Morgengrauen und Abschied

Heute war frühes Aufstehen angesagt. Sonnenaufgang sollte gegen 7:11 sein, somit beginnt die morgendliche „Blaue Stunde“ und die Morgenröte kurz nach sechs Uhr.

So bdgebeich mich kurz nach sechs Uhr auf den Gipfel des Rothorn. Es ist nicht einmal so kalt wie erwarte, die dünne Fleecejacke reicht.

Einfach nur dastehen und der Sonne beim Aufgehen zuzuschauen hat etwas herrlich entspannendes. Entschleunigung pur.

Viertel nach Sieben bricht sich die Sonne endlich ihren Weg über den Gebirgskamm beim Titlis östlich des Rothorn.

Auch die Berner Alpen wie Wetterhorn usw. bekommen nun mehr Licht ab.

Einfach schön… wobei vom Westen her Dunst und Wolken aufziehen.

Eigentlich sollte nach Fahrplan erst gegen halb Zehn der erste Zug die Bergstation erreichen, aber der nur Sonntags verkehrende Frühzug kommt auch am heutigen Samstag ddn Berg um kurz nach halb Neun herauf. Dann muss das Frühstück eben noch etwas warten.

Nach dem Frühstück wird der Zug um halb Zehn noch abgepasst bevor es nschdem Auschecken mit der Seilbahn Richtung Sörenberg geht.

Schön dass man in der SBB App einen durchgehenden Fahrscheine „Rothorn Seilbahn – Sörenberg – (Bus) – Schüpfheim“ lösen kann. Doof nur dass der Scanner am Zugang zur Seilbahn den QR-Code nicht lesen kann. Der Seilbahnführer der kurz vor Abfahrt erscheint kennt das Problem. Zugang gewährt.

Während talwärts ausser mir nur der Seilbahnführer und zwei weitere Fahrgäste unterwegs sind ist die bergwärts fahrende Gondel brechend voll. Daher wurde auch schon 4min vor Planabfahrt losgefahren und dann im verdichteten Plan (regulär nur *.15 und *.50) gefahren.

Während der Wartezeit bis zum Bus ist auch noch ein Blick durchs geklappte Fenster auf die Maschinenanlage möglich.

Rund um die Talstation stehen mehrere Stangen die vor Baumaßnahmen anzeigen sollen was ein Gebäude später für Dimensionen haben wird. Steht eine Sanierung oder gar Neubau an?

Und beim Halt in Sörenberg an der Post zeigt sich warum der Postbus ein echter Postbus ist. Der Fahrer verläd erst mal Briefpost und Pakte in den Bus welche in Schüpfheim wieder in die Post am Bahnhof übergeben werden.

[So, mehr Beschreibungen gibt es erst morgen. Ich lege mich nun aufs Ohr.]

Mit dem RE von Bern nach Luzen geht es nach Wolhusen. Eingesetzt werden die RABe535 „Lötschberger“ der BLS. Viele Jahre von 2004 bis 2016 dominierten diese Leistung die EW III Wagen des ehm. Swiss-Express nachdem er von den BLS von den SBB übernommen wurde , der aber nun nur noch auf der Linie Bern – La-Chaux-de-Fonds verkehrt. Aber auch die RABe 535 beten einen guten Komfort, so kamen u. a. in der 1. Klasse die recht bequemen Sitze zum Einsatz welche man auch aus den TGV Erstklasswagen kennt.

Bai der Einfahrt in Wolhusen wundere ich mich dass ein Lötschberger mit Kambly Werbung und der Linienbezeichnung „S6 Langenthal“ am Gleis 2 steht der aber noch bevor dessen Tür erreicht werden kann abfährt. „Mist!?!“ Hatte mein Zug so viel Verspätung, eher nicht. Aber hinten dran, und somit im Bereich 2B wie in der sBB Fahrplanauskunft angegeben, steht ein „RABe525 „NINA“, ebenfalls mit „S6 Langenthal“ beschriftet und das erklärt auch warum ich schon gestern in Luzern eine Kombination aus Lötschberger plus Nina sah. Denn in Wollhusen vereinigen sich die Kompositionen der RE aus Langnau und Langenthal der S6 welche auch die zwei Endäste bedient für die Weiterfahrt nach Luzern bzw. umgekehrt. Um dies Fahrplankonzept zu ermöglichen wurde der Bahnhof in den letzten Jahren umfangreich ernueert. Wenn ich mich recht erinnere war Wolhusen bis dahin eines der letzten Stellwerke mit ortsgetellten Schlüsselweichen auf einer Hauptstrecke.

Der NINA ist nicht fanz so bequem wie der Lötschberger, aber seitdem diese den Refitdurchlaufen haben auch ganz angenehm. Das Wetter ist recht trübe geworden…

In Langenthal findet sich Bahnsteiggleich der Anschluss an die S-Bahn Richtung Olten. Aber ich will den IR nehmen und habe daher eine gute halbe Stunde Zeit um mich umzuschauen. Die kurzfristig aufgekommene Idee mit der Schmalspurbahn via Niederbipp nach Oensingen zu fahren muss ich genau so schnell wieder verwerfen da diese bis Aarwangen wegen Bauarbeiten im Schienenersatzverkehr verkehrt. Die Ansagen weisen aber auf diesen nicht hin, dort und in den Anzeigern steht nur „Ausfall“.

Und irgendwann kommt dann der RABe511 „KISS“ als Doppelstock IR, welcher in etwas abgewandelter Lackierung und Innenaustattung auch als S-Bahn in Zürich verkehrt.

In Olten habe ich Übergang auf den EC 6 nach Dortmund. Während der Wartezeit durchfährt dann die bereits Vorgestern gesichtete Ceneri Tunnel Werbelok der Baureihe Re 460 031 mit ihrer recht langen Doppelstock IC2000 Garnitur den Bahnhof Richtung Zürich ohne Halt während auf den südlichen Gleisen weitere IC Züge mit EW IV Wagen und der neue RABe501 Giruo ihren Fahrgastwechsel vollziehen.

Aber dann kommt auch schon pünktlich auf die Minute der EC 6 Steuerwagen voraus und von einer Re 460 geschoben. DER Steuerwagen läuft aber nur bis Basel SBB mit da er im Gegensatz zu den sogenannten EC Wagen, wie auch die EW IV Wagen, nicht auslandstauglich ist.

In Liestal wird für den Vierspurausbau,d er auch die hier parallel verkehrende Waldenburger Bahn betrifft, kräftig gebaut. In Basel SBB wartet beim Peter-Merian-Steg bereits die Lok zur Weiterfahrt nach Deutschland während kurz vor der Halle eine Re4/4 im Lack des ehm. Swiss-Express auf die nächsten Dienste wartet.

In Basel SBB wird derzeit das Hallendach saniert und die dafür nötigen Gerüste stehen dabei recht nahe am Lichtraumprofil. Damit niemand beim aus dem Fenster Schauen, ein öffenbares Fenster vorausgesetzt, unliebsamen Kontakt mit den Gerüsten erleidet bekommt er zuvor von den Besenkonstruktionen eine „sanfte Erinnerung“ den Kopf einzuziehen.

Naja, das Umhängen dauerte trotz 26min Haltezeit etwas länger wie geplant und so wurde Basel SBB mit +5min verlassen.

Bis Basel Bad. Bg. und kurz vor dem Katzenbergertunnel ging es auch nur recht langsam (Baustellenbedingt?) und zögernd weiter.

Ein sog. „Holzroller“ der DR Baureihe 242 welcher an die seiner zeitige MThB / Lokoop verkauft und schweiztauglich umgebaut wurde hängt zusammen mit einer ex. Lok 2000 vor einem Zuckerübenzug (Bio Zuckerrüben aus D für die schweizer Zuckerfabriken) und wartet in Hatingen auf die weiterfahrt nach CH. Man beachte auch das Rudel an Schaltkästen für die ganzen ETCS Balisen im Vordergrund.

Das „gezuckel“ geht hinter dem Tunnel wieder weiter und in Mülheim steht der Zug einige Zeit herum bevor es am Zwischensignal S1 per Ersatzsignal weitergeht. Ergebnis: +20 die auch bis Karlsruhe so bleiben.

Eifgentlich wäre in Karlsruhe ein planmäßiger Übergang von 1:05 auf den ICE nach nach Darmstadt dran gewesen aber der Wagen ist so schön bequem und warum nicht mal linksrheinisch nach Main und von dort nach Darmstadt und nach Hause? Bei kontinuierlichen +20 bleiben in Mainz immer noch 11 Minuten Umsteigezeit auf die RB75. Also warum nicht.

In Mannheim wird übrigens der laut Plan 14min. vor dem EC 6 in Basel abgefahrene ICE 276 übeholt. Dieser hält, im Gegensatz zum EC auch in Offenburg und Baden Baden. Hätte aber schon vor der Ankunft des EC weiterfahren sollen. Es ist ein ICE4 und vielleicht auch der Grund für das Gezuckel hinter Basel?

