Gleiserneuerung auf der Odenwaldbahn

Alle Räder stehen still, wenn es der Umbauzug so will.

Neben einem total verkorksten Schienenersatzverkehr der gerade einmal 3 Tage vor Baubeginn durch VIAS kommuniziert wurde und nicht mal in der DB Reiseauskunft eingespielt wurde sondern nur beim RMV gibt es wenigstens etwas an Baufahrzeugen zu sehen.

Eine staubige Angelegenheit ist so ein Schotterreinigungszug wie er derzeit auf dem Westast der Odenwaldbahn zwischen Ober Ramstadt und Darmstadt unterwegs ist.
Eine unbekannte G1600 von Wiebe hat mit ihrem Bunkerzug angedockt und es läuft noch der Umladevorgang. Währenddessen wird hinter der Staubwolke die Kette des Reinigungszugs vor dem Bahnübergang ausgefädelt.

Wolkenpech

Mit Wolken gespickt, also blau-weißer „bayerischer Himmel, gefält mir auf Fotos fast besser wie stahlblauer Himmel.

Dumm nur wenn immer bei den Mehrfachtraktionen sich Wolken ins Bild Schieben. Naja, dann halt zwei Bilder der einzeln fahrenden Itinos bei Ober Raumstadt mit Fahrtrichtung Reinheim bzw. Dilshofen in der Gegenrichtung.

Fernverkehr am Nordbahnhof

Der nächste Versuch mit dem EC115 gelang am Nordbahnhof. Leider Zog während der Wartezeit eine Schlechtwetterfront auf so dass nur die zuvor fahrende RB82 nach Frankfurt noch richtig gutes Licht abbekam.

Aber ein klein wenig Schummerlicht kam dann doch wieder kurz bevor der EC115 in den Bf. Darmstadt Nord einfuhr.

Kurz darauf fing es recht heftig an zu regnen.

Ein paar Impressionen aus dem Eisenbahnbetriebsfeld

Wie es der Titel schon sagt…

Elektromechanisches Stw. Franzensfeld

Und die zugehörige „Aussenanlage“. Der Zug aus Potsdorf durchfährt den Abzw. Franzensfeld auf dem Weg nach Wilhelmstal.

Hochbetrieb in Martinstein. Die DB Mehrsystemlok aus der Traxx Familie hat vom EC aus Chateauprix abgespannt und setzt in den anderen Bahnhofskopf um damit sie für die Gegenleistung bereit steht. Derweil wartet die Schwesterlok der BLs auf die Ausfahrt nach Menningen.

Wieder mal Brücken- und Weichenbauarbeiten

sdsdsd+

Wieder einmal musste die Weiche 13 den Bauarbeiten zur Erneuerung des Brückenbauwerks über die Mainzer Straße Weichen.

Nachdem der Bereich vom Fdl entsprechend abgegrenzt und gesperrt wurde sowie LST seitig alle Maßnahmen an der W13 und weiteres wegen den Fahrten über die W16 getroffen wurden…

… konnten die Oberbauer loslegen.

Und weil es sich anbot wurde auch gleich der Antrieb erneuert.

Der Starzug der Güterstrecke

Nachdem der EC114 vor ein paar Tagen auf dem Weg nach Mainz bei Sickenhofen abgefangen werden konnte stand heute die Gegenrichtung mit dem EC115 auf dem Programm. Eine Aktion die Wunderbar auch noch mit einer Inspektion verbunden werden konnte. Normalerweise fahren auf diesem Abschnitt zwischen Bergschneise und Darmstadt Nord nur Güterzüge.

Der Zug passierte die Bergschneise mit wenigen Minuten Verspätung und wenige Sekunden später wäre ein Güterzug der in Richtung Weiterstadt fuhr ins Bild gefahren. Glück gehabt. Leider steht die Sonne frontal auf dem Fahrzeug so dass die Wagen ins Dunkle fallen. Naja, man kann nicht alles haben.

Babenhäuser Rushhour

Es sei zu hoffen dass das historische Plakat im Babenhäuser Empfangsgebäude nicht irgendwelchem Vandalismus zum Opfer fällt.

Rushhour im Bf. Babenhausen. Während der Güterzug auf Gleis 1 noch warten muss bis die kurz zuvor gefahrene RB75 nach Wiesbaden die strecke wieder freigibt muss sich die RB 75 nach Aschaffenburg noch etwas gedulden da sie von dem leicht verspäteten EC115 noch überholt wird.

