessant fand ich dann passend dazu den Schriftzug auf der Schienenschleifmaschine von Linsinger.
Ob sich die Konkurrenz dran hält?

Interessant war auch der Bimodale Triebwagen für GB von Stadler inklusive selber Belegungsanzeige im Zug. Etwas dass ich mir sehr und gerade in den ICE von und nach Berlin wünschen würde. Für ein auf das britische Profil ausgelegtes Fahrzeug hat dieses eine recht grosszügige Sitzanordnung und wirkt „luftig“. Nur das Dieselmodul ist relativ eng im Durchgang und warum man durch die rollstuhlgerechte und die dahinter liegende kleinere Toilette einen engen Zick-Zack Gang generierte ist im sonst recht gelungen Fahrzeug etwas unverständlich.

Achja, natürlich gab es auch noch andere Hersteller neben Stadler welcher mittlerweile sehr dominant ist.

So z. B. Siemens mit einem Desiro für Great Northern welcher zwar etwas weniger elegant daher kommt da vmtl. vermehrt im Vorort- statt Langstreckenverkehr vorgesehen aber auch dieser erscheint aufgeräumt. Nur der Triebfahrzeugführer sitzt wegen der stirnseitigen Tür in einem engen Kabuff.

Hier nochmal Details des Bimodalen Flirt und dann das Fahrzeug für die Instandhaltung im Gotthardbasistunnel von Harsco welches einen interessanten modularen Aufbau besitzt.

Hering Bau lässt es wie üblich dampfen. Eine Modellbahnlok im Massstab 1:1 wird erst vermutet aber der Hersteller Bemo hat nur den Namen mit dem Hersteller von Modellbahnen gemein.

Auch der RRX in Form des Desiro HC von Siemens, wobei HC für „high Capacity“ und nicht etwa „Hardcore“ für den Fahrgast steht obschon man das bei der vom Besteller gewünschten „Packungsdichte“ vermuten könnte, ist zu sehen.

Eine gute Gelegenheit mal bei Sienehmens vorbei zu sehen was der DSTW Hype dort für Entwicklungen antreibt.

Besonders gut fand ich das „Cloudbasierte“ Diagnosesystem von der Weiche bis zu den ESTW Systemkomponenten. Ja, das ist ein guter Weg der auch dem Instandhalter vor Ort nutzt.

Eine Tram besticht durch ein Warnschild für Fußgänger am Heck und bei Strail sieht man den „güldenen Fahrweg“ mit silbernen Spannklemmen. 🤣

Es folgen weitere interessant Stände zusamnen mit einem ehm. Ausbildungskollegen und weit nach der Dämmerung geht es zur sogenannten blauen Stunde zum Abendessen.

Während der DB Stand vor der Messe lustige Wortspiele macht „überzeugt“ der Zugzielanzeiger am Halt Messe Süd mit üblichen Problemen denn der eingegebene Text ist schlicht zu lang als dass der durch Bauarbeiten bedingte Umstieg in die S7 nach Ahrensfelde im Bf. Zoo untergeht.

Tja… willkommen in der Realität.

Sodele. Genug geschrieben. Zeit zum Erholen für den zweiten Tag und die Heimfahrt.

Und wieder Berlin

Nach einer kurzen Nacht wegen der Baustellenbegleitung ab 3 Uhr in Eberstadt und einem Ärgernis wegen diverser zerschmetterter Kabelkanäle an der Hilpertstrasse („Top“ Bauüberwachung der Stadt Darmstadt) ging es um 14:20 mit gut 20min Verspätung ab Frankfurt Süd in der ehm. Metropolitan Garmitur die als ICE firmiert nach Berlin Ostbahnhof.

Ein wirklich schöner Zug mit viel Furnier als Verkleidung aber miserablem Handyempfang, ohne Steckdosen und ohne WLAN.

Bis Fulda und ab Braunschweig hatte ich gar einen der bequemen Sitzplätze, dazwischen war Fußboden hinter dem Führerstand im Notausstieg fällig.

In Berlin setzt langsam die Dämmerung ein. Ds Hotel wird noch vor 20 Uhr erreicht und ein langer Tag klingt im Hotel Comenius aus.