Zu meiner Verwunderung geht es dann aber auf die Riedbahn, da baustellenbedingt Worms umfahren wurde.

Schön, so komme ich auch mal dazu die Spange GG-Dornberg – Groß Gerau zu befahren. Wennglich mich ein ungutes Gefühl beschleicht als es nach flotter Fahrt via Biblis (*hust* flott im 90er Bogen 😀 ) in Goddelau wieder etwas stockt und in Dornberg die Überleitung nach Gleis 2 und auch die Fahrt weiter nach Groß Gerau im gefühlten Fussgängertempo geschieht und dann wird wegen hoher Streckenauslastung noch ein Extrahalt am Einfahrsignal von Nauheim eingelegt.

Naja, was soll ich sagen, es kommt wie es kommen musste, mit +30 in der Ankunft in Mainz Hbf wurde der Anschluss an die RB75 sauber verpasst.

Na dan ist halt Zeit für eine Currywurst am Bahnhofsvorplatz und ein paar Fotos am Bahnsteig. Ich nehme eine RB75 früher wie von der Auskunft empfohlen, bringt zwar keine frühere Verbindung nach Hause, aber Hauptsache raus aus Mainz 😀

Und so wird auch schon Darmstadt erricht. Der frühere Zug bedingt ein Umsteigen auf den Bus der Linie R zum Nordbahnhof oder warten auf die RB75 welche auch aus Minz hätte benutzt werden können.

Ich nutze den Bus und die Wartezeit für ein paar Fotos mit Abendstimmung am Hbf.

Willokommen am „Welstastdtbahnhof“ Darmstadt Nord derauf Fotos schöner wirkt wie er wirklich ist.

Lust auf eine Runde Golf auf dem 4 Loch Platz des Bahnsteig 2?

Und alsbald kommt nach der RB75 der HLB nach Aschaffenburg die RB 82 nach Erbach und bringt mich pünktlich nach Hause.

Drei wunderbare Tage sind wieder mal vorbei. Aber die Eindrücke, gerade auf dem Rothorn, waren überwältigend.

Anbei noch der Fahrplan der Heimfahrt:

Ab 10:15 Brienzer Rothorn (Seilbahn) (PB 20, Richtung: Sörenberg-Schönenboden)
An 10:25 Sörenberg-Schönenboden

Ab Sörenberg-Schönenboden (Fussweg)
An Sörenberg, Rothornbahn

Ab 10:45 Sörenberg, Rothornbahn (B 241 24316, Richtung: Schüpfheim, Bahnhof)
An 11:22 Schüpfheim, Bahnhof

Ab 11:29 Schüpfheim – Gl. 2 (RE 4367, Richtung: Luzern)
An 11:43 Wolhusen – Gl. 3

Ab 11:46 Wolhusen – Gl. 2B (S 6 22740, Richtung: Langenthal)
An 12:38 Langenthal – Gl. 13

Ab 13:12 Langenthal – Gl. 3 (IR 30371, Richtung: Zürich HB)
An 13:24 Olten – Gl. 4

Ab 13:33 Olten – Gl. 7 (EC 6, Richtung: Dortmund Hbf)
An 17:18 Mainz Hbf – Gl. 3a/b (+30 verpätet)

Ab 18:22 Mainz Hbf, Gleis 4a (RB75 Richtung: Darmstadt Hbf)
An 18:50 Darmstadt Hbf, Gleis 9

Ab 19:19 Hauptbahnhof, Darmstadt (Bus R , Richtung Nordbahnhof)
An 19:29 Nordbahnhof, Darmstadt

Ab 19:44 Darmstadt Nord, Gleis 4 (VIA RB82, Richtung: Erbach(Odenw)
An 20:05 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Somit gut eine Stunde verpätet zu Hause. Aber ich habe es ja so gewollt 😉

Vom Nebel in die Sonne

Der Uetliberg mag mich nicht, schon 2017 Anfang März verbarg er morgens seine Aussicht wobei diesesmal etwas mehr zu sehen ist. Zürich leuchtet derweil durch den Dunst herauf, naja dann erst mal ordentlich Frühstücken.

Erstes Ziel ist spätestens die Seilbahn um 10:20 vom Felsenegg nach Adliswil zu bekommen.

Und so geht es immer mal wieder bergab und bergauf auf dem Höhentweg entlang. Die Aussicht ist nicht der Hit, aber es geht. Es ist trotzdem schön. Mehr Bilder gibt es dazu hier in der Touraufzeichnung bei Komoot.

Und siehe da, die Seilbahn um 10:05 kann sogar noch als Fotomotiv umgesetzt werden so dass es dann zum „Schweinepreis [tm]“ von 4,40 CHF entspannt nach Adliswil runter geht.

Von der Seilbahn Talstation sind es noch ein paar wenige hundert Meter bis zur SZU Bahnstation. Wo auch kurz darauf nach dem Zug nach Sihlwald der nach Zürich eintrifft. Dessen einstöckige Wagen verbreiten etwas retro Charme, sind aber 1a gepflegt.

Die Strecke der SZU verläuft großteils mitten in der Bebauung der Städte an ihr, freie Stellen wie die unten links sind eher die Ausnahme.

Hinter Zürich Gieshübel verschwindet die SZU in einen Tunnel und endet an den Gleisen 21 und 22 seitlich unterhalb des Zürcher Hauptbahnhofs. Ein Zug mir einer alten Garnitur wartet derweil darauf Richtung Triemli zu fahren.

Raus aus dem Tunnel und ans Tageslicht, an Gleis 6 soll der IR nach Luzern abfahren. Ich bin in Zürich HB immer wieder von der riesigen Anzeigetafel begeistert in der trotz der Grösse gerade mal die Züge der nächsten 20 bis 30 Minuten dargestellt werden können. In so manchen spanischen Großstädten könnte man darauf die Züge der nächsten 2 bis 3 Monate anzeigen.

Moment! Das soll der IR nach Luzern sein? Ein Doppelpack Flirt wie sie normalerweise im S-Bahn oder eher Regionalzugdiensten im Einsatz sind? Kein IC2000 Dosto? Egal, Hauptsache es fährt und so wird auch Luzern pünktlich erreicht. Dass die BLS Nina und Lötschberger miteinander kuppel- und steuerbar sind war mir neu, aber ist natürlich sinnvoll.

Zum Lötschberger gesellen sich noch ein IC Steuerwagen und der neue Starzug der SBB, der Giruno von Stadler.

Apropos Stadler, gefühlt sind über 3/4 aller Fahrzeuge im Luzerner Bahnhof aus diesem Hause.

Ein Tilo der Kooperation der SBB mit den TI (Regionalverkehr der FS) für die Verkehre zwischen Norditalien und dem Tessin hat sich auch hierher verirrt.

Seit wann besitzt eigentlich die Zentralbahn vernünftige Panoramawagen, ähnlich derer der RhB für den Bernina Express. Naja, später mal googeln, heute ist es mir zu spät.

Ich fahre mit dem „Adler“ Richtung Interlaken. Die Adler (mit Zahnrad) und Spatz Triebwagen haben auf der Linie die Lokbspannten Züge vollends abgelöst.

Was soll ich viel schreiben. Entspannt und wesentlich weniger anstrengend für mich ging es, im Gegensatz zur letztjährigen Radtour, über den Brünig.

Dass die „Panoramaschlitze“ im Dach eigentlich überflüssig sind sieht man, so meine zumindest ich, recht gut auf den Bildern. Aber sehr ruhig und angenehm fahren die Triebwagen und das ganz ohne „Nichtfensterplätze“. Sehr angenehm.

In Brienz komme ich für meine gebuchte Fahrt aufs Brienzer Rothorn eine Stunde zu früh an, was noch Zeit für eine Fotorunde für den gegenüber desBsBB / Zentralbahn Bahnhofs stehenden Zug der Brienz-Rothorn-Bahn um 13:58 und den örtlichen Coop gibt.

Noch ein paar Bilder am See und um 14:30 herum kann dann eingecheckt werden.

Um Punkt 14:58 beginnt unter heftigen Auspuffschlägen die gut einstündige Bergfahrt aufs Rothorn. Schon erstaunlich was eine erst in den frühen 1990er Jahren gebaute Dampflok für einen tollen Sound haben kann.

Und so geht es mit bis zu 250 Promille Mittels Zahnstange des Systems Abt bergauf. Interessanter weise wird dabei auf weniger Steilen Abschnitten nur eine Lamelle, in den steileren Abschnitten eine Doppellamelle genutzt.

Diverse talwärts fahrende Züge werden gekreuzt und auch mal Wasser nachgefasst. Gut 2000 Liter Wasser verbracht laut einem Prospekt der BRB jede Lok pro Berg- und Talfahrt.

