Übers Appenzeller Land nach Wängi im Thurgau

Nach dem Frühstück war erstmal Fahrzeugpflege angesagt. Die Bremsen machten gestern komische Geräusche und daher wechselte ich vorne und hinten die Beläge aus.

Diese waren zwar noch nicht voll runter, die B5S Versionen haben eine vielfach längere Haltbarkeit ggü. den B1S, aber die Beläge sind nach den langen Talfahrten, insbesondere am Ofen und Flüela, relativ runter und nicht mehr sauber.

Der Wechsel gelingt in nur 20min und danach ist alles wieder ruhig und gut.

Also raus aus der Tiefgarage und ich fahre nochmal zum gestrigen Bahnübergang bei Tisis und den RailJet nach Zürich sowie eine Leerfahrt eines ÖBB nach Buchs.

Danach kommt noch der mit zwei Taurus Loks bespannte EC nach Graz vorbei der aus SBB und ÖBB Fahrzeugmaterial besteht.

Danach geht’s rüber zur Ill und an ihr entlang zum Rhein.

Bei Meiningen wird dann der Rhein ins schweizerische Oberried gewechselt.

Bei Oberriet kommt eine SBB „Mogelpackung“ vorbei. Der IR3216 von Zürich über St. Gallen nach Sargans ist aus einer Kiss Garnitur des S-Bahn Verkehrs gebildet, wie an der blauen statt der bei den Fernsverkersversion anthrazitfarbenen Fahrzeugschürze erkennbar ist. Aber besser so, wie kein Zug.

Dabach geht’s am kleinen See hinter Oberriet weiter.

Und nun geht es stramm bergauf und mir etlichen Serpentinen heraus aus dem Rheintal.

Auf grut 2/3 der Steigungsstrecke erregt ein Schild interesse. Hier geht es zu einer Kristallhöhle oberhalb von Kobelwald.

Also schlage ich einen kleinen Umweg ein.

Die Höhle ist zwar relativ gross, aber nur gut 150m sind begehbar.

Es besteht zwar keine Helmpflicht aber der Großteil der Höhle ist nur gebückt begehbar.

Seit 2021 lagert hier bei kontinuierlichen 8°C ein 120 Liter Fass mit Whisky. Aber es soll erst 2029 nach 8 Jahren Reife zum Verkauf kommen.

Die Kristallformationen sind schwer zu fotografieren, aber die kleine Höhle gefällt auch so.

Wieder draussen geht es weiter hinauf und vorbei an einem von Schmetterlingen umschwärmten Busch.

Und dann ist irgedwann die „Oberkante“ erreicht und nun geht es mehrheitlich wieder hinab in Richtung Appenzell dem Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden.

Natürlich nicht immer bergab, es gibt auch kürzere Anstiege.

In Eggerstanden befonden sich die Gasthöfe „Neues Bild“ und der ältere Gasthof „Altes Bild“ wenige 100m voneinander entfernt und beide sibd sogar noch aktiv. Hier… irgendwo im Nirgedwo.

Über dem Alpstein zieht es sich am Himmel etwas zu, aber es regnet zumindest bei mir nicht. Auch ist weiterhin keine Jacke nötige. Nur zeitweise wurd es recht windig.

Es war ja fast klar dass der Post-LKW genau dann von der neuen Produktionsanlage des Appenzeller Bitters abrückt wenn der „Zug“ aus St. Gallen über das benachbarte Viadukt fährt.

„Zug“ in Anführungszeichen da seit dem Entfall des Zahnstangenabschnitts in St. Gallen durch den Ruckhaldetunnel keine klassischen Schmalspurbahn Eisenbahnfahrzeuge mehr verkehren sondern Tango Fahrzeuge von Stadler die der Stadt-/Strassenbahn Produktlinie entstammt.

Klassische Fahrzeuge sind noch auf der Linie Gossau – Wasserauen im Einsatz, wie hier bei Steinegg. Wobei der Zug nach Wasserauem sogar noch einen „alten“ Steuerwagen und einen recht verblichenen Wagen 2. Klasse vorgestellt bekam.

Durchs Ort und vorbei am neuen Standort der Brauerei Locher (Appenzeller Bier) gehts weiter. Der alte Brauerei Standort wird für „Craft Beer“ Prodtion und Merchandising verwendet.

Zunächst auf der rechten Talseite der Sitter geht es entspannt rollend weiter.

Kurz vor Haslen geht es dann steil runter zum Fluss und ebenso stramm wieder hinauf auf der linken Talseite.

Noch eine Runde über den Hauptplatz von Stein (AR) ubd schon ist de Brücke über die Sitter am Stadtrand von St. Gallen erreicht.