So kommt das Geis 3 auch mal zu Fernzugehren.

HLB, Vias und ein Intercity

Heute Nachmittag ging es nach Altheim. Ziel war der IC/EC114 von Klagenfurt nach Dortmund der bis November statt über Stuttgart via Würzburg und von dort direkt nach Mainz verkehrt.

Aber erst mal die ÜS der Bü 71 und 73 fotografiert.

Überwachungssignale an zweigleisigen Strecken waren und sind eher die Ausnahme im ex. Bundesbahnbereich.
Mit dem Rückbau der Blockstelle in Altheim bei Münster (Hessen) in 2003 baute man die von der Blockstelle mitbedienten Bü 71 und 73 auf BÜS2000 LzH ÜS um.
Im Zuge der Bauarbeiten zum neuen ESTW „Ostbahn“ werden diese von ÜS auf FÜ umgebaut womit im Dezember 2020 auch die Überwachungssignale entfallen werden.

Und die Üs der anderen Richtung mit einem Zug der HLB nach Aschaffenburg.

Der IC/EC114 war absolut pünktlich und so gelang nur ein Notschuss da der eigentliche Fotostandort nicht erreicht werden konnte.

Naja, bis November werden sich noch weitere Möglichkeiten ergeben und zudem ist mir ein nich besserer Standort zwischen Hergershausen und Sickenhofen über den Weg gelaufen.

Die morgendliche Gegenleistung IC/EC115 werde ich versuchen in der Bergschneise bei Darmstadt zu erwischen.

Hier der eigentlich vorgesehene Standort mit dem alten und neuen Vorsignal des Sbk 9.

Ein HLB Zug hat Babenhausen verlassen und passiert in Kürze die Ortschaft Sickenhofen.

Streckenwechsel auf den Nordast der Odenwaldbahn. Die Doppeltraktion Itino als RE85 nach Frankfurt hat Langstadt ohne Halt passiert und erreicht in Kürze Babenhausen.

Die Wolken machten es spannend. Kaum war der Zug in der Ferne erkennbar zog es sich zu und erst ganz kapp vor dem Erreichen des Fotostandort kam die Sonne wieder durch. Phu, Glück gehabt.

Eine halbe Stunde später und ein Bahnübergang weiter südlich folgt ein Lint42 als RB86 nach Hanau.

Nach der Kreuzung in Babenhausen und einem Halt in Langstadt folgt südlich des ehm. Bahnwärterhaus (Posten 66?) die RB86 nach Wiebelsbach.

Die gleiche RB86 als Nachschuss mit Kleestadt im Hintergrund.

Ich fahre weiter und kurz vor Groß Umstadt rollt dann der RE85 von Frankfurt nach Erbach formatfüllend ins Bild.

Der letzte Zug des Tages auf der Tour war dann die RB82 von Frankfurt nach Erbach über Darmstadt Nord zwischen Reinheim und Lengfeld bei Habitzheim mit dem Otzberg im Hintergrund. Der kleine Punkt links im Bild ist kein Schmutz auf der Optik sondern ein Heißluftballon.

Es dauert zwar noch etwas bis zum Sonnenuntergang gegen 21:35 aber der Himmel sieht schon recht gut aus.

Das waren kurzweilige 45km.

Noch mehr Fotos, auch abseits der Züge, gibtes hier bei Komoot.

Durchs Tal der Elsava nach Hause

Gut gestärkt geht es bei mittelprächtigem Wetter weiter. Der Wetterbericht sagte nun keinen Regen mehr voraus und so entschloss ich mich dazu die lange Route über das Tal der Elsava und Heimbuchental zu wählen.

Erst mal ging es den Main entlang bis zum ehm. Hauptbahnhof. Der ehemals recht umfangreiche Gleisbereich ist komplett abgeräumt und am nördlichen Ende mit einem Edeka überbaut. Leider fuhr gerade kein Zug über die Mainbrücke und „dank“ einer langen Schlange im Edeka den ich zur Überbrückung der Wartezeit nutzte verpasste ich den nächsten Zug.

Wieder über die Bücke über die Mud geht es nach Klingenberg wo am Abzweig der Strecke nach Amorbach ein Zug aus und später kuez vor der Fa. Josera einer nach Aschaffenburg ins Bild gerät.