Oberhalb der Station Planalp kommt dann das Tagesziel in Sicht, das Brienzer Rothorn bzw. die zugehörige Bergstation.

Noch ein letzter Tunnel und dann ist auch die Bergstation erreicht. Der Sound der schwer arbeitenden Dampflok ist im Tunnel umso beeindruckender.

Zimmerbezug im zur BRB gehörigen Berggasthaus Rothorn Kulm…

„Leider“ übernachte ich Freitag auf Samstag, da gilt das Sonderangebot von 100 CHF. inkl Bahnfahrt und Übernachtung mit Frühstück leider nicht. Das gilt es nur für Übernachtungen ab Sonntags bis Donnerstags. Aber eine Idee für debx 2021 wäre es gegebenenfalls.

Für 15 CHF auf das Rothorn und zurück,… ähm ja, ist aber der Preis von 1892 und dürfte für den Normalen Arbeiter damals ein vielfaches mehr wie die heutigen 92,- CHF (mit Halbtax 46,- CHF). Das Zimmer ist schlicht, Toilette und Dusche schräg gegenüber auf dem Flur, aber alles sauber und gepflegt. Abendessen als Halbpension kostet 33,- CHF.

Und dann mal kurz hoch zum eigentlichen Rothorngipfel.

Mit dem Blitzer kann man sich wohl auf der Schaukel blitzen lassen. „G’schpunna“ (Verrückt) würden die Graubündener Werbesteinböcke dazu wohl sagen.

Der letzte Zug erreicht die Bergstation und kehrt 17:40 ins Tal nach Brienz zurück. Um 17:50 fährt zudem die letzte Seilbahn nach Sörenberg. Danach geht es erst mal zum Essen.

Während des Essens setzt so langsam der Sonnenuntergang mit einer schönen Abendröte ein für den öfter mal rausgegangen wird um zu fotografieren.

Noch mehr Sonnenuntergang bis zur „Blauen Stunde“.

Da bin ich mal gespannt ob ich morgen, bevor es wieder heim geht, mehr Glück mit dem Sonnenaufgang habe wie auf dem Uetliberg.

Anbei noch der Fahrplan der Anreise zum Brienzer Rothorn:

Ab 10:20 Felsenegg (PB LAF 189, Richtung: Adliswil (Luftseilbahnstation))
An 10:25 Adliswil (Luftseilbahnstation)

Fussweg 400m

Ab 10:35 Adliswil – Gl. 3 (S 4 12502, Richtung: Zürich HB SZU)
An 10:51 Zürich HB SZU – Gl. 21

Ab Zürich HB SZU (Fussweg)
An Zürich HB

Ab 11:04 Zürich HB – Gl. 6 (IR 2621, Richtung: Luzern)
An 11:49 Luzern – Gl. 6

Ab 12:06 Luzern – Gl. 12 (IR 2924, Richtung: Interlaken Ost)
An 13:33 Brienz – Gl. 1

Ab 14:58 Brienz BRB (CC 15, Richtung: Brienzer Rothorn)
An 15:57 Brienzer Rothorn

Exkursion zum Eisenbahnbetriebslabor der ETH Zürich

Das Eisenbahnbetriebslabor der ETH Zürich am Campus auf dem Hönggerberg war das Ziel der heutigen AKA Bahn Exkursion. Das dortige Eisenbahnbetriebslabor wird Ende Jahr seine Pforten schliessen. Grund ist auch die Gebäudesanierung, ein Umzug an einen anderen (temporären) Standort der ETH und Weiterbetrieb ist aber nicht vorgesehen. 2015 stand man bei der ETH noch etwas anders zum Betriebslabor.

Und so geht es erst mal kurz nach Sieben ab Darmstadt mit dem ICE nach Karlsruhe und weiter nach Basel. Der Umstieg in Basel auf den IC nach Zürich wurde zur Zitterpartie da der ICE nach Freiburg hinter einem defekten Güterzug gut 16min Verspätung einsammelte. Aber der damit nur noch 3min Übergang vom ICE auf Gleis 12 zum IC um 11:06 auf Gleis 4 klappte doch.

Hinter Olten dann ein Wettrennen mit einem IC aus Olten bespannt mit der Lok mit dem Werbeaufdruck zur Eröffnung des Ceneri Tunnels.

Einst dominierte das Stellwerk Zürich HB (Bauart SpDrS60, von der BZ Ost ferngesteuert) das Umfeld. Heute sieht es fast etwas verloren zwischen den ganzen Hochhäusern aus die auf dem Gelände der ehm. Sihlpost aus.

Am Hauptbahnhof stossen dann weitere Vereinsmitglieder hinzu und es geht zunächst mit der Tramlinie 11 zum Bucheggplatz und dann mit dem Bus der Linue 69 zum Campus auf dem Hönggerberg. Hierher verkehren sowohl Hybridbusse als auch Akkubusse.

Wir werden von unseren Gastgebern empfangen, in die örtlichen Corona Schutzregeln eingewiesen und dann geht es in die Kellerräume zum Eisenbahnbetriebslabor.

Am Stellwerkstechnik ist hier Mechanik (Bauart vgl. Bruchsal), ein Schalterstellwerk (Integra), zwei Drucktastenstellerke (Integra Domino) und für die restlichen Bahnhöfe Fernsteuerung bzw. ESTW Bedienung via Iltis der Fa. Siemens Schweiz vorhanden.

Im Archiv der ETH findet sich (noch?) eine Beschreibung des Eisenbahnbetriebslabors.

Zur Gewinnung von Fahrtstrecke ist die in der Modellbahngröße H0 im Sytem Märklin errichtete Anlage im Längenmassstab in 1:100 ausgelegt und zudem recht verschlungen ausgelegt.

Die Anlage wurde 2009 bis 2011 grundlegend erneuert wie eine Plakette erinnert.

Die erste Runde fahre ich am Iltis. Der Bahnhof Teestadt erinnert etwas an eine Mischung des Bf. Edemühlen im EBD und Adorf in Gotha.

Danach eine Runde am Schalterstellwerk Zetthausen. In den Genuss der Domino Stellwerke kam ich leider nicht. 😉

Ein Blick auf Details und hinter die Kulissen in den Relaisraum der u. a. die Dominostellwerke in freier Schaltung simuliert.

Weitere Details wie die Entgleisungsvorrichtung (Gleissperre), die Fahrzeugsteuerung und diverse Übersichtspläne.

Um 18 Uhr muss ich mich leider verabschieden. Schade im die schöne Anlage, aber auf den Schrott kommt sie vsl. nicht denn es gäbe zwei Interessenten die sie erhalten wollen. Mal sehen welche das sind bzw. bei welchem der Zwei die Anlage wieder auftaucht. Zu wünschen wäre es und wie man zwischen den Zeilen heraushören konnte stellt auch die SBB mittlerweile fest dass nicht alles „digital gelehrt2 werden kann. Ach, echt jetzt? Bahnbetrieb „erleben“ ist eben auch das erleben an einer solchen Übungsanlage, auch wenn sie teils Technik verwendet die heutzutage bei den SBB wenig angewendet wird. Aber gerade mit der Alttechnik wird das System Bahn erst richtig begreifbar und das im doppelten Sinne des Wortes.

Andre Mitglieder fahren gegen 19 Uhr wieder zurück Richtung Darmstadt und andere die schon am Dienstag anreisten und hängen noch ein paar Tage dran um u. a. die Jungfraubahn oder auch die Furka Bergstrecke und das Appenzeller Land zu bereisen. Bisher habe ich keine Klagen über meine Tourtipps vernommen. 😉

Ich für mein Teil wiederhole ein wenig das Programm nach der debx-Exkursion von 2017 bei der u. a. auch das Eisenbahnbetriebslabor besucht wurde und setze um auf den Uetliberg, den Zürcher Hausberg (oder Züricher Hausberg?). Der Umstieg von der Endhaltestelle des ab dem Campus Hönggerberg verkehrenden Bus 80 am Triemlispital zur SZU Haltestelle Triemli wird wegen geringer Verspätung des Busses zur Zitterpartie aber dann doch eine Punktlandung. Der Zug und ich erreichen gleichzeitig den Bahnsteig und so geht’s entspannt mit bis zu 79 Promille Steigung den Berg hinauf.

Die Sonne steht bereits tief und so präsentiert sich der Triebwagen und Bahnhof Uetliberg bei schönsten Sonnenuntergangslicht.