Die Brücke ist so hoch dass eine Hochspannungsleitung unter dieser hindurchführt.

In der Ferne ist das nächste Viadukt über die Sitter, im Zuge der Bahbstrecke von St. Gallen nach Herisau zu erkennen das von einem SOB Flirt als S-Bahn überquert wird.

Statt wie geplant ins Tal runter zu fahren bleibe ich auf dem Berg.

Ein O-Bus erreicht die Haktestelle Schlössli und bügelt dort ab um auf Akkubetrieb ohne Oberleitung weiterzufahren.

Auf der Brücke der SBB Linie nach Gossau geht es wiede über das Tal der Sitter mit Blick zum schon zuvor von der anderen Seite fotografieren Sitterviadukt.

Kurz danach ist der Radweg gesperrt und ich wähle den kleinen Umweg über den Gübsensee.

Unterhalb dessen westlichen Staudamm ist auch noch der Damm der ehemaligen Trasse der Appenzeller Bahn von Herisau nach Winkeln erkennbar.

Ich bin etwas hinter dem Zeitplan und so geht es nun ohne sonderlich weitere Fotostops, obwohl es diverse schöne Fotostellen für die Züge gäbe, weiter nach Flawil.

Und weiter über die Höhen nach Wil, dem südlichen Ende der Frauenfeld-Wil-Bahn.

Am Ortsausgang dann ein etwas befremdliches Schild. Schade und da wollte ich doch mit dem Privatpanzer weiterfahren  😉

In Münchwilen fällt dann eine Skulptur ins Auge bevor sich dann der Zug ankündigt.

Auf dem separaten Radweg gehts weiter bis Wängi, dem heitigen Etappenziel.

Das Zimner ist gepflegt aber leicht rustikal. Nur echt mit (nicht mehr funktionierenden) Radio am Bett.

Beim Abendessen entscheide ich mich für das Siedefleisch auf Salat. Eine gute Wahl.

Im Coop in Flawil fand ich das Toggenburger Bier in der interessanten Grösse von 0,44 L

Mal sehen welches davon den Tagrsbericht begleitet.

Zum Schluss waren es 12km wie geplant und immerhin hat es, entgegen der Wettervorhersage,  nur bei Gossau mal kurz geregnet.

Hier noch der Link zur Etappe von Feldkirch nach Wängi mit 90km und immnnerhin 1180 Höhenmeter aufwärts. Auch im Alpenvorland kommen einige Höhenmeter zusammen.

Achja, heute war die 11. Etappe und somit bei 21 geplanten Etappen das Bergfest erreicht.

Morgen gehts nach Lauchringen.

Dreiläanderfahrt

Es rgnet uns so soll es nach dem Wetterbericht bis zum Mittag auch erstmal so bleiben.

Es regnet aber nicht so stark wie vorhergesagt und daher warte ich im Doppelspurabschnitt zwischen Schiers und Grüsch die diverser Capricon (R und RE) und Allegra (S-Bahn) ab.

Weiter gehts nach Grüsch.

Als ich vor 20 Jahren (oder mehr?) das letze mal direkt hier war stand eine Ge4/4II mit Getreidewagen auf Rollschemeln im Abstellgleis.

Das Gleis ist noch vorhanden aber abgeklemmt und das Getreidesilo zu einer Wohnbebauung transformiert.

Der Regen lässt nach und es geht weiter zur „Clus“, einen engen Talschnitt vor Malans.

Den einzigen lokbespannten Zug, Ge4/4III mit einem Güterwagen hatte ich bei Grüsch beim Radeln leider verpasst.

Der Zug passiert diesen Abschnitt seit Ende der 1960er in einem Tunnel. Auch die Strasse wurde in den 1980er in einen Tunnel verlegt so dass die alte Bahn- bzw. Strassentrasse nun dem Lokal- und Langsamverkehr dient.

Nördlich der Klus sind dann noch ein paar Bilder der diversen Züge möglich bevor es hinauf ins Ort Malans geht.

Das Rheintal ist noch sehr dunstig, im Ort sibd diverse Holzskulpturen zur Deko vorhanden.

Wäre es nicht so dunstig hätte ich die Älplibahn von Malans genutzt, aber so muss die interessante Pendelbahn auf später verschoben werden.

Durch die Wingerte geht’s hinpbernach Jenins.

De Regen hat aufgehört und über Jenins gehts zum „Heididorf“ oberhalb von Maienfeld.

Vorbei am Heidihof, wo ich vor fast genau einem Jahr auf der Etappe der Gegenrichtung übernachtete, geht’s weiter zum St. Luziensteig.