Weiter geht es dann entspannt und ohne Steigungen im weiten Tal des Mains.

Noch ein Zug nach Aschaffenburg am Bü kurz vor Klingenberg und kurz darauf der Gegenzug am Einfahrsignal. Langsam kämpft sich auch die Sonne durch die Wolken und auf der Unterseite der Straßenbrücke bei der Schleuse Klingenberg sogt die Wasserreflektion für interessante Muster. In der Wörth gegenüberliegenden Erlenbacher Schiffswerft liegen derweil einige Schiffe.

Über den auf der Bahnbrücke geführten Fuss- und Radweg geht es hinüber nach Erlenbach und vorbei am Glanzstoffwerk nach Obernburg-Elsenfeld. Auf dem Gelände des Glanzstoffwerks befindet sich heute das ICO (Industrie Center Obernburg) dessen Gleisanschluss im Gegensatz zu den anderen Anschlüssen des Bahnhofs noch genutzt wird. Natürlich nicht mehr mit Dampfloks wie die Warnschilder suggerieren möchten.

Im Ortsbereich von Elsenfeld ist die ehm. Bahnstrecke nach Heimbuchental von der St2308 überbaut. Typisch für die deutsche Verkehrspolitik. Erst am Ortsrand ist sie wieder vorhanden und zum Radweg umgewandelt. Hier stoße ich auf etwas was man in der Schweiz andauernd entdeckt aber hierzulande doch eher untypisch ist. Ein Bunker der ehm. Wetterau-Main-Tauber Stellung . Aber total friedlich geht es dem Tal der Elvas aufwärts folgend am Kloster Himmelthal vorbei nach Eschau.

Es zieht sich wieder etwas zu, bleibt aber trocken. In Eschau wurde die Bahntrasse und das Bahnhofsarel für die Umgehungsstraße genutzt. Der sonst obligatorisch mitten im ehm. Bahnhof stehende Supermarkt liegt aber nebenan. Der Werbeaufdruck des LKW der Brauerei Faust aus Miltenberg beinhaltet nicht gerade wenig Selbstironie.

Hinter Eschau versuche ich der ehm. Tasse der Elsavatalbahn halbwegs zu folgen, was aber dann in der Nutzung des Randweg unter der Brücke der St2308 gipfelt da der Feldweg am ehm. Bahnübergang über diese keine Anbindung hat.

Aber auf der anderen Seite geht es teils auf und neben der ehm. Trasse weiter.

Beim Heinz Bolender Feldkreuz ist die Trasse wieder erreicht, der offizielle Radweg nutzt dagegen die Nebenstraße über Aulenbach.

Ich bleibe jedoch auf dem Feldweg auf der Trasse. Vor Hobbach wurde die Trasse (wieder mal) in den Ausbau der St2308 integriert und so geht es über die Feldwegbrücke mit Bahnschienengeländer mitten in eine Wiese hinein. Durch die Wiese, der Weg ist nur schemenhaft erkennbar, geht es ins Industriegebiet von Hobbach.

Nach dem Industriegebiet beim Ortseingang von Hobbach liegt der Radweg wieder auf der Trasse, hier passierte auch der einzig grösser Unfall dieser Strecke als 1924 ein Zug wegen durch Hochwasser der parallel fließenden Elsava beschädigte Bahndamm entgleiste. Auf wenigen 100m im Bereich des ehm. Haltepunkt Hobbach beim Spessarter Hof ist dieser vergleichsweise luxuriös ausgebaut. Auch hier finden sich wie an der ganzen Strecke gut gestaltete Infotafeln über die Geschichte der Orte und der ehm. Bahnstrecke.

Kurz darauf ist der Radweg wieder „normal, also nicht asphaltiert und zügig wird durch den „Höllhammer“ der ehm. Bahnhof von Heimbuchenthal erreicht. Wie auf der ganzen Strecke existiert auch hier das Empfangsgebäude nicht mehr.

Das ehm. Bahhofsgelände ist heute eine Parkanlage. Der im nördlichen Teil stehende Brunnen befindet sich ungefähr beim ehm. Streckenende. Die als Denkmal dienende aber nicht mehr im besten Zustand stehede Lok verkehrte nicht auf der Elsavabahn. Sie kommt von der Papierfabrik Aschaffenburg.