Die Besonderheit der zur SZU gehörigen Uetlibergbahn ist der seitlich angeordnete Stromabnehmer. Der Triebwagen ist ein Zweisystemer der sowohl mit 1200V Gleichspannung als auch auf der zweiten Strecke der SZU, der Sihltalbahn, unter 15kV Wechselspannung mit mittiger Fahrleitung verkehren kann. Hierzu besitzt der Triebwagen aber keine separaten Stromabnehmer sondern es wird dieser auf dem Dach jeweils auf die passende Position verschoben. Da hat sich mal wieder ein Entwicklungsingenieur bei Stadler austoben dürfen, so scheint mir. Alleine die Heizleistung um die Verschubeinrichtung im Winter Schnee und Eisfrei zu halten ist nicht von schlechten Eltern wie ich mich an die debx-Exkursion 2013 erinnere bei der uns die damals nagelneuen Fahrzeuge vorgestellt wurden.

Noch ein kleiner Spaziergang und schon ist kurz nach 19 Uhr das heutige Quartier, das Hotel Uto Kulm mit seiner herrlichen Aussicht, erreicht.

Nach dem Zimmerbezug im Nebengebäude und etwas frischmachen geht es ins zugehörige Restaurant für das Schlemmermenü das seinem Namen alle Ehre macht und wie schon 2017 feine Küche bietet. Über den Preis sei der Mantel des Schweigens gebreitet, aber erst recht zusammen mit dem Ausblick von der Terrasse auf den Zürchsee war es jeden Franken wert.

Noch eine Runde Nachtfotos in Richtung Affoltern am Albis und Zürich, wobei das letzte Foto mit Blick auf Zürich vom Hotelzimmer aus ist, und so klingt der Tag aus.

Morgen ist eine kleine Wanderung und Seilbahnfahrt ins Tal geplant, bevor es elektrisch und mit Dampf in die Berge geht.

Hier der Tagesfahrplan:

Ab 07:31 Darmstadt Hbf, Gleis 11 (ICE 1571, Richtung: Karlsruhe Hbf)
An 08:50 Karlsruhe Hbf, Gleis 6

Ab 09:01 Karlsruhe Hbf, Gleis 2 (ICE 101, Richtung: Basel SBB)
An 10:47 Basel SBB, Gleis 12

Ab 11:06 Basel SBB, Gleis 4 (IC 769, Richtung: Zürich HB)
An 12:00 Zürich HB, Gleis 10

Ab 12:16 Zürich, Bahnhofquai/HB (T 11 29909, Richtung: Zürich, Auzelg)
An 12:25 Zürich, Bucheggplatz

Ab 12:31 Zürich, Bucheggplatz (B 69 7212, Richtung: Zürich, ETH Hönggerberg)
An 12:38 Zürich, ETH Hönggerberg

Besuch Eisenbahnbetriebslabor der ETH Zürich

Ab 18:10 Zürich, ETH Hönggerberg (B 80 1095, Richtung: Zürich, Triemlispital)
An 18:37 Zürich, Triemlispital

300m Fussweg

Ab 18:44 Zürich Triemli (S 10 12909, Richtung: Uetliberg)
An 18:55 Uetliberg

500m Fussweg -> UTO KULM – Top of Zurich, Uetliberg

Über die Phyrnbahn nach Hause

Heute war frühes Aufstehen angesagt und so war ich um 6:45 der erste im Frühstücksraum „mit dem speziellen Hygienekonzept“. Naja, ob es das so bringt was Ibis da macht…

Apropos Ibis, die „Klimaanlage“ ist eher ein Witz. Diese ist nicht erkennbar, egal was man einstellt. Da half nur Fenster auf…

Dann mal nach dem Frühstück und Auschecken rüber zum Hauptbahnhof.

Mit dem IC502 geht es nun nach Linz. Dieser verkehrt bis Selzthal zusammen mit dem IC512 nach Salzburg als „Doppelpack“, jeweils aus einem IC Wagen 1. Klasse, 2 IC Wagen 2. Klasse und einem CityShuttle 2. Klasse Steuerwagen. Offenbar fehlen den ÖBB Steuerwagen zu den Eurofima IC Wagen weshalb man die auf den ehm. langen Schlieren Wagen basierenden und bei den Jenbacher Werken bzw. SGP gebauten Cityshuttle Steuerwagen für die IC verwendet.

Kurz vor der Abfahrt huscht auch noch eine der zwei ex. DB V100 der GKB am Fenster virbei.

Hinter Graz zieht es sich ein wenig zu, an der Mixnitzer Bahn finden Wartungsarbeiten statt, und bald ist St. Michael erreicht.

Der in St. Martin stationierte Tunnelzug der ÖBB hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Kurz nach Selzthal mit seinem markanten Stellwerk schwenkt der Zug ins Seitental ein und fädelt somit auf die Phyrnbahn ein.

Hinter dem Bosrucktunnel klart es wieder auf. Und wie es sich in Österreich üblich ist steht das Betriebspersonal am Bahnsteig. Die Phyrnbahn ist eine sehr schöne Strecke und recht gut mit Güterzügen belegt.

Noch schnell „an Verlängerten“ und dann ist nach knapp 3h Linz erreicht wo ein wenig Zeit für einen Abstecher zur Strassenbahn und die Lilo ist. Letztere verkehrt seit 2005 nicht mehr von seitlich dem Hbf vorgelagerten Lokalbahnhof sondern vom Gleis 1 oder 2.

An Gleis wartet derweil eine Garnitur der CD nach Budweis, welche aber wegen Bauarbeiten nur bis ins österreichische Summerau verkehrt.

Und bald kommt nach der Westbahn nach Salzburg der ICE 92 nach Berlin pünktlich eingefahren.

Über Passau geht es entspannt bis Nürnberg. Entgegen der „Warnung“ in der Fahrplanauskunft ist der Zug normal belegt. Lediglich zwischen Passau und Regensburg war mal >50% belegt. Lustig wenn man dann nach der Fahrt mitbekommt dass zwei gute Bekannte nicht nur im gleichen Zug sondern auch im selben Wagen saßen.  😉

Was ist das Gute an 30min Umsteigezeit in Nürnberg?
Einerseits weniger Probleme mit dem Anschluss wenn der Zug Verspätung hat (der ICE aus Linz war pünktlich wohlgemerkt), aber viel wichtiger ist der Stop bei der Metzgerei Meiler. Ich liebe deren Krustenbraten.
Achja, ich dachte gehört zu haben dass bei der S-Bahn Nürnberg die Garnituren mit den X-Wagen nicht mehr im Umlauf wären. Aber auf der S2 war heute einer im Einsatz.

Der anschliessende ICE1144 wird mit der elenden Krücke von ICE4 gefahren. Relativ gut belegt, Sitzfläche rastet nicht mehr ein, WLAN kaputt und die Klimaanlage macht eher schlecht wie recht ihren Job.

Das erleichtert mir die Entscheidung bereits in Aschaffenburg umzusteigen. Mit der HLB gehts nach Babenhausen und nach eimem Sprint von Gleis 1 nach 4 wird sicher der Zug nach Wiebelsbach errricht.

Noch ein paar Intino Fotos und schon kommt mein RE81 nach Hause. Somit bin ich im 17:28 absolut pünktlich wieder zu Hause angekomnen.

So, und am Donnerstag geht’s nochmal in die Schweiz. Abschied vom Betriebsfeld der ET. Das anschliessende Programm bis Samstag steht auch schon mit diversen Highlights fest. „Stay tuned“ 🤗

Adieu Gleichenberger Bahn, Hallo Graz

Heute war Abschied von Bad Gleichenberg angesagt und damit auch vom Bähnchen. Aber ich werde wieder herkommen, die Radtour dazu hab ich schon im Hinterkopf und das Hotel Hubertushof ist dann vsl. auch wieder dabei.

Aber erst mal geht’s nur bis zur Station Burgfried bei Gnas.

Denn das Motiv bei der Station mit dem Wingert und Panorama will ich noch mit dem Zug aufnehmen. Auch wenn das erst mal 1h warten bedeutet.

Aber dann komnt der kleine Zug und ich muß feststellen dass die Sonne nicht mehr optimal steht, aber es geht noch.

Zu Fuss gehts dann weiter nach der Station Fischa was einerseits die Wartezeit auf nur noch 1,5h verkürzt und dazu 2,20€ spart da Fischa bereits in der Tarifzone von Feldbach liegt.

Prädiberg, siehe Titelbild, ist der Umstieg in den SEV Bus angesagt und im Ortsbereich von Oedt ist der größere Schaden an der Strecke zu sehen. Aber an einer weiteren Stelle gibt es eine abgerutschte Stelle und auch oberhalb der Bahn gab es Abrutschungen in Richtung Gleis.

Der Bus fährt abweichend erst zum ÖBB Bahnhof und dann erst zum „Landesbahnhof“ um am ÖBB Bahnhof den Zug Richtung Graz noch zu erreichen. Sehr schön.