Die dortige Kaserne und Schießplatz ist so geheim dass alles auf Straßenschildern dargestellt ist 😉

Dass die Kantine ein öffentliches Restaurant ist reiht sich da ins Bild der „top Secret“ Anlage ein.

Statt auf der Hauptstraße fahre ich über die Feldwege der derzeit ungenutzten Schiessplätze runter ins Rheintal.

Kurz vor der Grenze nach Liechtenstein besteht noch eine Sperrstelle und auf die Grenze weist 100m weiter nur ein Grenzstein hin.

Eigentlich ist es nicht Balzers sondern Mals durch das ich fahre und am Rhein wird bereits wieder die Schweiz erreicht und es geht hibauf nach Azmoos.

Hmm, sind das die berühmten Briefkastenfirmen wie hier kurz hinter Balzers/Mals kurz vor der Rheinbrücke gesehen?

Hinter Azmoos geht’s auf einem Feldweg stramm hinauf nach Fontns und Gretschin.

Mit Blick auf Gretschins und die Burgruine Wartau wird etwas das besser werdende Wetter genossen bevor es stramm bergab und einer ehemaligen Artilleriestellung vorbei ins Tal.

Am Bahnübergang kommt dann ein Twindexx CH als IR von Chur nach St. Gallen vorbei.

Dann kommen noch zwei Flirt der SOB als S-Bahn (silbern) und RE (bronze) Richtung Sargans vorbei.

Der See am Bahnübergang ist laut Infoschild kein natürlicher Seen sondern Teil der Sperrstelle Sargans die während und nach dem WK II errichtet und ausgebaut wurde.

Zwischen Sevelen und Buchs wurde die Strecke auf Doppelspur erweitert und die Baustrasse ist nun ein gut befahrbarer parallel zur Bahn verlaufender Rad- und Feldweg.

In Buchs wird das alte Schotterwerk der Holcim abgerissen, die Materialentsorgung erfolgt dabei per Bahn.

Nebenan warten diverse Class 555 Triebwagen von Stadler für die Tyne and Weare Metro in Newcastle auf die Fertigstellung und Auslieferung.

Durchs Industriegebiet geht’s hinüber zur Radwegbrücke über den Rhein und wieder nach Liechtenstein.

Bei den letzten Besuchen war es Wochenende und dann fahren auf der Linie von Buchs durch Liechtenstein nach Feldkirch nur die Railjets der ÖBB von und nach Zürich.

Jetzt Werktags verkehren aber auch stündlich S-Bahnen und Regionalzüge was einen Halbstundentakt ergibt. RJ, R und S-Bahn werden, wie auch die Infrastruktur in Liechtenstein alle von den ÖBB betrieben.

Den verspäteten RJ nach Zürich habe ich in Schaan knapo verpasst als ich das alte Signal im bebachbarten Bereich der Eisenbahnclub von Liechtenstein knipste.

Ich ging nicht davon aus dass ein Bü mit Vollabschluss nich Hp sondern Fü gesichert ist und so war der Zug schneller da wie gedacht.

Weiter geht’s zum Haltepunkt Fort-Hilti, ein Ortsname der auf den Hauptsitz einer bekannten Firma für Elektrowerkzeug hindeutet. Oder einfach auch auf jeden 2. Familiennamen hier im Land.

Es ist Feierabendzeit und der Bahnsteig ist gut besucht.

Weiter geht’s Rheinabwärts Richtung Feldkirch.

Eigebtlich wollte ich an dem nicht technisch gesicherten Bü einen Railjet fotografieren, aber die nächsten kommen erst gegen 18 Uhr vorbei was mir zu spät ist.

So muss halt einer der ÖBB Talent im Regionalverkehr herhalten.

Durch Feldkirch geht’s zum Hotel Bären.  Dass die Bussspur als Radweg genutzt werden kann verkürzt die Fahrtzeit ob des Staus auf der Hauptstraße erheblich.

Nach dem Einchecken noch eine Runde durch die schöne Altstadt von Feldkirch und in den Arkatden des Johaniterhof am Marktplatz eingekehrt.

Hier der obligatorische Link zur heutigen Etappe von Schiers nach Feldkirch bei Komoot.

Morgen geht’s quer durch Appenzeller und St Galler Land weiter Richtung Basel.

Samstag der 13. im Rheintal

Erst lief mir etwas der Weggetränke aus, dann begann es bei der Abfahrt zu nieseln.

Immerhin dadurch kein Risiko für die Reiseschokolade, die es beim Auschecken gab, zu schmelzen.

Der Nieselregen war aber so gering das er die Regenjacke nicht erforderte und so ging es erstmal über die Bregenzer Ach und via Hard an den Bodensee.