So. Nun ab ins Bett, morgen fordert die Innotrans alles 😊

Berlin

Nachdem ich gestern „Erstklassig“ angereist bin (Sitzplätze waren erst ab Halle frei),

dann heute das „hochgradig gut organisierte“ Seminar besuchte (das Seminar ist i. O. aber die Orga haarsträubend) machte ich noch ein klein wenig Sighteeing.

Interessant was zum Beispiel im nördlichen Ausgang aus der S-Bahn am Potsdamer Platz überlebt hat. Kennt noch einer Touch&Travel? 😉

Vom einst imposanten Anhalter Bahnhof ist dagegen kaum was übrig. Dafür haben die S-Bahn Stationen der Nord-Süd-Strecke einen gut gepflegten Retro chick.

Ob das Signal mal richtig gross wird wenn man es giesst? 😂

Morgen geht’s mit dem ETCS Seminar weiter. Mal sehen welche Hürden auf dem Weg zum Seminarraum es morgen gibt. Erinnerte heute etwas an das Haus mit Asterix und dem berühmt berüchtigten Formular. 😂🤣

Görlitzer Bahnhof

Da es vom Seminarort aus auf dem Heimweg zum Bf lag bin ich mal auf den Spuren des ehm. Görlitzer Bahnhof gewandelt.
Das Bahngelände wurde bis Mitte der 80er Jahre noch im Güterverkehr genutzt und ist Anfang der 90er einer  „Grünfläche“ bzw. dem Görlitzer Park gewichen.
Ich möchte nicht wissen was man von den Gestalten die dort in diversen Abschnitten herum lungerten do Kaufen kann. *kopfschüttel*
Infos zum ehm. Bahnhof:
Görlitzer Bahnhof in Wikipedia

Ehm. Bahnbrücke über die Elsenstraße. Am Widerlager erkennt man gut dass hier ehemals bis zu vier Gleise die Straße überquerten.

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„Verschleppter“ Hektometerstein am östlichen Aufgang zur Brücke.

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Östliches Ende des Fußweg an der Brücke über die Elsenstraße

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Brücke über die Elsenstraße. Blick nach Westen.

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Breiter Bahndamm westlich der Elsenstraße

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Platz für 2 Gleise hatte es noch vor dem Landwehrkanal

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Blick zurück

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Kurz vor dem Landwehrkanal. Der Landwehrkanal war gleichzeitig due Grenze zwischen Ost- und West Berlin

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Ehm. Grenzkontrollbrücke

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Landwehrkanal. Blick nach Süden. Links liegt der Stadtbezirk Treptow und rechts Kreuzberg

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Blick nach Osten auf das Treptower Ufer

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Weite Flächen des rhm. Bf schließen sich kurz hinter dem Landwehrkanal an

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Blick zurück zum Kanal

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Diese Senke wurde erst mit der Umgestaltung zum Görlitzer Park erstellt. Davei wurde der ehm. Fußgängertunnel freigrlegt und teilweise stehen gelassen

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Reste des ehm Fußgängertunnel zur Unterqerung des Görlitzer Bahnhof

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Nochmal die Senke Richtung Osten gesehen

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Nur ein paar wenige ehm. Bahngebäude blieben bestehen.

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Blick vom „Feldherrenhügel“ nach Osten. In diesem Bereich dürfte sich ehm. das Empfangsgebäude und Bahnhofshalle befunden haben.

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Die benachbarte Kirche am westlichen Ende des ehm Bahnhofsgelände mit der U-Bahn Linie 1

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Ehm. Bahnhofsvorplatz

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U-Bahn Station Görlitzer Bahnhof

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Blick aus der U-Bahn auf das ehm. Bahngelände

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Fußgängerweg unter der U-Bahn Trasse der Oberbaumbrücke

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Ehm. Gleise vor den ehm. Spreespeichern an der Oberbaumbrücke

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Noch gibt es Nachtzüge im Betruebswerk Warschauer Straße

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U-Bahnhof – Endstation Warschauer Straße mit ehm. Stellwerk

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Oberbaumbrücke

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Berlin

Nach dem Seminar ging es zum Hbf und mit der Tram zur Endhaltestelle Lüneburger Strasse. Diese ist nur eine Endhaltestelle. Zurück zum Hbf geht es erst wieder ab der Station Carla-Jaschke-Straße da die Tram nach der Lüneburger Strasse zunächst in eine Aufstellanlage fährt.