In Gleisdorf ist wieder SEV angesagt. Die ÖBB Auskunft meint dass 1h 3min Aufenthalt angesagt wäre. Real fährt aber mit 3min Übergang je ein Bus „non Stop“ über die Autobahn zum Grazer Ostbahnhof (fast gleiche Fahrtzeit wie normal der Zug über die Dörfer) als auch ein Bus der alle Stationen bis zum Grazer Hbf bedient.

Die ÖBB Auskunft kennt diese Busse, aber wue gesagt ist die Mindestumsteigezeit nicht gepflegt. Die DB Auskunft kennt diese nicht. Nur den Bus über die Dörfer eine Stunde später.

Und so erreiche ich Graz Hbf eine Stunde früher wie geolantum 14:55

Nach dem Check in im Ibis am Hbf geht’s mit der Linie 1 zur Endhaltestelle Mariatrost wo sich auch das Strassenbahnmuseum befindet das Coronabedingt aber derzeit leider geschlossen ist.

Der derzeitige Betrieb der Grazer Strassenbahn ist derweil fest in der Hand der niederflurigen Bombardier Cityrunner und Stadler Variobahnen. Die bei SGP in Lizenz gebauten DÜWAG Triebwagen (Bauart Mannheim) bzw. M-Wagen sind von den regulären Linuen verschwunden. Einer der Typ Mannheimer kam mir unterwegs entgegen.

Zurück gehts zum Hauptplatz und zu Fuss weiter zur Talstation der Standseilbahn zum Schlossberg.

Da die Standseilbahn im 24h Ticket inklusive ist geht es natürlich faul den Berg hinauf.

Es dämmert langsam und gibt eine ganz besondere Stimmung beim Blick über Graz.

Runter geht es über die Treppe.

Ich kehre ein im Gastof Lend-Platzl bei leckerer Fritatensuppe, Oststeirisches Kotelett (mit Apfelscheibe und Käse) sowie ein herrliches Fruchttiramisu.

Das ganze begleitet vom hiesigen Gösser Bier.

Gut gestärkt geht’s zu Fuss zur Hst. Roseggerhaus und am Hbf sind noch ein paar Fotos in der „Pseudo“ Untergrundstation sowie dem Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs mögluch.

So, morgen früh geht es über Linz wieder heim.

Wandertag entlang der Gleichenberger Bahn

Ja, ich hab mir wie erwartet gestern auf dem kurzen Stück eine Blase gelaufen und damit es der nicht zu einsam wird hat sich der linke Fuss solidarisch erklärt und heute auch eine generiert. 🤣

Komisch, beim Radfahren passiert mir das nicht. Aber egal, schön war es heute in jeder Beziehung trotzdem. Aber nun der Reihe nach.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und Aufnahme von antialkoholischer Versorgung im Unimarkt am Bahnhof geht es erst mal den Berg / Hügel hoch nach Trautmannsdorf.

Wasserablaufrinnen aus 3 Schienen, wie dekadent. Sicher ist sicher, oder wie? 😉

Schöne Gegend hier und nicht weit von der Haltestelle Trautmannsdorf gibt es etwas oberhalb schon das erste Motiv vom ersten Zug nach Bad Gleichenberg um kurz vor 10.

Na, wer erkennt im rechten Bild der mittleren Reihe die Rückleistung um kurz nach 10? Leider reichte die Zeit nicht um bis zu dieser nach Hofstätten zu kommen wo man sich schon auf „Halloween“ vorzubereiten scheint.

Weiter gehts sann durch Hofstätten nach Maierdorf. Es hat hier auch noch „normalgrosse“ Traktoren, die aber meist älteren Semesters sind.

Leider bestehen nach dem ersten Zugpaar ein grösseres Taktloch und so bleiben diverse nette Motive ohne Zug.

Dass man hier bei runden Geburtstagen ein „Denkmal“ gesetzt bekommt scheint normal zu sein und so finden sich solche, wie auch die Marterl, in fast allen Orten.

Der Bahnhof von Maierdorf ist in privater Hand und sehr gepflegt, sogar das separate Toilettengebäude ist geöffnet und tip top sauber. Auf dem Abstellgleis wartet der nicht in das Livre der STB überführte Triebwagen ET 1auf bessere Zeiten.

Bei der wenige Kilometer südlich gelegenen Haltestelle Katzendorf kommt dann der ET 2 auf dem Weg nach Bad Gleichenberg vorbei.

Der offizielle Bahnwanderweg zweigte schon vor dem Bf. Maierdorf in Richtung Bergfried ab, aber ich will ja alle Haltestellen sehen und so geht es zurück ins Seitental um zum abseits des Ort liegenden Bahnhof von Gnas zu kommen und auf 3km auf der Landesstrasse zu laufen habe ich keine Lust.

Die Spinnen die im Wald nicht wenige Netze über den Weg gewebt haben waren wohl wenig begeistert von meiner Routenwahl.

Im Gegensatz zu Maierdorf zeigt sich der Bahnhof von Gnas als wenig gepflegt und zugenagelt. Hier befindet sich auch der zentrale Gleichrichter der die Strecke mit 1800 V Gleichspannung versorgt.

Bei den Weichen entecke ich sogar noch Hakenverchlüsse, aber da die Überholgleise mittlerweile sogut wie nie genutzt werden erfüllen auch diese ihren Zweck. Wobei, geschmiert sind die Weichen und Verschlüsse. Insgesamt macht die ganze Strecke (mal vom Gebäude in Gnas abgesehen) einen recht gepflegten Eindruck.

Ab Gnas geht es auf dem Gnaser Höhenweg zumeust parallel zur Bahn weiter und bei Bergfried gesellt sich wieder ein Zug auf dem Weg nach Prädiberg ins Bild.

Und der silberne Suzuki sollte mir ab jetzt noch öfter begegnen. 😉

Eine „kleine gelbe Katze“ sonnt sich derweil vor dem benachbarten Bauernhof.

Nächster Haltepunkt nach gefühlt nur gut einem Kilometer ist Fischa. Auch hier fehlt jedwede Siedlung im direkten Umfeld. Nur diverse Gehöfte und die Orte liegen weiter unten im Tal. Kein Wunder dass das Fahrgastaufkommen recht überschaubar ist was durch die wenigen Züge pro Tag mit frühen Betriebsschluss natürlich noch verstärkt wird.

Hinter Fischa oberhalb von Katzelsdorf dann ein richtig nettes Fotomotiv mit Bahnübergang und der silberne Suzuki kam auch vorbei dessen Fahrer den Halt in Prädiberg suchte da das Navi diesen nicht kennt.

Kommt mir irgedwie bekannt vor. Denn ohbe Fotos eines Facebook Bekannten von der Station hätte ich diese weder auf Komoot noch Google Maps gefunden. Zitat des Fahrers der eher befürchtete das der Schaden nicht repariert wird und zur vorzeitigen Einstellung genutzt wird: „Do is ma öis der Region un mus an Touristen frogn wos zum Bahnhof göht“ 😉

Auch das kenne ich. Besonders wenn man auf dem Dienstauto einen DB Aufkleber hat und dann abseits des Heimatbereichs Kollegen unterstützen will / soll und dann in pre Google Maps Zeiten in die Verlegenheit kam Passanten nach dem Weg zum Bahnhof zu fragen. 🙈

Achja, ganz schön dicke Brummer hat es hier, die mich während der Wartezeit auf der Bank am Bahnübergang als Landeplatz erwählen.

Und dann ist endlich Prädiberg erreicht. Am Wochenende scheint man mit mehr Fahrgästen zu rechnen und so parkt weiter hinten im Wald kein Kleinbus der STB sondern ein ausgewachsener Überlandbus und nach einiger Zeut bringt der ER 2 dann die Kundschaft für den SEV Bus.

Ich laufe aber ob der gut 1h Wartezeit bis zur vierten und somit heutigen letzten Fahrt ab 16:30 nach Bad Gleichenberg zurück nach Fischa.

Die einzige Befürchtung ist dass der Lokführer da er mich mehrfach schon registrierte meint ich wollte nur Fotografieren und dann durchfährt.

Aber es hat geklappt, vielleicht war die Munaske das definitive Zeichen (?), und als fünfter Fahrgast zu den bereits vier im kleineren vorderen ex. Raucherabteil ist das Einhalten des Abstandsgebot im grösseren hinteren Abteil kein Problem.

Aber in Trautmannsdorf steige ich schon wieder aus um ein Nachmittagsmotiv zu versuchen.

Und ja, es klappt. Der letzte Zug des Tages verlässt bei schon relativ niedrig stehenden Sonne die Station Trautmannsdorf.

Apropos Streckenzustand. Die Weiche an die Laderampe in Trautmannsdorf wurde erst 2019 erneuert.

Durch den Wald geht’s wieder runter in Richtung Bahnhof und das erste Bier (Schladminger Bier als Teil der Brau Union Österreich/ Heineken aber trotzdem sehr genießvar) bei „Kubis Remise“ die vmtl. im ehm. Lokschuppen situiert ist „zischt wie Apfelsaft“.