Der Plan war bis an die Mündung auch dem rechtsseitigen Damm zu fahren, aber schon auf dem Weg dahin gab es auf Grund des weiter rekativ hohen Wasserstand des Bodensee eine erste überflutet Wegstrecke. Da nicht abschätzbar wie tief der Weg unter dem Wasser liegt und „tauchfahrten“ dem eBike Motor nicht gut tun ging es nochmal zurück und flussaufwärts zur Rheinbrücke Hard-Fußach.

Im Zuge des Brückenneubau hat man der Rheinregulierungsbahn, bzw. dessen was davon übrig blieb, eine Unterführung gebaut so dass diese nichtmehr die stark befahrene Strasse queren muss. Für das Fahrpersonal der heute nurnoch als Museumsbahn bestehenden Strecke dürfte die Passage aber herazsfordernd werden da unter der Brücke ein stromloser Abschnitt besteht.

Aber in der aktuellen Saison verkehren vsl. keine Fahrten nördlich von Lustenau.

Kurz nach der Haltestelle Schleienlöcher, bei der auch noch eine ehemalige Verladestelle besteht, endet aber der Weg. Der höher gelegene neben der Bahn ist gesperrt der tiefer liegende Wanderweg ist überflutet.

Es ist am heutigen Samstag zwar nicht mit LKW Verkehr zu rechnen aber Verbotszeichen gelten halt auch dann.

Ich frage mich auch wie man an der aktuellen Endhaltestelle umsetzen will, denn es ist nur ein Gleis ekektrifiziert. Aber vielleicht braucht es das nicht da die Fahrzeuge Stangenstromabnehmer besitzen und somit „quer“ übers Gleis Strom beziehen können.

Also rüber über den Rhein und als der Radweg auf dem linksseitigen Damm endet runter auf die Strasse welche kurz darauf ebenfalls wegen Überflutung gesperrt ist.

Na dann, halt nicht. Aber damit bleibt die Mündung aber auch das Bähnchen in der Liste für zukünftige Touren.

Also wieder zurück aufs rechte Ufer aber ich weiche nun von der geplanten Route ab und durch die teils eher einer Seenplatte gleichenden Wiesenlandschaft.

Einen Vorteil hat das Wetter, den Schnaken ist es zu kalt.

Bei Dornbirn weist ein Schild darauf hin dass man bei Rot nicht durch eine Furt fahren soll. Aber die Autos fahren nicht durchs seichte Wasser, wie von der Fusswegbrücke erkennbar ist, aber ohne Geländer und Absturzsicherung über eine Art Steg.

17°C hui, da war ich auch schon bei fast der doppelten Temperatur am 13.7. unterwegs.

Ein RailJet kam leider nicht passend vorbei, daher nur „CityJet“, also hier Siemens Desiro, im Bild.

Die Wolken hängen weiterhin tief.

Am Ortsausgang von Rankweil hat jemand ein Wasserrad installiert das freudig vor sich hin klappert.

Kurz darauf wird Feldkirch erreicht.

Quer durch Feldkirch geht’s nach Süden. Der Plan ist einen RailJet am unbeschrankten Bahnübergang abzufangen.

Leider bin ich, u. a. durch den Umweg über Dornbirn, zu spät und die RailJets kommen nur alle 2h vorbei und das kurz nacheinander.

Der DB Navigator verkündet zwar einen verspäteten RJ, aber der ist schon seit 30min durch. Die SBB Auskunft meint sogar er sei planmäßig unterwegs.

Und nun darf man raten wann er fuhr? Genau! Just nachdem ich gut 1/2 km weiter und fern einer vernünftigen Fotostelle war. Samstag der 13. halt… 🙄

Und welcher Name ist mit Liechtenstein verbunden wie der Begriff Steueroase?

Richtig… Hilti. Ein Familienname der hier gefühlt an jedem dritten Klingelschild steht.

Es gibt keine eigene Staatsbahn in Liechtenstein, was mit knapp unter 9km Länge im Land auch eine der kürzesten weltweit wäre.

Betrieben wird die Strecke von Feldkirch über Schaan nach Buchs von den ÖBB.

Am Wochenende und Feiertagen verkehren nur 6 RJ und ein EC Zugpaar(e) über die Strecke. Mo-Fr kommen noch 11 „S-Bahn“ Zugpaare zwischen 6 und 19 Uhr dazu. Der Busverkehr in Liechtenstein ist dagegen recht dicht.

In Nendeln befindet sich auch der einzige Kreuzungsbahnhof und auch wenn heute hier kein einziger Zug zum Zustieg hält ist die Wartehalle und der Zugang zum Bahbsteig geöffnet. Ebenso wie die Toilettenanlage im feinsten 70er Jahre Stil.