Parkähnlich geht es weiter, vorbei an einer Sammlung von Grenzsteinen, Brunnen und Enten vermähenden Holzkrokodilen bevor der obere Bereich des Straßendorf Heimbuchental um die st. Martin Kirche erreicht ist.

Es geht noch ein kleines Stück im Tal aufwärts in Richtung Mespelbrunn bevor am „Mediumgolfplatz“ (recht grosse Bahnen für Minigolf) die Talseite gewechselt wird. Nun geht es recht stramm mit teils über 15% aber auch schönen Ausblicken bergauf bevor entspanntes hinabfahren nach Volkersbrunn und der am Waldrand liegenden Banneux Kapelle angesagt ist.

Von nun an ging es weiter im Leidersbacher Tal, in dem gefühlt jedes Ort mindeststens eine Handvoll Trachten- und Brautmodenfabriken sowie Geschäfte gibt stets begab bis Sulzbach am Main erreicht ist.

Der Radweg um Sulzbach herum wird derzeit für eine richtungsbezogende Baustellenumleitung genutzt weshalb recht viel Autoverkehr auf dem Feldweg unterwegs war.

ein kuzes Stück geht es wieder den Main hinauf, und dabei wird wieder mal ein Desiro der Westfrankenbahn (auf dem Weg nach Miltenberg) fotografiert.

Über die Straßenbrücke wird der Main gequert und es het weiter Richtung Großostheim.

Ich drehe, nachdem ich falsch abgebogen bin, noch eine Runde durch die Altstadt von Großostheim die leider bei der überörtlichen signalisieren der Radwege „umgangen“ wird. Der VW Käfer lässt das Fotomotiv um Jahrzehnte älter erscheinen.

Bei der Zusatzrunde entdecke ich das Weinhaus Becker mit seinem schönen Biergarten und entschließe mich zu einem verspäteten Mittagessen bzw. frühen Abendessen. Fränkische Festtagssuppe und dreierlei Käse in Form von Winzer- sowie Handkäse mit Musik sowie Kochkäse. Das war sehr fein und das Radler sorgte für das entsprechende ablöschen des Durst.

Aber so schön und gut es auch dort ist, ich muss ja noch ein paar Kilometer bis nach Hause fahren und der Akku meint auch langsam zur Neige zu gehen. Aber bis Radheim ist es erst mal noch angenehm flach.

Aber hinter Radheim geht es wieder mal stramm bergan wobei das Wetter es wieder besser meint und mit schönen Ausblicken in den Spessart und Richtung Taunus wird der Anstieg belohnt,.

Und wenn es hoch geht, so geht es alsbald auch weider entspannt und Akkusparend hinab nach Groß Umstadt wo mich die schutzhütte am Wingert etwas erstaunt. Der Baustil erinnert mich eher an Schutzbunker wie sie in Frankreich noch oft in Bahnhöfen als Relikt des WK 2 zu sehen sind.

Noch ein letzter leichter Auf- und Abstieg und schon wurde Habitzheim erreicht. Vor Überau dann endlich mal ein anderer Zugtyp wie Desiro der letzten Tage, ein Itino der Vias präsentiert sich vor dem Otzberg.

Und dank sparsamer Fahrt ab Groß Umstadt reicht er Akku noch für den letzten Stutzen vor dem heimatlichen Ziel und schaltet sich keine 100m vor der Haustüre nach 94km und 680 Höhenmeter aufwärts ab. Naja, den auf der ganzen Tour als Ballast (sollt auch ein Test für die Sommertour sein) mitgeschleppten zweiten Akku hat es somit nicht gebraucht.

Somit gehen vier schöne Tage mit 336 km und 1633 Höhenmetern zu ende. Nicht spektakulär in Strecke und Landschaft aber angenehm und schön und in gerade mal etwas über 4 Wochen geht dann die Sommertour los. Davor geht das Rad aber erst mal in die Werkstatt für eine neue Hinterradfelge die zwar nicht weiter gerissen ist aber nun drei lockere Speichen hat, Kette, Ritzel, Kettenblätter usw. damit es fit für die 14 Tage Dauerlast ist. Die Frage ist nur. Bin ich es auch? Ich werde es sehen… Aber ich freue mich schon darauf.