Gulaschsuppe, Salat mit Hähnchenteilen und zum Schluss ein üppiger Palatschinken mit Eis. Da waren alle über den Tag rausgeschwitzten Kalorien sofort wieder zurück.

Und dann wird es langsam dunkel.

Ab ins Hotel, Tagesbericht schreiben und ab in die Koje. Morgen geht’s, via vormittags Fotostellen bei Burgfried bzw. Fischa nach Graz.

Achja, hier der Link zu Komoot mit noch viel mehr Bildern.

Fin… für heute.

Mit Hindernissen nach Bad Gleichenberg

Nach einer geruhsamen Nacht bin ich früher wach wie geplant und so plane ich den IC 719 um 8:21 zu nehmen mit dem ich sogar noch einen Takt früher in Feldbach erreichen würde.

Würde wohlgemerkt. Denn der IC aus Salzburg, gebildet aus einer DB Garnitur, erreicht Stainach-Irdning mit etwas über einer viertel Stunde Verspätung. Die Lok hängt vor dem Steuerwagen, was auch der Verspätungsgrund wegen Umsetzen der Lok in Bischofshofen sein dürfte. Und somit wiederholt sich das Umsetzen in Selzthal, wofür die planmäßigen 7min natürlich nicht ausreichen.

Und so geht es mit knapp einer halben Stunde Verspätung ab Selzthal weiter.

Egal, die Landschaft gefällt, Kaffee hat es auch und mit 10:46 statt 10:14 wird Graz erreicht wo nebenan der EC nach Slowenien noch wartet.

Zwischen Graz Ost und Gleisdorf finden derzeit Bauarbeiten statt deren Ersatzfahrplan sowohl in den Fahrplandaten des ÖBB „Scotty“ als auch DB Navigator irgebdwie nicht mit dem Aushang im Grazer Hauptbahnhof übereinstimmen. Zudem ist die elektronische Auskunft der Meinung dass die nach Weiz Nord verkehrenden S-Bahn der StB anders wie die Regionalzüge und S-Bahnen der ÖBB nicht im SEV sondern normal verkehren.

Wenigstens der Anzeiger im Grazer Hbf zeigt an dass diese im SEV verkehren. Laut Aushang gäbe es einen StB Bus um 11:00 und einen ÖBB Bus um 11:06 (vmtl. über die Schnellstraße) aber ich riskiere nichts und nehme den erstbesten Bus um 11:00 der quer durch Graz und über alle Dörfer gondelt und Gleisdorf um 12:15 erreicht.

Die Gleise sehen wie im Bereich der Bahnübergänge zu erkennen trotz Sperrung recht gut befahren aus. Irgedwie habe ich den Verdacht dass man den doch recht reichlichen Güterverkehr nach Gleisdorf und Weiz durch die Baustelle leitet.

Um 12:50 geht’s weiter nach Feldbach wo nach der pünktlichen Ankunft um 13:13 ein Diesel Desiro als Leergarnitur über das Bahnsteiglose Gütergleis fahrend den Zug nach Szentgotthárd kreuzt.

Während die Gleise der ÖBB recht grosszüge und moderne Bahnsteige aufweisen ist der Bahnsteig 1 an dem normal die Gleichenberger Bahn hält eher rudimentär zu nennend.

Aber derzeit fährt eh nur SEV von Feldbach nach Prädiberg, wegen einer Abrutschung von gerade mal 10m Länge und 2m Höhe durch Unwetter Mitte August. Sorry, aber mit 2 LKW Mutterboden oder Mineralbeton und ggf. stützender Gabionen davor wäre das repariert. Auf der Website wird Ende September als vsl. Ende des SEV gebannt. Das man bei einer zum Jahresende abbestellen Strecke (dnicht gerade schnell in der Reparatur ist hat ja nicht nur in Österreich bedauerliche Tradition.

Da der SEV erst um 14:43 abfährt entschliesse ich mich eine Schienenersatzverkehrwanderung über die Strecke des Bahwanderweg von gut 6,6km zu machen, was strammen Schrittes mit der Abfahrt des Zuges in Prädiberg um 14:56 dann strammen Schrittes realisierbar sein sollte.

Aber hinter Feldbach geht es erst mal stramm bergauf und die Sonne meint es bei Spätsommerlichen 26°C sehr gut und mir läuft die Brühe…

Aber die Ausblicke entschädigen und ein paar schöne Fotomotive mit Bahn hätte es auch, wenn sie denn fahren würde. Mal sehen was die Idee als Touristenbähnchen bringt. Vielkeicjt komm ich dann wieder mit dem Rad und verfolge diese dann wei seinerzeit die Waldvierteler Schmalspurbahn.

Und mehr als rechtzeitig wird Prädiberg erreicht das wegen eines Bahnübergang zwei Haltepunkte besitzt.

Hier übrigens der Link zu Komoot zur Wanderung von Feldbach nach Prädiberg.

Hinter dem Bahnübergang beim Seiten-/Abstellgleis des Haltepunkt Richtung Bad Gleichenberg wartet derweil der Triebwagen auf Kundschaft aus dem SEV Bus welcher dann auch pünktlich erscheint.

Nachdem dieser die Fahrgäste hat aussteigen lassen fährt der Bus mangels Parkmöglichkeiten am Haltepunkt weiter zum nächsten Bahnübergang um dort in der Nähe in einem Seitenweg zu parken. Der Zug fährt kurz darauf auch ab und nimmt den Busfahrer am Bahnübergang auf.

Im vorderen kleineren ehm. Raucherabteil haben sich vier Fahrgäste eingefunden. Im hinteren Abteil bin ich alleine und so beginnt die gemütliche Fahrt über die 13,7km nach Bad Gleichenberg. Die Bahnhöfe Gnas und Maierdorf weisen dabei recht großzügige Gleisanlagen auf.

Und um 15:22 ist Bad Gleichenberg erreicht. Noch schnell ein paar Bilder vom Bahnhof dessen Empfangsgebäude schon lange in privater Hand ist und nun irgebdwie etwas abseits steht.

Noch schnell was zum Trinken und ein Eis gebunkert und dann ist es kurz nach 16 Uhr und pünktlich um 16:07 begibt sich der Triebwagen auf die letzte Fahrt des Tages Richtung Feldbach. Ob er in Prädiberg übernachtet oder vorsichtig über die Schadstelle fährt konnte ich nicht herausfinden aber unbefahren sahen die Schienen im SEV Abschnitt nicht aus.

Jetzt erst mal einchecken im Hotel…

… und eine Runde durch Bad Gleichenberg sowie ein weiterer Getränkeeinkauf beim Bahnhof.

Abendessen im Kellerstüberl, einem sogenannter Heuriger.

Der Wein und die Platte schmeckt und langsam wird es dunkel.

Aber es braucht weiter keine Jacke usw. Spätsommer vom Feinsten.

Mal sehen wie ich morgen das Bähnchen verfolge. Insbesondre nachdem ich mir rechts wohl eine Blase angelaufen habe. Typisch wenn es so warm ist. Aber das sollte von nichts abhalten.

Pleiten, Pech und Pannen, aber gut

Erster Tag meiner Tour zur Gleichenberger Bahn die vsl. zum Dezember eingestellt und auf touristischen Verkehr umgestellt wird.

Da diese auch so schon einen sehr übersichtlichen Fahrplan hat und um Mo bis Fr schon um 14:43 der letzte Zug ab Feldbach nach Bad Gleichenberg fährt (am Wochenende wegen späteren ersten Zug dann 2h später) habe ich die Anfahrt etappiert.

Trotzdem geht es schon früh um 5:31 mit der RB82 nach Frankfurt. Die Wartezeit wird in der Kantine überbrückt bevor es vorbei am 50% privaten und des pseudo privaten EVU in Frankfurt Hbf auf den hinteren Gleisen, durch die auch „Pissrinne“ genannte Unterführung und am Gleis 7 hat es mit dem Blick auf das schöne Hallendach „Licht am Ende des Tunnels“ zum zum ICE 523 nach München geht.

Der ICE 523 ist leicht verspätet und verkehrt nur einteilig da sich wohl das zweite Teil in Köln nicht dazugesellen wollte.

Er ist aber nicht überbesetzt und Nürnberg Hbf wird sogar 4min zu früh erreicht. In München Hbf sind es wieder knapp 2min Verspätung auf Gleis 24 und somit wird der EC 217 auf Gleis 12 sauber erreicht.

Aber es läuft schon die Ansage dass sich dessen Abfahrt wegen eines Feuerwehreinsatz auf unbestimmte Zeit verschiebt. www.strecken.info kennt nur einen liegengebliebenen Zug hinter Rosenheim und das scheint der Grund zu sein. Mit +25 geht es erst mal nach Rosenheim und im 11:20 war er der erste der wieder weiter Richtung Salzburg fahren durfte.