Der Bahnhof verfügt, für die ÖBB eher untypisch noch über Lichtsignale ohne LED Optik, zwei per Seilzug aber motorisch angetriebene Schranken, sowie einen automatischen Bü über die Hauptstraße der sich bei eingestellter Durchfahrt zugbewirkt einschaltet.

Lange wird dies aber nicht mehr bleiben. In Spätsommer/Herbst 2024 sowie 2025 wird die Strecke komplett modernisiert und damit auch das hiesige Stellwerk durch ein ESTW ersetzt.

Die beiden Weichen werden elektrisch gestellt, aber per Seizug verriegelt. Bei Zugkreuzungen hat der Fahrdienstleiter einige Wege abzuspulen. Sitzt er doch im Raum unter dem quer zum Gleis stehenden Dach auf der Seite Feldkirch,die Antriebe für die Seilzüge der Schranken stehen auf dem Bahnsteig und die Weichenriegelhebel befinden sich im Anbau auf der Seite Buchs.

Als erstes kommt der RJ nach Zürich und fährt ins Überholgleis. Kurz darauf passert ihn der RJ nach Wien.

Und nun weiter nach Schaan wo kurz nach dem „Hauptbahnhof“ der Eisenbahnclub derzeit ein Formsignal renoviert und vor dem Clubheim liegen hat.

Auf dem Rheindamm rollt es sich dann entspannt nach Balzers.

Kurz nach Balzers folgt die Stastsgrenze zur Schweiz und der Anstieg zum Luzisteig.

Schon kurz nach der Grenze finden sich die ersten „Toblerone“ Zacken im Feld und unauffällig auffällige Partien in den benachbarten Felswänden.

Andere Bunker stehen direkt an der Strasse.

Im Gegensatz zur Funktion als Übungs- und Schiessplatz Luzisteig hier oben sind diese aber schon lange ausser Funktion. Aber geschlossene Schranken sollte man hier unbedingt beachten.

Und es geht immer weiter hoch bis die Festung Luzisteig erreicht wird.

Alles so geheim, dass man mittendurch fahren kann und die Kantine als öffentliches Restaurant dient  😁

Und so top secret dass die Anlagen sogar auf Strasdenschildern stehen.

Bald nach der alten Festung geht’s stramm bergab aber schon kurz darauf wird auf die Höhenlinie abgezogen. Will ich doch nicht hinunter nach Maienfeld sondern zum neben dem „Heididorf“ gelegenen Hotel Heidihof.

Super Aussicht, Gerstensuppe, Pizzokel und einen Colonel, der Tag klingt gut aus.

Aber auch die Aussicht hat was. Mal sehen ob sich über Nacht die Wolken noch mehr verkrümeln.

Zum Abschluss der Link zu Komoot, mit 7km und 280 Höhenmeter mehr wie geplant, der heutigen Etappe.

Morgen steht eine stramme Tour bis nach Disentis an. Sozusagen die Generalprobe vor der Fahrt über den Lukmanier ins Tessin und Richtung Gotthard am Montag.

Vom Bernina über den Arlberg nach Innsbruck

Es war Abschiednehmen von Alp Grpm und bei bestem Wetter ging es sogar eine Stunde früher wie geplant los im via St. Moritz den RE über Klosters nach Landquart zu nehmen statt nochmal über den Albula nach Chur.

Wie gewohnt pünktlich erreicht der erste Zug des Tages überpünktlich kurz nach 7 Uhr Alp Grüm mit einem Coop Container im Schlepp.

Das Frühstück ist schon gerichtet al um kurz vor 8 Uhr der erte Zug des Tages nach Poschiavo abgefangen wird.

Bei top Wetter geht’s eine Stunde früher wie ursprünglich geplant Richtung St. Moritz

In Poschiavo konnte während des längeren Aufenthaltes der Kran begutachten werden der gestern Abend in Alp Grüm auftauchte.

Weiter ging es nach St. Mortiz wo die Ladestation für Akkubusse vom Bahnhofsplatz verschwunden ist und nur der Bus ins italienische Chiavenna auf Fahrgäste wartet.

Der Zug durch das Vereinatunnel nach Landquart wird mittels zweier Capricorn Triebwagen gebildet. Der Rollkoffer dient beim Fotografieren derweil als mobiler Tisch.

Die Mosaikbilder in der Unterführung sibd auch sehenswert.

Durch das schneearme Engadin und das noch schneeärmere Prättigau geht es weiter nach Landquart. In Klosters Platz wurde derweil auf den aus Davos kommenden Capricon aufgekuppelt.