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Mit der M5 ging es quer durch die Stadt bis zur Endhaltestelle Hohenschönhausen, Zingster Straße am anderen Ende der Linie.
Vorrangschaltungen scheinen in der Innenstadt nicht zu existieren oder nicht zu funktionieren.
In der Endhaltestelle treffen sich mehrere Generationen. Die Reihenfolge der Ausrücker aus der Zwischenabstellung hat, wie zu beobachten war, oftmalsnichts mit dem zu tun was die Anzeiger am Bahnsteig verkünden. Ebenso sind die auf dem Fahrplan als nicht barrierefrei gekennzeichneten Kurse oft doch niederflurige. Andere Kurse dann aber hochflurige Tatras.

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Gute Ansage:

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Mit der M4 und M13 ging es zurück zum Hotel und zum Abendessen.  Lecker und sättigend ist das was die angeschlossene Gaststätte „Zum Fünfländereck“ anbietet.

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Berlin

Der Tag beginnt früh.
Um 05:01 fährt der Vias nach Darmstadt und von dort geht es mit dem ICE Sprinter nach Berlin.
Im ICE gibt es mal was neues.
„Wenn ich gross bin werde ich eine richtige Manner Tafel“
Nach diversen Gummibärchen mal was richtig gutes im ICE.

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Da es ohnehin noch dunkel ist wird Augenpflege betrieben.
In Lehrte gibt es Suppe. In Hessen war das Wetter besser. In Niedersachsen gings bergab. 😉

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Nach Lehrte rein hat sich der Tf vmtl. eine PZB Watsche gefangen. Aber anders wie hier www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de/SharedDocs/Publikationen/EUB/DE/Untersuchungsberichte/2014/065_Mannheim_Hbf.html hatt er wohl nachgefragt und evtl. einen Befehl bekommen. Kostet zwar ein paar Minuten. Aber für Sicherheit ist keine Minute eine Minute zuviel.

Fast pünktlich wird der Hbf Tief (wegen der Sanierung der Stadtbahn) erreicht und es geht mit der S-Bahn weiter. Nach einem schnellen Frühstück im Ostbahnhof geht es zum Loxx am Alexanderplatz.

Dieses ist nicht so spektakulär und einfallsreich wie das MiWuLa in Hamburg aber auch ganz nett gestaltet. Insbesondere der neue Bauabschnitt mit dem Regierungsviertel (teilweise schon gestaltet) und vom Hauptbahnhof bis Potsdamer Platz hat viel Potential.
Nur der Eintritt ist im Preis- Leistungsverhältnis ggü. dem MiWuLa, ich sage es mal nett, „etwas herausgefordert“. Das erklärt vmtl. auch die relativ geringen Besucherzahlen am Besuchstag.
Dafür habe ich aber auch für 3€ Rucksack und Koffer abstellen können und bin für den anschließenden Stadtbummel gepäckfrei.

Das Gepäck zurückgelassen geht es zum Hauptbahnhof, der dortigen neuen Tramstation aber auch zur fast legendären „Kanzler U-Bahn“ U55 mit ihrem sehr übersichtlichem Streckennetz. Ein Triebwagen auf einem Gleis von vorhansenen zwei Gleisen.
Anschließend wird die Umgehend vom Brandenburger Tor  (hier erfolgt gerade der Aufbau zur Feier am 03.10.), Sony Center, Anhalter Bf und Checkpoint Charlie bis zum Bf. Friedrichstraße erkundet. Dabei entdecke ich eine wenig barrierefrei Telefonzelle. Aber dafür waren die Schottersteine miteinander verklebt. Das Regierungsviertel lässt grüßen.

Nach dem Abholen des Gepäcks bin ich beim Lemke am Hackeschen Markt gelandet.
Essen i. O. das Bier auch.
Imperial Pale zur Nachspeise mit 11 Umdrehungen.
Na wenn ich da nachher im CNL nach

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