Beim Fahrtrichtungswechsel in Bischofshofen ist der Zug wieder pünktlich unterwegs sammelt aber dann in der Rampe einige Minuten so dass Stainach-Irdning mit +8 erreicht wird.

Check in im Hotel ist erst an 16 Uhr, daher setze ich eine kleine Wanderung nach Trautenfels an.

Leide steht die Sone für Motive mit dem Grimming im Hintergrund schon zu weit im Westen. Schön ist hier trotzdem.

Und dann kommt Pech dazu. Der Güterzug auf Bild 2, vmtl. eine Übergabe zu den diversen Anschließern, kommt als ich gerade die laut Komoot angeblich vorhandenen Wege suche und zu weit weg bin, und beim IC Transalpin steht die Sonne falsch und ich drücke zu spät ab.

Am Ortseingang von Trautenfels wird im Bezug auf mit Verkehrsschildern verkündeten Lasteinschränkungen auf Ausgaben der Grazer Zeitung von 2012 und 2017. Hmm, Zeitung lesen während der Fahrt?

Eigentlich präsentiert sich das ÖBB Netz recht modern, wenn man mal von diversen Nebenstrecken absieht. Aber auf sekundären Hauptstrecken wie Bischofshofen – Graz versteckten sich doch so manche Altanlage wie hier ein Schrankenwärter in Trautenfels bei Stainach-Irdning der insgesamt drei Bahnübergänge sichert. Zwei der Bü werden per Winde und Drahtzugleitung parallel bedient, sind nicht einsehbar vom Wärter und sichern Feldwege. Die gut befahrenen Landesstrasse liegt am Wärterhaus und wird direkt an der Schranke gekurbelt. Das schliessen erfolgt abhängig von der Zugmeldung und nicht gleichzeitig. Für Fahrten Richtung Bischofshofen werden erst die zwei Feldwege (gemeinsane Drahtzugleitung) geschlossen und erst später die Landesstrasse. Irgendwelche signaltechnische Abhängigkeiten oder Ausschaltkontakte sind nicht zu erkennen. Auch fehlen, wie auch in D öfters bei Wärterschranken, vorgeschaltete Lichtzeichen, nein nicht mal eine Beleuchtung gibt es (in D in solchen Fällen eher üblich). In Österreich sollte man die Ankündigung eines Bahnübergang mittels „Lattenzaun“ insbesondere Nachts sehr ernst nehmen.
Anbei ein paar Bilder von zwei der drei Bü.

Und wieder Pech. Der IC nach Salzburg, welcher einen CityShutle Steuerwagen besitzt, hat wenige Minuten Verspätung und kurz vor dem Zug parkiert einer Sein Auto mitten im Bild um seinen Hund Gassi zu führen. Also dann halt ein eher frontales Foto.

Das Hotelzimmer ist sehr weitläufig. Hoffentlich finde ich rechtzeitig zum Essen wieder den Ausgang. 🤣

Ennstaler Rahmsuppe, Cordon Bleu und Apfel Tiramisu. Alles sehr lecker.

So, nun der lange Weg durchs Zimmer zum Bett. Morgen, geht’s w

FIN – Das Ende der Tour

Alles hat ein Ende aber diesmal hatte die Sommertour zwei Ende. Das Erste als Ende der Radtour und nun der Bahntour.

Jeah! Es regnet. 😁

Dann habe ich die dünne Regenjacke wenigstens nicht umsonst durch Frankreich geschleppt.

Die Empfangshalle von Bordeaux begeistert mich immer wieder.

Und dann kam als besonderer Abschiedsgruss während des „Boarding“ des TGV nach Paris Montparnasse noch die DB bzw. eigentlich der DB Tochterfirma ECR E186 325 mit einem Autotransportzug Richtung Spanien durch.

Wenn du denkst „dümmer geht’s nicht mehr, kommt irgendwo ein TGV daher…“.
Top positierter Sitzteiler… 🤦‍♂️

Hinter Bordeaux lässt langsam der Regen nach und bei der Überquerung der Dordogne ist die Scheibe wieder trocken. Naja, bei der Geschwindigkeit die der TGV nach der Auffahrt auf die kurz hinter Bordeaux beginnende Schnellfahrstrecke aufgenomnen hat kann sich auch kein Wassertropfen halten.

und nach 2:15 im „Tiefflug“ mit dem ersten Zwischeb

Das Wetter wird immer besser und mit fast durchgehend 300km/h geht es durchs Land. 2:15h Gesamtfahrtzeit von Bordeaux-St Jean nach Paris Montparnasse und der erste und einzige Zwischenhalt kommt nach 2h in Massy TGV. Wrooooom…

Im Gleisvorfeld von Montparnasse stehen dann zwei 67000er Abschlepploks die schon wesentlich bessere Zeiten erlebt haben.

Den Bf. Montparnasse habe ich selten so vergleichsweise leer erlebt.

Mit der Metrolinie E geht’s zum Bahnhof Paris Est. Die Linie E wird aktuell auf automatischen Betrieb vorbereitet und wird dazu mit Bahnsteigtüren ausgestattet.

Nein, das Handy hat keine halluzigene Stoffe im Chip und es ist auch kein holländischer KifferExpress sondern schlicht einer der neuen RER Triebwagen aus Paris auf dem Weg nach Bondy.

In Bondy geht’s dann weiter auf der Tram Linie T4 welche als „TramTrain“ bezeichnet wird. Aber vom eigentlichen TramTrain Gedanken, also sowas wie das Karlsruher Modell oder der Citybahn Chemnitz, ist die T4 weit entfernt. Zwar ist die Strecke Grundstrecke von Bondy aus auf einer ehm. Bahnstrecke angelegt und teils mit 25kV elektrifiziert die dann vor der Haltestelle Gargan dann auf 750V wechselt, aber im Fahrgastbetrieb ist es eher eine Stadtbahn da die Endstationen je mit abgesetzten eigenen Bahnsteigen ausgestattet sind. Denn auf die „normalen“ SNCF Strecken kommen die Triebwagen nur bei der Überführung ohne Fahrgäste in den Betriebshof bei Noisy-le-Sec.

Die ursprünglich für die Strecke Bondy – Aulnay-sur-Bois beschaffen Triebwagen von Siemens (Mon dieu, und das auf einer Strecke die von der SNCF befahren wird) sind derzeit auf dem Rückzug und werden sukzessive durch Triebwagen von Alstom (also dem SNCF Hoflieferant) ersetzt da die neue in Gargan abzweigende Strecke auf Grund der Radien nicht von den alten Triebwagen befahren werden kann.

Na dann mal im neuen Triebwagen von Bondy über Gargan zur neuen und vorübergehenden Endhaltestelle Arboretum, wo sich ein Wasserturm als Motiv geradezu anbietet.

Die Strecke wird noch bis zum Krankenhaus erweitert und befindet sich wohl in der Inbetriebnahmephase, denn fast alle Strassenbahn fahren nach dem Halt in der Hst. Arboretum leer weiter auf die dann eingleisige Strecke. Na dann muss man mal hinterherlaufen.

Interessanter weise befindet sich auch ein vorbereiteter aber nicht verwendeter Abzweig vor der Station Arboretum was darauf hindeutet dass die Hst. Hôpital Montfermeil ggf. später gar auf einer eingleisigen Schleife bedient wird. Erst mal wird es aber eine klassische Endstation.

Neben der Station Arboretum befindet sich zudem eine Baugrube für die zukünftige Metrolinie 16 welche zusamnen mit weiteren Neubaulinien ein Teil des „Grand Paris Express“ ist und im übertragenen Sinne eine „Petit Ceinture 2.0″ zu bilden.

Dann geht’s zurück nach Gargan…

Und via Bondy zurück zum Bahnhof Paris Est. Ein sehr schönes Gebäude.

Noch kurz Reiseproviant aufnehmen und wieder zurück zum „Ostbahnhof„.

Im linken Flügel findet sich im Boden, ungefähr aufcder Hinterkante der auf dem rechten oberen Bild zu sehenden Verkaufsbuden eine Plakette zum Km 0 der Strecke nach Strasbourg. Heute beginnen die Gleise ca. 100m nördlich in der grossen Querhalle.

Den ICE von Gleis 10 werde ich später wiedersehen, aber zunächst geht es ab Gleis 26 mit der ex. Lyria Garnitur (der abgekratzte SBB Schriftzug ist noch gut zu sehen) nach Metz.

So leer wie auf dem Foto beim Einstieg blieb der Zug natürlich nicht.

Sitzplatz mit Aussicht, ach echt jetzt? Zumindest hat es nun keinen Balken mitten in der Aussicht. 🤣

Aber wo liegt bitteschön „sans arret“ zwischen Paris Est und Metz? 🤔

In Metz war eun flotter Umstieg mit nur 9min was effektiv nur 6min waren angesagt, aber der gut besetzte AGC nach Forbach wurde sauber erreicht.