Umstieg in den ICE4, welcher zum Glück nur bis Sargans genutzt werden musste. Alleine schon bei der Bestuhlung ist wunderbar die seinerzeitige Mehdorn Devise bei der Bestellung „hauptsache Billig“ bzw. dass es eigentlich ein IC und kein ICE werden sollte sehr augenfällig.

In Sargans fährt der ICE dann vor den RailJet (die Kiste ist auch nicht viel besser wie ein ICE4) aus Wien.

Nebenan wartet derweil einer der neuen SBB Dienstwagen?

Ein IC nach Chur führt derweil einen der genialen SBB Panoramawagen mit.

Und dann kommt schon der ÖBB QuälJet öhm RailJet nach Bratislava welcher bis Innsbruck genutzt wird.

In Buchs noch ein eigenartigen Schild und die Ausgeburt an tollen Design *hust* der Fa. Alstom fotografiert bevor es über den Rhein nach Lichtenstein geht.

Und kurz drauf wird Österreich mit Feldkirch erreicht.

Pber den Arlberg ist es Zeit für etwas „Mohnkuchen un a Melange“.

So sieht es also kurz vor Landeck von oben aus wo ich 2022 auf der Radtour unten am Kraftwerk stand.

Mit 5min Verspätung wurde dann Innsbruck erreicht und mit der Tram geht’s dann zur Jugendherberge.

An der Rezeption stellt man sich mit der Verrechnung der Vorauszahlung seltendämich an, naja egal will mich nicht weiter aufregen. Kommimunikation im Vorfeld scheint nicht so die Sache dieses Ladens zu sein. Immerhin sind die Zimmer recht brauchbar.

Abendessen dann im Stigl Bräu in der Nähe der Haltestelle Casino.

Morgen geht’s dann zur Baustelle des Brenner Basistunnel bei Steinach.

Dreiländertag, hinab und hinauf

Das Hotel bietet Frühstück ab 6:30 an, aber neee das ist mir doch zu früh 😎

Die Trasse liegt im Schatten und es wird hier auf über 900m über Nacht noch relativ kühl.

Aber für Wärme hat es Kaffee und um viertel vor Neun geht es los.

Wie gestern schon angemerkt folgt der Radweg erkennbar in Teilabschnitten der ehemaligen Schmalspurbahn von Schruns nach Partenen was an kleineren Dämmen und Einschnitten erkennbar ist, ab und an folgt der Weg aber auch neben der Strasse oder verläuft auf der alten trassierung der Strasse wobei diese vermutlich nach der Einstellung die Trasse einvernamt hatten.

Im Schatten ist es immernoch kühl, aber eine Jacke braucht es definitiv nicht.

Die Ausschilderung des Radweg 1 „Ill – Rhein“ ist brauchbar aber wenig auffällig und schon bald ist Schruns, der betriebliche Mittelpunkt der Montafoner Bahn, erreicht.

Seit Dezember 2020 hat die ÖBB alle Fahrten auf der knapp 13km langen Strecke nach Bludenz übernommen, die MBS betreibt seitden keinen Schienenpersonenverkehr mehr sondern nur noch die Infrastruktur. Das Depotebäude erscheint daher nun etwas überdimensioniert, die in den 90er Jahren beschafften schweizer NPZ bzw. die Anfang 2000 bei Stadler beschafften einteiligen Triebwagen die bis 2020 mit den ÖBB Talent der Linie Lindau- Schruns gemeinsam fuhren und dabei zum Laufleistungsausgleich durch Lichtenstein nach Buchs in der Schweiz kamen, stehen daher zum Verkauf.

Auch der am Ortsrand von Schruns bzw. besser gesagt in Tschagguns liegende Güterbahnhof in dem sich auch die Umladestelle zur Schmalspurbahn nach Partenen lag ist seit 2013 zurückgebaut, die Brücke in der ehm Zufahrt dient heute dem Radweg.

Bei Kaltenbrunnen besteht eine Abschlussbahn zum Kraftwerk, die Brücke dirthin ist jedoch gesperrt. Aber unabhängig davon präsentieren sich die Anlagen in einem top Zustand.

Als Stellwerk dient ein ESTW von Scheidt&Bachmann welches durch den Fdl der MBS in Schruns gesteuert wird.

Weiter geht es auf dem zeitweise sehr gut genutzten Radweg mit kurzen Steigungen stets Talwärts.

Vor Bludenz Brunnenfeld befinden sich ausgedehnte Gleisanlagen für das dortige Zementwerk. Neben dem gut gepflegten orangenen „Dreibein“ (vmtl. Museumslok?) stehen, leider nicht vernünftig fotografierbar, noch eine kleine blaue zweiachsige Diesellok, ein Zweiwege Verschibfahrzeug und die ex. DR V100 der MBS im Bahnhof bzw. im Gleisanschluss.