Der TER fährt am Gleis 4 ein welches auf einen Prellbock endet und hinter der Unterführung, gut 30m weiter, steht der Prellbock aus Richtung Saarbrücken was ein Restgleis für die Einfahrt eines „Walfisch“ erzeugt. Aber der Bewuchs lässt annehmen dass dies so nicht genutzt wird und der RE aus Saarbrücken kommt dann auch an der anderen Bahnsteigkante im durchgehenden Hauptgleis, also dem Gleis 2, rein.

Fast zeitgleich erreicht auch ein weiterer AGC aus Metz das Gleis 1 am Hausbahnsteig.

Apropos Hausbahnsteig, hier tut noch eine alte Segmentanzeigeuhr wie sie früher allgegenwärtig bei der SNCF war ihren Dienst.

Und schon gehts weiter im Walfisch nach Saarbrücken. Der erste übrigens auf der ganzen Tour. Da hatte es schon andere Touren.

Und nach 10min ist Saarbrücken erreicht.

Innovation / Tradition… Saarland. Naja, jedenfalls nicht in Bahnbelangen. Zögerlich Reaktivierungen, Abriß der Hochwaldbahn. Naja, Innovation und Tradition ist was anderes.

Der ICE 9555 hat +12 aber er kommt. Und da ist er auch wieder der Zug vom Gleis 10 in Paris Est wieder da.

Zügig geht’s dann via Kaiserslautern und Ludwigshafen in den Sonnenuntergang bei Mannheim und Biblis und mit der Abfahrt in Mannheim in die östliche Riedbahn ist die Verspätung schon auf +5 geschrumpft.

Letzter Umstieg in Frankfurt. Der Vias RB82 wird zwar mit +10 aus einer Ankunftsverspätung angekündigt, fährt aber mit gerade mal knapp +1 um 21:26 ab.

Zuvor verließen vereits die Gruselkisten ICE4 und Pesa Link den Frankfurter Hbf.

Absolut pünktlich wird Reinheim 14h nach der Abfahrt in Bordeaux erreicht.

Faziz. Tolle Eindrücke und trotz Corona ein toller Sommerurlaub.

Jetzt steht übers Wochenende erst mal eine Baustelle an und ich freu mich schon auf die Radtour im Oktober.

Bordeaux Tram und Museumsbahn

Nach der kurzen aber heftigen Gewittereinlage am gestrigen Abend regnete es dann ab Mitternacht recht ausgiebig.

Aber am Morgen war es dann nur noch bedeckt. Nicht optimal für eine Fototour an die neue Linie D und insbesondre deren Eingleisigen Abschnitt denn die recht dunkel gehaltenen „Zyklopen-Trams“ brauchen schon etwas Sonne um sich vom Umfeld abzuheben.

Andererseits braucht man sich so bei der Standortwahl auch keine Gedanken wegen des Sonnenstands machen.

Das relativ nette Motiv an der Haltestelle Croix-de-Seguey ist ein echtes Geduldsspiel da der Strassenverkehr meist recht ungünstig ins Motiv fährt.

Danach weiter nach Quinconces und Umstieg in die Linie B zur Hst. „La Cité du Vin“ beim gleichnamigen Weinmuseum mit seinem futuristischen Gebäude.

Das Nashorn auf dem Skateboard soll wohl die Fussgänger an das träge Bremsverhalten der Tram erinnern.

Um den Betrieb der Tram bei einer Fahrt von Schiffen in oder aus dem beim „Cité du Vin“ liegenden Bassins à flot während der Öffnung der Klappbrücke nicht zu unterbrechen wurde eine eingleisige Umgehungsstrecke gebaut die über eine weitere Klappbrücke am anderen Ende der Schleuse zum Bassins à flot diese quert.

Auch recht beeindruckend ist die nebenan liegende neue Hubbrücke „Pont Jacques Chaban-Delmas“ mit 53m lichter Höhe über die Garonne.

Und langsam kommt auch die Sonne wieder hervor und nun ist ein wenig Bahnfahren im AGC nach Coutras angesagt. Die Bahnhofshalle von Bordeaux präsentiert sich nach den mehrjährigen Sanierungsmaßnahmen in einem herrlichen Zustand.

Bei Libourne wird dann die Dordogne gequert welche gerade landeinwärts fließt da die Flut das Wasser wieder zurückdrängt.

Dann der Friedhof von Libourne mit Bahnblick und schon ist Coutras erreicht.

Kurz nach unserem Zug verlässt gar ein Güterzug den zu 90% brachliegenden Güterbahnhof von Coutras.

Es ist wieder sehr warm und die knapp 1h Wartezeit wird in der schatigen Bahnhofshalle verbracht. Leider kam kein Zug.

Aber dem Fahrdienstleister kam das erst mal spanisch vor und er erkundigte sich ob wir uns sozusagen verirrt hätten was sich aber schnell klärt. „Ah, Cheminot Allemagne“.

Später folgte dann noch eine Einladung ins Stellwerk. Interessant, ein Relaisstellwerk mit einem „Nummernstellpult“ via PC und Spezialtastatur.

Was dann auch die Wartezeit erheblich verkürzt hat. Irgedwie mag ich SNCF Fdl, dje leben noch Eisenbahnerfamilie.

Mit dem Bus geht’s nach Guitres und durch den doch recht tot erscheinenden Ort zur dortigen Museumsbahn. Die Strecke zweigt zwar in Coutras ab, aber erst ab Guitres ist sie befahren.

Wahrhaft scheint man auch zu sein, in Nachbarschaft der Kirche stehen zwei Kanonen herum.

Hinter dem kleinen Château ging einst die Bahnstrecke über den Fluss, die Gitterbrücke ist im Hintergrund erkennbar. Das Gleis ist aber teils abgebaut und die Trasse für die Umgehungsstrasse verwendet.

Im Empfangsgebäude von Guitres befindet sich neben der Fahrkartenazsgabe auch ein kleines Museum des „TRAIN TOURISTIQUE
GUITRES-MARCENAIS„.

Gefahren wird derzeit mit der Diesellok da die Dampflok defekt ist. Die D 4033 wurde 1944 von General Electric in Großbritannien gebaut und an eine der privaten regionalen Bahnen ausgeliefert.

Diverse Signale und Semaphore runden das Ensemble im Bahnhof ab.

Um 15:30 verlässt dann der Zug den Bahnhof von Guitres um im sehr gemächlichen Tempo sich auf den Weg nach Marcenais zu machen.

Vormittags kann man gut die Hälfte der Strecke mit Draisinen befahrenen.

Der Zug leert sich aber nicht in Marcenais sondern gut 1km früher von wo man sich zum Ausflugslokal „Moulin de Charlot“ aufmacht.

Aber man kann auch weiterfahren und dem Zug beim Umsetzen zusehen.

In Marcenais kam übrigens ganz früher sigar noch eine Strecke aus Libourne herein die heute kurz vorm Bahnhof von einem Kleintierzuchtverein überbaut ist.

Nach dem Umsetzen geht’s zurück zum Bahnsteig und um 17:30 auf die etwa einstündige Rückfahrt während der die Bahnübergänge auch gleich wieder für die Draisinenfahrten präpariert werden.

In Guitres wird der Zug dann nicht etwa profan weggefahren oder gar noch umfahren. Nein, nan zieht due Lok vor die Halle ab und schiebt dann mittels eines ehm. Baufahrzeug („Bahnmeisterwagen“) die Wagen ins danebenliegende Gleis.

Nich ein paar Impressionen wie dem Antruebzum Semaphore, Hinweisschilder, Einschusslöcher und die Bedieneinrichtung für den Bü am Bf.

Und dann war auch schon die Zeit gekommen für den Fussmarsch zum Bus nach Coutras.

Sitzplatz für schlafende Telefone, Nordic Walker und Leute mit dicken Bauch? 🤣

Auch gut zu sehen der Konstruktionsfehler des AGC mit der Lüftung. Ja, Stoffverkleidung sieht gut aus, aber er fängt auch den Dreck der via Lüftung drüberstreift 1a ein.

Es mird langsam dunkel und die „Energy Zone“ im Carrefour beim Hotel mutet mut den Schnaps und Rumflaschen schon recht komisch an.

Dann ab ins Hotel, kurz frisch machen und wiede Richtung Börse zur „Fressgasse“.

Abschlussabendessen der Tour mit Cidre und Galet / Crepes. Sehr schön.

Auf dem Weg zum Hotel noch ein paar Einblicke in die Seitenstrassen und schon ist der Tag wieder rum.

Morgen geht’s wieder heim, mit kleinem Schlenker zur neuen TramTrain bei Paris.

Dann hoffe ich mal dass der Fahrplan klappt.