Noch den Zug nach und von Schruns abgefangen und es geht entlang der Ill an Bludenz vorbei Richtung Feldkirch.

Die Brücke der Anschlussbahn zum Umspannwerk bei Bludenz ist auch gesperrt, aber in der Zeit ohne Trafotrasporte wird diese somit als Fuss- und Radwegbrücke genutzt.

Das Tal wird weiter und flacher.

Warum man Radwege parallel zu Autobahnen verlegt muss man nicht verstehen. 😩

Noch ein Fotostop für den RailJet und weiter geht’s.

Entlang des Radwegs liegende ehemalige Baggerseen strahlen Smaragdgrün, ebenso wie der Fluss Ill welcher aber von den Seitentäler derzeit nur sehr spärlich gespeist wird.

Kurz vor Feldkirch wurde der vierspurigen Strasse auf der Seite Richtung Bludenz eine Spur für den Radweg und Richtubg Feldkirch ist die Linke Spur nur Bussen und Werksverkehr vorbehalten.

Feldkirch überrascht mich mit einer sehr schönen Altstadt.

Da fahre ich doch gerne noch einen Schlenker durch die historische Altstadt…

Bevor es hinaus in Richtung Lichtenstein geht. Der nicht technische gesicherte Bahnübergang gäbe ein gutes Motiv für den nächsten RailJet her, aber etwas über eine halbe Stunde will ich in der prallen Sonne doch nicht warten.

Dafür erwische ich einen am Haltepunkt Forst-Hilti. Welche Firma da wohl in der Nähe ist? Wobei, gefühlt steht hier eh auf jeden 2. bis 3. Klingelschild und Briefkasten „Hilti“ 😎

ITT hat also auch Schrankenantriebe gebaut. Der Rest vom Bahnübergang ist von Zelisko.

Der Bahnhof von Schaan-Vaduz präsentiert sich tiptop herausgeputzt, Regionalzüge verkehren aber nur Mo-Fr zwischen Buchs und Feldkirch. Am Wochenende und Feiertagen gibt es nur die in Lichtenstein nicht haltenden RailJet der Relation Zürich – Wien und vielleicht auch msl ein Güterzug.

Die Infrastruktur in Lichtenstein wird von den ÖBB betrieben. Es gibt dabei nur noch ein Streckengleis und keinerlei Weichen mehr.

Und dann ist der Rhein erreicht. Die Bahnbrücke ist für eine weitere Tour vermerkt. Der nächste Zug käme leider erst in einer Stunde. Dann wäre ich gerne schon am Etappenziel.

Im Bahnhof ruhen sich zwei Generationen Rangierloks aus, das Tigerli als dritte Generation sonnt sich auf ihrem Denkmalsockel neben der Unterführung.

Derweil kreuzt ein Bombardier Dosto IC der SBB nach Chur mit der SOB Ring S-Bahn Richtung St. Gallen.

Hmmm, der Doppelstockbus wäre auch eine schöne Alternative hinauf nach Wildhaus.

Aber erstmal ein Zuckerschock per Eis und dann zeigt Buchs dass es auch über eine sehr schöne Altstadt unterhalb des Schlosses verfügt.

Im Torhaus welches früher das Rathaus war residiert laut Türschild unter anderen ein Modellbahnverein.

Und dann geht es wieder hinab und rüber nach Grabs.

Ab Grabs geht es über Grabserberg mit 8 bis 12% kontinuierlich bergauf, was aber mit herrlichen Ausblicken belohnt wird.

Und nachdem für die gut 70km ab Gaschurn bis Buchs nur gut 1/3 der Akkukapazität gebraucht wurde riss der Anstieg stark an der Kapazität so dass der zweite Akku zur Sicherheit mit eingesetzt wurde. Gesamt wurde knapp 110% benötigt.

Kurz vor Wildhaus geht es kurz hinunter auf die Hauptstraße aus Gams um dann bis ins beteits im Toggenburg liegenden Wildhaus wieder anzusteigen.

Einchecken im Hotel Sonne und die Aussicht genießen.

Halbpension wird angeboten und gerne genommen. Da darf es auch mal 2dl Rotwein aus Maienfeld sein.

Und dann den Sonnenuntergang auf dem Gemeinschaftsbalkon geniessen bei einem halbwegs regionalen Bier. Appenzell liegt ja nur ein Tal entfernt.

Postbus ähm. Postauto treffen vor dem Hotel während langsam die Sonne versinkt.

Und dann ist sie fast weg gegen „10 vor 10“.

Und zum Schluss der Link zur heutigen Etappe mit knapp 86km und 810 Höhenmetern.

Mit dem Quäljet ins Stubaital

Nach einem eindrucksvollen Tag und einer guten Nacht heißt es heute Abschied nehmen von Olten und dem SBB Land.

In der Schweiz scheint man aber auch auf alles vorbereitet zu sein. Sollte ein Meteor im Bereich Olten einschlagen ist schon eine Drainage vorbereitet falls sein Wasser beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht verdunstet ist. 😎

Pünktlich auf die Minute kommte der ICN an und bringt mich nach Zürich HB in den Tiefbahnhof.

10 Minuten Übergang hat es laut Fahrplan, was mir etwas Sorgen machte. Aber der Bahnsteig des Gleis 33 im Tiefbahnhof Löwenstrasse liegt fast genau unter dem Gleis 9 in der Haupthalle auf dem der RailJet 165 abfährt und so sind nur zwei Rolltreppen zu nutzen und der RJ wird rechtzeitig erreicht.

Der Zug ist restlos ausreserviert. Erst hinter St. Anton und Landeck gibt es etwas Luft in den Sitzreihen.

Das Wetter präsentiert sich von der besten Seite, bis Buchs ist der Zug pünktlich, aber nach der Wende um weiter bach Feldkirch zu fahren sind es +6 die sich trotz im Grunde zügiger Fahrt bis Innsbruck auf +11 aufbauen.

Ich bin ohnehin kein Fan des RailJet aber es wird auch nicht besser.
Entweder habe ich dämliche Aufkleber auf dem Fenster oder wie heute einen „tollen Fensterplatz“.
Hmmm,… was schrieb ich dazu gestern zum Giurono und dem TEE im Blog.
Achja, individuelle Sitzverstellung bedeutet wohl dass der Raster für die Normalstellung und alles was darunter kommt nicht geht und man damit durchrutscht. Die Reinigung des Tabletts ist auch etwas zweifelhaft.
Hat sich die ÖBB Berater von DB FV geholt?
Langsam verstehe ich warum Ole so gerne die Bussinesklasse des RJ nutzt. Da passt zumindest schon der Fensterteiler. 😉
Egal, die Sonne scheint. Am Zürichsee grüssen die schneebedeckten Berge und ich hab einen Sitzplatz in der voll ausgebuchten Kutsche.

Richtung Arlberg ist dicker Stau auf der Strasse was mir aber nur ein müdes und mitleidiges Lächeln entlockt und nach gut 3,5h Fahrtzeit ab Zürich wird Innsbruck erreicht.

Mit der Stubaitalbahn geht es nun hinauf nach Telfes. Mit der Integration in die Innsbrucker Strassenbahn hat diese ihren eigenen Charme etwas eingebüsst aber zeitgemässe Fahrzeuge und eine Durchbindung ab dem Hauptbahnhof haben auch ihren Vorteil.

Dass es aber weiterhin keine klassische Tram / Straßenbahn ist, darauf deuten diverse typische Eisenbahnsignale wie Trapez- oder Rangierhalttafeln an den zumeist mit Rückfallweichen ausgestatteten Stationen hin.

Die Telefonzelle welche auf dem Weg zum Hotel liegt scheint nicht besonders grossen Umsatz zu machen wie der Schneehaufen davor vermuten lässt.

Das relativ frisch renovierte Zimmer im Thalerhof ist sehr großzügig geschnitten und hat einen tollen Ausblick ins Tal.

Ich entschliesse mich noch ein wenig die vertreten und spaziere auf dem Winterwanderweg zur Station Telfer Wiesen.

Der auf der anderen Talseite liegende Gipfel des Serles macht heute einen auf Vulkan, mal sehen wann er Ausbricht. 😜

Der Tag neigt sich zu Ende und so sind die Fahrten um 17:35 nach Fulpmes und 17:43 nach Innsbruck schon vom Sonnenuntergang begleitet.

Da fast Vollmond ist wird es aber nicht richtig dunkel. Der Mond strahlt sogar derart intensiv dass die Bäume am Wegesrand Schatten im Schnee werfen.

Zur blauen Stunde wird der Thalerhof wieder erreicht.

Wie gewohnt gibt es hier die Aufzeichnung mit noch mehr Bildern von der kurzen Wandertour bei Komoot.

Es folgt ein sehr leckeres Abendessen. Insbesondere das Fleisch und die Röstkartoffeln waren ausgezeichnet, wurden dann aber noch vom mit Sahne und Erdbeeren gefüllten Windbeutel getoppt.

Ein herrlicher Ausblick vom Zimmer hinüber nach Mieders und auf den Serles.

Sodenn, gute Nacht.